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Kaufberatung Grafiktabletts 


1. Wie auf Papier

2. Vorteile

3. Größe

4. Auflösung

5. Der Stift

6. Oder mit Maus?

7. Ausstattung

8. Anschluss

9. Monitor als Grafiktablett

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Wie auf Papier
Zeichnen und malen Sie gerne? Vermutlich tun Sie das auf herkömmlichem Wege, nämlich auf Papier, oder? Mit einem Grafiktablett können Sie das auch am PC tun. Mit einem Stift zeichnen Sie auf eine etwa Maus große Unterlage, das Tablett, während der PC das gezeichnete umgehend am Monitor darstellt.

Luxusversionen zeigen gar direkt auf dem Tablett die Striche und Kleckse an und kommen damit Papier und Leinwand schon sehr Nahe. Doch auch Standardtabletts sind ein echte Bereicherung. Dank ihnen kann man richtige Kunstwerke am Schirm schaffen oder auch einfach ein ganz neue PC-Bedienung austesten.

Ein Grafiktablett hat noch mehr Vorteile und ist auch für alle interessant, die gar nicht malen oder zeichnen möchten. Was Sie mit einem Tablett alles machen können und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln. (pr)


Vorteile
Zu den Grafiktabletts Ein Grafiktablett hat eine ganze Reihe Vorteile vor allem auch für Nichtgrafiker. Denn schon ein kleines Tablett gestattet es, persönliche handschriftliche Mitteilungen zu verfassen, einen Brief oder ein Fax zu unterschreiben. Fügen Sie einfach eine Notiz als Grafik in ein Email-Dokument ein, fertig ist der persönliche Gruß. Genauso leicht lädt man die Unterschrift als Grafik in die Textverarbeitung und fügt Sie dort unter dem Text ein.

Wegbeschreibungen, Skizzen für die Renovierung oder witzige Einladungen sind mit einem Grafiktablett schnell und leicht erstellt, anschließend gedruckt oder per Mail versendet. Denn nicht nur fürs Zeichnen kann man das Tablett benutzen. Es eignet sich ebenfalls hervorragend zur Bedienung des PC. Sämtliche Programme und selbst das Betriebssystem kann man mit Stift und Tablett steuern.

Hat man sich erst einmal daran gewöhnt, legt man die Maus gerne zur Seite. Grund: die Bedienung ist viel intuitiver und geht somit schneller. Nebenbei sind Tablett und Stift kaum anfällig für Verschmutzung, ein Makel, der zumindest Kugel gesteuerten Mäusen anhängt. Auch schön: Links- und Rechtshänder können Stifte und Tabletts gleichermaßen benutzen.

Besonders praktisch für alle, die sich immer wieder ärgern, dass ihr Mauspad zu klein ist, und sie die Maus anheben und versetzen müssen, um den Cursor weiter in die gewünschte Richtung zu steuern, ist die so genannte absolute Positionierung. Sie beschreibt die Eigenschaft, dass der Mauszeiger genau dort auf dem Schirm ist, wo der Stift auf das Tablett zeigt. Kurz: berührt der Stift unten rechts das Tablett, ist auch der Cursor unten rechts.

Die Vorteile für Grafiker und Maler sind vor allem, dass sie ihre Werke direkt in den PC malen können. Dort können sie Fehler korrigieren, das Werk vervielfältigen und in beliebiger Größe drucken, so oft sie wollen. Gleichzeitig sparen Sie unzählige Stifte und Pinsel, Papier sowie Flecken auf der Kleidung. Auch ein großer Zeichentisch oder eine Staffelei nimmt keinen Platz mehr weg.

Apropos vervielfältigen, viele Grafiktabletts bieten die Möglichkeit Vorlagen abzupausen. So kann man eine Landkarte, ein Symbol oder ein komplettes Bild einfach nachzeichnen und so in den PC übernehmen.


Größe
Zu den Grafiktabletts Der überwiegende Teil der angebotenen Grafiktabletts kommt in den Größen DIN A6 bis DIN A3 daher. Größere Sonderformate und komplette Digitalisiertische findet man zwar auch auf dem Markt, doch konzentrieren wir uns hier auf die gängigen Formate.

Entscheidend bei der Wahl der Größe ist der Anwendungszweck. Wer beispielsweise ein Tablett zur Bedienung des PC möchte und hin und wieder eine Unterschrift oder kleine Skizze digitalisieren möchte, kann guten Gewissens zu einem kleinen DIN A6- oder der etwas größeren DIN A5-Version greifen.

