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Kaufberatung Wohnzimmer-PCs 


1. Multimediale Schaltzentrale

2. Vorteile

3. Design

4. Bedienung

5. Das Betriebssystem

6. Ruhe bitte!

7. Leistung

8. Anschlüsse

9. Ausstattung

10. Viiv

11. Fazit

Direkt zu den Wohnzimmer-PCs

Multimediale Schaltzentrale
Zu den Wohnzimmer-PCs Die Zeit ist reif, Computer und Fernseher wachsen mehr und mehr zusammen. Das lässt sich nicht nur am Schreibtisch spüren, wo viele immer öfter die TV-Karte nutzen, um Fernsehen zu gucken oder Filme mittels DVD-Laufwerk betrachten. Auch der Sound ertönt dabei raumfüllend aus sechs oder mehr Lautsprechern, Webradio und Filme strömen aus dem Internet auf den Monitor. Es gibt kaum noch jemanden, der heute nur noch am PC arbeitet oder spielt.

Mit großen Schritten ist der PC inzwischen sogar auf dem Weg in unsere Wohnzimmer, direkt oder indirekt. Entweder nimmt er dabei den Umweg eines Netzwerkes, um darüber Daten ins Wohnzimmer zu schicken und sich - ebenfalls via Netzwerk - von dort aus fernsteuern zu lassen oder er taucht höchst selbst im Wohnzimmer auf und übernimmt dort Steuerung und Verwaltung der Heimkinoanlage, ja wird selbst sogar zur Heimkinoanlage und schickt AV-Receiver, DVD-Player und Co. in den Ruhestand.

Für alle geeignet

Solch ein Wohnzimmer-PC, auch Media-PC oder Home Theatre PC (HTPC) genannt, ist dabei nicht nur eine Spielwiese für Technikfreunde, sondern kann auch eine günstige Komplettlösung für alle sein, die noch keine Heimkinoanlage besitzen sich aber eine aufbauen wollen. Ideal kann solch ein PC auch für alle mit wenig Platz im Wohnzimmer sein. Denn wo sich sonst zahlreiche Geräte türmen, muss nur noch ein kleiner PC Platz finden.

Neugierig geworden? Dann lesen Sie die folgenden Kapitel. Dort erfahren Sie alles Wichtige zu den Wohnzimmer-Rechnern. Was sie leisten, womit Sie rechnen können und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Wir beschränken uns in dieser Kaufberatung auf fertig zusammengestellte Systeme. Trotzdem finden Sie hier auch vieles Wissenswertes, wenn Sie lieber selbst alle Einzelkomponenten aussuchen und einen eigenen Media-PC zusammenstellen möchten. (pr)


Vorteile
Zu den Wohnzimmer-PCs Einer für alle: Ein Media PC kann nahezu alle Bausteine einer Heimkinoanlage ersetzen. Neben dem kleinen Rechenknecht sind bei maximaler Ausbaustufe nur nach Fernseher, Monitor oder Beamer und Musikboxen nötig. Gleichzeitig verschwinden zahlreiche Fernbedienungen vom Wohnzimmertisch, denn der PC braucht nur eine für die Steuerung aller Funktionen. Zudem erspart man sich die komplizierte Verkabelung vieler Geräte und auch den dadurch entstehenden Kabelsalat dahinter.

Zum Fernsehen

So dient der PC per TV- oder Satellitenempfangskarte als Fernsehempfänger und wird im Zusammenspiel mit der Festplatte zum digitalen Videorekorder, der sogar zeitversetztes Fernsehen (Timeshift) erlaubt. Sein DVD-Laufwerk ersetzt den DVD-Player. Digitale Musikdateien und die CD-Abspielfunktion machen die Hifi-Anlage überflüssig und eine kräftige Grafikkarte und geeignete PC-Games ersetzen sogar die Spielkonsole.

Für den Dia-Abend

Auch einen Diaprojektor, den man jedoch nicht unbedingt zur Heimkinoanlage zählt, ersetzt der PC. Er zeigt gespeicherte Urlaubsfotos per Knopfdruck oder vollautomatisch in einer Diashow an. Gleichzeitig kann er dazu Musik von der Festplatte abspielen, das schafft der analoge Diaprojektor nicht. Gefällt ein Foto, kann man es auf der Stelle ausdrucken, auf CD oder DVD brennen oder schnell mal per E-Mail versenden.

Mit Netzkontakt

Durch die Möglichkeit mit dem Internet zu kommunizieren erweitern sich zudem die Möglichkeiten. So kann man Webradio empfangen und aus den Lautsprechern tönen lassen genauso wie Videos aus dem Internet über den Fernseher betrachten. Sogar Online-Videotheken lassen sich nutzen, bei denen man Filme nach der Bezahlung auf die Festplatte lädt und anschließend über TV-Gerät oder Beamer betrachtet.

