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1. Daten beamen
2. Der WiFi-Standard
3. Akzeptable Geschwindigkeit
4. Die einfachste Lösung
5. Accesspoint oder Gateway?
6. Wie groß ist die Reichweite?
7. Sicherheit
8. Scanner, Drucker & Co.
9. ...und mein Kabelnetz?
10. E-Mail im Cafe
11. IP-Telefonie per WLAN
12. Bluetooth
13. Wimax
14. Konfigurationsbeispiele
Direkt
zu Funknetzwerken
Daten beamen
Wer träumt nicht davon, im Garten zu sitzen, das Notebook vor sich zu haben
und ohne lästigen Kabelsalat einen Brief an den Drucker schicken oder gar im
Internet surfen zu können?
Das muss kein Traum bleiben, denn kleine drahtlose Netze aufzubauen kostet kein
Vermögen. Schon für etwa 30 Euro kann man Daten zwischen zwei PCs durch die
Luft schicken. Setzt man zwei Notebooks mit Centrino- oder Turion-Prozessor
ein, muss man überhaupt nichts mehr dazubezahlen, da beide von Haus aus Daten
drahtlos funken können.
Auch wer schon ein kabelgebundenes Netzwerk verwendet, kann dieses leicht mit
drahtloser Technik ergänzen oder Teile davon einfach ersetzen. Beide Varianten
harmonieren perfekt miteinander.
Bleibt nur zu klären, auf welche Technik und welche Hardware man setzen sollte.
Denn mittlerweile buhlen diverse Technikstandards mit unterschiedlichen Leistungen
und Ausführungen um die Gunst des Käufers. Damit Sie genau die Lösung finden,
die Ihren Anforderungen entspricht, erläutern wir in den folgenden Kapiteln,
worauf es beim drahtlosen Netzwerk ankommt. (pr)
Der WiFi-Standard
Eins ist besonders wichtig: Lassen Sie sich nicht von Fachausdrücken und Abkürzungen
wie WLAN, WiFi, IEEE 802.11a/b/g abschrecken. Alle meinen nämlich nur ein und
dasselbe: das drahtlose Netzwerk.
So versteckt sich hinter dem Kürzel WLAN das "Wireless Local Area Network",
also das drahtlose Netz. "IEEE 802.11", mit dem Anhängsel a, b oder g ist die
Bezeichnung der Norm, die das Konsortium "Wireless Ethernet Compatibility Alliance"
erlassen hat. Diese Norm regelt, dass alle im Netzwerk angeschlossenen Geräte
miteinander kommunizieren können. Da sich aber kein Mensch sämtliche Abkürzungen
und Normen merken möchte, hat man dem Standard die Bezeichnung "Wireless Fidelity"
oder kurz "WiFi" gegeben.
Verschiedene Netztypen
Innerhalb der IEEE-Norm unterscheidet zwischen den Ausführungen 802.11a, 802.11b
und 802.11g. Hierbei gilt zu beachten, dass Geräte der b- und g-Norm miteinander
kompatibel sind, die a-Norm aber eine Insellösung darstellt. Sie funkt in einem
anderen Frequenzbereich.
Das b- und das g-Netz sind marktführend bei den WLANs. Sie versprechen die größte
Kompatibilität und somit die geringsten Probleme beim Zusammenspiel mit öffentlichen
drahtlosen Netzwerken. Hauptunterschied zwischen beiden ist die Übertragungsgeschwindigkeit.
Die a-Norm ist weniger stark verbreitet. Neuester Spross ist das n-Netz. Dieses
ist kompatibel zu b- und g-Netzen, jedoch vom Konsortium noch nicht zertifiziert.
Es ist noch im Entwurfsstadium, englisch draft, weshalb man es auch als Draft-n
bezeichnet.
