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1. Wie aus dem Labor
2. Leistungsgewichtung
3. Optimale Druckqualität
4. Die Anzahl der Farben
5. Drucken ohne PC
6. Pictbridge
7. Unterwegs drucken
8. Alternative Farblaser?
9. Verbrauchskosten
10. Tipps und Tricks
11. Fazit
Zu den Fotodruckern
Wie aus dem Labor
"Ritsch, Ratsch, Klick", war vor vielen Jahren eine bekannte Werbebotschaft
für die Einführung kleiner Kompaktkameras. Heute im Zeitalter der Digitalfotografie
ist man geneigt ein "und Druck" hinten dran zu setzen. Denn wer seine Bilder
schon am Display und PC betrachten kann, will häufig nicht lange auf die Entwicklung
eines Labors warten, sondern fix selber drucken.
Mit aktuellen Fotodruckern ist das kein Problem. Spitzengeräte bieten eine solch
hohe Qualität, dass das Ergebnis nicht mehr vom Laborabzug zu unterscheiden
ist. Binnen Minuten nach dem Klick des Auslösers kann man nun das Bild in den
Händen halten und Freunden und Verwandten zeigen. Mit einem portablen Fotodrucker
kann man gar vom Urlaubsort tolle Schnappschüsse als Postkarte verschicken,
Sofortbildkamera ade!
Wer sich solch einen Spezialdrucker zulegen möchte, sollte einiges beachten,
damit er den Kauf später nicht bereut. Wie Sie Ihr Geld richtig anlegen, erfahren
Sie in den folgenden Kapiteln. (pr)
Leistungsgewichtung
Ein Fotodrucker ist ein Spezialist, der sein ganzes Können für die Ausgabe guter
Fotos aufbietet. Texte können die Geräte zwar auch zu Papier bringen, doch meist
nur in mittelmäßiger Qualität und deutlich schlechter und auch langsamer als
Standarddrucker. Grund: die verwendete Fototinte ist häufig ohne Pigmente, was
zu leichtem Verlaufen der Farben führt. Das ist für den Fotodruck gewollt, führt
bei Texten aber zum Ausfransen der Buchstaben. Zwar gibt es pigmentierte Farben
als Extra für optimalen Textdruck, doch muss man dann den Patronenjockey spielen
und vor jedem Druckvorgang die Patronen wechseln. Das ist nicht nur lästig,
sondern birgt auch die Gefahr, dass es zur Schmiererei auf dem Schreibtisch
kommt.
Besonderes Augenmerk sollte die Druckgeschwindigkeit bekommen. Fotodrucker sind
ohnehin langsamer als andere Tintenstrahler, so dass man die Wartezeit nicht
auch noch zusätzlich mit einer lahmen Ente in die Länge ziehen muss. Trödler
genehmigen sich nämlich schon mal eine knappe halbe Stunde für den Druck einer
DIN-A4-Seite. Top-Geräte brauchen für den gleichen Job nicht einmal zehn Minuten.
Vorsichtig sollte man in diesem Zusammenhang mit den Herstellerangaben für die
Druckzeit sein. Um die Wartezeit zu kaschieren, bezieht sich die Angabe häufig
auf kleinformatige Bilder oder sogar nur auf den Ausdruck von Textseiten. Für
die Ausgabe von DIN-A4-großen Bildern muss man fast immer mit knapp zehn bis
etwa zwanzig Minuten rechnen, manchmal ist die Wartezeit auch länger
Neben der Geschwindigkeit spielen die Verbrauchskosten eine nicht zu unterschätzende
Rolle. Vor der Kaufentscheidung für einen Drucker, sollte man deshalb die Preise
für Ersatztinte und Fotopapier des Herstellers kontrollieren. Je nach Druckermodell
kann nämlich der Seitenpreis, zusammengesetzt aus Tintenverbrauch und Papierkosten,
drastisch variieren.
Kaufentscheidend kann auch die Fähigkeit sein, das Papier bis an den Rand bedrucken
zu können. So bekommt man einfach mehr Bild aufs Blatt. Beispielsweise lässt
sich ein Einzelfoto größer ausgeben oder mehr Bilder auf dem Papier unterbringen.
Das spart Papierkosten. Besonders praktisch: einige Drucker verfügen über eine
Fotopapierrolle, die sie bis zu den Rändern bedrucken und am Ende selbsttätig
abschneiden. Besser lässt sich der Papiervorrat nicht ausnutzen.