Auch die Designfrage lässt sich leichter klären, da man sich nur noch Gedanken um ein Gerät machen muss. Stellt man stattdessen die Anlage aus vielen Einzelkomponenten zusammen, gilt es darauf zu nachten, dass alle optisch miteinander harmonieren, was gerade beim Einsatz von Geräten verschiedener Hersteller nicht immer einfach ist.


Design
Zu den Wohnzimmer-PCs Ein Wohnzimmer-PC, der diesen Namen verdient, sollte auch ins Wohnzimmer passen. Wer möchte schon eine große graue Kiste neben oder unter dem Fernseher stehen haben? Wir sind schicke schwarze, silberne und manchmal auch goldene Geräte aus dem Heimkino- und HiFi-Bereich gewöhnt und wollen deshalb auch, dass der PC schick aussieht, am besten gar nicht mehr wie ein Computer.

Das haben auch die Hersteller begriffen und bieten entsprechende Geräte in vielen unterschiedlichen und ansprechenden Designs an. Man findet jedoch auch eine ganze Reihe Media-PCs, die mehr nach einem Schreibtischrechner aussehen, wenn sie vielleicht auch in kleinerem und kompakterem Gehäuse stecken. Am besten macht man sich vor der Gerätewahl klar, was das Auge akzeptieren kann, bevor man sich von den Leistungsdaten manch potenter aber weniger schöner Kisten überreden lässt.

Flach wie ein Videorekorder

Graue PCs, die flach sind und liegen passen sich schon eher dem Wohnzimmer an. Besser ist es aber, wenn das Design kaum noch an einen Computer erinnert und die Rechner eher den Eindruck eines Videorekorders oder DVD-Players vermitteln. Andererseits: Besonders flache Geräte sind zwar schick, haben dafür aber weniger Platz für den weiteren Ausbau, da alle Steckplätze meist bereits gefüllt sind. Das gilt im Prinzip auch für andere Gehäuseformen, die auf minimale Größe getrimmt sind, also auch für manch schicke Würfel-Designs.

Übrigens, nicht alle flach liegenden Media-PCs haben automatisch die Breite von HiFi-Komponenten, wie man möglicherweise meinen könnte. Oft sind diese deutlich breiter, mitunter aber auch schmaler. Wer den Media-PC mit anderen Geräten zusammen aufstellen möchte, sollte also besonders auf die Gehäusemaße achten.

Eckig wie ein Würfel

Als Alternative zum Standard-PC-Design und flachen Gehäusen bieten einige Hersteller quadratische oder rechteckige Media-PCs mit schickem Design an, die direkt neben dem Fernseher eine gute Figur machen und nicht im Schrank versteckt werden müssen.

Achten Sie auch auf das Display. Viele flackernde Lämpchen und Anzeigen können in der guten Stube nämlich störend wirken, weil sie zu sehr die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und von Film und Musik ablenken. Wichtig sind demgegenüber viele Anschlüsse an der Gehäusefront, wie Speicherkartensteckplätze und Buchsen zum Anschluss von Digitalkamera, Videokamera, MP3-Player etc.. Diese sollten aber der besseren Optik wegen hinter einer Abdeckklappe verschwinden.

Bedienung
Zu den Wohnzimmer-PCs Auch die Tastatur sollte sich optisch dem Wohnzimmer anpassen und nicht in schnödem grau daherkommen. Zudem ist es nicht nötig ein ausgewachsenes Exemplar zu verwenden, das viel Platz braucht und selbst bei tollem Design sicher mehr stört als nützt. Eine kleine kompakte Tastatur sollte für die meisten Aktionen ausreichend sein, solange man nicht stundenlang mit dem PC arbeiten möchte, sondern sich auf E-Mails, Internetadressen und Titeleingabe von Musik und Filmen beschränkt. Schmale Tastaturen haben den Vorteil, dass Sie auf oder unter dem Wohnzimmertisch nicht übermäßig viel Raum benötigen.

Selbstredend sollte es sich dabei um eine kabellose Variante handeln: Denn im Wohnzimmer ist ein Tastaturkabel vom Sofa zum PC nicht nur unschön, es ist auch gefährlich. Zu leicht kann jemand darüber stolpern und sich verletzten. Obendrein würden dabei womöglich der PC und andere Geräte vom Schrank gezogen und durch den Aufprall auf den Boden zerstört.

Fernbedienung wichtig

Daneben ist auch eine Fernbedienung Pflicht, die alle wichtigen PC-Funktionen ansprechen und die fürs Wohnzimmer benötigte Software steuern kann. An diesen Komfort hat man sich im Wohnzimmer inzwischen gewöhnt und niemand möchte wohl mehr wie vor 30 Jahren ständig aufstehen müssen, um eine Einstellung zu verändern.

Vorteilhaft ist somit für den Empfang der Tastatur- und Fernbedienungssignale ein ins PC-Gehäuse integrierter Infrarot oder Bluetooth-Empfänger, je nachdem mit welcher Technik die Geräte arbeiten. Infrarot ist die klassische Variante, setzt aber anders als Bluetooth, Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger voraus.