Akzeptable Geschwindigkeit
b-Netze
Die Übertragungsgeschwindigkeit in einem Funknetz nach IEEE 800.11b-Standard
entspricht elf Megabit oder 1,4 Megabyte in der Sekunde. Hierbei handelt es
sich aber um einen theoretischen Wert. In der Praxis ist die Geschwindigkeit
nur etwa halb so groß, reicht also gerade einmal für 700 Kilobyte in der Sekunde.
Das ist dennoch ausreichend schnell, um kleine Datenmengen zu übertragen oder
mobil im Internet zu surfen. Für große Datenmengen innerhalb eines Heimnetzwerkes
ist dieser Standard aber zu langsam.
g-Netze
Netzwerke, die ausschließlich auf der neueren Netzwerktechnologie nach IEEE
800.11g-Standard basieren, können Daten bis zu fünf Mal so schnell austauschen.
Aber auch dies ist nur ein theoretischer Wert. In der Realität liegt der Datendurchsatz
bei diesen Netzen etwa zwei- bis drei Mal höher als bei den zuvor genannten
und somit unter zwei Megabyte pro Sekunde. Betreibt man aber in einem g-Netz
eine langsamere b-Netzwerkkarte, verlangsamt diese das gesamte Netz. Wer fix
funken möchte, darf also nur g-Netz-Hardware einsetzen.
Einige Hersteller von Netzwerkkarten tunen ihre Hardware und erreichen sogar
eine weitere Verdoppelung der Übertragungsrate bis zu theoretischen 108 Megabit
in der Sekunde. Damit bewegen sie sich aber außerhalb des WiFi-Standards. Folge:
Die Karten sind in dieser Leistungsklasse nicht kompatibel mit Netzwerkkarten
anderer Hersteller. Setzt man solch eine getunte Hardware in einem anderen Netz
ein, sinkt die Übertragungsrate auf das WiFi-konforme Niveau. Will man die vollen
108 Megabit pro Sekunde erreichen, muss man zwingend auf Geräte eines Herstellers
setzen, die jeweils für diese Leistung ausgelegt sind.
In der Praxis erreichen diese Netze aber leider nicht einmal die Hälfte der
theoretisch versprochenen Leistung. Ein Grund: Die Geschwindigkeitssteigerung
erreicht man durch Bündelung mehrere Funkkanäle. Somit multipliziert man leider
auch die Störeinflüsse auf das Netz. Beispielsweise können andere Funknetze,
Bluetooth-Geräte, kabellose Telefone und Mikrowellen den Funkverkehr stören
und damit die Geschwindigkeit herabsetzen.
a-Netze
Netzwerke, die mit dem IEEE 800.11a-Standard funken, erreichen bis zu 54 Megabit
in der Sekunde und sind somit genauso fix wie die g-Netze. Wie schon erwähnt,
sind beide aber nicht miteinander kompatibel, so dass man ausschließlich Netzwerkkarten
mit a-Standard einsetzen muss.
Der Grund für die Inkompatibilität liegt in der Verwendung eines anderen Frequenzbereichs.
Statt im 2,4-Gigahertz-Band funken a-Geräte im 5-Gigahertz-Band. Das hat durchaus
Vorteile. Dieser Frequenzbereich ist weniger anfällig gegen Störungen, da er
einfach weniger genutzt wird. Weiterer Vorteil der a-Lösung: Die geringere Verbreitung
macht es weniger interessant für Hacker und somit sicherer. Zudem erlaubt der
Standard einen höheren Verschlüsselungsgrad der Daten, was wiederum die Sicherheit
erhöht.
n-Netze - Die nächste Generation
Die nächste Generation, der IEEE 800.11n-Standard, hat bereits fest auf dem
Markt Fuß gefasst, obwohl ihn die IEEE noch nicht zertifiziert hat. Er ist trotzdem
schon auf dem besten Wege, die b- und g-Techniken abzulösen. Grund: Die wesentliche
höhere Datenübertragungsrate. Das n-Netz verspricht Datenübertragungsraten von
bis zu 300 Megabit pro Sekunde, in Zukunft sogar die doppelte Menge. Die hohen
Datenraten erreichen n-Netze ebenfalls durch Kanalbündelung, also die Nutzung
mehrerer Funkkanäle, was das Kürzel MIMO (Multiple Input/Multiple Output) andeutet.
