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Kaufberatung PC-Kühlung 


1. Gewusst wie: PC-Kühlung

2. Die Hauptstörenfriede

3. Mehr Krachmacher

4. Ruhe durch Wasser

5. Gehäuse dämmen

6. Ruhe per Software

7. Wie laut ist laut?

 

Gewusst wie: PC-Kühlung

PCs sind in den letzten Jahren nicht nur kontinuierlich schneller und leistungsfähiger geworden, sondern auch lauter. Immer aufwendigere Technik verlangt nach Kühlung, da die ungemeine Verarbeitungsgeschwindigkeit beim Rechnerbetrieb die Betriebstemperatur schnell in die Höhe treibt. So wird der Prozessor bei voller Auslastung schon mal bis zu hundert Grad warm. Hält dieser Zustand zu lange an, stirbt er den Hitzetod. Um dem vorzubeugen finden wir heute mehr Lüfter in einem PC als noch vor zwei Jahren. (pr)

Doch nicht nur Lüfter machen Lärm, schneller rotierende Festplatten und CD-ROM-Laufwerke übertönen sogar zeitweise noch die Lüfter. Wenn ein CD-Laufwerk mit 40-facher Geschwindigkeit oder mehr nach Daten sucht, kann schon das Gefühl aufkommen, dass der Staubsauger läuft.

Kurz gesagt: entspanntes Arbeiten wird mit modernen PC zusehends schwieriger. Lärm geht nicht nur an die Nerven, er schmälert auch die Konzentration und verursacht Stress. Auf Dauer kann es dadurch sogar zu gesundheitlichen Schäden kommen. Wer viel und lange vor dem Computer sitzt und sich von dessen Geräuschen gestört fühlt, sollte sich daher Gedanken um eine Lärmreduzierung machen. Das ist gar nicht so schwer und kostet nicht die Welt. In den folgenden Kapiteln stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten vor.

Produkte für die PC-Kühlung

 

Die Hauptstörenfriede

Den meisten Krach verursachen der Prozessorkühler, der Lüfter des Netzteils und die Festplatte. Ihnen gilt die Hauptaufmerksamkeit. Wurden Prozessoren früher noch passiv gekühlt durch den Einsatz von aufgeklebten Kühlkörpern, rückt man Ihnen heute meist zusätzlich mit Ventilatoren zu Leibe, welche die abgestrahlte Wärme aus dem Gehäuse treiben sollen. Leider greift man hier meist zu den kostengünstigsten Modellen und nimmt wenig Rücksicht auf deren Geräuschentwicklung. Manche Hersteller greifen gar zu Ventilatoren, die immer mit voller Kraft pusten, auch wenn die Temperatur im Gehäuse relativ niedrig ist.

 

Prozessorlüfter

Hier ist der erste Ansatzpunkt, wenn man den PC-Krach loswerden möchte. So kann durch Austausch des Lüfters gegen ein temperaturgeregeltes und leises Modell der Lärmpegel des PC schon merklich sinken. Das geschieht auf zweifache Weise. Zunächst gibt es weniger Lärm, da ein Austauschlüfter bei vollem Einsatz deutlich leiser sein sollte als der Standardlüfter. Eine weitere Reduzierung des Geräuschpegels kommt dadurch zustande, dass ein temperaturgeregeltes Modell immer nur so stark arbeitet wie gerade nötig. Ist der Prozessor nur mäßig warm, dreht der Lüfter auch nur langsam und sehr leise. Wird’s etwas wärmer, dreht er schneller, aber nur geringfügig lauter. Mit voller Kraft arbeitet er idealerweise nur, wenn der Prozessor richtig heiß läuft. Besonders effektiv und lautlos arbeiten Kühlsysteme auf Wasserbasis (mehr dazu weiter unten).

Kühlkörper für Prozessoren

Wärmeleitpaste

 

Netzteillüfter

Für diesen Lüfter trifft im Prinzip dieselbe Aussage zu wie für den Prozessorlüfter. Mit einem Modell, das nicht ständig mit voller Umdrehungszahl arbeitet, sondern sich der Temperatur anpasst, reduziert man die Geräuschentwicklung bereits erheblich. Wenn er dann auch unter Volllast deutlich leiser arbeitet als der Standardlüfter, was in der Regel der Fall ist, erspart man sich weiteren Lärm.

