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Kaufberatung Router
Kaufberatung Router
  1. Einer für alle
  2. Wozu ein Router?
  3. Router mit Modem
  4. Router ohne Modem
  5. Sicherheit nach außen
  6. Sicherheit für WLAN-Verbindungen
  7. Sicherheit nach innen
  8. Geschwindigkeit
  9. Kabellos surfen
  10. Interessante Extras
  11. Tipps für kabellose Netze

Einer für alle

Zu den Routern ... und alle durch einen. Die Rede ist von einem Router. Denn er ermöglicht mehreren PCs gleichzeitig nur einen Internetanschluss zu benutzen. Ganz gleich, ob man einen ADSL-, ISDN- oder einen einfachen Telefonanschluss für das Surfen im Web verwendet, ein Router kann den Zugang für alle zugänglich machen.

Wer seinen alten PC nicht wegwerfen will, dem Nachwuchs Zugang ins Netz verschaffen oder mit dem Notebook als Zweitgerät aus dem Garten im Internet surfen möchte, kommt an ihm nicht vorbei.

Schon für ein Taschengeld sind einfache Geräte mit allen wichtigen Funktionen erhältlich, Luxusversionen kosten dafür schon mal ein paar hundert, professionelle Router sogar ein paar tausend Euro. Doch was unterscheidet sie, und worauf muss man beim Kauf achten? In den folgenden Kapiteln finden Sie Antworten auf diese Fragen sowie viele Informationen zur richtigen Kaufentscheidung. (pr)

Wozu ein Router?

Zu den Routern Ein Router ist im Grunde nur eine Verteilerdose oder genauer ausgedrückt, ein vermittelnder Netzwerknoten. Er steht zwischen dem internen Netzwerk und dem Internet, also einem externen Netzwerk. Alle Anfragen eines PCs gehen direkt an den Router, der diese weiter ins Internet schickt. Die Antwort gelangt von dort wieder zurück an den Router, der diese an den Ursprungs-PC überträgt. Der surfende PC ist im Internet nicht sichtbar, da nur der Router Kontakt zur Außenwelt hat.

Den Router füttert man dazu mit den Internetzugangsdaten des Providers. Die angeschlossen PCs bekommen eine interne, nach außen hin nicht sichtbare IP-Adresse. Diese vergibt der Anwender entweder fest oder überlässt dies dem Router. IP steht für Internet-Protokoll, eine IP-Adresse ist eine eindeutige Adresskennung, für jeden ans Internet angeschlossenen PC. Soll der Router den PCs automatisch IP-Adressen zuordnen können, muss er über einen DHCP-Server (Dynamic Host Configuration Protocol) verfügen. Andernfalls vergibt man selbst eine Adresse pro Computer.

Versteckt das Netzwerk

Die Fähigkeit des Routers, die Zugangsdaten des Internetanschlusses auf die IP-Nummern der Netzwerk-PC umzuleiten, versteckt sich hinter dem Kürzel NAT (Network Address Translation). Dieses Feature beherrscht jeder Router. So bleibt die interne IP-Adresse verborgen und nach außen ist nur die Adresse des Routers sichtbar.

Ein Router stellt aber nicht nur allen Teilnehmern den Internetanschluss zur Verfügung, meist dient er auch noch als Verbindungspunkt für den Datenaustausch der Computer untereinander. Dazu hat er einen Hub oder Switch ins Gehäuse integriert. Somit macht er die Anschaffung eines solchen Verteilers überflüssig, solange man mit der Anzahl der Anschlüsse zurechtkommt.

Schlauer Vermittler

Ein Switch hat gegenüber einem Hub einen entscheidenden Vorteil: Ein Hub schickt empfangene Datenpakete an alle angeschlossenen PCs, was relativ viel Netzwerkverkehr verursacht. Ein Switch ist etwas intelligenter. Er ermittelt den Empfänger und sendet die Daten nur dorthin. Insgesamt läuft der Netzwerkverkehr dadurch schneller und reibungsloser ab.