Eine weitere Verdoppelung der Transferrate erreicht man durch eine Ausweitung
der Kanalbreite, Wide-Channel-Modus genannt. Dadurch kann es allerdings zu Störungen
in nahe liegenden b- und g-Netzen kommen.
Der Standard ist aber noch nicht offiziell verabschiedet. Dennoch bauen viele
Hersteller die Technik in ihre Geräte ein. Sie orientieren sich dabei an den
Entwürfen, die die IEEE bisher beschlossen hat. Um spätere Kompatibilitätsprobleme
nach der Feststellung des Standards zu vermeiden, versprechen alle die Hardware
bei Firmware-Update auf den endgültigen Stand, der für 2008 erwartet wird, bringen
zu können. Bis es soweit ist werden die Geräte das Wort "Draft" im Namen tragen.
Temporäres Zertifikat
Damit sich Käufer schon heute bei der Wahl von Draft-n-Technik sicher fühlen
können, hat die WiFi-Alliance, ein Interessenverband von Funknetzwerkherstellern,
den Standard unter der Bezeichnung Draft-n 2.0 zertifiziert. Vom Verband getestete
Geräte dürfen ein entsprechendes Logo tragen.
Auch an öffentlichen Hotspots trifft man bereits auf den n-Standard. Dort bietet
aber bisher kaum ein Anbieter die maximal verfügbare Datenrate an. Beim öffentlichen
Surfen muss man sich folglich mit weniger Speed zufrieden geben. Anders zuhause:
Baut man dort ein reines n-Netzwerk auf, kann man die volle Bandbreite nutzen.
So lassen sich beispielsweise mehrere Videos gleichzeitig, ohne Unterbrechungen
zu unterschiedlichen PCs übertragen.
Kabelnetze meist schneller
Doch trotz allen Fortschritts bei der Entwicklung der drahtlosen Netze, sollte
man nie vergessen, dass sie oft immer noch langsamer sind als die kabelgebundenen
Varianten. Hier erreicht man heutzutage oft mehr Leistung. Der Standard liegt
bei 100 Megabit Datenrate pro Sekunde. In solch einem Netz lassen sich bis zu
14 Megabyte Daten in der Sekunde übertragen. Zunehmend verbreiten sich auch
Gigabit-Netze. Sie gestatten es, bis zu 140 Megabyte Daten in der Sekunde zu
übertragen. Wer etwa innerhalb eines Raumes mehrere Computer vernetzen möchte,
hat per Kabel immer noch Geschwindigkeitsvorteile. Gleichzeitig vermeidet er
das Risiko, dass sich Hacker kabellos ins Netzwerk einhacken können.
Die einfachste Lösung
Wer nur zwei PCs drahtlos miteinander verbinden möchte, kann dies relativ günstig
tun. Alles was nötig ist, sind zwei etwa kreditkartengroße PC-Cards, wenn es
sich um zwei Notebooks handelt. Ist einer der beiden PCs ein Desktoprechner,
braucht man neben einer PC-Card eine PCI-Funknetzkarte. Da in diese Karten bereits
eine Antenne integriert ist, ist keine weitere Hardware nötig.
Alternativ zu PC-Card und PCI-Adapter kann man auch einen externen USB-Adapter
an den PC anschließen. Diese gibt es als kleine Box, die man auf den Tisch stellt
oder als USB-Stick, den man schnell an- und abstöpseln kann. Die beiden PCs
nehmen dann über den so genannten "Ad-hoc-Modus" direkt die Verbindung miteinander
auf.
