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Direkt zu den Motherboards
1. Dreamteam
2. Welcher Prozessor?
3. Bustakt
4. Chipsatz
5. Arbeitsspeicher
6. Festplatteninterface
7. Formfaktor
8. PCI-Steckplätze
9. Anschlüsse
10. Energiesparfeatures
11. Kontrolle
12. Zubehör
Dreamteam
Schneller Prozessor gleich schneller PC. Nicht ganz! Zwar ist ein schneller
Chip schon die halbe Miete, doch eben nicht alles. Um seine Kraft voll entfalten
zu können, braucht der Prozessor eine passende Spielwiese und knackige Mitstreiter,
nur so entsteht ein Topteam. Zentrale Rolle im Team spielt dabei das Motherboard,
auch Mainbord oder Hauptplatine genannt. Auf ihm werden alle wichtigen Komponenten
installiert. Dabei ist es wichtig, dass alle untereinander blitzschnell Daten
austauschen können. Schnelligkeit ist aber nicht alles, es muss auch reibungslos
von Statten gehen. Dafür ist ein Organisator zuständig, der so genannte Chipsatz,
das eigentliche Herz des PC. Der Chipsatz organisiert den gesamten Datenverkehr
und sorgt so für reibungslose Zusammenarbeit aller auf der Platine werkelnden
Mitstreiter sowie der angeschlossenen Hardware.
Beim Kauf eines neuen Motherboards muss man auf mehrere Faktoren achten: die
Wahl des Prozessor schränkt die Auswahl des Boards bereits gehörig ein, da meist
für jeden Prozessorentyp ein anderer Steckkontakt, auch Sockel genannt, nötig
ist. Die Entscheidung für einen Chipsatz und einen bevorzugten Bustakt für den
Datentransfer sowie den idealen Speichertyp, grenzt die Auswahl auf nur wenige
Boards ein. Für die abschließende Entscheidung spielt die übrige Ausstattung
eine große Rolle, also etwa die Anzahl der PCI-Steckplätze, Grafik- und Soundchips,
der Festplattencontroller, sowie alle externen Anschlüsse.
Für absolute PC-Cracks stellt die Auswahl des richtigen Boards kein Hindernis
dar. Anders sieht es bei allen anderen aus: sie scheuen häufig davor zurück,
den PC aus Einzelteilen selbst zusammenzuschrauben. Grund: die Menge der Abkürzungen
und Spezifikationen sowie eine nicht geringe Zahl von Fachbegriffen schreckt
sie ab. Dem möchten wir hier abhelfen. In den folgenden Kapiteln erfahren Sie
alles, was Sie für eine erfolgreiche Wahl des Motherboards und der dafür nötigen
Komponenten wissen müssen. (pr)
Welcher Prozessor?
Die Wahl des Prozessors bestimmt den Sockel, also den Steckplatztyp, den das
Motherboard bereitstellen muss. Man kann nicht ein x-beliebiges Board mit jedem
Prozessor kombinieren. Denn die Platinen sind auf die Eigenarten und Leistungen
des jeweiligen Prozessors zugeschnitten, um dessen Kraft bestmöglich umsetzen
zu können.
Pentium 4 und Celeron
Alle aktuellen Pentium-4-Prozessoren verlangen nach dem Sockel 478. Hierein
kann man auch neuere Celeron-Prozessoren montieren, die Intel auf Pentium-4-Technik
umgestellt hat. Man erkennt sie am Takt: alle Modelle, die mit 1,7 Gigahertz
oder mehr getaktet sind, basieren auf dieser Technik und benötigen ebenfalls
den Sockel 478.
Pentium III und Celeron
Wer Geld sparen möchte und auf die ältere Pentium-III-Technik setzt, braucht
ein Board mit Sockel 370. Auch ältere Celeron-Prozessoren, die mit weniger als
1,7 Gigahertz arbeiten, passen in diesen Slot.
