Testbericht Ahmet Gücyeter



MSI Testers Keepers Aktion

Testbericht MSI Z170A MPOWER GAMING TITANIUM Mainboard von Ahmet Gücyeter

  1. Einleitung
  2. Verpackung und Zubehör
  3. Design
  4. Technische Merkmale
    4.1 Mainspecs
    4.2 Input/Output Ports
    4.3 Laufwerksanschlüsse
  5. Verarbeitung
  6. Besondere Features
  7. Praxis
    7.1 Einbau der Komponenten und dees Mainboards
    7.2 Storage
    7.3 Sound
    7.4 Netzwerk
  8. UEFI
  9. Overclocking, Temperaturen und Kühlung
  10. Software
  11. Positives / Negatives
  12. Fazit

1. Einleitung

Ich hatte das Glück eines der zehn Tester in der TEST IT & KEEP IT Aktion zu sein. Ich möchte mich deswegen herzlich bei computeruniverse und bei MSI bedanken, weil sie mir die Chance gegeben haben das MSI Z170A MPower Gaming Titanium auf Herz und Nieren zu testen... Da DHL das erste Paket leider verlor, kam nach etwa einem Monat das Ersatzboard von computeruniverse und nun nach ausführlichem testen, kann ich endlich meine Praxiserfahrungen und Eindrücke zu diesem Board abgeben…

Beim MSI Z170A MPower Gaming Titanium handelt es sich um ein Mainboard mit dem aktuellen 1151 Sockel. Overclocking Mainboards mit dem Z170 Chipsatz gibt es inzwischen wie Sand am Meer, jedoch unterscheidet sich MSI mit den Titanium Mainboards optisch und auch in manchen technischen Punkten von all den Herstellern. Aber ist das Board überhaupt ~230€ wert und bekommt man auch entsprechende Qualität und Leistung? Dazu mehr in meinem Review…

2. Verpackung und Zubehör:

Die etwa 27 x 36 x 8 cm große Schachtel wurde dem Mainboard entsprechend komplett Silberfarbig bedruckt. Die Verpackung soll natürlich wie das Mainboard auch recht hochwertig sein. Auf der Vorderseite sieht man eine Darstellung des Boards. In der oberen linken Ecke das MSI Gaming Logo, mittig links die Modellbezeichnung wobei „Gaming“ in roter Schrift und „Titanium“ mit weißer Schrift und schwarzen Hintergrund deutlich hervorgehoben werden. In der linken unteren Ecke dann der Hinweis, dass es sich beim Z170A MPower Gaming Titanium um ein High End Mainboard in der Enthusiastenklasse handelt.

Auf der Rückseite findet man eine Front- und Rückdarstellung des Boards. Es werden hier 8 interessante Features des Mainboards anhand von Bildern erwähnt, aber auch die Hauptspezifikationen, sowie alle I/O Anschlüsse an der Rückseite aufgelistet. Auf alle Features werden wir natürlich gleich eingehen…

Wenn man die Schachtel öffnet, sieht man die Innenseite welche komplett in schwarz gehalten wurde. Auf der Oberseite liegt das Z170A MPower Gaming Titanium welches wie jedes andere Mainboard auch heutzutage in einem Antistatischen Beutel geliefert wird. Wenn man die innere Kartonage samt Mainboard rausnimmt, erscheint auch das ganze Zubehör welches in zwei Abteile im unteren Bereich der Schachtel liegt. Das Zubehör ist recht umfangreich, was beim höheren Preis auch zu erwarten ist.

MSI liefert neben der Schnellstartanleitung, welches kurz und knackig mit Bildern und Text erklärt wie man die Hauptkomponenten in das Mainboard einbaut und das System schnell zum Laufen bringt, auch ein sehr ausführliches Handbuch. Das Handbuch beinhaltet Anleitungen in vier Sprachen: Englisch, Deutsch, Französisch und Russisch. Ich muss dabei MSI echt loben. Im Handbuch wird alles Wichtige ausführlich erklärt. Optische Darstellungen und Tabellen erleichtern dabei alles für die, die ungerne Texte durchlesen. Laien und Personen welche zum ersten Mal einen PC zusammenbauen würden damit sicher keine Probleme bekommen. Zudem befindet sich ein kleiner Flyer bzw. Dankeskarte von MSI für den Erwerb des Boards. In diesem bittet man uns zudem das Mainboard auf der genannten Webseite zu registrieren. Ein kleines Extra ist auch der Türhänger in schwarz-rot mit dem MSI Gaming Logo und den Texten auf der Vorderseite „I‘m Sorry Busy Gaming“ und der Rückseite „I’m not here“. Wunderbar wenn man von der Freundin oder der Mutter nicht gestört werden will, während man zockt. Für diejenigen, welche viele SSDs, HDDs oder DVD Laufwerke einbauen gibt es Labels für das beschriften der SATA Kabel. Dies schafft eine bessere Übersicht im hinteren Gehäusebereich, um überhaupt einen Überblick im ganzen Kabelsalat zu haben, wenn beispielweise ein Wechsel einer defekten HDD bevorsteht. Apropo SATA Kabel… Es werden gleich 6 SATA Kabel mitgeliefert um alle möglichen SATA Ports zu besetzen. Drei davon haben sogar auf einen Ende um 90° abgewinkelte Stecker. Wenn man ein Gehäuse hat bei dem die Festplattenkäfige so ausgerichtet sind, dass beim Einbau von SSDs und HDDs zur Gehäusewand wenig Platz bleibt, sind solche abgewinkelte Stecker vorteilhaft im Gegensatz zu SATA Kabeln mit flachen Steckern. Neben den SATA Kabeln gibt es noch 2 Erweiterungskabel für LED Leisten die man an das Board anschließen kann. Zusätzlich gibt es die M-Konnektoren mit denen man die Frontkabel deutlich einfacher anschließen kann und eine Treiber CD welche alle wichtigen Mainboard-Treiber, MSI Programme & Zusatzprogramme wie den Chrome Browser und ein Antivirus Programm beinhaltet. Zuletzt bekommt man auch noch einen Sticker mit dem MSI Gaming Logo für unser Gehäuse.

