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Kaufberatung Videoschnitt 


Direkt zur Videoschnitthardware

1. Videos mit Pepp

2. Systemvoraussetzungen

3. Digital oder analog?

4. Unterschiede interner Karten

5. Oder lieber extern?

6. Mit dem Notebook

7. Videoschnittsoftware

8. Video speichern

 

Videos mit Pepp

Bei der Hochzeit, beim Kindergeburtstag, im Urlaub, ... Videofreunde haben gerne ihre Kamera bei spannenden Anlässen dabei, um alles wichtige im Film fest zu halten. Doch selbst bei sehr genauer Planung landet meist mehr auf dem Band, als man eigentlich wollte oder einiges ging schief. Beim Betrachten kommt dann schnell Langeweile auf, weil sich der Film unendlich in die Länge zu ziehen scheint. Besonders Freunde und Verwandte, denen man stolz seine Filme präsentiert, verlieren schnell die Lust. (pr)

Wer nicht die Lust beim Anschauen verlieren will und auch andere Zuschauer in den Bann ziehen möchte, sollte seine Filme aufpeppen, indem er überflüssiges Material herausschneidet und die verbleibenden Szenen geschickt miteinander kombiniert. In beschränktem Umfang gestatten viele Videocams bereits, das Material zu schneiden und den Ablauf der Szenen zu verändern. Allerdings ist das häufig sehr mühselig und auch in den Möglichkeiten begrenzt.

Mit dem PC geht es da einiges schneller. Leicht ist eine Szene mit dem Mauszeiger ausgewählt und an einen Platz geschoben. Ein weiterer Klick fügt einen tollen Übergang zur nächsten Szenen ein und ein dritter Klick bindet die Hintergrundmusik passend an. Es spricht also einiges dafür, den PC gegen die Menüs der Videokamera auszutauschen.

Systemvoraussetzungen

Das Gute vorweg: Videos kann man mit jedem PC schneiden. Man muss ihn nur entsprechend gut ausrüsten. Und hier kommt der Hasenfuß: je älter der Computer, desto mehr muss man für flotten Videoschnitt investieren. Als Faustregel kann man sich merken: Je aktueller der Rechner, desto weniger Zusatzausrüstung ist nötig; im Idealfall gar keine.

Denn wer heute einen PC kauft, hat meist auf einen Schlag alle Voraussetzungen für digitalen Videoschnitt erfüllt, vorausgesetzt, er filmt mit einer digitalen Videokamera. Denn moderne Rechner sind häufig mit 256 Megabyte Arbeitsspeicher, sehr schnellen Grafikkarten und großen schnellen Festplatten ausgestattet. Wenn dann noch ein Firewire-Anschluss hinzukommt, sind die Grundvoraussetzungen erfüllt.

Ist auf dem PC Windows XP installiert, braucht man für einfache Effekte und unkomplizierte Bearbeitung nicht einmal eine Software anzuschaffen. Für aufwendigeren Schnitt mit mehreren Video- und Tonspuren sowie ausgefeiltere Überblendeffekte und Kamerasteuerung benötigt man aber schon eine zusätzliche Software.

Grundsätzlich kann man festhalten: Videoschnitt ist sehr rechenintensiv, da sehr große Datenmengen gespeichert, angezeigt und verarbeitet werden müssen. Daher sollte ein PC möglichst viel Arbeitsspeicher mitbringen, eine ausreichend große Festplatte haben (eine Stunde DV-Material benötigt etwa 4 Gigabyte Platz) und auch über eine schnelle Grafikkarte verfügen. Mit diesem Equipment kann man auch betagtere PCs ausstatten und somit fit für Videoschnitt machen, wenn gleich sich stets die langsamere Verarbeitungsgeschwindigkeit älterer Prozessoren, sowie langsamerer Schnittstellen zwischen Prozessor, Grafikkarte und Speicher bemerkbar macht.

Zur Einkaufsliste kommt neben Speicher und Festplatte noch eine Videoschnittkarte, die es ermöglicht, die Videokamera mit dem PC zu verbinden und das Filmmaterial in den PC zu übertragen, man spricht auch von digitalisieren. Gerade bei diesen Karten gibt es sehr große Unterschiede, auf die wir weiter unten noch eingehen.

