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1. Komfortabler steuern
2. Ergonomie
3. Auflösung und Übertragungsrate
4. Mit oder ohne Kugel?
5. Kabellose Mäuse
6. Fürs Notebook
7. Bewegungsmelder
8. Software
9. Mehrwert
10. Trackball
11. Spezialisten
Direkt zu den PC-Mäusen
Komfortabler steuern
Warum sich Gedanken über eine neue Maus machen? Kaum ein Computer wird ohne
diese praktische Fernsteuerung ausgeliefert. Dennoch gibt es gute Gründe, die
Maus beizeiten auszutauschen. Denn meist liegt den PCs nur eine sehr einfache
Version bei, mit der sich zwar der Cursor über den Bildschirm bewegen lässt,
die aber keinen Komfort bietet und auch nicht für ermüdungsfreien und somit
gesundheitsschonenden Einsatz konzipiert ist. Bei der Auswahl solch einer Maus
haben die Hersteller meist einen niedrigen Preis vor Augen, alles andere scheint
meist weniger wichtig.
Wer etwas mehr Komfort möchte, beispielsweise ein Gerät, das besser in der Hand
liegt, nicht verschmutzt, genauer arbeitet, vielleicht auch noch ohne Kabelverbindung
auskommt, dem bleibt nur der Ausweg über eine neue Maus. Doch zum Glück kann
man bereits für wenig Geld überzeugende und komfortable Varianten bekommen.
Beim Kauf einer neuen Maus sollte man sich einige Gedanken darüber machen, womit
man sich hauptsächlich am PC beschäftigt, wie viel Zeit man mit dem Gerät verbringt
und nicht zuletzt auch, wie viel Arbeitsfläche auf dem Schreibtisch für die
Maus zur Verfügung steht. Die folgenden Kapitel sollen Ihnen dabei helfen, die
optimale Maus für Ihre persönlichen Bedürfnisse zu finden. (pr)
Ergonomie
Besonders angenehm ist die Arbeit mit einer Maus, deren Form sich ideal der
Handfläche anpasst. Solch ein Typ ist stärker als eine herkömmliche Maus nach
oben gewölbt und in der Form leicht geschwungen. Auf ihr ruht die Hand sehr
entspannt und ist daher weniger der Gefahr einer Verspannung ausgesetzt. Meist
sind diese Versionen jedoch für Rechtshänder konzipiert. Wer lieber mit der
linken Hand arbeitet, muss sich auf die Suche nach einer speziellen Version
für Linkshänder machen.
Einfacher wird da schon die Auswahl bei einer neutralen Mausform, die Links-
und Rechtshänder gleichermaßen verwenden können. Sie sollte dermaßen gewölbt
sein, dass sie mit der Handfläche eine Einheit bildet und ausreichend lang sein,
damit die komplette Hand auf ihr ruhen kann. Linkshänder sollten bei diesen
Modellen darauf achten, per Software die Belegung der Maustasten an die linke
Hand anpassen zu können. (Siehe Kapitel Software)
Nicht ohne Scrollrad
Zum entspannteren Arbeiten trägt auch ein Scrollrad bei, das heute eigentlich
keiner Maus mehr fehlt. Das ist ein kleines Rädchen, das zwischen der rechten
und linken Maustaste untergebracht ist. Man bedient es mit Zeige- oder Mittelfinger.
Dreht man es, scrollt man durch lange Texte, Webseiten oder große Bilddateien.
Dadurch entfallen der Weg der Hand zum Bildrand und der Klick auf die Schaltfläche
oben oder unten zum Verschieben des Fensterinhalts. Die mitgelieferte Treibersoftware
lässt zumeist auch noch eine weitergehende Programmierung des Rädchens zu. So
sollte es mindestens möglich sein, zwischen unterschiedlichen Scrollgeschwindigkeiten
umschalten zu können: schnelles Scrollen für fixes Blättern durch große Dokumente
und langsames für genaues Aufsuchen einer bestimmten Stelle.
