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Kaufberatung Kassensysteme 


1. Damit die Kasse klingelt

2. Bedarfsanalyse

3. Registrierkassen

4. PC-Kassen/POS-Systeme

5. Welcher Kassentyp (POS)?

6. Drucker

7. Tastatur

8. Barcodescanner

9. Allgemein

Zu den Kassensystemen

Damit die Kasse klingelt
Zu den Kassensystemen Ob Kiosk, Konditor oder Kaufhaus, überall wo Bargeld fließt ist eine Kasse nötig. Nicht nur um einen Aufbewahrungsort für Scheine und Münzen zu haben, sondern vielmehr auch, um den Geld- und Warenfluss nachvollziehen zu können und um eine ordentliche Buchführung machen zu können. Zudem helfen Kassen bei der Tagesabrechnung und erleichtern die Abrechnungen mit dem Finanzamt.

Kasse ist jedoch nicht gleich Kasse. Neben der guten alten autarken Registrierkasse haben sich längst komplette Kassensysteme etabliert, die über Netzwerke stets Kontakt zum Warenlager und zum Lieferanten halten. Solche Komplettsysteme helfen dabei, die Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und dadurch Zeit und Geld zu sparen.

Auf der anderen Seite ist ein mächtiges Kassensystem kein Garant für ideale Arbeits- und Warenströme. Denn Lösungen, die nicht optimal an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst sind, führen oft zu lästigem Mehraufwand und kosten somit unnötig Geld.

Überhaupt sind Kassensysteme nicht für jeden Einsatzzweck ideal; meist profitieren nur größere Unternehmen davon. Ein kleiner Ein-Mann-Betrieb dürfte vermutlich mit einer leistungsfähigen Registrierkasse besser bedient sein.

Wir durchleuchten daher die Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Lösungen und helfen Ihnen somit, die beste Lösung für Ihren Betrieb zu finden. (pr)

Bedarfsanalyse
Zu den Kassensystemen Um entscheiden zu können, ob man besser auf eine Registrierkasse oder ein komplettes Kassensystem setzt, sollte man zunächst damit beginnen, sämtliche Anforderungen, die man an eine entsprechende Lösung hat, zu notieren und daraus ein Ziel zu ermitteln. Denn allzu leicht lässt man sich von den Möglichkeiten, die einige Lösungen bieten, blenden und kauft etwas, das im Betrieb schnell mehr Ärger als Freude macht.

So sind zu groß dimensionierte Lösungen oft wahre Zeitvernichtungsmaschinen. Zu lange muss man sich mit den unzähligen technischen Raffinessen beschäftigen, ohne wirklichen Nutzen davon zu haben. Hinzu kommt eine langwierige Einarbeitung von eventuellen Mitarbeitern.

Auf der anderen Seite bremsen unterdimensionierte Kassen die Arbeitsablaufe unnötig aus oder führen durch vermeidbare Zusatzarbeiten, die man am Schluss eines Arbeitstages oder zum Monatsende ausführen muss, zu unnötigen Kosten und Unzufriedenheit.

Es ist also wichtig, sich die Zeit für eine genaue Bedarfsanalyse zu nehmen.


Registrierkassen
Zu den Kassensystemen Sie ist noch längst nicht tot, die gute alte Registrierkasse, mittlerweile auch bekannt unter dem Kürzel ECR. Das steht für Electronic Cash Register und bedeutet nichts anderes als elektronische Registrierkasse. Inzwischen ist sie nur etwas moderner geworden und kann es mitunter mit potenten Konkurrenzsystemen aufnehmen. So sind besonders leistungsfähige Modelle inzwischen zu kleinen Kassensystemen erwachsen, von denen sich manche sogar in größere Netze integrieren lassen. Grund genug also, diese Gattung eines näheren Blickes zu würdigen.

Ideal für kleine Betriebe

Eine Registrierkasse ist meist gut geeignet für kleinere Betriebe, die nur über eine Kasse verfügen und deren Jahresumsatz etwa bis 250.000 Euro reicht. Die Bedienung ist in der Regel recht unkompliziert und leicht zu erlernen.

Man unterscheidet hier grundsätzlich zwei unterschiedliche Kassentypen: numerische und alphanumerische Kassen. Numerische Kassen sind meist kleiner und relativ günstig. Sie sind nur in der Lage Zahlen zu drucken. Buchstabendruck beherrschen sie nicht. Somit sind damit keine vom Finanzamt anerkannten Quittungen druckbar. Numerische Registrierkassen eignen sich vielmehr für alle Orte, an denen keine entsprechenden Quittungen nötig sind. In Frage kommt etwa der Einsatz als Getränkekasse und für die Leergutannahme. Bei numerischen Kassen setzt man beim integrierten Druckwerk zumeist auf die relativ laute Nadeldrucktechnik.

