Touchscreen Monitore

Touchscreen-Monitore – Anfassen erlaubt Touchscreens gehören bei Smartphones und Tablets schon lange zum Standard. Auch bei Computern trifft man heute immer häufiger auf Touchscreen-Monitore. Ein Wischen, ein Fingerdruck, mal eben ein Bild vergrößern - in vielen Fällen kann die intuitive Bedienung über den Touchscreen den Nutzer schneller zum Ziel führen und macht dabei auch noch richtig Spaß!

      Den Computer mit dem Finger bedienen – mit einem Touchscreen Monitor kein Problem!

      Ganz einfach den Finger oder einen Stift nutzen und so über den Bildschirm dem Computer Befehle geben – ein Touchscreen Monitor bringt das Smartphone-Feeling auf den PC.


      Bequeme und einfache Bedienung per Berührung

      Jeden Tag nutzen Sie Ihr Smartphone und Ihr Tablet. Absolut automatisch tippen Sie auf den Bildschirm und sorgen so dafür, dass Apps geöffnet oder Nachrichten geschrieben werden. Dass diese Geräte über Touchscreens verfügen, ist wirklich sehr praktisch. Sie brauchen keine Maus und müssen auch sonst keine Geräte anschließen, um Smartphone oder Tablet bedienen zu können. Schön wäre es natürlich, wenn Sie so einfach auch daheim Ihren Rechner bedienen könnten. Viel lieber würden Sie das Gerät über einen Touchscreen bedienen, statt die üblichen Eingabegeräte zu verwenden. Dann gibt es für Sie nur eine Lösung: ein Touchscreen Monitor. Unser Ratgeber zeigt Ihnen, was ein Touchscreen kann und welche Variante für Sie genau die richtige ist.


      Was ist ein Touchscreen Monitor?

      Eine Frage, die sich viele stellen. Die Antwort darauf ist ganz einfach. Ein Touchscreen Monitor ist ein kombiniertes Ein- und Ausgabegerät. Er funktioniert ähnlich, wie es bereits von Smartphones her bekannt ist. Durch das Berühren des Bildschirms ist es möglich, den Computer direkt zu steuern. Obwohl sich die Monitore unterscheiden, ist das Prinzip dahinter immer gleich. Touchscreen Monitore sind mit berührungsempfindlichen Oberflächen ausgestattet, die die jeweiligen Befehle, die mit dem Finger eingegeben werden, entgegennehmen. Das eingehende Signal wird durch einen Controller gemessen und danach an das Betriebssystem des Computers weitergegeben. Die Fingerbewegung wird dort in eine Mausbewegung umgewandelt und ist so auf dem Bildschirm sichtbar. Das bedeutet, dass der Mausklick praktisch durch die Berührung mit dem Finger ersetzt wird. Alle modernen Touchscreen Monitore sind technisch sehr gut ausgestattet. War ein solcher Touchscreen Bildschirm früher eher weniger gefragt, gibt es heute viele PC-Anwender, die lieber mit einem solchen Monitor arbeiten würden. Die Nachfrage nach einem Monitor mit Touchscreen steigt immer weiter an. Setzt sich dieser Trend fort, wird die Computermaus bald keine große Rolle mehr spielen.


      Touchscreen Monitore mit unterschiedlichen Technologien

      Wie in vielen anderen Bereichen ist es auch bei Touchscreen Monitoren so, dass es nicht nur eine Technologie gibt, sondern gleich mehrere. Durch die Berührung des Displays wird der Befehl an den Rechner weitergegeben. Diese vier Techniken werden dafür genutzt:

      Kapazitive Touchscreens

      Diese Technik wird von den meisten Touchscreen Monitoren genutzt. Die eingesetzten Panels bestehen aus zwei Schichten. Zwischen diesen Schichten befindet sich ein Elektroden-Koordinatennetz. Dieses besteht aus Spalten und Zeilen, welche sich an etlichen Punkten kreuzen und somit berühren. Ebenfalls integriert ist auch ein Schaltkreis. Die Aufgabe dieses Schaltkreises ist es, ständig die Spannungsveränderung an den sich kreuzenden Punkten zu messen. Das bedeutet, dass nicht nur auf die Druckveränderungen reagiert wird, sondern auch darauf, dass sich die Spannung verändert. Ein Touch Monitor mit dieser Technologie kann sowohl mit dem Finger als auch mit einem leitfähigen Eingabestift genutzt werden. Auch Smartphones und Tablets arbeiten mit dieser Technologie. Touchscreen Monitore mit dieser Technologie sind gleichermaßen geeignet für den privaten und geschäftlichen Bereich. Die Technologie bietet eine besonders schnelle und präzise Funktionsweise und ist daher sehr beliebt.

