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Tipps & Tricks zum richtigen Beamer aufstellen und ausrichten

Kinospaß im heimischen Wohnzimmer, aber dabei nicht das Haus verlassen müssen? Heimkino ist etwas schönes und ein Beamer macht es möglich und bringt Hollywood in die eigenen vier Wände. Beim Beamern kommen grundsätzlich zwei Verfahren zum Einsatz. Die Bilder werden entweder mit spiegelnden Chips (DLP) oder mit Hilfe von Flüssigkristallen (LCD) erzeugt. Damit ein solches Gerät beim nächsten Filmabend funktioniert, muss im Vorfeld einiges beachtet werden, bevor Hollywood-Stars auch zu Hause in Überlebensgröße bewundert werden können. Worauf man achten sollte und was ein Beamer noch so kann, wird hier ausführlich erklärt.


Das Thema im Überblick



Was kann ein Beamer/Projektor alles?

Filme schauen oder Folien auflegen ist das Erste, was einem einfällt, wenn es um den Beamer oder den Projektor geht. Doch es ist noch einiges mehr möglich. Projektoren eigene sich ideal als Feature in Bars, Restaurants oder in Bistros. Liveübertragungen mit Freunden in Clubs genießen ging vor Jahren nur am keinen Fernseher. Heute bietet die Technik weitaus mehr Möglichkeiten für eine optimale Präsentation. Man sollte den Coolness-Faktor eines solchen Projektors nicht unterschätzen. Auch Gamer kommen mit diesem Gerät auf ihre Kosten, denn Gaming Action auf der großen Leinwand gehört nun zum Set-up dazu. Wer gerne kocht, darf sich über Rezepte freuen, die man an die Wand projiziert. Vorbei sind die Tage, an denen man im Kochbuch blättern musste oder seine Rezeptzettel durcheinander brachte. Auch das Visualisieren von Gute-Nacht-Geschichten für Kinder war noch nie so leicht wie mit diesem Helfer. Kindertränen vor dem Zubettgehen sind damit gezählt. Wer den Silvester im eigenen Wohnzimmer verbringen möchte, der darf das Feuerwerk live vom Sofa aus genießen, wie auch das gemütliche Kaminfeuer. Familienfotos oder teure Kunstwerke sind mit nur einem Handgriff auf der Wand projiziert, dafür muss man weder viel Geld ausgeben noch sich die Mühe des Fotodrucks machen. Oder aber man malt selbst gleich ein Bild an die Wand und nutzt den Beamer als Malhelfer. Malen nach Zahlen ganz einfach und schnell mithilfe einer perfekten Projektion.


Wo sollte der Projektor im Raum platziert werden?

Bevor man jetzt mit dem Spaß beginnen möchte, sollte man zunächst den besten Platz für sein neues Lieblingsgerät erwählen, damit man das optimale Bild erhält. Der Abstand zwischen dem Projektor, der Leinwand und dem Sitzplatz, wenn es um das perfekte Kinofeeling geht, ist hierbei entscheidend. Informationen dazu finden sich in der Bedienungsanleitung oder aber man probiert es einfach aus. Die neuesten Projektoren benötigen im Normalfall einen Mindestabstand von 1,5 facher Bildbreite.

Beamer aufbauen Position

Was sollte man beim Aufbau und der Ausrichtung beachtet werden?

Die richtige Positionierung hängt davon ab, ob man das Gerät dauerhaft an einen Ort stellen möchte oder es für gewisse Anlässe auch noch umstellen will. Am besten stellt man den Beamer auf eine eben Unterlage. Die verstellbaren Standfüße können individuell ausgerichtet werden. Kabel sollten auch immer sicher verlegt werden, damit keine Verletzungsgefahr besteht. Wenn man den Beamer regelmäßig für Filmabende nutzt, ist das Aufhängen unter der Decke mit Hilfe einer Deckenhalterung von Vorteil. Einmal fixiert hat man immer das gleiche, feste Bild. Die Feinjustierung kann mit der Verstellung des Schärferings am Objektiv vorgenommen werden. Tatsächlich hängt die Ausrichtung stark von der Optik und der verwendeten Projektionstechnologie ab. Aus diesem Grund muss man Feinheiten auch immer individuell ausrichten.


Wie weit kann ein Beamer von der Leinwand entfernt sein?

Beamer aufbauen Entfernung zur Leinwand

Generell gilt eine Faustregel bei der Entfernung: Die Leinwand sollte immer halb so breit sein, wie der Betrachter von ihr entfernt sitzt. Wenn die Couch 5 Meter von der Leinwand entfernt steht, so darf die Leinwand im Idealfall 2,5 Meter breit sein.