Auf das Gewicht achten
Auch das Gewicht spielt eine Rolle. Für den Einsatz auf dem Schreibtisch ist
es besser, wenn die Maus ein gewisses Gewicht nicht unterschreitet. Denn mit
zu leichten Mäusen ist genaue Positionierung recht schwierig, besonders wenn
es auf wenige Millimeter bei der Bildretusche oder der 3D-Konstruktion ankommt.
Ist die Maus zu leicht, verkrampft der ganze Arm beim Versuch, den Mauszeiger
exakt zu positionieren. Zu schwer darf sie aber auch nicht sein. Besonderer
Kraftaufwand sollte zur Bewegung nicht nötig sein. In beiden Fällen kann es
auf Dauer zu Arm- und Schulterproblemen kommen. Als Richtwert gilt etwa das
Gewicht eines mittelschweren Handys. Ist das Gewicht nicht angegeben, kann man
sich bei Batteriebetrieb einer Funkmaus an der Anzahl der notwendigen Batterien
orientieren, zwei bis drei Mikrozellen (AAA) sind vom Standpunkt des Gewichts
ideal.
Die persönliche Maus
Es gibt Mäuse, die man mit unterschiedlichen Gewichten ausstatten und somit
ideal dem eigenen Geschmack anpassen kann. Sehr praktisch! Manche haben sogar
verschiedene Gehäuseschalen im Lieferumfang. Damit lässt sich nicht nur die
Optik tunen, sondern einerseits das Gewicht anpassen und andererseits eine angenehmere
Form auswählen, so dass die Hand optimal auf der Maus ruhen kann. Weiterer Vorteil
einer anderen Mausschale: Das Verlegen der Maustasten. An einer anderen Schale
liegen die Tasten mitunter dichter beieinander oder weiter entfernt, so dass
auch hier eine bessere Anpassung an die eigenen Wünsche möglich ist.
Spezialversionen
Wer mit klassischen Mäusen nicht zurechtkommt, kann neben einem Trackball oder
Grafiktablett (siehe weiter unten) auch auf alternative Eingabegeräte setzen.
So existieren beispielsweise Geräte, die wie ein sehr dicker Stift aussehen
und mit fester Basis wie ein Mikrofon auf dem Tisch stehen. Auch sie verschiebt
man wie eine klassische Maus. Allerdings umgreift man die Geräte dazu, was besonders
die Handwurzel entlasten soll.
Auflösung und Übertragungsrate
Für eine genaue Positionierung ist neben dem Gewicht die Auflösung wichtig.
Je höher dieser Wert, desto exakter arbeitet die Maus. Angegeben wird er in
dpi (dots per inch - Punkte pro Zoll). Als Untergrenze, selbst für einfache
Büroarbeiten, sollten es nicht weniger als 400 dpi ein. Mäuse mit doppelter
oder dreimal höherer Auflösung, also 800 oder 1.200 dpi, sollte man vorziehen.
Das erleichtert die exakte Positionierung des Cursors nicht nur in Texten und
Tabellen, sondern auch bei Bild- und Retuscheprogrammen. Mehr dpi müssen es
aber fürs Büro oder das gelegentliche Bearbeiten von Fotos nicht unbedingt sein.
Wer jedoch häufig Bilder bearbeitet, mit Modellierprogrammen 3D-Landschaften
erstellt oder gerne spielt, sollte auf höhere Auflösung Wert legen. Empfehlenswert
sind 2.000 dpi, Spitzenmäuse erreichen gar 3.000 dpi oder mehr. Besonders praktisch
bei solchen Auflösungsriesen ist, wenn sich die Genauigkeit umschalten und an
jede Nutzungssituation optimal anpassen lässt. Je geringer dabei die Einstellstufen,
desto genauer ist die Auflösung anpassbar.