3. Design

Das Design ist für meinen Geschmack hervorragend. MSI hat mit den Titanium Boards einen Volltreffer bezüglich des Designs gemacht. Das lackierte PCB in Weiß/Silber soll Titan ähneln. Die Oberfläche ist jedoch nicht glänzend, sondern rau und matt gehalten worden. Die schwarzen Kühlkörper mit den Silber lackierten Aluakzenten geben dem Board den letzten Schliff. Schade finde ich, dass der MSI Drache auf dem Southbridge Kühler nicht weiß leuchtet wie es zB beim MSI X99A XPower Gaming Titanium der Fall ist. Über fast die gesamte linke Seite zieht sich eine Blende durch welche die I/O Ports und den Bereich mit dem Audiocodec verdeckt. Auf der Blende ist wieder der „Titanium“ und der „Audio Boost 3“ Schriftzug zu finden.

Ein Highlight des MSI Z170A MPower Gaming Titanium ist natürlich die große Backplate. Diese wertet nicht nur optisch das Board, sondern hat auch funktionalen Grund. Es verstärkt das PCB zusätzlich. Bei Multi GPU Konfigurationen oder beim Einbau von schweren CPU Kühlern kann sich das PCB leicht verbiegen. Dies soll dagegen wirken. Die Backplate verfügt über viele Öffnungen für die Wärmeabfuhr und ein großes Loch hinter dem CPU Sockel für eine leichte Montage von Kühlern. Außerdem soll es laut MSI minimale Verbesserungen bei den Temperaturen bringen.

4. Technische Merkmale

4.1 Mainspecs

Das MSI Z170A MPower Gaming Titanium ist ein Gaming, Overclocking und Enthusiasten Mainboard im ATX Formfaktor mit dem aktuellen 1151 Sockel und dem Z170 Chipsatz. Auf dem Board lassen sich alle Skylake CPUs verbauen, aber auch neu erschienene KabyLake CPUs können eingesetzt werden sofern die UEFI Version 1.2 installiert wurde. Im Vergleich zu den älteren Chipsätzen verfügt der Z170 Chipsatz über 20 PCI Lanes.

Das Board verfügt über vier DDR4 RAM Bänke, womit max. 64GB DDR4 RAM und Taktraten mit bis zu 3600Mhz möglich sind. Auch bei den Erweiterungssteckplätzen hat MSI nicht gespart. Das Board verfügt über drei PCIe x16 3.0 Slots und drei PCIe x1 Slots. Multi GPU Konfigurationen sind somit möglich. Unterstützt werden 2 way SLI und 3 way CrossFireX. Die Anbindung der PCIe Slots stellt plattformbedingt kleinere Probleme. Die oberen beiden PCIe x16 Slots sind elektrisch an die CPU angebunden, der unterste PCIe x16 Slot ist jedoch mit x4 zusammen mit den PCIe x1 Slots an den Chipsatz angebunden. Zusätzlich teilt sich der dritte PCIe x16 Slot die Anbindung mit den PCI x1 Slots. Wenn man zB eine GPU in den untersten PCIe x16 Slot einbaut funktionieren die PCIe x1 Slots nichtmehr.

  • Single GPU == oberster Slot mit x16 angebunden
  • Dual GPU (Option 1) == oberster Slot mit x8 und zweiter Slot x8 angebunden
  • Dual GPU (Option 2) == oberster Slot mit x16 angebunden und zweite GPU in dritten Slot eingebaut und mit x4 angebunden. PCIe x1 Slots ohne Funktion.
  • Tripple GPU == oberster und zweiter Slot mit x8 angebunden unterster Slot mit x4. PCIe x1 Slots ohne Funktion.

Das Problem heutzutage ist jedoch vor der Anbindung eher die Höhe von den Kühlungen der Grafikkarten. Mit Double bzw. Tripple Slot GPUs erschwert sich der Einbau von anderen Erweiterungskarten.

 

4.2 Input / Output Ports

Vorhandene Anschlüsse:

  • PS/2
  • DVI-D
  • HDMI 1.4b
  • 4x USB 2.0 - 1x USB 3.1 Gen2 Typ A, 1x USB 3.1 Gen2 Typ-C (beide über ASMedia ASM1142)
  • 2x USB 3.1 Gen1 (Intel Z170)
  • Gigabit-LAN (Intel I219-V)
  • 5x analog 3,5-mm-Klinke
  • 1x optischer Toslink Digitalausgang

Am I/O Panel findet man alle aktuellen Anschlüsse. Für ältere Peripherie ist auch noch ein PS/2-Anschluss vorhanden. Es folgen darunter dann zwei USB 2.0 Ports, welche im ersten Sinn auch für Peripheriegeräte gedacht sind. Natürlich kann es sein, dass man die integrierte Grafikeinheit der CPU verwenden muss, deshalb gibt es einen DVI-D Grafikausgang. Es folgt dann ein USB 3.1 Gen2 Typ A und ein USB 3.1 Gen 2 Typ C Port, welche beide Schreib- und Lesegeschwindigkeiten bis zu 10GB/s ermöglichen. Die beiden Ports sind jedoch nicht an den Z170 Chipsatz angebunden, sondern werden über einen ASM1142 Controller von ASMedia gesteuert. Wer keinen DVI Anschluss am Monitor besitzt und diesen nicht benutzen kann, für den gibt es einen HDMI 1.4b Port als zweiten Grafikanschluss. Über dem HDMI Port befinden sich weitere USB 2.0 Anschlüsse. Daneben befindet sich der Gaming LAN Anschluss. Dieser ist an den Intel i219-V Gigabit LAN Controller angebunden. Der Anschluss ist durch „Lan Protect“ wie es MSI nennt, mit einem Überspannungsschutz bis zu 15kV ausgestattet. Die Funktion wird zudem mit einer Roten LED angezeigt. Unter dem LAN Anschluss sind zwei zusätzliche USB 3.1 Gen 1 Ports welche Lese- und Schreibraten bis zu 5GB/s ermöglichen. Zuletzt natürlich noch die Audio Anschlüsse. Zu den fünf vergoldete 3,5mm Klinkenanschlüssen befindet sich ein zusätzlicher optische Toslink Digitalausgang. Das Board ist somit recht gut ausgestattet.