      Resistive Touchscreens

      Ist ein Touch Bildschirm mit dieser Technologie ausgestattet, reicht für gewöhnlich nur sehr wenig Druck aus, damit die Bewegung wahrgenommen werden kann. Der Bildschirm besteht bei dieser Technologie aus zwei leitfähigen Schichten. Bei den meisten Varianten besteht die obere Schicht aus einer sehr dünnen Folie aus Polyester. Die untere Schicht dagegen ist aus Glas gefertigt. Sie steht unter Gleichspannung. Durch den Druck auf die obere Schicht wird es ermöglicht, dass die Spannung gemessen und letztendlich die Position, an der der Druck erfolgt, weitergegeben werden kann. Der Vorteil dieser Technologie ist, dass nur Druck benötigt wird, um den Monitor zu bedienen. Dadurch ist es nicht nur möglich, den Touchscreen mit den Fingern zu bedienen, auch ein Stift oder andere Gegenstände können dafür genutzt werden. Zum Einsatz kommen diese Art Monitore häufig in Navigationssystemen. Da diese Monitore auch mit Handschuhen bedient werden können, sind sie auch oft in der Industrie sowie im medizinischen Bereich zu finden.

      Akustischer Touchscreen

      Auch wenn es aufgrund der Bezeichnung den Eindruck macht, ist bei einem akustischen Touchscreen keine Eingabe über die Stimme möglich. Das Gerät gibt auch keine Töne von sich. Diese Technologie wird so bezeichnet, da sie Ultraschallwellen nutzt. Diese Ultraschallwellen werden durch das Glas des Bildschirms gesendet, wenn eine Berührung mit Finger oder Stift auf der Oberfläche des Touchscreens erfolgt. Durch die Berührung wird ein Ton ausgelöst, der das Schallwellen-Muster innerhalb des Glases verformt. Diese Verformung ermöglicht daraufhin die Ermittlung der Position und die anschließende Ausführung des gewünschten Befehls.

      Optischer Touchscreen

      Der optische Touchscreen ist praktisch der Vater aller Touch Monitore. Bei dieser Technologie werden Sensoren und Lampen genutzt, die sich im Rahmen befinden. Dadurch entsteht über dem Bildschirm ein Gitter. Durch eine Berührung des Bildschirms wird dieses Gitter unterbrochen. Leider bieten Modelle mit dieser Technik nur eine sehr geringe Genauigkeit. Das ist der Grund, warum lediglich große Schaltflächen dafür genutzt werden können. Daher kommt diese Technik eher selten bei PC Monitoren zum Einsatz.


      Ein wichtiger Punkt - die Panel-Technologie

      Standardmäßig erfolgt die Anzeige auf einem solchen Touchscreen über einen LCD-Monitor. Bei dieser Technologie werden Flüssigkeitskristalle genutzt, die entweder horizontal oder vertikal angeordnet sind. Es gibt drei Panel-Typen, die unterschieden werden. Ein Touchscreen Monitor ist immer mit einem dieser drei Typen ausgestattet. Da sich diese drei Typen sehr stark unterscheiden, sollte vor dem Kauf genau überlegt werden, welcher Typ der richtige ist.

      • TN-Panel
        Wer sich einen Touchscreen Monitor kaufen möchte und dabei etwas aufs Geld schauen muss, sollte sich für ein Modell mit TN-Panel entscheiden. Diese Technologie ist recht preisgünstig. Genutzt werden Flüssigkeitskristalle, die sich immer stärker senkrecht positionieren, je höher die Spannung ist. TN-Panels bieten eine sehr gute Reaktionszeit, die Blickwinkelstabilität ist dafür eher mäßig. Bei frontaler Betrachtung des Bildschirms ergibt sich eine genaue Anzeige, aus allen anderen Winkeln heraus wird die Anzeige ungenau. Da Geräte mit diesem Panel preisgünstig und für den Alltagsgebrauch gut geeignet sind, finden sich diese Modelle in vielen privaten Haushalten.
      • VA-Panel
        Bei diesen Panels wird ebenfalls die Spannung genutzt, um die Flüssigkeitskristalle zu bewegen. Anders als bei TN-Panels liegen die Kristalle in einer vertikalen Form vor. Erst wenn sich die Spannung steigert, neigen sich die Kristalle in die Horizontale. In der senkrechten Position lassen sie das Licht komplett hindurch, während sie in der horizontalen Position dafür sorgen, dass alle Lichtinformationen geblockt werden. Dadurch entsteht ein sehr hoher Kontrastwert. Ein computeruniverse Touchscreen Monitor mit einem solchen Panel ist optimal geeignet für den professionellen Einsatz, beispielsweise in Unternehmen, die die CAD-Technologie nutzen. .
      • IPS-Panel
        Auch bei diesen Panels befinden sich die Kristalle zunächst in einer horizontalen Position, sie liegen parallel zueinander. Wie bei den VA-Panels sorgt auch hier eine Veränderung der Spannung dafür, dass sich die Kristalle drehen. Durch die Anordnung entsteht eine hohe Blickwinkelstabilität. Auch der Kontrast ist besonders gut, ebenso wie die Farbtreue. IPS-Panel können sehr gut überall dort eingesetzt werden, wo häufig eine sehr hohe Umgebungstemperatur herrscht. Während VA-Panels mit hohen Temperaturen Probleme haben und sich ab einer Temperatur von ca. 57° C schwarze Flecken bilden können, die sich aber wieder zurückbilden, haben IPS-Panel damit gar keine Probleme. Aufgrund dieser Eigenschaften, aber auch wegen der recht hohen Anschaffungskosten, sind IPS-Panel wirklich nur für den Business-Bereich empfehlenswert.