Integrierter Empfänger

Fehlt ein Empfänger, müsste man diesen extern am Gerät anschließen. Geschieht das per Kabel, sieht das nicht nur unschön aus, sondern verschlimmert obendrein den Kabelsalat, den die technische Ausrüstung sowieso schon verursacht. Viel praktischer ist ein Empfänger im Format eines USB-Sticks allerdings auch nicht. Er hat an der Rückseite des Computers möglicherweise keinen oder nur sehr eingeschränkten Empfang. An der Frontseite eingesteckt würde er nicht nur optisch sehr stören, sondern obendrein die Gefahr bergen, daran hängen zu bleiben und PC oder Empfänger zu beschädigen.

Besonders komfortable Media-PCs besitzen ein berührungsempfindliches Display - ein Touchscreen - an der Gehäusefront. Das macht die Bedienung besonders einfach und intuitiv, ersetzt aber nicht die Fernbedienung. Zudem vergrößert das auch das Gehäuse.


Das Betriebssystem
Zu den Wohnzimmer-PCs Für die Bedienung ist meist das Microsoft-Betriebssystem Windows Media Center Edition 2005 zuständig, das im Grunde eine an die Heimkinobedürfnisse angepasste Version von Windows XP Professional ist. Das wird besonders dann deutlich, wenn die Media Center-Erweiterung nicht gestartet ist. Dann sieht das Betriebssystem wie ein ganz normales Windows XP aus und lässt sich auch so verwenden. Dadurch ist diese Lösung auch für alle besonders interessant, die den PC auch fürs Arbeiten verwenden wollen. Sie können bei Bedarf einfach zwischen Media-PC und Windows-PC wechseln.

Auf die Treiber achten

Beachten Sie jedoch, dass manche Hardwarehersteller besondere Treiber für das Media PC-System bereitstellen. Die normalen Treiber für Windows XP sollten Sie dann nicht verwenden, um Probleme zu vermeiden. Wer auf einen fertig konfigurierten PC setzt, muss sich darum kaum Gedanken machen. Anders ist es für alle, die den PC selbst zusammenschrauben und auf das Microsoft-System setzen wollen. Für sie gilt zudem darauf zu achten, dass die Hardware dieses System unterstützt. Sonst kann es später zu bösen Überraschungen und Enttäuschungen kommen, wenn etwas nicht klappen sollte wie geplant.

MPEG-2-Dekoder

Besonderes Augenmerk sollte hier den TV- und Satelliten-Karten geschenkt werden aber auch Fernbedienungen, die man extra kauft. Zudem gilt es zu beachten, dass Microsoft dem System keinen MPEG-2-Dekoder zum Entschlüsseln des komprimierten Filmmaterials einer DVD spendiert hat, so dass Bastler selbst einen besorgen und auch hier auf Kompatibilität mit dem System achten müssen. Geeignet ist beispielsweise der NVIDIA DVD-Dekoder. Informationen dazu finden Sie auf der NVIDIA-Webseite. Eine Demoversion können Sie hier herunterladen.

Andere Media-Systeme

Es muss nicht unbedingt Microsoft sein. Einige Hardware Hersteller haben eigene Lösungen im Programm oder setzen auf das kostenlose Linux samt kostenlosem Bedienprogramm. Daneben existieren zahlreiche kostenlose und auch kostenpflichtige Versionen, die sich als Alternative verwenden lassen. Informationen dazu finden Sie in diesem Wikipedia-Wiki. Da man hier aber für die Einrichtung und Konfiguration selbst Hand anlegen muss, eignet sich dieser Weg nur für erfahrene PC-Anwender. Einsteiger greifen besser zur Windows-Lösung.

Windows Vista

Achtung! Obwohl Windows XP als Basis für das Media Center-System dient, gibt es kein Update darauf. Wer seinen normalen PC umwandeln möchte, ist gezwungen das Betriebssystem komplett neu zu erwerben. Hier böte sich dann aber auch der Umstieg auf Windows Vista an. Denn das neue Betriebssystem hat in den Versionen Home Premium und Ultimate die Mediacenter-Funktionalität integriert, so dass man diese nicht mehr extra erwerben muss.

Darüber hinaus bietet Windows Vista mehr Komfort als Windows XP. So ist für Besitzer einer XBox ein perfektes Zusammenspiel zwischen PC und Spielkonsole realisierbar. Der PC kann die XBox als Empfänger verwenden, der sämtliche Inhalte auf dem Fernseher anzeigt. Die Datenübertragung erfolgt kabellos per WLAN. Somit muss der Computer nicht in unmittelbarer Nähe stehen. Weiterer Vorteil von Windows Vista: Es enthält jetzt von Haus aus einen MPEG-Dekoder, so dass Bastler diesen nicht mehr einzeln nachkaufen müssen.


