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Kaufberatung PDA und Organizer 


Direkt zu den PDAs und Organizern

1. Sekretär für die Jackentasche

2. Taschen-PCs ohne Tastatur

3. Taschen-PCs mit Tastatur

4. Smartphones

5. Die unterschiedlichen Betriebssysteme

6. PalmOS

7. PocketPC

8. Symbian

9. Übrige

10. Linux

11. Erweiterbarkeit

12. Drahtloser Datenverkehr

13. Hoher Strombedarf

14. Nützliches Zubehör

15. Tipps und Tricks


Sekretär für die Jackentasche
Zu den PDAs Kennen Sie das? Sie sind häufig unterwegs und brauchen die Anschrift eines Geschäftspartners oder Freundes, etwas zum Schreiben oder Sie müssen unbedingt wissen, ob eine wichtige Email angekommen ist? Dann sind Sie reif für einen PDA, einen "Personal Digital Assistent". Solch ein kleiner Taschencomputer ist eine ungemeine Hilfe: er speichert tausende Adressen, dient als elektronischer Notizblock und Kalender, kommuniziert mitunter über das Internet und kann auch mit einem flotten Spielchen zur Entspannung beitragen.

Besonders gut: Sämtliche Daten kann man durch einfachen Knopfdruck direkt vom Computer in den Taschen-PC und wieder zurückübertragen, mühsames Eintippen entfällt. Das gilt nicht nur für die erste Installation, sondern immer. Fügt man am PC oder am PDA neue Daten in die Datenbank ein, kann man beide Gerät anschließend mit nur einem Knopfdruck auf denselben Stand bringen.

PDAs können sogar das Zeitungsabo überflüssig machen. Mit entsprechender Software ausgestattet, laden Sie auf Knopfdruck alle News, die Sie interessieren, über den PC aus dem Internet. Anschließend kann man diese in aller Ruhe auf dem PDA studieren. Praktisch!

Hat man sich einmal zum Kauf eines solch nützlichen Helferleins durchgerungen, stößt man auf ein großes Angebot unterschiedlicher Geräte und gleichzeitig auf die Frage: "Welcher ist der richtige für mich?". Die Antwort darauf ist gar nicht so schwer, wenn man sich einfach an seine persönlichen Bedürfnisse hält.

Ein großes Gewicht erhält dabei die Frage, ob Sie bereits eine Adressenverwaltungs- und Terminplanungssoftware wie Microsoft Outlook oder Lotus Organizer einsetzen. Dann sollten Sie die Auswahl auf die Geräte einschränken, die Daten mit diesen Programmen austauschen können. Andernfalls müssten Sie nicht nur die Terminverwaltung wechseln, sondern auch sämtliche Daten für das vom PDA bevorzugte Programm konvertieren, oder im schlimmsten Fall komplett neu per Hand eingeben.

Um Ihnen die Auswahl zu erleichtern, beschreiben wir im Folgenden die Unterschiede der einzelnen Gerätegattungen sowie die Vor- und Nachteile der jeweils verwendeten Betriebsysteme. (pr)

Taschen-PCs ohne Tastatur
Zu den PDAs Weit verbreitet sind PDAs ohne Tastatur. Sie sind klein und passen in jede Westentasche. Die leichtesten Geräte wiegen nur wenig mehr als ein Handy, schwerere Vertreter bringen aber auch schon mal das Gewicht einer vollen Getränkedose auf die Waage. Die Bedienung erfolgt über einen speziellen Stift, der Platz im Gehäuse findet. Mit ihm öffnet und schließt man Programme durch leichten Druck auf den berührungsempfindlichen Bildschirm.

Um Daten, etwa eine neue Adresse, aufzunehmen, schreibt man einzelne Buchstaben auf das Display, oder klickt die Buchstaben einer virtuellen Tastatur an. Da das auf die Dauer recht mühselig und nur für kürzere Eingaben sinnvoll ist, eignet sich ein Taschen-PC ohne Tastatur hauptsächlich für das Abfragen von Daten, die man von zu Hause mitgenommen hat. Wer unterwegs viele Daten eingeben muss, sollte zu einem PDA mit Tastatur greifen, oder den Kauf einer kleinen externen Tastatur mit einplanen (mehr Infos zum Zubehör weiter unten).

