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1. Chronisch knapp
2. Flashspeicher
3. Mit und ohne Controller
4. CompactFlash (CF)
5. Multimedia Card (MMC)
6. Reduced Size Multimedia-Karten (RS-MMC)
7. Multimedia Card Micro
8. Secure Digital Card (SD)
9. Mini-SD
10. Transflash/Mikro-SD
11. Memory Stick
12. Smart Media
13. Extreme Digital Card (xD)
14. Microdrive
15. Allgemein
16. Fazit
Direkt
zu den Speicherkarten
Chronisch knapp
Speicher und Batteriestrom haben eins gemeinsam: beides ist ständig knapp. Selbst
eine noch so große Speicherkarte ist meist schneller gefüllt als einem lieb
ist. Besonders MP3-Player und Digitalkameras sind wahre Nimmersatts. Sie verlangen
stets nach mehr Raum für Musik und Bilder.
Zwar wachsen die Speicherkapazitäten der Chips ständig, doch mit ihnen auch
die Bedürfnisse. Immer mehr Titel soll der MP3-Player aufnehmen, damit die Auswahl
unterwegs noch größer ist. Und bei der Digicam verlangen immer höhere Bildauflösungen
nach mehr Speicher. Reichte bei einer Zwei-Megapixel-Kamera ein 256 Megabyte
großer Speicherchip noch für etwa 200 Fotos in guter Qualität, passen auf denselben
Chip in einer Kamera der Acht-Megapixel-Klasse nicht einmal mehr 30 Fotos.
Eine zunehmende Miniaturisierung der Geräte sowie das wachsende Interesse der
PDA- und Handy-Industrie erfordern zudem neue Speicherkonzepte. Kleine Geräte
brauchen noch kleinere Speicherkarten, auf denen möglichst genauso viele Bits
und Bytes lagern können wie in den größeren Geschwistern. Obendrein sollen die
Winzlinge auch noch fixer Daten schaufeln können.
Die Folge dieser Entwicklung: Immer neue Speicherkartenformate drängen auf den
Markt und kämpfen um Marktanteile. Das bereitet den Anwendern zunehmend Probleme.
Denn es wirft die Frage auf: Mit welcher Technologie fährt man am besten? Um
hier der richtigen Antwort näher zu kommen, ist es nötig die unterschiedlichen
Typen zu kennen und um ihre Vor- und Nachteile zu wissen. Daher klären wir in
den folgenden Kapiteln auf, so dass die Wahl der Geräte mit entsprechender Speichertechnologie
künftig leichter fällt. (pr)
Flashspeicher
Bei Speicherkarten kommt die sogenannte Flash-Technik zum Einsatz. Das ist ein
nichtflüchtiger Wechselspeicher, der auch ohne Stromzufuhr die Daten behält.
Es handelt sich dabei um eine Kombination aus ROM- (Read Only Memory) und RAM-Speicher
(Random Access Memory). ROM kommt beispielsweise bei der Firmware von technischen
Geräten zum Einsatz, also dort wo die elementaren Abläufe gespeichert werden.
Darin befindet sich unter anderem die Information über die Identität wie auch
die Steuersoftware des Gerätes. RAM ist vor allem als Arbeitsspeicher von PCs
bekannt. Er ist eigentlich flüchtig, verliert also alle Daten, wenn kein Strom
mehr fließt.
Flashspeicher ist äußerst robust, Schwingungen oder Stöße machen ihm nichts
aus und führen nicht zu Datenverlust. Zusätzlicher Vorteil: Dieser Speichertyp
kommt mit sehr wenig Strom aus, was die knappen Akkureserven schont. Dadurch
hat er deutliche Vorteile gegenüber Mini-Festplatten. Diese sind zum einen anfällig
gegen Erschütterungen und brauchen deutlich mehr Energie. Dafür haben die Festplatten
einen Vorteil: Sie sind schneller und speichern mehr als Flashspeicher - zumindest
noch.
Kein wirklicher Nachteil ist die begrenzte Lebensdauer von Flashspeicher. Denn
die 100.000 garantierten Löschzyklen sollten auch für regelmäßigen intensiven
Einsatz reichen. Falls man diese Grenze jedoch erreichen sollte, beginnt der
Speicher unzuverlässiger zu werden, was sich in zunehmenden Datenverlusten äußert.
