RAM (Arbeitsspeicher)

RAM Arbeitsspeicher sorget für mehr Rechenleistung im PC. DDR3 RAM bis 32GB und DDR4 RAM bis 256GB. Unser Kaufberater informiert, was Sie beim Kauf von RAM Speicher wissen müssen.

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      Kaufberatung RAM Arbeitsspeicher

      Beim Aufrüsten des Arbeitsspeichers sind ein paar Aspekte zu beachten:

      1. Auswahl und Kompatibilität: Welcher Arbeitsspeicher passt in meinen PC?

      Der RAM (Random Access Memory) ist sozusagen das Kurzzeitgedächtnis des Computers, das die Daten besonders schnell zur Verfügung stellt. Ist der Arbeitsspeicher knapp bemessen, muss das Betriebssystem wichtige Programmteile auf einen reservierten Bereich der Festplatte auslagern. Dadurch starten Programme langsamer und das System arbeitet weniger flüssig.

      DDR, DDR2, DDR3 oder DDR4 - bevor Sie neuen Arbeitsspeicher zum Nachrüsten bestellen, müssen Sie herausfinden, welcher Arbeitsspeicher zu Ihrem Mainboard und Chipsatz passt. Sie können sich den verbauten Arbeitsspeicher einfach mithilfe einer Software anzeigen lassen:

      • Welcher Arbeitsspeicher für Ihren iMac oder Mac der richtige ist, finden Sie heraus, indem Sie oben links auf den kleinen Apfel klicken, dann auf "Über diesen Mac", "Weitere Informationen" und "Speicher". Das sich öffnende Fenster zeigt die leeren RAM-Slots, die erforderliche Taktfrequenz und die Bauform der Speicherriegel an.
      • Windows-Nutzer installieren zum Beispiel die kostenlose Software cpu-z und lassen sich die verbauten Komponenten durch Klick auf den Reiter "SPD" anzeigen.

      Wählen Sie den schnellsten unterstützten Speicher zum Aufrüsten aus. Die Module sind innerhalb der Speicherfamilie abwärtskompatibel, ein Mainboard mit beispielsweise DDR4-3200 DIMMs ist zu DDR4-2400 DIMMs kompatibel, ein Modul mit 3200 MHz funktioniert auch mit 2400 MHz. Zu beachten ist: Das langsamste Speichermodul bedingt die Taktrate des Gesamtspeichers.

      Freie Mainboard-Steckplätze prüfen

      Meist integriert das Mainboard zwei oder auch mehr Slots (Steckplätze) für die Speicherriegel. Besitzen Sie zum Beispiel ein Notebook mit 4 GB RAM, so kann es sein, dass bereits beide Steckplätze mit einem 2 GB RAM-Modul belegt sind. Um auf 8 GB RAM aufzurüsten, müssen Sie entweder in zwei 4 GB Bausteine oder in einen 8 GB RAM-Baustein investieren. Es ist ebenso möglich, dass im Notebook ein 4-GB-Modul verbaut und ein freier Slot für einen zweiten Riegel vorhanden ist.

      Die Anzahl der Module: Single-Channel, Dual-Channel oder gar Quad-Channel?

      Die Riegel werden einzeln oder als Kit im Zweier- oder Viererset angeboten. Mit zum Beispiel 2 x 2 GB lässt sich der Dual-Channel-Mode und mit 4 x 2 GB der Quad-Channel-Mode nutzen - wenn das Mainboard dies unterstützt. Der theoretische Vorteil: Dual-Channel erlaubt den gleichzeitigen parallelen Betrieb von zwei Arbeitsspeicher-Modulen an einem Prozessor und verdoppelt die Bandbreite. Früher betrug die Leistungssteigerung gegenüber dem Single-Chip-Betrieb bis zu fünf Prozent, aufgrund der Optimierungen im Cache moderner Prozessoren lassen sich die Vorteile heute jedoch kaum noch messen. Moderne Prozessoren können auch vier Arbeitsspeicher-Module (Quad-Channel) parallel nutzen, was erneut die Leistung steigern soll. In Benchmark-Tests zeigt der Quad-Channel gegenüber dem Dual-Channel relativ geringe Vorteile. Bei der Speicherauswahl müssen Sie darauf also nicht zwingend achten.

      Arbeitsspeicher: Technologie, Geschwindigkeit, Bauform und Co.