Buchstabendruck inklusive

Wer Buchstabendruck benötigt, sollte auf alphanumerische Registrierkassen setzen. Sie können vom Finanzamt anerkannte Quittungen drucken. Dafür sind sie etwas teurer als die zuvor genannten. Weiterhin hat man häufig die Wahl zwischen unterschiedlichen Druckwerken. In günstigeren Modellen findet man zumeist die lautere Nadeldrucktechnik. Nahezu lautlos geben demgegenüber Kassen mit Thermodruckern die Belege aus. Wer auf Ruhe Wert legt, sollte solch eine Lösung vorziehen. Allerdings können Thermodrucker bei sehr warmer Umgebung, etwa in Küchen oder unter starker Sonneneinstrahlung, Probleme machen und unleserliche Quittungen ausgeben.

Vom Finanzamt anerkannte Belege

Möchte man steuerlich absetzbare Belege ausgeben können, muss die Kasse nicht nur Texte drucken können, sondern der Beleg zudem alle gesetzlich erforderlichen Angaben erhalten. Dazu zählen Namen und Adresse der Unternehmung, Steuernummer, Rechnungsdatum, laufende Rechnungsnummer, Artikel mit Nennung von Art und Menge, der verwendete Mehrwertsteuersatz inklusive des entsprechenden Betrages, die Nettosumme und die Totalsumme. Damit das Finanzamt die Belege akzeptiert, muss die Kasse vom Amt zugelassen sein.

Moderne Registrierkassen lassen sich oft mit externen Geräten erweitern. So lassen sich etwa Barcodescanner anschließen, externe Drucker, Lesegeräte für Kredit- und Scheckkarten oder gar ein Netzwerk für einen Verbundbetrieb mit anderen Kassen oder kompletten Kassensystemen. Benötigen Sie weitere Geräte oder möchten Sie sich deren Anschlussmöglichkeit offen halten, achten Sie auf ausreichend Kontakte. Praktisch ist auch eine PC-kompatible Kasse. Sie lässt sich meist einfach und unkompliziert mittels PC-Programmen programmieren.

Tages- und Monatsberichte

Wer sich die manuelle Erstellung von Tages- und Monatsberichten ersparen möchte, sollte auf dieses Ausstattungsdetail achten. Wichtig kann zudem ein leuchtstarkes Display sein, besonders dann, wenn die Kasse in dunklen oder sehr hellen Umgebungen aufgestellt werden soll. Ein Display für die Kunden sollte ebenfalls nicht fehlen, damit diese den Abrechnungsvorgang verfolgen und eventuell auftretende Fehler sofort melden können.

Die Kassenschublade

Achten Sie auch auf ausreichend viele Fächer in der Kassenschublade. So ist es praktisch, wenn hier nicht nur Scheine und Münzen Platz finden, sondern auch Kreditkartenbons, Gutscheine und andere Papiere. Vorteilhaft sind zudem frei belegbare Tasten auf die sich stets einzugebende Waren oder Abläufe legen lassen, so genannte PLUs (Price Look-Ups). So muss man sich nicht sämtliche Preise merken und kann den Bezahlvorgang beschleunigen. Solche Tasten kommen besonders auch branchenfremden oder ausländischen Mitarbeitern zugute.


PC-Kassen/POS-Systeme
Zu den Kassensystemen Komplexe Kassensysteme sind die großen Geschwister der Registrierkassen. Man findet sie zuweilen auch unter der Bezeichnung PC-Kassen oder POS-Systeme, was für Point of Sale steht und wörtlich übersetzt Verkaufspunkt bedeutet. Solch ein System vereint die Zahlungsabwicklung sowie die Buchführung der Unternehmung. Dazu zeichnet es sämtliche Verkaufsinformationen auf, berechnet und verwaltet Steuerforderungen und -schulden und erstellt Verkaufsberichte. Zudem kann es den Lagerbestand verwalten, automatisch knapp werdende Waren beim Lieferanten nachbestellen, Kundenkaufgewohnheiten ermitteln und detailliert darüber Auskunft geben.

Für mittelgroße und große Unternehmen

Geeignet sind Kassensysteme für mittlere und größere Unternehmen mit einem Jahresumsatz ab zirka 250-300.000 Euro. Bei den Zielgruppen unterscheidet man dabei grundsätzlich zwischen zwei Bereichen: dem Einzelhandel und dem Hotel- und Gaststättengewerbe, die jeweils unterschiedliche Anforderungen haben.