Netzteile mit leisen Lüftern

 

Festplatte

Geräusche der Festplatte resultieren von den sich schnell drehenden Platten sowie den Bewegungen und Zugriffen der Schreib-/Leseköpfe. Eine Platte, die 7200-mal in der Minute dreht, erzeugt deutlich mehr Laufgeräusche als ein Modell, dass nur mit 5400 Umdrehungen arbeitet. Gleichzeitig produziert es mehr Wärme, was wiederum zu höherer Gehäusetemperatur und somit zu stärkerer Laufleistung des entsprechenden Lüfters beiträgt.

Anstatt aber eine schnelle Festplatte gegen eine langsamere einzutauschen, kann man auch einen Geräusch dämmenden Festplattenrahmen verwenden. In diesen wird die Festplatte eingesetzt und dann beides zusammen im PC-Gehäuse montiert. Die Rahmen gibt es in verschiedenen Ausführungen, beispielsweise mit Gellager zum Absorbieren der Schwingungen. Allerdings wird eine solch eingeschlossene Festplatte sehr warm und muss zusätzlich gekühlt werden. Daher besitzen Festplattenrahmen meist einen Lüfter. Es gibt aber auch mit Wasser gekühlte Versionen (mehr zur Wasserkühlung weiter unten). Wer möchte, kann seiner Platte auch mit Software zu Leibe rücken, mehr dazu im Kapitel „Ruhe per Software“.

Festplatten und CD-ROM-Zubehör


Mehr Krachmacher

Ebenfalls Anteil am Lärmpegel des Computers haben das CD-ROM-Laufwerk, die Grafikkarte sowie ein Mainboardlüfter, der allerdings nicht in jedem PC zu finden ist.

CD-ROM-Laufwerk

Das CD-Laufwerk hört man die meiste Zeit gar nicht, denn solange keine CD eingelegt ist, oder eine eingelegte CD nicht benutzt wird, dämmert es vor sich hin. Doch ändert sich das schnell, wenn man eine CD startet. Dabei gilt leider, je schneller ein CD-Laufwerk arbeit, desto lauter ist es. Denn der Motor muss Höchstleistungen vollbringen, um 50-fache Geschwindigkeit und mehr zu erreichen. Beim CD-Laufwerk hilft leider wenig um dessen Lärm abzusenken. Mann kann einerseits ein langsameres Gerät einsetzen, was aber mit Extrakosten verbunden ist oder das Laufwerk per Software bremsen oder sogar zeitweise ersetzen (siehe entsprechendes Kapitel weiter unten) sowie das gesamte PC-Gehäuse mit Dämmmatten verkleben und somit auch das CD-Laufwerk etwas ruhiger stellen.

Grafikkarte

Moderne Grafikkarten arbeiten so extrem schnell, dass ihre Prozessoren genau wie auch PC-Prozessoren aufwendig gekühlt werden müssen, damit sie nicht den Hitzetod sterben. Zwar kommen ältere Grafikchips wie der GeForce 2 häufig noch mit passiver Kühlung durch aufgeklebte Kühlkörper aus, doch werden moderne Prozessoren so heiß, dass sie zusätzlich noch mit einem Lüfter abgekühlt werden müssen. Hier gibt es prinzipiell die gleichen Möglichkeiten, den Chip zu kühlen wie auch für den PC-Prozessor, also der Einsatz Temperatur geregelter leiser Lüfter oder eines Wasserkühlsystems.

Produkte zur Grafikkartenkühlung


Mainboard

Auf dem Mainboard, der Hauptplatine des PC, kann es mitunter auch sehr heiß werden. Um den Gehäuselüfter zu entlasten, kann es sinnvoll sein, die Chips dort mit einem leisen Lüfter zu kühlen. Zwar tragen die Chips auf dem Mainboard nicht direkt zum Krach bei, doch wärmen sie das PC-Gehäuse mit auf und regen somit die übrigen Kühlkomponenten zu erhöhter Arbeit und dadurch zu mehr Lärmentwicklung an.