Athlon und Duron
Die Prozessoren von AMD machen es vergleichsweise einfach. Sie arbeiten im Sockel
A, auch Sockel 462 genannt. Hier lassen sich sowohl moderne und schnelle Athlon
XPs und betagtere Duron anschließen. Allerdings ist es wichtig, dass das Board
die Spannung des jeweiligen Prozessors bieten kann. Das ist nicht immer der
Fall, da ältere Durons beispielsweise mit einer anderen Spannung arbeiten als
aktuelle Athlon-XP-Prozessoren. Häufig kann ein BIOS-Update helfen. Es sorgt
dafür, dass der Prozessor erkannt wird und sämtliche Einstellungen für diesen
optimiert werden. Am sichersten ist es aber auf der Webseite von AMD
nachzusehen, ob gewünschtes Board und Prozessor harmonieren.
Athlon 64
Der stärkste Prozessor von AMD, der Athlon 64, arbeitet schon mit Technik von
morgen. Er werkelt mit 64-Bit-Technik, kann also doppelt so viele Daten pro
Takt verarbeiten wie übliche 32-Bit-Prozessoren. Voraussetzung dafür sind aber
Softwaretools, die diese Technik unterstützen. Doch daran mangelt es zurzeit
noch. Mit 32-Bit-Programmen kommt der Athlon 64 aber ebenfalls sehr gut zurecht,
so dass er eine gute Wahl mit Blick in die Zukunft ist.
Der Prozessor benötigt ein Motherboard mit Sockel 754, passt also nicht auf
herkömmliche Athlon-Boards. Allerdings plant AMD alle Athlons auf diesen Sockel
umzustellen, so dass künftig jeder Athlon-Prozessor auf alle Athlon-Boards passt.
Xeon
Der Xeon-Prozessor wird in professionellen Workstations eingesetzt. Für ihn
ist ein besonderer Sockel Typ 603 beziehungsweise 604 nötig. Der Xeon ist zurzeit
für den privaten Heim-PC uninteressant. Man verwendet ihn hauptsächlich in Netzwerkservern.
Bustakt
Entscheidenden Einfluss auf die Gesamtleistung des PC-Systems hat der Bustakt,
den man hinter der Bezeichnung Front-Side-Bus (FSB) findet. Je höher der Bus
getaktet ist, desto mehr Daten können von A nach B wandern. Davon profitieren
alle Komponenten, am meisten jedoch Arbeitsspeicher und Grafikkarte, da Sie
die größte Datenmenge bewältigen müssen. Ist der Bus zu langsam werden weniger
Daten transportiert als beispielsweise Prozessor und Arbeitsspeicher verarbeiten
könnten. Der Bus wird so zum Flaschenhals und bremst das gesamte System aus.
Auf aktuellen Boards ist der Front-Side-Bus in der Regel mit 133 Megahertz getaktet.
Da der Bus die Daten über vier Kanäle gleichzeitig transportiert, spricht man
auch von 533 Megahertz (133,3 mal 4). Etwas ältere aber auch günstigere Platinen
arbeiten noch mit 100 respektive 400 Megahertz.
Leistungsträger auf dem Markt sind zurzeit Motherboards mit 200 Megahertz Takt
pro Kanal. Sie erreichen somit satte 800 Megahertz Gesamtleistung. Dadurch steigt
der maximal mögliche Datendurchsatz von 4,2 Gigabyte pro Sekunde beim 533er
Bus auf beachtliche 6,4 Gigabyte pro Sekunde.
Athlon-64-Boards arbeiten mit Hypertransport statt Frontsidebus und können dadurch
doppelt so viele Daten zwischen Chipsatz und Prozessor austauschen, theoretisch
bis zu 6,4 Gigabyte pro Sekunde anstelle von 3,2 Gigabyte pro Sekunde. Da ihnen
dazu drei Kanäle zur Verfügung stehen, wächst die Datenmenge auf beachtliche
19,2 Gigabyte pro Sekunde. Der doppelte Datendurchsatz pro Kanal führt dazu,
dass bei Geschwindigkeitsangaben des Busses statt 800 Megahertz in der Sekunde
häufig 1,6 Gigahertz pro Sekunde zu lesen ist. Der Grund liegt darin, dass die
Technik es gestattet, gleichzeitig 800 Megahertz für den Upstream, also den
Weg zum Prozessor und auch 800 Megahertz für den Downstream, vom Prozessor zurück,
zu bewältigen.
