Testbericht Daniel Schrey



MSI Testers Keepers Aktion

Testbericht MSI Z170A MPOWER GAMING TITANIUM Mainboard von Daniel Schrey

  1. Einleitung + Unboxing-Video
  2. Verpackung und Zubehör
  3. Eigenschaften
    3.1 Ausstattung
    3.2 Ausstattung
    3.3 Verarbeitung
  4. Design
  5. Basic Input/ Output System (BIOS)
    5.1 Übertaktungsmöglichkeiten
    5.2 Lüftersteuerung
  6. Test & Leistung
    6.1 Testsystem
    6.2 Einbau
    6.3 Leistung
       6.3.1 SSD
       6.3.2 Mikrofon/ Audio
  7. Besonderheiten
    7.1 LED-Anzeige
    7.2 Steel Armor
    7.3 RAID
    7.4 Kühlung
  8. Einordnung
    8.1 Preis/ Leistungsverhältnis
  9. Aufzählung Pro/Con
  10. Praxiserfahrung und Fazit

1. Einleitung + Unboxing-Video

Dank Computeruniverse und MSI durfte ich das neue Z170A MPOWER GAMING TITANIUM testen. Hierbei handelt es sich um einen Test - Datenblätter, Produktbeschreibungen oder Sonstiges werdet ihr bei mir nicht finden, das findet man alles auf der MSI Seite. Ich werde lediglich auf verschiedene Highlights oder Besonderheiten des Mainboards eingehen. Ich möchte hiermit widerspiegeln wie es ist das Board auszupacken, zu besitzen und zu benutzen.

Dies hier ist ein Test, der meine objektive Meinung wiederspiegelt und ggf. zu einer Kaufentscheidung anderer beitragen kann. Diese Meinung ist weder gekauft noch vorgegeben, deshalb kann es gute und schlechte Aspekte geben.

2. Verpackung und Zubehör:

Wer das Board das erste Mal in den Händen hält, merkt direkt den Gewichtsunterschied zu anderen, billigeren Boards. Das kann gut, aber auch schlecht sein - was dieses Gewicht ausmacht klären wir aber an einem späteren Punkt.
Eins ist aber klar, die Verpackung sieht hochwertig aus - silber/grau und schwarz glänzend, nichts schreit mehr nach High-End oder wie MSI es nennt “Enthusiast Gaming” for Master. Die Oberseite der Verpackung ist schlicht, Schriftzug mit der genauen Boardbezeichnung, MSI Logo sowie ein Bild prägen die Oberseite - mehr nicht. Dreht man jedoch die Verpackung kommt die Unterseite zum Vorschein, diese liefert detaillierte Informationen und Spezifikationen zum Mainboard und zählt alle Anschlussmöglichkeiten auf.

Öffnet man die Verpackung schlägt das Gamer-Herz direkt höher. Es kommt das MPOWER Board in einer antistatischen Hülle zum Vorschein. Das Mainboard ist in einem zusätzlichen Karton verstaut, welcher als Puffer dient und so Transportschäden vermeiden soll. Nimmt man das Mainboard heraus, so findet man das Zubehör. Das Zubehörfach ist in zwei Abteilungen aufgeteilt: Fach 1 für Kabel und Fach 2 für beiliegendes Info-Material.
Neben einem MSI Gaming Aufkleber, der I/O-Blende und zwei Kabel zum Anschluss von externen LED-Streifen findet man in Fach 1 noch M-Power Connectors und ganze sechs SATA-Kabel in schwarz. In Fach 2 befinden sich die SATA-Labels zum beschriften der einzelnen Festplatten/ DVD-Laufwerke, ein Türhängeschild, eine Treiber-CD, Quick-Installation Guide und das Handbuch.
Zum Handbuch muss ich direkt etwas sagen: Es handelt sich tatsächlich um ein HANDBUCH, manche Taschenbücher haben eine schlechtere Qualität als das beiliegende Handbuch von MSI - großes Lob an dieser Stelle. Zudem ist das Handbuch sehr verständlich und mit vielen gut ausgewählten Bildern bestückt. Wenn man einmal nicht weiter weiß, lohnt sich definitiv ein Blick in das Handbuch und man ist wieder ein Stück schlauer.

