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Teure Mainboards sind nicht gleich besser - Auf was kommt es an?

Das Mainboard wird auch Motherboard genannt und ist das Gehirn eines PCs. Auf der Hauptplatine findet man den Prozessorsockel, RAM-Steckplätze, den BIOS-Chip und die Schnittflächen und Steckplätze für Erweiterungskarten. Da auf dem Mainboard alle Informationen zusammenlaufen, ist die Auswahl eines Mainboards auch besonders wichtig. Man kann sich beim Kauf eines Rechners für ein Komplettsystem entscheiden, aber man kann mithilfe eines PC-Konfigurators auch den PC nach eigenen Wünschen zusammenstellen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie dabei achten sollten, wenn es um das Mainboard geht.


Das Thema im Überblick



Was ist wichtig für ein Motherboard?

Wenn man sich dazu entschließt, den PC nach eigenen Wünschen zusammenzustellen, so ist es sinnvoll zunächst mit der Hauptplatine anzufangen.

  1. Einsatzzweck

    Es kommt bei der Auswahl eines solchen Boards immer darauf an, wie man den PC später nutzt. Will man einen PC fürs Zocken zusammenstellen oder lieber einen Multi-Media-PC für die Familie, um gemeinsam Musik und Filme zu streamen? Es kann auch ein Büro-PC werden, der nur zur Textverarbeitung genutzt wird. Je nachdem, um welchen Einsatzzweck es sich handelt, sollte auch die Art des Boards gewählt werden.

    • Ein Büro-PC benötigt ein schlichtes Motherboard ohne Zusatzoptionen.
    • Für einen Mulit-Media-PC reicht ebenfalls ein simples Board aus.
    • Wenn man einen Hochleistung-Gaming-PC möchte, so benötigt man auch ein High-End-Mainboard mit zusätzlicher Ausstattung
  2. Formfaktor

    Zum Motherboard sollte auch das Gehäuse passen, welches man für den PC auswählt. Der Formfaktor legt fest, welche Befestigungsmöglichkeiten und welche Größe das Mainboard mitbringt. Je größer dieses ist, umso mehr Optionen hat man. Gerade für Gamer ist dies wichtig. Als High-End-Gamer will man wahrscheinlich mehrere Festplatten und Grafikkarten verwenden und zudem zusätzliche RAM einbauen. Auch die Kühlung ist hierbei wichtig. Gamer-PCs sollte also groß genug sein und auch über viele Anschlussmöglichkeiten verfügen. So kann man den PC auch erweitern, ausbauen und aufrüsten.

    Möglichkeiten sind hier:

    • Standard: Hierbei ist der ATX-Formfaktor (305 mm x 244 mm) gängig. Es ist ein DIN-A4-Format bietet viele Anschlüsse und hat genug Platz für die Kühlung.
    • Midi-Tower: Hier kommt das Micro-ATX-Format (244 mm × 244 mm)zum Einsatz. Es hat weniger Steckplätze für PCI und RAM, aber es ist günstiger. Für Musik- und Filmstreaming ist es gut geeignet.
    • Mini-ITX: Mit einer Größe von (17 x 17 cm) ist es optimal für Homeserver.
  3. Sockel

    Bei den Herstellern von Prozessoren kann man zwischen den Marken Intel und AMD wählen. Intel schneidet in Tests oft besser ab, aber AMD ist günstiger. Jede Marke hat eigene Sockel und auch eigene Chipsätze und diese lassen sich auch nicht mischen. Die CPU muss immer in den Sockel passen. Hier wird die Auswahl für das Mainboard bereits sehr eingeschränkt. Vor dem Kauf sollte man auch prüfen, ob das BIOS/UEFI-System die ausgesuchte CPU unterstützt. Auch die Kühlung muss passen.

  4. Chipsatz

    Der Chipsatz stellt sicher, dass alle Teile miteinander arbeiten und bestimmt auch die Leistung des Mainboards, auf dem es verbaut ist. Zudem entscheidet er über die Anschlüsse. Es müssen genügend vorhanden sein für Festplatten (SATA), USB-Geräte und PC-Steckkarten.


Wie teuer darf ein Mainboard sein und wie lange hält es?

Für gewöhnliche PCs ist das ATX-Mainboard geeignet. Wie bei allen PC-Komponenten gibt es preisliche Unterschiede. Von 150 Euro bis in den vierstelligen Bereich kann man vordringen. Es kommt immer auf den Einsatzzweck an, der dann auch über den Preis entscheidet.

