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1. Spiel ohne Grenzen
2. Gamepad
3. Joystick
4. Lenkrad
5. Anschluss
Direkt zu Joystick & Co.
Spiel ohne Grenzen
Sie spielen gerne am PC? Dann sollten Sie sich nicht mit Fingerakrobatik an
der Tastatur oder ungenauen Mausbewegungen herumärgern. Wenn Sie schon
mehrfach beim Spiel versagt haben, nur weil die Technik nicht wollte, sind Sie
reif für einen Joystick, ein Gamepad, ein Wheel, oder ... ja wofür
eigentlich?
Auf dem Markt tummeln sich viele Spielhilfen diverser Gattungen und mit unterschiedlicher
Technik. Wie soll man da wissen, welches Steuergerät das richtige ist?
Das Angebot reicht von einfachen Gamepads, die für viele Spiele ausreichend
sind, bis zu ausgeklügelten Steuereinheiten, mit denen Renn- oder Flugsimulation
erst richtig Spaß machen. Somit ist klar: der Anwendungszweck entscheidet.
Wir durchleuchten in den folgenden Kapiteln für Sie die Möglichkeiten
der unterschiedlichen Angebote und zeigen die Grenzen der jeweiligen Technik.
Mit dieser Hilfe wird es Ihnen leichter fallen, den persönlichen Spielkameraden
zu finden. (pr)
Gamepad
Das
Gamepad ist eine Steuereinheit, wie sie auch bei Spielkonsolen für den
Fernseher verwendet wird. Sie hat meist zwei Griffe und wird mit beiden Händen
gehalten. Die Steuerung der Spielfiguren übernehmen die Daumen mit Hilfe
von kleinen Knöpfen oder in das Gehäuse eingelassenen Minijoysticks,
also kleine bewegliche Stifte oder große Button, die sich in jede Richtung
neigen lassen.
Die Steuerung per Joystick bezeichnet man als analoge Steuerung, die per kleiner
Druckbutton als digitale. Gute Gamepads verfügen über beide Alternativen,
so dass man je nach Spiel die optimale Kontrolle hat. Gleichzeitig werden die
Daumen entlastet, wenn sie sich nicht nur einseitig auf eine Bedienmethode beschränken
müssen.
Mit diesen Steuerelementen eignen sie sich für den Allroundeinsatz, machen
aber bei Ballspielen und Jump'nRun-Adventures eine besonders gute Figur. Simulatoren
für Flugzeuge, Autos oder Motorräder lassen sich ebenfalls mit ihnen
spielen, allerdings nicht ganz so kontrolliert wie mit Joystick oder Lenkrad.
Für intensive Simulatorspiele sollte man nicht zu einem Gamepad greifen.
Gamepads liegen sehr gut in den Händen. Damit es aber bei schwierigen Situationen
aufgrund schwitziger Hände nicht zu Ausrutschern kommt, sollten die Griffe
gummiert sein. Luxusmodelle verwenden statt Gummi gar echtes Leder. Das fühlt
sich nicht nur gut an, sondern verleiht dem Pad einen edlen Touch.
Besonders angenehm ist der Spielspaß ohne Kabel. So kann man sich frei
vor dem PC bewegen, ohne befürchten zu müssen, dass das Kabel aus
der Buchse fliegt. Obendrein gibt es weniger Kabelsalat. Allerdings ist ein
kabelloses Pad meist etwas schwerer als eines mit Kabel. Grund: es arbeitet
mit Batterien, da es keinen Strom vom Rechner bekommen kann. Dafür kann
man sich aber auch einige Meter entfernt vom PC im Sessel lümmeln, während
man die Spielwelten erforscht. Setzen Sie in diesem Fall aber kräftige
Batterien oder Akkus ein, denn je weiter das Pad von der Empfangsstation entfernt
ist, desto größer muss die Sendeleistung sein, was zu erhöhtem
Stromverbrauch führt.
Wer auf Akkus setzen möchte, sollte darauf achten, dass das Pad bereits
mit solchen und mitsamt einer Ladestation ausgeliefert wird. So erspart man
sich zusätzliche Kosten. Obendrein bekommt man einen passenden Halter für
das Pad, in dem es ruht und geladen wird, wenn man nicht spielt.
