PC Netzteile

Das Netzteil eines PC muss zuverlässig und leise arbeiten. Bei computeruniverse finden Sie eine große Auswahl an hochwertigen PC Netzteilen.

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      PC-Netzteil kaufen: Darauf müssen Sie achten

      Das PC-Netzteil versorgt alle verbundenen Komponenten über Kabel mit Strom. Das falsche Netzteil kann für ein instabiles System oder einen unnötig hohen Stromverbrauch sorgen - je nachdem, ob das Modell zu schwach oder überdimensioniert ist. Die Geräte unterscheiden sich in Größe, Wattleistung und Wirkungsgrad. Folgende Punkte helfen Ihnen bei der Auswahl:

      1. Bauarten und Kompatibilität: Welches PC-Netzteil passt?

      PC-Netzteile unterscheiden sich bezüglich der Bauart, der Leistung, ihrer Anschlüsse und der Kühlung. Als Qualitätsmerkmale gelten ein hoher Wirkungsgrad, ein niedriger Geräuschpegel sowie eine schwankungsfreie Stromversorgung. Zusätzliche Features sind zum Beispiel das Nachlaufen des Lüfters nach dem Ausschalten zur besseren Abführung der Wärme und temperaturgesteuerte Lüfter. Vorschrift sind Funktionen wie der Kurzschluss-, Überspannungs- und Überlastungsschutz sowie mindestens eine passive Leistungsfaktorkorrektur.

      Die Formfaktoren beschreiben elektrische und mechanische Eigenschaften der PC-Netzteile, die Spezifikationen umfassen:

      • Positionen der Schrauben zur Befestigung
      • Außenabmessungen
      • Steckerabmessungen und -belegungen
      • Mindestzahl Stecker
      • Kabellängen
      • Ausgangsspannungen

      Der Standard für PCs ist das ATX-Format. Die Tabelle listet die Abmessungen der Formate und den Einsatzzweck der Netzteile mit jeweiligem Formfaktor auf.

      FormfaktorAbmessungen ( B x H x T)Einsatzgebiet
      ATX 150 mm x 84 mm x 140 mm Standard für Consumer-PCs, vom Office-PC bis zur Gaming-Höllenmaschine 
      EPS12V (Dual PC 150 mm x 84 mm x 230 mm Erweiterung des ATX-Standards, stärkere Netzteile für Workstations und Server 
      TFX 85 mm x 65,2 mm x 175 mm Für flache Gehäuse, SFF (Small form Factor), meist Desktop-PCs 
      SFX 125 mm x 63,3 mm x 100 mm Für sehr kleine Computer (SFX-L für Netzteile mit mehr als 100 mm Einbautiefe) 

      Tabelle 1: Formfaktoren für PC-Netzteile mit Einsatzgebiet.

      2. Spannungen für PC-Teile: Watt-Rechner und Leistungsstufen

      Gamer und alle Nutzer mit hohen Hardwareanforderungen benötigen ein leistungsstarkes Netzteil. Die Leistungsspanne reicht von 120 bis 2.000 Watt. Besonders Grafikkarte und CPU verbrauchen viel Strom. Aktuelle Grafikkarten benötigen bis zu 250 Watt, bei zwei Kernen steigt der Bedarf sogar auf 500 Watt.

      Doch wie viel Power benötigt Ihr Rechner eigentlich? Trotz großer Unterschiede lässt sich der Bedarf anhand der Thermal Design Power (TDP) richtig berechnen, die in den Spezifikationen von CPU und Grafikkarte angegeben ist. TDP beschreibt die maximale thermische Verlustleistung (in Watt), diese dient als Grundlage für die Kühlung und eignet sich zugleich zur Berechnung des Strombedarfs.

      Den Verbrauch der Komponenten addieren

      CPU und Grafikkarte benötigen zwar den meisten Strom, Sie müssen jedoch auch die anderen Komponenten für eine exakte Berechnung der benötigten Power berücksichtigen. Die folgende Tabelle führt Richtwerte für die häufigsten Komponenten im PC auf.

      KomponenteLeistung
      2,5-Zoll-Festplatte (SSD) 5 Watt 
      3,5-Zoll-Festplatte (HDD) 10 Watt 
      Mainboard 15-20 Watt 
      DDR3-RAM-Speicher je nach Größe ab 1,5 Watt 
      DDR4-RAM-Speicher je nach Größe ab 1,5 Watt 
      Blu-ray Player7 Watt
      Soundkarte7 Watt
      Je Gehäuselüfter2 Watt
      USB-GeräteCa. 2,5 Watt
      PCI-KartenCa. 4 Watt

      Tabelle 2: Leistungsbedarf (in Watt) verschiedener PC-Komponenten im Überblick

      Beispiel zum richtigen Berechnen des PC-Netzteils

      Nehmen wir zur Veranschaulichung der Rechnung einen modernen Gaming-PC als Beispiel.

