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Direkt zu den CD-Brennern
1. Ein
Brenner ist praktisch
2. Inter
oder Extern
3. Welcher
Anschluss?
4. Welche
Geschwindigkeit?
5. Schreibschutz
- Buffer underrun
6. Geeignete
Rohlinge
7. Überlange
CDs
8. Systemanforderungen
9. Rechtliches
10. CD-Kopierer
Ein
Brenner ist praktisch
Fotos aus der Digitalkamera,
Musik für die Party, die alten Schallplatten oder ein Backup wichtiger
Daten auf CD brennen, Anwendungsbeispiele und Kaufgründe für einen
CD-Brenner gibt es reichlich. Noch reichhaltiger ist die Auswahl an Geräten,
was manch einen sehr verunsichert. Zu welchem Gerät soll man greifen, worauf
muss man beim Kauf achten und welche Rohlinge soll man verwenden? Damit Sie
das beste Gerät für Ihre Bedürfnisse finden, geben wir Ihnen
hier einige nützliche Tipps. (pr)
Inter
oder Extern
Die erste Frage beim
Kauf eines CD-Brenners lautet: soll es ein internes Gerät sein, das in
den PC eingebaut wird oder lieber ein externes? Ein interner Brenner hat zwei
große Vorteile. Zunächst ist er günstiger als externe Vertreter,
ganz einfach, weil man weniger Material erhält und die Hersteller den Brenner
nicht in ein eigenes Gehäuse einbauen müssen. Zudem spart ein ins
PC-Gehäuse integriertes Modell Platz auf dem Schreibtisch und benötigt
keine eigene Steckdose. Nachteil: Man muss fit genug sein, den Brenner in den
PC einzubauen, oder den Einbau einem Fachmann überlasen. Damit ist dann
aber der Preisvorteil wieder dahin.
Externe Geräte
sind zwar teuerer und brauchen Platz, haben dafür aber andere Vorteile.
Zunächst muss man sich keine Gedanken um den Einbau machen. Das spart Schweißperlen,
beziehungsweise den Gang zum Händler. Größter Vorteil eines
externen Brenners ist jedoch seine Portabilität. Schnell lässt er
sich in die Tasche stecken und mit zum Freund nehmen. Wer mehr als einen PC
besitzt, kann den Brenner problemlos an allen Rechnern betreiben.
Welcher Anschluss?
Hat man sich für einen internen Brenner entschieden, ist die Auswahl der Anschlüsse
relativ gering. Standardmäßig besitzen die Brenner eine IDE-Schnittstelle, wer
eine SCSI-Karte im Rechner installiert hat, kann auch zu einem SCSI-Brenner
greifen. Die SCSI-Schnittstelle gilt als sehr zuverlässig und schnell, weshalb
sie im professionellen Markt dominiert. Aufgrund aufwendiger Elektronik sind
SCSI-Brenner aber etwas teurer als ihre IDE-Kollegen.
Etwas größer ist die Auswahl bei externen Geräten. Hier kann man zwischen mehreren
Anschlüssen wählen. Am stärksten verbreitet sind die SCSI-, USB- und Firewire-Brenner.
SCSI-Brenner kommen eigentlich nur in Frage, wenn man bereits über eine
entsprechende Karte im PC-verfügt, oder diese zum Anschluss weiterer Geräte,
wie zum Beispiel eines Scanners anschaffen möchte. Vorteil eines SCSI-Brenners:
Die Daten werden konstant und zuverlässig übertragen. Nachteil: Damit
der PC externe Geräte erkennt, müssen sie vor dem Rechnerstart angeschaltet
werden.
Diesen Nachteil kennt ein USB-Brenner nicht. Ihn kann man ohne weiteres
während des Betriebs an- oder abstöpseln, Windows und auch der Apple Macintosh
erkennen ihn umgehend. Vorteil: da alle neueren PC über eine oder mehr
USB-Anschlüsse verfügen, kann man ein solches Gerät nahezu an jeden Computer
anschließen. Nachteil: Die USB-Schnittstelle ist relativ langsam bei
der Datenübertragung. Deshalb kann man nicht schneller, als mit vierfacher Geschwindigkeit
CDs beschreiben, auch wenn die Brenner schneller brennen könnten.
Rettung naht hier vom neueren USB 2.0-Standard. Er kennt diese Geschwindigkeitsbegrenzung
nicht. Wessen PC aber keinen schnellen USB-2.0-Anschluss bietet, muss eine passende
Erweiterungskarte erwerben und in diesen einbauen. Zwar ließe sich auch ein
Brenner mit USB 2.0-Standard an einer herkömmlichen Schnittstelle betreiben,
doch würde auch dieser dort auf vierfache Brenngeschwindigkeit runterschalten.
Ebenfalls während des Betriebs an- und abschließbar sind Firewire-Brenner.