        Die Panels bieten alle einen unterschiedlichen Kontrast. Dieser wird in Verhältnissen angegeben. Ein Beispiel. 8.000.000:1.


      Diese Eigenschaften sollte ein Touchscreen Monitor bieten

      Es gibt einige Eigenschaften, auf die beim Kauf geachtet werden sollte. Selbstverständlich spielt die Displaygröße eine Rolle, hier sollte eine Größe gekauft werden, die zu den Anforderungen passt. Die Auflösung sollte im Idealfall Full-HD sein. Auch die Höhenverstellbarkeit ist wichtig, sie sorgt dafür, dass die Nutzung des Monitors erleichtert wird.

      Wer einen Touchscreen kaufen möchte, sollte aber auch auf eine gute Bedienbarkeit achten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Monitore können mit Single-Touch, Multi-Touch oder auch der 10-Finger-Technologie ausgestattet sein. Single-Touch kann zu einem Zeitpunkt nur eine einzige Berührung wahrnehmen. Das bedeutet, ein Touchscreen Monitor mit Single-Touch sollte bestenfalls nur mit einem Finger bedient werden. Wird der Monitor jedoch gleichzeitig an mehreren Stellen berührt, versucht der Touchscreen in den meisten Fällen, zwischen den Berührungspunkten den Mittelpunkt zu finden. Multi-Touch dagegen erlaubt mehrere Berührungen gleichzeitig. Besonders innovativ ist die sogenannte 10-Finger-Technologie. Monitore mit dieser Technologie können gleichzeitig mit 10 Fingern und sogar noch mit einem Stift bedient werden.

      Wichtig ist auch die Reaktionszeit, die bei Touchscreen Monitoren zwei unterschiedliche Prozesse beschreibt. Einerseits geht es um die Zeitspanne zwischen der Eingabe per Berührung und der Umsetzung des gewünschten Befehls, andererseits ist aber auch die Zeit bei der Bildwiedergabe darin beinhaltet. Wie immer bei Monitoren sollte die Reaktionszeit möglichst kurz sein, nur dann kann ohne Unterbrechung gearbeitet werden.

      Eine kurze Reaktionszeit ist absolut entscheidend, wenn ein flüssiges, scharfes Bild gewünscht wird.


      Einfache Eingaben ohne Geräte – Touchscreen Monitore

      Sind Sie es leid, Ihrem Computer ständig mit der Maus Befehle geben zu müssen? Dann ist ein Touchscreen Monitor für Sie bestimmt eine gute Alternative. Zwar sind diese Modelle noch immer um einiges teurer als einfache Monitore, dennoch erleichtern sie die Arbeit sehr. Touchscreen Monitore sind besonders beliebt für den professionellen Einsatz, können aber auch Abwechslung zu Hause bringen. Geht die Entwicklung so weiter, kann davon ausgegangen werden, dass die Maus bald in Rente gehen kann. Zurzeit dominieren aber noch die einfachen Monitore den Markt. Aber das kann sich ja auch schnell ändern. Seien Sie einer der ersten Nutzer, die auf die neue Technologie setzen.


      Häufige Fragen:

      Über welche Anschlüsse verfügen Monitore mit Touchscreen?

      Standardmäßig verfügt jeder Touchscreen Monitor über einen HDMI-Anschluss. Zusätzlich können die Monitore auch folgende Möglichkeiten bieten: DVI, USB. Micro-USB/MHL und DisplayPort.

      Wie reinigt man einen Touchscreen Monitor?

      Ganz einfach mit einem trockenen, fusselfreien Mikrofasertuch. In kreisenden Bewegungen ohne Druck sanft über die Oberfläche reiben. Alternativ kann auch ein Brillenreinigungstuch genutzt werden. Hartnäckige Flecken oder Schlieren können mit einem Tuch entfernt werden, das mit sehr wenig klarem Wasser angefeuchtet wurde.

      Ist jedes Betriebssystem geeignet, um einen Touch Monitor daran anzuschließen?

      Nicht alle Betriebssysteme ermöglichen den Anschluss eines Touch Monitors. Besonders ältere Betriebssysteme können Probleme verursachen. Neuere wie Windows 8 und 10 unterstützen aber die Touchscreen-Funktion.

      Hat die Touch-Funktion eines Monitors Einfluss auf die Bildqualität?

      Ja, und zwar einen positiven. Für gewöhnlich ist es so, dass Touchscreen Monitore mit der modernen LCD-Technik ausgestattet sind. Das Bild ist somit meistens heller als bei herkömmlichen Monitoren.