Für den Einzelhandel

Im Vergleich hat der Einzelhandel geringere Anforderungen an ein Kassensystem, da der Verkauf umgehend abgeschlossen wird und das Sortiment weniger stark schwankt. Die Systeme des Hotel- und Gaststättengewerbes müssen demgegenüber Sonderwünschen besser Rechnung tragen, Bestellungen direkt in die Küche weiterleiten und den Zeiteinsatz berücksichtigen können. Gleichzeitig müssen die Systeme mehrere Kellner verwalten und alle Umsätze Gästen und Kellnern direkt zuordnen können.

Für das Hotel- und Gaststättengewerbe

Im Hotelgewerbe stellt die automatische Verwaltung der Gäste zudem gesonderte Anforderungen, etwa durch die Kombination entstehender Kosten, die zu einem späteren Zeitpunkt gesamt gezahlt werden sollen. So sollen sich Übernachtungskosten und hausinterne Bar- und Restaurantbesuche automatisch addieren und vollständig abrechnen lassen.

Dass solche Komplexität höhere Anschaffungskosten nach sich zieht als eine Registrierkasse ist schnell klar. Dafür bekommt man allerdings auch Zugriff auf die soeben genannten Vorteile. Zudem interessant ist die ständige Möglichkeit der Analyse. So ist man durch eine Verbindung zwischen Kasse und Lagerbestand stets über den Warenbestand auf dem Laufenden und kann rechtzeitig nachbestellen oder gar das System diesen Job vollautomatisch durchführen lassen.

Korrekte Abrechnung

Vorteilhaft ist bei einem Kassensystem weiterhin, dass alle Artikel im System gespeichert sind und zur Abrechnung durch Ziffern- oder Buchstabeneingabe aufgerufen werden müssen. Dadurch wird stets korrekt abgerechnet. Falsche Preise oder Schätzpreise der Angestellten sind nicht mehr möglich.

Weiterhin ist jederzeit eine Kontrolle möglich, die zeigt, wie viel eines Produktes innerhalb einer frei wählbaren Zeitspanne verkauft worden ist und zu welchem Zeitpunkt die meisten Artikel über den Tresen gingen. Erweiterbar ist solch eine Prüfung um Kundendaten. So lässt sich nachvollziehen, welcher Kunde was wann gekauft hat. Das erschließt die Möglichkeit, kunden- oder käuferschichtspezifische Werbekampagnen zu starten. Praktisch ist auch ein verringerter Zeitaufwand für Inventuren und die ständig mögliche Kontrolle des gesamten Bargeldbestandes in den Kassen.

Personalisierte Zugänge

Der Zugang zur Kasse durch Mitarbeiter lässt sich zudem von einer Anmeldung abhängig machen. So kann man leicht verfolgen, welche Menge eines Artikels ein Verkäufer wann verkauft hat. Ebenso leicht lässt sich ermitteln, bei wem Fehler oder Unregelmäßigkeiten aufgetreten sind. Der Zugang zur Kasse ist in solch einem Fall abhängig von der Eingabe eines Passwortes oder einer Geheimzahl. Es existieren auch Hardwareschlüssel, auf denen die nötigen Zugangsdaten gespeichert werden. Um die Kasse freizuschalten, muss dieser dauerhaft oder kurzzeitig Kontakt zur Kasse haben. Den personengebundenen Zugang nennt man auch Clerk Identification System.


Welcher Kassentyp (POS)?
Zu den Kassensystemen Hat man sich für ein Kassensystem entschieden, muss man bestimmen, ob man auf fertige Lösungen setzt oder solch ein System modular aus einem Standard-PC und entsprechenden Komponenten aufbaut. In größeren und großen Unternehmen wird man vermutlich stets auf Komplettsysteme eines Herstellers setzen, was große Vorteile bietet. Dazu später mehr.

Für mittelgroße Unternehmen, die den Übergang von Registrierkassen zu einem Kassensystem erwägen, kann aber der Einsatz selbst zusammengestellter Komponenten interessant sein. Größter Vorteil ist hier der Preis. Denn man kann auf günstige PC-Schnäppchen setzen und auch bei der Auswahl der weiteren Komponenten einiges sparen. Dadurch hat man obendrein die Möglichkeit, das Kassensystem sehr speziell an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Voraussetzung für solch ein System ist jedoch, dass man sich mit Computern relativ gut auskennen muss.

PC-Kasse

Eine PC-Kasse ist modular aufgebaut. Das bedeutet, an den Rechner finden weitere externe Geräte Anschluss. Dazu zählen Drucker, Bildschirm, Anzeige für den Kunden, Tastatur, Barcodescanner, Geldschublade, Betriebsystem, Software und eventuell ein Modem. Eine Netzwerkkarte ist ebenfalls nötig, wenn Daten an einen Zentralrechner übermittelt werden sollen. Hierüber lassen sich auch von einem entfernten PC neue Artikel oder veränderte Preise direkt in die Kasse übertragen.