Diese Schnittstelle verbreitet sich zunehmend und ist heute in fast allen neuen
Computern zu finden. Vorteil: Firewire-Geräte sind schnell, während des
Betriebs anschließbar und die Anschlüsse an den meisten neuen PCs zu finden.
Nachteil: etwas teurer als USB-Geräte.
Etwas exotischer aber praktisch sind Brenner, die an unterschiedliche Schnittstellen
angeschlossen werden können. Das ist von besonderem Vorteil, wenn man
an mehreren PCs brennen möchte, die alle unterschiedliche Anschlüsse bieten. In der Regel erwirbt
man den Brenner mit einem Verbindungskit passend für eine Schnittstelle. Bei
Bedarf kann man weitere Kits für den Anschluss an andere Schnittstellen hinzukaufen.
Nachteil dieser Lösung: ein einzelnes Anschlusskit kostet etwa genauso
viel wie ein interner CD-Brenner.
Allerdings kann der Weg über solch ein System für ältere Rechner, die keinen
der genannten Anschlüsse besitzen, der einzig gangbare sein. Mit Hilfe eines
Parallel-Port-Kits können auch sie mit einem Brenner zusammenarbeiten. Praktisch
für Notebooks: neben USB- und Firewire-Anschluss können sie auch mit einen PCMCIA-Adapter
über den PC-Card-Schacht Kontakt zum Brenner aufnehmen.
Welche
Geschwindigkeit?
Wie schnell es gehen
soll, muss jeder für sich entscheiden. Es gibt allerdings einiges zu bedenken.
Der neueste Brenner mit der höchsten Geschwindigkeit kostet meist auch
am meisten. Hinzu kommt, dass die Laufgeräusche von Highspeed-Geräten
deutlich lauter sind, als die langsamerer Kollegen. Andererseits ist es schon
sehr nett eine komplette CD nach etwa drei Minuten in den Händen halten
zu können. Wer häufig wiederbeschreibbare CDs verwendet, sollte nicht
nur auf die maximale Brenngeschwindigkeit im Normalmodus achten, sondern ebenfalls
auf den Speed gucken, den der Brenner fürs Wiederbeschreiben braucht. Hier
sind die Geräte mitunter deutlich langsamer als im normalen Brennmodus.
Auf die Geschwindigkeit
hat auch die Wahl der Schnittstelle Einfluss. Wer gerne einen sehr schnellen
Brenner benutzen möchte, sollte zu einem internen Gerät, oder zu einem
externen Brenner mit SCSI-, USB-2.0-, Firewire-, oder PCMCIA-Schnittstelle greifen,
ein entsprechender Anschluss am PC vorausgesetzt. Geschwindigkeitseinbußen
gibt es beim Parallel-Port und der normalen USB-Schnittstelle. Die maximal erreichbare
Geschwindigkeit ist hier vierfach.
Schreibschutz
- Buffer underrun
Früher war er
sehr gefürchtet, heute tritt er kaum noch auf: der "Buffer underrun".
Gemeint ist der unterbrochene Schreibfluss beim Brennen, der den Rohling unbrauchbar
macht. Mittlerweile haben alle Hersteller ausreichend Speicher in die Geräte
integriert, in die der Brenner fortlaufend Daten zwischengespeichert. Überwacht
wird der Brennvorgang dabei von einer Technik, die bei den Herstellern unterschiedliche
Namen trägt. Ob "Burn Proof", "Just Link" oder auch
"Seamless Link", bei aktuellen Brennern bewacht meist eine der genannten
Techniken den Brennvorgang. Kommt es zu Unterbrechungen, sorgt sie dafür,
dass Daten aus dem Zwischenspeicher auf den Rohling transportiert werden. Meist
ist die Technik auch in der Lage, die Brenngeschwindigkeit kurzzeitig zu reduzieren,
um mit einem geringeren Datenstrom auskommen zu können. Sollte es doch
einmal zur Unterbrechung kommen, ist der Rohling meist nicht verloren, da die
genanten Techniken in der Lage sind, den Brennvorgang dort weiterzuführen,
wo zuvor unterbrochen wurde.
Geeignete
Rohlinge
CD-Rohlinge gibt es
in vielen unterschiedlichen Farben. Meist schimmern sie golden, grün, blau
oder silbern, doch auch andere Farben kann man finden. Über die Qualität
eines Rohlings sagt die Farbe nichts aus. Sie entsteht durch unterschiedliche
Produktionsverfahren. Aktuelle Brenner kommen in der Regel mit jedem Rohling
zurecht. Gelegentlich gibt es aber mit einem Fabrikat mehr Probleme als mit
einem anderen. Hier hilft leider nur ausprobieren.