      Netzteil für einen Gaming-PC

      Der Intel Core i7-8700K-Prozessor hat einen TDP-Wert von 95 Watt. Die Grafikkarte GeForce RTX 2060 ist mit einem TDP-Wert von 160 Watt angegeben; das macht bereits einen Bedarf von 255 Watt. Hinzu kommen das Mainboard, mehrere Gehäuselüfter, Festplatten, RAM-Riegel sowie ein Blu-ray Player und schnell ist ein Bedarf von mehr als 400 Watt erreicht.

      Das PC-Netzteil sollte niemals zu knapp dimensioniert sein, planen Sie stattdessen einen Puffer von rund 20 Prozent ein. Für den Beispielrechner eignet sich daher ein PC-Netzteil mit einer Nennleistung von etwa 550 Watt. Auf diese Weise stellen Sie sicher, dass auch bei voller Belastung ausreichend Leistung zur Verfügung steht.

      Netzteil für einen Office-PC

      Zum Vergleich: Ein Computer für den Office-Bereich hat im Leerlauf meist eine Leistungsaufnahme von nur 40 bis 50 Watt, die unter Last auf 100 Watt steigt. Ein Netzteil mit 200 Watt ist hier ausreichend. Für einen durchschnittlichen Multimedia-PC mit einer Grafikkarte der Mittelklasse reicht meist ein Netzteil mit 300 bis 350 Watt.

      3. Der Wirkungsgrad: Wie effizient sind Netzteile?

      Der Stromverbrauch eines Netzteils hängt zum größten Teil von der Systemauslastung und dem Wirkungsgrad ab. Der Wirkungsgrad ist ein Maß zur Angabe, wie viel Energie im Netzteil in Form von Wärme verloren geht. Ein möglichst hoher Wirkungsgrad spart Stromkosten und somit auf Dauer bares Geld ein. Zur leichten Vergleichbarkeit wurde das 80PLUS-Zertifikat eingeführt, das einen Wirkungsgrad von mindestens 80 Prozent garantiert. Die folgende Tabelle zeigt den Wirkungsgrad der verschiedenen Zertifizierungen in Abhängigkeit von der Last.

      Zertifizierung20 % Last50 % Last100 % Volllast
      80 PLUS 80 % 80 % 80 % 
      80 PLUS Bronze82 % 85 % 82 % 
      80 PLUS Silver85 % 88 % 85 % 
      80 PLUS Gold87 % 90 % 87 % 
      80 PLUS Platinum90 %92 %89 %

      Tabelle 3: Wirkungsgrad unterschiedlicher Zertifizierungen für PC-Gehäuse unter Last.


      Je häufiger der PC in Betrieb ist, desto mehr lohnt sich die Investition in ein Netzteil mit besserem Wirkungsgrad. Surfen Sie mit Ihrem PC nur eine halbe Stunde täglich im Internet, ist der Wirkungsgrad weniger wichtig als bei einem Netzteil für einen Server, der 24 Stunden am Tag in Betrieb ist. In Servern kommen redundante Netzteile zum Einsatz. Redundante Netzteile sind eine Kombination mehrerer Netzteile, die in einem gemeinsamen Schacht stecken.

      4. Die Steckerbelegung: Welches Netzteil brauche ich?

      Für die Verbindung mit den internen Anschlüssen integrieren einige Netzteile ein Stecksystem, genannt "modulares Netzteil" oder "Kabelmanagement". An der Innenseite des Netzteils befinden sich dann Buchsenleisten für die Verbindung der Grafikkarte und Laufwerke. Diese Netzteile erhöhen die Flexibilität und Sie können nicht erforderliche Kabel entfernen. Auf diese Weise verbessert sich der Luftstrom im Gehäuse und die Wärme kann besser entweichen. Durch den Übergangswiderstand am Stecker arbeiten diese Netzteile minimal ineffizienter.

      5. PC-Netzteile mit flüsterleisem Betrieb

      Netzteile ohne eigenen Lüfter werden als "passiv gekühlt" bezeichnet. Hauptvorteil ist der geräuschlose Betrieb. Semi-passive Netzteile verfügen zwar über einen Lüfter, schalten diesen jedoch nur bei Bedarf ein. In der Regel verursachen auch die Lüfter für die CPU und die Grafikkarte Geräusche.

      Soll Ihr Computer möglichst geräuschlos arbeiten? Dann vergleichen Sie die Angebote für Silent-Gehäuse, die mit spezieller Dämmung und weiteren Extras für eine flüsterleise Arbeitsatmosphäre am Schreibtisch sorgen.

      Fazit

      Überlegen Sie sich, welches Mainboard, welcher Prozessor, welche Grafikkarte und welches PC-Gehäuse Sie verwenden möchten. Addieren Sie den Strombedarf der Komponenten, berechnen Sie die erforderliche Leistung und wählen Sie das PC-Netzteil entsprechend aus.