Das richtige Betriebssystem

Für die Auswahl des Betriebssystems gibt es einiges zu bedenken. Möchte man auf das günstige DOS setzen, ist die Auswahl der zur Verfügung stehenden Drucker sehr gering, da moderne Geräte meist nur über Windows-Treiber verfügen. Windows ist folglich unkomplizierter, wegen der großen Verbreitung jedoch auch anfälliger für Viren. Als Alternative bietet sich Linux an. Das Betriebsystem ist kostenlos und kaum der Virengefahr ausgesetzt. Linux erfordert allerdings einiges mehr an Expertenwissen als Windows. Ein möglicher Ausweg könnte hier der Kauf eines vorkonfigurierten Linux sein, das dann jedoch nicht mehr kostenlos ist.

Nachteile Standard-PCs

Insgesamt sind Standard-PCs jedoch weniger für den Einsatz als Kassensystem geeignet. Hauptgrund: Sie sind nicht für langen Dauerbetrieb ausgelegt und weniger robust als speziell angepasste Hardware. Einzelteile wie etwa Festplatte oder auch Lüfter sind anfällig für Schäden und müssen vermutlich mit der Zeit ausgetauscht werden. Obendrein haben aktuelle PCs einen hohen Stromverbrauch und benötigen viel Platz zum Aufstellen. Störend ist auch der hohe Lärmpegel der Geräte, der schnell stark ansteigt, wenn mehrere PC-Kassen in einem Verkaufsraum ihren Job tun.

Der Kabelsalat, der beim Anschluss eines Computers entsteht, birgt darüber hinaus die Gefahr, darin hängen zubleiben und dann sich selbst und der Hardware zu schaden. Unbemerkt können so auch Stecker gelockert werden und zu Fehlfunktionen oder Ausfall führen. Problematisch sind auch Standard-PC-Tastaturen. Sie verschmutzen sehr schnell. Besondere Probleme können dann entstehen, wenn lose Waren verkauft werden, etwa Brot, Käse, Fleisch und anderes.

Spieltrieb der Angestellten

Nicht unterschätzen sollte man die Gefahr, dass Angestellte in Arbeitspausen Software installieren oder im Internet surfen. Dadurch werden die Geräte schnell instabil und die Gefahr eines Virenbefalls steigt. Daher sollte man stets das CD-/DVD-Laufwerk entfernen und eine aktuelle Antivirensoftware einsetzen.

Eine Hürde muss man auch bei der Auswahl der entsprechenden Kassensoftware überwinden. Zunächst einmal muss man sich selbst um deren Auswahl kümmern. Hinzukommt die korrekte Installation und Konfiguration. Dabei sollte man unbedingt auf etwaige Inkompatibilitäten mit allen verwendeten Geräten achten, andernfalls drohen Probleme. Nicht vergessen sollte man, dass für jede Kasse oft eine eigene Lizenzgebühr zu zahlen ist.

Ungünstig für unerfahrene Anwender

Für unerfahrene PC-Anwender gilt vor allem zu bedenken, dass bei einer selbst zusammengestellten Lösung kein Support für das gesamte System verfügbar ist. Man hat immer nur Anspruch auf bestimmte Teilbereiche. Um das reibungslose Zusammenspiel muss man sich selbst kümmern.

Vorteil Komplettlösung

Wer kein PC-Freak ist sollte daher besser in spezielle Geräte investieren, die für den Kasseneinsatz optimiert sind und die komplette Funktionalität einer PC-Kasse von Haus aus mitbringen. Einige umschiffen etwa die Gefahr des schnellen Festplattentods durch Dauereinsatz, indem sie auf Flashspeicher setzen, wie man ihn auch bei USB-Sticks verwendet. Hier gibt es keine beweglichen Teile, die abnutzen oder beschädigt werden können.

Praktisch sind solche Kassen, die äußerlich einer Registrierkasse gleichen, doch unter der Haube wie ein vollwertiger PC mit allen dessen Möglichkeiten arbeiten. Ihre Vorteile: geringer Platzbedarf, niedriger Stromverbrauch und sehr niedrige Betriebsgeräusche. Hinzu kommen ein ausreichend großes Display, die Möglichkeit ein zweites Display für den Kunden anzuschließen, ein integrierter Belegdrucker, eine Netzwerkschnittstelle, frei konfigurierbare Tasten sowie zahlreiche Anschlüsse für Scanner und Co.