Obwohl beide Formate deutlich kleiner sind als gängige Monitore, überträgt die Treibersoftware die Stiftbewegungen Eins-zu-eins. Das bedeutet, wer den Stift auf dem Tablett von der unteren linken Ecke zur oberen rechten bewegt, führt damit auch den Cursor einmal komplett über den Monitor. Für die PC-Bedienung ist diese Umsetzung ideal, bedeutet Sie doch, dass die Hand nur kurze Wege gehen muss, um den Cursor zu bewegen.

Allerdings wird das Zeichnen dadurch erschwert, da es deutlich ungenauer wird. Kein Wunder, immerhin legt der Cursor auf dem Schirm eine deutlich größere Strecke zurück als der Stift auf dem Tablett. Wenn es mal sehr genau zugehen muss, kann man die Eins-zu-eins-Bewegung deaktivieren und zur maßstabsgetreuen Auflösung wechseln. Dann bewegt sich der Cursor genauso weit wie der Stift, was allerdings zur Folge hat, dass man nicht mehr mit nur einer Stiftbewegung über den ganzen Schirm fahren kann.

Grafiker benötigen somit eine größere Zeichenfläche, die idealerweise so groß ist, wie das Papier, dass sie später ausdrucken möchten, mindestens aber die gleiche Größe aufweist wie der Monitor, beziehungsweise die auf dem Monitor dargestellte Zeichenfläche. Sie brauchen nämlich höchste Genauigkeit beim Zeichnen und müssen gleichzeitig komfortabel Zugriff auf sämtliche Programm- und PC-Funktionen haben, also mit nur einer Stiftbewegung über den gesamten Bildschirm gleiten können.


Auflösung
Zu den Grafiktabletts Die Auflösung eines Grafiktabletts wird nicht wie bei vielen anderen Geräten in dpi (dots per inch -> Punkte pro Zoll), sondern in lpi (lines per inch -> Linien pro Zoll) gemessen. Das Maß kommt aus der Drucktechnik und beschreibt im Gegensatz zur physikalischen Auflösung, gemessen in dpi, die Verteilung der Farbwerte auf einem Raster. Je feinmaschiger dieses Raster ist, desto näher liegen die Druckpunkte zusammen und umso homogener und detaillierter wirkt das Bild.

Somit gilt auch für lpi, dass ein höherer Wert eine bessere Bildqualität liefert. Häufig trifft man auf eine Auflösung von 2540 lpi. Da ein Inch 2,54 Zentimeter lang ist, kann man auch von 1000 Linien pro Zentimeter sprechen. Das bedeutet, dass ein Bildpunkt eine Kantenlänge von einem Tausendstel Zentimeter aufweist.

Mit solch hoher Auflösung, kann das Tablett die Position des Stiftes sehr genau lokalisieren und die Verteilung der Farbe, die sich durch den Druck des Stiftes ergibt, exakt eingrenzen. Für die allermeisten Anwendungen ist diese Auflösung somit voll ausreichend. Lediglich für manche CAD-Anwendungen kann ein höherer Wert sinnvoll sein.


Der Stift
Zu den Grafiktabletts Standardmäßig gehört zu jedem Grafiktablett ein Eingabestift, bei größeren Tabletts ist oft auch eine Maus zusätzlich im Lieferumfang enthalten oder zumindest als Zubehör erhältlich.

Für den Stift gibt es einiges zu beachten. Er sollte auf jeden Fall drahtlos arbeiten, also keine Kabelverbindung zum Tablett haben. Ein Kabel würde nicht nur bei der Bewegung hinderlich sein, sondern auch zu einem verkrampften Halten des Stiftes führen. Grund: das Kabel würde den Stift am oberen Ende ständig nach unten drücken und somit den Schwerpunkt unnatürlich weit nach oben setzen. Genaues Zeichnen würde dadurch erschwert.

Heute sind kabellose Stifte eigentlich Standard. Manchmal können die Beschreibungen allerdings verwirrend sein, wenn beispielsweise das Wort "Kabellänge" auftaucht. Gemeint ist dann in der Regel die Verbindung von Tablett und PC und nicht vom Stift zum Tablett. Daher gilt: genau überprüfen und im Zweifelsfall auf der Webseite des Herstellers nachsehen.

Ebenfalls vorteilhaft ist, wenn der Stift ohne Batterien auskommt und seinen Strom induktiv über das Tablett bezieht. Batterien würden den Stift sehr schwer machen und somit genauso beim Malen und Zeichnen behindern. Ein leichter Stift liegt demgegenüber besser in der Hand und lässt sich sehr viel leichter positionieren und bewegen.