Produkte zur Mainboardkühlung


Ruhe durch Wasser

Als Alternative zum Lüfter bietet sich die Wasserkühlung an. Sie ist nahezu geräuschlos und kühlt deutlich effektiver als die pustenden Kollegen. Kein Ventilator erreicht den Wirkungsgrad einer Wasserkühlung. Allerdings, mit Wasser kühlen ist nicht nur etwas teurer, es fordert auch besonderes Fingerspitzengefühl und die doppelte Aufmerksamkeit bei der Installation. Denn wenn auch nur ein Tropfen Wasser den Kreislauf verlässt, kann es das Ende des PC bedeuten, da Wasser in der Elektronik mit großer Wahrscheinlichkeit einen Kurzschluss zur Folge hätte.

Wer davor nicht zurückschreckt, kann seinen Computer zum sehr gut gekühlten Flüster-PC verwandeln. Denn mit Wasser kann man gleich mehrere Komponenten auf einmal kühlen und so einige Lüfter aus dem Gehäuse werfen. Hauptangriffspunkt für die Wasserkühlung ist der Prozessor. Sein Originalkühlkörper tauscht dabei den Platz mit einem wassergefüllten, der einen Zu- und einen Abfluss besitzt. Auf die gleiche Weise kann man den Kühlkörper der Grafikkarte und weitere Chips auf dem Mainboard in den Wasserkreislauf einbeziehen und schließlich gibt es auch spezielle Festplattengehäuse, die mit vorbeiströmendem Wasser die Festplattentemperatur niedrig halten.

Ganz ohne Geräusche kommt aber auch die Wasserkühlung nicht aus. Da nämlich das Wasser nur ausreichend kühlen kann, wenn es in Bewegung ist, braucht man eine Wasserpumpe, die den Kreislauf in Gang hält. Hinzu kommt ein Wärmetauscher, der das warme Wasser abkühlt, bevor es wieder eine erneute Runde durch den PC macht. Beide Geräte erzeugen mindestens ein leises Summen. Bei Bedarf kann man sie aber guten Gewissens ins Nebenzimmer verbannen, vorausgesetzt man installiert ausreichend lange Schläuche.

Produkte zur Wasserkühlung


Gehäuse dämmen

Eine gute Möglichkeit die gesamte Geräuschkulisse des PC weiter abzusenken, bieten spezielle Dämmmatten, die man an die Innenseite des PC-Gehäuses klebt. Sie schlucken einen Teil der Geräusche. Man sollte sie aber nur dort verwenden, wo ausreichend Platz vorhanden ist. Denn die Luft muss weiterhin im Gehäuse zirkulieren können. Kann sie das nicht mehr, wird selbst ein sehr gut gekühltes PC-Gehäuse mit der Zeit sehr warm und es besteht die Gefahr, dass die Elektronik Schaden nimmt. Im Zweifelsfall lieber eine Dämmmatte weniger anbringen.

Dämmmaterial zur Gehäusekühlung


Ruhe per Software

Das Austauschen von Lüftern und Installieren anderer Kühlsysteme ist aber nicht der einzige Weg, den Lärm zu reduzieren. Einige Geräusche lassen sich auch per Software in den Griff bekommen. Davon profitiert besonders das CD-Laufwerk, dem mit Lüftern oder ähnlichem nicht beizukommen ist. So kann man mit der Shareware „CD-Bremse“ die Umdrehungsgeschwindigkeit des Laufwerks verringern. Zwar wird der Datenzugriff dadurch etwas gebremst, doch ist der Unterschied häufig gar nicht spürbar. Dafür wird es deutlich leiser, wenn die CD rotiert.

Man kann das CD-Laufwerk sogar komplett still legen, wenn man mit Hilfe der Software Virtual-CD, die wichtigsten CDs auf die Festplatte kopiert und dort verwendet als wären sie tatsächlich eingelegt. Das Einzige, das man dann noch hört, ist der Zugriff auf die Festplatte, auf der die Daten stattdessen liegen.

