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Kaufberatung Laserdrucker 


1. Drucken wie die Profis

2. Unterschiede zu Tintenstrahlern

3. Schwarz-Weiß oder Farbe

4. Schwarz-Weiß-Drucker

5. Farblaserdrucker

6. Fotos mit Farblaser

7. Druckertypen

8. Solid-Ink-Drucker

9. Druckersprachen

10. Geschwindigkeit

11. Ausstattung

12. Anschlüsse

13. Die Folgekosten

Zu den Laserdruckern


Drucken wie die Profis
Zu den Laserdruckern Wenn's aussehen soll wie aus der Druckerei, ist ein Tintenstrahldrucker die falsche Wahl. Dann muss ein Laserdrucker her. Denn dessen Ausdrucke sind gestochen scharf, verschmieren nicht und halten den Umwelteinflüssen stand. Obendrein sind sie sehr fix, deutlich schneller als ihre Tintenkollegen. Dadurch empfehlen sie sich vor allem auch für Vieldrucker und Büros.

Inzwischen ist diese Druckergattung auch für schmale Geldbeutel erschwinglich geworden. Schon für deutlich unter hundert Euro bekommt man Schwarz-Weiß-Geräte. Auch Farbversionen kosten längst kein Vermögen mehr. Einstiegsgeräte gibt es schon für etwa 200 Euro.

Allerdings gibt es manches beim Kauf zu beachten, besonders wenn man vom Tintenstrahler umsteigen möchte. Denn einiges unterscheidet sich deutlich in der Welt des Laserdrucks. Was das genau ist und was es bei der Auswahl zu bedenken gibt, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln. (pr)


Unterschiede zu Tintenstrahlern
Zu den Laserdruckern Wer zum ersten Mal einen Laserdrucker kauft und bisher stets mit Tintenstrahlern gearbeitet hat, sollte wissen, dass neben zahlreichen Vorteilen, wie etwa höheres Drucktempo, günstigere Ausdrucke und bessere Haltbarkeit der Papiere auch Einschnitte auf ihn warten.

Nicht alles bedruckbar

So ist die Zahl der bedruckbaren Medien etwas eingeschränkter. Mit einem Laserdrucker lassen sich beispielsweise keine CD- oder DVD-Rohlinge bedrucken. Problematisch sind mitunter auch schwere Papiere. Visitenkartenpappen oder Spezialpapiere für Kaffeetassen oder zum Aufbügeln lassen sich oft gar nicht nutzen.

Bei der Papiergröße ist man auf DIN A4 und DIN A3 beschränkt. Wer es größer braucht, muss zu einem Plotter greifen, der meist auf Tintenbasis arbeitet. Allerdings: Manche Drucker bieten den so genannten Bannerdruck. Das heißt, sie sind bei der Breite auf eines der angesprochenen Formate beschränkt, können aber wesentlich längere Dokumente bedrucken. Weiterhin gilt für Laserdrucker: Lange Startzeiten, bedingt durch die Aufwärmphase der Komponenten, erfordern bei Arbeitsbeginn ein wenig Geduld.

Kein Reinigen nötig

Auf der Habenseite stehen aber obendrein deutlich weniger Probleme nach langen Druckpausen. Haben Tintenstrahler mit eintrocknender Tinte und unbrauchbar gewordenen Druckköpfen zu kämpfen, ist Laserdruckern diese Problematik unbekannt: Der Toner trocknet nicht ein. Selbst nach langer Pause drucken die Geräte problemlos wie am ersten Tag. Dazu sind auch keine kostenintensiven Reinigungsvorgänge nötig, die Tintenstrahler immer wieder durchlaufen müssen und die teure Tinte vernichten.

Deutliche Parallelen gibt es jedoch bei der Kostenentwicklung. So werden auch die Laserdrucker so günstig, dass schon ein Satz neuer Toner den Wert des Geräts verdoppeln kann. Oder anders: Man bekommt den eigentlichen Drucker für ein Taschengeld. Auch hier stellt sich manch einer inzwischen die Frage: neuer Toner oder neuer Drucker?


