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1. Klein, schick und leise
2. Halbfertig
3. Rasend oder flott
4. Kleiner Kraftprotz
5. Flüster-PC
6. Multimedia-Zentrale
7. Ausstattung
8. Statt Notebook
9. Nicht vergessen
Zu den
Mini-PCs
Klein, schick und leise
Es ist mal wieder Zeit den alten PC gegen einen flotten neuen Rechner auszutauschen.
Aber diesmal soll es nicht ein großer, grauer und lauter Bolide sein. Schicker wäre schon
ein kleiner und leiser PC, einer der nicht unter dem Schreibtisch stört, sondern der oben
drauf noch eine gute Figur macht, vielleicht sogar ein echter Hingucker ist. Obendrein soll
man ihn nur sehen, nicht aber hören können.
Nur ein Wunschtraum, meinen Sie? Mitnichten! Eine neue Generation PC schickt sich zurzeit
an, den alten grauen Kisten den Kampf anzusagen. Ihre besten Argumente: kleine, und schicke
Gehäuse sowie sehr niedrige Arbeitsgeräusche. Wahre Schmuckstücke, vollgestopft mit neuester
Technik, die im Wohnzimmer ein wahrer Augenschmaus sind und dort Hifi-Anlage und Videorekorder
ersetzen können.
Neugierig geworden? Dann lesen Sie in den folgenden Kapiteln, was die kleinen Kraftprotze
können und worauf Sie beim Kauf achten sollten, denn Mini-PC ist nicht gleich Mini-PC. (pr)
Halbfertig
Hauptunterschied zu einem Standard-PC ist: ein Mini-PC, auch Barebone genannt, ist nur halbfertig.
Wie der Name Barebone - nackter Knochen - schon andeutet, besteht solch ein PC nur aus Gehäuse,
Netzteil und Hauptplatine. Sämtliche Anschlüsse sind ebenfalls vorhanden, Laufwerke, Prozessor und
Arbeitsspeicher muss man aber getrennt kaufen und selber einsetzen.
Somit stellt ein Barebone den Mittelweg zwischen fertig konfektioniertem und Selbstbau-PC dar. Die
knifflige Angelegenheit, Gehäuse, Motherboard und Netzteil passend auszuwählen und zusammenzuschrauben
ist bereits erledigt. Es verbleiben nur Speicher und Prozessor. Deren Einbau ist nicht allzu kompliziert,
so dass halbwegs fingerfertige Laien diesen Job ohne größere Probleme bewältigen können.
Einige Gehäuse sind so aufgebaut, dass beim Einbau der fehlenden Komponenten eine bestimmte Reihenfolge
eingehalten werden muss, da sonst nicht alles hineinpasst. Grund: die kleinen Gehäuse zwingen die
Hersteller jeden Kubikzentimeter im Gehäuse raffiniert auszunutzen. In der Regel liegen den Gehäusen
aber gute Dokumentationen bei. Wer diese aufmerksam studiert, hat keine Problem zu erwarten. Beruhigend
kommt hinzu, dass man alles nur einmal machen muss. Ist der PC fertig, bleibt das Gehäuse verschlossen.
Grafik-, Sound- und Netzwerkkarte sind oft direkt auf der Hauptplatine implementiert, so dass man sich
deren Kauf und Einbau sparen kann. Wer möchte, kann aber meist eine fixe Grafikkarte zusätzlich einbauen
und somit dem Bildaufbau ein wenig Extraspeed gönnen (mehr dazu weiter unten).
Fast alle Hersteller statten ihre Barebonbes mit einem 5,25-Zoll-Schacht für CD- oder DVD-Laufwerke aus
und bieten darüber hinaus einen Festplattenschacht. Häufig gibt es auch noch Raum für ein Diskettenlaufwerk
(3,5-Zoll-Schacht). Wenn man nicht zwingend auf den Einsatz von Disketten angewiesen ist, kann man diesen
Platz aber guten Gewissens frei lassen oder dort ein zweite Festplatte montieren. Für den Datenaustausch
und -transport bieten sich vielmehr die schnelleren USB-Sticks
an, die zudem ein Vielfaches mehr an Daten als eine Diskette sichern können.
Da man das Gehäuse aber nicht regelmäßig auseinander nehmen möchte und nur begrenzten Platz hat, sollte
man sich bei der Wahl der Komponenten gebührend Gedanken machen. Also am besten gleich ein große Festplatte
wählen und möglichst zu einem leistungsfähigen DVD-Brenner greifen, der auch CDs liest und beschreibt.