Mit und ohne Controller
Innerhalb der Kategorie Flashspeicher unterscheidet man zwei unterschiedliche
Arten. Eine besitzt einen integrierten Controller, also eine Steuereinheit und
die andere nicht. Bei letzterer übernimmt das entsprechende Gerät die Ansteuerung
des Speichermoduls.
Es spricht einiges für den Einsatz von Speicherkarten mit integriertem Controller.
So ist er beispielsweise mitverantwortlich für die Übertragungsgeschwindigkeit
der Daten. Dementsprechend kann ein Modul mit optimierter Steuereinheit schneller
Daten ablegen und abrufen als es ein normaler Chip im gleichen Gerät könnte.
Säße die Steuereinheit stattdessen im Gerät, hätte die Wahl des Speicherchips
kaum Einfluss auf die Transfergeschwindigkeit.
Mit eigenem Controller arbeiten die folgenden Karten: CompactFlash Card (CF),
Multimedia Card (MMC), Secure Digital Card (SD), Reduced Size Multimedia Card
(RS-MMC), Mini-SD, Mikro-SD, Microdrive sowie sämtliche Versionen des Memory
Stick/Pro/Duo.
Ohne eigenen Controller arbeiten die Smart Media Card (SM) und die extreme Digital
Card (xD), welche als Weiterentwicklung der SM-Card gilt. Zur Smart Media Card
kann man heute nicht mehr guten Gewissens raten. Denn hier gibt es häufig Probleme,
wenn man eine Speicherkarte einsetzen möchte, die der Gerätecontroller nicht
kennt. So kann es passieren, dass dieser eine neue Karte schlichtweg ignoriert.
Möglich ist auch, dass er bei einer Karte, die mehr Speicherkapazität hat als
ihm bekannt ist, einfach nur so viel Speicher anzeigt und damit nutzbar macht,
wie seine interne Grenze vorgibt. Im Klartext: Aus 256 Megabyte macht er womöglich
nur 128 Megabyte. Ist das der Fall, muss man die Firmware des entsprechenden
Gerätes eventuell kostenpflichtig aktualisieren lassen, falls solch ein Service
überhaupt angeboten wird.
Solche Probleme sollen bei der xD-Card nicht mehr auftreten. Allerdings bleibt
auch hier die Begrenzung der Leistungsfähigkeit durch den Gerätecontroller.
Hier nun eine Übersicht über die am Markt erhältlichen Speicherkarten:
CompactFlash (CF)
Die CompactFlash-Karte ist eine der ältesten Flash-Speicherkarten. Sie erlebte
ihren Boom mit wachsender Popularität der Digitalkameras. Kein Wunder, denn
sie ist günstig, robust, bietet große Speicherkapazität und sehr schnelle Datenübertragungsraten.
Die Karte gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen, als CompactFlash I
und CompactFlash II.
Die äußeren Maße sind nahezu identisch. Lediglich die Dicke der Karten ist verschieden.
Typ I ist mit 3,4 Millimeter gegenüber dem 5 Millimeter dicken Typ II etwas
dünner. Trotzdem lässt sie sich auch im Steckplatz der dickeren Karte betreiben.
Ein Vorteil, der wohl auch zu größeren Verbreitung dieses Typs beigetragen hat.
Für Mini-Kameras zu groß
Inzwischen sind Digitalkameras aber immer mehr geschrumpft, so dass die relativ
großen CompactFlash-Karten kleineren Speicherchips Platz machen mussten. Auch
ihr verhältnismäßig hoher Strombedarf macht sie gegenüber Strom sparenderen
Alternativen unattraktiver.
In digitalen Spiegelreflexkameras hat sie heute aber immer noch ihren festen
Platz, denn hier sind Geschwindigkeit und hoher Speicherbedarf äußerst wichtig.
In diesem Bereich kommen auch besonders fixe High-Speed-Karten zum Einsatz,
die Daten bis zu zwölfmal schneller als herkömmliche CompactFlash-Karten verarbeiten
können.
