Framerate bei eSports Banner

Welche FPS beim Gaming?

Sie lieben es, an Ihrem Rechner zu zocken. Längst ist das Gaming für Sie weitaus mehr als nur eine nette Freizeitbeschäftigung. Mittlerweile messen Sie sich mit anderen Spielern und hoffen, möglichst viele Siege für sich verzeichnen zu können. E-Sports ist für Sie eine echte Faszination geworden. Sie legen viel Wert darauf, immer besser zu werden und Ihr Equipment zu verbessern. Ganz besonders achten Sie auf die Framerate da Sie genau wissen, dass der Bruchteil einer Sekunde in einem Spiel den entscheidenden Vorteil bringen kann. Was genau die Framerate ist und wie sie Ihnen helfen kann, den Sieg einzufahren, erfahren Sie in unserem Ratgeber.


Das Thema im Überblick



Was gibt die Framerate an?

Die Framerate ist die Bildrate. Dieser Wert gibt an, wie viele Bilder in einer Sekunde auf dem Bildschirm erscheinen. Dadurch entscheidet sich, wie flüssig das Bild läuft. Es ist so, dass der Mensch in der Lage ist, pro Sekunde in etwa 14 bis 16 Bilder zu verarbeiten. Um ein Video als ein flüssiges Bewegtbild erscheinen zu lassen, werden in der Videotechnik standardmäßig 24 Bilder pro Sekunde genutzt. Die Framerate spielt eine besonders große Rolle bei Computerspielen. Im Profi-Bereich ist eine hohe Framerate notwendig, um sich einen entscheidenden Vorteil zu verschaffen.


Was ist die Framerate?

Ein Video ist im Grunde genommen nichts anderes als eine Aneinanderreihung von Bildern. Die Bewegung entsteht erst dann, wenn diese Bilder in einer festgelegten Reihenfolge und Geschwindigkeit abgespielt werden. Bei der Framerate handelt es sich um die Geschwindigkeit, mit der diese Bilder gezeigt werden. Gemessen wird die Framerate in Frames pro Sekunde, abgekürzt FPS. Jedes einzelne Bild ist dabei ein Frame. Ausgehend vom Standard, der in der Videotechnik genutzt wird, werden also in einem Video mit 24 FPS in einer Sekunde 24 Stillbilder angezeigt. Die Geschwindigkeit, mit der diese Bilder gezeigt werden, überlistet das Gehirn. Durch die Geschwindigkeit wird dafür gesorgt, dass diese Bilder als flüssige Bewegung wahrgenommen werden. Im Bereich Gaming gibt die Framerate an, wie viele Einzelbilder von einer 3D-Engine pro Sekunde berechnet werden.

 

Ist eine hohe Framerate wichtig?

Das kommt darauf an, um welchen Bereich es sich handelt. Im Bereich E-Sports kann eine hohe Framerate dazu beitragen, sich einen echten Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Um die bestmöglichen Ergebnisse in diesem Bereich erzielen zu können, sind nicht nur reibungslose Animationen notwendig, sondern auch eine niedrige Latenz und zudem eine möglichst geringe Anzahl an störenden Effekten. Die neuesten Grafikprozessoren mit hohen Framerates sorgen dafür, dass die Spieler den notwendigen Vorteil beim Spielen erhalten.


Welche Framerate für E-Sports?

Um flüssig spielen zu können, sollten es mindestens 30 FPS sein. Für die meisten Spieler sind 60 FPS die ideale Framerate. Wenn es aber um den Bereich E-Sports geht, werden noch ganz andere Anforderungen gestellt, hier wird mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde gerendert.

framerate e-sports

Wird man durch eine höhere Framerate besser im Game?

Es steht fest, dass eine hohe Framerate vorteilhaft beim Gaming ist. Je höher die Framerate ist, desto geringer ist auch die Latenz, also die Verzögerung zwischen dem, was gerade in dem Spiel passiert, und der Aufnahme der Informationen durch die Augen. Zudem bestätigen die meisten Gamer, dass sich hohe Framerates einfach angenehmer anfühlen. Durch diese geringere Latenz ist es möglich, sich entscheidende Vorteile beim Zocken zu verschaffen. Wenige Millisekunden können dafür bereits ausreichen. Allerdings sorgt eine höhere Framerate nicht dafür, dass sich die eigenen Gaming-Fähigkeiten verbessern. Ein guter Spieler muss viel üben und kann nur so besser im Game werden.


Was bedeutet FPS?