Ruhe bitte!
Zu den Wohnzimmer-PCs Nicht zum optischen, sondern eher zum "akustischen Design" zählen die Geräusche, die solch ein PC abgibt und die sind beim Einsatz im Wohnzimmer besonders wichtig. Idealerweise gibt ein Media-PC keinen Mucks von sich. Denn in der guten Stube möchte niemand den Lärmpegel eines Standard-PCs ertragen, dessen Lüfter unüberhörbar das Gehäuse kühlen und dessen Festplatte und DVD-Laufwerk lautstark auf ihre Arbeit aufmerksam machen.

Lüfterlose Gehäuse

Besonders schön ist es, wenn solch ein Computer ganz ohne Lüfter auskommt, was kein frommer Wunsch, sondern bei vielen Geräten bereits Realität ist. Dort setzen die Hersteller auf eine effektive passive Lüftung, die durch intelligenten Gehäuseaufbau und zahlreiche Kühlkörper die Temperatur ausreichend niedrig hält.

Setzt man auf ein Gerät, das Lüfter an Bord hat, sollte man darauf achten, dass dort besonders leise Flüstermodelle zum Einsatz kommen. Sie geben nur sehr wenig Geräusche ab und arbeiten im Vergleich zu Standardlüftern nicht permanent. Ein Temperaturfühler ermittelt in den PCs die aktuelle Wärmeentwicklung und setzt die Lüfter erst bei Erreichen einer fest gelegten Schwelle in Gang und schaltet sie auch wieder ab, wenn die Temperatur wieder darunter fällt. Zudem arbeiten die Pustefixe nicht sofort mit voller Leistung und damit höchstem Geräuschpegel, sondern immer nur so schnell, wie es die aktuelle Wärmeentwicklung nötig macht. Das bedeutet, auch ein Media-PC mit Lüftern kann mucksmäuschenstill sein, wenn er keine Höchstleistungen vollbringen muss.

Laufwerke als Lärmquelle

Lärm und Geräusche verursachen aber nicht nur Lüfter, sondern alle beweglichen Teile im Gehäuse. Dazu zählen besonders die Festplatte(n) und das DVD-Laufwerk. Die Festplatte kann zum einen durch hohe Laufgeräusche aber auch durch Schreib-Lesezugriffe der Köpfe auf sich aufmerksam machen. Besonders intensiv muss der Speicher arbeiten, wenn man zeitversetztes Fernsehen genießt. Denn dann muss sie gleichzeitig Daten speichern und wiedergeben und ist dadurch besonders laut. Achten Sie deshalb darauf, welche Festplatte im PC arbeitet.

Untersuchen Sie auch die Geräuschentwicklung des verwendeten DVD-Laufwerks in den technischen Daten oder auf der Webseite des Herstellers. Denn auch beim Betrachten einer DVD möchte wohl niemand Lärm aus dem PC hören. Schön ist in diesem Zusammenhang, wenn der PC-Hersteller eine Spezialaufhängung für die Laufwerke verwendet, die deren Geräusche eindämmen und zusätzlich für Ruhe sorgen.


Leistung
Zu den Wohnzimmer-PCs Wie bei Computern für den Schreibtisch gibt es auch bei PCs für das Wohnzimmer zum Teil erhebliche Leistungsunterschiede. Einige eignen sich nur zum Abspielen von Musik und Filmen, beherrschen jedoch aufgrund unzureichender Hardwareausstattung und mangelnder Prozessorleistung kein zeitversetzes Fernsehen. Das Einhalten der Mindestvorrausetzungen für ein Media-PC-Betriebssystem bedeutet somit nicht automatisch, dass entsprechende Geräte alle Aufgaben mit Bravour meistern können.

Ansprüche ermitteln

Am besten macht man sich schon vor der Anschaffung bewusst, was man mit dem PC überwiegend anstellen möchte und sucht mit dieser Gewichtung geeignete Geräte aus. Wer etwa oft am PC spielen möchte, hat andere Anforderungen als derjenige, der sein Wohnzimmer in ein Heimkino verwandeln möchte. Spieler benötigen nämlich eine weit leistungsfähigere Grafikkarte und einen potenteren Prozessor als alle die lediglich Musik hören, Filme gucken und zeitversetztes Fernsehen nutzen möchten.

Achten Sie in diesem Zusammenhang auf den Einsatz von Doppelkern-Prozessoren. Diese sind deutlich leistungsfähiger als normale Rechenherzen mit nur einem Kern, da quasi zwei Prozessoren sich die Arbeit teilen. Besonders schön: Trotz der höheren Leistung benötigen diese nicht so viel Strom wie etwa ein Pentium 4 mit hohem Rechentakt. Das spart nicht nur Strom, sondern führt auch zu geringerer Wärmeentwicklung und dadurch zu einem leiseren Computer.

Stromhunger

Ebenfalls zur Leistung zählt der Stromverbrauch, der nicht zu unterschätzen ist. Denn PCs sind in der Regel sehr stromhungrig. Besonders niedrig sollte der Verbrauch im Standby-Modus sein. Ist der PC ausgeschaltet sollte er gar keinen Strom verbrauchen. Wegen Portmonee und Umwelt sollte man auf möglichst niedrige Werte achten.