Gratis per Mobilprozessor
Fein raus ist, wer zwei Notebooks mit Intel-Centrino-Prozessor miteinander kommunizieren
lassen möchte. Er braucht gar keine zusätzliche Hardware anzuschaffen, da Intel
die WLAN-Technik bereits in den Prozessor integriert hat. Hier gilt: Windows
konfigurieren und loslegen. Es muss aber nicht unbedingt Intel sein. AMD hat
mit seinen Turion-Prozessoren vergleichbare Pendants im Programm. Auch hier
müssen Sie Funknetzhardware nicht extra einkaufen.
Achtung: Wer auf USB-Sticks und ein schnelles g- oder n-Netz setzen möchte,
benötigt unbedingt einen schnellen USB-2.0-Anschluss am PC. Der langsamere USB-1.1-Port
erreicht nicht den erforderlichen Datendurchsatz.
Accesspoint oder Gateway?
Sollen mehr als zwei PCs drahtlos Daten austauschen, ist neben PC-Card, USB-/PCI-Adapter
oder Centrino/Turion-Prozessor auch noch ein Accesspoint oder ein Gateway nötig.
Diese Geräte dienen als Vermittlungsstelle und koordinieren den Datenverkehr
zwischen den Computern.
Am häufigsten setzt man Accesspoints als Vermittler ein. Sie können bis zu hundert
Anwender gleichzeitig bedienen und sind zudem roamingfähig. Das heißt, die Accesspoints
können miteinander kommunizieren. So kann ein Anwender von der Empfangszone
eines Accesspoints in die Zone eines zweiten wechseln, ohne dass die Netzwerkverbindung
unterbrochen wird. Er muss sich nicht in der Nähe eines bestimmten Accesspoints
aufhalten, sondern kann sich irgendwo innerhalb des Netzes befinden. Weitere
Vorteile: Die Zahl der möglichen Anwender steigt mit zusätzlichen Accesspoints
und gleichzeitig vergrößert sich die Empfangszone, also der mögliche Abstand
vom sendenden und empfangenden PC.
Für kleinere Netzwerke kann man aber auch guten Gewissens zu einem Gateway greifen.
Sie können zwar kaum mehr als zwanzig User gleichzeitig verwalten und sind auch
nicht roamingfähig, doch reichen Ihre Leistungen für den Hausgebrauch allemal.
Kombiniert mit einem Router wird ein Gateway zur universellen Netzwerkschnittstelle.
Denn der Router stellt die Verbindung zum Internet her und ermöglicht so schon
einem einzelnen PC drahtlosen Zugriff aufs Internet. Ohne Router wäre ein zweiter
PC nötig, der mittels spezieller (Routing-) Software den anderen PCs den Zugriff
aufs Internet gestattet.
Detaillierte Informationen zu Routern finden Sie in
dieser Kaufberatung.
Wie groß ist die Reichweite?
Die größtmögliche Entfernung vom Sender ist abhängig von der Umgebung. Die Maximalreichweite
beträgt im Freien etwa 300 Meter, vorausgesetzt es befindet sich kein Hindernis
zwischen Sender und Empfänger. Im Haus hingegen, lassen sich kaum mehr als 50
Meter überbrücken. Denn Wände, Fußböden und Möbel behindern den Empfang der
Funkwellen.
Entscheidend für den Empfang im Haus sind die Beschaffenheit von Wänden und
Fußböden. So durchdringen die Funkwellen einfache Wände relativ problemlos.
Stahlbetonwände können dagegen den Funkverkehr komplett lahm legen. Besonders
schnell geht der Kontakt verloren, wenn die Daten über mehrere Etagen verschickt
werden sollen, da Fußböden und Decken besonders massive Hindernisse darstellen.
Um auch unter solch ungünstigen Umständen drahtlos Daten austauschen zu können,
muss man entweder Signalverstärker, sogenannte Repeater, oder mehrere Accesspoints
im Gebäude installieren.
Sinkende Datenrate
Kommt es zur Beeinträchtigung beim Empfang, reißt der Kontakt aber nicht sofort
ab. Zunächst reduziert das System die Bandbreite, also die mögliche Datenübertragungsrate.