Schwarz-Weiß oder Farbe

Zu den Laserdruckern Warum heute noch einen Schwarz-Weiß-Drucker kaufen? Nun, das kommt ganz auf den Anwendungszweck und den verfügbaren Platz an. Druckt man ausschließlich Briefe, Tabellen und To-Do-Listen, reicht ein Schwarz-Weiß-Gerät vollkommen aus. Es ist in der Regel kleiner und auch leichter als ein Farblaser, sodass es auch auf dem Schreibtisch Platz finden kann.

Eine farbfähige Version ist zuweilen ein richtiger Koloss, der eine eigene Aufstellfläche benötigt und auch schnell mal das Gewicht eines Teenagers auf die Waage bringen kann - zu viel für den Schreibtisch. Einstiegsgeräte sind zwar meist etwas kleiner, richtige Arbeitspferde fürs Büro sind jedoch nach wie vor sehr groß.

Für beide Versionen sollte man mehr Aufstellfläche einplanen als die Gehäusemaße vorgeben. Denn Papierfächer und Spezialeinschübe müssen frei zugänglich bleiben. Auch Serviceklappen, zum Austausch von Toner und anderen Verbrauchsmaterialen, sollten nicht versperrt sein.


Schwarz-Weiß-Drucker
Zu den Laserdruckern Der Laserdrucker ist die erste Wahl für den Büroalltag und alle die ausschließlich und sehr viel Text drucken wollen. Schon für deutlich unter hundert Euro sind Einstiegsgeräte zu bekommen. Sie bieten bereits beide Hauptvorteile der Laserdrucker gegenüber den Tintenstrahlern: gestochen scharfen Text und günstige Druckkosten. So schlägt eine Seite meist nur mit etwa ein bis zwei Cent zu Buche.

Hauptunterschiede innerhalb dieser Gruppe liegen in Druckgeschwindigkeit, Auflösung, Ausstattung und Netzwerkfähigkeit. Einfache Geräte bieten in der Regel wenig Speicher für wartende Druckaufträge und sind meist nicht netzwerkfähig. Größere Modelle lassen sich dagegen im Netz von mehreren Anwendern benutzen. Sie verfügen neben ausreichend Speicher auch über einen eigenen Prozessor, der dem PC die Arbeit abnimmt und ihn freimacht für andere Arbeiten. Obendrein drucken sie sehr schnell und können, ausgestattet mit mehren Papierschächten, unterschiedliche Papierformate bereithalten.


Farblaserdrucker
Zu den Laserdruckern Farblaser sind inzwischen für viele eine Alternative zum Tintenstrahldruck geworden. Schon für etwa 200 Euro kann man die Vorteile von Einstiegsgeräten ausnutzen. Somit sind sie auch für Privatpersonen und kleine Büros interessant.

Die Hauptvorteile von Farblaserdruckern sind die niedrigen Verbrauchskosten und die Beständigkeit der Ausdrucke. So ist eine Seite im Farbdruck mit etwa sechs bis zehn Cent pro Seite um ein Vielfaches günstiger als bei einem Farbtintenstrahler. Der auf dem Papier fixierte Toner ist zudem gegen Verwischen geschützt. Besonders praktisch: Auch auf minderwertigem Papier, etwa Umweltschutz- oder Kopierpapier, bleibt die Druckqualität gleich bleibend hoch.


Fotos mit Farblaser
Zu den Laserdruckern Und wie sieht es mit Fotos aus? Kann der Farblaser einem Tintenstrahler, gar einem Fotodrucker, Paroli bieten? Nein, zumindest noch nicht. Im Vergleich zum Tintenstrahler fehlt es dem Laser an Brillanz und Farbtiefe. Grund: Farblaser bieten eine geringere Druckauflösung und haben maximal vier Farben zur Verfügung: Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb. Tintendrucker können zum Teil sogar auf mehr als sechs Farben zurückgreifen. Damit lassen sich deutlich mehr Farbnuancen darstellen sowie Farbverläufe und Hauttöne natürlicher wiedergeben.

