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Direkt zu den Faxgeräten
1. In die Ferne kopieren
2. Thermopapier
3. Normalpapier
4. Laser, Tinte oder Thermotransfer
5. Übertragungsgeschwindigkeit
6. Alternative: Kombigeräte
7. Wichtige Ausstattung
8. Praktische Zusatzfeatures
9. Tipps
In die Ferne kopieren
Selbst zu Zeiten mobiler
Kommunikation per Handy, PDA und Notebook oder auch dem Onlineversand per Internet,
haben Faxgeräte ihre Daseinsberechtigung. Denn noch schafft es kein anderes
Medium so leicht und schnell Dokumente von einem Ort zum anderen zu schicken.
Obendrein gilt das Faxen als besonders sichere Form der Datenübermittlung.
Das Abhören der Leitung und Abfangen eines Fax ist deutlich schwieriger,
als an online versendete Unterlagen zu kommen. Obendrein ist kein Internetanschluss,
sondern lediglich eine einfache Telefonleitung nötig, um Papiere in die
Ferne zu kopieren. (pr)
Wer ein Faxgerät
kaufen möchte, sollte sich zuvor ein wenig informieren. Denn unterschiedliche
Techniken stehen zur Verfügung. Wie fast überall ist die Preisspanne
zwischen den Geräten relativ groß. Sie reicht von etwas über
hundert Euro bis weit über tausend.
Damit Sie genau das
Gerät finden, das Ihren persönlichen Bedürfnissen entspricht,
wiegen wir in dieser Kaufberatung die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen
Geräteformen gegeneinander auf. (pr)
Thermopapier
Den günstigen Einstieg ins Faxgeschäft bietet das Thermopapierfax. Schon für etwa hundert Euro kann man Geräte bekommen, die aus Faxeinheit und Telefon bestehen. Diese Gattung bezeichnet man als Kombifax. Allerdings haben Sie einen entscheidenden Nachteil: das Papier.
Statt auf Normalpier setzt man hier auf dünnes aufgerolltes Thermopapier. Da es sehr dünn ist, reißt es leicht. Die Gefahr besteht erst recht, wenn die Geräte die Papiere nicht automatisch beim Empfang zerschneiden. Gleichzeitig lässt es sich nur schwer abheften und der Text verbleicht sehr schnell. Selbst der günstige Seitenpreis kann die gravierenden Nachteile nicht wettmachen.
So kann man trotz des oft interessanten Preises nicht guten Gewissens zu diesen Geräten raten, besonders da günstige Normalpapierfaxe inzwischen in ähnlich tiefe Preisregionen vordringen.
Normalpapier
Sehr viel komfortabler
sind Normalpapierfaxe, die man einfach mit handelsüblichen Kopier- oder
Schreibmaschinenpapier füttern kann. In der Regel wird dieses von außen
in einen Schacht geführt oder in eine Papierkassette gelegt. Fummeliges
Öffnen des Faxgerätes, wie für das Thermopapier nötig, entfällt.
Hinzu kommen die eindeutigen Vorteile des Normalpapiers: die Gefahr eines Zerreißens
besteht nicht, es lässt sich ideal abheften und auch die Schrift verbleicht
nicht so schnell, ganz gleich mit welchem Verfahren das Papier bedruckt wird.
Inzwischen ist auch
der Einstieg in die Normalpapierklasse nicht mehr so teuer. Einstiegsgeräte
kommen dem Preisniveau der Thermopapierfaxe gefährlich nah. Mit etwas über
hundert Euro sind sie auch für jedermann erschwinglich.
Laser, Tinte oder
Thermotransfer
Neben der Ausstattung
ist der Hauptunterschied der einzelnen Normalpapierfaxe die verwendete Drucktechnik.
Die günstigsten Geräte drucken mit dem Thermotransferverfahren, nicht
zu verwechseln mit Thermopapierfaxen. Die Tinte für den Druck liefert ein
Inkfilm, der auf einer Rolle aufgerollt ist. Er reicht für eine feste Anzahl
Drucke, unabhängig davon wie viel Text oder Grafiken sich auf einer Seite
befinden. Ist der Film verbraucht, kann man die Rolle leicht gegen eine neue
tauschen.