Der Datenabgleich zwischen PC und PDA ist denkbar einfach. In der Regel gibt es eine Dockingstation, ein so genanntes Cradle, das via USB-Port oder serieller Schnittstelle mit dem PC verbunden ist. An dieser Station befindet sich ein Synchronisationsbutton. Steht der PDA im Cradle, genügt ein Druck auf diesen Button und der Datenabgleich beginnt. Meist ist es dazu nicht einmal nötig den Organizer anzuschalten. Der Druck auf den Button startet den PDA und gleichzeitig das korrespondierende Programm auf dem PC. Nun werden alle auf dem PC veränderten Einträge auf dem PDA aktualisiert und umgekehrt. Hat man einen Nachrichtendienst abonniert, wird während des Synchronisationsvorgangs eine Verbindung zum Internet hergestellt, neue Daten werden abgerufen und automatisch in den PDA übertragen.

Man muss aber nicht am PC sitzen, um auf das Internet zugreifen zu können. Zusammen mit dem Handy, einer GSM-Hardwareerweiterung oder einem WLAN-Modul für drahtlosen Netzwerkzugriff kann man überall online gehen, eine Mobilversorgung des jeweiligen Gebietes vorausgesetzt. Mit dem Handy kann der PDA auf dreierlei Art Kontakt aufnehmen: Entweder verbindet man beide Geräte mit einem Datenkabel, das man oft extra kaufen muss, oder man lässt beide über einen Infrarot-Ausgang, wie ihn viele PDAs und Handys bieten, miteinander kommunizieren. Das setzt aber voraus, dass beide Geräte relativ dicht und ruhig nebeneinander liegen. Etwas komfortabler und ebenfalls drahtlos geht es mit Hilfe der Bluetooth-Technik. Sind Handy und PDA damit ausgestattet, kann das Handy sogar in der Jackentasche oder dem Aktenkoffer bleiben, um dem PDA den Weg ins Internet zu ebnen. Weiter als etwa zehn Meter sollten beide aber nicht voneinander entfernt sein.

Taschen-PCs mit Tastatur
Zu den PDAs PDAs mit Tastatur - auch Palmtops genannt - sind heute immer schwerer zu finden. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass man dank der Tastatur auch unterwegs leicht große Datenmengen aufnehmen kann. Sogar zum Briefe schreiben lassen sich die Geräte guten Gewissens verwenden, da sie neben Tastatur auch über ein größeres Display verfügen. Dafür sind sie aber insgesamt etwas größer und meist auch schwerer. Wer häufig Emails und Faxe von unterwegs schicken und auch empfangen möchte, ist ebenfalls besser mit diesem Gerätetyp beraten, da häufig schon ein internes Modem ins Gerät integriert ist, oder über einen PC-Card-Schacht als Erweiterung installiert werden kann.

Die Bedienung erfolgt auch hier über einen Stift. So ruft man Programme mit einem Klick auf das entsprechende Symbol auf. Mitunter gibt es feste Programmleisten am Rand des Bildschirms, meist unten und an den Seitenrändern, über die man die Programme ebenfalls mit dem Stift startet.

Der Datenabgleich mit dem PC ist nicht ganz so komfortabel wie bei den kabellosen Geräten. Das liegt daran, dass meist kein Cradle zum Einsatz kommt, der den Datenabgleich per Knopfdruck ermöglichen würde. Der PDA wird stattdessen mit einem Kabel an den PC angeschlossen. Trotzdem ist der Abgleich kaum komplizierter. Nach dem Anschluss des PDA muss man nur die mitgelieferte Kommunikationssoftware starten und mit der Maus einen Button klicken, mehr nicht.