Anschlüsse

Der Anschluss an ein externes Netzwerk, etwa über ein ADSL-Modem geschieht über eine WAN-Buchse (Wide Area Network). Lokale Anschlüsse tragen die Aufschrift LAN (Local Area Network). Das sind normale Ethernet-Kontakte für so genannte RJ-45-Stecker. Darüber verfügt in der Regel auch ein WLAN-Router, den man für ein kabelloses Netzwerk verwenden kann.

Tipp: Steigen Sie von ISDN auf DSL um, sollten Sie darauf achten, dass der Router entsprechende Anschlüsse bietet, damit Sie vorhandene Geräte weiter verwenden können.

Besonders schön an einem Router ist, dass der Internetzugang immer zur Verfügung steht, auch wenn nur ein PC eingeschaltet ist. Ein zweiter PC als Gateway, wie beispielsweise beim Windows Internet Connection Sharing (ICS/Internetverbindungsfreigabe), ist nicht nötig. Damit das klappt, muss aber der Router die ganze Zeit angeschaltet bleiben. Wem der dafür nötige Stromverbrauch Sorgen macht, sollte den entsprechenden Verbrauchswert in den technischen Daten kontrollieren.

Mehr Informationen zu Netzwerkanschlüssen finden Sie in der Kaufberatung Netzwerkkabel.

Router mit Modem

Zu den Routern Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Routern: solche mit integriertem Modem (meist ADSL) und solche ohne Modem. Wer frisch auf den ADSL-Zug aufspringen möchte und noch kein ADSL-Modem besitzt, sollte sich überlegen, einen Router zu kaufen, der über ein integriertes Modem verfügt. Das ist oft nicht nur günstiger, es spart auch Platz, da nur ein Gerät angeschlossen und aufgestellt werden muss.

Wollen Sie einen Router mit eingebautem ADSL-Modem für eine schnelle Internetverbindung der Telekom verwenden, achten Sie darauf, dass er das PPPoE-Protokoll (Point-to-Point Protocol over Ethernet) beherrscht. Es ist Voraussetzung für den Dienst. Haben Sie einen Vertrag mit einem anderen Provider, kontrollieren Sie, ob dort gegebenenfalls andere Protokolle verwendet werden und ob der Wunschrouter diese unterstützt.

Unterschiedliche Geschwindigkeiten

ADSL-Unterstützung alleine reicht nicht aus. Entscheidend ist auch welche ADSL-Version der Router unterstützt. Mit der Standardversion bekommen Sie eine Bandbreite bis 6 Megabit pro Sekunde für den Download von Webseiten und Dateien. Soll es schneller gehen, brauchen Sie ADSL 2, das bis zu 12 Megabit in der Sekunde schafft oder gar ADSL 2+, mit dem Sie bis zu 24 Megabit Daten pro Sekunde empfangen können. Voraussetzung ist selbstredend, dass das Telefonnetz an Ihrem Wohnort entsprechend ausgebaut ist und Sie einen passenden Vertrag mit einem Provider abgeschlossen haben. Auch wenn Sie heute nur die Standardgeschwindigkeit nutzen können, kann es Sinn machen in ein leistungsfähigeres Gerät zu investieren, um in Zukunft bei eventuellem Netzausbau, einfach umsteigen zu können, ohne dann einen neuen Router kaufen zu müssen.

Das Gros der Router besitzt ein ADSL-Modem, man findet jedoch auch noch Geräte mit einem herkömmlichen Modem, das Daten über die einfache Telefonleitung verschickt. Für das Surfen im Internet ist solch eine Lösung nicht mehr zeitgemäß. Als reiner Faxserver ließe es sich aber guten Gewissens verwenden.

Vorteile

Für einen Router mit integriertem Modem spricht einiges. So benötigen Sie weniger Platz fürs Aufstellen, da Sie nur ein Gerät statt zwei verstauen müssen. Gleiches gilt für die Steckdose: Sie sparen einen Anschluss und damit auch ein unschönes Kabel. Fast noch größer ist der Vorteil für Konfigurationsmuffel. Sie brauchen sich nur um ein Konfigurationsmenü zu kümmern und müssen sich nicht durch zwei kämpfen.