Fixe Speicherkarten machen sich übrigens nicht nur in der Kamera bemerkbar,
wo sie vor allem die schnelle Serienbildfunktion beschleunigen. Auch beim Übertragen
der Daten auf den PC spürt man das höhere Tempo deutlich. Allerdings nur dann,
wenn Computer und Kamera eine schnelle Schnittstelle, wie USB 2.0 oder Firewire
nutzen. Schnelle Karten sind jedoch teurer als Standardversionen. Es lohnt sich
deshalb nur darauf zu setzen, wenn die Kamera die höhere Geschwindigkeit auch
ausnutzen kann. Andernfalls verschenkt man bares Geld.
>Zu den
CompactFlash-Speicherkarten
Multimedia Card (MMC)
Auch die Multimedia Card ist schon länger am Markt und weit verbreitet. Sie
ist etwa halb so groß wie die CompactFlash-Karte und daher gut geeignet für
kleinere Geräte wie kompakte Digicams, MP3-Player und auch Handys. Die Karte
ist günstig und schnell, reicht aber nicht an die Speicherkapazität der CF-Card
heran.
Die Maße entsprechen in etwa denen des Nachfolgers, der SD-Card. Jedoch ist
die Multimedia-Karte etwas dünner. Trotzdem lässt sie sich auch im SD-Kartenschacht
betreiben. Obwohl sie als Vorgänger der SD-Karte gilt und das ältere Speicherdesign
besitzt, wird die Multimedia-Karte auch heute noch weiterentwickelt. Inzwischen
sind sogar spezielle Hochgeschwindigkeitsversionen verfügbar, die man am Namen
MMC-Plus erkennt. Sie hat die gleichen Maße aber doppelt so viele Kontakte,
weshalb man sie nicht in einem älteren Steckplatz verwenden kann.
Zu den
Multimedia Speicherkarten
Reduced Size Multimedia-Karten (RS-MMC)
Für besonders kleine Geräte hat man die Reduced Size Multimedia-Karte entwickelt.
Sie ist genauso breit und dick wie die Multimedia-Karte, jedoch über 40 Prozent
kürzer. Ihre Leistungswerte sind in etwa identisch, jedoch bietet der Winzling
weniger Speicherplatz. Haupteinsatzort der RS-MMC sind kleine Handys. Per Adapter
lassen sich die Karten auch im Steckplatz der Multimedia- und SD-Karte betreiben.
Vorsicht! Die kleinen Speicherchips sind mit zwei unterschiedlichen Spannungen
verfügbar (3,3 und 1,8 Volt) und benötigen jeweils einen entsprechenden Steckplatz.
Prüfen Sie daher vor dem Kauf unbedingt die Anforderung Ihres Gerätes, um Schäden
vorzubeugen und Störungen zu vermeiden.
MMC Mobile
Noch stärker auf die Bedürfnisse des Mobiltelefoneinsatzes zugeschnitten ist
die Mobilversion der RS-MMC, die MMC Mobile. Sie hat die gleiche Größe, bietet
jedoch mehr Kontakte für schnelleren und optimierten Datenaustausch. Sie kann
mit unterschiedlichen Betriebsspannungen arbeiten und hilft, betrieben mit niedriger
Spannung, den Stromverbrauch zu senken und dadurch die Akkulaufzeit des Handys
zu verlängern. Trotz unterschiedlicher Anzahl der Kontakte, ist die MMC mobile
auch in älteren RS-MMC-Steckplätzen nutzbar. Auch sie lässt sich per Adapter
im SD-Karten-Steckplatz verwenden.
Zu den
RS Multimedia-Speicherkarten
Zu den Multimedia-Speicherkarten
Mobile
Multimedia Card Micro
Noch kleiner als die beiden zuvor genannten Typen ist die Multimedia Card Micro.
Sie ist kaum größer als ein Fingernagel und zirka zwei Drittel kleiner als die
MMC Mobile. Damit ist sie speziell angepasst an kleinste Geräte wie etwa sehr
kompakte Mobiltelefone. Ihre Fähigkeit, auch mit unterschiedlichen Betriebsspannungen
arbeiten zu können, hilft ebenfalls beim Strom sparen. Gleichzeitig sorgt eine
höhere Anzahl an Kontakten als bei den zuvor genannten Karten für hohe Schreib-Lesegeschwindigkeit.