Sichtbares Raster

Weiterer Nachteil der Farblaser: Sie können die Farben nicht mischen. Ihr Mischversuch findet auf dem Papier statt, indem sie viele verschiedenfarbige Pünktchen nebeneinander drucken und so versuchen, das Auge zu täuschen. Das klappt zwar relativ gut, doch bleibt dadurch stets ein so genanntes Raster sichtbar, was störend wirkt. Druckt ein Gerät in höherer Auflösung als mit dem Standardwert 600 dpi (dots per inch: Punkte pro Zoll), verkleinert sich das Raster, bleibt aber dennoch sichtbar.

Viele Hersteller versuchen durch Interpolation diesen Wert in die Höhe zu treiben. Das sieht in den Datenblättern zwar schön aus, ist der Druckqualität aber nicht unbedingt zuträglich, da die physikalische Auflösung sich dadurch nicht verändert. Nur eine physikalisch höhere Auflösung führt zu einem hochwertigeren Druckbild.

Ideal für Grafiken

Farblaser sind ideal für alle, die viel und häufig farbige Grafiken drucken und mit befriedigenden bis guten Ergebnissen beim Fotodruck zufrieden sind. Den Vorteilen des günstigen Drucks stehen die eingeschränkten Ergebnisse beim Fotodruck entgegen. Als Ersatz für den Fotodrucker lässt sich ein Farblaserdrucker leider noch nicht verwenden.

Alternative für alle, die die Vorteile von Laser und Tinte kombinieren möchten: Ein Schwarz-Weiß-Laser plus ein Top-Tintenstrahler. So kann man den günstigen und brillanten Textdruck des Laserdruckers nutzen und Fotos in optimaler Qualität mit dem Tintenstrahler ausgeben.

Zu den Tintenstrahldruckern


Druckertypen
Zu den Laserdruckern Innerhalb der Kategorie Laserdrucker unterscheidet man zwei unterschiedliche Techniken. Auf der einen Seite gibt es Geräte, in denen ein echter Laser die Belichtung einer Trommel übernimmt und auf der anderen Seite gibt es solche, die mit Leuchtdioden, LEDs, arbeiten. Manch einer rechnet dieser Gruppe auch noch die Solid-Ink-Drucker hinzu.

Laser und LED

Laser- und LED-Drucker sind nahezu identisch. Der Hauptunterschied liegt in der Art der Belichtung der Bildtrommel, von der die auszugebenden Daten auf das Papier übertragen werden. Ein Laser überträgt die Informationen zeilenweise mit Hilfe eines oder mehrerer Reflexionsspiegel. Er muss das gesamte Dokument zeilenweise abarbeiten. Ein LED-Drucker besitzt eine Leiste mit mehreren hundert LEDs und kann damit eine Zeile am Stück belichten. Dadurch kann er etwas fixer arbeiten.

Ein LED-Drucker ist oft günstiger, da seine Herstellungskosten meist unter denen eines Lasergerätes liegen. Zudem gibt es weniger bewegliche Teile, was nicht nur die Montage vereinfacht, sondern das Gerät auch zu einer geringeren Fehleranfälligkeit führt. Da eine LED-Leiste weniger Platz beansprucht als eine Lasereinheit, sind entsprechende Drucker oft etwas kleiner.

Gleiche Druckqualität

Die Druckqualität liegt bei modernen LED-Geräten gleichauf mit der eines Laserdruckers. Bei sehr günstigen Versionen kann diese ein wenig niedriger sein, was auf den ersten Blick aber nicht auffällt. Nachteilig gegenüber einem Laser ist eher die begrenzte Auflösung. Denn für jeden Punkt benötigt solch ein Drucker eine LED-Diode. Diese benötigen einen gewissen Raum und lassen sich nicht beliebig verkleinern.

Geruchsentwicklung

Einen Nachteil, den beide Versionen mitunter teilen, ist eine gewisse Geruchsbelästigung, die beim Fixieren des Toners auf dem Papier entstehen kann. Bei diesem Vorgang erhitzt der Drucker das Papier kurzzeitig auf knapp 200 Grad, damit Toner und Papier sich fest miteinander verbinden. Dadurch entsteht die Wischfestigkeit. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass bedruckbare Medien den hohen Temperaturbereich unbeschadet überstehen können müssen, was gerade bei Folien ein Problem sein kann. Hier muss man auf hitzebeständige Versionen achten, damit diese nicht schmelzen und den Drucker beschädigen.


