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1. Alleskönner und Akkordarbeiter
2. Analog oder digital
3. Schwarz-Weiß oder Farbe
4. Auslastung
5. Ausstattung
6. Auch dran denken
7. Alternative Multifunktionsdrucker
Direkt zu den Kopierern
Alleskönner und Akkordarbeiter
Eine Kopie lässt sich auf vielerlei Weise erstellen: Vorlage am PC einscannen
und ausdrucken, mit dem Multifunktionsdrucker vervielfältigen, im Copy-Shop
oder mit einem reinrassigen Kopierer. Option eins und zwei sind für den Privatgebrauch
gangbare Lösungen, solange man nur gelegentlich etwas kopieren möchte. Option
drei wird auf Dauer günstiger, ist aber mit lästigen Wegen verbunden. Option
vier ist demgegenüber die einzige vernünftige, wenn es gilt regelmäßig Dokumente
zu vervielfältigen.
Längst kosten klassische Kopierer kein Vermögen mehr. Schon für wenige hundert
Euro bekommt man Tischkopierer, die nicht nur für kleine Büros, sondern durch
den niedrigen Anschaffungspreis auch für Privatanwender mit regelmäßigem Kopierbedarf
interessant sind.
Wer größere Ansprüche hat, etwa kleine oder auch große Büros, kann gar zu digitalen
Kraftprotzen greifen. Gemeint sind Kopierer, die diesem Namen kaum noch gerecht
werden, da sie auch als Scanner, Laserdrucker und Faxgerät arbeiten und per
Netzwerkanschluss Kontakt zum gesamten Büro aufnehmen können.
Für jeden Bedarf gibt es die optimale Lösung. Worauf Sie bei der Auswahl des
richtigen Gerätes achten müssen, erfahren Sie in dieser Kaufberatung. (pr)
Analog oder digital
Bei der Wahl eines geeigneten Kopierers muss man sich grundsätzlich zwischen
der klassischen Analogtechnik und der neueren Digitaltechnik entscheiden. Bestimmt
der Geldbeutel die Entscheidung, fällt die Wahl vermutlich auf einen analogen
Kopierer, denn diese Geräte sind besonders günstig. Man findet die Analogtechnik
häufig bei kleinen Tischkopierern.
Analog
Auch wenn die Analogtechnik zur aussterbenden Art gehört und die Hersteller
sich zunehmend auf digitale Geräte konzentrieren, haben diese Kopierer Vorteile.
Die Geräte verwenden eine optische Dokumentenerkennung, die aus Trommel, Spiegeln
und Linsen besteht. Durch diese Technik erreichen sie eine gute und klare Bildqualität.
Zudem sind sie leicht zu bedienen, da es neben dem Kopiervorgang keine oder
kaum Sonderfunktionen gibt. Einfach Papier einlegen, Knopf drücken, fertig!
Nachteilig ist, dass die optische Leseeinheit eine Mindestgröße für den Gehäuseumfang
voraussetzt, um korrekt arbeiten zu können. Eine gewisse Mindestgröße lässt
sich somit nicht unterschreiten. Außerdem besitzen analoge Kopierer keinen Zwischenspeicher,
so dass für jede Kopie eine Vorlage wieder und wieder abgelichtet werden muss,
was sehr langwierig sein kann.
Digital
Digitale Kopierer arbeiten ohne Spiegel und Linsen. Sie bestehen im Prinzip
aus zwei Einzelgeräten. Einem Scanner und einem Drucker, beide in einem Gehäuse
vereint. Auf dem Weg vom Scanner zum Druckwerk gelangen die Daten in einen Zwischenspeicher.
Hier verwenden die Hersteller meist RAM-Bausteine (engl. Random Access Memory),
wie er auch als Arbeitsspeicher beim PC eingesetzt wird, oder eine Festplatte,
die anders als RAM Daten auch beim Ausschalten des Kopierers speichert. Gelegentlich
kommen auch Speicherkarten zum Einsatz, die sich besonders leicht austauschen
lassen.
Vorteil Speicher
Besonderer Vorteil des Zwischenspeicherns: Die eingelesen Daten werden abgelegt
und für jede weitere Kopie aus dem Speicher ausgelesen. Anders als bei Analogkopierern
muss somit nicht immer wieder das Original abgelesen werden. Zudem lassen sich
die eingelesenen Daten vor dem Druck verarbeiten. So ist es beispielsweise möglich
einen Schärfefilter anzuwenden, was die Lesbarkeit von Texten deutlich verbessern
kann.
