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1. Futter für den Brenner
3. Allgemeine Hinweise
4. Einfach- oder mehrfach beschreibbar
5. Markenware oder No-Name?
6. Auf den Hersteller hören
6. Besser mit aktueller Firmware
7. Unterschiede Plus und Minus
8. Wie erkennt man minderwertige Rohlinge?
9. Tipps und Tricks
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zu den DVD-Rohlingen
Futter für den Brenner
Womit füttern Sie Ihren DVD-Brenner? Greifen Sie lieber zu Markenware oder billigen No-Name-Rohlingen?
Mal so, mal so vielleicht? Je nachdem, welche Gelegenheit sich gerade bietet und wie es auf dem Konto
aussieht? So machen's viele und das ist verständlich, schließlich möchte man nicht unnötig viel Geld
ausgeben.
Problematisch ist dabei nur, dass man allzu viel Rücksicht aufs Portmonee nimmt und die Sicherheit der
Daten vernachlässigt. Denn DVD-Rohlinge unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch in der
Qualität. Da sie empfindlicher als CD-Rohlinge sind und gleichzeitig ein Vielfaches an Daten speichern,
sollte man bei der Rohlingsauswahl doppelt vorsichtig sein, denn im Extremfall droht zigfacher Datenverlust.
Auch wenn man vor Datenverlust nie ganz sicher sein kann, kann man doch einiges tun, um das Risiko zu
reduzieren. Wer überlegt wählt, kann Ärger vermeiden. Worauf Sie beim Kauf Ihrer Rohlinge achten sollten,
erfahren Sie in den folgenden Kapiteln. (pr)
Allgemeine Hinweise
Vieles, was wir für den Kauf und die Behandlung von CD-Rohlingen bereits geschrieben haben, trifft auch für
DVD-Rohlinge zu. So ist beispielsweise eine gute Verpackung unabdingbar, wenn man wichtige Daten für lange
Zeit sicher aufbewahren möchte. Genauso sollte vorsichtiges Hantieren selbstverständlich sein; unnötiges Berühren
des Datenträgers sollte man genauso vermeiden wie große Temperaturschwankungen. Worauf Sie im Einzelnen achten
sollten Erfahren Sie in den Kapiteln Verpackung und Tipps und Tricks der CD-Rohling-Kaufberatung.
Einfach- oder mehrfach beschreibbar
Auch bei DVD-Rohlingen stellt sich die Frage, soll man auf einmal beschreibbare Ware setzen oder auf wiederbeschreibbare?
Wiederbeschreibbare Rohlinge haben den Vorteil, dass man alte Daten, die man nicht mehr braucht einfach löschen und die
DVD wie einen neuen Rohling mit weiteren Daten beschreiben kann. Das klappt sogar bis zu 1000 Mal. Somit ist der
Preisaufschlag, der meist zwischen 50 und 100 Prozent liegt, relativ gering.
Allerdings haben bereits mehrere Testlabore unabhängig voneinander festgestellt, dass wiederbeschreibbare Medien
qualitativ schlechter werden, je öfter man sie mit neuen Daten füllt. So steigt die Fehlerrate mitunter rapide an.
Wer wichtige Daten auf DVDs sichern möchte, fährt somit besser, wenn er auf einmal beschreibbare Medien setzt.
Wer nur unsensible Daten speichert und mit seinen Medien bisher keine Probleme hatte, kann diese Medien auch guten
Gewissens weiterhin einsetzen. Man sollte sich aber trotzdem bewusst sein, dass die Qualität mit zunehmendem Alter
leiden kann und nach mehreren Löschvorgängen sicherheitshalber zu einem neuen Rohling greifen.
Markenware oder No-Name?
Hier lauert die ewig gleiche Frage: bedeutet teuere Markenware automatisch gute Qualität oder können auch die billigen
No-Name-Produkte den Großen zeigen, wie man Qualität zu günstigen Preisen fertigt?
Wenn man sich ansieht, wie aufwendig die Produktion von DVD-Rohlingen ist, kann man sich nur wundern, dass diese nicht
viel teurer sind. Einen Rohling herzustellen ist sehr viel aufwendiger als das Produzieren einer PC-Maus. Trotzdem sind
selbst Markenrohlinge um ein vielfaches günstiger als die kleinen Nager. Mit diesem Wissen im Hinterkopf, wird schnell
klar, dass die Verdienstspanne recht klein sein muss.