Solid-Ink-Drucker
Zu den Laserdruckern Gänzlich anders als Laser- und LED-Drucker arbeiten Solid-Ink-Modelle, die man auch als Festtinten- oder Wachsdrucker bezeichnet. Man nennt sie dennoch oft in einem Atemzug als mögliche Alternative zu Laser und LED, da sie ein ebenso hohes Druckvolumen bieten bei gleichfalls niedrigen Seitenpreisen.

Wachs statt Toner

Bei dieser Gattung kommt kein Toner zum Einsatz, sondern Wachs. Dieses schmilzt der Drucker mit Wärme und trägt es auf Papier und andere Druckmedien auf. Patronen oder Tonerkassetten gibt es hier nicht. Stattdessen führt man harte Wachsklumpen, so genannte Colorstix, in dafür vorgesehene Behälter ein. Diese sind gesundheitlich unbedenklich und lassen sich mit bloßen Händen einlegen.

Die Druckfarben lassen sich mischen und in einem Durchgang aufs Papier auftragen. Das geschieht sehr fix. Auf fertige Seiten wartet man kaum länger als bei Laserdruckern. Die Druckqualität ist auf jedem Papier sehr hoch, sowohl bei Texten als auch bei Bildern, wenngleich bei Fotos häufig ein Druckraster erkennbar bleibt. Dafür bieten die Bilder einen höheren Glanzeffekt als die Drucke eines Farblaserdruckers. Die Druckkosten liegen auf Farblaserniveau und sind nahezu identisch für Schwarz-Weiß- und Farbausdrucke. Weitere Kosten für Verschleißteile fallen nicht an, da dieser Typ keine Bildtrommel und keine Fixiereinheit benötigt.

Robuste Technik

Die Geräte müssen aufgrund unkomplizierter Mechanik nur selten gewartet werden. Papierstaus sind selten. Auch sondern die Geräte einen weniger unangenehmen Geruch ab, als Laser- und LED-Drucker. Ganz geruchlos arbeiten sie aber nicht. Das flüssige Wachs verbreitet einen ähnlichen Duft wie brennende Kerzen.

Ein nicht unerheblicher Nachteil sind die Stromkosten, die bei manchen Modellen höher sind als bei Laser und Co. Grund: Das erwärmte Wachs soll möglichst nicht erkalten, weil das erneute Aufwärmen und der damit verbundene Reinigungsvorgang den Verbrauch erhöhen würde. Außerdem dauern Aufwärmphasen sehr lange, je nach Drucker zwischen 10 und 20 Minuten. Gibt es einen Ruhemodus mit reduziertem Stromverbrauch, lassen die Drucker das Wachs teilerkalten und verkürzen das Aufwärmen damit auf zirka fünf Minuten.

Muss still stehen

Weiterer Nachteil des flüssigen Wachses: Man darf das Gerät nicht bewegen oder heftig anstoßen, solange es betriebsbereit ist und auch etwa eine halbe Stunde nach dem Ausschalten nicht. Denn dadurch könnte geschmolzenes Wachs aus den Tanks in das Gerät gelangen und dieses beschädigen.

Die Haltbarkeit der Ausdrucke entspricht nicht ganz der eines Laserdruckers. Denn das aufgetragene Wachs unterliegt mechanischem Abrieb. Legt man harte Gegenstände auf einen Ausdruck, knickt diesen oder schabt mit dem Fingernagel darüber, kann sich das Wachs lösen. Zudem können hohe Temperaturen, etwa direkte Sonneneinstrahlung auf einer Fensterbank, das Wachs aufweichen und ein Ausbluten der Farben verursachen.

