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    Kaufberatung Nvidia GeForce RTX 2080 (TI)

    Kaufberatung Nvidia GeForce RTX 2080 (TI)

     

    Für das ultimative Spielerlebnis

    Nvidia revolutioniert mit der neuesten Grafikkartengeneration die Darstellung moderner PC-Games. Mit potenter Technik sollen die virtuellen Welten auf dem PC-Bildschirm deutlich realer wirken. Das Geheimnis: Raytracing.

    Raytracing ist eine Technik, für die normalerweise tagelang komplette Serverfarmen eingesetzt werden, um möglichst realitätsnahe, virtuelle Bilder zu erzeugen. Die neuen Nvidia-Grafikkarten RTX 2080 und 2080 TI sollen das in Echtzeit erledigen können. Dieser Evolutionsschritt ist für den Grafikkartenhersteller so groß, dass er das bekannte GTX im Namen seiner Grafikkarten gegen RTX eingetauscht hat.

    In dieser Kaufberatung erfahren Sie, was die beiden Topmodelle GeForce RTX 2080 und RTX 2080 TI ausmacht und worin sie sich unterscheiden.

    Kaufberatung RTX 2080 Grafikkarte

    Realistischere Bilder dank Raytracing

    Raytracing bedeutet auf Deutsch etwa „Strahlenverfolgung“. Bei dem Verfahren wird versucht, die Lichtstrahlen inklusive deren Brechung, Spiegelung und anderes so realistisch wie möglich nachzubilden.

    Mit Raytracing werden mehr Bilddetails sichtbar, Reflexionen etwa in Wasser, Scheiben, Spiegeln, Motorhauben und anderem wirken natürlicher. Das können auch Spiegelungen von Dingen oder Personen sein, die selbst nicht im Sichtfeld, also im aktuellen Bildausschnitt sind, sich aber in einem Gegenstand spiegeln. Im Vergleich zum bisher für die Bildberechnung eingesetzten Rasterisierungsverfahren wirken die virtuellen Bilder näher am Original.

    Der Rechenaufwand dazu ist so immens, dass er bisher nicht in Echtzeit möglich war. Auch die Nvidia-Karten können das nicht komplett in Echtzeit, was der Betrachter jedoch kaum merkt. Nvidia bedient sich einiger Tricks und kombiniert Raytracing effektiv mit Rasterisierung.

    Der für die Berechnung eingesetzte neue Grafikprozessor Turing besitzt für die Raytracing-Berechnungen spezielle Bereiche, die sogenannten RT-Kerne. (RT - Raytracing). Die Prozessoren tragen die Kürzel TU102 (RTX 2080 TI) und TU104 (RTX 2080). Ersterer ist der leistungsfähigere von beiden.


    Wichtige Ausstattung der Nvidia GeForce RTX 2080 (TI)

    Die RTX 2080 (TI)-Grafikkarten unterstützen Bildschirme mit ultrahoher 4K-Auflösung mit G-Sync-Technologie für höhere Bildqualität. Die sogenannte Founders Edition der RTX 2080, die von Haus aus übertaktet ist, kann über den Displayport extrem hochauflösende 8K-Bildschirme mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz liefern. Founders Edition steht für Referenzdesign. Zu diesen Grafikkarten gesellen sich Karten von Partnern, die mit mehr und auch weniger Leistung erhältlich und damit auch zu unterschiedlichen Preisen verfügbar sind.

    Weiterhin gibt es Unterstützung für HDR-Displays (High Dynamic Range). Entsprechende Bildschirme erreichen eine deutlich höhere und kontrastreichere Bildqualität als normale Monitore. Bildschirme lassen sich per HDMI (Version 2.0b) und DisplayPort (Version 1.4) anschließen. Ein DVI-Anschluss fehlt. Der Founders Edition liegt aber ein Adapterkabel bei, sodass Sie auch ältere Displays mit der Grafikkarte betreiben können.

    Die RTX 2080 (TI) beherrscht zudem VirtualLink, ein Datenübertragungsstandard, der hauptsächlich für VR-Headsets verwendet wird. Der physikalische Anschluss erfolgt per USB-C. Besonderer Vorteil: Es ist nur ein Kabel für den Anschluss eines entsprechenden VR-Headsets nötig.

    Für besseres Antialiasing, also bessere Detaildarstellung, verwenden die Grafikkarten Deep Learning Super Sampling (DLSS). Mittels dieser Technik lernt das System im Betrieb und optimiert mit der gewonnenen Erkenntnis die Bilddarstellung. Nach der Lernphase arbeitet DLSS schneller als der Vorgänger TAA (Temporal Anti-Aliasing) und ermöglicht somit höhere Bildwiederholraten.

    Hardwareseitig ist noch die aufwendige Kühlung der Karten zu nennen, die leisen Betrieb ermöglicht. Die RTX 2080 (TI) benötigt zwei Anschlüsse ans Netzteil und hat eine Stromaufnahme von 260 Watt.

    Tipp: Achten Sie auf die Kapazität Ihres Netzteils. Dieses muss zwei Kabel und mindestens die nötige Leistung bereitstellen.

    Unterschiede zwischen RTX 2080 und RTX 2080 TI

    Das Namensanhängsel TI (Titanium) macht deutlich, dass es zwischen den beiden RTX 2080-Versionen Unterschiede gibt. TI bezeichnet das absolute Topmodell, von dem Sie allerhöchste Leistungen erwarten können.

    In diesem Modell steckt der kräftigere TU102-Prozessor. Dieser verfügt über knapp 4.400 CUDA-Kerne für gleichzeitige Berechnungen, während der TU104 im kleineren Modell davon knapp 3.000 zur Verfügung hat. Obwohl der kleinere Prozessor einen höheren Rechentakt hat als das TI-Modell, erreicht er nicht ganz dieselbe Leistung.

    Dem elf Gigabyte GDDR6-Speicher im TI-Modell stehen acht Gigabyte desselben Typs im schwächeren Modell gegenüber. Die Bandbreite für den Datenaustausch im Speicher beträgt 352 Bit (TI) gegenüber 256 Bit, was eine maximale Speicherbandbreite von 615 Gigabyte pro Sekunde (GB/s) im Topmodell und 448 GB/s im kleineren Modell ermöglicht.

    Die maximale Anzahl von Strahlen (Rays), die die Karten pro Sekunde verarbeiten können, liegt bei zehn Giga-Rays im TI-Modell und acht Giga-Rays im kleineren Modell.

    Tipp: Wer maximalen Vorteil aus der Raytracing-Technik ziehen möchte, kommt am TI-Modell nicht vorbei. Beim kleineren Geschwister nimmt die Anzahl der Kompromisse zu, sodass Sie reduzierte Leistung in Kauf nehmen müssen.


    Software und Treiber

    RTX 2080 Grafikkarte

    Um die Raytracingfunktion mit den Nvidia-Grafikkarten RTX 2080 (TI) nutzen zu können, sind entsprechend angepasste Spiele und Treiber nötig. Das gilt darüber hinaus ebenfalls für die Treiber des Betriebssystems. Ohne dessen Unterstützung gehen die Vorteile verloren. So ist für Windows DirectX 12 mit der Erweiterung DXR (DirectX Raytracing) nötig.

    Alte Spiele lassen sich guten Gewissens mit den RTX 2080 (TI)-Grafikkarten verwenden und das sogar mit höchsten Detailstufen und Bildwiederholraten. Denn der Grafikprozessor der Grafikkarte bietet auch dafür sehr hohe Rechenleistung.