Übertragungsrate
Bei hoher Auflösung fallen auch mehr Daten an, die von der Maus in den PC übertragen
werden müssen. Um diese zügig und vollständig auswerten zu können, muss der
Computer sie sehr schnell erhalten. Wie schnell der Datentransfer geschieht,
gibt die Übertragungsrate, gemessen in Megahertz (MHz.), an. Bei sehr hoher
Auflösung sollten es schon bis zu 1.000 MHz. sein, andernfalls schmilzt der
Vorteil der genauen Abtastung. Bei niedrigerer Auflösung reichen bereits einige
hundert Megahertz. Auch hier wäre es schön, wenn sich die Rate regulieren ließe,
um den Computer bei niedriger Auflösung zu entlasten. Idealerweise lässt sich
der Maustreiber so konfigurieren, dass er bei hoher Auflösung die Übertragungsrate
anhebt und bei niedriger Auflösung automatisch absenkt.
Neben der Übertragungsrate spielt auch die Bandbreite eine Rolle, also die Datenmenge,
die am Stück zum PC gelangt. Üblich sind hier acht Bit, manche Mäuse schaffen
aber auch das Doppelte. Das sollte man beachten, wenn man die Übertragungsraten
miteinander vergleicht. So gelangen über einen acht Bit breiten Bus bei 1.000
MHz. genauso viele Daten wie bei einem 16 Bit breiten Bus mit nur 500 MHz. Takt.
Mit oder ohne Kugel?
Ein wahrer Segen sind Mäuse, die nicht mehr mit einer ins Gehäuse integrierten
Kugel, sondern mit einem elektronischen Sensor die Position der Maus erfassen.
Die immer noch weit verbreitete Kugel hat den Nachteil, dass sie Staub und Dreck
bei der Bewegung aufnimmt, der mit der Zeit zu einer Verschmutzung bei den kleinen
Abtastwalzen im Inneren des Gehäuses führt. Der Mauszeiger lässt sich dann immer
ungenauer positionieren, mitunter beginnt er zu springen, wenn hartnäckiger
Schmutz eine geschmeidige Bewegung unmöglich macht. Da hilft nur, Maus öffnen
und mit der Pinzette mühsam den Schmutz entfernen. Obendrein ist die maximale
Auflösung bei Kugelmäusen geringer als bei optischen, weshalb sie ungenauer
sind.
Optische Abtastung
Hüpfende Cursor durch Schmutz kennen optische Mäuse nicht. Bei ihnen tastet
ein Sensor, quasi eine Minidigitalkamera, die Position ab und überträgt diese
an den PC. Sie nutzen dazu rotes Licht, das sie an die Unterlage senden und
ermitteln die Position anhand der Reflexion. Da es keine beweglichen Teile gibt,
kann auch kein Schmutz zu zuckenden Mauszeigern führen. Zudem arbeiten diese
Mäuse sehr genau. Denn die Sensoren tasten die Oberfläche etwa 1.500- bis 2.000-mal
in der Sekunde ab und können somit sehr exakt die Position bestimmen. Einige
Mäuse verfügen gar über zwei Sensoren und sind somit aufgrund der verbesserten
Präzision ideal für Bildretusche und Konstruktionsprogramme geeignet.
Vorteil Laser
Man unterscheidet bei der Lichtquelle zwischen normalen LEDs und Laser-LEDs.
Zu Beginn der optischen Abtastung setzte man nur normale LEDs ein. Inzwischen
verbreiten sich aber Laser-Dioden mehr und mehr. Aus gutem Grund: Eine Laser-LED
bündelt des Licht stärker und macht dadurch die Positionierung genauer. Die
Auflösung steigt deshalb aber nicht zwangsläufig an. Daneben verbrauchen die
Laser weniger Energie, was das Durchhaltevermögen kabelloser Mause steigert.
Zudem haben sie weniger Probleme mit glatten und spiegelnden Oberflächen. Gesundheitliche
Gefährdungen sind beim Blick in den Laser nicht zu warten, da die Strahlung
sehr gering ist.
Aber auch mit normaler LED stellen die meisten Oberflächen kein Problem dar.
Sie gleiten über Holztische genauso gut wie über ein Mauspad, das somit nicht
zwingend nötig ist. Wie erwähnt, kann es aber bei Glas- und Metallflächen, sowie
auf Hologrammen zu Problemen kommen.