Grundsätzlich kann ein Mainboard sehr lange halten. Auch bis zu 20 Jahre lang. Bis dahin gibt es jedoch viele Software-Updates, die zum Neukauf animieren. Es kommt auch immer auf die Nutzung und den Nutzer an, wie lange die Software oder auch die Hardware problemlos funktioniert.


Welche Anschlüsse hat mein Mainboard?

Mainboard Anschlüsse

Ein Mainboard kommt in größeren Desktop-PCs wie auch in kleinen Notebooks zum Einsatz. Es gibt immer vier Hauptanschlüsse:

  • Sockel

    Damit der Rechner überhaupt arbeitsfähig ist, braucht er einen Prozessor. Dieser wird auf dem Sockel platziert. Hersteller haben immer auch unterschiedliche Anschlüsse für die Prozessoren.

  • PCI-Steckplätze

    Damit Bilder auf dem Bildschirm erscheinen, haben Prozessoren immer auch schon eine Grafikeinheit integriert. Wenn man eine zusätzliche Grafikkarte benötigt, so platziert man diese in den PCI-Steckplätzen. Mittlerweile sind PCI-Express-Steckplätze mit Transferraten von bis zu 32 GBytes Standard geworden. Für die Geschwindigkeit ist die Anzahl der Lanes (x1 bis x32) wichtig. Derzeit aktuell sind x16, x8 und x4 Lanes für PCI Express. Auch Soundkarten, RAID-Controller und TV-Tuner können hier angeschlossen werden.

  • RAM-Steckplätze

    (RAM: Random Access Memory) ist der Arbeitsspeicher und diesen benutzen vor allem Gamer, da sie mit vielen Daten im Zwischenspeicher arbeiten. Die Speichereinheiten gibt es in unterschiedlichen Größen und Versionen und als Standard gilt mittlerweile der schnelle DDR3-RAM.


Neben den Hauptanschlüssen gibt es noch weitere Bestandteile:

ATX-Anschluss: Der 24-polige ATX-Anschluss (Nummer 1 auf dem Bild) versorgt dein Motherboard mit Strom. Bei älteren Modellen kann der Anschluss auch nur 20-polig sein. Außerdem gibt es oft einen kleinen 8-poligen ATX-Anschluss in der Nähe der CPU, der den Prozessor mit Strom versorgt. Lüfter-Anschluss: Der Lüfter muss auch mit Strom versorgt werden. Dies passiert auch über spezielle Anschlüsse. USB-Anschlüsse: Schon am Mainboard befinden sich Anschlüsse für die USB-Geräte. Es werden hier jedoch meistens die Schnittflächen verbunden, die man dann an der Rückwand des Gehäuses sehen kann.

Mainboard-Anschlüsse: Schnittstellen

Die Schnittstellen findet man an der Gehäuserückseite des Rechners. Man kann hier, ohne den Rechner zu öffnen, Hardware anschließen.

  • Über den P/S2-Port kann man Mäuse und Tastaturen mit breiten Steckern an den PC anschließen.
  • Die Schnittstellen HDMI, VGA und DVI transportieren ein Bild auf den Bildschirm.
  • An USB-Ports kann man Sticks, Festplatten, Handys, Kameras etc. anschließen.
  • Über den LAN-Port verbindet man den Rechner mit dem Router und somit auch mit dem Internet.
  • Klinkenanschlüsse übertragen den Ton.

Mainboard-Preisklassen-Unterschiede bei der Ausstattung

Wenn man seinen PC selbst baut, so muss man sich entscheiden, welches Mainboard und welches Zubehör man verwendet. Es gibt viele Kandidaten, zwischen welchen man wählen kann. Auch der CPU sollte man Aufmerksamkeit schenken, da gerade auch das Gespann Mainboard und Prozessor entscheidend sind.

Es gibt jedoch einige Unterschiede, die man kennen sollte.

Mainboard-Anschlüsse: Schnittstellen

Zuerst muss man sich für einen Prozessor entscheiden und dann kann man den Preis für alles bestimmen. Wenn es um die CPU geht, so konkurrieren Intel und AMD miteinander.

Chipsätze für AMD AM4 / Ryzen 1, 2, 3 & 5

Seit Generationen benutzt AMD den gleichen Sockel: AM4. Mainboards und CPUs sind somit miteinander kompatibel. Um aber die neuen Ryzen-CPUs auf ein älteres Board zu packen, braucht es ein BIOS-Update mit dem alten Prozessor. Bei AM4-Boards gibt es drei Optionen: A für Einsteiger, B als Mittelklasse und X für High-End. Eine 3-stellige Zahl verrät die Positionierung innerhalb des Segmentes und die Zuordnung zur Generation. Ab den B-Mainboards kann man die Prozessoren übertakten.