Für stressfreies Schneiden sollte auch der Monitor nicht zu klein sein. Denn die Arbeitsfläche auf dem Monitor wird von vielen Paletten eingeengt. Neben der Timeline, also dem Fenster, in dem alle Szenen miteinander kombiniert werden, gibt es auch ein Fenster, dass alle Szenen auflistet, ein weiteres Fenster mit sämtlichen Überblendeffekten sowie ein Vorschaufenster, dass das Schnittergebnis zur Kontrolle anzeigt. Je größer also der Schirm, desto besser. Wer regelmäßig und häufig Videos schneidet, sollte sogar über den Anschluss eines zweiten Monitors nachdenken, das schafft richtig Platz.

Digital oder analog?

Diese Frage ist im Prinzip nur für den wichtig, der noch keine Videokamera hat. Alle anderen verwenden die Technik, über die sie verfügen. So benötigt man für eine analoge Videokamera auch einen entsprechenden Eingang am PC, meist S-Video und für eine digitale Kamera einen Firewire-Anschluss, im Videobereich auch Mini-DV oder iLink genannt. Wer an seiner Digitalkamera neben einem Firewire-Ausgang auch einen S-Video-Ausgang hat, sollte immer den digitalen Ausgang wählen, da nur er die verlustfreie Übertragung der Videobilder ermöglicht.

Da sind wir auch schon beim entscheidenden Punkt für alle, die noch keine Cam besitzen, aber einen Kauf in Erwägung ziehen. Eine analoge Videokamera hat nur einen wirklichen Vorteil: den Preis. Diese Kameras sind für einiges weniger zu bekommen, als digitale Versionen. Allerdings hören dort die Vorteile auch schon auf. Denn besonders bei der Bildqualität sind digitale Videokameras den analogen haushoch überlegen. Sie bieten wesentlich mehr Bildschärfe und deutlich höheren Detailreichtum. Zudem bieten sie erstklassige Standbilder, ein Feature mit dem analoge Cams oft zu kämpfen haben.

Ihre "Bänder" unterliegen so gut wie keinem Verschleiß und sie "spulen" deutlich schneller zur gesuchten Stelle. Obendrein gestatten sie das Videomaterial ohne Qualitätsverlust in den PC zu übertragen, dort zu bearbeiten und ohne Verluste wieder auf die Kassette zu kopieren. Wer seine Filme auf jedem Fall am PC bearbeiten möchte, sollte zur "Digitalen" greifen. Allen anderen seien sie ebenfalls ans Herz gelegt, denn auch beim Anschauen am Fernsehgerät, erkennt man auf einen Blick ihr deutlich klareres Bild.

Unterschiede interner Karten

Um PC und Kamera zu verbinden, benötigt man also einen Anschluss. Wie schon erwähnt, ist die einfachste und kostengünstigste Lösung der Firewire-Anschluss. Sollte der Rechner noch nicht über diese Schnittstelle verfügen, kann man bereits für wenige Euro eine entsprechende Erweiterungskarte, den Firewire-Controller, kaufen. Er wird, wie auch die übrigen Erweiterungskarten in einen freien PCI-Steckplatz des PCs gesteckt. Besonders günstig sind Karten, die ohne Software ausgeliefert werden. Für nur wenig Aufpreis sind aber schon Karten mit geeigneter Videoschnittsoftware zu bekommen. Ein Aufpreis, der sich lohnt, wenn man nicht bereits ein geeignetes Programm gekauft hat.

Immer populärer werden Erweiterungskarten, die den Anschluss sowohl digitaler als auch analoger Videokameras gestatten. Sie eignen sich besonders für diejenigen, die zwar eine analoge Kamera besitzen, aber in Zukunft gerne zu einer digitalen wechseln möchten. Durch die Anschlussmöglichkeit beider Systeme, kann man später sogar seine Analogbänder auf Digitalkassetten kopieren und so dem Qualitätsverlust durch langes Lagern entfliehen. Eine andere Alternative für Besitzer analoger Kameras sind reine Analogkarten, die allerdings kaum günstiger sind als die angesprochen Kombikarten.

Innerhalb der Gattung Analogkarten und auch Analog-/Digitalkarten gibt es Ausstattungsunterschiede. Ein Unterschied liegt bei den Anschlüssen. Besitzt die Videokamera nicht nur einen Videoausgang (gelber Cinch-Stecker), sondern auch einen S-Video-Ausgang (mehrpolig), sollte auch die Videokarte solch einen Anschluss haben. Natürlich lässt sich das Bild auch über den gewöhnlichen Videoausgang übertragen, doch gewährleistet der S-Video-Anschluss eine höhere Bildqualität. Dass die Karte nicht nur eine Einbahnstraße ist und das geschnittene Material auch wieder nach draußen spielen kann, sollte selbstverständlich sein. Allerdings sind kaum noch Karten auf dem Markt, die nicht beides beherrschen.