Router ohne Modem

Zu den Routern Wer bereits ein ADSL-Modem besitzt oder statt über ADSL über einen anderen Breitbandzugang ins Internet gelangt, greift besser zu einem Router ohne Modem. Denn das würde nur die Anschaffungskosten unnötig verteuern und die Modemfunktion würde ungenutzt im Gehäuse versauern. Außerdem ist die Konfiguration einfacher, da bedeutend weniger Einstellungen nötig sind.

Bei einem Router ohne Modem, sollte man aber unbedingt überprüfen, ob dieser mit einem extern verwendeten Modem oder einem alternativen Internetanschluss kompatibel ist. Das ist zwar in aller Regel der Fall, doch Kontrolle ist besser, da es immer wieder einige Ausreißer gibt.

Sicherheit nach außen

Zu den Routern Fast alle Router haben neben der Netzwerkkoordinierung ein weiteres As im Ärmel: eine Firewall. Damit sind sie in der Lage, das gesamte Netzwerk nach außen hin zu schützen und Hackerangriffe abzuwehren.

Allerdings gibt es unterschiedliche Qualitäten bei der Verwendung des Begriffs "Firewall". So bezeichnen sehr viele Hersteller die NAT-Funktionalität, also die Fähigkeit, PCs hinter dem Router zu verbergen, bereits als Firewall. Das ist zwar nicht ganz korrekt, da es sich per Definition nicht um eine Firewall handelt, bietet aber einen vergleichbaren Grundschutz.

Echte Firewall

Deutlich weitergehender ist der Schutz einer integrierten SPI-Firewall. SPI steht für "Stateful Packet Inspection" und bedeutet, dass die eingehenden Datenpakete genau analysiert werden. Erkennt sie verdächtige Daten, werden diese geblockt und nicht ins Netzwerk durchgelassen.

Ein weiteres Sicherheitsfeature ist der so genannte Ping-Block. Ein Ping ist ein Signal, das man direkt an eine IP-Adresse über das Internet schicken kann. Ist diese aktiv, kommt das Signal zum Absender zurück. Hacker versuchen auf diese Weise PCs ausfindig zu machen und suchen dann nach Löchern, um in die Computer eindringen zu können. Der Ping-Block macht nichts anderes, als einkommende Pings zu ignorieren und bietet bereits dadurch eine erhöhte Sicherheit.

Antivirensoftware wichtig

Auch wenn der Router dank eingebauter Firewall, NAT und Ping-Block das Netzwerk schützt, ist er nicht allmächtig. Daher sollte auf jedem PC im Netzwerk zur Sicherheit eine aktuelle Antivirensoftware installiert sein, um den Schutz weiter zu erhöhen.

Um stets gleich bleibend hohe Sicherheit zu haben und auch gegen aktuelle Angriff aus dem Web gefeit zu sein, sollte man regelmäßig auf der Webseite des Herstellers die aktuelle Firmwareversion kontrollieren und bei Aktualisierung sofort aufspielen. Bei Neuanschluss des Routers sollte man dies ebenfalls umgehend machen, da seit der Produktion des Gerätes möglicherweise eine neuere Version verfügbar ist. Am besten, man kontrolliert wöchentlich, ob neue Software verfügbar ist. Gute Router sollten dies automatisch im Hintergrund erledigen können.

Direkt zur Antiviren-Software

Sicherheit für WLAN-Verbindungen

Zu den Routern Für kabellose Netzwerke gelten weitere Sicherheitsmerkmale. Hier sollten alle übertragenen Daten zusätzlich verschlüsselt werden, damit Außenstehende diese nicht entziffern können. Weiterhin sollte es Fremden unmöglich sein, in das Netzwerk eindringen zu können.

Verschlüsselung verwenden

Um das zu verhindern, sollte mindestens die Verschlüsselungsmethode WEP (Wireless Equivalent Privacy) zum Einsatz kommen. Diese gilt zwar als relativ unsicher, da sie mit nur geringem Aufwand zu knacken ist. Doch benötigt man selbst dafür schon einiges Fachwissen, so dass sich Nachbarn und unbedarfte Anwender dadurch auf jeden Fall vom Netzwerk fernhalten lassen.

