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Processors (CPUs)

    Kaufberatung Prozessoren

     

    1. CPUs vergleichen: Was sagen GHz und die Prozessorkerne-Zahl über die Performance?

    Prozessoren unterscheiden sich unter anderem in

    • der Architektur,
    • der Prozessorgeneration,
    • der Taktfrequenz (GHz),
    • der Art und Anzahl der Prozessorkerne,
    • im Stromverbrauch,
    • der Datenrate,
    • der Integration eines Grafikprozessors (GPU) und
    • der Größe des Cache.

    Seit Einführung von Mehrkernprozessoren steht eine höhere Taktzahl nicht mehr unmittelbar für ein leistungsfähigeres System. Ein Dual-Core-Prozessor mit höherer Taktung bietet Vorteile bei speziellen Programmen, die nur zwei Kerne unterstützen. Nutzen Sie mehrere Programme gleichzeitig oder spielen ein modernes Spiel, profitieren Sie bei einem Quad-Core-Prozessor mit geringerer Taktfrequenz wiederum von einer höheren Geschwindigkeit. Den Stromverbrauch müssen Sie für die Auswahl des Netzteils für den PC berücksichtigen.

     

    Stromsparend und für viele Anwendungsfälle ausreichend sind Prozessoren mit integriertem Grafikprozessor. Anspruchsvolle Spieler verzichten auf die GPU und investieren in eine viel leistungsstärkere Grafikkarte.

    2. Kompatibilität: Welcher Prozessor passt zum Mainboard und zu der Grafikkarte?

    Möchten Sie Ihr vorhandenes System mit einem schnelleren Prozessor aufrüsten? Der Sockel auf dem Mainboard entscheidet über die kompatiblen Modelle (siehe Handbuch des PCs). Verspricht der maximal unterstützte Prozessor nur wenig mehr Leistung oder Sie möchten aktuelle Schnittstellen wie USB 3.0 nutzen, lohnt die Investition in ein aktuelles Mainboard. Durch den neuen Chipsatz samt Sockel für den Prozessor profitieren Sie von schnelleren Anschlüssen für die weiteren Komponenten wie Grafikkarte, Arbeitsspeicher und Festplatte.

     

    Welcher Prozessor passt zu welcher Grafikkarte?

    Die schnellste Grafikkarte kann in Verbindung mit einem langsamen Prozessor ihre Leistungsreserven nicht ausspielen. Auf das Zusammenspiel der Komponenten kommt es an. Wenn Sie den maximal unterstützten Prozessor für Ihre Grafikkarte suchen, müssen Sie prüfen, welcher Chipsatz die Reserven der Grafikkarte freischaltet und welcher Prozessor zum zugehörigen Sockel kompatibel ist.

     

    3. Die große Auswahl: Prozessor von Intel und AMD für PC und Notebook

    Prozessoren der Hersteller Intel und AMD bedienen jedes Bedürfnis, von besonders energiesparend bis hin zum High-End-Prozessor für anspruchsvolle Gamer. Noch vor der Jahrtausendwende passte in den gleichen Sockel wahlweise ein Prozessor von Intel oder AMD. Heute bilden die Komponenten CPU, Sockel und Chipsatz eine Plattform. Das bedeutet: Die Auswahl des Prozessors entscheidet über Ausstattungsmerkmale wie schnelle USB 3.0- und PCI-Express-Schnittstellen - und damit über die maximale Geschwindigkeit von Grafikkarte, Arbeitsspeicher, Festplatte und dem gesamten System. Aus diesem Grund lohnt die Orientierung nach der Plattform.

    Sockel von Intel:

    • Sockel 1150 (seit 2013): aktueller Standard der Einsteiger- bis Oberklasse
    • Sockel 1151 (Ende 2015): Standard von morgen der Einsteiger- und Oberklasse
    • Sockel 2011-v3 (Mitte 2014): für High-End-Rechner

    Sockel von AMD:

    • Sockel FM2+ (Anfang 2014): Standard von heute
    • Sockel AM3+ (Ende 2011): für High-End-Rechner und Gamer
    • Sockel FM3 (erwartet Ende 2016): für Top-Rechner von morgen

    Die folgende Tabelle zeigt kompatible Prozessor-Generationen von Intel und AMD auf:

    Prozessoren Einführung Prozesskerne Sockel Chipsatz Besonderes
    Westmere und Nehalem  2008  Dual-Core  Sockel 1156  Intel-5-Serie 
    Sandy-Bridge  2011  Dual-Core mit GPU oder Quad-Core  Sockel 1156  Intel-5-Serie 
    Ivy-Bridge  2012  Dual-Core mit GPU oder Quad-Core  Sockel 1155  Kompatibel zu Intel-6-Serie und Intel-7-Serie  ChipsatzEinführung USB-3.0, PCI-Express 3.0 
    Haswell  2013  Dual-Core mit GPU oder Quad-Core (Haswell-EP mit 6 oder 8 Kernen)  Neuer LGA1150-Sockel  Intel-8-Serie 
    Broadwell  2015  Dual-Core und Quad-Core  Sockel LGA 1150  Intel-9-Serie 
    Haswell-E und Broadwell-E  2014  6-8 Kerne ohne GPU  Sockel 2011-v3  X99 
    Skylake  2015    Neuer Sockel 1151  100/200 Serie  Mit DDR4-Unterstützung 
    AMD           
    Fusion-Prozessoren Kaveri, Godavari  2014  2 oder 4 Kerne mit GPU  FM2+  z. B. A88x 
    FX-Prozessoren Zambesi, Vishera  2011  2 oder 4 Kerne ohne GPU  AM3+  970, 990X oder 990FX 
    Summit Ridge  2016  FM3 

    Tabelle 1: Core-i-Generationen und AMD-Prozessoren mit kompatiblem Sockel.

    Innerhalb einer Prozessorgeneration ist die Auswahl riesig, das Spektrum der neuen Skylake-Generation reicht vom energieeffizienten Miniprozessor bis zum Kraftpaket mit vier Gigahertz. Bei Intel arbeitet beispielsweise ein i7-Prozessor schneller als ein i5- oder i3-Prozessor derselben Generation. Der Name steht jedoch für die Leistung und weitere Features. Daher kann ein neuer i5-Prozessor für ein deutlich schnelleres System sorgen als ein i7-Prozessor der vorherigen Generation.

     

    Für einen günstigen neuen Computer wählen Sie die Plattform mit Sockel 1150. Entscheiden Sie sich jedoch für ein Mainboard mit Sockel 1151, wenn Sie für die Zukunft gerüstet sein möchten. Bei AMD lohnt nach Möglichkeit das Warten auf die neue Generation für den Sockel FM3.

    4. Einsatzzweck: Welcher Prozessor für welche Anwendungen?

    Die Auswahl hängt somit von der benötigten Leistung und den gewünschten Ausstattungsmerkmalen ab. Grundsätzlich gelten Intel-Prozessoren als leistungsstärker, während die AMD-Prozessoren ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

     

    Prozessoren für den Sockel 1150 reichen häufig aus und sind günstiger.

    Welcher Prozessor bietet genug Leistung für das Büro?

    Im Internet surfen, E-Mails checken und mit den üblichen Büroprogrammen arbeiten, erfordert keine maximale Rechenleistung. Mit einem Intel-i3-Prozessor, passend zum Sockel 1151, sind Sie gut beraten und für die Zukunft gerüstet.

     

    Welcher Prozessor eignet sich für einen Multimediarechner?

    Nutzen Sie gelegentlich anspruchsvollere Programme oder arbeiten in mehreren Programmen gleichzeitig? Die Core-i3-Prozessoren der Haswell-Generation können dank Hyperthreading vier Aufgaben gleichzeitig bearbeiten und bieten viel Leistung. Nach Möglichkeit investieren Sie besser in einen zum Sockel 1151 kompatiblen Core-i5-Prozessor mit vier Kernen und sind so auch für zukünftige Anwendungen vorbereitet. Quad-Core-Prozessoren beschleunigen Rendering-Prozesse bei Grafik- und Videoprogrammen sowie Spielen. Für eine hohe Grafikleistung sollte das Mainboard zwei PCI-Express-x16-Schnittstellen in der Version 3.0 anbieten, dann lässt sich später eine zweite Grafikkarte einbauen.

     

    Welchen Prozessor wählen Hardware-Enthusiasten und Vollblutgamer?

    Geht es um die maximale Leistung, sind die Core-i5 und -i7-Prozessoren für den Sockel 2011-v3 die richtige Wahl. Die kompatiblen Prozessoren integrieren keine GPU, stattdessen steht für die Grafikkartenverbindung eine Bandbreite von bis 39 GB/s zur Verfügung (Sockel 1150 und 1151 bieten "nur" 16 GB/s). Prozessoren mit sechs oder acht Kernen sind nur etwas für Spezialanwendungen und den Ultra-Highend-Gamingbereich. Bisher können nur wenige Programme die sechs oder mehr Kerne auslasten.

     

    Welcher Prozessor für Server und Workstations?

    Neben einer großen Leistung spielt bei diesen Geräten die Zuverlässigkeit und Ausfallsicherheit eine Rolle. Intel bietet geeignete CPUs mit der Bezeichnung "Xeon" an, bei AMD heißen diese "Opteron".

    Überlegen Sie sich Ihre Anforderungen und wählen Sie eine Plattform nach Ihren Bedürfnissen aus. Der Sockel gibt die kompatiblen Prozessoren vor, die Sie abhängig vom Einsatzgebiet für eine optimale Systemperformance auswählen.