Wer zunächst Geld sparen möchte, um in einigen Monaten neue Komponenten zu kaufen, müsste die zuvor
installierten ausbauen und verschrotten.
Aber stöhnen Sie nicht, ob der Gedanken, die Sie sich für einen Barebone machen müssen. Großer Vorteil
dieser Lösung ist nämlich: man kann das Gehäuse mit Komponenten seiner Wahl bestücken und ist nicht auf
starr konfigurierte Ware von der Stange angewiesen. Lediglich das Portmonee könnte hin- und wieder "Halt"
rufen.
Rasend oder flott
In einen Barebone-PC lassen sich bis auf wenige Ausnahmen alle Komponenten einsetzen, die auch in ein
Standard-Desktopgehäuse passen. Somit hat man auch hier die Möglichkeit, einen rasend schnellen Computer
zu bekommen. Allerdings verspielt man damit die Chance auf einen leisen PC.
Wer es lieber ruhig beim Arbeiten oder im Wohnzimmer haben möchte, sollte sich statt dessen einige Gedanken
bei der Wahl der zu installierenden Komponenten machen und auf den letzten Leistungskick verzichten. Einen
wirklich flotten Rechner kann man trotzdem zusammenstellen.
Kleiner Kraftprotz
Um einen richtig potenten Rechenknecht zusammenzuschrauben, gilt es bei der Auswahl des Mini-PC auf eine
leistungsfähige Hauptplatine zu achten. Der Prozessorsockel sollte Chips aufnehmen können, die jenseits der
Drei-Gigahertz-Grenze getaktet sind. Der Frontsidebus ist idealerweise mit 800 Megahertz getaktet und als
Arbeitsspeicher sollte man Chips mit Dual-Channel-DDR400-Technik einsetzen können. Diesen sollte man paarweise
mit gleich großen Chips verbauen, um die Vorteile der Zweikanaltechnik voll ausnützen zu können.
Für ultimative Festplattenperformance ist ein Serial-ATA-Controller am besten gerüstet, er gestattet
Datenübertragungsraten bis zu 150 Megabyte in der Sekunde. Standard-ATA-Controller schaffen demgegenüber maximal
133 Megabyte.
Wenn man nicht einen Barebone mit Minimalgehäuse gewählt hat, kann man auch auf die fixesten Grafikkarten setzen,
Voraussetzung ist ein AGP-8x-Steckplatz auf der Hauptplatine. Wer aber neben der Grafikkarte noch eine Erweiterung
in den PCI-Steckplatz montieren möchte, sollte auf einen flachen Lüfter achten. Ein zu großes Modell würde den
benachbarten PCI-Slot verdecken und unbrauchbar machen.
Werfen Sie vor der Auswahl der Grafikkarte auch einen Blick auf deren Energiehunger. Diesen muss das Netzteil stillen
können. Da die Barebonbes wegen der geringen Gehäusemaße kleinere und somit schwächere Stromversorger einsetzen, könnte
es hier knapp werden.
Allerdings entwickeln besonders leistungsfähige Komponenten auch besonders viel Wärme und benötigen deshalb eine
entsprechende Kühlung. Das bedeutet, selbst leise Temperatur geregelte Lüfter laufen meist auf Hochtouren. Wenn auch
Netzteil und Prozessor sich meist nur ein Gebläse teilen und einige Hersteller mit raffinierter Heatpipe-Technik
Wärme nach außen leiten, kommt doch auch noch der Lüfter der Grafikkarte hinzu. Solch ausgestattete Mini-PCs sind
somit kaum leiser als entsprechende Desktops und folglich auch weniger fürs Wohnzimmer geeignet.
Flüster-PC
Richtig leise bekommt man einen Barebone, wenn man bei der Auswahl der Komponenten mit Bedacht zu Werke geht und
bereit ist, auf ein wenig Rechenpower zu verzichten. Wer sich beispielsweise mit 2,6 Gigahertz Prozessortakt begnügen
kann, reduziert die Wärmeentwicklung des Prozessors drastisch. Wählt man dazu noch ein Modell, welches die Wärme mit
Heatpipes direkt zum Lüfter führt, der gleichzeitig auch das Netzteil kühlt, kann dieser sehr gezielt kühlen.
Dafür benötigt er eine relativ niedrige Umdrehungsgeschwindigkeit und erzeugt somit kaum hörbare Geräusche. Greift man
gar zu einem Barebone mit externem Netzteil, reduziert sich der Kühlaufwand noch einmal, so dass ein deutlich kleinerer
und leiserer Lüfter ausreicht.