Generell gilt zu bedenken, dass die DVD-Bildqualität bei PCs häufig schlechter als bei hochwertigen DVD-Playern ist. Wer höchste Ansprüche an die Bilder hat, sollte sich auf die Suche nach entsprechend hochwertigen DVD-Laufwerken machen oder eventuell überlegen, neben dem Media-PC noch einen herkömmlichen DVD-Player zu betreiben. Wirklich schlecht ist die Bildqualität eines PC-Laufwerks aber nicht. Wer normale Ansprüche hat, kann guten Gewissens auf die PC-Lösung setzen.


Anschlüsse
Zu den Wohnzimmer-PCs Die Standardanschlüsse eines Computers reichen für den Büroalltag, fürs Wohnzimmer sollte es aber ein bisschen mehr sein. Eine Audio/Video-Schnittstelle ist fürs Heimkino Pflicht. Hier ist ein Komponenten-Video-Ausgang genauso wichtig wie ein DVI-Ausgang, der nicht nur ein gutes volldigitales Bild transportieren kann, sondern auch in der Lage ist, kopiergeschützte Daten nach dem kommenden HDCP-Kopierschutzverfahren (High Bandwidth Digital Content Protection) für hochauflösendes Fernsehen nach HDTV-Standard zu übertragen.

HDMI-Anschluss

Wünschenswert wäre auch ein HDMI-Anschluss (High Definition Multimedia Interface). Dabei handelt es sich um den künftigen digitalen Standard für die einfache Verkabelung von Audio-Video-Komponenten, quasi der digitale Scart-Stecker. Er überträgt Bild und Ton und versteht das Verschlüsselungsverfahren HDCP. Hat ein PC solch einen Anschluss nicht, ist ein DVI-Port umso wichtiger. Denn dafür existieren Adapter, die DVI in HDMI-Anschlüsse umwandeln. Möchte man digitalen Ton separat übertragen, benötigt das Gerät eine digitale Audio-Schnittstelle nach SPDIF-Standard. Hier kommt entweder Toslink oder ein Koaxialstecker (Cinch) in Frage.

S-Video und Cinch

Mindestvorrausetzungen um ein Bild auf einem Fernseher ausgeben zu können sind daneben S-Video oder Cinch-Anschlüsse. Diese kommen jedoch nicht mit HDCP zurecht. Für beide Steckertypen ist meist ein Scart-Adapter nötig, um Verbindung mit dem Fernsehgerät aufnehmen zu können. Leider besitzen nur sehr wenige Media-PCs einen Scart-Anschluss. Schade, denn damit wäre die Verkabelung deutlich einfacher. Wenn man vorhat, den Wohnzimmerrechner auch als Spielkonsolenersatz zu verwenden, benötigt dieser passende Anschlüsse für Game-Controller.

Netzwerkkarte

Sehr wichtig sind ein Netzwerkanschluss und eine Verbindung ins Internet. Ob drahtloses oder kabelgebundenes Netzwerk spielt eine untergeordnete Rolle. Worauf man dabei setzt ist abhängig davon, wo der Zugangspunkt zum Internet liegt und ob man eventuell gewillt ist lange Strippen zu verlegen. Kabellose Verbindungen sind eleganter, kabelgebundene sicherer und bieten höhere Bandbreiten.

Unverzichtbar: Internetzugang

Ein Internetanschluss ist aus mehreren Gründen unabdingbar. Schon beim ersten Anschalten des neuen PCs verlangt Windows danach, das Betriebssystem über das Netz aktivieren zu können. Dies ließe sich alternativ noch per Telefon erledigen. Für die regelmäßige Aktualisierung des Betriebssystems, der Software und den Treibern sollte dann aber schon der Weg ins Internet offen sein. Zudem setzt ein Video-on-demand-Service, den das Media-Center-System gestattet, einen Anschluss voraus. Darüber hinaus erlaubt ein Internetzugang, E-Mails vom Sofa aus zu schreiben oder während der Werbepause im Web zu surfen. Übrigens: Auch für den Wohnzimmer-PC sollten Sie an Virenschutz und Firewall denken, damit dieser genauso sicher funktioniert wie ein Schreibtischrechner.

Wer den Video-on-demand-Service nutzen und komplette Spielfilme aus dem Internet laden möchte, benötigt unbedingt einen Breitbandanschluss wie DSL oder vergleichbar. Dieser ist auch vorteilhaft, wenn Sie keine ganzen Filme, sondern nur kurze Trailer oder Musik auf die Festplatte laden möchten.

Zugänglichkeit

Ebenfalls wichtig ist die Lage der Anschlüsse, wie weiter oben bereits angeklungen ist. Um schnell und unkompliziert die Digicam, die Videokamera oder den MP3-Player anschließen zu können, sollten wichtige Anschlüsse wie USB, Firewire und eventuell auch Cinch und S-Video für ältere Videokameras an der Gehäusefront zugänglich sein. Manche Hersteller haben diese aus vermutlich optischen Gründen an die Gehäuseseite verbannt. Dort können sie aber genauso unpraktisch sein wie an der Rückseite. Zumindest dann, wenn man den PC in einem Schrank oder Regal unterbringen möchte.