3. Eigenschaften:

3.1 Ausstattung:

Bei dem Z170A MPOWER handelt es sich um ein ATX Mainboard mit Intel LGA1151 Skylake Sockel, somit sind alle Intel Prozessoren der sechsten Generation kompatibel. Intel’s 7. Generation “Kaby Lake” teilt sich zusammen mit “Skylake” den LGA1151 Sockel und sollte somit auch auf diesem Board funktionieren. Laut MSI ist eine Kompatibilität mit Kaby Lake ab BIOS-Version E7A16IMS.120 gegeben, da ich jedoch leider keinen Prozessor der 7. Generation besitze kann ich dies nicht testen.

Dazu ist noch zu erwähnen, dass das MPower Mainboard Multi-GPU fähig ist. Es können bis zu drei AMD Grafikkarten im Crossfire Modus, oder zwei NVIDIA Grafikkarten im SLI Modus betrieben werden.

Der Z170-Chipsatz bietet Overclocking-Funktionen für Prozessoren mit freiem Multiplikator (“K”-Modelle), aber auch einige Features für Besitzer ohne solche CPUs. Dank dem Chipsatz bietet dieses Board nicht wie gewöhnlich 16 Lanes, sondern 20 Lanes - was wollen Multi-GPU User und M.2 Fanatiker mehr?
Und so kommen wir zur ersten nennenswerten Ausstattung des MPOWER Mainboard: Es besitzt zwei M.2 Anschlüsse. Auch normalem USB 3.0 ist das MPOWER weit voraus, es besitzt nämlich 1x USB 3.1 Gen. 2 Typ A; 1x USB 3.1 Gen. 2 Typ C; 1 USB 3.1 Gen. 1

3.2 Layout:

Fangen wir mit der Vorderseite an und teilen das Mainboard in drei Bereiche:

CPU Bereich - RAM Bereiche - PCIe Bereich

Im CPU Bereich finden wir die ersten MSI Military Class 5 Komponenten, der LGA1151 Sockel ist mit MSI Titanium-Spulen umrandet auf denen ein riesiger Kühlkörper sitzt. Die CPU wird von 11-Spulen mit Strom versorgt und garantiert somit echtes Übertaktungspotential.

Im RAM-Bereich befinden sich vier DDR4 Steckplätze, die mit MSIs Steel-Armor versehen wurden. Dazu befindet sich in der Ecke rechts oben eine LED-Anzeige auf die ich nachher noch etwas genauer eingehen möchte.

Im unteren Teil (PCIe-Bereich) befinden sich die Mainboard Batterie, zwei M.2 Slots, drei PCIe x16 Slots und drei PCIe 1x Slots. Genauso wie die DDR4 Steckplätze besitzen die drei PCIe x16 Slots MSIs SteelArmor um eine Beschädigung durch schwere Grafikkarte zu vermeiden. Rechts daneben befindet sich der Z170 Chipsatz unter einem großen, mit MSI-Logo gebrandeten Kühlkörper.

Audio-Chip und weitere Komponenten befinden sich im linken Teil des Mainboard, unter der silbernen Abdeckung, die sich von unten bis unten komplett über den Rand zieht.

Auf der Rückseite, fällt die große Metall-Backplate direkt ins Auge. Diese ist auch am etwas höheren Gewicht des Mainboards schuld. In wie fern die Metall-Backplate zur Kühlung oder Stabilität beiträgt konnte ich leider nicht ermitteln, für mich ist es nur Zusatzgewicht. Allerdings schützt sie vor Schäden auf der Mainboard Rückseite.

3.3 Verarbeitung:

Kommen wir zur Verarbeitung des Z170A MPower Gaming Titanium. Bei einem Board zu dem Preis erwarte ich natürlich makellose Verarbeitung und diese bekomme ich auch. Es sind keine Kratzer zu finden, sowohl auf dem Board als auch auf der Verpackung. Es ist nicht eine scharfe Kante zu finden und auch die Backplate ist qualitativ hochwertig gestanzt. Alle Schrauben sind fest, es wackelt und klappert nichts. Hält man das Board in den Händen vermittelt es direkt einen Premium-Eindruck. Aber schauen wir mal genauer nach: Alle Kondensatoren sind einwandfrei aufgelötet und versprechen so Zuverlässigkeit und eine hohe Lebensdauer, dank der Backplate wird die Rückseite des Mainboards geschützt und verhindert so eine abbrechen oder abstumpfen der Spitzen. Auch der Plastik-Schutz des Sockels sitzt fest, umso Transportschäden oder Einbauschäden an den Sockel-Pins zu vermeiden.