Setzt man zudem auf einen integrierten Grafikchip, entfällt eine zusätzliche Kühlung für eine Grafikkarte. Für alle
Standardaufgaben am PC ist die Leistung moderner Chips voll ausreichend. Achten Sie auf einen ATI-9100er oder Nvidia-nForce3-Chip,
wenn Sie auch hin und wieder mal ein Spielchen wagen wollen. Diese Chips bieten in etwa die gleiche Leistung wie aktuelle
Einsteigergrafikkarten.
Ein wenig mehr Grafikleistung erhält man durch den Einsatz von Lüfterlosen Mittelklasseboards. Beispiele dafür sind ATIs
Radeon 9600 oder auch Nvidias GeForce FX 5200. Beide Kartenversionen bieten ausreichend Kraft, um selbst moderne Spiele
flüssig wiedergeben zu können. Zwar verzichtet man auf Spitzenwerte bei der darstellbaren Framerate (Bilder pro Sekunde),
muss dafür aber auch kein Lüftersummen ertragen.
Weitere Geräuschdämmung ist durch die Wahl der Festplatte möglich. Statt auf Platten mit 7200 Umdrehungen pro Minute zu
setzen, kann man auch zu solchen mit 5400 Umdrehungen pro Minute greifen. Der Geräuschpegel beim Schreiben und Lesen der
Daten sinkt dadurch deutlich. Wer diesen Schritt nicht durchführen möchte, sollte die Lärmentwicklung der fixen Platten genau studieren. Denn auch hier gibt es zum Teil dramatische Unterschiede.
Beherzigt man die genannten Tipps, bekommt man als Belohnung einen fast lautlos arbeitenden PC, der auch im Wohnzimmer
nicht stört. Besonders große Einschnitte in der Rechengeschwindigkeit muss man dafür nicht in Kauf nehmen, fürs Websurfen,
Digitalbilder bearbeiten und selbst für den Videoschnitt verbleibt mehr als genug Kraft. Auch Spiele kann man in vollen Zügen
genießen. Lediglich absoluten Hardcore-Gamern ist von der leisen Flüsterlösung abzuraten, sie brauchen brachiale Rechengewalt.
Multimedia-Zentrale
Ein flüsterleiser Barebone ist eigentlich der erste PC, der den Titel Multimedia-PC wirklich verdient. Ihn kann man getrost im
Wohnzimmer aufstellen. Dort lässt er sich nicht nur als Computer verwenden, sondern auch als Ersatz für die Hifi-Anlage sowie als
digitaler Videorekorder mit exzellentem Komfort.
Da einige Mini-PCs Musik auch abspielen, ohne dass das Betriebssystem hochfahren muss, ist der Audio-CD-Player schnell überflüssig.
Titelinformationen und Spielzeit liest man auf einem Display an der Gehäusefront ab. Für komfortable Steuerung sorgt eine Fernbedienung.
Mit digitaler TV-Tuner-Karte mutiert der Barebone gar zum digitalen Videorekorder. Damit sticht er nicht nur analoge VHS-Geräte in der
Bildqualität um Längen, er kann sogar Aufnahmen Zeit versetzt wiedergeben. Das bedeutet, man kann den Beginn einer Aufzeichnung schon
betrachten, während diese noch nicht abgeschossen ist. (Mehr Informationen zu digitalen Videorekordern bekommen Sie in dieser Kaufberatung).
Auch hier sorgt die Fernbedienung für den nötigen Komfort.
Wer bei der Auswahl der Komponenten auf ein DVD-Laufwerk oder einen DVD-Brenner setzt, kann den Mini-PC folglich auch zum Abspielen
von DVDs verwenden. Ein Brenner gestattet zusätzlich, aufgenommene Fernsehfilme auf DVDs zu konservieren. Per Videoschnittsoftware
kann man zuvor noch ungewünschte Werbeblöcke entfernen.
Ausstattung
Neben Steckplätzen und Einbauschächten für Prozessor, Speicher und Laufwerke haben Barebonbes noch einiges mehr zu bieten. Dazu
zählen zunächst die Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte. Fixe USB 2.0-Buchsen dürfen genauso wenig fehlen, wie schnelle
Firewireports. Für unkomplizierten Anschluss sollten diese nicht nur an der Rückseite, sondern zusätzlich auch an der Gehäusefront
zu finden sein.