Besitzt der Kopierer zudem einen Netzwerkanschluss, lassen sich die gespeicherten
Daten zu jedem angeschlossenen Computer übertragen. Andersherum können diese
auch Daten in den Kopierer kopieren, die Kopierfunktion steuern und, falls vorhanden,
eine Faxfunktion des Kopierers vom PC aus nutzen.
Kaum Nachteile
Nachteile hat dieser Gerätetyp eigentlich kaum. Hier ließe sich eigentlich nur
anführen, dass beim Bearbeiten eingelesener Daten mit Bildverbesserungsfiltern
die Qualität leiden kann. So kann kräftiges Schärfen Störungen hinzufügen und
das Bildrauschen erhöhen. Zudem führen die vielfachen Möglichkeiten, die solch
ein Gerät bietet, zu erhöhtem Bedienaufwand und mitunter langwierigem Lesen
der Bedienungsanleitung.
Schwarz-Weiß oder Farbe
Eine weitere entscheidende Frage betrifft die Farbfähigkeit des Kopiergerätes.
Soll es ein klassischer Schwarz-Weiß-Kopierer sein oder ein Farbgerät? Einstiegsgeräte
und analoge Kopierer arbeiten in der Regel nur schwarz-weiß. Möchte man jedoch
Kopien, die möglichst identisch mit den Originalen sind, braucht man einen Farbkopierer.
Besonders wenn das Gerät den Drucker ersetzen soll, möchte man vermutlich gerne
auf Farbe setzen.
Wer schwarz-weiß kopieren aber farbig drucken möchte kann Ausschau nach einem
Hybrid-Kopierer halten. Sie können zwischen Schwarz-Weiß und Farbe wechseln.
Zwar können auch reine Farbkopierer ohne Farbe drucken, doch haben sie meist
einen höheren Anschaffungspreis, wodurch die Hybriden eine gute Alternative
sein können.
Farbkopierer
Hybrid- und Farbkopierer arbeiten in der Regel digital und drucken mit Lasertechnik.
Kommt ein ins Gerät integrierter Farblaserdrucker zum Einsatz, sollte man genau
hinsehen, welcher Druckwerktyp eingesetzt wird. Es gibt unterschiedliche Druckwerke,
die auch Einfluss auf die Anschaffungskosten nehmen. Günstigere Geräte arbeiten
mit Multi-Pass-Technik. Das bedeutet, dass für jede Farbe ein Druckvorgang nötig
ist und zudem jeweils die entsprechende Tonerkartusche in die richtige Position
gebracht werden muss. Das dauert relativ lange und macht Lärm. Leiser und schneller
arbeiten Druckwerke mit Single-Pass-Technik. Hier werden alle Farben in einem
Durchgang aufs Papier gebracht. Mehr Informationen zum Thema Farblaserdruck
finden Sie in der Kaufberatung
Drucker.
Ein interessantes Ausstattungsdetail, das einige Farbkopierer bieten, ist die
Fähigkeit, Schwarz-Weiß-Vorlagen automatisch in farbige Kopien umzuwandeln.
Bei einfachen Vorlagen klappt das oft ohne größere Probleme. Komplexere Dokumente
benötigen jedoch unter Umständen etwas Einarbeitung bei der Bedienung sowie
einige Tests, bis man ein zufrieden stellendes Ergebnis bekommt. Für gelegentliches
Einfärben einfacher Vorlagen ist dieses Feature sehr nützlich. Wer häufiger
Dokumente umwandeln möchte, kann dies aber vermutlich schneller am PC bewerkstelligen.
Höhere Verbrauchskosten
Zu bedenken gibt es vor dem Kauf eines Farbkopierers, dass dieser etwas höhere
Verbrauchskosten verursacht als ein Schwarz-Weiß-Gerät. Grund: Für optimale
Druckergebnisse benötigt man schwereres und somit teureres Papier. Hinzu kommt
der Tonerersatz. Bis zu vier kleine Kartuschen muss man im Gegensatz zu einer
größeren und ökonomischeren Schwarz-Kartusche wechseln. Die höhere Zahl Kartuschen
macht bei einem Farbgerät den Austausch zugleich ein wenig umständlicher.