4. Design:

Beim Design setzt MSI ganz klar ein Statement: Mit dem matten silber/grau - schwarzen Design zeigt MSI eindeutig das Mainboards nicht immer dunkel sein müssen. Das MPower Gaming Mainboard muss sich nicht verstecken, ganz im Gegenteil - es will in ein Gehäuse mit Seitenfenster, es schreit nahezu danach präsentiert und beleuchtete zu werden. Wer das Ganze noch mit der passenden Grafikkarte abrunden möchte, sollte zur MSI QuickSilver Grafikkarte greifen. Diese ist in dem selben Design gehalten und setzt dem Mainboard das “i”-Tüpfel auf.

Ist es dann einmal eingebaut wirkt es anders, als andere Mainboards. Es wirkt freundlich und hell, man schaut nicht in einen dunklen Kasten. Man blickt auf ein freundlichen, aufgeräumtes Mainboard welches sich präsentiere möchte. Das Board ist definitiv ein Blickfänger, seit ich das MPower eingebaut habe, steht mein Gehäuse auf dem Tisch um zu zeigen was darin ist.

5. BIOS:

Das BIOS nennt sich “Click BIOS 5” und wurde schon von mehreren Seiten hoch gelobt, das Lob kann ich nur bestätigen. Alles lässt sich wunderbar bedienen und man hat fast das Gefühl man klickt sich durch ein eigenes Betriebssystem. Leider wurde das BIOS vom Design her nicht dem Design vom Titanium angepasst, was eigentlich schade ist.

Das Click BIOS 5 wird in zwei Arten eingeteilt: Normal & Advanced. Im normalen Modus ist das BIOS nicht überlaufen und klar strukturiert. PC-Einsteiger finden sich hier wunderbar zurecht, Boot-Reihenfolge ändern, Systeminformationen auslesen alles kein Problem - alles ist auf Anhieb zu finden.
Dazu bietet MSI eine gute Alternative ein BIOS Update vorzunehmen. Normal muss hier ein USB-Stick entsprechend präpariert werden, um damit das BIOS auf den neuesten Stand zu bringen. Mit MSI Live Update 6 kann das BIOS direkt vom Desktop aktualisiert werden, Live Update sperrt dabei Maus und Tastatur und appelliert an den Benutzer den Computer nicht neu zu starten oder vom Strom zu trennen. Noch nie habe ich so bequem BIOS-Update gemacht. Auch muss Dank MSI Fast Boot keine Taste mehr rapide Gedrückt werden um in das BIOS zu kommen weil die SSD einfach zu schnell ist. Mit MSI Fast Boot kann ich direkt vom Desktop ins BIOS booten und das per Mausklick - einfacher geht es nun wirklich nicht.

Auch der Board-Explorer gibt einen nochmal den nötigen Überblick über die vielen Anschlüsse des Mainboards. Zudem zeigt es Informationen zu bereits angeschlossen Geräten an. Es ist fast so als würde sich im Board Explorer das Mainboard einem persönlich vorstellen, unfassbar gutes Feature.

5.1 Übertaktungsmöglichkeiten:

Übertakten war noch nie so einfach, im BIOS befindet sich der Button zum Boost. Diesen angeklickt und schon ist der Zauber vollzogen, ich taufe das Ganze mal “Click2Boost”. Für Leute die bisher Angst hatten zu übertakten und sich langsam in die Materie einarbeiten wollen, ist dies ein super Einstieg ohne selbst viel kaputt machen zu können.

Aber auch Übertaktungs-Experten kommen im Erweiterten Menü auf Ihre Kosten. Ich würde mich zwar selbst nicht als Experte für das übertakten beschreiben, aber ich denke bei 11-Spulen die Strom liefern sollte einiges drin sein um vor allem einen stabilen Stromfluss zu gewährleisten. Die OC-Begrenzung wird bestimmt nicht das Board sein, eher die Kühlung oder die CPU selbst.

Zudem lassen sich verschiedene Übertaktungseinstellungen in Profile abspeichern um diese später wieder schnell Griffbereit zu haben. Hardcore-Übertakter die ein Benchtable benutzen müssen sich jedoch damit abfinden, dass dieses Board kein Power,- und Reset Button besitzt.