Deutlicher sicherer ist die WPA-Verschlüsselung (WiFi-Protected Access). Gilt es wichtige, sensible Daten zu schützen, sollte der Router mindestens diesen Schutz bieten. Auf dem PC ist dafür aber wenigstens das Betriebssystem Windows XP mit dem Service Pack 1 Vorraussetzung. Ältere Versionen kommen mit WPA nicht zurecht.

Noch sicherer ist die verbesserte Version WPA 2. Sie gilt, zumindest bei Verwendung eines langen Passworts, als nicht zu knacken. WPA 2 basiert auf der Verschlüsselungstechnologie AES (Advanced Encryption Standard) und entspricht sogar den verschärften Sicherheitsvorgaben amerikanischer Bundesbehörden.

Schlüssel automatisch ändern

Weiter erhöhen lässt sich die Sicherheit, wenn man beim Einsatz von WPA in dem Konfigurationsmenü des Routers die Funktion "Open Key" anstelle von "Shared Key" aktiviert. Das führt zur kontinuierlichen, automatischen Veränderung des Netzwerkschlüssels. Allerdings müssen neben dem Router auch die verwendeten Netzwerkkarten diese Funktion unterstützen. Das gleiche gilt für die Verwendung der Verschlüsselungsmethode. Schafft der Router WPA 2, der PC aber nur WPA, kann man nur auf WPA setzen.

Laut Herstellerangaben soll der Einsatz von Verschlüsselung so effektiv sein, dass es praktisch nicht zu Geschwindigkeitsverlusten kommt. Das trifft aber nicht unbedingt immer zu, so dass eine gewisse Skepsis angebracht ist. Mitunter kann es zu leichten Einbußen kommen. Ob Verzögerungen auftreten und falls ja, wie hoch diese sind, kann jeder selbst testen, indem er die Zeit für einen Datentransfer mit und ohne aktivierte Verschlüsselung misst und vergleicht. Jedoch ganz gleich, ob es zur Verschlechterung der Transferleistung kommt oder nicht, sollte man zur eigenen Sicherheit stets die bestmögliche Verschlüsselung aktivieren.

Sicherheit nach innen

Zu den Routern Schutz gegen Angriffe von außen ist eine Sache, manchmal ist es aber auch wichtig, im eigenen Netz den Datenfluss kontrollieren zu können. Wer beispielsweise Kinder hat, die auf einem Eltern-PC oder mit dem eigenen Computer im Web surfen, möchte eventuell nicht jugendfreie Seiten vor ihnen verbergen. In einem kleinen Büro möchte man möglicherweise ebenfalls, dass die Mitarbeiter nicht alle Seiten im Internet erreichen können.

Gut ausgestattete Router bieten dafür Filter an, die sich je nach Gerät mehr oder weniger umfangreich konfigurieren lassen. Möglich ist beispielsweise, komplette Webadressen zu sperren oder per Schlagwort zu blockieren. Teilt man beides dem Router mit, lassen sich die jeweiligen Adressen nicht mehr aufrufen.

Besonders pfiffig sind Sicherungen, die zeitabhängig arbeiten und so beispielsweise tagsüber den Zugang zu unerwünschten Seiten blockieren, abends dagegen freie Fahrt ins Internet gewähren. Einige Geräte gestattet es gar, nur bestimmte Rechner im internen Netz per Kindersicherung zu blockieren, während andere PCs weiterhin vollen Zugriff auf alle Webseiten behalten.

Geschwindigkeit

Zu den Routern Die Geschwindigkeit, mit der Daten durch den Router flitzen können, spielt eine entscheidende Rolle. Häufig bietet die externe Schnittstelle ins Internet oder zum ADSL-Modem 10 Megabit pro Sekunde. Das klingt zunächst recht hoch, reicht aber nur für einfaches ADSL. Möchte man einen der schnelleren Zugänge nutzen, muss der Router entsprechend fixer transferieren können, also 12 oder 24 Megabit in der Sekunde.