Wie also sparen No-Name-Hersteller Kosten ein? Zwei mögliche Antworten: sie drücken die geringe Verdienstspanne noch
weiter und/oder sie sparen auf Kosten der Qualität des Rohlings. Da es nicht viel Spielraum zum Kosten senken gibt,
muss man befürchten, dass zu Lasten der Qualität gespart wird.
Zwei Methoden zum Einsparen wären denkbar: zum einen verwenden Sie die Matrize, die als Abdruck zur Erstellung jedes
Rohlings verwendet wird länger als üblich und riskieren somit schlechte Abdrücke, sprich schlechtere Rohlinge zum Ende
des Produktionsprozess hin. Zum zweiten wird die Fehlertoleranz angehoben, so dass weniger Ausschuss entsteht und mehr
Rohlinge pro Fertigungsprozess ausgestoßen werden können.
Beide Methoden bedeuten nicht zwangsläufig minderwertige Rohlinge. Medien, die zu Beginn der Fertigung entstehen, können
sehr wohl mit teurerer Ware konkurrieren. Anders ist das aber mit den Rohlingen, die am Ende der Fertigung stehen. Sie
dürften deutlich schlechter sein. Somit kann man Glück oder Pech beim Kauf haben.
Demgegenüber müssen Markenhersteller auf ihren Namen achten und sind deshalb darauf bedacht, ständig gleich bleibende
Qualität anzubieten. Wer also mit Schwankungen leben kann, weil er sowieso keine hochsensiblen Daten brennen möchte,
kann die Lotterie der No-Name-Rohlinge weiterspielen. Wer aber auf gleich bleibend hohe Qualität angewiesen ist, greift
besser zum Markenprodukt.
Auf den Hersteller hören
Erschwerend zur Auswahl des richtigen Rohlings kommt hinzu, dass die Medien sich nicht in allen Rekordern gleich verhalten.
So ist es nicht selten, dass ein Rohling sich in Brenner A hervorragend macht, mit Brenner B aber nur Fehler produziert. Der
Grund liegt darin, dass die meisten Brennerhersteller ihre Geräte für bestimmte Rohlingmarken optimieren. Mit anderen Medien
kommen sie folglich etwas schlechter zurecht.
Manchmal gehen die Hersteller sogar so weit, dass Ihre Brenner - ohne zu fragen- beim Einsatz fremder Rohlinge die Brenngeschwindigkeit
herabsetzen um mögliche Schreibfehler zu minimieren. Daher empfiehlt es sich, einen Blick auf die Webseite des Brennerherstellers zu
werfen, um nachzusehen, welche Rohlinge dieser bevorzugt. Man kann relativ sicher sein, dass mit den dort genannten die wenigsten
Probleme zu erwarten sind.
Besser mit aktueller Firmware
Sämtliche Optimierungen und Informationen für die verwendeten Rohlinge sind bei den Brennern in der Firmware, ihrem internen
Gedächtnis, gespeichert. Kommen nun Rohlinge auf den Markt, die dort nicht als bekannt gespeichert sind, kann sich der Brenner
nicht optimal auf diese einstellen und behandelt sie wie Standardware, was - wie schon erwähnt- zum Herabsetzen der Brenngeschwindigkeit
führen kann. Auch schlechte Brennergebnisse sind möglich.
Viele Hardwarehersteller pflegen ihre Produkte, indem Sie neuere Firmwareversionen veröffentlichen, welche die Brenner optimal an bestimmte
Rohlinge anpassen und möglicherweise auch die Hardware weiter verbessern. Somit sollte ein regelmäßiger Blick auf die entsprechende Webseite
zur Pflicht gehören. Findet sich dort eine neue Firmware für den eigenen Brenner, sollten man diese auf den PC kopieren und in den Brenner
übertragen. Wie es funktioniert, steht meist ebenfalls auf der Webseite und in der mitfolgenden Lies-mich-Datei.
