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Kaufberatung Arbeitsspeicher (RAM) 


Direkt zum Speicher

1. Mehr RAM, mehr Fun

2. Welcher darf es sein?

3. SDR und DDR

4. DDR2

5. Rambus

6. Dual Channel

7. Was bedeutet CL?

8. Wofür steht ECC?

9. DIMM und RIMM

10. Der Einbau

Mehr RAM, mehr Fun
Zur Speicherauswahl Sie wollen Ihren PC aufrüsten? Da ist es eine gute Idee mit dem Arbeitsspeicher anzufangen. Denn mit mehr Speicher hat das System quasi mehr Luft zum Atmen. Folge: alles läuft viel geschmeidiger und meist auch deutlich schneller.

So muss das Betriebssystem nicht mehr diverse Routinen auf der viel langsameren Festplatte zwischenlagern, sondern hat stets alle wichtigen Funktionen umgehend parat. Genauso geht es den Programmen, auch sie können sich im fixen Speicher breit machen und alle Aufträge zügig abarbeiten, ohne den Umweg über die langsame Festplatte nehmen zu müssen. Also, Grund genug in mehr RAM zu investieren, zumal dieser gar nicht so teuer ist.

Erleichternd kommt der einfache Ausbau hinzu, die Speichersteine könne selbst PC-Einsteiger ohne größere Probleme einbauen. Diese Aufrüstung ist somit gut geeignet die Hemmschwelle vor dem PC herabzusetzen. Eine größere Hürde könnten da schon die ganzen Fachbegriffe darstellen, die einem beim RAM-Kauf um die Ohren fliegen. Doch nur die Ruhe, wenn Sie die folgenden Kapitel gelesen haben, wissen Sie worauf es ankommt und können problemlos Ihren PC aufrüsten. (pr)

Welcher darf es sein?
Zur Speicherauswahl Dass Speicher nicht gleich Speicher ist, sieht man spätestens, wenn man sich auf die Suche nach neuen Bausteinen begibt. Zig verschiedene Versionen mit nahezu ebenso vielen Bezeichnungen tummeln sich auf dem Markt. Am besten, man lässt sich davon nicht verrückt machen und greift zunächst zu dem Handbuch des Motherboards respektive des PC. Dort führen die Hersteller in aller Regel auf, welche RAM-Riegel das System verwendet. Somit kann man bereits eine ganze Reihe Speichermodule bei der Suche unberücksichtigt lassen.

Fehlen das Handbuch oder entsprechende Angaben darin, kann ein Blick auf die Webseite des Platinenherstellers weiterhelfen. Dazu ist es allerdings nötig die Bezeichnung der Platine und den Hersteller zu kennen. Sind Ihnen beide unbekannt, können Sie zunächst mit einem Utility wie beispielsweise Tweak XP versuchen beides herauszubekommen. Das Tool kann die gesamte Hardware Ihres Systems untersuchen und alle Einzelheiten detailliert auflisten. Funktioniert dieser Weg nicht, sollten Sie auf der Platine selbst nachsehen. In aller Regel hat der Hersteller seinen Namen sowie die Typenbezeichnung darauf gedruckt.

Sie haben alles gefunden, verstehen aber nur Bahnhof, denn die Angaben bestehen nur aus Buchstabenkürzeln und Zahlen? Dann lesen Sie die nächsten Kapitel. Dort erfahren Sie, was es damit auf sich hat.

SDR und DDR
Zur Speicherauswahl Einfache Datenrate und doppelte Datenrate, so könnte man beide Kürzel einfach beschreiben. Gemeint ist, wie häufig pro Taktzyklus des Frontsidebus Daten in den Speicher geschrieben und ausgelesen werden können.

SDR (Single Data Rate) meint die einfache Datenrate. Es handelt sich bei SDR-RAM um den älteren Speichertyp, der in modernen Systemen nicht mehr eingesetzt wird. Ausnahme: in manchen Billig-PCs kann man auch heute noch auf diesen Typ treffen. Der Speicher arbeitet mit derselben Frequenz wie der Bus und trägt deshalb Kürzel wie PC 100 oder PC 133, wobei die Ziffern den Takt angeben.

SDR-Speicher sind untereinander kompatibel, d.h. ein SDR-RAM-Speicher, der für 133 Megahertz (MHz) optimiert ist, arbeit auch in Systemen mit 100 MHz Takt. Umgekehrt funktioniert es allerdings nicht. Der PC wird dadurch aber nicht schneller, der Speicher passt seine Arbeitsgeschwindigkeit dem System an und schaltet somit die Geschwindigkeit herunter.

DDR-RAM (Double Data Rate) kann zwei Datentransfers pro Taktzyklus abarbeiten und somit doppelt so viele Daten pro Sekunde schreiben und lesen. Dieser Speichertyp ist heute Standard. An seiner Typenbezeichnung kann auch man seinen Arbeitstakt ablesen, allerdings nur mit einem Trick. Man muss die angegeben Zahlen immer durch zwei teilen, um die Busgeschwindigkeit zu erfahren. So bedeutet das Kürzel DDR 333, dass der Bus mit 166 MHz getaktet ist. Die 333 kommt zustande, weil findige Marketingstrategen den Wert wegen des doppelten Datentransfers ebenfalls verdoppeln. DDR 400 beschreibt somit Arbeitsspeicher, der bei einem Bustakt von 200 MHz zweimal pro Zyklus Daten aufnehmen und abgeben kann.