Optimale Druckqualität
Wer sich einen Fotodrucker zulegt, möchte optimale Druckqualität erzielen. Das
ist meist nur mit Originaltinte und Originalpapier des jeweiligen Druckerherstellers
möglich, der sein Gerät auf diese beiden Produkte optimiert hat. Wer Geld sparen
möchte und zu günstiger Ersatztinte oder fremdem Papier greift, muss oft mit
Einbußen bei der Bildqualität rechnen.
Glossy-Papier eines Fremdherstellers ist aber immer noch guten Gewissens dem
normalen Papier vorzuziehen. Denn mit dem lässt sich wenig Farbbrillanz, Leuchtkraft
und räumliche Tiefe erzielen.
Um mit jedem Papier das bestmögliche Ergebnis zu erzielen und falsche Einstellungen
im Druckdialog zu vermeiden, bieten sich Drucker an, die mittels Sensor das
eingelegte Papier erkennen und sich selbständig optimal darauf einstellen, ein
besonderer Vorteil wenn man Papier von Drittherstellern verwendet.
Noch bessere Bilder als mit Tintestrahlern lassen sich mit Thermosublimationsdruckern
erzielen. Ihre Bilder lassen sich nicht mehr vom Laborabzug unterscheiden. Nachteil
allerdings: Drucker und Ersatzfarben sind teurer als bei der Tintenstrahltechnik
und damit auch die Ausdrucke. Wir beziehen uns hier daher ausschließlich auf
Tintenstrahldrucker.
Die Anzahl der Farben
Bei Fotodruckern findet man häufig Geräte, die mehr als die üblichen vier Farben
Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz bieten. Sie haben zwei - einige auch mehr -
weitere Patronen an Bord: light Cyan (ein helles Blau) und light Magenta (ein
helles Rot). Mit diesen Zusatzfarben können sie leichte Farbunterschiede und
Farbübergänge besser drucken, so dass die Bilder sehr viel realistischer Wirken.
Besonders Hautfarbtöne wirken dadurch sehr viel natürlicher.
Drucken ohne PC
Es gibt eine ganze Reihe Drucker, die auch ohne den PC Fotos drucken können.
Dazu besitzen sie entweder einen oder mehrere Aufnahmeslots für Speicherkarten
oder eine Anschlussmöglichkeit für eine Digitalkamera. Schön ist, wenn der Drucker
dann über ein Display verfügt, über das man die Bilder betrachten kann, damit
man auch das richtige Foto ausdruckt.
Mindestens als Extra sollte man solch einen Bildschirm bekommen können. Lässt
sich die Digicam anschließen, kann man auch auf deren Display zurückgreifen.
Fehlt der Schirm und auch der Kameraanschluss, wird das Drucken zum Blindflug
und hat möglicherweise etliche Fehldrucke zur Folge. Darüber hinaus sollte man
nicht vergessen, dass ein kleines Display nur einen Eindruck vom Bild wiedergibt
und nicht mit dem PC-Monitor konkurrieren kann. Ebenfalls ist die Bearbeitung
des Bildes nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Auch dadurch besteht das
Risiko, dass man mit dem Druckergebnis nicht zufrieden ist. Mitunter kann auch
die Druckzeit direkt von der Karte länger sein als vom PC. Grund: das Auslesen
der Karte verzögert das Drucken.
Kontrollieren Sie auf jeden Fall, dass sich genau Ihr Kameramodell, also Typen
Ihres Herstellers an den Drucker anschließen lassen. Denn häufig akzeptieren
die Drucker nur Cams aus dem Haus, aus dem sie selbst stammen. Die Anzahl unterschiedlicher
Speicherkartenslots ist ebenfalls wichtig, je mehr desto besser. So steht man
nicht auf dem Schlauch, wenn man eine neue Digicam kauft oder Bilder eines Freundes
mit anderem Kartentyp drucken möchte.
Pictbridge
Im vorherigen Kapitel klang es schon an: PC unabhängige Drucklösungen waren
bislang stets eine geschlossene Lösung. Die Geräte verschiedener Hersteller
konnten nicht miteinander kommunizieren, da jeder auf seine eigene Technik setzte.