Smartphones
Zu den PDAs Wer unterwegs ständig auf Daten aus dem Internet zugreifen oder Emails und Faxe versenden muss, kann auch zu einem Smartphone - manchmal Kommunikator genannt - greifen. Das ist ein Gerät, das Handy und PDA in einem Gehäuse kombiniert. Mit ihm kann man seine Daten verwalten und ganz normal telefonieren. Je nach Gehäuseausführung telefoniert man direkt mit dem Gerät am Ohr oder über eine, meist mitgelieferte, portable Freisprecheinrichtung. Aktuelle Geräte bieten genau wie moderne Handys GPRS-Technik für die schnelle Datenübertragung.

Der Funktionsumfang der PDA-Komponente entspricht meist komplett dem eines normalen Organizers, man geht also bei der Wahl eines Smartphones keine Kompromisse ein. Im Gegenteil, die Vorteile überwiegen. Man erhält sowohl einen kompletten PDA, sowie ein vollwertiges Handy in einem Gerät. Da ein Gerät wegfällt, muss man sich auch keine Gedanken mehr über eine Verkabelung oder den drahtlosen Datenaustausch machen. Doch auch bei der Wahl eines Smartphones muss man sich die Frage stellen: mit oder ohne Tastatur?

Der bekannteste Vertreter ist sicherlich der Kommunikator von Nokia. Seine typische Handyform zeigt deutlich, dass Nokia hier ein Telefon um die Fähigkeiten eines PDA erweitert hat. Um die Organizer-Fähigkeiten nutzen zu können, muss man den Kommunikator lediglich aufklappen. Zum Vorschein kommen dann eine Tastatur sowie ein ansehnliches Display. Obwohl Nokias Kommunikatorreihe schon recht lange auf dem Markt ist, gibt es für sie weniger Zusatzsoftware als für PDAs.

Zur Gilde der tastaturlosen Smartphones zählen beispielsweise die Handspring Treos. Zwar gibt es diese auch in einer Ausführung mit Minitastatur, doch ist die kaum für längere Einträge zu gebrauchen. Die Treos sind, anders als die Nokia-Geräte, um die Handy-Funktionalität erweiterte PDAs mit PalmOS-Betriebssystem. Das bedeutet, für sie gibt es Software zuhauf.

Smartphones sind zwar teuerer als "normale" PDAs, doch darf man nicht vergessen, dass man das Geld fürs Handy einspart.

Die unterschiedlichen Betriebssysteme

Neben den verschieden Gehäusetypen, setzen die Hersteller auch unterschiedliche Betriebssysteme ein, deren Programme untereinander nicht kompatibel sind. So muss man sich auch beim Kauf entscheiden, in welches Lager man sich begeben will. In den folgenden Kapiteln erfahren Sie deshalb einiges über die Vor- und Nachteile der gängigen Systeme.

PalmOS
Zu den PDAs Das PalmOS war das erste große System für tastaturlose PDAs. Es wurde von der Firma US-Robotics für den PDA Palm Pilot produziert, ein PDA, der sich äußerlich und in der Grundfunktionalität kaum von heutigen PalmOS-Geräten unterscheidet. Die große und schnelle Verbreitung des Systems ist auf die Lizenzierungspolitik zurückzuführen. Dank dieser wird das PalmOS heute in vielen PDAs unterschiedlicher Hersteller eingesetzt. Es war lange Zeit Marktführer, ist aber inzwischen vom Hauptkonkurrent Microsofts PocketPC überholt.

Für das PalmOS existiert ein großes Angebot an Zusatzsoftware. Neben vielen kommerziellen Programmen, ist es vor allem das riesige Share- und Freewareangebot, das dieses Betriebssystem so attraktiv macht. Obendrein kommt das PalmOS selbst mit wenig Speicher aus. Dadurch arbeitet es nicht nur flink, sondern lässt viel Raum für Zusatzprogramme. Weiteres Plus des schlanken Systems: es kommt mit weniger Rechenleistung aus.