Auch sie ist per Adapter in SD-Karten-Steckplätzen nutzbar, dort wegen eingeschränkter
Anzahl der Kantaktstellen häufig aber nur mit Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit.
Secure Digital Card (SD)
Die Secure Digital Card ist die Weiterentwicklung der Multimedia-Karte. Sie
ist minimal dicker, bietet ansonsten aber die gleichen Abmessungen, wie das
ältere Geschwister. In punkto Geschwindigkeit liegt sie nur knapp vorne. Ihre
Stärke liegt vielmehr in der Sicherung der Daten. So verfügt sie über einen
mechanischen Schreibschutz. Das ist ein kleiner Schieberegler an der Seite,
der versehentliches Löschen und Beschreiben unterbinden kann, ganz so wie bei
einer PC-Diskette.
Ihren Namen als sichere (Secure) Karte hat sie aber eigentlich wegen der integrierten
DRM-Technik. DRM steht für Digital Rights Management und bedeutet, dass der
Controller einen in digitale Daten eingearbeiteten Schutz auslesen und befolgen
kann. Beispiel: Sieht eine Schutzanweisung vor, dass eine Datei nicht öfter
als dreimal kopiert werden darf, unterbindet die Karte ab dem vierten Versuch
jeglichen Kopierversuch. Um das DRM-Verfahren nutzen zu können, sind jedoch
entsprechende Geräte nötig, welche die Technik ebenfalls unterstützen. Doch
damit ist der Markt dünn gesät.
Die SD-Karte ist weit verbreitet, wegen der geringen Größe und hoher Geschwindigkeit.
Daher ist sie relativ günstig zu bekommen. Inzwischen reicht die Speicherkapazität
auch an die CF-Karte heran. Von der SD-Karte sind "Extreme"-Versionen verfügbar.
Sie sind besonders leistungsfähig, bieten eine mehrfach höhere Übertragungsgeschwindigkeit
und sind mechanisch viel robuster. Die Karten arbeiten auch unter extremen Temperaturbedingungen.
SDHC
Besonders großes Fassungsvermögen und schnelle Datenübertragung verspricht die
weiterentwickelte Version SD 2.0, auch SDHC genannt. Das Kürzel steht für Secure
Digital High Capacity und bedeutet: SD-Karte mir hoher Speicherkapazität. Sie
ist genauso groß wie eine herkömmliche SD-Karte und passt auch in die gleichen
Steckplätze, lässt sich dort aber nicht ohne weiteres nutzen. Das jeweilige
Gerät muss die Kartentechnologie unterstützen, andernfalls bleibt die Karte
unerkannt.
SDHC-Speicherkarten sollen künftig bis zu 32 Gigabyte Daten speichern können
und damit ein Vielfaches einer normalen SD-Karte. Man unterscheidet bei dem
neuen Standard drei verschiedene Klassen, denen Karten mit unterschiedlicher
Übertragungsgeschwindigkeit zugeordnet werden. Die Klassen lauten 2, 4 und 6,
wobei die Ziffern für die jeweils maximale Schreibgeschwindigkeit stehen. Demnach
lassen sich die Karten jeweils mit maximal zwei, vier oder sechs Megabyte pro
Sekunde beschreiben.
Zu den
SD-Speicherkarten
Zu den
SDHC-Speicherkarten
Mini-SD
Hierbei handelt es sich um eine kleine Version der SD-Karte. Sie ist etwa halb
so groß, aber trotz Ähnlichkeit nicht identisch zur kleinen Multimedia-Karte
RS-MMC. Wie bei dieser ist aber auch bei Mini-SD-Karte der Speicher sehr begrenzt.
Sie ist schnell und wird ebenfalls hauptsächlich in Mobiltelefonen verwendet.
Per Adapter kann man sie im größeren Schacht der SD-Karte benutzen.
>Zu den
Mini-SD-Speicherkarten
Transflash/Mikro-SD
Transflash oder auch Mikro-SD genannte Speicherkarten gehören zu den kleinsten
Speicherchips am Markt. Sie sind etwa 75 Prozent kleiner als eine SD-Karte und
können trotzdem einige Megabytes Daten speichern. Die Chips basieren technisch
auf der Mini-SD-Karte und sollen hauptsächlich in kleinen Mobiltelefonen verwendet
werden, um Daten direkt zwischen zwei oder mehreren Telefonen austauschen zu
können. Per Adapter lässt sich die Transflash-Karte auch im SD-Steckplatz auslesen
und beschreiben.