FPS ist eine Kennzahl, die besonders für Gamer sehr wichtig ist. Interessant ist sie aber auch für absolute Filmliebhaber. Jeder Film profitiert von einer hohen FPS. Die Abkürzung FPS steht für „frames per second“, zu Deutsch „Bilder pro Sekunde“. Dabei handelt es sich um ein Maß, das die Bildfrequenz angibt.


Wie viel FPS kann das Auge sehen?

Für gewöhnlich kann das menschliche Auge in etwa 14 bis 16 Bilder in der Sekunde als bewegte Szene wahrnehmen. Die Anzahl kann individuell verschieden sein, darum gibt es keine genauen Angaben dazu.


Wie viel FPS für flüssiges Spielen?

prozessor3

Um ein Game überhaupt richtig spielen zu können, sollten 30 FPS reichen. Ab dieser Framerate gelten Spiele als spielbar. Das ist aber für gewöhnlich auch wirklich die unterste Grenze, darunter macht spielen einfach keinen Spaß. Die meisten Gamer bevorzugen allerdings 60 FPS und mehr. Um möglichst schnell auf die Veränderungen auf dem Bildschirm reagieren zu können, sollte die Latenz so gering wir möglich sein, daher bevorzugen Gamer höhere Framerates. Besonders im Bereich Ego-Shooter wie beispielsweise Call of Duty kann eine hohe Framerate entscheidend sein. Letztendlich ist es aber so, dass jeder für sich selbst herausfinden muss, welche Framerate sich besonders flüssig anfühlt. Sehr hohe FPS sind wirklich dem Profi-Bereich vorbehalten.


Framerate vs. Auflösung - was ist wichtiger?

Vor dieser Frage stehen viele Gamer. Um eine Entscheidung treffen zu können muss zunächst festgelegt werden, was getan werden soll. Wenn es um den Bereich E-Sports und auch Multiplayer-Games geht, ist eine hohe Auflösung nicht unbedingt erforderlich. In dem Falle ist es nur wichtig, dass die benötigten Bildschirminformationen sichtbar sind. Im Bereich E-Sports ist eindeutig die Framerate wichtiger. Viele Profis senken sogar die Auflösung auf 1.080 Pixel oder sogar weniger und stellen die Grafikeinstellungen auf die niedrigste Qualität ein, um eine möglichst hohe Framerate zu bekommen. Eine höhere Framerate bedeutet, dass ständig mehr visuelle Informationen übertragen werden. Das ermöglicht dem Spieler eine schnelle Handlungsfähigkeit und sehr gute Reaktionen. Stehen weniger Informationen zur Verfügung, ist das nicht möglich. Somit ist klar, dass für E-Sportler die Framerate weitaus wichtiger ist als die Auflösung.


Tuning Tipps, um die Framerate zu steigern

Mit ein paar einfachen Tipps ist es möglich, die Framerate zu steigern und so für ein besseres Spielerlebnis zu sorgen.

Grafiktreiber aktualisieren

Die Grafikkarte ist die wohl wichtigste Komponente, wenn es um ein gutes Spielerlebnis geht. Die beste Grafikkarte ist aber nutzlos, wenn sie nicht über den richtigen Treiber verfügt. Daher sollte der Grafiktreiber regelmäßig aktualisiert werden auf die neueste Version, das kann durchaus einen großen Unterschied in der Leistung ausmachen.

Übertaktung der Grafikkarte

Wenn es um die Übertaktung der Grafikkarte geht sind viele Gamer vorsichtig. Dennoch ist es so, dass eine leichte Übertaktung nicht schaden kann, es sollte nur nicht übertrieben werden. Die Leistung des Grafikchips ist entscheidend für die Performance der Spiele. In den meisten Fällen ist das Problem beim Grafikchip zu finden, wenn ein Spiel ruckelt oder es zu Engpässen in der Leistung kommt. Durch eine Übertaktung der Grafikkarte kann die Leistung gesteigert und die Grafikkarte beschleunigt werden. Empfehlenswert ist eine leichte Übertaktung, die bei 10 bis 15 Prozent liegen sollte. Wichtig ist, dass beim Übertakten größte Sorgfalt angewendet wird. Außerdem sollte beachtet werden, dass die Temperatur der gesamten Hardware durch das Übertakten erhöht wird.