Chipsätze für Intel Sockel 1151 und 2066

Auch Intel hat was für Neulinge und Erfahrene. Der Sockel LGA 1151 wird seit 2015 benutzt. Damit kann man Prozessoren bis zur neunten Core-i-Generation betreiben. Für die zehnte Generation gibt es den Sockel LGA 1200. Der Sockel 2066 bietet viele Pins und ist für stärkere CPUs geeignet.

USB, PCIe, M.2 und RAM-Channel

Die Funktionen steigen mit dem Preis der Motherboards. Intels Z490-Boards bieten mehr USB-Controller, können zwei Grafikkarten aufnehmen und haben mehr Übertaktungsfunktionen als die Mittelklasse-Boards. So verhält es sich auch mit den SATA-Controllern und Anschlüssen sowie mit den verfügbaren M.2-Steckplätzen. Teurere High-End-Boards bieten in der Regel eine höhere Anzahl. Intels Mainboards sind den älteren AMD-Boards in Bezug auf SATA- und USB-Anschlüsse meist überlegen. Aber die Boards sind teurer. Mit AMD ist man zukunftssicherer, denn es wird bereits PCIe 4.0 verwendet. Dieser Standard ermöglicht schnellere PCIe-SSDs und könnte in Zukunft auch für Spiele relevant werden.

ATX, Micro-ATX, Mini-ITX: Die Mainboard-Formfaktoren

Der Formfaktor gibt die Größe für das z.B. das Gehäuse an.

Die häufigsten Formfaktoren sind:

  • Mini-ITX (17x17cm)
  • Micro-ATX (24,4×24,4cm)
  • ATX (30,5×24,4cm)
  • E-ATX (30,5x33cm)

Luxus und Looks: RGB-Systeme

Mainboard-Hersteller verbauen aktuell auch steuerbare LEDs auf den Platinen, weil Gamer es mögen, wenn ihre PCs leuchten und auffallen. Auch finden sich auf neueren Gaming-Boards RGB-Header. Man unterscheidet hier zwischen 4-Pin-Headern, 5-Pin-Headern und 3-Pin-Headern. Wer Farbe möchte, muss sich hier entscheiden.


Was unterscheidet Gaming-Mainboards von anderen Mainboards?

  • Soundqualität:

    Bei Gaming-PCs liegt der Hauptunterschied in der Soundqualität. Für einen Gamer ist auch die Sound-Performance beim Zocken essenziell.

  • Bessere Kühlung und robustere Bauqualität:

    Gaming-Motherboards haben dickere und hochwertigere Leiterplatten (PCBs). Das verhindert, dass sich die Hauptplatine biegt, und bietet außerdem Platz für mehr Spielfunktionen. Außerdem haben Gaming-Mainboards eine bessere Kühlung. Das bedeutet, dass Gaming-Mainboards auch besser zum Übertakten verwendet werden können, da die bessere Kühlung vorhanden ist.

  • Bessere Leitungsphasen:

    Teurere Hauptplatinen verwenden mehr Leistungsphasen. Das heißt, dass die Hauptplatine deinem Prozessor, deinem Arbeitsspeicher oder deiner Grafikkarte mehr Leistung zur Verfügung stellen kann. Mehr Leistungsphasen können auf zwei verschiedene Arten genutzt werden. Sie können für eine höhere Leistungsabgabe genutzt werden oder sie können die elektrische Last auf eine größere Anzahl von Phasen verteilen. Das heißt, dass die Leistungsphasen des Motherboards nicht so lange hohen Temperaturen ausgesetzt sind, was zu einer längeren Lebensdauer führt.

  • Mehr und bessere Features

    Gaming Mainboards haben viele Verbesserungen inbegriffen. Das sind mehr USB-Anschlüsse oder PCle-Slots und auch Ports wie USB-C. Zudem kommt noch ein besserer Netzwerk-Controller hinzu und auch die Unterstützung von WLAN-ac oder WLAN-ax.

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Fazit:

Beim Kauf eines Mainboards sollte man sich also zunächst darüber Gedanken machen, wie man den Rechner später nutzen will. Für Gamer empfiehlt es sich, tiefer in die Tasche zu greifen, damit man auch alle Features hat, die man will und teilweise auch zum Spielen braucht. Unterschiedliche Spezifikationen und Funktionen wirken sich auf die Gaming-Leistung aus.

Erstellt: 12. Janaur 2022

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