Aufgrund der größeren Robustheit erhält man auf solche Geräte häufig auch eine längere Garantie als auf PC-Teile. Vorteilhaft ist auch der mögliche Support bei Problemen.


Drucker
Zu den Kassensystemen Wer auf einen externen Drucker setzen möchte oder muss, hat die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Gerätetypen: Matrixdrucker, auch Nadeldrucker genannt und Thermodrucker.

Matrixdrucker

Matrixdruckern sind günstiger und lassen sich in nahezu jeder Umgebung einsetzen. Zudem sind sie dokumentenecht. Das bedeutet, die Ausdrucke verschmieren oder verwischen nicht, wenn sie Druck oder Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Daneben gibt es Matrixdrucker als Zwei-Stationen-Drucker. Das bedeutet, dass solch ein Gerät neben dem Bon für den Kunden eine Kopie als Journal druckt. Allerdings haben Matrixdrucker einen entscheidenden Nachteil: Sie sind recht laut. Hinzu kommt, dass regelmäßig Folgekosten in Form neuer Farbbänder anfallen, die für den Druck notwendig sind.

Thermodrucker

Thermodrucker haben gegenüber den Nadelkollegen zwei deutliche Vorteile: Sie sind schneller und drucken nahezu lautlos. Außerdem können sie Grafiken und Logos drucken, wozu Matrixgeräte nicht in der Lage sind. Sie gelten im Allgemeinen auch als zuverlässiger, da weniger bewegliche Teile darin zu finden sind, die abnutzen oder verschmutzen können.

Vor- und Nachteile

Allerdings sind Thermodrucker teurer. Da sie aber keine Farbbänder benötigen, gleichen sich die Kosten beider Typen im Laufe der Jahre an. Nachteilig ist jedoch, dass Thermodrucker als nicht dokumentenecht gelten, denn der Bon reagiert auf Druck und Wärme. Immerhin, einige Geräte können spezielles Papier aufnehmen, welches länger haltbar ist und bis zu zehn Jahre gelagert werden kann. Da dieser Papiertyp aber etwas dicker ist, lässt er sich nicht in jedem Drucker verwenden. Dies sollte man vor dem Kauf klären. Wegen der Wärmeempfindlichkeit eignet sich der Drucker auch nicht für den Einsatz an warmen Orten, wie etwa Küchen oder in der prallen Sonne.

Beachten Sie in jedem Fall, dass beide Druckertypen häufig noch über die serielle oder parallele Schnittstelle angeschlossen werden müssen. Moderne PCs müssen hier unter Umständen passen.


Tastatur
Zu den Kassensystemen Wie weiter oben bereits angeklungen, kann die Tastatur zum Problemfall werden. Allerdings nur, wenn man sich vor dem Kauf keine Gedanken darüber macht. Wer auf eine speziell für den Kasseneinsatz abgestimmte Tastatur zurückgreift, muss keine Probleme erwarten. Trotzdem gibt es unterschiedliche Typen, auch unter denen, die fest ins Kassengehäuse integriert sind.

So unterscheidet man zwischen solchen mit vollem Hub (Tastenhöhe), wie bei einer PC-Tastatur und solchen mit flachen Tasten, die im Extremfall nicht hoch stehen, sondern nur als aufgedruckte Markierungen erkennbar sind.

Hub- und Flachtastaturen

Hubtastaturen haben den Vorteil, dass sich die Tasten meist austauschen lassen gegen farbige Tasten. Oder es lassen sich Texte und Bilder unterlegen, so dass die Bedienung einfacher und intuitiver wird. Solch mechanische Tasten haben obendrein den weiteren Vorteil, dass sich Daten schnell, auch blind, eintippen lassen. Sie eigenen sich zudem dazu, viele Daten ohne Probleme einzugeben. Flache Tasten bieten diese Vorteile nicht. Sie sind dafür aber in der Regel gummiert und somit besser geschützt gegen Spritzer, Krümel und anderen Schmutz.

Touchscreen

Eine Alternative zu beiden Variationen sind berührungsempfindliche Bildschirme, so genannte Touchscreens. Sie lassen sich individuell konfigurieren. Das gestattet etwa Bilder oder auch Fotos von Produkten den Schaltflächen zu unterlegen. Gleichzeitig kann man sich schnell durch die Artikellisten hangeln, etwa so wie man auch einen Taschen-PC (PDA) bedient. Auch mit einem Touchscreen kann man schnell große Artikelmengen eingeben. Außer am Rand des Displays gibt es keine Öffnungen oder Zwischenräume, in die Schmutz eindringen könnte. Dieser Typ ist somit sehr gut gegen Verschmutzung geschützt.

