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    Kaufberatung computeruniverse
     

    Unsicher? Auf diese Punkte sollten Sie vor dem Kauf eines Mainboards achten:

    • Für das Zusammenspiel mit dem Prozessor ist der Sockeltyp maßgeblich.
    • Der Chipsatz entscheidet über die Geschwindigkeit der Schnittstellen.
    • Der Formfaktor gibt die Größe des Motherboards an und ist maßgeblich für die Kompatibilität mit verschiedenen Gehäusen.

    Mainboards

    Das Mainboard ist die Basis für alle wichtigen PC-Komponenten. Im Testsieger Online Shop von computeruniverse können Sie Mainboards kaufen.

    Unsicher? Unser Kaufberater erklärt Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl von Mainboards achten sollten.

     

        Kaufberatung Mainboards

        Auf diese Punkte sollten Sie vor dem Kauf eines Mainboards achten:

        1. Formfaktoren - die unterschiedlichen Größen

        Der Formfaktor beschreibt die Größe und Befestigungsmöglichkeiten des Mainboards. Die Standardisierung erlaubt den Austausch und das Kombinieren passender Komponenten.

        Stark verbreitet ist das ATX-Mainboard, das perfekt zum ATX-Gehäuse passt. Das Kürzel ATX steht für „Advanced Technology Extended“. Die Platinen sind 305 x 244 mm groß. Kleinere Formate, wie das Micro-ATX-Format (häufig µATX abgekürzt), lassen sich in kleineren Gehäusen und auch Cubes verwenden und passen dank identischer Fixpunkte auch in ein größeres Gehäuse.

        Die Standards legen weitere Kriterien für den Gehäuseaufbau fest: Beim ATX-Standard befinden sich beispielsweise die Anschlüsse für die Peripheriegeräte wie Maus und Tastatur immer oben links auf dem Mainboard. Zusätzlich gibt der Standard die Platzierung der Steckplätze für Erweiterungskarten wie Soundkarten und Grafikkarten vor.

        Die folgende Tabelle zeigt unterschiedliche Platinengrößen. Ein Nano-ITX Mainboard können Sie in einem Nano-Gehäuse oder einem größeren verwenden. Die kleineren Varianten sind zu den größeren Gehäusen kompatibel.

         Mainboard-Bezeichnung
         Nano-ITXMini-ITXFlex-ATXMini-ATXMicro-ATXATXBTX
        Boardgröße
        (in mm) 
        120 x 120 170 x 170 229 x 191 284 x 208 244 x 244 305 x 244325 x 267
        Schnittstellen 1 Mini-PCI AGP + 4 PCI AGP + 2 PCI AGP + 4 PCI AGP + 3 PCI AGP + 6 PCI7 Slots

        Tabelle 1: Die Formfaktoren von Mainboards

         

        Wählen Sie im Zweifel besser ein größeres Gehäuse. Wenn Ihre Ansprüche steigen und Sie ein Mainboard mit mehr Anschlussmöglichkeiten benötigen, müssen Sie nicht gleich in ein neues Gehäuse investieren.

        2. Die unterschiedlichen Sockel für Ihre CPU- welcher Sockel passt für Sie?

        Der Sockel ist die Schnittstelle zwischen Mainboard und Hauptprozessor. Die Hersteller Intel und AMD entwickeln für ihre Prozessoren eigene Sockel, die folgende Tabelle zeigt Ihnen, welche CPU auf welchen Sockel passt:

        HerstellerSockelJahrProzessoren
        AMD AM32009 AMD Athlon II, Phenom II 
        AMD AM3+ 2009 AMD FX-Reihe auf Basis von Vishera und Zambezi 
        AMD FM2 2012 AMD Fusion-Prozessoren mit mehreren CPU-Kernen und einem GPU-Kern 
        AMD FM2+ 2013 Beispielsweise der APU A10-7850K 
        AMD FM3 2015 Summit Ridge Prozessoren auf Basis der Zen-Architektur 
        Intel 1155 2011 Intel Celeron und Intel i-Reihe auf Basis der Sandy- und Ivy-Bridge 
        Intel 2011 2011 Intel i7-Reihe auf Basis von Sandy-Bridge-E 
        Intel 2011-3 2014 Haswell-E-Prozessoren 
        Intel 1150 2013 Intel i-Reihe mit Haswell- und Broadwell-Architektur
        Intel 1151 2015 Intel Skylake-Architektur, auch die zukünftigen Architekturen Kabylake und Cannonlake 

        Tabelle 2: Die Sockelarten von AMD und Intel für Ihre Prozessoren

         

        Sparfüchse können zum Vorgänger 2011-3 greifen. Die Mainboards erhalten Sie entsprechend günstiger und wählen gegebenenfalls eine höhere Ausstattung für das gleiche Geld.

        AMD Sockel

        AMD entwickelt seit einigen Jahren seine APUs immer weiter, weshalb sich die Sockel zuletzt langsam verändert haben.

        APUs sind Prozessoren mit integriertem Grafikchip.

        Aktuelle APUs wie der A10-9700 nutzen den Sockel AM4 (Bristol Rich). Passende Mainboards bieten für Standardspiele genug Leistung und sind auf Alltagsanforderungen ausgelegt. Leistungsfähigere Exemplare arbeiten mit Ryzen-Prozessoren und Raven-Bridge-APU mit der der sogenannten „Zen-Architektur".

        Die Architektur bezeichnet den Prozessoraufbau bzw. den Aufbau des Prozessorkerns. Innerhalb einer Architektur kann es Prozessoren mit mehreren Kernen geben.