Zu den
Transflash-/Micro-SD-Speicherkarten
Memory Stick
Der Memory Stick ist eine Eigenentwicklung von Sony, die anfangs auch nur in
deren Geräten Verwendung fand. Zwar haben inzwischen auch andere Hersteller
vereinzelt diese Speichertechnik lizenziert, doch trifft man sie weiterhin fast
nur in Sony-Geräten an.
Inzwischen gibt es fünf unterschiedliche Arten, von denen jeweils verschiedene
Typen existieren. Den Anfang machte der Standard Stick, der etwa Form und Größe
eines Streifen Kaugummis besitzt. Seine Speicherkapazität ist sehr begrenzt,
zudem ist er nicht sonderlich fix beim Übertragen von Daten.
Standard
Den Stick gibt es in drei Versionen, die sich äußerlich nur in der Farbe unterscheiden.
Eine blaue Version wird für Daten und Bilder verwendet. Daneben existiert ein
weißer Stick, der den DRM-Schutz "Magic Gate" bietet. Er ist bestimmt für Audio-
und Videodaten. Dieser Stick ist etwas teuerer, da der Kaufpreis auch Gebühren
für die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte)
beinhaltet und weil in ihm ein aufwendigerer Controller arbeitet. Etwas seltener
trifft man auf einen pinkfarbenen Memory Stick. Er ist für den Roboter-Hund
"Aibo" bestimmt, den Sony inzwischen nicht mehr produziert.
Eine Weiterentwicklung ist die so genannte Select-Version. Hier bekommt man
die doppelte Speicherkapazität. Technisch möglich ist das allerdings nur, weil
im Stick quasi zwei getrennte Sticks arbeiten. Das hat zur Folge, dass man per
Schieberegler am Stick zwischen den unterschiedlichen Speicherbänken umschalten
muss. Sehr umständlich!
Memory Stick Duo
Da der Memory-Stick sehr groß ist und sich nicht in sehr kleinen Geräten einsetzen
lässt, entwickelte man die deutlich kleinere Duo-Variante. Sie ist etwa so groß
wie eine Multimedia-Karte und gedacht für Telefone. Auch sie ist relativ langsam
und speichert nur wenige Daten. Per Adapter lässt sie sich im Steckplatz des
größeren Bruders betreiben.
Memory Stick Pro
Um die Schwächen des ersten Sticks auszubügeln, hat Sony eine Pro-Variante entwickelt.
Dieser Stick bietet ein Vielfaches an Speicherkapazität und eine sehr viel höhere
Übertragungsgeschwindigkeit als der Standard-Stick. Das große Gehäuse blieb
ihm allerdings erhalten. Somit passen beide Sticks in den jeweiligen anderen
Steckplatz. Jedoch lässt sich nur der Standard-Stick im Pro-Slot lesen und beschreiben.
Anders herum wird der Pro-Stick nicht erkannt.
Der Memory-Stick Pro arbeitet grundsätzlich mit dem DRM-Schutzverfahren Magic
Gate. Obendrein bieten die Sticks einen mechanischen Schiebeschalter zum Aktivieren
eines Schreibschutzes.
Memory Stick Pro Duo
Wie beim Standard-Stick hat man auch von der Pro-Version einen kleinen Ableger
entwickelt. Dieser ist in Leistung und Ausstattung mit dem großen Bruder identisch,
besitzt jedoch ein deutlich kleineres Gehäuse. Auch er passt mittels Adapter
in den Slot der größeren Brüder.
Memory Stick Micro (M2)
Auch Sony folgt dem Trend der Miniaturisierung und entwickelte mit dem Memory
Stick Micro, auch M2 genannt, einen Winzling, der etwa der Größe der Mikro-SD-Karte
entspricht. Die Speicherkarte ist technisch identisch mit dem Memory Stick Pro
und für den Einsatz in Mobiltelefonen gedacht; zurzeit jedoch nur in Modellen
von Sony-Ericsson. Per Adapter lässt sich die M2 auch in Pro und Pro-Duo-Steckplätzen
verwenden.