Möchten Sie gerne in den Händen spüren, wenn Sie auf ein Hindernis
treffen, eine Gewehrsalve abfeuern oder mit dem Auto gegen die Bordsteinkante
fahren? Dann benötigen Sie ein Gamepad mit Force-Feedback. Diese Technik
gestattet es, genau die beschriebenen Hindernisse und Aktionen über das
Pad zu fühlen. Wenn das zwar auch nicht immer ganz realistisch funktioniert,
so bekommt man doch auf jeden Fall mehr Gefühl fürs Spiel.
Einen Nachteil des Gamepads müssen wir aber noch nennen: den so genannten
"Nintendo-Daumen". Damit bezeichnet man eine schmerzhafte Entzündung der
Daumen, die von übermäßig starkem Spielen mit einem (Nintendo)
Gameboy herrührt. Da ein Pad nahezu genauso bedient wird, kann diese Krankheit
auch bei heftigem Gebrauch eines Gamepads auftreten. Allein deswegen sollte
man zu einem Pad greifen, das Button und Joystick bietet und beide Steuervarianten
abwechselnd verwenden. So ist gewährleistet, dass die Daumen nicht allzu
einseitig belastet werden.
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Joystick
Ein
Joystick ist die klassische Steuereinheit für Computerspiele. Ein Knüppel,
der meist anatomisch an die Handfläche angepasst ist, übernimmt dabei
die Steuerung von Spielfiguren, Flugzeugen, Autos und anderem. Hinzukommen eine
Reihe von Button, welche die Finger der steuernden Hand erreichen und bedienen
kann. Unterstützend gibt es oft noch Knöpfe an der Basis des Joysticks,
die von der zweiten Hand bedient werden.
Ein Joystick ist wie das Gamepad universell einsetzbar, hat aber große
Vorteile bei Flug-, oder Rennsimulationen, da er eine sehr genaue und präzise
Steuerung ermöglicht. Auch für Ego-Shooter kann man den Stick verwenden.
Bei Jump'n'Run-Spielen hat er hingegen gegenüber dem Gamepad das Nachsehen.
Die anatomische Form macht die Bedienung sehr angenehm. Im Idealfall "wachsen"
Stick und Handfläche zusammen während der Daumen aufliegt und somit
entlastet ist. Allerdings sind die meisten Joysticks für Rechtshänder
angepasst und für Linkshänder somit nicht zu verwenden. Sie müssen
entweder nach einer speziellen Variante Ausschau halten oder zu einem geraden
glatten Knüppel greifen, der sich mit beiden Händen gleichermaßen
benutzen lässt. Besonders lange Spielsessions machen aber mit einem solchen
Stick keinen Spaß und führen schnell zur Ermüdung der Hand.
Damit der Joystick nicht bei heftigen oder schnellen Bewegungen verrutscht oder
gar vom Tisch gleitet, sollte seine Basis möglichst schwer sein. Der Joystick
sollte nicht weniger als 600 Gramm wiegen, besser mehr, und Füße
aus Gummi oder Saugnäpfe besitzen. Besonders stabil sind Sticks, die das
Netzteil im Fuß integriert haben. Das zusätzliche Gewicht sorgt für
ausreichend Stabilität.
Wer häufig Flugsimulatoren verwendet, sollte auf zahlreich programmierbare
Knöpfe achten. Sie lassen sich frei mit den wichtigsten Funktionen belegen
und erhöhen somit den Flugkomfort. Highendjoysticks bieten gar austauschbare
Griffe, die an unterschiedliche Flugzeugtypen angepasst sind. Auf diese Weise
kommt die Simulation sehr nahe an die realen Bedingungen heran.
Ebenfalls ideal für Flieger sind doppelte Joysticks. Zu dem Hauptsteuerknüppel
kommt ein zweiter, den die andere Hand bedient, beispielsweise für die
Regulierung der Schubkraft. So wird die Simulation ebenfalls realistischer.
Wer will kann auch spezielle Lenkräder für Flugzeuge erwerben, ist
damit in der Verwendung der Steuerung für andere Computerspiele aber stark
eingeschränkt. Bestenfalls Rennsimulationen kann man damit noch spielen.
Auch auf Force-Feedback muss man beim Joystick nicht verzichten. Allerdings
ist diese Technik für Flugsimulatoren gar nicht so sinnvoll. Denn leider
ist sie nicht dazu im Stande die hochkomplexen Abläufe beim Fliegen eines
Jets auch nur nahezu naturgetreu zu simulieren, so dass man einen Flugsimulator
besser ohne diese Technik steuert. Wer mit dem Joystick aber hauptsächlich
durch dunkle Verließe wandern möchte, kann guten Gewissens auf Force-Feedback
setzen.