Ein echtes Plus sind Speicherkarten-Leseschächte, mit deren Hilfe die Übertragung von Digitalfotos aus der Digicam oder auch
MP3-Stücke für den Player ruckzuck erledigt sind. Obacht: oft besetzen diese Lesegeräte den Schacht für ein Diskettenlaufwerk.
Wer darauf nicht verzichten möchte, sollte genau prüfen, dass neben dem Card-Reader noch Platz für das Laufwerk ist.
Ebenfalls positiv ist eine drahtlose Netzwerkkarte für bequemes Surfen ohne Kabelsalat. Wem das nicht so wichtig ist, sollte
aber auf einen Ethernetanschluss achten. Der ist nötig, um einen DSL-Adapter anzuschließen. Wer noch per Modem ins Internet geht,
fährt am besten mit einer internen Steckkarte.
Für den Anschluss eines digitalen TFT-Displays sollte ein DVI-Anschluss am Gehäuse sein. Hierauf sollte man besonders achten,
wenn man die interne Grafik auf der Hauptplatine verwenden möchte. Einsteckkarten haben diesen Anschluss häufig standardmäßig.
Tipp: Wer nicht auf extrem große Rechengeschwindigkeit verzichten will und trotzdem einen Flüster-PC möchte, sollte sich
Barebonbes mit regulierbarem Prozessortakt näher anschauen. Diese Geräte besitzen einen Drehregler an der Front, der an den
Lautstärkeregler eines Kofferradios erinnert. Mit dem Regler kann man den Takt bequem herauf- oder herabsetzen. Somit kann man
bei Bedarf auf Fullspeed setzen, danach aber die Kraft reduzieren und die Lüfter zum Flüstern bringen. Ein Display neben dem Regler
gibt Auskunft über den aktuellen Prozessorspeed und informiert über installierten Speicher sowie freien Platz auf der Festplatte.
Statt Notebook
Ein Barebone kann für alle eine gute Alternative sein, die Ihren großen Desktop-PC ausmustern möchten und bisher an ein Notebook
als Platz sparenden und leisen Ersatz gedacht haben. Zwar lässt er sich nicht ganz so leicht transportieren und ist auch nicht
ohne Stromanschluss zu verwenden. Dafür ist aber ebenfalls klein und schick und bietet gegenüber dem Notebook einen großen Vorteil:
die Erweiterbarkeit.
Wenn auch in einem Barebone der Platz knapp ist, so gestatten doch manche, den Einsatz mehrerer Laufwerke in einem Gehäuse. Zudem
besitzen sie einen PCI-Steckplatz und meist auch einen AGP-Port. Gibt es eine bessere Grafikkarte, kann man die alte einfach
austauschen. Versuchen sie das mal bei einem Notebook.
Genauso leicht lassen sich alle anderen Komponenten gegen leistungsfähigere Versionen auswechseln. Hinzu kommt, dass man dabei auf
Standard-PC-Komponenten setzen kann. Der dafür zur Verfügung stehende Pool ist deutlich größer als der für Notebook-Komponenten
und obendrein günstiger.
Nicht vergessen
Da es sich bei einem Barebone nicht um einen fertig konfigurierten Computer handelt, benötigt man neben der fehlenden Hardware auch
noch ein Betriebssystem. Gerne wird dieses bei der Überlegung vergessen. Mindestens den Updatepreis von Ihrem alten Betriebssystem
auf eine aktuelle Variante müssen Sie dafür einkalkulieren. Etwa doppelt so teuer wird es, wenn Sie nicht zu einem Update, sondern
zu einer Vollversion greifen müssen. Kalkulieren Sie dafür etwa gut 200 Euro ein.
Wer diese Ausgabe scheut und nicht auf Windowskompatibilität angewiesen ist, kann zu einer kostenlosen Linux-Variante greifen.
Möchte man diesen Weg beschreiten, sollte man aber bereits Erfahrung mit dem System besitzen um späteren Frust zu vermeiden. Denn
leider ist Linux trotz deutlicher Verbesserungen bei der grafischen Benutzeroberfläche, immer noch etwas schwerer zu durchschauen
als Windows.
| | | achja: Was auch verwunderlich ist wieso dort kein Grafikkarten Modell angegeben ist. Wenn die Grafik...
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| | | | Also zum Spielen brauche ich den PC nicht. Solange der Bildaufbau schnell von Statten geht, reicht ...
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| | | | Der hier angegebene Link wurde entfernt. Bitte keine Werbung posten. Jules, Administrator ...
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