Spielermäuse
Bei schnellen Actionspielen kann die elektronische Abtastung allerdings zu Problemen
führen, zumindest wenn es sich um einfache Modelle mit niedriger Auflösung und
geringer Abtastrate handelt. Wenn der Spieler die Mausposition extrem schnell
ändern muss, kann es zu Aussetzern kommen. Besser sind hierfür Modelle mit hoher
Auflösung und fixer Übertragungsrate geeignet, 2.000-mal pro Sekunde sollten
es schon sein. Viele Hersteller haben speziell für Spiele optimierte Mäuse im
Programm, mit denen man wenig falsch machen kann. Idealerweise kann man bei
ihnen die Auflösung fließend per Tastendruck oder Scrollrad umschalten und so
die Maus fit für jede Spielsituation machen. Alternativ können Spieler auch
noch zu Kugelmäusen greifen. Denn eine (saubere) Kugelmaus macht jede noch so
schnelle Bewegung ohne zu mucken mit.
Zu Mauspads
Kabellose Mäuse
Wer sich schon immer über das Mauskabel geärgert hat, weil es auf dem engen
Schreibtisch an der Ablage oder anderen Dingen hängen bleibt, weil es unschönen
Kabelsalat gibt oder schlicht weil es nicht schön aussieht, kann eine Maus ohne
Kabel wählen. Sie überträgt ihre Bewegung per Funksignal an einen Empfänger,
der an den Mausport oder den USB-Anschluss des PC angeschlossen wird. Den Empfänger
kann man etwas versteckt platzieren, zum Beispiel unterhalb des Monitors. Um
ideal zu arbeiten, sollte aber Sichtkontakt zwischen Maus und Empfänger bestehen,
zumindest wenn beide Daten über Infrarot austauschen.
Unproblematischer ist der Kontakt mittels Bluetooth. Bei dieser Technik müssen
Sender und Empfänger keinen Sichtkontakt haben. Der Empfänger kann also auch
am PC unsichtbar unter dem Schreibtisch stecken. Der maximale Abstand darf zischen
beiden zehn Meter nicht überschreiten, was bei einem normalen Arbeitsplatz aber
auch nicht vorkommt. Hat der PC einen entsprechenden Empfänger bereits eingebaut,
ist der Einsatz einer Bluetoothmaus zu empfehlen, da man kein Gerät an den Computer
andocken muss.
Alternative: Kurzstreckenfunk
Als zweite Alternative bietet sich Kurzstreckenfunk, zu erkennen am Kürzel RF,
auf dem 27-Megahertzband an. Auch hier ist kein Sichtkontakt zwischen Sender
und Empfänger nötig und die Reichweite sogar noch deutlich höher als bei Bluetooth.
Damit eignet sich solch eine Verbindung für alle, die etwa Präsentationen fernsteuern
wollen und dabei weiter als zehn Meter vom PC entfernt stehen. Allerdings hat
diese Funkversion auch Nachteile: Sie ist störungsanfällig. Denn in diesem Frequenzband
tummeln sich neben Funkgeräten auch funkferngesteuerte Autos, Flugzeuge, Boote
oder auch Garagentoröffner. Auch für intensives Spielen eignet sich diese Version
nicht, da sie die dazu nötige Datenübertragungsrate nicht erreicht. Ausnahme:
die verbesserte Version Fast RF von Logitech. Damit ausgestattete Mäuse genügen
auch den hohen Anforderungen von Spielern.
Es gibt auch Modelle, die im 2,4 Gigahertzband funken, das auch Bluetooth- und
WLAN-Netze verwenden. Dort erzielt man ebenfalls größerere Reichweiten,vor allem
aber höhere Datenübertragungsraten. Allerdings muss man auch in dem Frequenzband
eventuell mit Störungen rechnen. Eine entsprechende Maus sollte daher auf mehreren
Kanälen funke zn können, um bei Problemen in einen unkritischen Funkbereich
ausweichen zu können.