Inzwischen haben sich aber viele große Druckerhersteller zu einem Konsortium
zusammengeschlossen und einen gemeinsamen Standard erkoren: Pictbridge.
Mit Pictbridge ist es endlich möglich, Kameras und Drucker unterschiedlicher
Hersteller per USB-Kabel direkt zu verbinden und zur Übertragung und zum Ausdruck
der Bilder zu bewegen. Damit das aber klappt, müssen beide Geräte die Technik
unterstützen.
Pictbridge sieht vor, dass es mindestens möglich ist, ein Bild pro Auftrag zu
drucken. Oft bieten die Hersteller aber mehr als dieses Mindestmaß. So lassen
sich beispielsweise, mehrere Bilder pro Auftrag drucken, Indexe erstellen, der
Ausdruck auf einen Bildausschnitt begrenzen und anderes.
Wer also unterwegs oder zuhause Bilder ohne PC drucken möchte und nicht auf
einen Hersteller festgelegt sein will, sollte Kamera und Drucker wählen, die
Pictbridge unterstützen.
Unterwegs drucken
Ebenfalls ohne PC kann man mit kleinen portablen Geräten drucken. Nicht viel
größer als ein CD-Walkman finden sie in vielen Taschen Platz. Sind sie mit kräftigem
Akku ausgestattet, kann man überall Bilder ausdrucken. So wird die Digicam zur
Sofortbildkamera. Besonders schön ist das im Urlaub. Denn so kann man schnell
die schönsten Schnappschüsse zu Papier bringen und den zu Hause Gebliebenen
als ganz persönliche Postkarte schicken.
Auch hier gilt das zuvor Gesagte: je mehr unterschiedliche Speicherkarten der
Drucker aufnimmt, desto besser. Auch der Anschluss zur Kamera muss stimmen.
Zu beachten gibt es weiterhin, dass aufgrund der geringen Gehäusegröße nur kleine
Ausdrucke möglich sind. So schaffen die meisten Drucker kaum mehr als 10 mal
15 Zentimeter große Bilder. Besonders kleine Drucker schaffen zuweilen auch
nicht mehr als fünf mal acht Zentimeter. Hier stellt sich dann schon die Frage,
ob solch eine Anschaffung noch sinnvoll ist. Immerhin sind die Bilder nur etwa
so groß wie die Front einer Zigarettenschachtel.
Übrigens, es ist besser, wenn man immer eine Reservepackung Papier in der Tasche
hat, denn ins kleine Gehäuse der Portablen passt meist nicht viel Papier hinein.
Alternative Farblaser?
Durch die stark gesunkenen Preise von Farblaserdruckern beginnt mancher über
den Kauf solch eines Druckers nachzudenken. Immerhin verspricht diese Drucktechnologie
günstige Ausdrucke, auch auf Billigpapieren, sowie gestochen scharfen Text.
Kann man da nicht auch günstige und gute Fotoausdrucke erwarten?
Jein! Ein Farblaserdrucker druckt genau wie ein Schwarz/Weiß-Laserdrucker viele
kleine Punkte auf das Papier, die er nicht vermischen kann. Dadurch kann er
nur versuchen, durch geschickte Farbkombinationen das Auge zu täuschen und einen
Farbeffekt zu simulieren. Selbst bei Farblaserdruckern mit hoher Auflösung ist
dieses Punktraster noch sichtbar und stört das Bild. Zudem fehlt es den Ausdrucken
an Farbtiefe und Brillanz.
Ein Farblaser kann Fotos somit nur in befriedigender bis guter Qualität aufs
Papier bannen und ist (noch) keine Alternative für Fotodrucker, die mit Tinte
oder Thermotransferverfahren arbeiten.
Weitere Informationen zu Farblaserdruckern finden Sie in der Kaufberatung
Drucker.
Verbrauchskosten
Die Verbrauchskosten sind bei Fotodruckern deutlich höher als bei Standardgeräten.
Sie sind stets auf das teure Glossy-Papier angewiesen und bedrucken meist die
gesamte Papierfläche. Da machen die Patronen folglich nach weniger bedruckten
Blättern schlapp. Hinzu kommt, dass die Tinte häufig teurer ist, gerade wenn
es sich um lichtbeständige Farbe handelt.