Faxgeräte, die
dieses Verfahren verwenden, sind besonders für Privathaushalte interessant,
die nicht in großem Umfang faxen. Auch wenn längere Zeit kein Dokument
ausgedruckt wird, besteht keine Gefahr, dass die Tinte eintrocknet und so der
Inkfilm unbrauchbar wird. Hinzu kommt die kleine kompakte Bauweise vieler Geräte,
die nicht gleich einen eigenen Tisch für sich beanspruchen. Weiteres Plus
ist der relativ niedrige Seitenpreis, der je nach Inkfilm zwischen zwei und
drei Cent pro Seite beträgt.
Faxgeräte mit
Tintenstrahltechnik bieten eine etwas bessere Druckqualität und auch höhere
Druckgeschwindigkeit als solche mit Thermotransferdruck, was man aber mit einem
höheren durchschnittlichen Seitenpreis von etwa sechs Cent bezahlt. Genau
berechnen lässt sich dieser Wert allerdings nicht, da der Tintenverbrauch
schwankt. Die Angaben der Tintenhersteller über die erreichbare Seitenzahl
einer Patrone gehen davon aus, dass eine Seite im Schnitt nur zu drei Prozent
bedruckt ist. So wirken die Patronen leistungsfähiger als sie in Wirklichkeit
sind.
Die meisten Anwender
werden wohl einen doppelt so hohen Wert erreichen. Wer häufig Grafiken
und Bilder gefaxt bekommt, ist noch schneller mit der Tinte am Ende. Weiterer
Grund für den höheren Seitenpreis: die Tinte kostet mehr als ein Inkfilm.
Wer ein Tintenfax wählt, sollte aber halbwegs regelmäßig Dokumente
empfangen, da bei längerer Nichtbenutzung die Gefahr besteht, dass die
Tinte eintrocknet.
Die beste Druckqualität
und den schnellsten Ausdruck versprechen Laserfaxgeräte. Gleichzeitig ist
hier die Gefahr des Verblassens oder Verwischens des Textes am geringsten. Somit
bietet sich ein Laserfax für den Büroeinsatz an, wo viel gefaxt wird
und Briefe, Rechnungen und anderes mitunter lange aufbewahrt werden muss. Für
diese Faxe spricht auch der günstige Seitenpreis: nur ein bis zwei Cent
muss man pro Seite veranschlagen.
Dem gegenüber
steht ein recht hoher Anschaffungspreis, der normalerweise über denen der
Thermotransfer- und Tintenfaxe steht. Auch der Toner ist teurer als die Tinten,
reicht dafür aber sehr viel länger.
Hier nun eine kleine
Entscheidungshilfe:
|
Thermotransfer |
Tinte |
Laser |
| Privatanwender |
|
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| Kleinbüro |
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|
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| Großbüro |
|
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Übertragungsgeschwindigkeit
Lange Zeit waren bei
der Übertragungsgeschwindigkeit 9600 Baud Standard und viele Geräte
beherrschen immer noch keine fixere Übertragung. Standard sind aber mittlerweile
14400 Baud in der Sekunde. Besonders schnelle Faxgeräte können Dokumente
sogar mit 33600 Baud pro Sekunde übertragen. Das spart Telefongebühren,
was besonders wichtig bei teueren Auslandsverbindungen ist.
Doch ein schnelleres
Fax alleine reicht nicht, wenn auf der Gegenseite ein lahmer Empfänger
steht. Denn die Gegenseite bestimmt die Übertragungsgeschwindigkeit mit.
Kann sie nicht schneller als 9600 Baud, wird das Dokument eben langsam übertragen.
Da zurzeit Faxe mit 9600 und 14400 Baud am weitesten verbreitet sind, müssen
die schnellen Flitzer häufig einige Gänge runterschalten.
Trotzdem sollte man
sie nicht verachten, denn sie sind zum einen eine Investition für morgen
und sparen bereits heute Zeit und Geld, wenn man auf eine schnelle Gegenstelle
trifft. Besonders wenn man regelmäßig an wiederkehrende Partner sendet,
die auch bereits über ein Highspeed-Fax verfügen, macht die Anschaffung
Sinn und die höheren Anschaffungskosten hat man schnell durch eingesparte
Telefongebühren wieder erwirtschaftet.
Alternative: Kombigeräte
Interessant für
Privatanwender wie für kleine Büros sind Kombigeräte, die Fax,
Drucker und Scanner in einem Gehäuse vereinen. Dort lassen sich Dokumente
vom PC ausdrucken oder über den Scanner einlesen und obendrein auch noch
Faxe versenden und empfangen. Hinzu kommt, dass diese Alleskönner auch
noch in Farbe arbeiten, zumindest wenn sie auf Tintenstrahltechnik basieren.