Über den jeweiligen Empfangsstatus gibt in der Regel ein kleines Symbol in der
Statuszeile Auskunft. So verliert man nicht unbemerkt den Kontakt.
Eine gute Möglichkeit die Reichweite zu erhöhen, beziehungsweise den Empfang
zu verbessern, bieten Zusatzantennen. Per Kabel an eine Netzwerkkarte angeschlossen
lassen sie sich zentral an einem günstigen Ort aufstellen oder montieren. Es
gibt sogar wetterfeste Ausführungen, die dauerhaft an der Außenwand des Hauses
verbleiben können. Eine Alternative, den Empfangsradius im Haus zu erhöhen,
ist die Kombination mit einem Stromnetzwerk, auch HomePlug genannt. Dazu benötigt
man einen Adapter am Ausgangs-PC und einen zweiten mit zusätzlicher WLAN-Antenne
an der Stelle, an der das kabellose Netz erweitert werden soll. Der zweite Adapter
sendet und empfängt dann kabellos die Daten und überträgt diese über die Stromleitungen
des Hauses an den PC.
Aufstellung optimieren
Bevor man jedoch in Zusatzhardware investiert, sollte man überprüfen, ob man
die verwendeten Geräte eventuell besser aufstellen kann. Sender und Empfänger
sollten möglichst nicht in einer Ecke unter dem Schreibtisch stehen. Besser
wäre es, sie frei auf einem hohen Regalbrett aufzustellen oder an der Wand aufzuhängen.
Generell sollte man versuchen, die Geräte so zu positionieren, dass möglichst
wenige Hindernisse im Weg sind und der Abstand so gering wie möglich ist.
Weitere Informationen zu HomePlug finden Sie in der Kaufberatung
Stromnetzwerke.
Sicherheit
Ein Funknetz ist im Gegensatz zu einem Kabelnetz grundsätzlich offen für alle,
die sich in dessen Reichweite aufhalten; also auch für Nachbarn und Leute mit
bösen Absichten. Können Sie an der Grundstücksgrenze noch drahtlos surfen, können
das meist auch die Nachbarn oder ein Hacker auf dem angrenzenden Parkplatz.
Handelt es sich dabei um Trittbrettsurfer, die einfach den für sie kostenlosen
Internetzugang nutzen wollen, ist der Schaden noch relativ gering. Denn hier
würde nur die Übertragungsrate geschmälert. Schlimmer ist es, wenn Außenstehende
auf der Festplatte schnüffeln und womöglich sensible Daten wie Bankdaten und
Kreditkarteninformationen stehlen.
Also heißt es: Abschotten! Um Störenfriede wirksam fernhalten zu können, sollte
man zu Hardware greifen, welche die Daten wirksam verschlüsseln und den Zugang
zum Netz beschränken kann. Dazu sollte sie mindestens des WEP-Protokoll (Wired
Equivalent Privacy) unterstützen, besser noch das WPA-Protokoll (WiFi Protected
Access).
WEP
Das WEP-Protokoll ist der Mindestschutz, den ein Funknetz bieten sollte. Seine
Verschlüsselungstechnik gilt allerdings als knackbar, doch bedarf es dafür schon
einer ordentlichen Portion krimineller Energie. Nachbarn und Trittbrettsurfer
lassen sich per WEP wirkungsvoll vom Funknetz fernhalten.
WPA
Als nicht zu knacken gilt das WPA-Protokoll. Es ist somit der WEP-Lösung klar
vorzuziehen. Um es einsetzen zu können, sind neben entsprechenden Netzwerkkarten
auch das Service Pack 1 für Windows XP oder dieser
Patch von Microsoft nötig.
Tipp: Beim Einsatz von WPA sollten Sie, falls möglich, im Konfigurationsmenü
die Einstellung "Open Key" statt "Shared Key" wählen. Grund: Diese Einstellung
führt zur kontinuierlichen Modifikation des Schlüssels, wodurch die Sicherheit
noch weiter erhöht wird.