Heutzutage sind die Stifte der Grafiktabletts ausnahmslos drucksensitiv. Das bedeutet, dass die Hardware registriert, wie stark man den Stift aufdrückt und dementsprechend dick oder dünn eine Linie oder einen Pinselstrich in den PC überträgt. Gute Stifte kennen 1024 unterschiedliche Druckzustände. Einfachere Modelle bringen es auf 512 unterschiedliche Druckstufen und bescheidenere Einsteigermodelle unterscheiden immerhin noch 256 Druckphasen. Wer besonders druckempfindliche Stifte benötigt, kann diese oft auch als Zubehör kaufen und mit seinem Tablett verwenden. Allerdings klappt dies zumeist nur, wenn Stift und Tablett vom gleichen Hersteller kommen.

Um nicht für jeden Pinsel- oder Stiftwechsel immer wieder sämtliche favorisierte Einstellungen in der Software neu vornehmen zu müssen, sollte man möglichst viele Einstellungen abspeichern und per Menü aufrufen können. Ideal für alle, die sehr viel malen sind Tabletts, die mehrere Stifte verwalten und automatisch erkennen können. Genauso wie man beim Malen auf Papier einen Pinsel oder Stift wechselt, greift man hier zu einem anderen Stift mit festgelegten Eigenschaften und kann ohne Menüaufrufe mit anderen Stifteigenschaften weiterzeichnen.

Des weiteren sollte man die Maleigenschaften jedes Stiftes schnell verändern können. Hilfreich sind dafür kleine programmierbare Drucktasten auf Höhe von Daumen und Zeigefinger. Besonders schön ist ein Rädchen, das stufenlos die Deckkraft verändert, zusätzlich zur Variation der Stiftbreite durch den Druck. Ebenfalls vorteilhaft: erkennt das Tablett die Neigung des Stiftes und verändert dementsprechend die Deckkraft, erhöhen sich die zeichenbaren Stiche und Strichstärken noch weiter.

Hat man sich einmal versehen, ist es sehr praktisch einen Radierer durch Umdrehen des Stiftes aktivieren zu können, genauso wie bei einem echten Bleistift. Gibt es diese Möglichkeit nicht, sind einige Klicks und Bewegungen extra nötig um ein entsprechendes Werkzeug zu aktivieren und anschließend zum Ursprungswerkzeug zurückzukehren.


Oder mit Maus?
Zu den Grafiktabletts Wie schon erwähnt, gehört bei einigen Tabletts eine Maus, gelegentlich auch Puck genannt, zum Lieferumfang oder ist als Zubehör erhältlich. Sie nutzt das Tablett als Mauspad, das wiederum ihre Position bestimmt und an den PC weitergibt. Mit über 2500 dpi Auflösung ist sie dabei um ein Vielfaches präziser als herkömmliche Mäuse. Hinzu kommt der Vorteil der absoluten Positionierung, der den ganzen Bildschirm auf dem Tablett abbildet (siehe oben).

Allerdings bieten nicht alle Mäuse den gewohnten Komfort wie beispielsweise programmierbare Tasten oder ein Scrollrad. Wer gerne eine Maus zusammen mit einem Grafiktablett verwenden möchte, sollte deshalb genau auf die Ausstattung des kleinen Nagers achten. Linkshänder sollten zudem beachten, dass die Maus nicht ausschließlich für Rechtshänder konzipiert ist.

Nicht als Mausersatz gedacht, sind Mäuse mit Lupe und Fadenkreuz. Sie werden in der Regel verwendet, um punktgenau Landkarten oder technische Zeichnungen zu digitalisieren. Man bewegt das Fadenkreuz über eine auf dem Tablett positionierte Vorlage und nimmt Eckpunkte durch Mausklick auf. Der PC verbindet diese Punkte auf Wunsch automatisch.


Ausstattung
Zu den Grafiktabletts Auf den ersten Blick scheinen sich die Ausstattungen der Tabletts nur wenig zu unterscheiden. Auf den zweiten Blick findet man aber doch schnell Unterschiede. Wie wichtig dabei unterschiedliche Ausstattungsdetails sind, hängt vom persönlichen Einsatzziel ab.

Wer beispielsweise gerne Vorlagen abpausen möchte, sollte darauf achten, dass man diese am Tablett rutschfest fixieren kann. Einige Tabletts bieten dafür eine transparente Auflage, die man einfach anheben und ein Papier darunter ablegen kann. Luxusversionen verzichten auf diese Auflage, ziehen diese dafür mittels elektrostatischer Aufladung an. So kann man auch größere Vorlagen nachzeichnen, die unter der transparenten Folie keinen Platz finden würden.