Ausstattung
Zu den Wohnzimmer-PCs Je mehr Heimkinokomponenten ein Media-PC ersetzen soll, desto wichtiger ist seine Ausstattung. Dabei ist die Auswahl für mögliche Bauteile enorm. Das gilt nicht nur für das selbst Konfigurieren, sondern auch bei der Auswahl fertig montierter PCs, bei denen es oft identische Geräte, jedoch mit unterschiedlicher Ausstattung gibt.

TV-Tuner

Besonders wichtig, um den Fernsehempfang sicherzustellen, ist ein TV-Tuner. Mindestens ein analoger Empfänger sollte eingebaut sein. Die Zukunft gehört jedoch dem digitalen Fernsehen, daher wäre es gut, wenn ein Hybrid-Tuner eingesetzt würde. Dieser hat einen Tuner für herkömmlichen analogen Empfang und einen für die digitale Aussendung nach DVB-T-Standard, also per Antenne. Zwei Tuner haben zudem den Vorteil während einer Aufnahme über den zweiten Tuner ein anderes Programm ansehen zu können.

Um den Digitaltuner nutzen zu können, ist es selbstredend Voraussetzung dieses bereits empfangen zu können. Ist dies der Fall wäre gar ein Tuner mit zwei digitalen Empfangseinheiten eine noch bessere Lösung. Denn dann würde nicht einer nutzlos im Gerät stecken, wenn das analoge Sendeverfahren eingestellt wird. Wer einem digitalen Kabelanschluss hat, benötigt dafür eine entsprechende Empfangskarte nach DVB-C-Standard.

Satelliten-Tuner

Alternativ oder zusätzlich kann man auch auf eine digitale Satellitenempfängerkarte nach DVB-S-Standard setzen, vorausgesetzt man hat eine Parabolantenne installiert oder plant das zu tun. Auch hier macht der Einsatz von zwei Tunern Sinn. Dieser befindet sich ebenfalls auf der Empfangskarte oder man setzt eine zweite Empfängerkarte ein, sofern der PC ausreichend Platz dazu bietet.

Beim Einsatz von zwei Satellitentunern gilt jedoch zu bedenken, dass jeder eine direkte Kabelverbindung zur Parabolantenne, respektive zur Empfangseinheit dort, dem LNB (Low Noise Block Converter), haben muss. Es müssen also zwei Kabel von dort zum PC verlegt sein. Entsprechend muss ein LNB zum Einsatz kommen, der mindestens zwei Ausgänge besitzt.

HDTV-Empfang

Satellitentuner der neuesten Generation sind anders als ältere Modelle in der Lage, hochauflösende Fernsehsignale nach HDTV-Standard zu empfangen und zu entschlüsseln. Sie arbeiten nach dem DVB-S2-Standard und entschlüsseln nicht nur MPEG-2- sondern auch MPEG-4-Signale mit der Verschlüsselungsmethode H.264.

Digitale TV-Tuner-Karten für erdgebundenes (DVB-T), satellitengestütztes (DVB-S) oder das Kabelfernsehen (DVB-C) haben alle den Vorteil Zugang zu elektronischen Programmzeitschriften (EPG) zu geben. Diese kann man bequem mit der Fernbedienung durchblättern und bei besonders gut ausgestatteter Hardware sogar darüber die Aufzeichnungsfunktion aktivieren.

Externe Empfänger

Sollte es keinen freien Steckplatz im Media-PC geben, kann man immer noch auf eine externe Empfangsbox setzen. Diese muss man ja nicht unbedingt sichtbar platzieren. Sie kann auch hinter dem Schrank zwischen den Kabeln aufgestellt werden, vorausgesetzt sie kann die Steuerbefehle der Fernbedienung noch empfangen. Wichtig ist für solch eine Lösung ein freier schneller Anschluss am PC. In der Regel verwenden die Hersteller dafür die USB-2.0-Schnittstelle. Die ältere USB-Schnittstelle nach 1.1-Standard wäre für den großen Datenfluss der Fernsehsignale eindeutig zu langsam. Ebenfalls geeignet wäre ein Firewire-Anschluss. Man findet allerdings nur sehr wenige TV-Boxen, die diesen Anschluss verwenden.

Großer schneller Speicher

Zum Aufzeichnen von Fernsehsendungen und gleichzeitigem Abspielen sind große und schnelle Festplatten nötig. Möchte man zwei Programme gleichzeitig aufzeichnen, sollte eine Platte auch das bewältigen können. Für moderne Festplatten ist das in der Regel kein Problem. Alte Modelle aus ausgemusterten Computern sollte man aber besser nicht verwenden.