Ein entscheidender Unterschied bei den Karten ist die sogenannte Hardwarebeschleunigung für Videofilter, die dem PC-Prozessor sehr viel Rechenleistung abnimmt und somit deutlich flotteres Bearbeiten der Videodaten ermöglicht. So ist auf der Videokarte ein sehr leistungsfähiger Prozessor installiert, der -je nach Karte- unterschiedliche Überblendungsfilter in Echtzeit berechnen kann. Da der PC-Prozessor mit diesen Filtern viele Minuten beschäftigt wäre, ist das ein großer Vorteil, der aber auch einiges kostet. So sind entsprechende Karten deutlich teurer, als einfache Versionen ohne Filterbeschleuniger.

Weitere praktische Extras, sind beispielsweise die Möglichkeit, Videokamera und Rekorder direkt vom PC aus steuern zu können, damit man nicht für jede Szene die PC-Maus und die Play-Taste an der Kamera drücken muss, was auch eine recht ungenaue Methode wäre, da man, anders als bei der Gerätesteuerung, nicht jedes Bild einzeln anwählen könnte.

Ebenfalls nützlich ist eine Steckleiste, die an der PC-Rückseite mit der Videoschnittkarte verbunden wird, selbst aber auf dem Schreibtisch Platz findet. So muss man nicht zum Stöpseln unter den Schreibtisch kriechen. Weiterer Vorteil ist die Unterstützung eines zweiten Monitors, entweder durch direkte Anschlussmöglichkeit oder durch eine passende Erweiterung, die mit der Schnittkarte kombiniert werden kann. So ist sicher gestellt, dass man an zwei Bildschirmen gleichzeitig Filme bearbeiten kann.

Direkt zu den Firewire-Controllern

Oder lieber extern?

Wer den Einbau einer Erweiterungskarte scheut, oder an mehreren verschiedenen PC Filme schneiden möchte, kann zu einem externen Konverter greifen. Dieser wird zumeist über die Firewire-Schnittstelle mit dem PC verbunden. An ihn kann man sowohl analoge als auch digitale Kameras anschließen und auch Daten zwischen beiden Systemen konvertieren, also analoges Filmmaterial auf Digitalkassetten speichern und umgekehrt. So lässt sich übrigens auch eine DVD in gleich bleibend hoher Qualität auf ein bis zwei Digitalkassetten kopieren.

Externe Konverter bringen den Vorteil einer Steckleiste für Karten schon von Haus aus mit, man kann sie nämlich bequem auf dem Schreibtisch aufstellen. Allerdings sind sie durch das zusätzliche Gehäuse etwas teurer. Zwar sind auch günstige Varianten mit USB-Anschluss auf dem Markt, doch beschränken sich diese in aller Regel auf den Anschluss von analogen Geräten oder auf den DVD-Player zum Kopieren von DVDs.

Mit dem Notebook

Wer statt Schreibtisch-PC nur ein Notebook hat, braucht auf Videoschnitt nicht zu verzichten. Er kann beispielsweise zur oben beschriebenen externen Konverterbox greifen, oder Filme aus der digitalen Videokamera direkt über die Firewire-Schnittstelle auf die Festplatte kopieren.

Fehlt dem Notebook die entsprechende Schnittstelle, kann man sie mit Hilfe einer PC-Card nachrüsten. Diese wird in den PC-Card-Schacht des Notebook gesteckt und besitzt je nach Ausführung meist zwischen einem und drei Firewire-Anschlüsse. Genau wie bei den Firewire-Controllern für Desktop-PCs gibt es auch bei den PC-Card-Controllern günstige Varianten, die ohne Software ausgeliefert werden sowie etwas teurere Vertreter, die mit entsprechender Software ausgestattet sind.

Videoschnittsoftware

Wer nicht gerade zum günstigsten Firewire-Controller greift, bekommt in der Regel zu jeder Videoschnittkarte auch eine Schnittsoftware dazu. Doch um den Preis der Karte möglichst attraktiv zu gestalten, wird nicht immer ein gutes Produkt dazu gelegt. Manchmal liegen den Karten auch abgespeckte Versionen erfolgreicher Schnittprogramme bei, die aber nur über einen begrenzten Leistungsumfang der großen Geschwister verfügen. Daher gilt: nicht nur auf die Ausstattung der Schnittkarte, sondern auch auf die Leistungsfähigkeit der Software achten.