Chipsatz
Zwar wird gerne der Prozessor als das Herz des PC bezeichnet, doch gebührt dieser
Titel eigentlich dem Chipsatz des Motherboards. Denn der Chipsatz steuert und
verwaltet sämtliche Vorgänge. In der Regel teilen sich diese Aufgaben zwei Chips
mit den klangvollen Namen Northbridge und Southbridge. Die Northbridge kontrolliert
den Prozessor und den Arbeitsspeicher. Die Southbridge übernimmt die Schnittstellen,
wie etwa USB, Maus, Tastatur, Netzwerk und Festplattencontroller. Hinzu kommen
noch neue Techniken wie die Verwaltung drahtloser Netze über WLAN oder Bluetooth.
Da über sämtliche genannte Schnittstellen immer mehr Daten fließen, zeichnet
sich bereits die Southbridge als neuer Flaschenhals ab. Daher gibt es heute
schon vereinzelte Chipsätze, bei denen die Netzwerkkontrolle von der Northbridge
mit übernommen werden kann. Ein Beispiel dafür ist der Intel-Chipsatz i875P,
Codename "Canterwood".
Der verwendete Chipsatz spielt eine wichtige Rolle. Nur wenn er fix und gut
arbeitet, können die Daten schnell über das Board flitzen. Entscheidenden Einfluss
auf die Geschwindigkeit haben dabei die in die Chips integrierten Controller.
Denn nicht jeder Chip bietet Unterstützung für schnellste Speicher- oder Grafikkartentechnologie.
Auch die Integration modernster Festplattencontroller ist nicht bei allen selbstverständlich.
Verbreitester Chipsatz für Boards mit Intel-Prozessoren ist der 865P, ebenfalls
von Intel. Weiterhin trifft man auch den SIS 656, den Via PT800/880, meist jedoch
auf einen Chipsatz aus dem Hause Intel. Bei Platinen für AMD-Prozessoren beherrschen
Chipsätze von Nvidia und Via das Feld.
Motherboards mit gleichem Chipsatz bieten kaum Geschwindigkeitsunterschiede,
hier kann man sich bei der Auswahl voll auf die Zusatzausstattung konzentrieren.
Zwischen den verschiedenen Chipsätzen gibt es aber zum Teil erhebliche Unterschiede.
Diese liegen meist in der Busgeschwindigkeit und der Unterstützung der Speichertechnologie.
Spitzenchips bieten den Datenverkehr über zwei Kanäle mit DDR2 667 Technologie,
anders ausgedrückt: satte 10,6 Gigabyte Daten können sie in der Sekunde bewegen,
wo es einfachere Versionen gerade mal auf nur zwei Gigabyte bringen.
Weiteres Highlight ist die so genannte Hyper-Threading-Technologie. Sie gaukelt
dem Betriebssystem einen zweiten Prozessor vor. Der PC merkt es nicht und verteilt
zwei Aufgaben, die der Prozessor auch tatsächlich gleichzeitig abarbeiten kann.
Voraussetzung hierfür ist allerdings Windows XP inklusive dem Service Pack 1
oder eine aktuelle Linux-Version. Hyper-Threading beherrschen nur Intelprozessoren.
AMD kontert dafür mit der bereits erwähnten Hypertransport-Technologie, die
es ermöglicht, die doppelte Datenmenge pro Sekunde zu verarbeiten.
Einige Chips bieten bereits Grafikunterstützung im Chipsatz, was eine Grafikkarte
theoretisch überflüssig macht. Allerdings sind das häufig einfache Lösungen,
die nur für Büroanwendungen und Internet surfen genügen. Für grafikintensivere
Aufgaben wie Bildbearbeitung, Videoschnitt oder aufwendige PC-Games sind diese
Chips fast nicht zu gebrauchen.
Weitere Extras sind im Chipsatz integrierte Firewire-Kompatibilität und auch
eine Firewall, welche die Anschaffung zusätzlicher Hard- oder Software zum Datenschutz
überflüssig macht.