Die Schnittstellen für den internen, kabelgebundenen Datenaustausch sollten auf jeden Fall deutlich mehr bieten. Hier gelten 100 Megabit pro Sekunde bereits als Standard. Da auch Gigabitnetze zunehmend im Massenmarkt Fuß fassen, wäre auch diese Geschwindigkeit eine Überlegung wert, zumindest wenn man entsprechend schnelle Netzwerkkarten in den PCs einsetzt. Wer allerdings in seinen PCs noch 10-Megabit-Netzwerkkarten einsetzt und diese auch so schnell nicht austauschen möchte, kann auch auf eine langsamere Variante ausweichen. Jedoch wäre hier ein fixer Router dennoch eine schlaue Wahl, um für die Zukunft gerüstet zu sein und sich alle Option offen zu halten.

Für ein kabelloses WLAN gelten andere Werte, auf die wir im folgenden Kapitel näher eingehen. Grundsätzlich lässt sich jedoch hier schon sagen, dass diese immer noch deutlich langsamer sind als kabelgebundene. Es macht also Sinn, weiterhin auch auf diese zu setzen. Kabel bieten sich etwa immer dann an, wenn man große Datenpakete sehr schnell zwischen zwei PCs austauschen möchte. Wer dann kurz sein Notebook per Ethernetkabel mit dem Router verbindet, kann beim Kopieren viel Zeit sparen.

Kabellos surfen

Zu den Routern Wer auf Kabel verzichten möchte oder mit mindestens einem Notebook drahtlos surfen will, sollte zu einem Router greifen, der einen Accesspoint integriert hat. Neben den bereits beschriebenen Features stellt er zusätzlich einen kabellosen Netzwerkanschluss nach WiFi-Standard (WLAN) zur Verfügung.

Wichtigste Kriterien bei der Auswahl eines solchen Routers sind die Geschwindigkeit für die drahtlose Datenübertragung und der Verschlüsselungsschutz, der lokale Angreifer abhalten soll, ins Netz eindringen zu können.

Unterschiedliche Standards

Bei der Geschwindigkeit dominieren zurzeit immer noch der b- und der g-Standard das Geschehen, abgekürzt nach den Zertifizierungskürzeln 802.11b und 802.11g der WiFi-Organisation. Künftig dürfte aber der Nachfolger 802.11n beide Vertreter ablösen, da er deutlich schnellere Verbindungen gestattet. Die b-Variante erlaubt eine maximale Datenübertragung von 11 Megabit pro Sekunde, was etwa einem Megabyte entspricht. Der g-Standard kann demgegenüber fünfmal so viele Daten übertragen. Auf ein Vielfaches dessen, nämlich bis zu 300 Megabit pro Sekunde, bringt es der n-Standard.

Diese hohe Geschwindigkeit erreicht man durch Bündelung mehrerer Funkkanäle und die Verwendung mehrerer Antennen. Die dazu verwendete Technik trägt das Kürzel MIMO (Multiple Input/Multiple Output). Sie verbessert obendrein auch die Reichweite, was interessant für alle ist, die bereits ein WLAN mit anderer Technik einsetzen, dort aber mit Empfangsproblemen zu kämpfen haben. Neben der MIMO-Technik verfügt der Standard mit dem so genannten Wide-Channel-Modus über die Möglichkeit, die Kanalbreite zu vergrößern. Dadurch lässt sich die Übertragungsgeschwindigkeit weiter steigern. Allerdings kann dieses Feature Störungen in benachbarten WLAN-Netzen verursachen.

Draft-n als Quasi-Standard

Zu bedenken ist jedoch, dass der neue Standard noch nicht endgültig von der IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) verabschiedet ist. Bisher gibt es nur einen beschlossenen Entwurf (engl. draft) mit den Eckdaten für den kommenden Standard. Um nicht bis zu dessen endgültiger Fassung Ende 2008 warten zu müssen, haben sich aber schon heute alle großen Hersteller in der WiFi-Alliance zusammengefunden und den Entwurf unter dem Namen Draft-n zum Quasi-Standard erhoben. Das bedeutet, sie garantieren, dass ihre Geräte schon heute mit der hohen Geschwindigkeit untereinander Daten austauschen können. Gleichzeitig versichern sie, ihre Netzwerkprodukte nach der Zertifizierung per Firmwareupdate 100 Prozent kompatibel zum neuen Standard zu machen.