        Intel Sockel

        Bei Intel ist der gängige Sockel 1151 (Coffeelake). Dieser löste die Vorgänger Skylake und Kabylake ab. Bis Mitte 2015 war der Sockel 1150 der verbreitete Standard. Die Leistung reicht für Multimediaanwendungen und zum Internetsurfen locker aus. Auch Spielern bietet die Architektur eine akzeptable Leistung.
        Mainboard-Enthusiasten und anspruchsvolle Gamer greifen zum Sockel 2066 mit dem Chipsatz X299. Sie profitieren von den umfangreichen und schnellen Schnittstellen für Grafikkarten, Festplatten und mehr.

        3. Der Chipsatz – wichtigster Assistent des Hauptprozessors

        Auf Mainboards von Herstellern wie MSI, Gigabyte oder Asus ist ein Chipsatz integriert, der denZugriff der CPU auf die einzelnen Komponenten steuert. Ohne ihn ist die Steuerung von Geräten wie Tastatur und Maus unmöglich. Der Chipsatz legt einen großen Teil der zusätzlichen Ausstattung fest. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick. RAID (rechte Spalte) gibt an, welche RAID-Level mit dem Mainboard möglich sind.

        HerstellerChipsatz (Sockel)PCI-Express
        Version
        SATA 2SATA 3USB 2.0USB 3.0RAID*
        AMD X399 (TR4) 3.0 12 14 0, 1, 10 
        AMD X570 (AM4) 4.0 0, 1, 10 
        AMD X470 (AM4) 3.0 0, 1, 10 
        AMD X370 (AM4) 3.0 0, 1, 10 
        AMD B350 (AM4) 3.0 0, 1, 10 
        AMD A320 (AM4) 3.0 0, 1, 10 
        Intel X299 (2066) 3.0 014 10 0, 1, 5, 10 
        Intel C422 (2066) 3.0 14 10 0, 1, 5, 10
        Intel Z370 (1155 rev2) 3.0 14 10 0, 1, 5, 10 
        Intel H310 (1155 rev2) 3.0 10 0, 1, 5, 10 
        Intel B360 (1155 rev2) 3.0 12 0, 1, 5, 10 
        Intel H370 (1155 rev2) 3.0 14 0, 1, 5, 10 

        Tabelle 3: Chipsätze von AMD und Intel in der Übersicht

        Ein RAID-System dient der redundanten Anordnung mehrerer Festplatten zu einem logischen Laufwerk. Vorteile sind eine höhere Ausfallsicherheit und schnellere Datenverarbeitungen.

        Serienkürzel und Einsatzbereiche

        Die 12-Kern-Desktopprozessoren von AMD entfesseln ihre starke Leistung auf Basis der Zen-Architektur. APUs nutzen die Chipsätze der X-Serie.

        Die Grafikleistung der APUs reicht für Büroanforderungen in der Regel aus. Gamer und Anwender mit hohem Anspruch an schnelle Grafikberechnungen erreichen mit einer separaten Grafikkarte bessere Leistungen.

        Bei Intel zeigt der erste Buchstabe den Haupteinsatzbereich bzw. die Ausstattung an. Für Business-Lösungen eignen sich B- und Q-Chipsätze von Intel. Der H-Chipsatz bietet mehr Anschlussmöglichkeiten, der Z-Chipsatz volle Übertaktungsmöglichkeiten.

        Professionelle Anwender, etwa in der Musikproduktion oder Videobearbeitung, setzen auf die Hochgeschwindigkeitschipsätze mit dem X. Die H- und Z-Versionen richten sich an normale Heimanwender. So eignet sich beispielsweise die Kombination aus H370-Chipsatz mit einem Intel-Prozessor der aktuellen Generation für Multimedia-Anwendungen und zum Gaming. Typischerweise stehen Ihnen dabei 20 Lanes für Erweiterungskarten, zusätzliche Controller und M.2-SSDs zur Verfügung.

         

        PCI Express verbindet Peripheriegeräte mit dem Chipsatz. Die Lanes geben die Anzahl der parallelen Leitungen für die Datenübertragung an.
        M.2 bezeichnet eine Spezifikation für interne PC-Erweiterungskarten, die Größe und der Anschluss ist vorgegeben.

        4. Mainboard-Anschlüsse für SSD-Festplatten

        Wie schnell der PC arbeitet, hängt neben dem Prozessor und Chipsatz auch von der Festplatte ab. Moderne SSDs beschleunigen sämtliche Arbeitsprozesse – eine absolut lohnenswerte Investition. Folgende Schnittstellen ermöglichen den SSD-Einbau:

        • SATA 6G mit max. 600 Megabyte/s (ausreichend für typische Desktop-Nutzung)
        • SATA Express mit max. 1 Gigabyte/s (PCIe 2.0), 2 Gigabyte/s (PCIe 3.0), 4 Gigabyte/s (PCIe 4.0)
        • m.2 mit theoretisch max. 4 Gigabyte/s (abhängig von den verfügbaren PCIe-Lanes)
        • PCI Express ist eigentlich für Erweiterungskarten, bietet auch max. 4 Gigabyte/s

        Welche Schnittstelle die richtige Wahl ist, hängt von der maximalen Geschwindigkeit der SSD und dem Endgerät ab. Beispielsweise bieten sich kleine M.2-SSDs mit geringem Gewicht für den Einbau im Tablet-PC oder Notebook an.

        Stellen Sie bei der Auswahl sicher, dass das Mainboard für heute und die Zukunft über ausreichend Steckplätze verfügt. So lässt sich zum Beispiel eine hochwertige Soundkarte später einfach nachrüsten. Desktop-PCs für das Büro benötigen hingegen weit weniger Schnittstellen, Mainboard und Gehäuse können dementsprechend deutlich kleiner sein.