Das PalmOS ist leicht und intuitiv zu bedienen. Dank der integrierten Software "Documents To Go" kann es Office-Dokumente, wie Word- oder Excel-Dateien lesen, verändern und als solche wieder speichern. Datenaustausch mit MS Outlook ist genauso problemlos möglich wie das Surfen im Internet, sobald eine Netzverbindung besteht.

Für Mac-Anwender mit einem Apple-Computer ist das PalmOS die bessere Wahl, das es den Datenaustausch problemlos durchführen kann. Zu jedem PalmOS-PDA gehört in der Regel eine Kommunikationssoftware zum Datenabgleich mit einem Apple-Computer.

In dieser PDA-Gruppe lassen sich übrigens die günstigsten PDAs finden, da es immer noch Einstiegsmodelle mit Graustufendisplay gibt. Bereits für unter 100 Euro sind solche Organizer auf dem Markt.

PocketPC
Zu den PDAs Mit PocketPC ist Microsoft angetreten, dem PalmOS Paroli zu bieten und die Marktführerrolle zu übernehmen. Ältere Versionen des Systems sind unter dem Namen Windows CE bekannt. Die größte Attraktivität des Systems liegt darin, dass es aussieht wie Windows und sich auch fast genauso bedienen lässt. So muss man sich kaum umgewöhnen, wenn man auch am Desktop-PC mit einem Windows-Betriebssystem arbeitet. Hinzu kommt, dass es zusammen mit so genannten Pocket-Versionen von Word, Excel und PowerPoint ausgeliefert wird. Dank dieser kann man seine PC-Dateien problemlos am PDA betrachten und weiterverarbeiten.

Auch in Sachen Internetsurfen gibt es gewohnte Kost. So sind bereits ein Outlook-kompatibles Mailprogramm und eine PDA-Version des Internet-Explorers im Lieferumfang enthalten. Mit Zusatzsoftware sieht es mittlerweile genauso gut aus wie für das PalmOS.

Nachteil des PocketPC-Systems: sämtliche Programme und auch das Betriebssystem verbrauchen viel Speicherplatz, so dass selbst eine üppige Speicherausstattung schnell knapp werden kann. Zudem erfordern die mächtigen Programme einen schnellen Prozessor, was ebenso wie das standardmäßige Farbdisplay stark an der Ausdauer der Batterien zehrt.

Damit das System flott zur Sache gehen kann, sollte es von einem Prozessor mit mindestens 300 Megahertz Rechenleistung angetrieben werden. Meist setzen die Hersteller dabei auf den XScale-Prozessor von Intel. Um diesen nicht unnötig durch Platzmangel auszubremsen, gilt eine Speicherausstattung mit mindestens 64 Megabyte Systemspeicher als sinnvoll.

Ein Nachteil, der aber nur Apple-Anwender betrifft: PocketPCs werden ohne Synchronisationssoftware für Macintosh-Computern ausgeliefert. Inzwischen gibt es aber mit der Software "Pocketmac" eine Möglichkeit, Daten zwischen PocketPCs und Macs auszutauschen. Die Vollversion kostet 25 US-Dollar, etwa 21 Euro und eine abgespeckte Light-Version kann man für 15 US-Dollar, zirka 12,50 Euro erstehen.

Symbian
Zu den PDAs Symbian ist eine Weiterentwicklung des Epoc-Systems, das die Firma Psion schon vor vielen Jahren in ihren Organizern einsetzte. Es ist sehr schlank und schnell und bot schon vor Jahren ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeiten. Email-, Fax-, SMS-Versand und Websurfen beherrscht das System aus dem Effeff. Daher ist es auch für die Smartphones der Handyhersteller Nokia und SonyEricsson die erste Wahl.