Kompatibilität

Der g- und n-Standard sind abwärtskompatibel. Beide können untereinander und auch mit Geräten des langsamen b-Netzes Daten austauschen. Daneben existiert aber auch noch der so genannte a-Standard, der mit allen dreien nicht kompatibel ist. Grund: Diese Geräte funken in einem anderen Frequenzbereich. Die Geschwindigkeit im a-Netz entspricht der des g-Netzes, also 54 Megabit pro Sekunde. Aufgrund der geringeren Verbreitung funkt man in diesem Netz sicherer, da es für Hacker uninteressant ist. Gleichzeitig ist die Gefahr, dass jemand unbeabsichtigt auf den eigenen Funkwellen funkt geringer. Weiterer Vorteil: Der verwendete Frequenzbereich ist unanfälliger gegen Störungen.

Tatsächliche Geschwindigkeit

Bei den bisher angesprochenen und in Verkaufsprospekten angegebenen Übertragungsdaten handelt es sich immer um die theoretisch maximal erzielbaren Geschwindigkeiten. Jedoch werden diese unter realen Bedingungen nie erreicht. Meist muss man sich mit der Hälfte bis einem Viertel zufrieden geben, abhängig von der jeweiligen Umgebung. Die jeweils höchste Geschwindigkeit lässt sich zudem nur erreichen, wenn ausschließlich Geräte desselben Standards zum Einsatz kommen. Funkt in einem schnellen n-Netz etwa auch ein Gerät mit g- oder b-Netzwerkkarte, drückt das die Geschwindigkeit des gesamten Netzwerkes herunter.

Für welchen Standard man sich entscheidet sollte vom Einsatzzweck abhängig sein. Wer mit einem Standard-ADSL-Anschluss im Web surft und kaum oder nur kleine Datenmengen durch die Luft auf einen anderen PC schicken möchte, kommt gut mit der langsamsten b-Variante zurecht. Ein schnellerer Internetzugang verlangt demgegenüber auch nach einem schnelleren Netz. Hier tut es bereits das g- oder a-Netz, die beide auch für das Übertragen von Spielfilmen in DVD-Qualität ausreichend schnell sind. Für Filme in HDTV-Qualität oder das gleichzeitige Übertragen mehrerer Filme an unterschiedliche Computer, ist demgegenüber ein fixes n-Netz erforderlich. Hierüber wird auch das Kopieren größerer Daten nicht zur Tortur.

Darauf achten

Zwei weitere Dinge gibt es zu beachten. Erstens, kabellose Router sollten einen externen Antennenanschluss haben, um bei Verbindungsproblemen eine externe Antenne anschließen zu können. Zweitens, möchte man auch kabelgebundene PCs anschließen, sollte der Router über einen integrierten Switch verfügen und dort mindestens 100 Megabit Übertragungsgeschwindigkeit bieten. Langsamere 10-Megabit-Anschlüsse gelten als überholt.

Mehr Informationen zum kabellosen Datenaustausch finden Sie in der Kaufberatung Funknetzwerke.

Interessante Extras

Zu den Routern Manch ein Router wartet mit weiteren Extras auf. Besonders interessant ist ein integrierter Printserver, der alle angeschlossenen PCs einen gemeinsamen, nicht netzwerkfähigen Drucker nutzen lässt, ohne dass ein steuernder PC angeschaltet sein muss. Zwar ließe sich das über Windows auch realisieren, würde aber voraussetzen, dass der PC, an dem der Drucker angeschlossen wäre, angeschaltet sein müsste.