Vorteil Flachbildschirm

Touchscreens gibt es mit Flachbildschirm und mit herkömmlichem Röhrenmonitor. Wenn möglich, sollte man dem Flachbildschirm den Vorrang geben. Denn dieser Typ ist haltbarer, verbraucht weniger Strom und benötigt eine deutlich geringere Aufstellfläche. Dahingegen sind Auflagen, die es für beide Monitortypen gibt und die beide in ein Touchscreen verwandeln, nicht guten Gewissens zu empfehlen. Diese Typen stellen eine Erweiterung des Systems dar und erhöhen dadurch die Gefahr von Abstürzen und Inkompatibilitäten. Zum Testen, ob man mit solch einer Bedienung zurechtkäme, sind sie aber allemal verwendbar.

Zwei in einem

Besonders gut ausgestattete Kassen besitzen ab Werk sowohl Flachtastatur als auch Touchscreen. Hier ist dem Anwender die Wahl überlassen. Entweder konfiguriert er das Gerät so, dass man frei wählen kann, welchem Bedientyp man den Vorrang gibt, oder man erweitert dadurch die zur schnellen Bedienung verfügbaren Kurzwahltasten. Häufig genutzte Produkte finden dann etwa mit Bild Platz auf dem Touchscreen, während andere über die Flachtastatur eingegeben werden.

Insgesamt sind viele Tasten an einer Tastatur oder auf dem Bedienfeld als Vorteil zu sehen, da sich diese fest mit Artikeln belegen lassen können. So muss man sich nicht sämtliche Artikelnummern merken, sondern drückt einfach die entsprechende Taste. Die artikelgenaue Umsatzanalyse bleibt trotzdem erhalten.

Zweite Tastatur

Vorteilhaft ist es nebenbei, wenn man an eine Kasse eine zweite Tastatur anschließen kann. So kann man dieses etwa jedesmal dann machen, wenn man viele Daten eingeben möchte, die Kasse dafür aber ungünstig aufgestellt ist, oder standardmäßig über eine Flachtastatur verfügt. Auch dauerhafter Einsatz zweier Tastaturen ist denkbar, etwa wenn mehrere Mitarbeiter eine Kasse bedienen müssen und einige davon eine stark schmutzresistente Version benötigen, während die übrigen mit der Standardtastatur arbeiten können.

Wer eine externe Tastatur kauft, sollte auf ein integriertes Magnetkartenlesegerät für Scheck- und Kreditkarten achten, falls an der Kasse solch eines nicht vorhanden ist. So erspart man sich ein weiteres externes Gerät.


Barcodescanner
Zu den Kassensystemen Ein ideales Gerät zur Artikeleingabe ist ein Barcodescanner. Er liest die Ziffernkombinationen von Strichcodes ein, die die Kasse in die verständlichere Artikelbezeichnung übersetzt. Die Eingabe über eine Tastatur ist vollkommen überflüssig. Man muss sich keine Zahlenkombinationen zum Aufrufen der Artikel merken und braucht auch die Tasten der Kasse nicht mühsam zu programmieren. Gleichzeitig ist die Eingabe eines falschen Artikels ausgeschlossen, während die Artikeleingabe insgesamt deutlich beschleunigt wird. Selbst ungelernte Aushilfen und ausländische Arbeitnehmer kommen mit diesem System schnell ohne größere Einarbeitung zurecht.

Wie eine externe Tastatur

Barcodescanner werden meist über den seriellen Port oder am Tastaturanschluss der Kassen angeschlossen. Da sie die eingelesen Daten in Tastatureingaben umwandeln und entsprechend an die Kasse weiterleiten, kann diese nicht unterscheiden, ob die Daten getippt oder per Scanner eingegeben worden sind. Das macht die Lesegeräte schnell anschließ- und austauschbar, genau wie Tastaturen und ohne dass eine Spezialsoftware installiert werden muss.

Auf die Schnittstelle achten

Manche Lesegeräte verfügen jedoch über USB-Schnittstellen, so dass man stets nachsehen sollte, ob ein gewünschter Scanner sich auch an der eigenen Kasse betreiben lassen kann. Besonders leistungsfähige Versionen können Daten gar per kabellosem WLAN-Netzwerk übertragen. Das macht für eine normale Kasse jedoch zumeist wenig Sinn, eignet sich aber sehr gut für den mobilen Einsatz im Geschäft oder Lager.

Einige Scanner verfügen über eine so genannte Dual-Schnittstelle. Das bedeutet, sie können an zwei verschiedenen Kassen oder Geräten Dienst tun, ohne dafür konfiguriert werden zu müssen. So kann man den Scanner beispielsweise kurz von einen Kasse abkoppeln und an einem mobilen Datenerfassungsgerät betreiben.