      Als Arbeitsspeicher werden DDR-SDRAM oder die schnelleren Nachfolgevarianten DDR2, DDR3 oder DDR4 verwendet. Die verschiedenen Standards sind nicht kompatibel, unterschiedliche Einkerbungen verhindern das Einsetzen der Module in falsche Steckplätze. Neben der Kapazität ist die Geschwindigkeit der entscheidende Faktor. Die folgende Tabelle listet einige Speichermodule für Desktop-PCs auf.

       

      SpeichermodulSpeicher-TypSpannungInterner SpeichertaktExterner BustaktBandbreiteKontakte/PINs
      PC1600 (PC200)DDR-SDRAM 2,5 V 100 MHz200 MHz (DDR200) 1,49 GB/s 184
      PC2100 (PC266)DDR-SDRAM 2,5 V 133 MHz 266 MHz (DDR266) 1,98 GB/s 184
      PC2700 (PC333) DDR-SDRAM 2,5 V 166 MHz 333 MHz (DDR333) 2,7 GB/s 184
      PC3200 DDR-SDRAM 2,5 V 200 MHz 400 MHz (DDR400) 3,2 GB/s 240
      PC2-3200DDR2-400 1,8 V 100 MHz 200 MHz 3,2 GB/s240
      PC2-4300DDR2-533 1,8 V 133 MHz 266 MHz 4,3 GB/s240
      PC2-5300DDR2-667 1,8/2,0 V 166 MHz 333 MHz 5,3 GB/s240
      PC2-6400DDR2-800 1,8/2,1 V 200 MHz 400 MHz 6,4 GB/s240
      PC2-8500DDR2-1066 1,8 V 266 MHz 533 MHz 8,5 GB/s240
      PC3-6400DDR3-800 1,5 V 100 MHz 400 MHz 6,4 GB/s240
      PC3-8500DDR3-1066 1,5 V 133 MHz 533 MHz 8,5 GB/s240
      PC3-10600DDR3-1333 1,5 V 166 MHz 667 MHz 10,6 GB/s240
      PC3-12800DDR3-1600 1,5 V 200 MHz 800 MHz 12,8 GB/s240
      PC3-14900DDR3-1866 1,5 V 233 MHz 933 MHz 14,9 GB/s240
      PC3-17000DDR3-2133 1,5 V 266 MHz 1066 MHz 17,1 GB/s240
      PC4-12800DDR4-1600 1,2 V 200 MHz 800 MHz 12,8 GB/s288
      PC4-14900DDR4-1866 1,2 V 233 MHz 933 MHz 14,9 GB/s288
      PC4-17000DDR4-2133 1,2 V 266 MHz 1066 MHz 17,0 GB/s288
      PC4-19200DDR4-2400 1,2 V 300 MHz 1200 MHz 19,2 GB/s288
      PC4-21300DDR4-2666 1,2 V 333 MHz 1333 MHz 21,3 GB/s288
      PC4-25600DDR4-3200 1,2 V 400 MHz 1600 MHz 25,6 GB/s288

      Tabelle 1: Übersicht ausgewählter Speichermodule von DDR bis DDR4.

      Die Bauform: Auf die PINs achten

      Bei der Bauform sind die Dual In-line Memory Module (DIMM) für Desktop-PCs und die kleineren SO-DIMM Bausteine für Notebooks zu unterscheiden. Auch für Server und andere Geräte gibt es spezielle Modulformen.

      Die wichtigsten Varianten der SO-DIMMs für Notebooks:

      • SO-DIMMs mit 72 Pins und SDRAM-Chips mit 5 V oder 3,3 V (seit 1997)
      • SO-DIMMs mit 144 Pins und SDRAM-Chips mit 3,3 V (seit 1999)
      • SO-DIMMs mit 200 Pins und DDR- oder DDR2-SDRAM (seit 2003)
      • SO-DIMMs mit 204 Pins und DDR3-SDRAM (seit 2010)
      • SO-DIMMs mit 256 Pins und DDR4-SDRAM (seit 2014)

      Timing-Parameter der Speichermodule

      Ein weiteres Merkmal sind die Werte "CAS Latency", "RAS Precharge Delay" und "RAS-to-CAS-Delay". Hersteller geben die Zahl als 3-, 4- oder 5-stellige Zahl hinter der eigentlichen Bezeichnung an. Diese Latenzzeiten sind in der Regel vernachlässigbar. Sie beeinflussen die Arbeitsgeschwindigkeit bei Benchmarks im einstelligen Prozentbereich.