Eine gute Software sollte auf jeden Fall über die folgenden Ausstattungsmerkmale verfügen:

• Camcorder-Steuerung

Nicht nur die Karte muss dieses Feature bieten, die Software muss es auch nutzen können. Für perfekte Überblendungen zwischen unterschiedlichen Szenen, ist es sehr wichtig, den Start- und Endpunkt der Szenen exakt ansteuern zu können.

• Automatische Szenenerkennung

Diese Fähigkeit spart viel Zeit, da die Software beim Kopieren des Filmmaterials automatisch erkennt, wann Stop- und Aufnahmetaste gedrückt wurden. Sie nimmt die Zwischenräume als einzelne Szene war und listet alle Sequenzen in einer Schnittliste auf.

• Echtzeit-Vorschau

Eine Echtzeit-Vorschau erleichtert die Arbeit deutlich. Zwar werden dann Überblendungsfilter nur sehr grob gerechnet, doch bekommt man einen guten Eindruck vom Schnitt. Ohne Echtzeit-Vorschau, müsste man für jeden Kontrollblick minutenlang warten. Wer eine Videokarte mit Filterbeschleuniger einsetzt, kann auf dieses Feature verzichten, da hier die Karte die komplette Arbeit übernimmt.

• Intelligentes Rendering

Das Rechnen einiger Filmbereiche oder auch des ganzen Films wird deutlich beschleunigt, wenn die Software nicht jedes Bild neu berechnet, sondern nur dort rechnet, wo es Veränderungen gibt.

• Komfortable Nachvertonung

Dieses Leistungsmerkmal ist für alle wichtig, die gerne eigene gesprochene Kommentare zum Videobild anfügen möchten. In diesem Fall sollte die Software den zum Vorschaubild gesprochenen Kommentar automatisch in die Originalszene einfügen können.

• Unterstützung mehrerer Festplatten

Setzen sie mehrere Festplatten ein, sollte die Software automatisch erkennen, wenn eine davon voll ist und unbemerkt auf eine weitere Platte ausweichen, so dass der Arbeitsfluss nicht unterbrochen wird.

Direkt zur Videoschnittsoftware

Video speichern

Zu guter letzt bleibt noch die Frage: wohin mit dem fertig geschnittenen Video? Eine Möglichkeit ist, alles wieder zurück in die Kamera zu spielen, falls diese das zulässt. Wenn nicht, kann man auf den Videorekorder ausweichen. Das führt aber, besonders wenn das Ursprungsmaterial von einer digitalen Videokamera stammt, zu deutlichem Qualitätsverlust. Zudem nimmt die Qualität mit jedem Abspielen und durch das Lagern über die Jahre ab.

Eine Alternative ist, die Filme auf DVD zu brennen. So behalten Sie Ihre hervorragende Qualität, sind lange lagerfähig und immer wieder ohne Qualitätsverlust im DVD-Player abspielbar. Wer keinen DVD-Brenner besitzt, dafür aber einen CD-Brenner hat, kann seine Filme als Video-CD brennen. Video-CDs sind ebenfalls in den meisten DVD-Playern abspielbar und können wie die DVD immer wieder ohne Verlust abgespielt und lange gelagert werden. Wählen Sie diese Version, sollten Sie eine Super-Video-CD brennen, die gegenüber einer herkömmlichen Video-CD eine höhere Auflösung und somit eine bessere Bildqualität bietet. Nachteil: es passen nur etwa 40 Minuten Film auf einen 700 Megabyte großen CD-Rohling.

Buchtipps

Weitere Informationen zum Thema Videoschnitt finden Sie in diesen Fachbüchern.


Auszüge der neuesten Beiträge im Forum Video-Hardware:
 
AW:Analog auf Digital / Was brauch ich? / KompatibNEU!
 Ich möchte an die Frage anknöpfen und das Problem etwas erweitern.

Und zwar folgender Sachverhalt...

 
HTC ShiftNEU!
 hi ich wollte euch mal fragen ob das gerät was kann

Ich finde es genial weil auch vor allem ein S...

 
AW:Digitalkamera:">NEU!
 Ich weiss nicht, aber ich brauch auch ne Cam. Kann mir da mal jemand Helfen - kenn mich bei sowas ni...


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