Interessant für Vieldrucker

Für wen ist nun ein Solid-Ink-Drucker geeignet? Er ist für alle interessant, die sehr viel drucken, vor allem farbig, dabei niedrige Druckkosten und hohe Geschwindigkeit schätzen. Alle die seltener drucken und kein Problem mit langen Aufwärmphasen haben, können ebenfalls guten Gewissens zuschlagen. Sie bekommen einen Drucker, der sehr gute Qualität, gerade bei Farbdruck, bietet.


Druckersprachen
Zu den Laserdruckern PCL

Ein grundsätzlicher Unterschied bei Laserdruckern ist die Art der Druckaufbereitung. Dazu verwenden diese meist eine Seitenbeschreibungssprache. Hier trifft man in der Regel auf die Ausdrücke PCL (Print Command Language) und PostScript. PCL ist von Hewlett Packard entwickelt und gilt als Standard für Laserdrucker in Windows-Umgebungen. Es lässt jedoch auch mit anderen gängigen Betriebssystemen nutzen. Kommt es zum Einsatz, teilen sich Drucker und PC die Rechenarbeit für die Aufbereitung. Das blockiert den Computer in der Theorie ein wenig. Viele empfinden diese Technik dennoch als schnell, da moderne PCs den Rechenjob meist sehr viel schneller erledigen, als es Prozessoren in Druckern erledigen, die die Aufbereitung komplett allein durchführen.

PostScript

PostScript ist so eine Sprache, bei der ein Drucker nahezu die gesamte Aufbereitung der Druckpapiere übernimmt. Sie ist von Adobe entwickelt und in der Applewelt sehr verbreitet. Man trifft sie aber auch in Windows-Umgebungen an. Die Druckgeschwindigkeit hängt hier nahezu vollständig von der verwendeten Hardware im Drucker ab. Werkelt dort ein flotter Prozessor, kommen die Dokumente fix aus dem Schacht. Bei langsameren Versionen dauert ein Ausdruck entsprechend länger. Hochwertige Laserdrucker unterstützen sowohl PCL als auch PostScript.

GDI

Etwas langsamer als PCL und PostScript arbeiten GDI-Drucker. GDI steht für Graphics Device Interface und ist keine Seitenbeschreibungssprache, sondern eine grafische Windows-Schnittstelle. Wichtiger Unterschied: Hier übernimmt der PC die Druckaufbereitung komplett, wodurch dieser länger blockiert ist als bei den genannten Alternativen. Andererseits kann der Drucker dafür sparsamer ausgestattet sein, was ihn günstiger in der Anschaffung macht. Oft ist ein GDI-Drucker nur Windows-kompatibel. Es gibt auch Geräte, die mit Druckertreibern für Mac OS und Linux ausgeliefert werden. Nachteil jedoch: GDI-Drucker sind meist langsamer und bieten eine geringfügig schlechtere Druckqualität als PCL- und PostScript-Geräte.


Geschwindigkeit
Zu den Laserdruckern Bei Farblaserdruckern unterscheidet man grundsätzlich zwei Typen: Single-Pass und Multi-Pass-Geräte. Multi-Pass-Drucker tragen den Toner in vier Durchgängen aufs Papier auf, pro Durchgang eine Farbe. Vor jedem Durchgang muss die entsprechende Drucktrommel an die richtige Position gebracht werden. Das kostet Zeit und verursacht Lärm. Single-Pass-Geräte tragen den gesamten Toner demgegenüber in einem Rutsch auf und sind somit dreimal schneller und gleichzeitig auch leiser. Insgesamt sind aber auch diese Drucker deutlich lauter als Tintenstrahler.

Realität entscheidet

Das gilt in der Theorie. In der Praxis trifft man aber immer wieder auf Multi-Pass-Drucker, die genauso fix oder sogar schneller als einige Single-Pass-Mitstreiter sind. Zuverlässigere Aussagen machen die Angaben über maximal bedruckbare Seiten pro Minute. Sie sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn sie basieren auf der Ausgabe einer Seite sowie zahlreicher Kopien derselben im Entwurfsmodus. Zu Grunde liegen dabei fünf Prozent Deckung des Papiers.