Klassische Organizerprogramme wie Kalender, Adressverwaltung und Notizblock bietet Symbian ebenfalls; auch Word-Dokumente lassen sich teilweise bearbeiten. Bei der Zusatzsoftware sieht es aber mau aus. Nur vergleichsweise wenig Programme kann man nachträglich installieren. Die Bedienoberfläche des Systems lässt sich flexibel gestalten. Daher kann es sein, dass das System auf unterschiedlichen Geräten komplett anders aussieht. Die Funktionalität ist aber weitgehend dieselbe.

Übrige
Zu den PDAs Neben den großen gibt es eine ganze Reihe kleiner Systeme, die häufig in günstigen PDAs verwendet werden. Dazu zählt beispielsweise Casios PVOS. Das System ist nicht so leistungsfähig wie die zuvor beschriebenen, bietet aber alle wichtigen Funktionen und sogar die Möglichkeit, Daten kabellos via Infrarot auszutauschen. Nachteil ist aber die Texteingabe: man kann Text nur mit Hilfe eines Stiftes per Klick auf einzelne Buchstaben einer virtuellen Tastatur am Display vornehmen. Eine automatische Texterkennung handgeschriebener Buchstaben fehlt. Immerhin, bei einigen Geräten kann man diese nachträglich installieren.

Auch von Microsoft gibt es ein weiteres System, auf das man aber nur noch selten trifft: Microsoft Windows für Handheld PC 2000. Es wird in Organizern mit Tastatur eingesetzt, beispielsweise in einigen Journada-Modellen von Hewlett-Packard. Auch dieses System leistet alle wichtigen PDA-Dienste, ist aber leider kaum durch zusätzliche Programme erweiterbar, zumindest nicht in gleichem Umfang wie das Pocket-PC-System aus gleichem Hause.

Linux
Zu den PDAs Das kostenlose Betriebssystem Linux hat auch den Weg auf den PDA gefunden, es wird beispielsweise von Sharp in Organizern der Zaurus-Familie eingesetzt. PDAs mit Linux sind aber bis dato nur für Linux-Kenner geeignet, die sich mit dem System bereits auskennen. Andere sollten lieber noch die Finger davon lassen.

Für Linux-Freunde hat das System aber einiges zu bieten. Bemerkenswert ist die große Programmvielfalt, alle Bereiche von Terminverwaltung, Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Multimedia und Kommunikationsdienste werden abgedeckt.

Da Linux aber eigentlich für Desktop-PCs entwickelt wurde, eignet es sich am besten für PDAs mit Tastatur, da viele Funktionen eine Tastatureingabe erfordern und eine Stiftsteuerung nicht vorsehen.

Erweiterbarkeit
Zu den PDAs Genau wie für einen PC und ein Notebook gilt auch für den PDA, dass man auf die mögliche Erweiterbarkeit achten sollte. Auch wenn man anfangs mit Leistung und Ausstattung vollauf zufrieden sein sollte, kommt doch oft später der Wunsch nach mehr. Entweder wird der Speicher knapp, oder man möchte doch unterwegs die Mail abfragen, was einem zuvor noch unnötig erschien. Selbst das teurere Gerät kann so auf Sicht günstiger sein, wenn es einfache Erweiterbarkeit bietet, die das vermeintliche Schnäppchen nicht hat. Wer am falschen Ende spart, muss später eventuell ein neues Gerät kaufen, nur weil das aktuelle nicht den Nutzen bietet, den man braucht.

Wer heute schon weiß, dass er in einigen Monaten eine bestimmte Erweiterung benötigen wird, sollte vor dem Kauf prüfen, ob es die benötigte Erweiterung für den gewählten Organizer auch gibt.

Wichtige Frage: welche Schnittstelle wird für die Speichererweiterung eingesetzt? Diese Frage wiegt doppelt, denn: zum einen dürfte Speicher, der eine absolut gängige Schnittstelle, wie etwa für CompactFlash-Karten oder SD-Card künftig günstiger sein, als gleichwertiger Speicher, der eine exotische Schnittstelle verwendet. Grund: gängiger Speicher wird in größeren Stückzahlen als Massenware gefertigt. Das drückt den Preis. Zum anderen ist die Speicherkartenschnittstelle auch für weiteres Zubehör wichtig. So werden Hardwareerweiterungen, wie beispielsweise ein Digitalkameraaufsatz oder eine GPS-Modul meist in den gleichen Steckplatz gesteckt. Wählen Sie also möglichst ein Gerät, für dessen Schnittstelle es günstigen Speicher und viele Hardwareerweiterungen gibt.