WPA2
Mit WPA2 ist ein noch sicheres Protokoll verfügbar. Dieses setzt auf die Verschlüsselungstechnologie
AES (Advanced Encryption Standard). Dessen Schutz ist so hoch, dass er sogar
den verschärften Sicherheitsvorgaben amerikanischer Bundesbehörden entspricht.
Übrigens, ganz gleich, welche Verschlüsselung man einsetzt, es sind keine Geschwindigkeitseinbußen
bei der Arbeit mit dem PC zu erwarten. Die Ver- und Entschlüsselung übernehmen
die Netzwerkarten, die Bandbreite für die Datenübertragung leidet nur minimal.
Netzwerkname blockieren
Neben dem Einsatz von Verschlüsselungstechnologie kann man noch mehr tun, um
das Netzwerk und die privaten Daten zu schützen. So sollte man nicht den vom
Betriebssystem oder Installationsprogramm der Hardware vorgegebenen Netzwerknamen
verwenden, sondern einen eigenen wählen. Der Netzwerkname eines Funknetzes wird
mit der Buchstabenkombination SSID abgekürzt, das für den Ausdruck Service Set
Identifier steht. Nur wer diesen Namen kennt, kann sich in das Netzwerk einklinken;
er muss in der Basisstation und den Netzwerkkarten identisch sein. Setzt man
zwei oder mehr Accesspoints ein, die den Empfangsbereich eines Funknetzes vergrößern,
spricht man von ESSID, einer erweiterten "extended" Version.
Der Name kann bis zu 32 Zeichen lang sein und sollte idealerweise eine Kombination
aus Zahlen und Buchstaben sein, damit Hacker ihn nicht so leicht erraten können.
Um denen die Arbeit noch weiter zu erschweren, kann man die Basisstationen veranlassen,
den Netzwerknamen nicht aktiv auszusenden. Das hat zur Folge, dass Außenstehende
das Netzwerk nicht automatisch sehen können, wenn sie ihr Betriebssystem nach
verfügbaren Netzwerken Ausschau halten lassen. Hacker können mit geeigneten
Programmen das Netzwerk allerdings trotzdem aufspüren.
Scanner, Drucker & Co.
Netzwerkfähige Peripheriegeräte, wie beispielsweise Scanner und Drucker, kann
man ebenfalls in ein Funknetz einbinden. Da diese Geräte aber weder über PCI-Steckplatz
noch über einen PC-Card-Schacht verfügen, bedarf es eines kleinen externen Gerätes,
einer so genannten Bridge oder eines Printservers.
Alternativ kann man auf Kombinationen von Accesspoint und Router setzen, die
zusätzlich einen USB-Anschluss am Gehäuse haben. Schließt man dort beispielsweise
einen Drucker an, steht dieser allen Netzwerkteilnehmern zur Verfügung. Einige
Router erlauben sogar den Anschluss einer externen Festplatte als zentrales
Backup- oder Zwischenlager für die PCs. Wahre Multitalente vereinen gar DSL-Modem,
Router und Printserver in nur einem Gerät. Praktisch!
Zu den
Printservern
...und mein Kabelnetz?
Durch die Verwendung eines drahtlosen Netzes wird das kabelgebundene Netz nicht
überflüssig. Denn nicht alle Kabel müssen gegen Funknetzadapter ersetzt werden.
Ein Funknetz dient häufig vielmehr dazu ein Kabelnetz zu erweitern. Es gestattet
Notebookanwendern, den Zugriff auf sämtliche Netzwerkeinrichtungen, egal wo
sie sich aufhalten. Gleichzeitig können stationäre PCs die hohe Bandbreite der
Netzwerkkabel parallel nutzen.
Die meisten Accesspoints haben dazu bereits einen Router mit Hub oder Switch
ins Gehäuse integriert. Hubs und Switches sind Verteilerdosen für kabelgebundene
Anschlüsse. Möchte man ein vorhandenes Kabelnetz um einen kabellosen Zugang
erweitern, benötigt man eine Wireless-Bridge, die an einen Hub/Switch angeschlossen
wird.