      2. Die Anforderungen: Office, Spielen oder Bildbearbeitung - wie viel RAM ist sinnvoll?

      Für Windows 7 und genauso Windows 10 gibt Microsoft als Minimum für den Arbeitsspeicher in der 32-Bit-Version 1 GB an, bei der 64-Bit-Variante müssen es mindestens 2 GB RAM sein. Mit dieser Minimalanforderung können Sie jedoch kaum flüssig arbeiten, das Booten und Starten verschiedener Programme dauert sehr lange. Wer nicht ständig auf die Sanduhr starren möchte, investiert besser zumindest in doppelt so viel RAM-Speicher. Wie viel Arbeitsspeicher Sie maximal verwenden können, hängt vom verwendeten Betriebssystem und vom Mainboard ab.

      Vorsicht: 32 oder 64 Bit? Speicherlimit des Betriebssystems beachten!

      Als grundsätzliche Regel gilt, dass ein 32-Bit-Betriebssystem maximal 4 GB RAM unterstützt, von denen es jedoch nur gut 3 GB adressieren kann. Mehr Arbeitsspeicher bringt dann also nichts - für die Adressierung von mehr als 3 GB muss ein Betriebssystem mit 64-Bit-Architektur installiert sein. Die folgende Tabelle zeigt die maximale Speicherunterstützung gängiger Betriebssysteme.

      Version32-Bit64-Bit
      Windows 7 Home Basic4 GB 8 GB
      Windows 7 Home Premium4 GB 16 GB 
      Windows 7 Professional4 GB 192 GB 
      Windows 7 Enterprise4 GB 192 GB 
      Windows 7 Ultimate4 GB192 GB
      Windows 84 GB128 GB
      Windows 8 Professional4 GB512 GB
      Windows 8 Enterprise4 GB512 GB
      Windows 10 Home4 GB128 GB
      Windows 10 Pro4 GB6 TB
      Windows 10 Enterprise4 GB2 TB
      Mac OS X <10.9-96 GB
      Mac OS X ab 10.9-128 GB
      Mac OS X ab 10.11-2 TB

      Tabelle 2: Maximal unterstützter RAM bei verschiedenen Betriebssystemen.

      Übrigens: Heute gelten 4 GB Arbeitsspeicher als vernünftig, egal ob Sie mit Windows, Mac oder Linux als Betriebssystem arbeiten. Selbst 8 GB stellen keinen besonderen Luxus mehr dar, darüber hinaus müssen Sie sehr anspruchsvolle Software nutzen oder viele Programm gleichzeitig öffnen, um den Speicher auszulasten.

      Arbeitsspeicher zum Spielen und für anspruchsvolle Arbeiten

      Wer moderne Spiele mit sehr hoher Auflösung spielt, Bilder bearbeitet oder Videos schneidet, braucht einen leistungsstarken Computer mit schnellem Prozessor, guter Grafikkarte, flinker SSD-Festplatte und mindestens 8 GB Arbeitsspeicher. Anspruchsvolle Zocker und Profis in der Bild- und Videobearbeitung sind mit 16 GB Arbeitsspeicher gut beraten.

      3. Einbau: So klappt der Einbau in das Notebook oder den Desktop-PC

      Haben Sie die richtigen RAM-Bausteine identifiziert? Der Einbau gestaltet sich bei Desktop-PCs und den meisten Notebooks recht einfach. Schalten Sie das Gerät aus, ziehen Sie den Netzstecker und entfernen Sie gegebenenfalls den Akku. Anschließend öffnen Sie das Gehäuse durch Lösen der Schrauben und berühren eine Metallstelle am Gehäuse, um für einen Ladungsausgleich zu sorgen. Nun können Sie die RAM-Module einbauen. Sind alle Speicherplätze belegt, müssen Sie zunächst die Speicherbausteine entfernen. Nach dem Einbau schließen Sie das Gehäuse und stellen die Stromverbindung wieder her. Das System erkennt korrekt verbaute Speicherbausteine automatisch.

      Achtung: Piepst der Computer beim Systemstart, hat etwas nicht geklappt und Sie müssen den korrekten Einbau kontrollieren. Lassen Sie sich den verbauten Arbeitsspeicher wie oben beschrieben erneut anzeigen und überzeugen Sie sich von der korrekten Funktion der neuen Komponenten.