Drahtloser Datenverkehr
Zu den PDAs Nicht nur Notebooks können öffentliche Surfzonen, so genannte Hotspots, nutzen, auch PDAs klinken sich ohne Probleme in diese Netze ein. Voraussetzung dafür ist eine WLAN-Antenne. Bei den meisten Mittel- und Oberklassen-PDAs gehört diese heute schon standardmäßig zum Lieferumfang. Für andere gibt es Nachrüstsätze in Form von Steckkarten. Allerdings funken PDAs im Gegensatz zu Notebooks nur nach dem langsamen WiFi 800.11b-Standard, also mit maximal elf Megabit in der Sekunde. Für E-Mail-Verkehr und Websurfen ist das aber mehr als ausreichend, da kaum ein Internetprovider diese Geschwindigkeit überhaupt anbietet.

Die Handlichkeit eines PDAs, sowie die Möglichkeit, drahtlos mit dem Internet Kontakt aufzunehmen, eröffnet die Möglichkeit, kostengünstig und komfortabel über das Internet telefonieren zu können. Dazu verwendet man "Voice-over-IP-Technik", welche die Sprache in kleine Datenpakete umwandelt, über das Internet verschickt und beim Empfänger wieder in Töne zurückverwandelt. So telefoniert man kostenlos, respektive zu einem Bruchteil der üblichen Telefonkosten.

Für den drahtlosen Datenaustausch außerhalb von Hotspots bietet sich Bluetooth an, das auch immer mehr Taschen-PCs von Haus aus mitbringen. Diese Funktechnik stellt beispielsweise eine Verbindung zum Handy her, um unterwegs E-Mail abfragen oder im Web surfen zu können. Auch Fotos von entsprechend ausgerüsteten Digicams lassen sich übertragen. Beim drahtlosen Drucken machen aber einige PDAs nicht mit. Möchte man dieses Feature nutzen, ist es wichtig, die technischen Produktdetails genau studieren.

Wer unterwegs seine E-Mails empfangen möchte, aber kein Bluetooth-Handy besitzt, sollte auf eine IrDa-Schnittstelle wert legen. Darüber können PDA und Telefon per Infrarot Kontakt aufnehmen, Daten austauschen sowie E-Mail abfragen und versenden. Internetsurfen ist zwar ebenfalls möglich, doch aufgrund sehr langsamer Datenübertragung nicht mit zufrieden stellender Geschwindigkeit.

Hoher Strombedarf
Zu den PDAs Die hohe Prozessorgeschwindigkeit, die leistungsfähigen Betriebssysteme und die farbigen Displays fordern ihren Tribut. Die meisten PDAs halten im Dauerbetrieb gerade mal einen Arbeitstag durch. Das heißt, nach acht Stunden ist der Akku leer. Einige müssen sogar noch früher wieder an die Steckdose.

Selbst diese kurzen Zeiten erreichen sie nur, wenn man auf den Betrieb der Hintergrundbeleuchtung verzichtet. Sie führt gut und gerne zu einer Halbierung der maximalen Laufzeit. Zu einer weiteren Halbierung führt, wenn man die komplette Zeit, mit Beleuchtung drahtlos im Internet surft, da auch das sehr viel Energie kostet. Im Extremfall, macht der PDA dann schon nach nur einer Stunde (!) schlapp.