5.2 Lüftersteuerung:

Das Z170A besitzt zwei 4-Pin Connectoren für die CPU Lüfter und drei 4-Pin Anschlüsse für Gehäuselüfter. Somit sind alle Lüfteranschlüsse PWM gesteuert und können in der Lüftersteuerung individuell eingestellt werden (Vorausgesetzt man besitzt Lüfter mit 4-Pin Anschluss). Anders als bei 3-Pin Anschlüssen, die fix mit einer Stromstärke laufen, kann somit der Front-Gehäuselüfter unabhängig vom Back-Gehäuselüfter betrieben werden. Bei Mainboards die nur 3-Pin Anschlüsse bieten war dafür immer eine extra Lüftersteuerung, die am zweiten CPU 4-Pin Anschluss angeschlossen wird, von Nöten. Das ist bei diesem Mainboard nicht der Fall und das wird all die freuen die ihren PC so leise wie nur möglich wollen. So ist es zum Beispiel möglich die Gehäuselüfter erst ab einer bestimmten CPU,- oder Systemtemperatur anspringen zu lassen, wenn diese aber nicht erreicht ist stehen die Lüfter und der PC ist mucksmäuschenstill - fehlt bei mir nur die noch die Grafikkarte mit Zero-RPM Modus. Allerdings ist zu sagen das die Standardeinstellung bereits sehr gut funktioniert, so drehen sich die Lüfter bei unter 40 Grad gerade mal mit etwa 12% der maximalen Drehzahl und laufen erst ab 85 Grad auf maximaler Drehzahl. Das ganze wird von MSIs Smart Fan Steuerung ermöglicht, die für meine Einsatzzwecke vollkommen ausreicht, deaktiviert man jedoch die Smart-Fan Funktion weil man zur Lüftersteuerung lieber Drittanbieter Programme benutzen möchte, so drehen die Lüfter beim Start erstmal mit 100%. Das kann auf Dauer ziemlich nervig sein, mag aber auch nur die betreffen die sich mit Smart-Fan nicht anfreunden wollen oder können.

6. Test & Leistung:

6.1 Testsystem:

  • Intel i7 6700k
  • beQuiet! Silent Loop 240 A.i.O. Wasserkühlung
  • Kingston HyperX Fury 4x4GB DDR4 2133MHz
  • MSI R9 290 Grafikkarte
  • Corsair RM650i Netzteil
  • Phanteks Enthoo Pro M Gehäuse
  • SSD: Samsung 840 Pro Series 256GB
  • HDD: WD Red 2TB
  • Windows 8.1 Pro

6.2 Einbau:

Wer nicht gerade zwei linke Hände hat für den verläuft der Einbau kinderleicht. Ich musste mein Mainboard nur tauschen, somit waren alle Schrauben schon vorhanden und ich musste nur das alte Board abschrauben und das neue einschrauben. Anfangs hatte ich Angst dass aufgrund der großen Metall-Backplate etwas nicht passt, jedoch kann ich hier jeden beruhigen - es fällt beim Einbau nicht mal auf, es lässt sich wie jedes andere Mainboard auch einbauen. Auch das Einsetzen der I/O Blende erfolgt kinderleicht, kein Verrutschen oder Sonstiges. Nur sollte je nach Gehäuse darauf geachtet werden, die CPU-Stromversorgung bereits im losen Zustand anzuschließen da der Platz zwischen den Kühlkörpern sehr eng bemessen ist.
Auch wenn meine Grafikkarte nicht die schwerste ist, sitzt diese dennoch bombenfest im SteelArmor verstärkten PCIe Slot.
Der erste Start verlief auch ohne weitere Probleme, alles wurde direkt erkannt und startete direkt Nonstop durch. Schnell noch die Treiber installiert und schon war das Mainboard einsatzbereit.

6.3 Leistung:

Ich bin niemand der aktiv Overclocking betreibt, oder seinen Prozessor bis an die Grenzen des möglichen bringen muss. Ich profitiere einfach gerne von schneller Anbindung, geringfügiger Anhebung der GHz (Boost), schönen Extras und den 4 zusätzlichen Lanes. Ob sich die Leistung des Z170A MPower Gaming Titanium bemerkbar macht, erfahrt ihr jetzt.