4.3 Laufwerk- und Gehäusefrontanschlüsse

Vorhandene Ports:

  • 6x SATA III
  • 2x M.2
  • 1x U.2
  • 2x USB 3.1 Gen1
  • 1x USB 3.1 Typ C (nur mit Gen1 Spezifikation)
  • 1x USB 2.0
  • Front Audio
  • Front LED / HDD LED / Schalter
  • RGB LED-Leisten-Anschluss

Es bieten sich viele Laufwerkanschlussmöglichkeiten. Angefangen mit sechs SATA III Ports mit denen man 2,5“ SSDs, 3,5“ HDDs und DVD/BL-Laufwerke anschließen kann, gibt es noch einen neuartigen U.2 Anschluss. Dieser U.2 Anschluss ermöglicht Schreib- und Leseraten bis zu 32GB/s. Das Problem ist jedoch, dass die Anzahl von SSDs mit diesem Anschluss kaum vorhanden ist. Darum gibt es zusätzlich zwei M.2 Steckplätze. Diese beiden M.2 Anschlüsse ermöglichen genau wie der U.2 auch Schreib- und Leseraten bis zu 32GB/s.

Leider gibt es ein kleines Problem wegen der Anbindung der Ports an den Z170 Chipsatz. Es können nicht alle Anschlüsse gleichzeitig besetzt werden. Dies ist ein Plattformbedingtes Problem und nicht die Schuld von MSI.

Auch die Anzahl von Front-USB Ports ist recht gut. Es sind zwei USB 3.1 Gen 1 Header vorhanden wovon einer um 90° abgewinkelt ist. Recht selten aber vorhanden ist ein USB Typ C Front Anschluss, welcher jedoch nur dir Spezifikationen von USB 3.1 Gen 1 erfüllt und somit Schreib- und Lesegeschwindigkeiten von bis zu 5GB/s ermöglicht. Neben den Standardanschlüssen für das Frontpanel wie HDD LED, Powerschalter, Audioanschlüssen und USB 2.0 Anschlüssen gibt es noch einen LED-Anschluss an die man die mitgelieferten Verlängerungskabel und somit letztendlich LED Stripes anschließen kann.

5. Verarbeitung:

Bezüglich der Verarbeitung konnte ich nicht negatives feststellen können. Es waren keine Pins verbogen, keine Lackierfehler, alle Kühlkörper waren fest verschraubt, die Backplate war fest montiert, keine Kratzer vorhanden, die Plastikblenden waren fest, … Kurzgesagt, das Board kam genauso an wie man es auch erwartet.

6. Besondere Features

EZ DEBUG LEDs

In der rechten oberen Ecke des Mainboards liegen viele nützliche Anzeigen darunter auch die vier DEBUG LEDs. Diese leuchten auf wenn es zu Problemen bezüglich des Bootvorgangs, der GPU, des RAMs oder der CPU kommt.

POST LEDs

Die beiden POST LEDs sind nützliche Anzeigen. Diese geben während des Bootvorgangs mögliche Fehlercodes aus. Falls es mal zu Problemen beim Booten kommt und ein Fehlercode ausgegeben wird, reicht ein kurzer Blick in die Tabelle welches sich im Handbuch befindet, um das Problem zu identifizieren. Nach dem Bootvorgang zeigt diese zweistellige Anzeige die aktuelle CPU Temperatur an.

Spannungsmesspunkte

Wer professionell Spannungswerte mit einem Multimeter auslesen will, für den gibt es sechs Messpunkte unterhalb der Diagnostic LEDs, mit denen man PCH, VCCIO, VCCSA, DDR, iGPU und CPU Spannungen ermitteln kann.

Steel Armor

Alle PCIe x16 3.0 Slots und RAM Bänke am MSI Z170A MPower Gaming Titanium wurden mit Steel Armor verstärkt. Dies hat viele Funktionen: Zum einen soll es den PCIe x16 Slot durch mehr Lötpunkte gegen Schäden schützen wenn beispielsweise schwere GPUs eingebaut werden, aber auch Signale sollen vor elektromagnetische Interferenzen geschützt sein und so eine optimale, verlustfreie Datenübertragung garantieren.

DDR4 Boost

Mit der DDR4 Boosttechnologie, verbessert MSI die Anbindung des Arbeitsspeichers und isoliert diese RAM Leitungen für eine reine und optimale Signale vom RAM.

7. Praxis

7.1 Einbau der Komponenten und des Mainboards

Der Zusammenbau an sich ist kinderleicht. Erfahrene PC Bastler können ruhig diesen Punkt überspringen… Laien und unerfahrene sollten sich zuvor die Schnellstartanleitung bzw. das Handbuch oder YouTube Tutorials anschauen bevor sie loslegen.

  • Sockelriegel mit etwas Druck lösen und aufklappen.
  • CPU ohne diese zu drücken richtigrum einsetzen. Dabei sollte das goldene Dreieck nach unten links zeigen.
  • Sockelklappe wieder schließen. Dabei braucht man etwas Kraft aber keine Angst, dem Board kann nichts passieren.
  • Der Einbau des Arbeitsspeichers ist auch recht leicht. Die RAM-Module gehen nur in eine Richtung rein. Laut dem Handbuch sollte der 2. Slot unbedingt belegt werden und bei einem Dual Kit die DIMM-Slots 2 und 4. Bei 4 Modulen spielt es natürlich keine Rolle, da alle RAM Bänke besetzt werden.
  • Der Einbau von CPU Kühlern kann unterschiedlich sein. Beim Boxed Kühler werden die vier Plastikhalterungen reingedrückt. Der Einbau von Custom CPU Kühlern ändert sich je nach Modell, weshalb man nach dessen Anleitung vorgehen muss.
  • Falls Abstandhalter im Gehäuse nicht reingeschraubt sind, diese an den richtigen Stellen einsetzen.
  • I/O Shield an die entsprechende Stelle reindrücken
  • Mainboard reinsetzen und mit 8 entsprechenden Schrauben befestigen.
  • Anschließend kann man die Grafikkarte einbauen
  • Danach alle Frontanschlüsse, SATA-Kabel und Netzteilkabel eingebaute Komponenten wie SSDs und HDDs anschließen…
  • Nach dem anschließen des Monitors & Peripheriegeräte, bleibt nur noch die Windows- und Treiberinstallation. Dann ist der Rechner auch schon bereit…

Der Einbau aller Komponenten war recht leicht. Sowohl CPU, wie auch RAM und SSD/HDD wurden sofort erkannt.