Wer also viel unterwegs ist, dabei auf Hintergrundbeleuchtung und drahtlosen Netzwerkzugriff angewiesen ist, sollte sich einen PDA suchen, bei dem der Akku austauschbar ist. Dann kann man mit einem oder mehreren Reserveakkus die Zeit hinauszögern, bis der kleine Zwerg wieder ans Netz muss. Leider bieten recht wenige die Möglichkeit des Akkuwechsels, was zudem auch noch Folgekosten für die Akkus nach sich zieht.

Nützliches Zubehör
Zu den PDAs Das Zubehörangebot reicht von kostenloser einfacher Freeware bis hin zu aufwendiger Software. Und was viele gar nicht wissen: auch für PDAs gibt es tolle Spiele. Ob Moorhuhn, Rayman oder Tomb Raider, mit dem Organizer kann man sich unterwegs gepflegt die Zeit vertreiben. Wer passionierter Gamer ist, sollte vor der Wahl der Hardware nachschauen, für welches System die besten Spiele angeboten werden.

Aber auch auf dem Hardwaremarkt locken viele interessante Angebote. Besonders pfiffig sind kleine Digitalkameras, die in den Speichererweiterungsplatz des PDA gesteckt werden. Zwar können diese Kameras nicht mit ausgewachsenen Digicams konkurrieren, sind aber als visuelles Notizbuch sehr praktisch. Statt nur die Adresse eines Geschäftspartners aufzunehmen, kann man gleich noch einen Schnappschuss machen. So weiß man immer genau, wer sich hinter dem Namen verbirgt.

Mit Hilfe eines Modems, kann man unterwegs seine Email abfragen oder aktuelle Stauprognosen aus dem Internet besorgen. Wer das über einen Stiftgesteuerten PDA tut, findet vielleicht Interesse an einer zusammenfaltbaren Tastatur. Die braucht in der Tasche wenig Platz, bietet ausgebreitet aber eine vollwertige PC-Tastatur. Den Kontakt zum PDA stellt ein Dock an der Tastatur her, in das der PDA gesteckt wird oder eine drahtlose Schnittstelle, wie beispielsweise Bluetooth. Neben dem PDA noch eine Tastatur mit sich herumzutragen erscheint Manchen vielleicht lästig, ist aber immer noch komfortabler als auf ein schweres Notebook umzuschwenken.

Besonders praktisch sind Erweiterungen, die den PDA zum kompletten Smartphone ausbauen. Sie erweitern ihn um ein Handymodul, das man zum Telefonieren und zum Surfen im Internet verwenden kann. Üppig ausgestattete Erweiterungsmodule besitzen obendrein noch eine GPS-Empfangseinheit. Die kann mit Hilfe von Satelliten die genaue Position des Anwenders auf der Erde bestimmen. Zusammen mit den mitgelieferten und zusätzlich erhältlichen Landkarten kann man sich damit nie mehr verfahren. Wirklich Praktisch!

Es gibt sogar Radio- und Fernsehempfänger und auch einen Fingerabdruckscanner zum Schutz von persönlichen Daten. Wer eine bestimmte Erweiterung benötigt, die ein PDA nicht schon ab Werk mit sich bringt, sollte vor dem Kauf einen Blick auf den Zubehörmarkt werfen und dann einen PDA wählen, der die erforderliche Schnittstelle bereitstellen kann.

Zum PDA-Zubehör

Tipps und Tricks

Mehr Übersicht
Zu den PDAs Für einige Anwendungen ist der kleine Bildschirm manchmal hinderlich, da man eine schlechte Übersicht über die Dokumente bekommt. Mittlerweile gibt es aber PDAs, die eine höhere Auflösung bieten und damit bei gleicher Displaydiagonale, wie sie herkömmliche Geräte bieten, wesentlich mehr Details anzeigen können.

Neu sind auch Geräte, die die Anzeige um 90 Grad drehen können. So bietet etwa Palm ein Tungsten-Modell, das die Anzeigefläche nicht nur drehen, sondern auch noch durch Auseinaderziehen des Gehäuses weiter vergrößern kann. Auch einige PocketPCs können die Anzeigefläche drehen. Allerdings setzt das die Systemversion Windows Mobile 2003 Second Edition voraus.