E-Mail im Cafe
In Flughäfen, Hotels, Kongresszentren aber auch in Kneipen und Cafés richten
Internetprovider zunehmend sogenannte Hotspots ein. Dabei handelt es sich um
Funknetze nach WiFi-Standard. Gegen eine geringe Gebühr - manchmal gar kostenlos
- kann jeder Besucher diese nutzen. Mit dem Notebook und einer Funknetzkarte
kann man so beim Kaffee schnell die neuesten Nachrichten aus dem Internet saugen
oder einfach seine E-Mail abfragen. Wem die nötige Ausrüstung fehlt, kann oft
entweder eine Funknetzwerk-Karte oder gleich ein Notebook inklusive Karte mieten.
Hier finden Sie eine Übersicht zu
weltweiten Hotspots, gratis und gegen Gebühr.
IP-Telefonie per WLAN
Inzwischen lässt sich ein Funknetzwerk auch zum kabellosen Telefonieren verwenden.
Dazu ist neben einer entsprechenden PC-Software und/oder einem Telefonvertrag
über Internettelefonie mit einem Service-Provider ein entsprechend ausgestattetes
WLAN-Telefon nötig. Mit diesem kann man dann in der Reichweite seines Netzwerkes
günstig telefonieren.
Besonders praktisch sind solche Telefone, die neben WLAN auch die Standardtechnik
für herkömmliche kabellose Telefonie DECT unterstützen. Mit ihnen lässt sich
ganz normal das herkömmliche Telefonnetz nutzen, bei Bedarf aber auch das Internet.
Solch ein Gerät gibt es bereits für unter 50 Euro. Es lässt sich an jeder DECT-Basisstation
anmelden. Toller Nebeneffekt: Auch unterwegs kann man es als günstigen Handyersatz
nutzen, wenn man sich in Reichweite eines öffentlichen Hotspots aufhält.
Kaufberatung IP-Telefonie
Zu den
IP-Telefonen
Bluetooth
Bluetooth wird immer wieder als Konkurrenz zu drahtlosen Netzwerken nach WiFi-Standard
bezeichnet. Dabei können beide Standards kaum miteinander konkurrieren. Denn
Bluetooth erlaubt den Datenversand nur über geringere Entfernungen als WiFi-Geräte.
Doch die Technik holt auf. Waren bis vor kurzem nur etwa zehn Meter per Bluetooth
überbrückbar, lassen sich heute Daten bereits über bis zu hundert Meter transferieren,
zumindest unter idealen Bedingungen.
Bluetooth ist aber nur für denjenigen eine Alternative zu WLAN, der sich mit
seinem PC nicht in anderen drahtlosen Netzen bewegen möchte. Denn die zuvor
beschriebenen Hotspots werden zum allergrößten Teil nach WiFi-Standard betrieben,
genauso wie der Großteil der Netze in privaten Unternehmen. Möchte man hier
drahtlos surfen, steht man mit Bluetooth auf dem Schlauch.
Ideale Geräteverbindung
Wer dies aber gar nicht vor hat und zu Hause bereits Daten drahtlos zwischen
Drucker, Digitalkamera und Handy austauscht, ist mit Bluetooth gut bedient.
So können selbst die genannten Geräte direkt in Kontakt mit dem PC treten, vorausgesetzt
auf dem PC werkeln eine entsprechende Steuerungssoftware und das Betriebsystem
Windows XP mit Service-Pack 2 oder Windows Vista.
Bedenken sollte man aber, dass Bluetooth nicht sehr fix bei der Datenübertragung
ist. Die Geschwindigkeit liegt aktuell beim aktuellen Bluetooth 2.0-Standard
mit Enhanced Data Rate (EDR) nur bei theoretischen 2,2 Megabit in der Sekunde,
respektive 700 Kilobit in der Praxis. Damit ist es noch deutlich langsamer als
die b-Technik im WLAN, zum Surfen über einen kleinen DSL-Anschluss aber immer
noch ausreichend.