Zu den
Memory-Sticks
Smart Media
Die Smart-Media-Karte ist schon sehr lange auf dem Markt. In ihren Abmessungen
ist sie mit der CompactFlash-Karte vergleichbar, jedoch ist die Karte sehr viel
dünner. Die Smart-Media-Karte muss ohne Controller auskommen, was deutliche
Nachteile hat (siehe oben). Zudem bietet sie geringe Speicherkapazität und nur
mäßige Übertragungsgeschwindigkeit. Ihr dünnes und biegsames Format ist bruchanfällig.
Ebenfalls anfällig für Schäden sind die offen liegenden Kontakte. Immerhin,
die Smart-Media-Karte ist sehr günstig, meist aber nur noch in älteren Geräten
zu finden.
Es existieren zwei unterschiedliche Versionen. Eine ältere und eine neuere.
Die alte Version arbeitet mit 5 Volt Betriebsspannung und ist an der abgeschrägten
Ecke oben links zu erkennen. Die neuere 3,3-Volt-Version ist demgegenüber an
der oberen rechten Ecke abgeschrägt.
Zu den Smart-Media-Speicherkarten
Extreme Digital Card (xD)
Die xD-Karte ist eine sehr kleine Speicherkarte, die allerdings etwas größer
als die Mini-SD-Karte ist. Auch sie muss ohne eigenen Controller auskommen.
Dank Weiterentwicklung sollen die damit verbundenen Probleme aber deutlich reduziert
sein (siehe oben). Sie ist sehr schnell, reicht aber bei der Speicherkapazität
nicht an SD-Karte oder CompactFlash-Karte heran. Die xD-Karte kommt hauptsächlich
in kleinen kompakten Digitalkameras zum Einsatz.
Man unterscheidet drei Versionen: Am ältesten ist die klassische, die schnell
arbeitet aber keine riesigen Speichermengen aufnehmen kann. Danebnen existiert
eine Multi-Level-Version (Typ M). Sie kann sehr viele Daten speichern, verarbeitet
diese aber deutlich langsamer. Spürbar schneller, wenn auch nicht ganz so fix
wie die Standardversion, arbeitet der Highspeed-Typ (Typ H). Er stellt einen
guten Kompromiss dar, denn er bietet viel Speicherkapazität bei gleichzeitig
hoher Schreib-/Lesegeschwindigkeit.
Typ M und Typ H lassen sich aber nicht mit jedem xD-Karten kompatiblem Gerät
verwenden, weshalb man die Bedienungsanleitung oder die Webseite des Herstellers
dahingehend untersuchen sollte. Möglicherweise findet man dort ein entsprechendes
Update für die Firmware der Kamera, um die neueren Kartentypen nutzen zu können.
>Zu den
xD-Speicherkarten
Microdrive
Das Microdrive ist eigentlich gar keine Speicherkarte, sondern eine winzige
Festplatte. Da es im Gehäuse einer CompactFlash-Karte Platz findet und sich
somit auch in deren Steckplätzen betreiben lässt, stellt es eine mögliche Alternative
zu den Flash-Speicher-Chips dar. Das Microdrive entspricht in den Maßen einer
CompactFlash-Karte Typ 1, ist also 5 Millimeter dick. Es bietet sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten
und üppige Speicherkapazität. Negativ sind allerdings der recht hohe Strombedarf
und die für Festplatten typische Stoßempfindlichkeit.
Zu den
Microdrive-Festplatten
Allgemein
Oft entscheidet man sich durch den Kauf eines Gerätes automatisch - manchmal
gar unbewusst - für einen Speichertyp. In bestimmten Fällen macht es aber Sinn,
sich vor dem Kauf einer Hardware den verwendeten Speicher näher anzusehen und
zu schauen, ob es Alternativen gibt. Gerade für die Digitalfotografie sind schnelle
Speicherchips und hohes Fassungsvermögen wichtig.
Eine Digicam mit hoher Auflösung hat großen Speicherbedarf pro Bild. Damit man
nach dem Drücken des Auslösers schnell das nächste Foto schießen kann, ist es
wichtig, dass die Daten fix abgespeichert werden. Noch größere Bedeutung kommt
schnellem Speicher bei der Serienbildfunktion zu. Möchte man viele Bilder in
einem Rutsch schießen, muss der Speicher die Daten blitzschnell aufnehmen können.