Die richtige Farbtiefe
Möchte man auch Fotos oder Filme am PDA betrachten, muss das Display ausreichend Farben darstellen können. Einige PDA schaffen nur 12 Bit, was maximal 4096 unterschiedlichen Farbtönen entspricht - eindeutig zu wenig für eine natürliche Farbdarstellung. Erst mit 16 Bit macht das Bilder gucken Spaß. Denn damit lassen sich über 65.000 Farbnuancen darstellen.

Potente Schnittstellen
Erweiterungsschächte für kleine Speicherkarten im SD-Format besitzen heute viele PDAs. Damit sind sie aber nicht automatisch in der Lage, Erweiterungsmodule mit entsprechender Schnittstelle nutzen zu können. Erst wenn der Steckplatz SDIO-fähig (Secure Digital Input/Output) ist, lassen sich diese verwenden. Andernfalls kann man dort nur Speicherkarten einsetzen.

Vorteilhaft ist zudem, wenn der PDA einen Host-USB-Anschluss bietet. Das ist im Prinzip ein ganz normaler USB-Anschluss, wie ihn jeder PC bietet. Er ist am PDA aber nicht so häufig anzutreffen. Hier ließe sich quasi jedes USB-Gerät ankoppeln wie MP3-Plyer, Digicam, Tastatur, Speicherstift und andere.

PDA als MP3-Player
Man kann den Taschen-PC auch als MP3-Player verwenden, vorausgesetzt er hat genügend Speicher für die Songs und einen Kopfhöreranschluss. Viele PDAs erreichen aber nicht die Klangqualität normaler MP3-Player und bieten keine oder nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten der Klangkorrektur.

Strom sparen und Sicherheit
Um länger mit dem ständig knappen Strom auskommen zu können, ist es hilfreich den Arbeitstakt des Prozessors drosseln zu können. Das macht immer dann Sinn, wenn man nur einfache Dinge, wie Text- oder Adresseneingabe, respektive Abfragen durchführt. Wichtig bei knappem Akkustrom ist eine Autobackupfunktion. Ist diese aktiviert, kann man einen Ladezustand festlegen, bei dessen Erreichen der PDA wichtige Daten automatisch in den nicht flüchtigen Speicher sichert, um beim Stromausfall keinen Datenverlust zu erleiden.

Hart im Nehmen
Manchmal passiert es einfach, der PDA gleitet einem aus der Hand oder rutscht vom Tisch und fällt zu Boden. Manchmal wird der Organizer auch in eine enge Tasche mit harten Schlüsselbunden verstaut. In beiden Fällen besteht höchste Gefahr für das Gehäuse. Wem die genannten Beispiele nicht fremd sind, sollte auf einen PDA mit Metallgehäuse achten. Die paar Gramm mehr Gewicht können sich schnell bezahlt machen..

PDA als Navigationsgerät
Möchten Sie den PDA hauptsächlich als Navigationsystem einsetzen? Dann schauen Sie bitte in die Kaufberatung Satelliten-Navigation. Dort finden Sie ausführliche Informationen und Hilfestellung zur Wahl der richtigen Ausrüstung

Buchtipps

Mehr Informationen zum Thema PDA und Organizer finden Sie in unserer Bücherecke. Schauen Sie auch in das Angebot zum Thema Palm-Computer.


Auszüge der neuesten Beiträge im Forum Organizer:
 
AW:PDA gesuchtNEU!
 Hi RobinS,

im Prinzip ist er genau das was ich gesucht habe, nur habe ich gelesen, dass der Alarm...

 
AW:PDA gesuchtNEU!
 Hallo,
Hier ist eine Anleitung im Flash Format die erläutert wie man den Alarm sound ändern kann.
...

 
AW:PDA gesuchtNEU!
 Cool,

danke sehr. Ich muss mal sehen, ob ich mir die Mühe mache, Emerald zu installieren. Aber tr...


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