Hier ein kurzer Überblick über das Angebot für Intel-Prozessoren:
| Chipsatz |
Geschwindigkeit
Front-Side-Bus |
Grafikport |
Festplatten-
Controller |
Speicher-
technologie |
USB |
Besonderheiten |
| Intel 845PE |
533 MHz |
AGP 4x |
ATA 100 MB |
DDR 333 |
USB 2.0 |
Hyper-Threading |
| Intel 845GE |
533 MHz |
AGP 4x |
ATA 100 MB |
DDR 333 |
USB 2.0 |
GeForce 2 MX200 Grafik integriert |
| Intel 850 |
400 MHz |
AGP 4x |
ATA 100 MB |
RDRAM Dual Channel |
USB 1.1 |
|
| Intel 865P |
533 MHz |
AGP 8x |
Serial-ATA, ATA 100 MB |
DDR 333, Dual Channel |
USB 2.0 |
Hyper-Threading |
| Intel 865G |
800 MHz |
AGP 8x |
Serial-ATA, ATA 100 MB |
DDR 400, Dual Channel |
USB 2.0 |
Hyper-Threading, Intel Extreme Graphics 2 |
| Intel 875P |
800 MHz |
AGP 8x |
Serial ATA, ATA 100 MB |
DDR 400 Dual Channel |
USB 2.0 |
Hyper-Threading |
| SIS 648FX |
800 MHz |
AGP 8x |
ATA 133 MB |
DDR 400 |
USB 2.0 |
Hyper-Threading |
| SIS 656 |
800 MHz |
AGP 8x |
Serial-ATA, ATA 133 MB |
DDR 400 Dual Channel, DDR2 667 Dual Channel |
USB 2.0 |
Hyper-Threading |
| Via PT800 |
800 MHz |
AGP 8x |
Serial-ATA, ATA 133 MB |
DDR 400 |
USB 2.0 |
Hyper-Threading |
| Via PT880 |
800 MHz |
AGP 8x |
Serial-ATA, ATA 133 MB |
DDR 400 Dual Channel |
USB 2.0 |
Hyper-Threading |
Die wichtigsten Chipsätze für AMD-Prozessoren:
Chipsatz
|
Geschwindigkeit
Front-Side-Bus |
Grafikport |
Festplatten-
Controller |
Speicher-
technologie |
USB |
Besonderheiten |
| Via KT400A |
333 MHz |
AGP 8x |
Serial-ATA, ATA 133 MB |
DDR 333 |
USB 2.0 |
|
| Via KT600 |
400 MHz |
AGP 8x |
Serial-ATA, ATA 133 MB |
DDR 400 |
USB 2.0 |
|
| Via KT880 |
400 MHz |
AGP 8x |
Serial-ATA, ATA 133 MB |
DDR 400 Dual Channel |
USB 2.0 |
|
| Via K8T800 |
1,6 GHz (Upstream 800 MHz plus Downstream 800 MHz |
AGP 8x |
Serial-ATA, ATA 133 MB |
DDR 400 |
USB 2.0 |
Für Athlon 64, Hypertransport |
| nForce 2 400 |
400 MHz |
AGP 8x |
ATA 133 MB |
DDR 400 Dual Channel
| USB 2.0 |
GeForce MX4 Grafik integriert, Firewire |
| nForce 3 250 |
1,6 GHz (Upstream 800 MHz plus Downstream 800 MHz |
AGP 8x |
Serial-ATA, ATA 133 MB |
DDR 400
| USB 2.0 |
Für Athlon 64, Hypertransport |
| SIS 748 |
400 MHz |
AGP 8x |
ATA 133 MB |
DDR 400 |
USB 2.0 |
|
| SIS 756 |
1,6 GHz (Upstream 800 MHz plus Downstream 800 MHz |
AGP 8x |
Serial-ATA, ATA 133 MB |
DDR 400 |
USB 2.0 |
Für Athlon 64, Hypertransport |
Arbeitsspeicher
Damit die Arbeit möglichst flott geht und der PC bei der Verarbeitung großer Datenmengen
nicht einknickt, ist es wichtig, ausreichend Arbeitsspeicher zu installieren.
Folglich sollte der PC genügend Steckplätze zur Verfügung haben. Denn bei ausreichend
großer Anzahl muss man bei späterer Erweiterung nicht gleicht alte Chips weg werfen,
sondern kann einfache neue Bausteine zusätzlich installieren.