Ein Softwarepaket sollte in jedem Fall auch zum Lieferumfang gehören. Ein Mal- respektive Zeichenprogramm sollte selbstverständlich sein. Weitere Pluspunkte sind Tools zur Bild- und Videoverarbeitung. Ein schönes Extra ist eine Software zur Handschriftenerkennung. So kann man Mails oder Briefe direkt aufs Tablett schreiben, während die Software den Text in Druckbuchstaben wandelt; ideal fürs Brainstorming.

Wer nach dem Kauf noch in der Lage sein möchte, die Fähigkeiten des Tabletts zu erweitern, sollte darauf achten, dass sich weiteres Zubehör, wie Spezialstifte und Mäuse nachträglich erwerben lassen, falls die nicht bereits zum Lieferumfang gehören. Idealerweise sollte diese zudem komfortabel zu programmierende Funktionstasten besitzen.


Anschluss
Zu den Grafiktabletts Viele Tabletts besitzen immer noch einen seriellen Anschluss, andere sind mit dem weit verbreiteten USB-Anschluss ausgestattet. Je nachdem, welche Schnittstelle man bevorzugt, sollte man vor dem Kauf klären, ob der jeweilige Port am PC noch frei ist. Ein Tablett mit seriellem Anschluss braucht zudem immer eine freie Steckdose fürs Netzteil.

USB-Varianten beziehen ihren Strom dagegen häufig über die PC-Schnittstelle vom Rechner. Trotzdem trifft man auch bei Tabletts mit USB-Anschluss auf Versionen mit Netzteilen. Das hat den ganz einfachen Vorteil, dass das Tablett stets ausreichend Strom bekommt und die PC-Schnittstelle entlastet wird. Diese kann nämlich nur eine gewisse Menge Strom abgeben.

Hat man aber mehrere Verbraucher angeschlossen, wie beispielsweise Tastatur, Drucker und Grafiktablett kann der Strom schnell knapp werden. Das würde zur Folge haben, dass einige oder alle angeschlossenen Geräte den Dienst verweigern oder nur fehlerhaft arbeiten. Tipp: tritt dieses Problem auf, können Sie sich mit einem aktiven USB-Hub aus der Patsche helfen. Das ist eine Art Verteilerkasten, der eigenen Strom aus der Steckdose bezieht und deutlich mehr davon an die angeschlossenen Geräte abgeben kann als der PC.

Hier geht es zu den USB-Hubs


Monitor als Grafiktablett
Zu den Grafiktabletts Absolute State-of-the-art-Grafiktabletts ersetzen den Monitor oder dienen nebenbei als Zweitbildschirm. Es handelt sich dabei um berührungsempfindliche TFT-Displays und nicht um Grafiktabletts im herkömmlichen Sinne. Man zeichnet direkt mit dem Stift auf dem Display und sieht das Ergebnis unmittelbar unter dem Stift. Das ist fast schon wie malen auf echtem Papier.

Gleichzeitig bekommt man einen Zweitbildschirm, der auch für andere Anwendungen zur Verfügung steht und den Arbeitsbereich deutlich vergrößert. Gerade für Programme, die viele Arbeitspaletten besitzen ist ein Zweitmonitor von Vorteil. So kann man alle Paletten auf dem einen Monitor platzieren, während der zweite uneingeschränkt für die Arbeit am Objekt zur Verfügung steht.

Allerdings hat das Monitor-Tablett auch Nachteile. Am schwerwiegendsten ist die deutlich geringere Auflösung. Im Vergleich zu Standardtabletts bietet diese Lösung nur etwa ein Viertel der Auflösung. Somit ist ein Monitor-Tablett weniger für professionellen Grafikeinsatz geeignet. Es bietet sich eher für Präsentationszwecke oder zur intuitiven Bedienung des PC an.

Hinzu kommen höhere Anschaffungskosten. Allerdings relativieren sich diese, wenn man das Monitor-Tablett als Hauptbildschirm verwenden möchte. In diesem Fall spart man die Kosten für den Hauptmonitor.

Für den Anschluss sollte man bedenken, dass neben einem freien Monitoranschluss ein USB- oder serieller Anschluss am PC frei sein sollte. Über diesen werden die Steuerbefehle des Stiftes übertragen. Möchte man das Tablett als Zweitmonitor verwenden, ist eine Grafikkarte nötig, die den gleichzeitigen Betrieb zweier Bildschirme gestattet (Dual-Head-Modus).


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