Stromversorgung nötig
Da aber kabellose Mäuse nicht per Funk mit Strom versorgt werden können, muss
man sie mit Batterien füttern. Das bedeutet zum einen Extrakosten und kann zum
anderen zu recht hohem Gewicht führen. Immerhin, den Extrakosten kann man mit
aufladbaren Akkus begegnen, die auf Dauer günstiger und zudem umweltverträglicher
als herkömmliche Batterien sind. Praktisch sind auch Mäuse, die einen integrierten
Akku besitzen und sich bei Nichtgebrauch in einer Ladestation aufladen lassen.
Bei diesen Modellen wäre eine Ladestandsanzeige am Gehäuse hilfreich.
Einige Mäuse lassen sich nur am USB-Anschluss betreiben, man sollte daher darauf
achten, einen entsprechenden Kontakt frei zu haben, ansonsten muss man andere
Geräte an diesem Anschluss nach Bedarf an- und abstöpseln, was allerdings ohne
Neustart während des Rechnerbetriebs möglich ist. Alternativ kann man auch einen
USB-Hub verwenden, der mehrere Anschlüsse zur Verfügung stellt.
Zu kabellosen Mäusen
Zu Bluetooth-Mäusen
Zu Akkus
und Ladegeräten
Zu USB-Hubs
Fürs Notebook
Für den mobilen Einsatz sind kabellose Mäuse weniger gut geeignet. Denn neben
der Maus müsste man auch den Empfänger mit sich herumtragen. Zusätzlich muss
man sich auch um die Energieversorgung der Maus kümmern. Besser für diesen Zweck
und obendrein leichter ist eine Standardmaus mit Kabel. Wer es dennoch kabellos
möchte, sollte eine Bluetoothmaus verwenden, denn die meisten modernen Notebooks
haben einen Empfänger bereits integriert. So muss man diesen nicht mit sich
herumschleppen und auch nicht ständig an- und abstöpseln. Besitzt das Notebook
keinen Empfänger, ist eine Maus hilfreich, dessen Empfangseinheit bei Nichtgebrauch
im Mausgehäuse verschwinden kann. Das reduziert die Gefahr, den Empfänger zu
verlieren oder zu vergessen. Vorteilhaft ist zudem, wenn die Maus über einen
Ein-/Aus-Schalter verfügt. Damit kann man sie bei Nichtgebrauch ausschalten
und wertvollen Batteriestrom sparen.
Klein, aber nicht fein
Kleine Pocketmäuse kann man nicht guten Gewissens empfehlen, zumindest nicht,
wenn man lange mit ihnen arbeiten muss. Sie sind zu klein und führen daher schnell
zum Ermüden und Verkrampfen von Hand und Schulter. Die Folge können Schmerzen
in Unterarm und Schulter sein. Eine kleine Maus ist nur für den kurzen Einsatz
am Notebook unterwegs interessant. Allerdings sollte man darüber nachdenken,
auch dafür eine normal dimensionierte Version zu kaufen, Arm und Schulter werden
es danken. Kleine Mäuse sind jedoch ideal für kleine Kinderhände.
Eine normal große Maus sollte aber nicht zu leicht sein. Denn geringes Gewicht
ist nur für den Transport interessant, wenn es gilt, an allen Ecken und Enden
einige Gramm einzusparen. Auf dem Schreibtisch ist es besser, wenn die Maus
ein gewisses Gewicht nicht unterschreitet. Denn mit zu leichten Mäusen ist genaue
Positionierung recht schwierig, besonders wenn es auf wenige Millimeter bei
der Bildretusche oder der 3D-Konstruktion ankommt.
Scheckkartenmäuse
Ebenfalls nicht für den dauerhaften Einsatz zu empfehlen sind Mäuse im Scheckkartenformat.
Sie sind zwar ungemein praktisch, wenn sie sich für den Transport in einem freien
PC-Card-Schacht verstauen lassen, können aber bei intensivem Einsatz zu Problemen
mit Gelenken und Sehnen führen. Solch ein Modell sollte man nur wählen, wenn
man die Maus unterwegs sehr wenig benutzt und man auf dem Schreibtisch ein ausgewachsenes
Modell verwendet.