Auch der Festplatte kann man per Software etwas Ruhe beibringen. Mit Hilfe des Feature Tool von IBM kann man IBM-Festplatten, aber auch viele Festplatten anderer Hersteller leiser machen. Das Tool sorgt für eine gedämpfte Kopfbewegung beim Zugriff auf die Platte. Dadurch werden die typischen Hackgeräusche deutlich vermindert. Allerdings leidet darunter die Geschwindigkeit ein wenig. So ist es möglich, dass die mittlere Zugriffszeit um bis zu 50 Prozent langsamer wird.

Wer noch nicht mit Windows XP oder 2000 arbeitet und stattdessen Windows 98 oder Me benutzt, kann mit der Shareware CpuIdle den Prozessor entlasten. CpuIdle versetzt den Prozessor in kurzzeitige Ruhezustände, wenn dieser nichts zu tun hat. So muss er nicht unnötig unter Volllast laufen. Damit produziert er weniger Wärme und muss entsprechend weniger gekühlt werden. Die Folge: das System arbeitet leiser. Windows XP und 2000 besitzen dieses Feature von Haus aus, so dass der Einsatz des Tools dort keine Wirkung hat.

Mehr Informationen zu Virtual CD.

Die Shareware CD-Bremse können Sie hier kopieren.

CpuIdle liegt hier zum Download bereit.

Auf der IBM-Webseite können Sie das Feature Tool runterladen.


Wie laut ist laut?

Die Lautstärke, die PCs, Menschen, Geräte und andere Dinge abgeben ist messbar. Üblicherweise misst man sie in Dezibel, angekürzt dB(A), häufig trifft man aber auch auf den Wert Sone. Der Wert Dezibel gibt eigentlich den Schall an und gibt nur indirekt Auskunft darüber, wie die Lautstärke empfunden wird.

Näher am menschlichen Empfinden und daher besser als Maßstab geeignet ist der Sone-Wert. Zur Verdeutlichung: verdoppelt sich eine gegebene Lautstärke, verdoppelt sich auch der gemessene Sone-Wert, nicht aber der in dB(A) gemessene Wert, der deutlich schwächer ansteigt. Zur Veranschaulichung haben wir Alltagsgeräusche in einer Tabelle zusammengeführt und den jeweiligen dB(A)- und Sone-Wert angegeben.

Art des Geräusches Messung in dB(A) Angabe in Sone
Atmen in 30 cm Entfernung 10 < 0,01
Rauschende Blätter 20 0,1
Flüstern, Entfernung 5 Meter 30 0,3
Der eigene Atem 35 0,5
Ruhige Wohnstraße 40 1
Unterhaltung 50 2
Klappernde Tastatur 60 4
Schreibmaschine 70 8
Laute Unterhaltung, ein Meter Distanz 80 16

Buchtipps

Weitere Informationen zum Thema Kühlung und Hardware finden Sie in diesen Fachbüchern.


Verfügbare Kaufberatungen:
- Akkuladegeräte

- AV-Receiver

- Arbeitsspeicher

- Backup-Laufwerke

- Barebones

- CD-Brenner

- CD-Rohlinge

- Controller

- Desktop-PCs

- Digitalkameras

- Digitale Bilderrahmen

- Digitale Spiegelreflexkameras

- Digitale TV-Receiver

- Digitale Videokameras

- Drucker

- DVD-Brenner

- DVD-Laufwerke

- DVD-Player

- DVD-Rekorder

- DVD-Rohlinge

- Faxgeräte

- Fernseher

- Festplatten

- Firewalls

- Fotodrucker

- Funkgeräte

- Funknetzwerke

- Grafikkarten

- Grafiktabletts

- Headsets

- HDTV (High Definition TV)

- IDE, ATA , ATAPI & Co.

- Internettelefonie (VoIP)

- Joysticks

- Kartenleser

- Kassensysteme

- Kopierer

- Kopfhörer

- Laserdrucker

- Lautsprecher (HiFi)

- Lautsprecher (PC)

- Mauspads

- Mäuse und Trackballs

- Mediastreaming

- Mikrofone

- Mobiltelefone

- Monitore

- Motherboards

- MP3-Player

- Multifunktionsgeräte

- Multimediaplayer

- Netzwerkspeicher (NAS)

- Netzteile

- Netzwerkkabel

- Notebooks

- Objektive

- Papier

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- Videorekorder, analog

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- Wohnzimmer-PCs