7.2 Storage

Anschlussbelegung:
Wie im Punkt 4.3 erklärt hat das Board ein Plattformbedingtes Problem. Es können nicht alle M.2, U.2 und SATA Schnittstellen gleichzeitig besetzt werden.

MSI Z170A MPOWER GAMING TITANIUM SATA-Anschlussbelegung

  • Der obere M.2 Slot leer, unterer M.2 Slot mit PCIe SSD besetzt => alle SATA Ports laufen, U.2 jedoch nicht.
  • Im oberen M.2 Slot PCIe oder SATA SSD, im unteren M.2 Slot PCIe SSD => SATA Ports 1-4 laufen, U.2 und SATA 5-6 nicht.
  • Oberer M.2 Slot leer und eine SATA M.2 SSD im unteren M.2 Slot == SATA 3-6 funktionieren, jedoch U.2 und SATA 1-2 nicht.
  • Im Oberen M.2 Port PCIe oder SATA SSD, unterer M.2 Slot leer == SATA Ports 1-4 und U.2 funktionieren, jedoch SATA 5-6 nicht.
  • Keine M.2 Slots belegt == alle SATA Ports und der U.2 Port funktionieren.
  • Oberer M.2 Slot mit PCIe SSD im unteren M.2 Slot SATA SSD == SATA 3-4 funktioniert, jedoch SATA 1;2;5:6 und U.2 nicht.

RAID
Auch RAID Konfigurationen sind machbar. Die beiden M.2 Slots unterstützen RAID 0 und RAID 1. RAID 0 verteilt mit einem Reißverschlussverfahren die Datenblöcke auf beide SSDs. Dies resultiert höhere Schreib- und Lesegeschwindigkeiten. RAID 1 dagegen spiegelt die Daten auf die zweite SSD. Dabei bleiben die Geschwindigkeiten zwar gleich, jedoch gibt dies einem eine höhere Sicherheit im Falle eines Laufwerkdefekts die Daten immer noch zu haben. Die sechs SATA 6Gb/s Ports unterstützen RAID 0, 1, 5 und 10.

Speedtest
Da ich leider über keine PCIe M.2 SSD verfüge, konnte ich keine Tests bezüglich der M.2 Performance machen. Im Testsystem ist eine Samsung 750 Evo mit 250GB verbaut für Windows und die wichtigsten Programme und als Datengrab dient eine 1TB Seagate Desktop HDD.

Im CrystalDiskMark in der Version 5.2.1 x64 erreichte die Seagate HDD 190MB/s sequenzielle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Die Samsung 750 Evo dagegen 539MB/s Lese und 520MB/s Schreibgeschwindigkeit. Man kann ruhig sagen, dass der Intel Controller seine Arbeit gut macht und die Laufwerke auf keinster weise ausbremst.

7.3 Sound

Als Testgerät nahm ich mir mein Creative SoundBlasterX H7 7.1 Headset. Hinter dem Begriff „Audio Boost 3“ wie MSI es nennt, versteckt sich nicht nur der bekannte Realtek ALC1150 Audiocodec, sondern zusätzlich viele andere Komponenten. Wenn man die hintere Blende entfernt hat man einen guten Blick auf die Audiokomponenten. Diese bestehen wie bereits genannt wurde vom Realtek ALC1150 Audiocodec, dazu gibt es fünf fünf Nippon-Audiokondensatoren und zwei Kopfhörerverstärkern von Texas Instruments. Somit sind auch Profikopfhörer mit hohen Impedanzen absolut kein Problem für das Board.

Die Soundqualität finde ich für Onboard Lösung sehr gut. Klar mit einer 200€+ Soundkarte kann es nicht mithalten, jedoch braucht der durchschnittliche Gamer diese auch nicht. Egal ob Musik hören, Filme anschauen oder mit den Freunden CS:GO spielen, die Wiedergabequalität bleibt in allen Szenarien gleich hoch. Man muss auch sagen, dass es auch auf das verwendete Wiedergabegerät und das eigene Empfinden ankommt.

Um nachweisbare Werte zu haben, habe ich mir das kostenlose Tool „Rightmark Audio Analyzer“ in der Version 6.4.1 heruntergeladen. Dieses Tool sammelt und analysiert in einem Testlauf Informationen über Wiedergabe und Aufnahmequalität der Soundkarte. Im Testergebnis schnitt Audio Boost 3 mit „Very Good“ und „Excelent“ Werten.

Die Mikrofonaufnahmen klappten auch sehr gut. Egal ob Teamspeak, Skype oder Curse Voicechat, rauschen oder Störgeräusche durch den Soundchip waren nicht festzustellen. Aber jedem sollte klar sein, dass es in erster Stelle vom Mikrofon selbst abhängt.

7.4 Netzwerk

Hinter dem Begriff „Gaming LAN“ versteckt sich wie gesagt der Intel I219-V Netzwerkcontroller. Der LAN Port an sich ist rot beleuchtet um die Funktion zu überprüfen. VLAN- und Wake-on-LAN-sind zudem Zusatzfeatures welcher der Chip mit sich bringt, wobei ich diese im Normalfall nie gebraucht habe. Der Port wurde mit „LAN Protect“ gegen Überspannungen bis zu 15kV geschützt. Für den Fall der Fälle sicher ein Nice-To-Have Feature. Mit der Software „Gaming Lan Manager“ kann man zudem Applikationen bestimmte Bandbreiten zuordnen und somit die Latenzen verkürzen. Auf diese Software gehen wir natürlich gleich genauer ein. Im Alltag beim Surfen, Downloaden von großen Daten und auch beim Spielen in CS:GO habe ich keine Verbindungsprobleme feststellen können.