6.3.1 SSD Anbindung:

Wenn im ersten M.2 Anschluss eine SSD angeschlossen wird, deaktivieren sich aufgrund von gemeinsamer Chipsatz-Nutzung, SATA-Port 5 und 6. Bei Anschluss einer zweiten M.2 im unteren Bereich des Mainboards, deaktiveren sich dadurch SATA Port 1 und 2. Somit bleiben bei der Benutzung von zwei M.2 SSDs effektiv noch zwei SATA Ports übrig (3 und 4).

Mit Crystal-Disk Mark hab ich die Anbindung meiner Samsung SSD 850 Pro getestet, mit meinem altem H170 Mainboard lagen die Benchmark Ergebnisse minimal unter den vom Hersteller angegebenen Werten (550MB/s sequentielle Lese- und 520MB/s Schreibgeschwindigkeit), was jedoch im Toleranzbereich liegt.
Die selbe SSD erreicht am Z170A MPOWER GAMING Mainboard jedoch bessere Werte: 560.3MB/S sequentielle Lese- und 523.1MB/s Schreibgeschwindigkeit.

Die Bootzeit liegt mit MSI Fast-Boot bei gerade mal ~11 Sekunden.

6.3.2 Mikrofon/ Audio Test:

Ich benutze zur Zeit ein Logitech G430 welches bisher an der mitgelieferten USB-Schnittstelle von Logitech angeschlossen war. Für den Test habe ich das Headset jedoch an die Onboard-Schnittstelle gesteckt und war vollkommen überrascht. Der Ton war klarer, lauter und wesentlich voluminöser, zudem rauschte es wesentlich weniger. Ein Audio-Test ist jedoch immer sehr zweischneidig, ich kann aber sagen das ich meinen USB-Sound Dongle jetzt zurück in die Verpackung verfrachten werde und das Headset erstmal am Onboard-Anschluss lasse.

Als Mikrofon benutze ich ein Kondensator-Mikrofon mit externer Phantomspeisung da die meisten Onboard-Soundkarten das Mikrofon nicht ordentlich betreiben können. Ohne die Phantomspeisung war es meistens so gut wie unmöglich das Mikrofon zu benutzen, es rauschte - knisterte - knackte oder es kam einfach kein Ton an. Mit der Onboard Soundkarte ist jedoch dank Audio-Boost 3 halbwegs Hilfe geschaffen. Zwar ist der Ton leise aber dennoch klar und das ohne Phantomspeisung. Dies ist jedoch auch stark Mikrofon abhängig und als nicht aussagekräftig zu bewerten.

Leider habe ich es nicht geschafft in den zwei Wochen einmal in das Nahimic Audio User Interface zu kommen, ob man damit evtl. noch Verbesserungen rausholen kann oder nicht weiß ich leider somit nicht. Es lässt sich einfach nicht öffnen….

7. Besonderheiten:

7.1 LED-Anzeige:

Ich möchte Sie nicht mehr missen, beim Boot-Vorgang dient sie als Debug Anzeige und hilft bei einer schnellen Fehlersuche. Ist das Betriebssystem jedoch vollständig gebootet zeigt sie die aktuelle CPU-Temperatur an und das ist wirklich hilfreich. Es wird kein weiteres Programm zur Überwachung der Temperatur mehr gebraucht, ich kann alles am Mainboard selbst überwachen und einsehen. Übertaktungsergebnisse, Spielebenchmarks, neue CPU-Kühler - alles kann viel einfacher getestet und überwacht werden.

Zudem vermittelt die LED-Anzeige das Gefühl mein PC würde mit mir sprechen, er möchte mir etwas sagen - ich weiß nur nicht was. Zum Glück kam ich in meinem Test nicht zu der Situation einen Debug-Code nachschauen zu müssen. Da aber die alten Pieps-Töne bei diesem Board der Geschichte angehören, ist diese Anzeige nicht wegzudenken um Fehlerquellen schnell zu analysieren.

7.2 SteelArmor:

Schwere Grafikkarten sind in diesem Mainboard bestens aufgehoben. SteelArmor gibt einem nicht nur das Versprechen von Stabilität, sondern vermittelt beim Einbau der Grafikkarte auch unmittelbar das Gefühl davon. Dazu sieht es sehr hochwertig aus, egal ob am PCIe Slot oder an den DDR4 Steckplätzen.