Je mehr Speicherplatz eine Festplatte bietet desto besser. Denn umso mehr Aufzeichnungen lassen sich dort ablegen, ohne ständig entscheiden zu müssen, ob man alte Aufnahmen auf DVD brennen oder löschen sollte. Für den Speicherbedarf kann man etwa von folgenden Werten für eine Stunde aufgezeichnetes Material ausgehen: In Standardqualität ist etwa 1 bis 1,4 Gigabyte nötig, für bessere Qualität reicht die Spanne von 1,4 bis 2 Gigabyte und für optimale Bildqualität muss man etwa 2,5 bis 3 Gigabyte pro Stunde kalkulieren.

Erweiterungsmöglichkeit

Da wird schnell deutlich, dass auch eine noch so große Festplatte irgendwann an ihre Grenzen stößt. Deshalb wäre es ein Vorteil, wenn im Gehäuse noch ein Platz frei ist, so dass man später eine weitere Festplatte einsetzen könnte. Daneben gehört ein DVD-Brenner zur wichtigen Ausstattung. Nicht nur, weil man Sendungen darauf auslagern und die Festplatte leer räumen kann.

DVD-Laufwerk als Videorekorder

Statt auf Festplatte aufzuzeichnen, kann man auch direkt auf einen DVD-Rohling brennen und so das Laufwerk als Videorekorder benutzen. Dazu wäre es vorteilhaft, wenn der Brenner das DVD-RAM-Format verwenden kann. Denn diese Medien lassen sich bis zu 100.000 Mal löschen und wiederbeschreiben. So wird nicht für jede Einspielung ein neuer Rohling fällig. Zudem sind diese Medien so fix, das man auch hier die Timeshift-Funktion nutzen kann.

Blu-ray und HD-DVD

Ein Blu-ray- oder HD-DVD-Laufwerk für die Zukunft wäre von Vorteil aber nicht Pflicht. Ein entsprechender Brenner wäre aber heute schon sinnvoll, wenn man viele Sendungen im HDTV-Format aufzeichnen möchte. Denn dabei fällt ein Vielfaches an Daten an, so dass eine normale DVD nicht ausreicht, um einen Film darauf abzulegen. Ansonsten kann man mit der Anschaffung noch warten und später ein entsprechendes Laufwerk gegen den DVD-Brenner austauschen oder, falls vorhanden, in einen zweiten freien Laufwerksschacht einbauen.

Arbeitsspeicher und Grafik

Sehr wichtig ist ausreichend Arbeitsspeicher, damit die Videosignale flüssig verarbeitet werden können. Ein Gigabyte sollte die Untergrenze sein. Auch die Grafikkarte muss ein Mindestmaß an Rechenleistung und Zwischenspeicher mitbringen. Diese sollte etwa aus dem Mittelfeld des Leistungsangebots kommen oder darüber. 128 Megabyte Speicher sind die absolute Untergrenze. Wer häufig mit dem Gerät spielen möchte, benötigt eher eine Grafikkarte aus der Spitzenklasse mit hoher Rechenleistung im 3-D-Bereich und mindestens 256 Megabyte Arbeitsspeicher auf der Karte. Vorteilhaft ist ein HDMI-Anschluss an der Grafikkarte. Hat die Karte zudem einen Soundeingang, kann sie das Signal der Soundkarte aufnehmen und gemeinsam per HDMI weitergeben. Für HDTV-Signale sind eine sehr leistungsfähige Grafikkarte und ein sehr kräftiger Prozessor Vorraussetzung.

Möchten Sie den Media-PC auch zum Arbeiten nutzen, muss dieser neben dem Fernsehgerät auch einen PC-Monitor ansteuern können. Hierzu ist eine sogenannte Dual-Head-Grafikkarte nötig, die zwei Monitoranschlüsse bietet.

Portable Mediaplayer

Ein Wohnzimmer-PC ist übrigens besonders gut zum Betanken von tragbaren Mediaplayern geeignet. Denn die Fülle von aufgezeichneten Sendungen ist eine nicht enden wollenden Quelle. So können Sie etwa Ihre Lieblings-Soaps auf Ihren Videoplayer laden und auf dem Weg zu Arbeit in Bahn oder Bus betrachten. Das Umwandeln auf das passende Format sowie den Kopiervorgang übernimmt die Software des tragbaren Players meist vollautomatisch. Sie steuern einfach alles per Fernbedienung vom Sofa..


Viiv
Zu den Wohnzimmer-PCs Computer und PC-Technik wohnzimmertauglich zu machen hat sich Intel groß auf die Fahnen geschrieben und einen eigenen Technikstandard dafür entworfen. Er heißt Viiv (gesprochen "Weif") und ist eine Art Gütesiegel für Wohnzimmer-Hardware. Das Ziel ist es, Hardware auspacken, anschließen und sofort benutzen zu können, echtes Plug-and-Play eben. Zudem bürgt der Standard für problemloses Zusammenspiel unterschiedlicher Geräte. Denn neben Computer können etwa auch Monitore, MP3-Player, Lautsprecher, Kameras (Film und Foto), TV-Karten und andere das Siegel tragen. Selbst Fernbedienungen sind nicht davon ausgeschlossen.