Wessen Ambitionen also in diesem Bereich liegen, der sollte den verwendeten
Speicher genau prüfen und nachsehen, ob es für die entsprechende Kamera Highspeed-Chip-Alternativen
gibt.
Exoten vermeiden
Wichtig ist ebenfalls, nicht auf Speicherexoten zu setzen, die sich obendrein
nur in einem Gerät verwenden lassen. Solch ein Speicher ist nicht nur schwer
nachzukaufen und dadurch relativ teuer, er lässt sich meist auch nicht mit anderen
Geräten teilen. Speicherkarten, die demgegenüber in die Digicam, den MP3-Player
und andere Geräte passen, lassen sich flexibel einsetzen. Ist der Speichertyp
obendrein weit am Markt verbreitet, kann man leicht und meistens günstig weitere
Chips beschaffen.
Praktische Adapter
Viele Karten lassen sich per Adapter auch in anderen Steckplätzen verwenden
und sind somit vielseitig einsetzbar. Es lohnt, diese Möglichkeit vor dem Kauf
zu kontrollieren. Wichtig kann diese Fähigkeit auch werden, wenn man die Daten
per Lesegerät in den PC oder ein Notebook übertragen möchte. Falls man bereits
ein Lesegerät besitzt, das aber mit dem Speichertyp des Wunschgerätes nicht
klar kommt, wäre ein passender Adapter die rettende Brücke.
Um für die Zukunft vorzubeugen, kann es zudem sinnvoll sein, kleine Chips zu
kaufen und diese per Adapter im größeren Steckplatz zu betreiben. Wenn man künftig
das verwendete Gerät wechselt und dieses nur kleinere Speicherkarten akzeptiert,
kann man somit auch die alten Karten weiter benutzen.
Kartenlesegerät
Ein Lesegerät ist in jedem Fall praktisch, da es das ständige Verkabeln von
Digicam und Co. mit dem PC vermeiden hilft. Stattdessen entnimmt man einfach
den Speicherchip, führt ihn in den Kartenleser ein und kann per Drag-and-Drop
die Daten am PC übertragen. Für das Notebook bieten sich als kleine Alternative
PC-Cards an, die Leseschächte für Speicherkarten besitzen.
Tipp: Auch wenn es große Speicherriesen für relativ wenig Geld gibt, macht es
Sinn, lieber mehrere kleinere Speicherkarten zu verwenden, besonders wenn man
im Urlaub ist. Grund: Gibt es Probleme mit einem Speicherbaustein, sind nicht
gleich alle Daten verloren, da sich ein Teil auf den übrigen Karten befindet.
Zu
den Lesegeräten und Adaptern
Zur Kaufberatung
der Kartenlesegeräte
Fazit
Bei der Kaufentscheidung für eine Hardware sollte man immer auch einen Blick
auf den verwendeten Speichertyp setzen. Denn dieser entscheidet nicht nur über
flexiblen Einsatz und Transferraten, er hat auch Einfluss auf den Stromverbrauch.
Gerade hier haben die schnellen Speichergiganten CompactFlash und Microdrive
ihre Archillesverse.
Eine gute Figur in allen Bereichen macht die SD-Karte und auch die Multimedia-Karte.
Beide bieten großen Speicherplatz, sind fix beim Übertragen, zudem klein und
benötigen wenig Strom. Massive Konkurrenz bekommen sie inzwischen auch von der
xD-Karte, der aber der Makel des fehlenden Controllers anhängt. Insgesamt stellt
aber keiner dieser Kandidaten einen Fehlkauf dar.
Problematischer sind da schon moderne Memory-Sticks. Wären sie nicht eine Insellösung,
die fast nur bei Sony zum Einsatz kommt, wären auch sie eine gute Wahl. Mit
anderen Worten: Wer einen Hang zu dieser Marke hat und unterschiedliche Geräte
mit gleicher Kartentechnik einsetzt, bekommt auch hier leistungsfähigen und
guten Speicher.
Buchtipps
Weitere Informationen zum Thema Speicherkarten und Bildverarbeitung finden Sie
in
diesen Fachbüchern.
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