Damit die Scanner arbeiten können, müssen allerdings sämtliche Warencodes ins System eingegeben und mit den entsprechenden Artikelbezeichnungen und den Preisen verknüpft werden.

Unterschiedliche Scannertypen

Man unterscheidet drei verschiedene Scannertypen: Stiftscanner, CCD-Scanner und Laserscanner. Die älteste und zugleich auch günstigste Version ist der Stiftscanner. Er sieht aus wie ein Stift, hat an einem Ende einen Lesekopf und ist am anderen Ende per Kabel mit einer Empfangseinheit, dem Dekoder, verbunden, der die eingelesen Signale entschlüsselt und in Ziffernkombinationen umwandelt. Für diesen Dekoder muss man ein wenig Stellfläche in Kassennähe zur Verfügung haben.

Stiftscanner

Ein Stiftscanner ist robust, kompakt und leicht. Besonders vorteilhaft: Dieser Typ kann Strichcodes jeder Länge einlesen, da er mit der Hand über den gesamten Code geführt wird. Hierfür ist jedoch zunächst etwas Übung notwendig, denn der Scanner arbeitet nur im idealen Haltungswinkel und bei korrekter Zuggeschwindigkeit einwandfrei. Weitere Vorraussetzung für störungsfreien Betrieb: Der Untergrund muss hart und möglichst eben sein.

Dadurch ist der Stiftscanner etwas unkomfortabler in der Bedienung als die konkurrierenden Versionen. Zudem bekommt er schnell Leseprobleme, wenn der Strichcode beschädigt oder verschmutzt ist. Zur Beschädigung kann er auch selbst beitragen, da er beim Ablesen festen Kontakt zur Oberfläche haben muss. Häufiges Ablesen kann somit leicht zur Abnutzung des Codes führen.

CCD-Scanner

Etwas komfortabler sind CCD-Scanner. Diese Scanner lesen die Strichcodes kontaktlos ein. Dazu beleuchten sie die Lesefläche mit LEDs (Light Emitting Diode - Leuchtdiode). Eine integrierte CCD-Einheit (Charge-coupled Device), wie sie auch bei Flachbettscannern und Digitalkameras zum Einsatz kommt, wertet die reflektierten Leuchtstrahlen aus. Ein externer Dekoder ist nicht notwendig.

CCD-Scanner sind leicht und robust, ein Sturz macht ihnen wenig aus. Sie sind einfach und ohne Eingewöhnung zu verwenden. Preislich liegen sie zwischen den Stift- und den Laserscannern. Sie benötigen keinen direkten Kontakt zum Strichcode, müssen aber recht dicht herangeführt werden. Der Abstand darf nur wenige Zentimeter betragen. Das führt gleichzeitig dazu, dass die Strichcodes nicht beliebig breit sein dürfen; in der Regel nicht breiter als der Lesekopf selbst.

CCD-Scanner mit Turbo

Es gibt jedoch auch CCD-Scanner, die quasi mit einem Turbo ausgestattet sind. Man bezeichnet sie als lineare Imager, wegen ihrer veränderten linearen Bilderfassung. Sie erzeugen dazu einen helleren und vor allem schärferen Lichtstrahl. Dadurch ist größerer Abstand zur Scanfläche möglich. Das Maximum liegt bei etwa 35 Zentimeter. Der kräftigere Lichtstrahl ermöglicht zudem den unkomplizierten Einsatz in besonders hellen Umgebungen sowie im direkten Sonnenlicht.

Lineare Imager arbeiten etwa fünf- bis achtmal schneller als normale CCD-Einheiten, was die Erkennung entsprechend beschleunigt. Daneben hat dieser Typ auch kaum Probleme bei schlechten oder leicht beschädigten Vorlagen. Die Leitungsfähigkeit ist in etwa mit der von Laserscannern vergleichbar, wobei CCD-Scanner robuster sind und auch mal einen Sturz verkraften. Besonders potente Geräte arbeiten sogar schneller als einige Laserscanner, man spricht im Fachjargon auch von höherer Snappiness. Insgesamt bieten lineare Imager nahezu alle Vorteile von Laserscannern zu einem günstigeren Preis.

Laserscanner

Der König unter den Lesegeräten ist der Laserscanner. Dieser Typ ist leistungsfähiger, zugleich aber auch teurer als die beschriebenen Konkurrenten. Ihr Abstand zu den Codes kann relativ groß sein, bei sehr potenten Geräten bis zu über einen Meter. Sie haben keine Probleme mit sehr dichten oder auch sehr breiten Strichcodes und können diese auch auf unebenen Flächen identifizieren. Laserscanner kann man als Handgerät oder stationär verwenden.