 


8. UEFI

Zum Einsatz kommt, das bekannte und gelobte UEFI „Click Bios 5“ zum Einsatz. Mein Testexemplar wurde mit der ersten Version 1.0 geliefert, welche alle Verfügbaren Skylake CPUs unterstützt. Seit dem Release brachte MSI zwei weitere Updates raus:
- Version 1.1 verbesserte den Support für Samsung 950 Pro NVMe SSDs und die PCIe Kompatibilität.
- Version 1.2 dagegen enthält die CPU Codes für KabyLake und ist somit ein Pflichtupdate sofern eine KabyLake CPU eingebaut werden soll.
Optisch hat sich in den letzten Jahren vieles getan. Ein blaues Bios mit weißen verpixelten Schriften findet man nichtmehr. Die Schriften im Click Bios 5 sind recht scharf und das UEFI im Allgemeinen in einer hohen Auflösung. Die Bedienung mit Maus und Tastatur erleichtert das Navigieren im UEFI enorm. Optisch ist das Click Bios 5 Rot/Schwarz/Weiß gehalten. Dies wurde von den anderen Boards der Gaming Serie übernommen. Man hätte jedoch das UEFI farblich passend zum Board in Silber/weiß/schwarz tönen umfärben können. Jedoch ist dies nicht weiter schlimm, denn es kommt eher auf die technischen Funktionen im UEFI an.

Das UEFI kommt in verschiedenen Sprachen. Standartmäßig ist Englisch eingestellt, jedoch kann auch Deutsch ausgewählt werden. Das Click Bios 5 lässt sich in zwei Modi anzeigen, dabei kann man zwischen EZ-Mode und Advanced Mode auswählen. Dies erfolgt mit der Maus wenn man in der oberen Leiste auf die Fläche mit dem Modi-Namen klickt oder noch einfacher die F7 Taste auf der Tastatur drückt. Mit der Betätigung der Taste F12 lasen sich Screenshots aufnehmen. Diese können dann auf einen USB Stick gespeichert werden, der mit FAT bzw. FAT32 formatiert wurde.

Der obere Infobereich sehen wir generelle Infos über das Board und die verbaute Komponenten wie zB Prozessorname, CPU Spannung, RAM-Kapazität und RAM-Spannung, UEFI Version, … Gleich darunter sind alle Bootlaufwerke (SSD, HDD, USB, …) aufgelistet, dessen Reihenfolge man mit der Maus per Drag and Drop umändern kann.

MSI hat oben links unterhalb der Uhrzeit und dem Datum den Game-Boost-Button hinzugefügt. Dieser ist für die Automatische Übertaktung von K-CPUs. Daneben ist auch der Button zum aktivieren des XMP (Extreme Memory Profile) Profils des Arbeitsspeichers. Dieser aktiviert die im RAM vorgespeicherten Taktung und Timings.

Im EZ-Mode ist das UEFI in sechs Punkte aufgeteilt:

  • Rechts befinden sich die generellen „Settings“
  • „Overclocking“ Settings in denen man alle wichtigen Punkte bezüglich der Übertaktung findet
  • „M-Flash“ zum aktualisieren bzw. speichern des Bios
  • „OC Profile“ zum Speichern oder Anwenden von Übertaktungsprofilen
  • „Hardware Monitor“ beinhaltet Daten wie Temperaturen, Spannungen, Lüfterdrehzahlen etc. Dort lässt sich auch die Lüftersteuerung persönlich einstellen.
  • Im „Board Explorer“ wird uns das Board grafisch dargestellt. Alle Ports und Slots in denen Komponenten installiert oder angeschlossen wurden werden rot markiert.

Der Advanced-Mode dagegen ist ausführlicher aufgebaut und gibt schnellere Anpassungsmöglichkeiten. Es existieren zusätzliche Buttons, um LAN-Option-ROM, Fast Boot, den Audio-Codec, AHCI/RAID, die CPU-Fan-Warnung und das Bios Log Review zu aktivieren bzw. zu deaktivieren. Außerdem gibt es weitere Shortcuts zum M-Flash-Feature, zu den Favoriten und zum Hardware-Monitor.

Das Click Bios 5 ist sehr übersichtlich aufgebaut und lässt sich per Maus/Tastatur leicht bedienen, deshalb konnte es mich deutlich überzeugen.

9. Overclocking

Grundlegendes zum OC
Beim Overclocking kommt es auf 3 Sachen an: Ein gutes Board, eine gute CPU die wenig Spannung braucht für hohe Taktraten und ein guter CPU Kühler.

Beim ersten Punkt muss man sich mit dem MSI Z170A MPower Gaming Titanium keine Sorgen machen. Das Board ist mit hochwertigen Military Class 5 Komponenten ausgestattet. Die Titaniumspulen mit dem Ferritkern haben laut MSI bis zu 35°C niedrigere Betriebstemperaturen und 30% höhere Strombelastbarkeit gegenüber herkömmlichen Spulen. Dies ermöglicht nicht nur bessere Effizienz sondern auch eine stabilere Stromversorgung für Overclocking. Zusätzlich verbaut MSI Dark Caps mit Aluminiumkernen welche Laufzeiten von 10 Jahren und niedrigere Widerstände vorweisen. Das Board ist zudem mit dem Guard Pro Feature ausgestattet, welches 5 wichtige Schutzfunktionen beinhaltet:

  • Feuchtigkeitsschutz, welches die Aufnahme von Feuchtigkeit um 10% reduziert
  • Hochtemperaturschutz
  • Schaltkreisschutz gegen Kurzschlüsse
  • ESD-Schutz gegen elektromagnetische Entladungen
  • EMI Schutz welche elektromagnetische Störungen reduzieren soll

Overclocking Erfahrung
Wer sich das manuelle OC nicht zutraut kann die Funktion „Game-Boost“ benutzen. Diese ermöglicht in Kombination mit K-CPUs wie zB einem i5 6600K oder einem i7 6700K eine automatische übertaktung mit Werten die von MSI angegeben werden und welche mit allen CPUs funktionieren sollten. Mit einem Klick wird ein i5 6600K auf 4,1GHz und ein i7 6700K auf 4,4GHz übertaktet. Man muss auch dabei beachten, dass die Spannungen dafür recht hoch gehalten sind und man mit manuellen Settings niedrigere Spannungen und somit auch bessere Temperaturen erzielen kann. Features wie der externe Taktgenerator „OC Engine 2“ verbessern dabei das OC-Erlebnis. Dieser sorgt nicht nur für maximale OC-Ergebnisse sondern ermöglicht geringere Schwankungen und weniger Energieverbrauch für mehr Stabilität.