Notebook-Varianten
Normal große und schwere kabelgebundene Mäuse auch unterwegs zu verwenden, verdonnert
den Anwender aber nicht automatisch dazu, mit Kabelsalat leben zu müssen. Denn
viele Hersteller haben spezielle Notebook-Versionen im Programm, bei denen Kabel
und Stecker bei Nichtgebrauch im Gehäuse verschwinden und sich für die Arbeit
einfach herausziehen lassen. Allerdings sollte man auf ein ausreichend langes
Kabel achten, zumindest dann, wenn der PC-Anschluss sich an der der Maus gegenüberliegenden
Seite des Notebooks befindet.
Mehrwert
Wer unterwegs öfter etwas präsentieren muss, hat vielleicht nutzen von einer
Maus mit integriertem Laserpointer. Mit der Maus kann man nicht nur den PC fernsteuern,
sondern per Pointer auch noch wichtige Details auf der Präsentationsfläche markieren.
Zu
Mäusen fürs Notebook
Zu Laserpointern
Bewegungsmelder
Einige Mäuse melden mechanisch, wenn der Cursor über einen Weblink, ein Icon,
einen Fensterrand oder über eine Geheimtür im PC-Game fährt. Leichtes Zittern
und Rattern machen darauf aufmerksam und sollen den Desktop fühlbar machen.
Einen nennenswerten Vorteil gibt es nicht. Die Anwendung solch einer Maus ist
reine Geschmackssache. Wer zunächst begeistert ist, nach kurzer Zeit aber vom
ständigen Zittern und Rattern genervt wird, kann die Funktion jederzeit per
Software deaktivieren.
Von Vorteil kann solch eine Maus für passionierte Spieler sein, die in Abenteuerspielen
auf der Suche nach Geheimgängen und versteckten Gegenständen sind. Diese lassen
sich mit solch einer Maus, auch Force-Feedback-Mouse genannt, leichter auffinden.
Allerdings geht dadurch möglicherweise auch etwas vom Spaß verloren. Ebenfalls
interessant ist solch eine Maus für Menschen mit Sehschwäche, da sie den Desktop
damit erfühlen können. Im Paket mit Diktiersoftware wird der PC damit effektiver
nutzbar.
Zur Spracherkennungssoftware
Software
Wer eine neue Maus kauft, erhält in der Regel eine ausgefeilte Zusatzsoftware
dazu. Diese gestattet es, sämtliche Tasten und bestimmte Mausbewegungen mit
Zusatzfunktionen zu belegen. Allein solch eine Treibersoftware kann den Kauf
einer neuen Maus rechtfertigen, besonders dann, wenn die vorhandene sich ausschließlich
auf Grundfunktionen beschränkt oder nur den Windowstreiber nutzen kann.
Zwar arbeitet jede Maus nach dem Anstöpseln direkt, doch eben nur mit den Grundfunktionen.
Grund: Der Windows-Standardtreiber kann der Maus nicht mehr Tricks entlocken.
Den Mehrwert, den die Zusatzsoftware böte, würde man komplett verschenken, wenn
man diese nicht installieren würde.
Maus mit Turbo
Gute Treibersoftware kann die Arbeit am PC deutlich erleichtern und ungemein
beschleunigen. Beispielsweise kann man nicht nur die Scrollgeschwindigkeit des
Rädchens nach seinen Wünschen einstellen, sondern auch das Aktivieren sämtlicher
Tasten mit Aktionen belegen. Auch der Druck auf das Rädchen kann Aktionen auslösen
und so etwa eine immer wiederkehrende Befehlauswahl und die damit verbundene
Klickerei ersetzen. So lassen sich beispielsweise durch einfachen Klick auf
das Rädchen die Suche nach einem Programm, einem Dokument oder einem Netzwerkcomputer
starten. Oder man belegt das Rädchen mit der so genannten Autoscroll-Funktion.