Rosige Zukunft
Erst wenn die künftige Version 3.0 marktreif ist steigt die Datenrate. Dann
aber gleich auf rasante 480 Megabit pro Sekunde. Damit wäre der Standard dann
etwa genauso schnell wie die USB-2.0-Schnittstelle, die immerhin ausreichend
fix für schnelle externe Festplatten ist. Dann soll Bluetooth zudem die Verkabelung
von Hifi-Komponenten oder Fernseher und Videorekorder überflüssig machen können.
Auch PC-Komponenten ließen sich damit kabellos mit den PC verbinden, so dass
Kabelsalat der Vergangenheit angehören könnte.
Wimax
Ebenfalls drahtlos funken Geräte nach Wimax-Standard. Das Kürzel steht für Worldwide
Interoperability for Microwave Access. Es beschreibt ein Funknetz, mit dem sich
größere Distanzen als bei WLAN mit relativ hoher Geschwindigkeit überbrücken
lassen. Unter optimalen Bedingungen lassen sich Distanzen von 40 bis 50 Kilometer
überbrücken bei einem maximalen Datentransfervolumen von über 100 Megabit pro
Sekunde. Innerhalb dicht besiedelter Städte schrumpft die Distanz allerdings
auf zwei bis drei Kilometer zusammen.
Wimax ist mehr eine Ergänzung zu WLAN denn eine Konkurrenz. Es bietet sich vielmehr
für die Überbrückung der so genannten letzten Meile an, also um Häuser und Wohnungen
schnellen Internetanschluss zu bieten, ohne auf die Leitungen der Telekom zurückgreifen
zu müssen. Die Technik ist dadurch eher eine Konkurrenz zu DSL und UMTS. Sie
ist nicht kompatibel zu WLAN, wenngleich entsprechende Netzwerkkarten in der
Regel auch WLAN-Technik mit an Bord haben, so dass sich beide Standards, je
nach Verfügbarkeit, nutzen lassen.
Bisher ist Wimax noch nicht sehr verbreitet. Der Prozessorhersteller Intel möchte
das jedoch ändern, in dem er die Technik künftig in seine Centrino-Prozessoren
integriert. Auf diesem Wege hat man bereits erfolgreich die Verbreitung der
WLAN-Technik angekurbelt.
Konfigurationsbeispiele
Hier nun fünf Beispiele für kleine Funknetze auf WiFi-Basis, ausgehend von den
günstigsten Anschaffungskosten. Dabei kann es auch Sinn machen, einen Accesspoint
oder Gateway einzusetzen, wenn nur zwei Geräte Daten austauschen sollen. Da
die theoretische Reichweite dann nämlich zwischen PC und Accesspoint gilt, können
beide Computer doppelt so weit voneinander entfernt sein.
| Ausstattung |
Ausrüstung |
Kosten |
| 2 Notebooks |
2 PC-Cards |
0 bis ca. 30 € (kostenlos bei 2-mal Centrino/Turion) |
| Notebook + PC |
PC-Card + PCI-Adaper |
ab ca. 35 € |
| Notebook + PC |
2 USB-Sticks |
ab ca. 40 € |
| 1 PC |
Kabelloser Router |
ab ca. 55 € |
| 2 Notebooks + PC |
3 PC-Cards +PCI-Adapter + Accesspoint oder Gateway |
ab ca. 85 € |
Weitere Preise entnehmen Sie bitte unserer Produktliste
zu den Funknetzwerken.
Buchtipps
Mehr Informationen zum Thema drahtlose Netzwerke finden Sie in
diesen Fachbüchern.
| | | Hallo, ich habe ein Notebook HP6900 (Vista) und komme mit dem integrierten WLAN-Adapter nicht ins N...
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| | | | Liebe Foren-Leser und Technikbegeisterte , i...
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| | | | Meist haben Notebooks eine kleine Taste, mit der WLAN aktiviert oder deaktiviert werden kann. Wenn e...
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