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HTPC Gehäuse zum Nachrüsten

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Kaufberatung HTPC-Gehäuse

 

1. Welche Vorteile hat ein HTPC-System?

Silverstone HTPC

Die Abkürzung HTPC steht für Home Theatre Personal Computer und bezeichnet einen PC, der im Wohnzimmer die Zentrale eines Heimkinosystems darstellt. Er ist leistungsfähig genug, um Videos und TV flüssig, auch in hohen Auflösungen, wiederzugeben und Musik mittels im Raum verteilter Lautsprechern effektvoll wiederzugeben. Zugleich bietet seine Festplatte genügend Platz, um Videos und Musik zu speichern und den HTPC als digitalen Videorekorder zu verwenden.

Hat dieser Computer ein optisches Laufwerk, kann der HTPC auch Blu-ray-Discs und DVDs sowie Musik-CDs abspielen. Darüberhinaus kann ein HTPC auch die Spielkonsole ersetzen. Dank integriertem Netzwerkanschluss haben Sie über einen HTPC zudem Zugriff auf das Internet und können problemlos Streamingdienste wie Netflix, Spotify und andere verwenden oder auch Ihre E-Mail abfragen.

In der Regel steckt das Multitalent in einem kleinen, kompakten und ansehnlichen HTPC-Gehäuse, auch Case genannt. Damit fügt er sich auch optisch gut in ein Wohnzimmer ein. So ein kleines und attraktives HTPC-Gehäuse macht jedoch auch auf einem Schreibtisch eine gute Figur. Sie können ihn guten Gewissens verwenden, um einen klassischen Desktop-PC zu ersetzen.

Ein HTPC-Case hat somit viele Vorteile. Bei der Auswahl gilt es aber auch an einiges zu denken. Lesen Sie in dieser Kaufberatung, worauf Sie beim Kauf eines HTPC-Gehäuses achten sollten. (pr)

 

2. Welches HTPC-Gehäuse ist am besten geeignet?

Wichtige Frage zu Beginn: Was soll der Wohnzimmer-PC können? Ihre Antwort darauf hat Einfluss auf die Wahl der Einzelkomponenten, die Sie im HTPC-Case unterbringen wollen und entscheiden dann, welche Gehäusegröße und welches Mainboard (Hauptplatine) Sie dafür brauchen.

Wollen Sie den Computer vor allem zum Musikhören oder als digitalen Videorekorder verwenden, ist ein HiFi-HTPC-Case eine gute Wahl. Das ist ein Gehäuse, das sich in Größe und Optik gut in eine vorhandene Musikanlage einfügt. Oftmals ist ein HiFi-HTPC-Gehäuse schwarz, hat stabile Füße und besteht aus Aluminium, sodass Sie auch andere Geräte darauf stellen können, vorausgesetzt die Lüfterschlitze werden dabei nicht verdeckt. Wichtig: Es sollte möglich sein, in ein HiFi-HTPC-Case eine gute Soundkarte einzusetzen.

Ein HTPC-Case können Sie auch in anderen Farben, etwa Silber, Weiß, Grau oder einem Farbmix, bekommen. Stört Sie der Anblick eines HTPC im Wohnzimmer, können Sie ihn auch hinter einer Schranktür verstecken. Achten Sie in diesem Fall aber auf eine offene Rückseite des Möbelstücks und gute Belüftungsmöglichkeit, damit dem HTPC nicht zu warm wird.


Tipp: Haben Sie nur wenig Platz neben dem Fernseher, wählen Sie ein HTPC-Gehäuse, dass Sie hochkant aufstellen können. Schön: Dieses ist auch für den Desktop eine gute Wahl.

3. Welche Ausstattung sollte ein HTPC haben?

Bei der Wahl des Gehäuses eines HTPC ist wichtig zu wissen, ob Sie ein oder mehrere Laufwerke, also Festplatte, SSD, Blu-ray-Laufwerk, etc. einsetzen wollen. Für diese Komponenten müssen Sie entsprechend Platz einkalkulieren.

Gut zu wissen: Sie können nicht jedes beliebige Mainboard in ein HTPC-Case einsetzen. Die Möglichkeiten sind oftmals auf kleinere Hauptplatinen begrenzt. Viele HTPCs unterstützen die kleinen mATX- oder auch mini-ITX- Mainboards, jedoch teilweise nur entweder mATX oder mini-ITX. Manche HTPC-Gehäuse sind auch kompatibel zu beiden Mainboardmodellen.

Größere ATX- oder auch E-ATX-Platinen können nur wenige HTPC-Cases aufnehmen. Entsprechende Cases haben dafür meistens Platz für mehrere Laufwerke und auch große PCI-Erweiterungskarten, etwa Grafikkarten oder auch spezielle Soundkarten. In kleineren Gehäusen lassen sich teilweise nur kurze Erweiterungsbauten einsetzen. Kontrollieren Sie dies unbedingt, falls Sie planen, eine separate Grafik- oder Soundkarte einzusetzen.

Denken Sie an ein ausreichend leistungsfähiges Netzteil für alle Komponenten, die Sie einsetzen möchten. Achten Sie darauf, möglichst vollwertige Netzteile in Standardgröße, sogenannte ATX-Netzteile, einbauen zu können.

Für externe Laufwerke, Smartphones und anderes sollten Sie auch auf genügend USB-Anschlüsse achten. Für den Anschluss von TV und anderen Geräten, sind moderne HDMI-Anschlüsse wichtig.

Im Wohnzimmer besonders wichtig: Der HTPC darf keinen Lärm machen und nicht bei leisen Film- oder Musikpassagen störend auf sich aufmerksam machen. Achten Sie daher darauf, dass der HTPC gute Voraussetzung für effektives Kühlen mitbringt. Gut ist etwa Platz für größere Lüfter. Grund: Diese können langsamer drehen als kleinere um vergleichbare Kühlung zu erzeugen. Langsam rotierende Lüfter sind in der Regel leiser.

Es gibt aber auch Lüfter, die trotz geringerer Größe leiser als große Lüfter arbeiten können. Achten Sie bei der Auswahl daher auf dessen Geräuschentwicklung in den technischen Angaben.

Praktisch: Manche HTPC-Gehäuse sind mit kräftigen Kühlrippen an den Gehäuseseiten ausgestattet. An diese leiten sogenannte Heatpipes die Wärme weiter, sodass eine Kühlung ohne Lüfter möglich ist und der PC keinen Mucks von sich gibt, zumindest wenn er mit einer SSD statt einer Festplatte arbeitet.


Tipp: Soll sich das HTPC-Gehäuse möglichst unauffällig ins Wohnzimmer einfügen, halten Sie nach einem Case Ausschau, bei dem Button, USB-Anschlüsse und anderes hinter einer Klappe verschwinden können.

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