Besonderen Einfluss auf die Geschwindigkeit hat der Umfang der Datenmenge, die
der Prozessor zum Speicher schicken kann. Etwas ältere SDRAM-Speicherbausteine
sind in der Lage gut ein Gigabyte in der Sekunde aufzunehmen. Moderner DDR-RAM-Speicher
(DDR: Double Data Rate) kann zur gleichen Zeit die doppelte Menge also gut zwei
Gigabyte transportieren.
Einige Chipsätze stellen sogar zwei Kanäle (Dual Channel) für die Datenübertragung
zum Arbeitsspeicher zur Verfügung, so dass noch einmal die doppelte Datenmenge
auf die Reise gehen kann. Weiter steigern lässt sich dieser Wert durch den Takt,
mit dem die Daten über den Bus wandern. Gemessen wird er in Megahertz. So arbeitet
beispielsweise ein DDR333-Baustein mit 333 Megahertz. Im besten Fall sind so derzeit
bis zu 6,4 Gigabyte übertragbar. Welche Datenmenge die jeweiligen Speicherbausteine
übertragen können, sehen Sie in der Tabelle.
Speicher
(Megahertztakt) |
Kanäle |
Bandbreite
(Gigabyte/Sekunde) |
| DDR 266 |
1 (64 Bit) |
2,1 |
| DDR 266 |
2 (128 Bit) |
4,2 |
| DDR 333 |
1 (64 Bit) |
2,6 |
| DDR 333 |
2 (128 Bit) |
5,3 |
| DDR 400 |
1 (64 Bit) |
3,2 |
| DDR 400 |
2 (128 Bit) |
6,4 |
Relativ neu auf dem Markt ist eine neue Generation Speicherchips, so genannter
DDR2-Speicher. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung des zuvor beschriebenen
DDR-Speichers. Er ist leistungsfähiger aber leider nicht kompatibel mit den Steckplätzen
auf dem Motherboard. Grund: er verfügt über 240 Steckkontakte gegenüber 184 vom
DDR-Speicher. Des weiteren befindet sich die mittlere Aussparung an einer anderen
Stelle im Modul, so dass es schon mechanisch unmöglich ist, den Speicher in einen
DDR-Slot einzusetzen. DDR2-RAM kann deutlich mehr Daten pro Sekunde verarbeiten
- Spitzenchips knacken bereits die Zehn-Gigabyte-Grenze. Die genauen Werte finden
Sie in der folgenden Tabelle.
Speicher
(Megahertztakt) |
Kanäle |
Bandbreite
(Gigabyte/Sekunde) |
| DDR2 400 |
1 (64 Bit) |
3,2 |
| DDR2 400 |
2 (128 Bit) |
6,4 |
| DDR2 533 |
1 (64 Bit) |
4,3 |
| DDR2 533 |
2 (128 Bit) |
8,6 |
| DDR2 667 |
1 (64 Bit) |
5,3 |
| DDR2 667 |
2 (128 Bit) |
10,6 |
Mehr Informationen zu Arbeitspeicher finden Sie in dieser
Kaufberatung.
Festplatteninterface
Da die Festplatte zu den langsamsten Gliedern der PC-Kette zählt, sollte man für
ein fixes System auf eine wirklich schnelle Schnittstelle achten, die mindestens
100 Megabyte Daten in der Sekunde über den Bus schicken kann. In der Regel ist
ein entsprechender Controller bereits im Chipsatz, genauer gesagt in der Southbridge,
integriert. Er lässt sich zwar bei Bedarf auch noch nachrüsten, allerdings auf
Kosten eines freien PCI-Steckplatzes.
Die eigentliche Wahl sollte man treffen zwischen der Standard-Technik ATA und
der erweiterten und verbesserten Variante Serial-ATA. Die Standardversion hat
mit einer möglichen Bandbreite von 133 Megabyte in der Sekunde die technische
Grenze dieser Technik erreicht. Allerdings sind sowohl 100 wie auch 133 Megabyte
Daten pro Sekunde richtig schnell und sicher kein Fehlgriff. Wer Festplatten mit
mehr als 120 Gigabyte Größe anschließen möchte, ist auf die schnellere Variante,
die auch die Bezeichnung Ultra DMA trägt, angewiesen.