Ist sie aktiviert, scrollt man durch ein Dokument, indem man die Maus ohne Tastendruck
bewegt, ganz gleich ob man nach rechts, links, oben oder unten möchte. Das freie
Belegen sämtlicher Tasten ist auch für Linkshänder interessant, die dadurch
die Maus zu einer echten Linkshändermaus machen können.
Auflösung und Übertragungsrate
Manche Treibersoftware erlaubt es, die Auflösungsempfindlichkeit zu variieren.
Dies geschieht entweder nur per Software oder wird durch diese aktiviert, so
dass sich diese durch einen festzulegenden Tastendruck oder das Scrollrad schrittweise
anpassen lässt. Gleiches gilt für die Übertragungsrate der Positionsdaten.
Besonders praktisch ist, wenn sich Auflösung und Übertragungsrate auch ohne
installiertem Treiber umschalten lassen. So kann man diese Feature auch nutzen,
wenn man die Maus kurzfristig an einem fremden PC einsetzt. Allerdings muss
man sich dann in der Regel mit relativ großen Sprüngen bei den Einstellparametern
zufrieden geben. Vollen Funktionsumfang bekommt man meist nur mit installiertem
Treiber.
Mehrwert
Manche Mäuse bieten einen zusätzlichen Mehrwert. So gibt es Vertreter, die einen
integrierten Kartenleser besitzen. Sie nehmen Speicherkarten auf, wie sie in
Digitalkameras und MP3-Player verwendet werden. Wer eines dieser Geräte besitzt
und das ständige An- und Abstöpseln leid ist, kann sich statt einem Kartenlesegerät
auch eine Multifunktionsmaus zulegen, über die sich Bilder und Sounds mit dem
PC austauschen lassen.
Maus speichert Einstellungen
Einige Mäuse besitzen einen kleinen internen Speicher, im dem Einstellungen
und Tastenbelegungen abgelegt werden. Wer solch eine Maus an einem anderen PC
verwendet, kann dort auch ohne Treiberinstallation die Maus wie gewohnt verwenden.
Für den Heim-PC hat solch eine Funktion jedoch keinen Vorteil.
Maus als Fernbedienung
Besonders praktisch für alle, die gerne Videos oder Fotos am PC oder mit dem
Beamer gucken oder auch Musik darüber hören, sind Mäuse, die sich als Multimediafernbedienung
verwenden lassen. Hier sollte man aber darauf achten, dass die Übertragung nicht
via Infrarot geschieht, da dann immer freie Sicht zum Empfänger nötig ist. Bluetooth
sollte man nur verwenden, wenn die Entfernung zwischen Maus und PC zehn Meter
nicht übersteigen wird. Mit entsprechenden Mäusen lassen sich meist auch Präsentationsprogramme
fernsteuern.
Trackball
Eine Mausalternative für Leute mit wenig Platz auf dem Schreibtisch ist der
so genannte Trackball. Im Prinzip handelt es sich dabei um eine etwas größere
Maus, deren Kugel oben oder an der Seite des Gerätes herausschaut. Zum Positionieren
des Cursors bewegt man nicht die gesamte "Maus", sondern nur den Ball. Die Hand
liegt dabei entspannt auf dem Gerät, Schulter und Arm bleiben locker, da außer
der Kugel nichts bewegt werden muss.
Es gibt verschiedene Versionen der Trackballs. Einige haben einen kleinen Ball
an der linken Seite, den man mit dem Daumen bewegen muss. Das ist nicht ganz
leicht und erfordert etwas Übung. Dafür sind aber die linke und rechte Maustaste
wie bei einer herkömmlichen Maus angeordnet und lassen sich dementsprechend
ohne viel Umgewöhnung nutzen. Für Linkshänder ist diese Variante aber nicht
geeignet. Sie benötigen eine Kugel auf der rechten Seite.
Gewöhnung nötig
Viele Trackballs besitzen die Kugel vorne in der Mitte, etwa dort wo bei einer
Maus das Scrollrad sitzt. Bewegt wird die Kugel mit dem Zeige- oder Mittelfinger.