Wer sich mit OC auskennt kann auch manuell Übertakten. Dem Nutzen stehen dabei viele Funktionen zur Verfügung:
- MSI erlaubt beim Z170A MPower Gaming Titanium eine Veränderung des BCLK von 70 MHz bis 655,12 MHz in 0,012/13-MHz-Schritten
- Die CPU Spannung lässt sich in 3 Modi einstellen: Override, Adaptive und Offset. In Override und Adaptive kann man von 0,600V bis hin zu 2,155V in 0,005V Schritten die CoreVoltage einstellen. Im Offset Modus dagegen lassen sich in Kombination mit dem Adaptive-Mode die Spannungen unter Last einstellen von -0,990 V bis +0,990 V in 0,005-V-Schritten.

Das UEFI bietet eine Menge weiterer Einstellmöglichkeiten bezüglich des Overclockings, jedoch will ich nicht auf alle eingehen, da dies mehrere Stunden Text zum lesen wäre…

Ich selber komme von einem Skylake System mit einem i3 6100, 4GB HyperX RAM und einem MSI H110M PRO-VD. Da KabyLake kurz vor der Tür stand wollte ich mit meinem CPU/RAM Upgrade noch etwas warten. Um jedoch dennoch OC zu testen, konnte ich von einem guten Freund aus der Hochschule seinen i5 6600K ausleihen, den er für seinen neuen Rechner bestellt hatte. Er gab mir für einen Tag die Möglichkeit das OC-Verhalten mit dem Board und der CPU zu testen, bevor ich auf eine KabyLake K-CPU zusammen mit einem 16GB 3000Mhz Dual Kit aufrüste.

Der i5 6600K erreichte mit dem MSI Z170A MPower Gaming Titanium 4,6Ghz mit 1,270V. Diese Werte entstanden nach diversen Testläufen mit Prime95 um die min. Spannung für dieses Exemplar der CPU zu finden. Bei geringeren Spannungen lief das System nicht ganz stabil. 4,8Ghz war auch möglich, jedoch musste ich dafür die Spannung deutlich erhöhen. Mein Ziel war es jedoch einen guten Wert für 7/24 OC zu finden bei der die CPU mit einem guten Kühler nicht zu warm wurde.

Wer seine CPU übertaktet, der spielt auch gerne mit den Werten der Arbeitsspeicher rum. Mein HyperX 2133Mz DDR4 Modul konnte ich ohne Spannungserhöhung auf die 2400Mhz bringen. Nach einem Benchmarkdurchlauf stellte sich dies auch sehr stabil dar. Anzumerken ist jedoch dass man für OC RAM mit Taktungen über 2133Mhz auch eine entsprechende K-CPU braucht.

Temperaturen und Kühlung
Wer übertakten will sollte dies auf keinen Fall mit der Boxed CPU tun. Dafür sollte man sich einen guten Luftkühler im 30-80€ Segment oder eine All-In-One Wasserkühlung mit einem 240-280mm Radiator holen, wenn man nicht das Wissen oder das Geld für einen Custom Water Loop hat. In meinem Test mit dem i5 6600K kam eine Lepa Exllusion 240 zum Einsatz, welche die CPU bei 65°C mit 4,6Ghz bei Prime95 hielt.

Ein Mainboard ohne eine gute Kühlung für die Spannungswandler und den Chipsatz ist natürlich supoptimal. Deswegen werden die Spannungswandler und die Southbridge mit 3 recht großen passiven Kühlkörpern temperaturtechnisch im Grünen Bereich gehalten.

Die Lüftersteuerung „Smart FAN“ von MSI ist sehr lobenswert. Diese arbeitet sehr präzise und lässt dem Nutzer auch viele persönliche Einstellungsmöglichkeiten. Alle fünf 4-Pin PWM Anschlüsse, wovon 2 für CPU bzw. Pumpen und 3 als Gehäuselüfter gedacht sind, lassen sich kontrollieren. Voreingestellt wurde:

=> CPU-Temperatur unter der 40°C == Lüfter drehen mit 12,5 % der max. Drehzahl.

=> CPU-Temperatur zwischen 55 °C und 70 °C == Lüfter drehen zwischen 37,5 % und 62,5 %

=> CPU-Temperatur über 85°C == Lüfter laufen mit der voller Drehzahl

Diese Werte kann man natürlich manuell noch nach persönlichem Geschmack optimieren. MSI gibt dem Nutzer die volle Kontrolle. Jedoch muss auch hier gesagt werden, dass das nur mit 4 Pin PWM Lüftern funktioniert. 3 Pin Lüfter können nicht mit dem PWM Signal gesteuert werden sondern lassen sich nur mit weniger Spannung regulieren.