In den Geräten erzeugen ein oder mehrere Laserstrahlen ein helles Licht, deren Reflexion eine Leseeinheit auswertet. Diese Werte werden direkt im Handscanner oder einem externen Gerät ausgewertet. In letzterem Fall wäre eine zusätzliche Stellfläche in Kassennähe nötig. Das kontaktlose Ablesen belässt, genau wie bei den CCD-Scannern, die Lesefläche unbeschädigt. Laserscanner können sogar Glas überwinden, ohne dass die Erkennungsqualität abnimmt.

Auslesewinkel

Sehr hochwertige Leseeinheiten arbeiten omni-direktional. Das heißt, sie senden etwa 15 bis 20 Laserstrahlen gleichzeitig aus, so dass sich Waren in unterschiedlichen Winkeln ablesen lassen. Einfachere Versionen arbeiten uni-direktional. Sie lesen nur in einem festen Winkel aus. Solche Einheiten kommen etwa in Supermarktkassen am Ende des Laufbandes zum Einsatz.

Nachteile

Dieser Scannertyp hat aber auch Nachteile. Neben dem höheren Preis fällt hier vor allem die höhere Empfindlichkeit ins Gewicht. Laserscanner enthalten bewegliche Teile und Spiegel, die mit der Zeit kaputt gehen können und/oder sich abnutzen. Dadurch mögen die Geräte auch Stürze überhaupt nicht. Selbst wenn das Gerät dabei nicht kaputt gehen sollte, kann sich doch die Laserführung dejustieren. Das macht das Lesegerät im Extremfall unbrauchbar und kann bei minder schweren Folgen zumindest zu reduzierter Erkennungsqualität führen.

Hinzu kommt ein höherer Strombedarf. Wem das Kopfzerbrechen bereitet, der sollte auf Scanner mit Autosensing-Funktion achten. Sie sorgt dafür, dass sich die Geräte selbständig anschalten, sobald etwas vor die Lesefläche gehalten wird und nach kurzer Wartezeit wieder in einen stromsparenden Dämmerzustand zurückkehren.


Allgemein

Zu den Kassensystemen Bei der Auswahl eines Kassensystems sollte man sich immer an den eigenen Bedürfnissen orientieren. Da aber meist kaum eine Kasse von Haus aus exakt auf den jeweiligen Betrieb abgestimmt ist, sollte man darauf achten, dass diese mit einem programmierbaren Standardbetriebsystem arbeitet, das sich anpassen und später auch noch erweitern lässt. Ein Standardbetriebsystem hat gegenüber einem Exotensystem vor allem den Vorteil, dass Hilfe meist nicht weit ist. Sollte es einmal Probleme geben, die man selbst nicht in den Griff bekommt, findet sich meist ein Fachhändler in der Nähe, der unter die Arme greifen kann.

Austauschbare Kassenschubladen


Sollen mehrere Angestellte sich eine Kasse teilen, ist es nicht nur wichtig, dass diese sich unter eigener Kennung an- und abmelden können. Sie brauchen auch jeweils eigenen Bargeldbestand, damit man eventuelle Unregelmäßigkeiten direkt zuordnen kann. Somit ist es wichtig, dass die Kassenschublade mit austauschbaren und abschließbaren Einsätzen arbeitet, die jeweils genügend Fächer für Scheine, Münzen und weitere Papiere bieten.

Stromproblemen vorbeugen


Nicht unterschätzen sollte man die Gefahr von Datenverlusten. Diese drohen besonders bei Stromausfall oder Stromschwankungen. "Schlechten Strom" erzeugt man häufig sogar selbst. Nämlich immer dann, wenn viele elektrische Geräte an einem Netz hängen, was etwa bei Supermärkten oder Kaufhäusern stets der Fall ist. Daher ist es sehr wichtig, das Stromnetz sauber zu halten, indem man einen oder mehrere Netzfilter installiert.

Sinnvoll kann auch der Einsatz einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) sein. Diese filtert nicht nur den Netzstrom, sie kann auch Spannungsschwankungen ausgleichen und für kurze Zeit Notstrom bei Stromausfall zur Verfügung stellen. Den bezieht sie aus integrierten Batterien, die sich im Normalbetrieb aufladen.

Regelmäßige Datensicherung


Um bei Hardwareproblemen auf jeden Fall auf der sicheren Seite zu sein und die Ausfallzeiten zu verkürzen, ist es ratsam regelmäßig Backups, also Datensicherungen durchzuführen. Kommt es zum Crash, kann man schnell wieder den alten Zustand herstellen. Die dadurch gesparten Einnahmeverluste machen die Mehrkosten schnell wett.

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