Was ist bei der Inbetriebnahme zu beachten?

Pixelfehler können, wie auch bei einem neuen TV, auftreten. Diese sollten kontrolliert werden. Weitere Dinge sind die Schärfe der Optik. Auch diese sollte geprüft werden und zwar über das gesamte Bild verteilt. Ein weißes Testbild sollte keine Verfärbungen haben. Auch die Zoom-Funktion darf nicht außer Acht gelassen werden. Es sollte kein Flackern im Eco Modus sichtbar sein und das Gerät sollte keine lauten oder ungewöhnlichen Geräusche machen. Sind diese Dinge kontrolliert, kann man sich an die Einstellungen und den Feinschliff machen.


Was muss ich alles einstellen?

Vor dem Einstellen sollte man zunächst die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Äußere Umstände und Dinge wie die Qualität der Leinwand, die Platzierung, der Abstand der Sitzgelegenheit und der Lichteinfall wirken sich auf die Bildqualität aus. Wenn die richtigen Bedingungen nicht geschaffen sind, wird im Dauerbetrieb eine schlechte Bildqualität erzeugt werden. Ein erster Test sollte in einem dunklen Raum stattfinden, in dem man das Gerät zunächst für einige Minuten laufen lässt. Hier kann man alle Feinheiten des Testbildes erkennen.

Anpassung der Größe des Bildes

Will man das Beamer-Bild auf das richtige Bildformat testen, auch Overscan genannt, so muss man darauf achten, dass die Ränder nicht beschnitten sind. Je nach Modell findet man die Einstellungen im Menü und kann hier nachjustieren.

Anpassung der Bildschärfe

Um die Bildschärfe zu testen sollte ebenfalls ein Testbild verwendet werden. Bei einer schwarzen, geometrischen Figur auf weißem Hintergrund sollten die Ränder gut sichtbar und nicht verwischt sein. Die Bildschärfe kann an der Linse meistens auch nachjustiert werden.

Anpassung der Neigung

Wenn man seinen Beamer unter der Decke an einer Halterung montieren will, der muss sich auch mit der Neigung auseinandersetzen. Ein Beamer kann zwischen -10° und + 10° geneigt werden, um das optimale Bild auf der Leinwand zu erreichen. Außerdem kann der Beamer um 360° gedreht werden.

Vertikale Trapezkorrektur

Die vertikale Trapezkorrektur ist in Beamern eingebaut. Sie löst das meist auftretende Problem der Bildverzerrung. Anstatt dass ein Bild verzerrt dargestellt wird, sorgt sie für ein gerades Bild. Nur das gerade Bild wird projiziert und der Rest des Bildes wird abgeschnitten.

Horizontale Trapezkorrektur

Die horizontale Trapezkorrektur sorgt für weitere Installationsflexibilität. Wenn der Beamer schräg zu weit nach links oder rechts projiziert sorgt die horizontale Trapeskorrektur dafür, dass das Bild trotzdem gerade zu sehen ist.

Beide Arten der Bildentzerrung erlauben in Kombination eine Bildanpassung zu den unterschiedlichsten Gegebenheiten.


Was ist besser: Standard- oder Eco-Modus?

Die Bildqualität wird von der Lampeneinstellung beeinflusst. Hierbei hat man die Wahl zwischen dem normalen Modus und dem Eco-Modus. Im normalen Modus erreicht man die volle Leuchtkraft. Für helle Räume ist dieser Modus optimal. Wenn es sich um einen dunklen Raum handelt ist der Eco-Modus besser geeignet. Das Bild wird somit etwas dunkler, da die Lichtleistung gedrosselt wird. Das wirkt sich positiv auf den Bildkontrast aus. Zudem verlängert sich damit die Lebensdauer der Lampe. Außerdem ist der Projektor im Eco-Modus deutlich leiser.

Beamer einstellen Standard oder Eco

Muss man den Beamer vor Gebrauch kalibrieren?

Kalibrieren bedeutet einstellen. Die meisten neuen Projektoren haben jedoch bereits gute Werkeinstellungen und nur in den wenigsten Fällen muss man viel zusätzliche Arbeit leisten.