Damit haben sie gegenüber reinen Faxgeräten einen Vorteil. Allerdings
ist der farbige Faxempfang nur dann möglich, wenn auch die Gegenseite farbig
faxt.
Die Kombis gibt es
in unterschiedlichen Varianten, angefangen vom einfachen Tintendrucksystem mit
wenig Zusatzausstattung bis hin zum voll ausgestatteten Laserprofi. Neben Ausstattung
und Druckqualität besteht ein großer Unterschied in der Scanfunktion.
Einige Geräte besitzen einen Einzugsscanner, der einzelne Blätter
einliest und andere eine Auflage, wie man sie vom Flachbettscanner oder Kopierer
kennt.
Kombis mit Einzugsscanner
sind billiger, haben aber die Einschränkung, nur einzelne Seiten einlesen
zu können. Zeitschriften oder Bücher lassen sich dort nicht einführen.
Man müsste die entsprechende Seite herausreißen. Auch mit dünnem
Zeitungspapier oder kleinen Vorlagen haben diese Scanner Probleme. Wer regelmäßig
scannen möchte, sollte besser zu einem Gerät mit Auflagescanner greifen.
Höchste Druckqualität
und Schnelligkeit bietet die Lasertechnik. Allerdings verzichtet man dort auf
die Möglichkeit in Farbe zu drucken, zumindest wenn das Budget begrenzt
ist, denn für ein Kombigerät mit Farblaser sind schon einige tausend
Euro fällig. Laserkombis, ob nun mit Schwarzweiß- oder Farbfunktion,
sind in erster Linie für den Büroeinsatz interessant, wo es auf Schnelligkeit
und günstige Seitenpreise ankommt.
Nachteil der Kombis:
fällt eine Komponente aus und muss in die Werkstatt, muss man gleich auf
alle drei Funktionen verzichten. Hinzu kommt, dass man besonders im unteren
Preissegment mit Kompromissen leben muss, denn vergleichbare Einzelkomponenten
bieten häufig mehr Leistung und Ausstattung. Doch die Kombis holen auf.
Direkt zu den Kombigeräten
Wichtige Ausstattung
Hat man sich für
eine Technik entschieden, spielt die Ausstattung eine wichtige Rolle. Eine Faxweiche
sollte heutzutage selbstverständlich sein. Sie erkennt, ob es sich beim
eingehenden Anruf um ein Fax oder ein Gespräch handelt. Ist es ein Fax,
übernimmt es den Empfang, bei einem Gespräch lässt es dieses
zum Telefon passieren. Man braucht somit nicht zu fürchten, den Hörer
in die Hand zu nehmen und nur schräges Fiepen zu hören.
Ebenfalls zum Standard
gehört eine Wahlwiederholung, mindestens per Tastendruck, besser noch automatisch.
Das heißt, das Faxgerät wählt solange automatisch die Empfängernummer
bis der Anschluss frei ist und das Dokument erfolgreich versendet werden konnte.
Auch die Wahlvorbereitung
sollte nicht fehlen. Sie gestattet es, erst die Nummer zu wählen und danach
das Dokument einzulegen. Da bei den meisten Faxgeräten das Papier mit der
Schrift nach unten eingelegt wird, müsste man andernfalls stets die Nummer
gesondert notieren um sie eingeben zu können.
Genauso sollte ein
Telefonbuch integriert sein, das die wichtigsten Empfängernummern speichert
und per Kurzwahl aufrufen kann. Auch das Nachwahlfeature ist sehr praktisch.
Es gestattet eine Sparvorwahl per einmaligem Tastendruck aus dem Speicher zu
laden und anschließend die manuelle Eingabe der Empfängernummer oder
das Aufrufen eines Telefonbucheintrags.
Speicher sollte auch
für eingehende Faxe vorhanden sein, damit wichtige Dokumente auch dann
empfangen werden, wenn gerade einmal kein Papier im Gerät ist. Für
20 Seiten sollte der Speicher mindestens reichen, besser ist, er kann mehr aufnehmen.
Der Papiereinzug sollte mehre Blätter schlucken und einzeln verarbeiten
können. Wer möchte schon bei einem mehrseitigen Dokument alle Blätter
einzeln einlegen?