Ein Printserver vereinfacht zudem die gemeinsame Nutzung eines nicht netzwerkfähigen Druckers in gemischten Netzwerken, in denen auch Apple- und/oder Linux-Rechner werkeln. Achten Sie aber auf den richtigen Anschluss. Vereinzelt kommt noch der parallele Druckeranschluss zum Einsatz. Moderne Drucker verlangen aber in der Regel, per USB-Anschluss Kontakt aufnehmen zu können.

Heißer Draht zur Firma

Möchten Sie von zu Hause aus eine direkte Verbindung in ein Firmennetzwerk aufbauen, ist dazu in aller Regel der Aufbau eines virtuellen Netzes, eines so genannten VPN (Virtual Private Network), nötig. Bei einem VPN wird ein sicherer Tunnel aufgebaut (Punkt-zu-Punkt-Verbindung), durch den der PC sicher mit dem Netzwerk kommuniziert. Die Daten werden für diese Kommunikation verschlüsselt. Nicht jeder Router bietet diese Funktionalität. Halten Sie bei Bedarf danach Ausschau.

Damit die Bedienung einfach funktioniert, sollte man darauf achten, den Router per Webbrowser konfigurieren zu können. Diese Methode ist weit verbreitet und erspart ein zusätzliches Programm auf der Festplatte.

Router als Server

Interessant sind auch Router, die im Gehäuse Platz für eine Festplatte haben. Dadurch mutiert der Router zum Netzwerkserver mit zentraler Datenlagerung oder auch zum Backupmedium. An einen USB-Anschluss lässt sich statt einem Drucker zumeist auch eine externe Festplatte oder eine Webcam anschließen, auf die ebenfalls alle im Netzwerk angemeldeten PCs zugreifen können. Sehr praktisch ist auch eine integrierte VoIP-Funktion (Voice over IP), die günstige oder auch kostenlose Telefongespräche über das Internet ermöglicht.

Tipps für kabellose Netze

Zu den Routern Kabellose Netze gelten nur als bedingt sicher. Neben der bereits erwähnten Verschlüsselung, gibt es noch einige einfache Tipps, mit denen man sein Netz gegen Angreifer schützen kann.

Wenn man einen WLAN-Router installiert, ist es ratsam, dessen Standard-Netzwerknamen zu verändern. Man findet diesen hinter dem Kürzel SSID (Service Set Identifier). Da alle Geräte desselben Herstellers oft einen identischen Namen verwenden, bräuchte ein Hacker nur eine handvoll Standardnamen durchzuprobieren, um ins Netzwerk zu gelangen. Denn ohne Kenntnis des Namens, kann kein PC am Netzverkehr teilnehmen. Er muss auf allen PCs identisch sein. Übrigens, vergrößert man die Reichweite seines kabellosen Netzwerks durch einen oder mehrere Accesspoints, ändert sich das Kürzel in ESSID, da es sich um ein erweitertes (extended) kabelloses Netz handelt.

Lange Namen verwenden

Setzen Sie bei der Namenswahl auf eine möglichst lange Kombination von Buchstaben und Ziffern. Das macht es einem Hacker schwer, diese durch Ausprobieren zu erraten. Auch falls dieser eine Software verwenden sollte, die wieselflink tausende von Worten austestet, kann solch eine Kombination schwer zu erraten sein, da sie vermutlich in keiner Datenbank, auf die eine solche Software oft zugreift, vorkommt. Der Name darf bis zu 32 Zeichen lang sein.

Gleiches gilt für das Passwort, das den Zugriff auf die Voreinstellungen des Routers steuert. Denn auch hier verwenden die Hersteller ab Werk stets die gleichen Standardkennworte. Meist trifft man hier auf "Admin", "Passwort", "1234" oder gar auf eine leere Eingabe, die gar kein Passwort verlangt.

Netzwerk verstecken

Immerhin gegen Trittbrettfahrer, die nur mit mäßiger krimineller Energie nach offenen Netzwerken suchen, um etwa kostenlos surfen zu können, hilft das Verstecken des Netzes. Dies erreicht man dadurch, dass man den Router veranlasst, nicht automatisch das Vorhandensein des Netzwerkes auszusenden. Lässt ein Außenstehender sein Betriebssystem nach vorhandenen WLANs absuchen, würde dieses nicht in dessen Liste auftauchen. Spezielle Suchprogramme könnten das Netzwerk aber dennoch entdecken.