Auslastung
Maßgeblichen Einfluss auf die Auswahl des Kopierers sollte die benötigte Anzahl
Kopien haben, die man im Laufe eines Monats macht. Doch wie bekommt man heraus,
wie viele Kopien man machen wird? Das ist kaum ein Problem. Recht einfach ist
die Frage zu beantworten, wenn man bereits einen Kopierer einsetzt, da dieser
vermutlich einen Zähler besitz und man den Verbrauch einfach ablesen kann. Fehlt
ein Zähler oder ist dieser defekt, kann man am Papierverbrauch den Bedarf abmessen.
Setzt man bisher keinen Kopierer ein, sondern geht regelmäßig in einen Copy-Shop,
kann man mit Hilfe der verbrauchten Karten den Bedarf ermitteln.
Kleines Tischgerät oder ausgewachsener Bürokopierer
Haben Sie einen monatlichen Bedarf von maximal 600 bis 800 Kopien ermittelt,
sollten Sie einen kleineren günstigen Tischkopierer ins Auge fassen. Sie decken
diesen Bedarf sehr gut ab. Landen Sie recht genau in diesem Bereich und erwarten
künftig eine steigende Zahl von Kopien, könnte ein leistungsfähiger Office-Kopierer
interessant sein. Wer die Grenze recht deutlich überschreitet, sollte auf jeden
Fall zu einem leistungsfähigeren Gerät greifen, auch wenn das Mehrkosten bedeutet.
Denn bei steigender Auslastung ist ein leistungsfähiges Gerät sinnvoller, weil
es Wartezeiten reduziert und somit Geld spart. Die Geräte sind schneller und
haben meist auch noch einen größeren Funktionsumfang. Daneben sind sie häufig
auch mit Serviceverträgen ausgestattet oder lassen sich um diese erweitern,
so dass man bei Problemen auf schnelle Hilfe zählen kann.
Kopiergeschwindigkeit
Auch wenn ein großer Office-Kopierer generell schneller als ein einfaches Tischgerät
ist, so sind doch nicht alle Geräte gleich fix, so dass es hier ein weiteres
Unterscheidungskriterium gibt. Mit steigender Zahl der Vervielfältigungen wächst
der Anspruch an die Geschwindigkeit. Diese wird wie bei Druckern in Seiten pro
Minute gerechnet. Zugrunde liegt dabei stets die höchste Geschwindigkeit gemessen
mit der Standardpapiergröße DIN A4. Für andere Papiergrößen sowie Vergrößerungen,
Verkleinerungen und beidseitige Kopien gelten andere Werte.
Zu bedenken gibt es bei den Kopierzeiten, dass die Zeit für die erste Kopie
deutlich länger ist als für Folgekopien. Hier müssen nämlich die Vorlage zunächst
eingelesen und die Daten anschließend verarbeitet werden, bevor sie gedruckt
werden können. Ist das geschehen, geht die Ausgabe der Folgeseiten relativ schneller.
Das gilt allerdings nur für Digitalkopierer, da diese die Daten zwischenspeichern.
Bei analogen Geräten gibt es kaum Unterschiede, da hier die Vorlage stets neu
abgelesen werden muss.
Wer meist nur einzelne Seiten duplizieren möchte, kann die maximale Kopienzahl
pro Minute dagegen komplett ignorieren. Hier ist vielmehr die Zeit für die erste
Kopie entscheidend, die die Hersteller meist ebenfalls in den technischen Daten
angeben. Ist das Gerät zuvor ausgeschaltet oder im Stromsparmodus gewesen, addiert
sich jeweils noch die Zeit für die Aufwärmphase hinzu, die zuweilen recht ausgedehnt
sein kann.
Ausstattung
Die Ausstattung des Kopierers hat ebenfalls Einfluss auf die Kaufentscheidung.
Hier sollte man genau ermitteln, was man wirklich braucht. Zu leicht lässt man
sich sonst von Fähigkeiten beeindrucken, die man später kaum nutzen wird. Diese
machen aber die Bedienung wegen des erhöhten Leistungsumfangs womöglich komplizierter
und verteuern die Anschaffung unnötig.
Zudem erhöhen viele Funktionen mitunter die Unterhaltskosten, da auch sie gewartet
und während des Betriebs mit Strom versorgt werden müssen. Hinzu kommt die erhöhte
Ausfallgefahr. Denn wenn eine Funktion im Gerät streikt, steht meist das komplette
Gerät still. Überlegen Sie also genau, ob Sie beispielsweise Fax- und Netzwerkfunktionalität
benötigen.