Im Alltag würde man jedoch stets verschiedene Blätter drucken und den Entwurfsmodus nur bei Probedrucken verwenden. Druckt man mehrere Grafiken, steigt auch schnell die Deckung über fünf Prozent. Die Werte sollten daher nur als Anhalt herhalten. Zuverlässigere Angaben findet man häufig in einschlägigen PC-Magazinen.

Monatliches Druckvolumen

Einen weiteren Anhaltspunkt liefert die Angabe des monatlichen Druckvolumens. Hier kann man ablesen, wie viele Drucke das Gerät maximal ausgeben kann. Auch diese Zahlen entstehen auf Basis der zuvor genannten Angaben. Teilt man den Wert durch dreißig, bekommt man Angaben für einen Tag und kann in etwa abschätzen, ob das den eigenen Bedürfnissen entspricht. Der errechnete Wert deckt sich idealerweise etwa mit den Ansprüchen, inklusive einer Reserve für realitätsnähere Druckseinstellungen.

Vor richtig lahmen Enten muss sich allerdings niemand fürchten, denn selbst langsame Laserdrucker sind meistens mindestens zehn Mal so schnell wie ein Tintenstrahldrucker. Wichtiger ist da eher die Aufwärmphase, also die Zeit, die der Drucker nach dem Einschalten benötigt, bis er einsatzbereit ist. Das kann schon einige Minuten dauern. Gibt es einen Ruhezustand, sollte man auch auf eine schnelle Aufwachzeit achten.

Geräuschentwicklung

Ebenfalls Augenmerk verlangt die mögliche Geräuschentwicklung. Denn viele Geräte sind alles andere als leise während sie drucken. Gerade wer einen Drucker im Arbeitszimmer betreiben möchte, sollte die technischen Angaben genau studieren, damit er ungestört arbeiten kann. Lauter als 40 Dezibel sollte der Drucker dort nicht sein, je niedriger der Wert ist, desto besser. Im Bereitschaftsmodus sollte das Gerät keine oder kaum wahrnehmbare Geräusche von sich geben.


Ausstattung
Zu den Laserdruckern Einfluss auf Preis und Komfort hat die Ausstattung eines Druckers. Setzt man etwa auf ein PCL- oder PostScript-Modell ist ein fixer Prozessor wichtig, um Wartezeiten zu verkürzen. Hier ist auch die Speicherausstattung wichtig. Sie muss groß genug sein, damit der Drucker alle zu verarbeitenden Daten am Stück aufnehmen kann. Andernfalls wäre der PC stets mit eingebunden und würde dadurch ausgebremst.

Zwischenspeicher

Viele Drucker sind mit schnellem Arbeitsspeicher ausgestattet, andere besitzen sogar eine Festplatte. Der Speicher muss umso größer sein, je mehr Anwender sich einen Drucker teilen, denn im Netzwerk können mehrere Personen gleichzeitig Daten an den Drucker senden und keiner möchte gerne warten. Ist man unsicher, wie viel Speicher man benötigt, sollte man einen Drucker wählen, den man bei Bedarf aufrüsten kann.

Erweiterbarkeit

Erweitern lassen sich einige Geräte auch mit zusätzlichen Papierkassetten, einerseits um mehr Papier aufnehmen zu können, andererseits um unterschiedliche Formate oder auch Briefumschläge vorhalten zu können. Wer Papier beidseitig bedrucken möchte, sollte auf eine Duplex-Einheit achten. Damit ist der Drucker selbst imstande, das Papier zu wenden und auf der Rückseite zu bedrucken. Manche Drucker bieten diese Funktion ausschließlich per Einstellung im Druckertreiber. Dann muss man sich jedoch selbst auf den Weg machen und das Papier wenden, was bei mehrseitigen Dokumenten sehr lästig werden kann.

Sparmodus

Im Treiber sollte idealerweise ein Sparmodus für Entwurfsdruck vorhanden sein, um Toner bei Probeausdrucken sparen zu können. Schön ist, wenn man die Sparmenge per Schieberegler selbst bestimmen kann. Manche Geräte bieten gar den Luxus, den Tonerauftrag für Text und Bilder getrennt einstellen zu können. Vorteilhaft ist auch zusätzliche Software, die den Druck optimieren kann, etwa durch automatische Farbkorrektur.