Unterschiede Plus und Minus
Wer nach Rohlingen Ausschau hält, hat bereits die Formatfrage beim Brennerkauf entschieden und kann nur zu solchen Rohlingen greifen,
die der Brenner unterstützt. Zunehmend kommen aber auch Geräte auf den Markt, die mit beiden Medientypen, also DVD-R(W) und DVD+R(W)
zurechtkommen. Hier stellt sich dann schon die Frage: gibt es Qualitätsunterschiede?
Grundsätzlich unterscheiden sich die Typen nicht in der Qualität, sondern nur in der Technik. Trotzdem sind Unterschiede festzustellen.
Zunächst findet man mehr Hersteller für Medien im Minus-Format. Hauptgrund dafür sind die straffen Lizenzbedingungen von Philips als
Lizenzgeber der Plus-Fraktion. Hohe Ansprüche sollen eine hohe Qualität von Brennern und Medien gewährleisten. Das schreckt offenbar
einige Rohlingfabrikanten ab.
Die Vergabe für Minus-Lizenzen ist demgegenüber sehr viel lascher. So ist es für viele Hersteller verlockender, Rohlinge für dieses
Format zu produzieren. Man hat mehr Spielraum für die Bestimmung von Fehlertoleranzen und anderem. Die Gefahr, minderwertige Medien
zu bekommen, ist in diesem Lager somit deutlich größrer als bei der Plus-Fraktion.
Wie erkennt man minderwertige Rohlinge?
Vor dem Kauf hat man relativ geringe Chancen minderwertige Rohlinge zu erkennen, da - wie oben beschrieben- auch No-Name-Ware zu großen
Teilen sehr gut sein kann. Hier hilft nur das Wissen, dass man Pech haben kann. Nach dem Kauf ist es dagegen nicht besonders schwer die
Spreu vom Weizen zu trennen. Mindestens grobe Qualitätsmängel sind relativ leicht auszumachen.
Schauen Sie sich den Rohling vor dem Brennen genau an. Verfärbungen, Lufteinschlüsse (kleine Bläschen) oder gar Kratzer deuten auf
schlechte Qualität hin und sind bereits Grund genug die Ware zu reklamieren. Etwas subtiler sind Fehler, die man nicht sofort bemerkt.
Häufige Datenfehler und Bildstörungen im gebrannten Video lassen genauso auf schlechtere Qualität des Mediums schließen wie Abspielprobleme
in anderen Laufwerken.
Tipps und Tricks
Manchmal ist aber gar nicht der Rohling Schuld. Wer immer die neueste Brennsoftware einsetzt, riskiert, dass diese noch Fehler behaftet
ist, was gleichfalls ein Grund für ein schlechtes Brennergebnis sein kann. Greifen Sie lieber zu bewährten Tools und kontrollieren Sie
regelmäßig ob es Updates inklusive Fehlerbereinigungen auf der Webseite des Softwareproduzenten gibt.
Obendrein sollte man stets bedenken, dass DVD-Rohlinge sehr viel empfindlicher sind als CD-Rohlinge: leicht passiert es, dass ein Rohling
einen Kratzer bekommt und teilweise oder komplett unbrauchbar wird. Behandeln Sie die Rohlinge mit äußerster Vorsicht oder greifen Sie zu
besonders geschützten und als kratzfester gekennzeichneten Medien. Hiefür sollten Sie aber bereit sein, einen Aufpreis in Kauf zu nehmen.
Unzerstörbar sind aber auch diese nicht. Der Härtegrad ihrer Oberfläche entspricht in etwa dem von CD-Rohlingen und verlangt somit weiterhin
nach einem gewissen Maß an Vorsicht.
Haben Sie eine Partie Rohlinge zu Hause als minderwertig entlarvt, können diese aber nicht mehr umtauschen, müssen Sie sie aber nicht gleich
wegwerfen. Benutzen Sie diese einfach für weniger sensible Daten und reduzieren Sie die Brenngeschwindigkeit so weit wie möglich. So kann der
Brenner die Daten sehr viel sorgfältiger auf die Medien brennen, was meist zu einem akzeptablen Ergebnis führt.
Noch mehr Informationen zum Thema DVD brennen finden Sie in unserer Bücherecke.
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