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Kaufberatung Server

 

1. Die Spinne im Netz - Was ist ein Server?

Kaufberatung Server

Ein Server spart allen Netzwerkteilnehmern Zeit, ermöglicht schnelle Ladezeiten und erhöht die Datensicherheit. Gleichzeitig kann er als Ein- und Ausgangstor zum Internet, die angeschlossenen Computer vor Angriffen aus dem Internet schützen.

Während es zuhause oft ein NAS-Server tut, der mehr oder weniger ein aktiver und zentraler Speicherort ist, auf den wenige Geräte in den eigenen vier Wänden zugreifen, sind die Ansprüche in Unternehmen meistens höher.

Im Firmennetzwerk arbeitet ein Server als zentraler Netzwerkcomputer, der allen Computern im Netzwerk mit Rechenkraft, Speicherplatz und Netzwerkdiensten zur Verfügung steht. Wichtig für die Wahl eines Servers sind vor allem die Fragen: Wie viele Netzwerkteilnehmer sollen auf den Server gleichzeitig zugreifen können und welche Aufgaben soll der Server erledigen?

In dieser Kaufberatung lesen Sie, worauf Sie bei der Auswahl eines Servers achten sollten. (pr)

 

2. Welche unterschiedlichen Einsatzzwecke gibt es für Server?

Server ist nicht gleich Server. Man unterscheidet verschiedene Versionen, abhängig davon, welches die Hauptaufgabe des Servers sein soll. So gibt es beispielsweise den Webserver. Auf diesem befinden sich die Webseiten und alle dazugehörigen Daten und Dateien, die von Kunden und Gästen über das Internet abgerufen werden können.

Als Puffer zwischen dem lokalen Netzwerk und dem Internet, respektive anderen Netzwerken, die von Ihrem Netzwerk aus über das Internet erreichbar sind, arbeitet ein Proxyserver. Er erhöht die Sicherheit und kann zudem helfen, den Datenaustausch zu beschleunigen.

Dann gibt es den Fileserver, der wie eingangs beschrieben, den Datenaustausch in einem lokalen Netzwerk organisiert. Verwenden Sie eine große Datenbank, auf die viele Netzwerkteilnehmer Zugriff haben müssen, macht es Sinn, diese auf einen Datenbankserver auszulagern. Für das Verwalten sämtlicher Firmen-E-Mails ist ein Mail-Server wichtig.

 

3. Wieviel Rechenleistung braucht ein Server?

Ein Server ist im Prinzip ein Computer, der auf den Einsatz im Netzwerk und das gleichzeitige Abarbeiten verschiedener, paralleler Abläufe optimiert ist. Das entscheidende Kriterium, wenn es darum geht die nötige Arbeitsleistung, sprich Rechenkraft, zu ermitteln, ist die Anzahl von Zugriffen, die der Server gleichzeitig bedienen können soll.

Besteht Ihr Netzwerk aus vielen Teilnehmern, die alle häufig auf den Server zugreifen müssen, kann die Arbeitsleistung nicht hoch genug sein. Grund: Je mehr Teilnehmer gleichzeitig eine Anfrage an den Server senden, desto mehr ist dieser ausgelastet und desto größer die Gefahr, dass Wartezeiten entstehen. In solch einem System sollten mehrere Hochleistungs-Prozessoren verbaut sein.

Etwas weniger Leistung darf es sein, wenn die Größe des Netzwerks, also die Anzahl der Teilnehmer, geringer ist und auch wenn diese nicht fortwährend Zugriff auf den Server benötigen. Grundsätzlich ist es aber vorteilhaft, etwas mehr in die Rechenkraft zu investieren. Dann gibt es Reserven für den zukünftigen Ausbau des Netzwerks.


Tipp: Damit schnelle Prozessoren flott im Server arbeiten können, brauchen Sie möglichst viel und schnellen Arbeitsspeicher an ihrer Seite.

4. Wie groß sollte der Speicher eines Servers sein?

Auch Speicherplatz kann es kaum zu viel geben. Das gilt insbesondere, wenn Sie einen Fileserver einsetzen möchten. Hier gilt ebenfalls, dass es möglichst schnell gehen muss. Denken Sie dabei nicht nur an die Geschwindigkeit der Laufwerke, sondern auch an deren Anschlüsse auf der Hauptplatine.

Falls Sie günstigere Festplatten anstelle von etwas teureren aber deutlich fixeren SSDs bevorzugen, sollten diese unbedingt in einem RAID-Verbund (RAID: Redundant Array of Independent Disks) arbeiten.

Kommt es Ihnen dabei ausschließlich auf Schnelligkeit an, ist das RAID 0 eine gute Wahl, da hier sämtliche Daten auf mehrere Festplatten verteilt werden. Nachteil: Fällt ein Laufwerk aus, sind alle Daten weg.

Wenn es schnell und möglichst sicher sein, ist RAID 5 eine gute Wahl. Dafür sind jedoch mindestens drei Festplatten nötig. Die Geschwindigkeit ist hoch und dennoch werden Systemdaten gespeichert, die bei Ausfall eines Laufwerks helfen, verlorene Daten wiederherstellen zu können.

Höchste Geschwindigkeit und Sicherheit ohne Kompromisse verspricht die RAID-Version 10. Sie arbeitet im Prinzip wie die Version RAID 0, spiegelt jedoch alle Daten zur Sicherheit gleichzeitig auf dieselbe Anzahl zusätzlicher Festplatten. Für solch ein System benötigen Sie selbstredend zahlreiche Laufwerksschächte im Server.


Tipp: Möchten Sie die Laufwerke eines RAID-Systems im Betrieb tauschen können, also ohne den Server abschalten zu müssen, sollte dieser die sogenannte Hot-Swap-Technik unterstützen.

5. Welche weitere Ausstattung braucht ein Server?

Achten Sie auf mehrere schnelle Netzwerkanschlüsse. Nur wenn Sie den Server in einem kleinen Netzwerk einsetzen möchten, ist ein Netzwerkanschluss ausreichend. Server für größere Netzwerke sollten am besten gleich mehrere Netzwerkanschlüsse mitbringen oder entsprechend freie Erweiterungssteckplätze für weitere Netzwerkkarten haben.

Auf eine große Anzahl USB-Anschlüsse können Sie guten Gewissens verzichten. Externe Geräte an einem Server zu betreiben, bedeutet mit Geschwindigkeitseinbußen leben zu müssen.

Achten Sie auch auf ein Betriebssystem, das für den Netzwerkbetrieb ausgelegt ist und möglichst viele Teilnehmer unterstützt. Das gilt nicht nur im technischen Sinne, sondern auch für die benötigten Teilnehmerlizenzen.

Wichtig sind auch flotte Verbindungen zwischen Server und den Netzwerkcomputern. Schnellste Servertechnik nutzt nur begrenzt, wenn die Verbindungen nicht hohen Ansprüchen genügen.

Achten Sie auch darauf, den Server einfach und umfassend erweitern zu können, um ihn unproblematisch an zukünftige Bedürfnisse anpassen zu können.

 
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