Ausbaufähigkeit
Möchten Sie jedoch einen Multifunktionskopierer einsetzen, benötigen aber noch
nicht sofort dessen volle Leistungsfähigkeit, können Sie auf ein Gerät setzen,
das zunächst nur als Kopierer fungiert, sich später aber modular aufrüsten lässt.
So kann man je nach Bedarf die Ausstattung erweitern, was auch die Kosten verteilt
und alle Möglichkeiten für die Zukunft offen hält. Bei den aufrüstbaren Geräten
muss man zwischen solchen unterscheiden, die sich einfach und schnell per Einsteckkarte
erweitern lassen, etwa wie ein PC, und solchen, die einen Fachmann für den Ausbau
benötigen. Erstere Lösung ist selbstredend günstiger und eleganter.
USB-Anschluss
Soll das Gerät direkt an einen PC angeschlossen werden, um es von dort als Drucker
verwenden zu können, ist eine schnelle USB-Schnittstelle nötig, am besten nach
UBS-2.0-Standard. Sie stellt sicher, dass die Datenübertragung bei langen Dokumenten
und aufwendigen Drucken keine Ewigkeit dauert, in welcher der Computer nicht
oder nur eingeschränkt andere Dinge machen kann.
Automatische Dokumentenzuführung
Möchte man regelmäßig mehrere Dokumente in einem Rutsch vervielfältigen, scannen
oder faxen ist eine automatische Dokumentenzuführung (ADF - engl. Automatic
Document Feeder) sinnvoll. Dank ihrer muss man nicht während des gesamten Vorgangs
am Gerät stehen und jede Vorlage einzeln unter den Deckel legen. Damit man auch
beidseitige Kopien vollautomatisch durchführen lassen kann, benötigt man eine
andere Dokumentenzuführung, die sich hinter dem Kürzel RADF (engl: Recirculating
Automatic Document Feeder) verbirgt.
Sortierfunktion und Finisher
Niemand möchte Berge von Kopien selbst sortieren, muss er auch nicht. Denn das
können Kopierer vollautomatisch übernehmen. Analoge Kopierer haben dafür meist
unterschiedliche Fächer, für jede Vorlage eines, die an der Geräteseite mitunter
turmhoch emporragen. Somit gibt es eine natürlich Begrenzung für die Anzahl
der Vorlagen, nämlich durch die Zahl der Ablagefächer. Bei digitalen Kopierern
gibt es diese Grenze nicht. Sie sortieren die Kopien in zusammenhängenden Stapeln
in nur ein Ablagefach. Sollen die jeweiligen Papierstapel noch zu fertigen Broschüren
weiterverarbeitet oder geheftet werden, benötigt man einen so genannten Finisher,
der diesen Job übernimmt.
Papierfächer
Für den Papiervorrat benötigt man mindestens ein Fach, das genügend Blätter
aufnehmen kann, damit man nicht stets zum Gerät laufen und nachfüllen muss.
Nutzt man den Kopierer sehr intensiv ist ein zweites oder gar drittes Fach vorteilhaft.
Auch bei weniger intensivem Gebrauch können mehrere Fächer sinnvoll sein, da
sie andere Papierformate oder auch Briefumschläge und Folien aufnehmen können.
Das erspart ebenfalls den Gang zum Gerät, da man im Druckdialog am PC einfach
auswählt, an welchem Fach sich der Drucker bedienen soll.
Wer Spezialpapier verwenden möchte, sollte darauf achten, dass das Gerät spezielle
Fächer und Zuführungen bereithält, die die gewünschten Papiere aufnehmen und
transportieren können. Das Normalpapierfach ist dafür in der Regel ungeeignet.
In ihm führen schwere und dicke Vorlagen oft zum Papierstau.
Bildbearbeitung
Gute Multifunktionsgeräte sind in der Lage, während des Kopiervorgangs die
eingelesene Vorlage zu verändern. Dazu zählt das bereits erwähnte Schärfen zum
Verbessern der Lesbarkeit aber auch das Hinzufügen von Seitenzahlen, Wasserzeichen
und Bemerkungen wie "Vertraulich" oder anderes. Weiterhin lassen sich schiefe
Vorlagen in die korrekte Lage drehen und auch mehrere Originale zum Papier sparen
auf nur ein Papier drucken. Umgekehrt kann man kleine Vorlagen zur Verbesserung
der Lesbarkeit vergrößern.