Folgende Einstellungen sind zu beachten, wenn man eine gute Bildqualität erzeugen möchte:

  • Farbraum
  • HDMI
  • Bildmodus
  • Gamma
  • Farbtemperatur
  • Digitale Blendenregelungen (Auto-Iris)
  • Digitale Schärfefilter (wie Reality Creation, Multi Pixel Control, Detail Clarity)
  • Rauschfilter (wie Rauschreduktion, Geräuschreduzierung): Dies sollte grundsätzlich ausgeschaltet werden, da diese Rauschfilter die Feinauflösung verringern.
  • Dynamische Kontrastregelungen (wie Contrast-Enhancer)
  • Helligkeit
  • Kontrast

Wenn man das bestmögliche Ergebnis aus seinem teuren Gerät herausholen möchte, kann man auch einen Profi für die Kalibrierung bezahlen. Das kostet zwar etwas Geld, aber diese arbeiten dann auch mit einem Profi-Equipment und holen die beste Leistung aus dem Projektor raus.


Welches Zubehör braucht man?

Die Anschaffung und der Anschluss eines Beamers ist nur die halbe Miete, denn sinnvolles und brauchbares Zubehör gehört einfach dazu.

Leinwand: Eine einfache, weiße Wand als Projektionsfläche zu benutzen kann funktionieren, allerdings wird die Bildqualität dadurch gemindert und präzise Einstellungen sind damit nur sehr schwer durchzuführen.

Halterung: Optimal ist es, wenn das Gerät einen festen Platz hat. So muss man es nicht immer wieder aufs Neue einstellen. Mit einer passenden Halterung kann man es unter der Decke anbringen. So kann man jederzeit loslegen mit dem Beamern, ohne vorher erneute Zeit mit dem Einstellen und Ausrichten zu vergeuden.

Kabel: Ein HDMI-Kabel ist Pflicht. Hierbei sollte man ein längeres Exemplar wählen, dass man auch fest verlegen kann. Zudem sind gute Lautsprecherkabel von Vorteil, um neben dem perfekten Bild auch den besten Sound zu bekommen.


Was bedeutet der Begriff Lens Shift?

„Lens Shift“ ist ein ideales Feature für Heimkinoprojektoren, da es mehr Flexibilität bei der Installation bietet. Was ist so toll daran? Es bedeutet, dass man für das do-it-yourself Heimkino weniger Zeit in Anspruch nehmen muss, um alles vorzubereiten, bevor es losgehen kann. Als Lens Shift wird die Objektverschiebung bezeichnet. Dadurch ist es möglich das Bild verzerrfrei auf der Leinwand zu verschieben, ohne das Gerät zu bewegen. Die Verstellung der Optik geschieht entweder motorisch oder aber manuell. Motorisch bedeutet, dass man die Verschiebung per Tastendruck und Fernbedienung regelt. Manuell heißt, dass man den Lens Shift mittels zweier Räder von Hand am Beamer einstellt.


Was ist nach der Verwendung eines Beamers zu beachten?

Elektroschrott gehört nicht in die Abfalltonne. Das dürfte mittlerweile klar sein. Diese Dinge kann man für den Sperrmüll anmelden und abholen lassen. Die Anmeldung erfolgt online oder direkt bei der Gemeinde. Man kann auch selbst zum Wertstoffhof fahren und sein altes gerät dort abgeben. Die Projektorbirne enthält in kleinen Mengen giftiges Quecksilber. Diese muss separat entsorgt werden. An kommunalen Sammelstellen ist dies möglich. Wo sich die nächste Sammelstelle befindet kann man online abfragen.

Beamer montiert an der Decke

Fazit

TV-Gerät, DVD-Player, Blu-ray-Player sind alles eine Möglichkeit das Heimkino in die eigenen vier Wände zu bringen. Der Beamer kann allerlei mehr als nur Heimkino, auch wenn dieses mit der Familie oder mit Freunden am meisten Spaß macht. Hollywood-Stars in Überlebensgröße und dann auch noch gestochen scharf-das schafft der Fernseher so nicht. Doch nur der Kauf eines Heimkino Projektors reicht nicht aus. Es benötigt den Anschluss und Aufbau. Hierbei kann man sich Hilfe holen, um das beste Ergebnis für sich herauszuholen. Einmal richtig angeschlossen kann selbst ein Mini-Beamer ganz groß rauskommen und für viel lustige und entspannte Momente sorgen. Vor dem Kauf sollte man sich jedoch beraten lassen und auch sicherstellen, dass genug Platz in der Wohnung vorhanden ist für eine ideale Projektion.

Ein Nachteil ist, dass man den Projektor nicht einfach und schnell anschließen kann. Es erfordert ein wenig mehr Einsatz. Wer mehr will als nur den Laptop und den Fernseher und dazu noch eine gute und große Projektionsfläche hat, sollte über den Anschluss der neuesten Technik nachdenken oder sich sofort für einen Kauf entscheiden.

Erstellt: 16. November 2021