Für die Bedienung am Gerät sollte ein Display zur Verfügung stehen. Gestattet der Druck den Ausdruck ohne PC, von einer Digitalkamera oder Speicherkarte, ist zudem ein Farbdisplay nötig. Ebenfalls wichtig: die unterstützen Betriebssysteme. Sind Treiber für das verwendete System im Lieferumfang?


Anschlüsse
Zu den Laserdruckern Welche Anschlüsse der Drucker braucht, hängt ab vom Einsatzort. Für die privaten vier Wände und nur bei Einsatz eines PCs, braucht man nicht mehr als einen fixen USB 2.0-Anschluss. Die langsamere USB 1.1-Variante trifft man besonders bei Einstiegsgeräten noch an, doch sollte man sie meiden. Grund: Die Datenübertragung dauert, gerade bei großen Dokumenten, sehr lange. Der Anschluss wird zum Flaschenhals. Aus dem gleichen Grund ist der veraltete Parallel-Anschluss uninteressant. Er arbeitet noch langsamer und verlangt nach einem dicken Stecker und sperrigen Kabeln, die die Aufstellung schwieriger machen. Wichtig ist in jedem Fall, dass ein passendes Anschlusskabel im Lieferumfang ist.

Sollen mehrere Anwender, die in einem Netzwerk zusammenarbeiten, den Drucker nutzen, benötigt dieser eine Ethernet-Schnittstelle, möglichst nach Fast-Ethernet-Standard. Der ermöglicht Übertragungsraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde. Die langsamere Version gestattet nur ein Zehntel dessen. Eine mögliche Alternative ist ein externer Printserver, der per USB Kontakt zum Drucker aufnimmt und die komplette Netzwerkabwicklung übernehmen kann. Diese gibt es sogar als WLAN-Version, um drahtlos Daten zum Drucker schicken zu können. Ein Luxus den selbst viele mit Netzwerkanschluss ausgestatteten Geräte nicht bieten.

Ebenso selten sind Laserdrucker, die Daten kabellos per Bluetooth empfangen können. Darüber ließen sich Daten vom PC, aber auch vom Handy oder einer Digitalkamera drucken, ohne den PC aktivieren zu müssen. Gleichfalls spärlich gesät sind Pictbridge-Fähigkeit und Kartenleseschächte. Über erstere ließen sich Bilder direkt von einer Digicam ausdrucken und über letzteres direkt von einer Speicherkarte. Beides findet man eher bei einem Tintenstrahldrucker.

Zu den Printservern


Die Folgekosten
Zu den Laserdruckern An den Folgekosten haben sich manche schon graue Haare geärgert. Gerade wenn man einen günstigen Drucker gekauft hat, übersteigen die Kosten für einen Satz Toner oft den Wert eines neuen Druckers. Da machen Laserdrucker leider keine Ausnahme. Hinzu kommt, dass die Hersteller, wie auch bei den Tintenstrahlern, mehr und mehr dazu übergehen, Neugeräten nur Sparversionen des Toners mit einer weitaus geringeren Druckkapazität beizulegen. Sie reichen oft nur für wenige hundert Ausdrucke, während vollwertige Versionen etwa 4.000 bis 6.000 Seiten schaffen. Da sind unangenehme, hohe Folgekosten bereits vorprogrammiert.

Tonerkosten berücksichtigen

Wer nicht in die Kostenfalle tappen möchte, sollte schon vor dem Kauf eines Druckers den Verbrauch, sowie Preis und Füllmenge von Ersatzpatronen berücksichtigen. Auf Dauer kann ein teures Gerät mit niedrigen Verbrauchskosten und ohne Spartoner der bessere Kauf sein. Druckt man jedoch gar nicht sehr häufig, kann auch ein günstiges Gerät mit halbvollem Toner interessant sein. Denn wer nur zwei bis drei Ausdrucke pro Woche macht, kann selbst damit einige Jahre drucken.