Automatische Größe
Digitale Kopierer können die Vorlagengröße automatisch an das eingelegte Papier
anpassen und erkennen bei entsprechender Einstellung selbst, ob sie die Vorlage
vergrößern oder verkleinern müssen. So ist sichergestellt, dass immer das gesamte
Original auf der Kopie sichtbar ist. Wer hiervon Gebrauch machen möchte, sollte
vor dem Kauf unbedingt auf die maximale Vergrößerung und Verkleinerung des Kopierers
achten und nachrechnen, ob die jeweiligen Werte mit seinen typischen Papiergrößen
harmonieren.
Duplexdruck
Für beidseitig bedruckte Kopien, den Duplexdruck, bedarf es nicht nur der erwähnten
speziellen Dokumentenzufuhr sondern auch ausreichend Zwischenspeicher. Ist dieser
zu knapp, lassen sich nur wenige Vorlagen beidseitig kopieren. Großer Speicher
ist deshalb wichtig, da der Kopierer zunächst sämtliche Vor- und Rückseiten
einliest und danach erst nacheinander auf die jeweiligen Papiere druckt.
Speicher
Auch für einseitige Kopien ist ausreichend Speicher nützlich, damit der Kopierer
fix arbeiten kann. Besonders wichtig wird der Zwischenspeicher, wenn es gilt
viele Kopien zu machen. Kann das Gerät nämlich nicht alle auf einmal einlesen,
muss es bei Erreichen der Grenze kurz verschnaufen, also bereits Kopiertes löschen,
damit die neuen Daten auch Platz finden.
Meist setzen die Hersteller Arbeitsspeicher ein, wie er auch für PCs verwendet
wird. Er ist flüchtig, das heißt er verliert seinen Inhalt mit dem Ausschalten.
Gleichzeitig ermöglicht der Einsatz von PC-Speicher den schnellen und selbst
durchführbaren Austausch der Bausteine. Allerdings kann ein Kopierer oft nicht
jeden Arbeitsspeicher ausnutzen, da sein eigenes Betriebssystem eine Maximalgrenze
vorgibt. Würde man einen größeren Speicher einsetzen, als es das System vorsieht,
würde dieser entweder nicht funktionieren oder nur so viel davon nutzen können,
wie das System zulässt.
Mindestspeicher
Manche Zusatzfunktionen wie etwa Bildbearbeitung, setzen eine gewisse Mindestgröße
des Speichers voraus, um überhaupt genutzt werden zu können. Kontrollieren Sie
dieses unbedingt vor dem Kauf. Als Untergrenze sollten für die Kopierfunktion
etwa 16 Megabyte gelten. Es ist aber sicher sinnvoll bei den günstigen Speicherpreisen,
gleich auf mehr zu setzen. Fürs Faxen reichen meist schon ein bis zwei Megabyte.
Schon ein Megabyte speichert etwa 70 Seiten, was für die meisten Büros vollkommen
ausreichend ist. Was fürs Faxen sonst noch wichtig ist, können Sie in der Kaufberatung
Faxgeräte nachlesen.
Wie viel Speicher für die Druckfunktion nötig ist, ist abhängig von den Dokumenten,
die Sie gewöhnlich ausgeben. Aufwendige Grafiken, Layouts oder auch digitale
Fotos brauchen schon recht ansehnliche Mengen. Ist der Speicher hier zu knapp,
verlangsamt das nicht nur den Druck, sondern auch den jeweiligen PC, da dieser
dann in den gesamten Druckvorgang involviert ist. Hier zu sparen, heißt später
Frust zu bekommen. Also lieber zu viel als zu wenig Speicher.
Festplatte
Mehr Speicher, dessen Inhalt auch beim Ausschalten erhalten bleibt, bietet eine
Festplatte. Auch sie sollte sich leicht austauschen lassen. Eine Festplatte
bietet den Vorteil, eingelesene Dokumente dauerhaft zu speichern und zu einem
späteren Zeitpunkt erneut ausdrucken zu können, ohne das Original wieder einlesen
zu müssen. Auch eingescannte Daten lassen sich dort ablegen.