Vorteilhaft und Kosten sparend ist daher, wenn jede Farbe in einem Extratank
sitzt, der sich einzeln austauschen lässt. So muss man nicht halbvolle Kartuschen
austauschen, nur weil eine Farbe leer ist. Günstig ist auch, wenn Druckkopf
und Kartusche getrennt sind. Das erspart einem, bei jedem Patronenwechsel den
Druckkopf mitbezahlen zu müssen.
Wie bereits weiter oben angesprochen, sollte man nicht versuchen Geld zu sparen,
indem man auf billige Ersatztinte und No-Name-Papier von Drittherstellern zurückgreift.
Darunter leidet die Druckqualität, leider. Somit muss man etwa für einen ganzseitigen
DIN-A4-Ausdruck je nach Drucker zwischen einem und zwei Euro einkalkulieren.
Bei besonders verschwenderischen Druckern kann der Seitenpreis auch schon mal
auf 2,50 Euro pro Seite klettern.
Tipps und Tricks
Der vermeintlich günstige Druck auf billigem Normalpapier, ist teurer als mancher
denkt. Grund: Normalpapier saugt sich stark mit Farbe voll, was dazu führt,
dass die teuren Farbpatronen schneller verbraucht sind als bei Verwendung von
Glossy-Papier. Testdrucke sollte man daher besser auf billigem No-Name-Glossy-Papier
aus dem Angebot drucken. Da wird nicht nur das Bild besser als auf Kopierpapier,
man spart auch noch Tinte, so dass man im Endeffekt mit dieser Lösung günstiger
druckt.
Lassen Sie die Pausen zwischen den einzelnen Ausdrucken nicht zu groß werden.
Dann besteht die Gefahr, dass die Tinte eintrocknet und eine oder mehrere neue
Patronen angeschafft werden müssen. Da ist es billiger hin und wieder mal "unnötig"
zu drucken, um der Verstopfung vorzubeugen. Wie groß die Abstände sein dürfen
ist von Drucker zu Drucker unterschiedlich. Spätestens wenn eine Düse Anzeichen
von Verkleben hat, war die Zeit schon zu lang. Solche ersten Anzeichen lassen
sich glücklicherweise meist mit dem zum Drucker gehörenden Dienstprogramm mittels
des Selbstreinigungsbefehls ausmerzen. Wer auf der sicheren Seite sein will,
sollte mindestens ein Mal im Monat, besser alle zwei Wochen, den Drucker benutzen.
Wer zu Hause ein kleines Netzwerk betreibt, sollte zusehen, ob er einen netzwerkfähigen
Drucker findet. Dieser ließe sich ins Netz integrieren und könnte von allen
angeschlossenen PC gemeinsam genutzt werden. Das gilt auch für ein Notebook,
das drahtlos Kontakt zum Netzwerk hat.
Die Ausdrucke von Fotodruckern haben gegenüber Laborabzügen einen entscheidenden
Nachteil: sie sind anfällig für Verbleichen durch die UV-Bestrahlung des Tageslichts.
Manche Hersteller bieten deshalb besondere Tinte hat, die dem Verbleichen entgegen
wirken soll. Leider halten diese Tinten das Versprechen nicht immer. Daher empfiehlt
es sich, die Fotos mit einem Fixierspray zu besprühen. Es schützt die Bilder
vor dem Verblassen sowie vor Fingerabdrücken und Abrieb durch spitze Gegenstände.
Tipp: wem das Fixierspray zu teuer ist, sollte es mit normalem Haarspray versuchen.
Auch das hat eine gewisse Schutzwirkung gegen UV-Licht und schützt ebenfalls
vor fettigen Fingerabdrücken.
Fazit
Ein Fotodrucker ist für alle interessant, die häufig Bilder drucken und unabhängig
vom Fotolabor sein wollen. Zwar liegen die Kosten des eigenen Drucks häufig
über den Kosten für ein Labor. Dafür ist man aber freier bei der Formatwahl
und erspart sich die Wartezeit für die Entwicklung.
Aufgrund der relativ hohen Druckkosten, sollte man den Fotodrucker nur als Zweitgerät
einsetzen und für die Alltagsjobs den alten Drucker weiterverwenden oder ein
zweites Gerät anschaffen. Informationen für die Auswahl des richtigen Gerätes
finden Sie in unserer Kaufberatung
Drucker.
Buchtipps
Weitere Informationen rund ums Thema Drucken finden Sie in unserer Bücherecke.
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