Das geht leicht und angenehm, allerdings liegen die Funktionstasten dafür an
den Seiten, so dass man sich erst einige Zeit an die Steuerung gewöhnen muss.
Insgesamt kann man mit einem Trackball den Cursor sehr genau positionieren.
Man setzt daher auch häufig in Konstruktionsbüros Trackballs mit fast Tennisball
großen Kugeln ein. Für Spiele ist er hingegen weniger gut geeignet. Zwar kann
man durch eine heftige Kugelbewegung den Cursor schnell über den Schirm sausen
lassen, doch ist diese Bewegung recht unkontrolliert. Spieler greifen besser
zur herkömmlichen Maus.
Auch bei den Trackballs setzt sich die optische Abtastung der Position durch,
da auch sie mit der Zeit leicht verschmutzen und dann ungenau arbeiten. Daher
sollte man beim Trackball, den man sowieso nicht für Spiele nutzen möchte, lieber
gleich zu dieser Variante greifen.
Zu den
Trackballs
Zum Mauszubehör
Spezialisten
Neben klassischen Eingabegeräten gibt es auch Spezialisten, die Maus und Trackball
ersetzen oder ergänzen. Am bekanntesten ist das Grafiktablett, bei dem alle
Eingaben mit einem Stift erfolgen. Es eignet sich besonders gut zum Malen, Zeichnen,
Konstruieren oder zur Bildbearbeitung. Man kann damit auch sämtliche anderen
PC-Funktionen steuern. Für Spiele ist es hingegen weniger gut geeignet.
Etwas spektakulär wirken Mäuse, die sich dreidimensional bedienen lassen. Sie
müssen nicht auf einer Unterlage liegen, sondern lassen sich frei im Raum durch
die Luft bewegen. Spezielle Sensoren erfassen Richtung und Geschwindigkeit und
übertragen diese drahtlos an den PC. Zu schnell dürfen die Bewegungen aber meist
nicht erfolgen, da es sonst zu Problemen kommen kann. Als normale Maus auf dem
Schreibtisch lassen sich diese Versionen ebenfalls einsetzen und auch bei Präsentationen
machen sie eine gute Figur.
Speziell für 3D-Navigation eignen sich Geräte wie etwa der SpaceNavigator. Er
sieht in etwa aus wie ein Schläger des Spielhallenklassikers Air Hockey und
lässt sich drehen, schieben, drücken, hochziehen oder auch kippen, um die Navigation
durch Programme und virtuelle Welten zu ermöglichen. Er eignet sich nicht nur
für Google Earth, sondern auch für 3D-Modelling und CAD-Programme. Die unterstützen
Programme konzentrieren sich allerdings auf Windows-Betriebssysteme. Mac- und
Linux-Programme werden nur vereinzelt unterstützt.
Ebenfalls zusätzlich zur Maus, kann man den Logitech NuLOOQ Navigator verwenden.
Über dieses Gerät, das eine ähnliche Form wie der SpaceNavigator hat, lassen
sich schnell wiederkehrende Befehle oder Aktionen ausführen. Die Auswahl kompatibler
Programme ist allerdings sehr gering. Der NuLOOQ richtet sich hauptsächlich
an Grafiker, die mit Adobes Creative Suite 2 arbeiten. Daneben unterstützt er
noch einige Programme von Microsofts Office-Paket, den MS Flight Simulator und
iTunes. Man bedient ihn mit der zweiten Hand.
Weitere Informationen zu Grafiktabletts finden Sie in dieser Kaufberatung.
Direkt zu den Grafiktabletts
Buchtipps
Weitere Informationen zum Thema Mäuse und PC Hardware finden Sie in
diesen Fachbüchern.
| | | Hallo zusammen, die Maus hier ist sehr neu auf dem Markt! Hat jemand dieses Schmuckstück schon zu...
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| | | | Hallo Kruse78, is ne Topmaus, sehr zu empfehlen, super handling Gruß ...
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