Speicherkarten
Eine Alternative zur Festplatte oder als weitere Ergänzung kann man Speicherkartensteckplätze
ansehen. Dieser Speicherkartentyp behält die Daten auch nach dem Ausschalten
des Gerätes, bietet Speicherkapazitäten von mehreren Gigabyte und lässt sich
zudem transportieren. Somit kann man eingelesene Daten mit zum PC nehmen, falls
keine Netzwerkanbindung besteht oder auch mit außer Haus nehmen.
Sicherheit
Wer nicht möchte, dass Unberechtigte den Kopierer nutzen, sollte darauf achten,
dass man den Zugang per Passwort schützen kann. Zusätzlichen Schutz bieten Passwortabfragen
für Dokumente, die sich im Speicher befinden. So ist gewährleistet, dass nicht
fremde Augen vertrauliche Dokumente nachträglich ausdrucken können oder Zugriff
vom Arbeitsplatz darauf erhalten. Hat der Kopierer einen Netzwerkanschluss kann
man natürlich diesen Zugriff auch per Betriebssystem mit Kennwortschutz versehen.
Auch dran denken
Die Kaufentscheidung beeinflussen kann auch die Ergiebigkeit und der Preis des
Toners, den man regelmäßig tauschen muss. Kontrollieren und vergleichen Sie
Preise der Kartuschen und wie viel Kopien diese jeweils ermöglichen. Bei günstigen
Kopierpreisen kann es sich auf Dauer lohnen, ein etwas teueres Gerät zu kaufen.
Auch der Stromverbrauch mag für manchen ein Kaufargument sein. Hier ist besonders
der Ruhemodus wichtig, also die Stromaufnahme, wenn das Gerät im Dämmerzustand
und im Wartemodus ist. Ein Kopierer sollte sich automatisch nach einer frei
wählbaren Zeit in einen Strom sparenden Modus oder in den Ruhezustand versetzen
lassen.
Einige Geräte genehmigen sich jedoch auch im Dämmermodus gewaltige Mengen. Große
Unterschiede bei den Verbrauchswerten lassen sich zuweilen auch beim Betrieb
feststellen. Rechnet man den Jahresverbrauch an Strom der unterschiedlichen
Geräte aus, ergibt sich abhängig vom Strompreis mitunter ein Unterschied bis
über 100 Euro. Man kann also guten Gewissens zu einem vermeintlich teuren aber
sparsamen Kopierer greifen als zum Strom fressenden Schnäppchen.
Nicht zu unterschätzen ist auch der Geräuschpegel, den ein Kopierer verursacht.
Im Leerlauf sind es meist schon satte 40 Dezibel, die im Betrieb bis auf 75
Dezibel oder sogar noch höher ansteigen. An eine Aufstellung am Arbeitsplatz
ist damit eigentlich nicht zu denken, allerhöchstens wenn man nur sehr wenige
Kopien machen möchte. Besser ist es aber, Platz in einem gesonderten Raum oder
in einem Flur zu schaffen. Dort störten die Geräusche nicht und jeder kommt
einfach an das Gerät heran.
Alternative Multifunktionsdrucker
Für Privatanwender und kleinere Büros können Multifunktionsgeräte eine günstige
Alternative zu Kopierern sein. Sie bieten meist Farbdruck auf Basis von Tintentechnik,
können ebenfalls scannen, faxen, drucken und kopieren und lassen sich mitunter
auch in einem Netzwerk betreiben.
Dieser Gerätetyp ist allerdings nicht auf intensives, zahlreiches Kopieren ausgelegt
und arbeitet meist auch langsamer. Der niedrigere Anschaffungspreis relativiert
sich zudem durch deutlich höhere Seitenpreise. Grund: Tinte ist teurer als Toner
und benötigt höherwertigeres und somit teureres Papier. Bei hohem Druck- und
oder Kopieraufkommen sind diese Geräte folglich unattraktiver und bieten weniger
Komfort gegenüber reinrassigen Kopierern. Für gelegentliches Kopieren sind sie
aber vollkommen ausreichend.
Wer nur selten einen Farbkopierer benötigt, sollte überlegen zu einem Schwarz-Weiß-Kopierer
zu greifen und zusätzlich ein günstiges Multifunktionsgerät mit Farbe einzukaufen.
Dieses sollte man jedoch regelmäßig verwenden, damit nicht die teure Tinte eintrocknet.
Zu den Multifunktionsdruckern
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