IP nicht automatisch vergeben

Weiter ist es ratsam, nicht den DHCP-Server am Router zu aktivieren und damit eine automatische IP-Vergabe auszulösen. Dadurch würde auch ein Fremder automatisch Zugang bekommen, wenn er das Passwort kennen sollte. Zwar wird dadurch die Konfiguration des Netzes etwas aufwendiger, doch die Sicherheit wird deutlich erhöht. Die Konfiguration wird deshalb aufwendiger, da man jedem PC im Netzwerk manuell eine IP-Adresse zuordnen und ihm mitteilen muss, dass er sich bei Netzwerkanfragen an den Router (dessen IP-Adresse) richten soll. Allerdings stellt dieser Weg sicher, dass nur PCs mit explizit zugeteilter IP-Adresse am Netzwerkverkehr teilnehmen können. Fremde PCs bekommen nicht automatisch eine IP-Adresse vom Router zugewiesen und müssen draußen bleiben.

Benutzerkreis einschränken

In privaten, nach außen nicht sichtbaren Netzwerken, verwendet man allerdings häufig, ähnliche Adressbereiche. So könnte ein Hacker durch Ausprobieren trotzdem Zugang zum Netzwerk erlangen. Daher kann es sinnvoll sein, die Hürde noch höher zu legen und nur PCs am Netzverkehr teilnehmen zu lassen, dessen Netzwerkkarte dem Router bekannt ist. Denn jede Netzwerkkarte hat eine eindeutige Kennung, die so genannte MAC-Adresse (Media Access Control), die es weltweit nur ein einziges Mal gibt. Solch eine Absicherung ist aber etwas aufwendiger und eignet sich auch nur für Netzwerke, in die sich nicht regelmäßig Gast-PCs einklinken sollen, da man jedesmal dessen MAC-Adresse ermitteln und dem Router mitteilen müsste.

Installation

Einen Router sollte man stets nur über eine Kabelverbindung konfigurieren, selbst dann, wenn man ihn ausschließlich für ein kabelloses Netzwerk nutzen möchte. Einerseits ist das häufig der einzige Weg ihn überhaupt konfigurieren zu können. Andererseits, wenn die drahtlose Verbindung klappen sollte, bestünde bei kabelloser Konfiguration die Gefahr, dass sich Router und PC für immer aus den Augen verlören, wenn etwas schief ginge. Das Kabel kann man nach erfolgreichem Einstellen wieder entfernen.

Empfang und Reichweite verbessern

Um möglichst keine Probleme mit dem Empfang zu haben und überall im Haus oder auch im Garten mit höchstmöglicher Geschwindigkeit auf das Netzwerk zugreifen zu können, ist es wichtig, den Router günstig aufzustellen. Versteckt unter dem Schreibtisch, im Heizungskeller oder hinter der Bücherwand hat der Router möglicherweise mit Empfangsproblemen zu kämpfen. Je ungehinderter die Funkwellen sich verbreiten können, desto besser ist die Netzqualität. Gut geeignet ist etwa ein hoher, freier Platz auf einem Regal oder fest aufgehängt an einer Wand, idealerweise etwa in der Mitte der Wohnung. Somit wäre die Qualität in allen Räumen gleich gut.

Steht der Router stark abgeschirmt oder entfernt man sich sehr weit davon, reißt nicht automatisch die Netzwerkverbindung ab. Zunächst reduzieren sich die Sende- und Empfangsleistungen und damit die Übertragungsrate. Kontakt zum Router bedeutet somit nicht, dass man die volle Bandbreite zur Verfügung hat. Dazu muss die Verbindung optimal sein. Wie gut Sender und Empfänger Daten austauschen können, kann man am Netzwerksymbol unten rechts in der Taskleiste des Betriebssystems ablesen.

Weitere Informationen zum Thema Router finden Sie in diesen Fachbüchern.

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