Schnell, leise und schön

Neben der einfachen Benutzbarkeit müssen die Geräte auch andere Anforderungen erfüllen. So muss zunächst das Design an das Wohnzimmer angepasst sein, graue Kästen werden nicht zertifiziert. Als Herz muss ein Doppelkernprozessor arbeiten, der schnell rechnen kann und dabei trotzdem wenig Strom verbraucht. Dadurch soll der leise Betrieb gewährleistet werden. Für das perfekte Zusammenspiel aller Komponenten muss ein optimierter Chipsatz zum Einsatz kommen, der selbstredend Doppelkernprozessoren unterstützen muss. Als Betriebssystem ist Windows Media Center Edition 2005 Pflicht. Nicht fehlen darf eine Netzwerkkarte, egal ob kabellos oder kabelgebunden sowie eine Soundkarte, die Raumklang mit mindestens 5.1-Technik unterstützt.

Auf Knopfdruck startbereit

Besonderer Clou: Der PC soll sehr schnell betriebsbereit sein, etwa genauso fix wie ein Fernseher oder normaler Videorekorder. Dazu schreibt Intel die so genannte Instant On/Off-Technik vor. Danach dürfen nur sehr wenige Sekunden vergehen bis der PC voll da ist. Langwieriges Rauf- und Runterfahren, wie sonst bei PCs üblich, soll der Vergangenheit angehören. Eigentlich ein sehr guter Ansatz. Doch zaubern kann Intel auch nicht, so dass die Hersteller sich dazu mir Tricks behelfen müssen. So fährt ein Viiv-PC beim Ausschalten gar nicht runter, sondern unterbricht lediglich die Ton- und Bildsignale, läuft ansonsten jedoch weiter, bis er nach gewisser Zeit im Energiesparmodus einschlummert. Da er also gar nicht richtig ausgeschaltet ist, benötigt er weiterhin Strom. Immerhin, dafür ist er auch schnell wieder wach, denn beim Druck auf die Einschalttaste, muss das Gerät lediglich aus dem Ruhezustand erwachen und Ton- und Bildanschlüsse wieder freigeben.

Kopierschutz

Wichtig ist Intel auch ein integrierter Kopierschutz. Sämtliche Daten lassen sich zwar auf Viiv-Geräten uneingeschränkt nutzen, überträgt man diese jedoch auf Hardware, die den Viiv-Standard nicht erfüllt, wird die Nutzung eingeschränkt. So ist beispielsweise festgelegt, auf welche Geräte die Daten überhaupt kopiert werden dürfen, wie oft das geschehen darf und mit welcher Qualität.

Viiv-Geräte erkennt man an einem einheitlichen Logo, das am besten auch die Fernbedienung trägt. Denn dadurch stellt man sicher, dass sich sämtliche Funktionen des PC und aller verbundenen Geräte, die ebenfalls das Viiv-Logo tragen damit steuern lassen und man auf eine Vielzahl Einzelbedienungen auf dem Couchtisch verzichten kann.

Achtung: Video- oder S-Video- Ausgänge am PC, respektive der Grafikkarte sind nicht zwingend in den Viiv-Vorgaben (Intel) vorgesehen. Bei einfachen und günstigen Geräten ist möglicherweise nur ein VGA-Ausgang vorhanden. Weitere Infos hierzu und zur Viiv-Technik finden Sie auf den entsprechen Webseiten von Intel hinter diesem Link


Fazit
Zu den Wohnzimmer-PCs Media-PCs sind nicht nur für Bastler und Tüftler interessant, sondern inzwischen so ausgereift, dass jedermann damit umgehen kann. Viele, besonders solche mit Viiv-Technik, sind sehr einfach und unkompliziert zu bedienen. Daneben benötigen die Computer deutlich weniger Platz als eine ausgewachsene Heimkinoanlage mit zahlreichen Einzelkomponenten und bieten trotzdem einen größeren Leistungsumfang.

So können sie in der Regel mit mehr unterschiedlichen CD- und DVD-Formaten umgehen als mancher DVD-Player. Obendrein sind sie besser für die Zukunft gerüstet, da sich neue Kompressionsformate zum Speichern und Wiedergeben von Musik und Film meist per Software-Aktualisierung nachrüsten lassen. Bei eigenständigen AV-Geräten wäre dafür gleich ein Neukauf notwendig oder man müsste auf das Update verzichten. Auch auf das Befüllen tragbarer Mediaplayer verstehen sich PCs deutlich besser. Allerdings: Viele DVD-Laufwerke, die in PCs zum Einsatz kommen bieten eine schlechtere Bildqualität als hochwertige DVD-Player.

Wer unsicher ist, aber sowieso seinen Schreibtischrechner austauschen möchte, könnte zu einem Media-PC greifen und den Einsatz im Wohnzimmer ausgiebig testen. Ist man unzufrieden, wechselt das Gerät dann auf den Schreibtisch. Denn auch als Büromaschine machen Media-PCs eine ausgezeichnete Figur.


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