Serial-ATA-Controller sind bereits dabei die gestandene parallele ATA-Technik
abzulösen. Man findet sie bereits in allen wichtigen Chipsätzen. Kein Wunder,
verspricht diese Festplattentechnik doch höchste Datenraten und leichtere Verkabelung.
Schon heute können über diese Schnittstelle bis zu 150 Megabyte Daten fließen,
später sollen es einmal bis zu 600 Megabyte in der Sekunde sein. Weiterer Vorteil
von Serial-ATA: bis zu sechs Geräte sind an einen Controller anschließbar, bei
Ultra DMA sind es dagegen nur vier. Wer mehr anschließen möchte, braucht einen
zweiten Controller.
Mehr Informationen zu Festplatten finden Sie in unserer Kaufberatung
Festplatten.
Formfaktor
Der Formfaktor des Motherboard bezeichnet die Größe der Platine, die Position
der Befestigungsschrauben sowie die Lage der externen Anschlüsse und der internen
Komponenten. Motherboard und PC-Gehäuse müssen denselben Formfaktor verwenden,
da sie sonst nicht zusammenpassen.
Zu erkennen ist der verwendete Formfaktor an einem Buchstabenkürzel. Standard
und sehr verbreitet ist ATX (AT Extended), Nachfolger des inzwischen veralteten
AT (Advanced Technology). Für kleine Gehäuse gibt es eine geschrumpfte Version
mit der Bezeichnung Mini-ATX oder MATX. Wer unsicher ist, ob er noch ein altes
AT-Gehäuse oder bereits ein ATX-Gehäuse besitzt, erkennt dies an einem Netzschalter
hinten am Gehäuse. Den haben nur ATX-Gehäuse, bei AT-Versionen fehlt er.
Eine weitere Variante ist LPX (Low Profile Extended). Es handelt sich dabei um
eine abgewandelte Variante des ATX-Designs, speziell für flache Gehäuse. Für besonders
kleine Gehäuse gibt es Mini LPX.
PCI-Steckplätze
Wer sein System später mit PCI-Karten erweitern möchte und auch noch genügend
freie Plätze für den zukünftigen Ausbau des Systems haben möchte, sollte darauf
achten, dass das gewünschte Board ausreichend Steckplätze bietet. Denn deren Anzahl
schwankt ganz gewaltig. So gibt es Platinen, die nicht einmal drei Steckplätze
anbieten. Andere dagegen sind mit bis zu sechs PCI-Slots geradezu üppig bestückt.
Anschlüsse
Neben ausreichend internen Anschlüssen sind die externen besonders wichtig. Wer
nicht Gefahr laufen möchte, schnell sämtliche Anschlüsse mit Steckern zu verstopften,
sollte Wert auf viele Anschlüsse legen. Am besten man geht nach dem Motto vor
"Kontakte kann man nie genug haben". Denn ehe man sich versieht sind die meisten
Anschlüsse belegt. Immerhin wollen neben Drucker, Maus und Bildschirm auch noch
Modem, MP3-Player, Joystick, Scanner, Digicam und vieles mehr Daten mit dem PC
austauschen.
Wer per DSL ins Internet geht oder das demnächst tun möchte, braucht auch noch
einen Netzwerkanschluss. Praktisch für den drahtlosen Datenaustausch mit anderen
PCs, dem Handy oder entsprechend funkenden Druckern und anderen Geräten sind auch
WLAN und Bluetooth. USB 2.0 und Firewire sollten bei einem modernen PC ebenfalls
nicht fehlen. Diese Anschlüsse sind notwendig für den schnellen Datenaustausch
mit externen Festplatten, Scannern und auch für den Anschluss der digitalen Videokamera.
Zu den guten inneren Werten zählt ein in den Chipsatz integrierter Soundcontroller,
der inklusive Surround-Dekoder den Ton fürs Heimkino oder das PC-Game aufbereiten
kann. Mancher Chipsatz unterstützt gar Raid-Technik, damit kann man Datenströme
auf zwei oder mehr Festplatten aufteilen und so die Übertragungsrate vervielfachen.
Achten Sie aber auf jeden Fall darauf, dass der Hersteller nicht bei vermeintlich
veralteten Schnittstellen gespart hat. Denn hin und wieder fehlen schon mal die
klassische serielle Schnittstelle (RS 232) oder der Parallelport.