Programme deinstallieren / im Hintergrund laufende Programme ausschalten

Jedes Programm, das auf dem Rechner installiert wird, sorgt dafür, dass der PC immer langsamer wird. Das hat natürlich auch eine Wirkung auf die Spiele. Selbst wenn die Programme nicht verwendet werden, führen viele von ihnen dennoch eine Hintergrundaktivität aus. Durch die Deinstallation von Programmen, die nicht mehr benötigt werden, kann das Spielerlebnis verbessert werden. Programme, die im Hintergrund laufen aber noch benötigt werden, können einfach ausgeschaltet werden. Es gibt spezielle Programme, die dabei helfen, lange nicht benutzte Programme zu finden und zu deinstallieren. Programme, die regelmäßig genutzt werden aber dennoch die Performance beeinträchtigen, werden ganz einfach deaktiviert. Ohne die Hintergrundaufgaben, die oft sehr rechenintensiv sind, läuft der Rechner gleich viel besser und die Spiele flüssiger.

Grafikkarte tauschen

Dieser Tipp sollte nur bei Desktop-PCs genutzt werden. Reicht die Grafikkarte nicht aus, um für eine flüssige Wiedergabe zu sorgen, sollte sie ausgetauscht werden. Die neuesten Generationen an Grafikkarten ermöglichen das flüssige Spielen mit 60 Bildern pro Sekunde.

Umstieg auf SSD Festplatten

Im Vergleich zu HDDs sind SSD Festplatten weitaus schneller. Das hat zwar keinen Einfluss auf die FPS, aber auf jeden Fall auf die Ladezeiten der Spiele. Diese verkürzen sich entscheidend. Da die meisten Spiele heute sehr viel Speicherplatz benötigen, sollte eine SSD mit mindestens 250 GB eingesetzt werden.

SuperFetch und Prefetch deaktivieren

Bei SuperFetch und Prefetch handelt es sich um Funktionen von Windows. Ihre Aufgabe ist es, die Startzeiten von Windows und auch den Anwendungen zu beschleunigen. Viele Gamer haben jedoch beobachtet, dass sich sowohl die Ladezeiten als auch die Hintergrundaktivität um einiges erhöhen, wenn diese beiden Funktionen aktiv sind. Daher ist es ratsam, diese Funktionen zu deaktivieren. Die Deaktivierung von SuperFetch kann über „Systemsteuerung –> Systeme und Sicherheit –> Verwaltung –> Dienste“ erfolgen. Für die Deaktivierung von Prefetch sollten zunächst alle offenen Fenster geschlossen werden. Dann auf das Menü „Start“ klicken und dort „regedit“ eingeben. Eingabe drücken und zu "HKEY_LOCAL_MACHINESYSTEMCurrentControlSetControlSession ManagerMemory ManagementPrefetchParameters" gehen. „EnablePrefetcher“ doppelt anklicken und den Wert 0 eingeben. So wird der Prefetcher deaktiviert. Es ist wichtig, dass diese Schritte wirklich ganz genau befolgt werden, da es zu starken Problemen kommen kann, wenn falsche Werte in der Registrierung geändert werden.

Festplatte defragmentieren

Das Schreiben oder Löschen von Daten auf die Festplatte sorgt dafür, dass Dateien fragmentiert werden. Dabei werden die einzelnen Teile dieser Dateien auf dem gesamten Laufwerk verteilt. Bei Spielen kann dies zu sehr starken Leistungseinbußen führen. Um die Datei richtig verarbeiten zu können, müssen zunächst alle Fragmente zusammengesucht werden. Spiele benötigen für gewöhnlich sehr viele GB, daher sollte sichergestellt werden, dass die Dateien auch wirklich kontinuierlich eingelesen werden können. Mechanische Festplatten können ganz einfach über „Alle Programme – >Zubehör – >Systemprogramme –> Defragmentierung“ defragmentiert werden. Eine SSD sollte niemals defragmentiert werden, stattdessen wird der TRIM-Befehl für die Optimierung eingesetzt. Dieser Befehl wurde bereits unter Windows 8 in die Defragmentierung integriert. Es ist lediglich notwendig, auf „Optimieren“ zu klicken.