10. Software:

Das Click Bios 5 bietet eine Menge Infos und Einstellmöglichkeiten. Doch für alles muss man gar nicht ins UEFI rein. MSI liefert einige nützliche Tools und Programme, welche sich zusammen mit den Mainboardtreibern auf der mitgelieferten CD befinden. Es gibt sogar MSI Apps für unsere Smartphones. Die wichtigsten Windowsprogramme von MSI sind:

MSI Command Center
Das MSI Command Center bietet die wichtigsten Funktionen des UEFI für den Windowsbetrieb. Mit dem Programm hat MSI OC-Funktionen für die Hauptkomponenten ermöglicht. Mit wenigen Klicks lässt sich die CPU übertakten, der Arbeitsspeicher übertakten, die intigrierte Grafikeinheit übertakten, Lüfterkurven anpassen und neue Profile anlegen, aktuelle Taktungen, Spannungen und Temperaturen auslesen, die GameBoost Funktion lässt sich aktivieren bzw. deaktivieren womit ein i5 6600K sich auf 4,1GHz und ein i7 6700K sich auf 4,4GHz automatisch hochtaktet. Es lässt sich ein Remote Server erstellen, sodass der PC auch vom Smartphone aus übertaktet werden kann.

Über das Command Center und dessen Funktionen könnte man stundenlang schreiben und reden von daher wollte ich nur schnell die Hauptaufgaben des Programms nennen.

Gaming App
Die MSI Gaming App bietet wie das Command Center auch viele hilfreiche Features. Zum einen gibt es drei vorgespeicherte Profile mit denen man Taktung der CPU ändern kann. Es gibt das „OC Modus“, den „Gaming Modus“ und den „Leiser Modus“. Für die Aktivierung des OC Modus wird ein Neustart benötigt. Über die Gaming App lassen sich zudem alle LEDs steuern die am Southbridgekühler oder im Audiochipbereich sind… Dabei lassen sich Beleuchtungseffekte umändern. Auch die Steuerung der Mystic Light LED Streifen die man an das Board anschließen kann werden mit der Gaming App gesteuert. Funktionen wie „Eye Rest“ geben dem Nutzer die Möglichkeit Farb- und Helligkeitseinstellungen vorzunehmen und so für Augenschonung, Gaming, Film oder nach eigenen Wünschen selber anpassen kann. Unterprogramme wie „Mouse Master“ ermöglichen das Erstellen von Makros oder die DPI Werte ändern. Das nächste Unterprogramm wäre „Gaming Hotkey“. Damit lassen zB. Mit Makros der Gameboost deaktivieren bzw. aktivieren oder zwischen den Modis in der Gaming App wechseln. Für die die beim Zocken auch die Hardware überwachen wollen, haben die Möglichkeit ein OSD einzublenden um wichtige Daten wie CPU Auslastung, Temperaturen, RAM-Auslastung etc. in Echtzeit anzeigen zu lassen.

MSI Live Update 6
Das MSI Live Update 6 ist ein Programm um Mainboardtreiber und MSI Programme immer aktuell zu halten. Es zeigt verfügbare Updates an und downloaded diese auch auf Wunsch. Es ist auf jedenfall ein sehr nützliches Tool und erspart den Nutzern das ständige Überprüfen von Updates für jedes einzelne Programm. Falls jemand nicht ins UEFI reingehen und über einen USB Stick das UEFI updaten will, für den gibt es auch die Möglichkeit das Bios Update über Live Update 6 zu machen. Dabei wird Maus und Tastatur gesperrt um mögliche Fehler die durch den Nutzer verursacht werden können auszuschließen.

CPU-Z
Alle Overclocker sollten CPU-Z kennen. Dabei handelt es sich um die MSI Version mit Schwarz/Rotem Design und dem MSI Drachen im Hintergrund. Es ist eines der wichtigsten Tools für Overclocker. CPU-Z gibt uns generelle Infos über die CPU aus: CPU Modell & Name, Sockel, CPU Spannung, Taktung, Kerne-/Threadanzahl, den Cache… Außerdem finden sich Infos wie Mainboardname, -modell, -Biosversion. Infos zum RAM wie zB. Kapazität, Taktung und Timings. Verbaute Grafikkarte, dessen Grafikspeicher, dessen Taktungen, …

MSI M-Cloud
Das Programm MSI M-Cloud ist da um den eigenen Rechner in ein WiFi Access Point umzuwandeln. Somit lassen sich Daten an andere Rechner verschicken, jedoch wird dafür auch ein externer Cloud Service benötigt. Man kann beispielsweise Dropbox, MEGA oder Google Drive nehmen.

Fast Boot
Der Name „Fast Boot“ verrät eigentlich die Hauptfunktion des Programms. Damit lässt sich die Fast Boot Funktion, zu Deutsch Schnellstartfunktion, aktivieren bzw. deaktivieren. Fast Boot beschleunigt den Bootvorgang. Es wird der POST Screen übersprungen, was auch zu Problemen führen kann. Wer ins UEFI reinkommen will, hat keine Möglichkeit dafür weil die Sequenz einfach übersprungen wird. Um dennoch ins UEFI reinzukommen beinhaltet das Tool die Funktion „GO 2 BIOS“. Beim nächsten Boot wird das UEFI gestartet. Alternativ kann man natürlich auch Fast Boot deaktivieren.

RAM DISK
RAM Disk ist ein Tool welches einen Teil vom Arbeitsspeicher in ein virtuelles Laufwerk verwandelt. Dabei kann man selbst auswählen um welches Datenformat es sich handeln soll, beispielweise FAT32 und natürlich die Größe des Laufwerks. Jedem sollte jedoch klar sein, dass der Arbeitsspeicher ein flüchtiger Speicher ist und die Daten nach dem herunterfahren gelöscht werden. Das Tool hat deswegen auch die Funktion bei jedem Start das Laufwerk automatisch wieder herzustellen. Jedoch denke ich, dass das Tool im Alltag kaum genutzt wird, weil fast jeder von uns über SSDs verfügt.

Super Charge
Wer die Akkus seiner mobilen Geräte gerne am PC auflädt, während man gemütlich zockt, der wird dann Super Charge lieben. Das Tool lässt die Spannung an den Front USB Anschlüssen erhöhen und ermöglicht somit deutlich schnelleres laden der Akkus. Ein Problem gibt es jedoch: Während Super Charge aktiv ist, hat man keinen Zugriff auf alle an die Front USB Ports angeschlossenen Geräte.