Energiesparfeatures
Besonders pfiffig sind die Energiesparfeatures Save-to-RAM und Save-to-Disk. Unterstützt
ein Board diese Techniken, lässt sich in Arbeitspausen viel Energie sparen. So
bedeutet die Funktion Save-to-RAM, dass der PC sämtliche benutze Anwendungen und
Dokumente in den Arbeitsspeicher verlagert und den gesamten Rest des PC in den
Ruhezustand schickt. Berührt man eine Taste, ist der PC umgehend wieder betriebsbereit,
lange Wartenzeiten treten nicht auf. Im Ruhemodus verbraucht der PC dabei gerade
mal drei Watt.
Noch einen Schritt weiter geht die Funktion Save-to-Disk. Ist sie aktiviert, speichert
der PC die Daten nicht im Arbeitsspeicher, sondern auf der Festplatte. Auch hier
stehen sämtliche Daten nach einem Tastendruck auf den Powerschalter umgehend zur
Verfügung. Besonderer Vorteil gegenüber der Arbeitsspeichervariante ist, dass
die Daten selbst einen Stromausfall unbeschadet überstehen.
Kontrolle
Sicherheit und Unterstützung bei eventueller Fehlersuche sollten nicht zu kurz
kommen. Denn ein überhitzter Prozessor kann das Ende des Motherboards bedeuten
und eine nicht enden wollende Fehlersuche das Ende der Geduld. Für beide Probleme
gibt es aber Lösungen. So integrieren einige Hersteller Thermowiderstände auf
dem Board, die bei Erreichen einer über das BIOS einstellbaren Temperatur das
System abschalten. Noch pfiffiger sind Thermodioden, die nicht nur das System
zum Abschalten veranlassen können, sondern eine temperaturgerechte Kühlung des
Systems bewirken. Je kühler es ist, desto langsamer dreht der Lüfter und umso
leiser ist das Betriebsgeräusch. Klasse!
Praktisch bei der Fehlersuche ist die Anzeige von Fehlercodes mittels LEDs direkt
auf der Platine. Einfach Code ablesen, im Handbuch nachschlagen und schon ist
der Fehler eingekreist und kann behoben werden.
Zubehör
Nicht zu unterschätzen ist mitgeliefertes Zubehör. Treiber und BIOS als Sicherheitskopie
auf CD sollten selbstverständlich sein, genauso ein deutschsprachiges ausführliches
Handbuch. Nützlich sind auch Softwaretools, die den Zustand der Hardware analysieren.
Nicht serienmäßig sind aber Kabel, beispielsweise fürs Floppy-Laufwerk oder den
Festplattencontroller aber auch spezielle Slot-Bleche, die USB- und andere Anschlüsse
nach außen führen. Auch eine Wärmeleitpaste gehört nur bei manchen Anbietern zum
guten Ton. Je größer der Lieferumfang des Boards ist, desto schneller und billiger
wird die mitunter mühselige Suche im Zubehörshop.
Besonderheiten
Da ein PC immer noch nicht so schnell betriebsbereit ist wie das Autoradio, ist
es ein echter Vorteil, wenn das Board über Schnellstartfunktionen verfügt, welche
die Wartezeit verkürzen. So kann man getrost auf die immer wiederkehrende Kontrolle
des Arbeitsspeichers beim Einschalten oder Neustart verzichten. Gute Boards sollten
diesen Test per BIOS deaktivieren können. Der Performanzgewinn ist ungemein, denn
etliche Sekunden sind nötig den Speicher genauestens zu überprüfen. Genauso ist
der Test des Floppy-Laufwerks unnötig und sollte sich ebenfalls ausschalten lassen.
Je mehr Standardroutinen sich abschalten lassen, desto besser. Im Idealfall kann
man die Dauer des Startvorgangs so locker um bis zu 70 Prozent verkürzen.
Buchtipps
Weitere Informationen zum Thema Motherboards und Hardware finden Sie in diesen Fachbüchern.
| | | hallo ich wollte mal fragen welche grafikkarte kann ich für diese board nehmen?? 1. wird das ein pr...
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| | | | | | danke für die info und ich werde kein problem haben mit der pipline
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