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Lenkrad
Das
Lenkrad, auch Wheel genannt, ist eine der speziellsten Steuereinheiten für
Computerspiele. Es lässt sich kaum für mehr als Rennsimulationen verwenden.
Diese machen aber mit einem Wheel ungemein viel mehr Spaß. Obendrein ist
man beim Heizen sehr viel erfolgreicher, da man seine Wagen deutlich besser
unter Kontrolle hat als mit einem Joystick oder Gamepad. Es fühlt sich
beinahe an wie im eigenen Auto, vorausgesetzt die Hardware stimmt.
Denn einige Bedingungen sollten schon erfüllt sein, damit der Spaß
nicht so schnell vergeht. Besonders wichtig ist die Befestigung des Lenkrades.
Wenn es nicht fest an der Tischkante sitzt und in den Kurven oder beim Überholmanöver
abrutscht, kommt schnell Frust auf. Von Vorteil sind reelle Schnappverschlüsse,
die das Lenkrad gut festhalten und gleichzeitig die schnelle und einfache Demontage
gestatten. Denn wer will sein Wheel schon ununterbrochen am Tisch hängen
haben?
Zudem sollte sich das Rad selbst kalibrieren, so dass der Wagen in Nullstellung
exakt geradeaus fährt. Wichtig ebenfalls: die automatische Nullstellung.
Wie im richtigen Auto, sollte das Lenkrad sich selbständig bei Loslassen
in die Nullstellung zurückbewegen. Andernfalls würde der Wagen ununterbrochen
im Kreis fahren. Um bei hitziger Fahrt nicht abzurutschen, ist ein Gummiüberzug
sehr wichtig. Dieser sollte möglichst das gesamte Wheel bedecken und nicht
nur Teile davon.
Eher Geschmackssache ist die Bedienung der Schaltung. Die meisten Lenkräder
sind mit digitaler Schaltung, also Tasten, ausgerüstet. Einige Räder
besitzen aber auch einen kleinen Schalthebel. Wer sich nicht sicher ist, welche
Version für ihn die bessere ist, kann ein Modell wählen für das
es einen Schaltknüppel als Extra gibt. Kommt man mit den Button nicht zurecht,
kann man das Wheel einfach erweitern.
Damit der Spaß so realistisch wie möglich ist, braucht man neben
dem Lenkrad auch noch Pedale für Gas und Bremse, eine Fußkupplung
ist meist nicht erhältlich. Auch sie sollten wie das Lenkrad mit Gummi
überzogen sein, damit der Fuß beim Gasgeben oder Bremsen nicht abrutscht.
Achten Sie auch darauf, dass die Pedale ausreichend groß sind und nicht
zu dicht beieinander liegen, ansonsten besteht die Gefahr, dass man unbeabsichtigt
beide gleichzeitig betätigt.
Für besonders realistischen Fahrspaß setzt man auch bei Lenkrädern
auf Force-Feedback und das ist gut so. Denn so merkt man, wenn man die Bordsteinkante
mitnimmt, einen Konkurrenten touchiert oder über ein Hindernis fährt.
Übrigens: auch für Biker gibt es spezielle Lenkräder, die dem
Lenker eines Motorrads nachempfunden sind, somit muss man nicht die Enduro mit
einem Ferrarilenker steuern.
Anschluss
Zwar sind die meisten Steuereinheiten inzwischen mit USB-Anschluss ausgestattet,
doch trifft man immer wieder auf solche, die noch den Gameport verwenden. Wer
einen freien USB-Port hat, sollte besser auf USB setzen, denn die Vorteile dieser
Technik überwiegen. So kann man Joystick und Co. bei laufendem PC-Betrieb
ohne Neustart an- und abkoppeln.
Beim ersten Anschluss werden die Geräte in der Regel automatisch erkannt,
so dass keine Extratreiber installiert werden müssen. Allerdings kann das
Installieren neuerer Treiber sinnvoll sein, um mehr Zusatzfunktionen des Gerätes
nutzen zu können. Weiterer Vorteil: viele PC besitzen vorne am Gehäuse
einen oder mehrere USB-Kontakte. Das erspart das Krabbeln unter den Tisch, wenn
man mal wieder eine Runde spielen möchte. Wer trotzdem auf den Gameport
setzen möchte, kann dies auch tun, außer den genannten Punkten, hat
er keine gravierenden Nachteile zu erwarten.
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