Wichtig ist auch die
Faxabruffunktion, das so genannte Polling. Es gestattet Faxgeräte anzuwählen
und dazu zu veranlassen, bestimmte Dokumente an das eigene Gerät zu senden.
Ein Service, den viele Firmen und auch Fernsehsender anbieten.
Da das Fax im Dauerbetrieb
arbeitet, also ständig bereit ist Dokumente zu empfangen, ist ein niedriger
Stromverbrauch sehr wichtig. Denn selbst wenige Watt läppern sich im Laufe
eines Jahres zu einigen Kilowatt. Ein Gerät mit zehn Watt Stromaufnahme
verschlingt in einem Jahr knapp 88 Kilowatt, ein Fax mit zwei Watt Verbrauch
bringt es dagegen nur auf 17,5 Kilowatt.
Den Jahresverbrauch
können Sie ganz leicht ermitteln. Multiplizieren Sie die Wattangabe mit
24, um den Tagesverbrauch zu erhalten. Diesen Wert multiplizieren Sie dann mit
365 und erhalten so den Jahresverbrauch. Wenn Sie wollen, gehen Sie noch einen
Schritt weiter und rechnen diesen Wert anhand ihrer Stromrechnung in Euro und
Cent um.
Praktische Zusatzfeatures
Neben den genannten
Standardfeatures, kann weitere Zusatzausstattung die Bedienung weiter versüßen.
Wer mit dem Fax auch telefonieren möchte, wird sich sicher über eine
Freisprecheinrichtung freuen. So kann man sich frei im Raum bewegen, denn ein
klobiges Gehäuse wird man wohl kaum herumtragen wollen.
Auch ein integrierter
Anrufbeantworter ist vorteilhaft. Man spart ein weiteres Gerät und benötigt
somit auch weniger Anschlüsse an der Telefondose. Sparen lässt sich
auch bei den Telefongebühren, wenn zeitversetztes Senden unterstützt
wird. Dann kann man das Fax veranlassen, gespeicherte Dokumente zu einer bestimmten
Zeit zu versenden, zum Beispiel nachts, wenn die Gebühren besonders niedrig
sind.
Wer häufig Grafiken
und Fotos empfängt, sollte auf Graustufendarstellung achten. Je mehr unterschiedliche
Grautöne ein Fax drucken kann, desto detaillierter werden die Bilder. Bei
Schwarzweiß-Druck, der bei einfachen Geräten Standard ist, kann man
meist nichts auf den Bildern erkennen.
Möchte man das
Fax auch als Kopierer verwenden, sollte es über ausreichend Komfort verfügen.
Praktisch ist beispielsweise das Sortieren von Mehrfachkopien oder die Möglichkeit
der Vergrößerung, respektive Verkleinerung der Darstellung.
Für alle, die
über mehr als ein Fax verfügen, oder häufig den Standort wechseln
ist die Möglichkeit der Weiterleitung zu einem anderen Faxgerät interessant.
Sie stellt sicher, dass man nie den Empfang eines wichtigen Dokumentes verpasst.
Tipps
Damit nicht ein vermeintliches
Schnäppchen sich im Nachhinein als teuer entpuppt, ist es ratsam schon
vor dem Kauf die Folgekosten zu recherchieren. Relativ leicht sind diese bei
Thermotransferdruckern abzuschätzen, da man sich auf die angegebene Seitenanzahl
für die möglichen Drucke verlassen. So teilt man einfach Anschaffungspreis
durch Seitenzahl und bekommt somit den Preis pro Seite.
Etwas schwieriger
ist das bei Tinten- und Laserfaxen. Bei ihnen schwankt der Verbrauch pro Seite,
so dass man die Seitenpreise nur schätzen kann. Als Richtwert kann man
die angegebenen Seitenzahlen der Hersteller halbieren und den Anschaffungspreis
dann durch diesen Wert teilen. Zwar bleibt das Ergebnis ungenau, doch man kann
leicht günstige von teuren Lösungen unterscheiden.
Eine Möglichkeit
bei Tintenfaxen Geld zu sparen, ist die Patronen selbst nachzufüllen oder
wiederbefüllte Patronen zu kaufen. Allerdings muss man häufig mit
schlechterer Druckqualität rechnen. Wer selbst befüllt nimmt die Gefahr
einer Schmiererei in Kauf. Läuft solch eine Patrone im Faxgerät aus,
greift auch die Garantie nicht mehr.
Buchtipps
Weitere Informationen zum Thema Fax finden Sie in diesen Fachbüchern.
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