NVIDIA Control Panel optimieren

Die Treiber von NVIDIA sind standardmäßig mit eigenen Control Panels ausgestattet. Dadurch ist es möglich, die wichtigsten 3D-Einstellungen zu optimieren. Es gibt einige Optionen im Spiel, die so eingestellt werden können, bei anderen ist das nicht möglich. Teilweise werden sie auch direkt vom Treiber gesteuert. Die Optimierung aller zur Verfügung stehenden Optionen kann dafür sorgen, dass sich zwischen der visuellen Qualität und der Leistung eine optimale Abstimmung ergibt. Die Einstellungen werden über das NVIDIA Control Panel vorgenommen, das durch einen Klick mit der rechten Maustaste auf den Desktop aufgerufen werden kann. Im Control Panel muss die Kategorie „3D-Einstellungen verwalten“ ausgewählt werden. Folgende Einstellungen sollten auf jeden Fall vorgenommen werden:

  • Die Steuerung der Anzahl der Einzelbilder, die durch den Prozessor aufbereitet werden, um dann an die Grafikkarte weitergeleitet zu werden, erfolgt über „Maximale Anzahl vorgerendeter Einzelbilder“. Eine Erhöhung des Werts kann dafür sorgen, dass Spiele flüssiger laufen. Allerdings ist es dann möglich, dass es zu einer Verzögerung kommt bei der Verwendung von Tastatur und Maus. Diese kann jedoch beseitigt werden mit der Einstellung 1.
  • Die “Threaded-Optimierung” sollte immer eingeschaltet sein. Ihre Aufgabe ist es, die Multi-Threaded-Optimierung für die modernen Prozessoren mit mehreren Kernen zu unterstützen.
  • Durch die Deaktivierung von VSync ist es möglich, dass Spiele flüssiger laufen. Dies sollte allerdings nur dann durchgeführt werden, wenn die Framerate des Monitors höher ist als die des Spiels. Andernfalls kann es vorkommen, dass Teile des Bildschirms verzögert dargestellt werden, da sie einfach nicht richtig gerendert werden.

AMD/ATI Control Center optimieren

Was bei NVIDIA funktioniert, ist natürlich auch bei AMD möglich. Das Control Center wird in gleicher Weise geöffnet, rechter Mausklick auf den Desktop und “Radeon-Einstellungen” auswählen, dann zu “Gaming-Einstellungen” wechseln. Es ist möglich, hier individuelle Grafikeinstellungen für die Spiele vorzunehmen, die installiert sind. Besser ist es jedoch, gleich die globalen Einstellungen zu nutzen. Diese Einstellungen sollten vorgenommen werden:

  • Anti-Aliasing-Modus und -Methode”: Durch das Anti-Aliasing wird der Treppeneffekt reduziert, der um Kanten von Objekten herum auftritt. Was optisch schön ist, hat aber auch eine negative Auswirkung auf die Leistung. Sollten beim Spielen Treppeneffekte und ein Schimmern festgestellt werden, kann die sogenannte „Override-Methode“ genutzt werden. Dafür wird ein Wert zwischen 2 und 8 als Anti-Aliasing-Stufe eingestellt.
  • AMD hat seine ganz eigene Form des Anti-Aliasing erfunden, die morphologische Filterung (MLAA). Es ist möglich, dass diese Form besser funktioniert. Ob dies der Fall ist, kann nur herausgefunden werden, indem das Anti-Aliasing deaktiviert und die AMD-Variante ausprobiert wird.
  • Die “Texturfilterung – Anisotrope Abtastoptimierung” sorgt dafür, dass weit entfernte Texturen schärfer erscheinen. Je höher der Wert, desto schärfer. Dabei erhöht sich aber auch die Arbeitslast der Grafikkarte. Sollte die Grafikkarte eine ausreichende Leistung haben, kann die Option aktiviert werden. Die Funktion sollte aber nur dann aktiviert werden, wenn sie nicht durch das Spiel unterstützt wird.
  • Die “Oberflächenoptimierung” wird oft von älteren Spielen verwendet. Dadurch wird die grafische Darstellungsgenauigkeit reduziert, was wiederum zu mehr FPS führt. Allerdings ist in der Praxis keinerlei Leistungsverbesserung feststellbar, daher sollte diese Funktion einfach ausgeschaltet werden.
  • Auch im AMD Control Center kann die Funktion VSync deaktiviert werden.
  • Zudem sollte möglichst “Maximum Performance” ausgewählt werden. Weiterhin sollten alle Energiesparoptionen deaktiviert werden.

Fazit

Jede noch so kleine Millisekunde zählt, das haben Sie schon bei einigen Games feststellen müssen. Daher setzen Sie nun alles daran, eine möglichst große Framerate zu erreichen. Mit ein paar einfachen Tricks kann Ihnen das auch sehr gute gelingen. Besonders dann, wenn Sie bereits professionell E-Sports betreiben oder darüber nachdenken einzusteigen, sollten Sie sich intensiv mit dem Thema Framerate befassen und das Beste aus Ihrem Rechner herausholen. So steht dem nächsten Sieg nichts mehr im Wege.

Erstellt: 09. Oktober 2021