Toner ist stets teuer, doch gibt es je nach Hersteller und Modellgruppe oft gravierende Unterschiede, weshalb man schon vor dem Druckerkauf dessen Kosten auskundschaften sollte. Kostspieliger Toner kann zwischen zwei interessanten und nahezu gleich teuren Modellen die Kaufentscheidung beeinflussen.

Neuer Drucker statt neuer Toner

Man kann aber auch eine andere Rechnung aufmachen. Ist der Eratztoner tatsächlich teurer als der Drucker oder nur unwesentlich günstiger, kann es durchaus Sinn machen, bei leerem Tank einen neuen Drucker, statt neuen Toner zu kaufen. Denn ein neues Gerät verspricht zuverlässiger zu sein, hat keine abgenutzten Verschleißteile, die es im "alten" Gerät noch gibt und bietet vor allem eine komplett neue Garantie. Unter ökologischen Gesichtspunkten sähe das jedoch anders aus, da der Drucker bei solch einem Verhalten zum Wegwerfprodukt würde.

Beschreitet man diesen Weg, muss man bei der Berechnung des Seitenpreises einen eventuellen Aufpreis für das Austauschgerät mit einkalkulieren. Um den Preis zu ermitteln, teilt man den Anschaffungspreis durch die Zahl der möglichen Drucke des mitgelieferten Toners. Hier kostet eine Seite mehr als bei neuem Toner. Denn da teilt man ebenfalls den Anschaffungspreis durch die zu erwartende Seitenzahl. Setzt man lieber auf neuen Toner, kann man den Seitenpreis drücken, wenn man Kartuschen mit besonders hoher Kapazität kauft.

Andere Verschleißteile

Nach einer gewissen Zeit, muss man auch andere Verbrauchsteile tauschen, etwa die Belichtungstrommel und die Fixiereinheit. Bei einigen Geräten müssen Toner und Trommel stets zusammen getauscht werden, bei anderen lassen sie sich getrennt wechseln. Letzteres spart Geld, wenn man immer nur austauschen muss, was verbraucht ist. Normalerweise halten Trommeln aber wesentlich länger als Tonerkartuschen, im Durchschnitt für etwa 20.000 Seiten, was für Anwender, die nicht sehr viel drucken die gesamte Nutzungszeit des Druckers sein kann.

Bei der Verwendung eines Farblasers gilt aber noch mehr zu beachten. Zunächst sollte man klären, ob nur eine Bildtrommel oder vier Trommeln, für jede Farbe eine eigene, zum Einsatz kommen. Vier Trommeln zu tauschen klingt zunächst erheblich teurer. Bedenkt man aber, dass man bei Verwendung nur einer Trommel die angegebene Seitenzahl durch vier teilen muss, da diese für jede Farbe ein Bild verarbeiten muss, relativiert sich der Preis. Um abzuschätzen, welche Folgekosten entstehen können, ist es ratsam vor dem Kauf, die möglichen Kosten zu ermitteln.

Stromverbrauch

Nicht unerhebliche Kosten kann auch der Stromverbrauch verursachen. Gerade wenn ein Gerät den ganzen Tag in Betrieb ist, macht sich ein höherer Verbrauchswert auf der Jahresstromrechnung deutlich bemerkbar. Neben niedrigem Stromhunger sollte zudem ein Schlummermodus vorhanden sein, in den das Gerät nach jedem Druckvorgang fällt und weniger Strom benötigt. Wichtig zudem: Ein Netzschalter, der das Gerät komplett ausschaltet.

Praktisch, wenn auch nicht unbedingt nötig: Bei einigen Geräten lassen sich die Ein- und Ausschaltzeiten programmieren. Das spart den Gang zum Drucker und hilft Strom zu sparen, da man das Ausschalten nicht vergessen kann. Nicht zuletzt sind auch die Garantie und Servicezeiten wichtig. Mancher Hersteller gewährt etwa ein Jahr lang kostenfreien Service, der manchmal sogar neuen Toner mit einschließt. Auch hier gilt: Wer sich vorher informiert, kann später viel Geld sparen.

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Buchtipps

Weitere Informationen zum Thema Drucker finden Sie in diesen Fachbüchern.


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