7.3 RAID:

M.2:

Bei zwei verbauten M.2 SSDs kann über das BIOS ein RAID „Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten“ eingerichtet werden.
Für M.2 SSDs besteht die Möglichkeit eines RAID 0 :
Zusammenschließen von den zwei Speichern zu einem. Bsp: 64GB+64GB im RAID 0 = 128GB, aber dafür keine Sicherheit der Daten.
Oder eines RAID 01::
Spiegelung von zwei Speichern. Bsp. Daten auf SSD1 = Daten auf SSD2. Somit ist eine Sicherheit der Daten garantiert.

SATA

Bei normalen Festplatten (SSD/ HDD) besteht die Möglichkeit diese im RAID 0, 1, 5 oder 10 zu betreiben.
RAID 0 und 1 : siehe oben
RAID 5 : Aufteilung bei mind. 4 Festplatten - somit kann eine Festplatte ausfallen
RAID 10 : Ein Verbund von RAID 0 & RAID 1. 4 Festplatten, je zwei im RAID 1 und dieser doppelte RAID 1 Verbund im RAID 0.

7.4 Kühlung:

Das Board ist bei mir konstant bei 36 Grad, ich muss aber auch dazu sagen das mein Gehäuse wirklich gut belüftet ist. Die auf dem Mainboard angebrachten Kühlkörper sind zudem allem demontierbar um diese ggfs. beim jährlichen Putz von Staub und Ablagerungen zu befreien. Außerdem trägt die super Lüftersteuerung einen sehr guten Teil dazu bei, mein Gehäuse kühl zu halten und dabei leise zu bleiben.

8. Einordnung:

8.1 Preis/ Leistungsverhältnis

Für knapp 230€ liegt dieses Mainboard natürlich im höheren Segment und spricht besonders die enthusiastischen Gamer und Systembuilder an. Allerdings liefert das Z170A MPower für 230€ einiges, das fängt schon beim Zubehör und der Verpackung an und endet mit einer LED-Anzeigen die Gamern und Benchmark-Fanatikern das Leben erleichtern. Ich denke die 230€ sind für das Produkt vollkommen gerechtfertigt, wenn ich bedenke dass ein H170 Gaming M3 nur 100€ weniger kostet und wesentlich weniger Zubehör, Wertigkeit und Features mitbringt.

9. Aufzählung:

Pros:

+viel Zubehör
+moderne/ schnelle USB-Anschlüsse
+Click BIOS 5
+Board Explorer
+Board Explorer +zwei M.2 Anschlüsse
+RAID
+nur PWM-Anschlüsse
+Smart-Fan Lüftersteuerung
+einfaches Übertakten “Click2Boost”

Cons:

-relativ schwer
-kein WLAN
-bei Deaktivierung von Smart-Fan drehen die Lüfter beim Start mit 100%
-kein Power/ Reset Button für Hardcore-Übertakter

Da die Negativ-Punkte alle zu verkraften sind und die Positiv-Punkte wesentlich überlegen sind, gebe ich an dieser Stelle 5 von 5 Sternen für das Z170A MPOWER GAMING TITANIUM Mainboard.

10. Praxiserfahrung/ Fazit:

Ich habe dieses Board nun seit knapp zwei Wochen intensiv im Einsatz, von normalen bis zu rechenintensiven Arbeiten bis hin zu Gaming ist es der perfekte Begleiter und sieht dabei noch wirklich schick aus. Die LED-Anzeige ist mein persönliches Highlight dieses Mainboards, aber auch das mitgelieferte Zubehör überzeugte mich schon beim auspacken. MSI Utilities wie MSI Live Update 6 machen einem das Leben zudem einfacher und angenehmer. Dank der vielen modernen Anschlussmöglichkeiten fühle ich mich für die Zukunft abgesichert und habe nicht das Gefühl ich bin in ein paar Monaten wieder mit alter Hardware unterwegs. Auch wenn ich die RAID Funktionen (M.2 & SATA) auf Grund mangelnder Hardware noch nicht nutzen kann, bin ich sicher dass ich es in Zukunft aber tun werde.

Wer mehr will kann nur noch zum XPower Mainboard greifen oder überlegt sich direkt ob ein X99 Chipsatz mit entsprechender CPU nicht passender wäre. Wer aber sein Skylake, oder in Zukunft Kaby-Lake, System voll ausreizen möchte und von den Vorteilen profitieren will, der liegt mit dem Z170A MPOWER GAMING Titanium gold richtig. Abschließend ist zu sagen das MSI mit diesem Board den perfekten Spagat zwischen Gaming und Overclocking Board schafft.

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