Nahimic Audio Enhancer 2
Der Nahimic Audio Enhancer 2 bietet diverse Einstellmöglichkeiten rund um den Sound. Man kann Einstellungen an den Equalizern vornehmen, Virtuellen Surround Sound aktivieren, den Bass verstärken, einen Lautstärkeausgleich bei verschiedenen Tonhöhen vornehmen uvm…
Zudem ist ein Voice Recorder mit integriert welcher auch Spielereien wie Stimmanpassungen und -veränderungen bietet.
Für Gamer ist eine Sound Tracking Funktion integriert worden. In einem Overlay wird die Richtung der Soundquelle vom Geräusch mit Hilfe eines Pfeiles dargestellt. Beispielsweise kann man so in Shootern wie CS:GO die Feinde durch Schrittgeräusche lokalisieren obwohl man sie nicht sieht.

Dragon Eye
Das Programm Dragon Eye ist ein Programm welches ein Overlay über Spiele erstellt. In diesem Overlay lassen sich beispielsweise Twitch Streams oder YouTube Videos anschauen. Dabei hat man selbst noch die Möglichkeit Position des Overlays einzustellen. Wer eSport Spiele wie CS:GO, LoL, etc spielt und dabei seinen lieblings Streamer zuschauen will hat jetzt die perfekte Lösung dafür. Vorallem ist das für Gamer gut welche nur einen Single Monitor haben.

Intel Extreme Tuning Utility
Das Intel Extreme Tuning Utility ist ein weiteres Programm mit dem man übertakten kann. Es bietet die Möglichkeit manuell die CPU und die integrierte Grafikeinheit zu übertakten. Auch diverse Stresstests für CPU, GPU und RAM sind mit enthalten um zu überprüfen ob die Komponenten nach OC auch stabil laufen. Zuletzt lassen sich auch fertige OC Profile speichern, anwenden und mit anderen Nutzern teilen.

MSI Gaming LAN Manager
Der Gaming LAN Manager beinhaltet Funktionen um das Netzwerk und die Bandbreite anzupassen. Spielen kann man somit eine höhere Priorität geben. Außerdem hat MSI einen Netzwerk-/ Internet Speedtest mit integriert.

11. Positives / Negatives

Pro:

  • hohe Verarbeitungsqualität
  • schickes Design
  • leicht zu bedienendes Click BIOS 5
  • Military Class 5 Komponenten & Guard Pro
  • Gute OC Ergebnisse durch große Kühlkörper, 11 CPU Phasen und jede Menge verfügbarer Watt Leistung am Board.
  • POST Display und DEBUG LEDs
  • zukunftssicher durch zwei M.2 Slots, einem U.2 Anschluss und USB Gen2 Typ A/C Ports
  • einfaches übertakten durch GameBoost auch für unerfahrene
  • fünf 4 Pin PWM
  • Anschlüsse ermöglichen viele Lüfter und somit guten Airflow
  • sehr guter OnBoard Sound
  • Backplate und I/O
  • Panel können auf Wunsch entfernt werden

Neutral:

  • LEDs schwach wodurch die Beleuchtung kaum wahrzunehmen ist im Vergleich zu den RGB Boards.
  • Plattformbedingt kann man alle M.2, U.2 und SATA Ports nicht gleichzeitig belegen
  • Kein WLAN on-board

Con:

  • Preis recht hoch
  • Keine Tasten für Power / Reset / Overclocking auf dem Board

12. Fazit

Meine Meinung zum Board
Mit dem Z170 MPower Gaming Titanium stellt MSI eines der besten Mainboards auf dem Markt vor. Das Design aber auch die technischen Fakten können jeden Overclocker und Gamer überzeugen. So sollte das Board jeden etwas ansprechen. MSI hat mit den Titanium Boards vieles richtig gemacht. Anstatt ein langweiliges dunkles PCB wie alle anderen Hersteller zu nehmen, differenzierten sie sich mit einem silbernen PCB und silbernen Kühlkörpern. Obwohl die Farbe nicht gerade an Titan erinnert sieht es optisch dennoch richtig toll aus.

Military Class 5 Komponenten, 11 Spulen, maximal verfügbare 334W für das Board, bis zu 64GB OC RAM mit 3600Mhz und ein einfach zu bedienendes Click Bios 5, sind Begriffe die jedem Overclocker das Herz schneller schlagen lässt…

Das Board ist recht zukunftssicher. Die liegt nicht nur an Sachen wie M.2, U.2 oder USB Gen2 Typ-C/Typ-A, sondern am Sockel selbst der für KabyLake, aber auch kommende Cannonlake und Coffelake CPUs gleich bleiben wird.

Kaufempfehlung
Doch lohnt sich der Kauf dieses Boards bzw. ist es das Geld wert? Meiner Meinung nach absolut JA… Der Preis mag zwar nicht zum Budget jeder Person passen, aber es gibt immer noch Unterschiede zu halb so teuren Boards. Das Design, die Backplate, große Kühlkörper, POST / Diagnostic LEDs, U.2 Slots, … sind Features die man bei vielen billigeren Z170 Boards nicht finden kann… Natürlich hat man auch kleine negative Punkte wie zB. das Problem mit der gleichzeitigen Belegung von SATA / M.2 / U.2 Ports, aber dafür kann MSI nichts, denn das ist ein Plattformbedingtes Problem. Die einzige Lösung dafür wäre ein System mit dem 2011-3 Sockel der aber vom Preis her die Geldbörsen noch weiter ausraubt. Auch verbesserbar finde ich die Punkte mit der onboard Beleuchtung die recht schwach ausfiel.

Wer aber das neueste vom neuesten haben will, für den gibt es auch gute Nachrichten: Neulich wurden die KabyLake CPUs und die neuen Z270 Board vorgestellt. Wer vorhat auf ein neues Skylake bzw. Kabylake System aufzurüsten sollte sich auch die neuen MSI Z270 Boards anschauen.

Danksagung
Zum Schluss nochmal vielen Dank an computeruniverse und an MSI für diese Produkttesteraktion, ohne die dieses Review gar nicht entstehen konnte... Ich hoffe am Ende wirklich, dass mein Review den Lesern gefällt und bei einer Kaufentscheidung hilft.

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