Probleme tauchen aber
meist nur dann auf, wenn der Brenner an die technischen Grenzen des Rohling
stößt, also beispielsweise, wenn er die maximale Schreibgeschwindigkeit
des Rohlings voll ausschöpft. Besonders bei sehr hohen Brenngeschwindigkeiten
können vereinzelt Probleme auftreten. Um diesem vorzubeugen, sollte man
eine Brenngeschwindigkeit unterhalb des Maximalwerts des jeweiligen Rohlings
wählen, oder einen verwenden, der schnellere Brenngeschwindigkeiten verträgt
als der Brenner sie leistet.
Zu den CD-Rohlingen
Überlange
CDs
Viele Brenner sind in der Lage überlange CD-Rohlinge zu beschreiben, was nicht nur für Musik-CDs praktisch ist. Standardrohlinge mit einem Fassungsvermögen von 650 Megabyte speichern bis zu 74 Minuten Musik. Sie sind aber dabei auszusterben. Fast ausschließlich trifft man heute auf die nahezu gleich teureren 700 Megabyte großen Rohlinge, die es auf 80 Minuten Musik bringen. Mit beiden Versionen haben gängige Brenner keine Probleme.
Von überlangen CDs spricht man in der Regel, wenn mehr als 80 Minuten Musik auf einen Rohling gebrannt werden können. Man kann bereits Rohlinge kaufen, die bis zu 100 Minuten Musik (ca. 880 Megabyte) speichern können. Leider ist aber nicht jeder Brenner in der Lage, CDs mit mehr als 80 Minuten zu beschreiben, so dass man nicht guten Gewissens zu diesen Medien raten kann. Denn auf überlangen CDs, liegen die Informationen sehr viel dichter beieinander, was extrem genaues Schreiben und Lesen des Brenners erfordert. Da die Hersteller oft keine Angaben zu den Überschreibfähigkeiten der Brenner machen, hilft nur ausprobieren, wie viel das eigene Gerät leistet, oder darauf vertrauen, was einige PC-Publikationen in Ihren Tests berichten.
Das Brennen eines großen Rohlings ist nicht ganz unproblematisch. Aufgrund der sehr eng liegenden Datenspuren kann es, gerade in den Randbereichen der CD, beim Beschreiben zu Fehlern kommen. Überlange Rohlinge sollte man daher nie mit voller Geschwindigkeit brennen. Auf der sicheren Seite ist man meist, wenn man unter vierfacher Brenngeschwindigkeit bleibt. Wer die Zeit hat, sollte einfache oder doppelte Geschwindigkeit wählen.
Systemanforderungen
Die Anforderungen
an den PC sind relativ bescheiden. Für erfolgreiches Brennen ist nicht
der neueste und schnellste Prozessor nötig, es tut auch der alte "Ur-Pentium".
Mit 32 Megabyte Arbeitsspeicher kann es bereits losgehen, wobei 64 Megabyte
besser sind. Sie sichern einen gleichbleibenden Datenfluss und helfen so den
Buffer underrun zu vermeiden. Als Betriebssystem sollte mindestens Windows 95
bereitstehen. Auch mit anderen Systemen wie Linux und Apples Mac-OS kann man
(beim Mac-OS einen Apple Computer vorausgesetzt) zu Werke gehen.
Rechtliches
Mit einem Brenner
lässt sich jede CD - egal ob Musik- oder Daten-CD - in wenigen Minuten
kopieren. Doch ist das auch erlaubt? Grundsätzlich ja. Allerdings mit der
Einschränkung, dass man nur private Kopien erstellt. Das bedeutet: es ist
gestattet eine Sicherungskopie von gekauften CDs zu erstellen und auch Musik-CDs
zu kopieren, um sie beispielsweise im eigenen Auto zu hören.
Nicht erlaubt ist,
Kopien von kommerziellen CDs zu machen und diese an Freunde oder Verwandte weiterzugeben
oder gar zu verkaufen. Auch das Vermieten von CD-Kopien ist strafbar.
CD-Kopierer
Wer sehr oft Kopien
von CDs erstellen möchte, sollte über den Kauf eines CD-Kopierers
nachdenken. Für den professionellen Einsatz eigenen sich Geräte, die
vier oder mehr Brenner enthalten und entsprechend viele Kopien in einem Durchgang
machen. Für den Privatanwender sind CD-Kopierer mit einem CD-Laufwerk und
einem CD-Brenner interessant. Sie gestatten eine Eins-zu-eins-Kopie einer CD
ganz ohne PC, nur durch den Druck auf den Kopier-Knopf. Damit es genauso leicht
eine CD zu kopieren, wie ein Blatt Papier. An den Computer angeschlossen, lässt
sich der CD-Kopierer wie ein normaler externer Brenner verwenden. Wirklich Praktisch!
Zu den CD-Kopierern
Buchtipps
Weitere Informationen
zum Thema CD-Brennen finden Sie in diesen Fachbüchern.
CD-Brennsoftware
Backup-Software
LPs auf CD kopieren
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