SDR- und DDR-RAM sind nicht miteinander kompatibel und passen auch nicht in den Steckplatz der jeweils anderen Technik. Zwar existieren Mainboards, die beide Speichertypen aufnehmen können, doch ist das die Ausnahme. Auf solchen Boards lassen sich aber immer nur eine der beiden RAM-Techniken verwenden, mischen ist verboten.

DDR2
Zur Speicherauswahl DDR2 ist eine neue Generation DDR-Speicher, die mit höherem Takt arbeitet und somit mehr Daten pro Sekunde verarbeiten kann. Gleichzeitig benötigt dieser Speichertyp eine niedrigere Stromspannung, 1,8 Volt gegenüber 2,5 Volt beim DDR und 3,3 Volt beim SDR-RAM. Das kommt besonders einem Notebookakku zu Gute, der weniger Strom für den Speicher aufwenden muss und somit länger durchhalten kann.

Weiterer Vorteil ist die höhere Speicherdichte, die es gestattet, Rambausteine mit mehr Fassungsvermögen zu produzieren. DDR2-Speicher ist bereits mit vier Gigabyte Speicher auf dem Markt und wird künftig sogar acht Gigabyte und mehr auf einem einzelnen Baustein fassen können.

Trotz gleicher Baugröße ist DDR2-Speicher nicht in DDR-Speicherbänken einsetzbar. Zum einen verfügt er mit 240 Pins über mehr Kontakte als die DDR-Version mit 184. Zum anderen verhindert die seitlich versetzte Aussparung zwischen den Kontaktpins den mechanischen Einsatz in den Steckplätzen.

In der folgenden Tabelle können Sie die Leistungsfähigkeit üblichen DDR-Speichers mit der von DDR2-Speicher vergleichen.

Speicher
(Megahertztakt)
Kanäle Bandbreite
(Gigabyte/Sekunde)
DDR 266 1 (64 Bit) 2,1
DDR 266 2 (128 Bit) 4,2
DDR 333 1 (64 Bit) 2,6
DDR 333 2 (128 Bit) 5,3
DDR 400 1 (64 Bit) 3,2
DDR 400 2 (128 Bit) 6,4
DDR2 400 1 (64 Bit) 3,2
DDR2 400 2 (128 Bit) 6,4
DDR2 533 1 (64 Bit) 4,3
DDR2 533 2 (128 Bit) 8,6
DDR2 667 1 (64 Bit) 5,3
DDR2 667 2 (128 Bit) 10,6

Rambus
Zur Speicherauswahl Rambus (DRD-RAM: Direct Rambus Dynamic RAM) kam vor einigen Jahren als leistungsfähigere Konkurrenz zu SDR-RAM auf den Markt, konnte sich aber wegen hoher Preise nicht richtig durchsetzen. Das Erscheinen des flotten SDR-Nachfolgers DDR-RAM drängte diese Technik dann in eine kleine Marktnische.

Rambus arbeitet mit höherem Takt als SDR-RAM besitzt aber nur halb so viele Kanäle (Bits) zur Datenübertragung 32 statt 64 bei SDR-RAM. Ältere Versionen haben gar nur 16 Bits zur Verfügung. So wird der Vorteil des höheren Arbeitstakts durch den Flaschenhals der geringen Bandbreite zur Übertragung nahezu wieder zunichte gemacht.

Betagten 16-Bit-Chips hängt zudem der Nachteil an, dass man sie immer nur paarweise einsetzen kann. Das bedeutet, wer sein System um 256 Megabyte Speicher aufrüsten möchte, muss dafür zu zwei 128 Megabyte-Chips greifen und wertvolle Steckplätze blockieren. Möchte man den RAM später ein weiteres Mal aufstocken, sind meist schon alle Plätze belegt, so dass man den alten Speicher herausnehmen und komplett ersetzen muss. Die alten Chips kann man dann meist nur noch wegwerfen, ein Jammer! Speicherriegel mit 32-Bit lassen sich demgegenüber auch einzeln nachrüsten, allerdings sollte man sie nicht mit 16-Bit-Chips mischen, da das zu Problemen führt.

Genau wie DDR-RAM kann auch Rambus zwei Datentransfers pro Taktzyklus bewältigen, was auch hier die Marketingabteilungen dazu bewogen hat sämtliche Angaben hochzurechnen. Ein mit 1200 MHZ angegebener Speicherbaustein werkelt folglich mit 600 MHz.

Übrigens, in nicht benutzen Rambus-Steckplätzen steckt immer ein leeres Speichermodul, ein so genanntes C-RIMM. Es stellt sicher, dass der Datenfluss nicht unterbrochen wird. Fehlt solch ein Modul, verweigert der PC den Start. Für den Speicherausbau nehmen Sie es einfach heraus und ersetzen es mit dem neuen Baustein.

Dual Channel
Zur Speicherauswahl Ein schönes Feature ist die Zweikanaltechnik, die sowohl SDR- und DDR-RAM sowie auch Rambus-Speicher beherrschen. Diese Technik ermöglicht es, Daten über zwei getrennte Kanäle in den Speicher zu übertragen. Somit verdoppelt sich der Datendurchsatz; statt beispielsweise 3,2 Gigabyte pro Sekunde, lassen sich 6,4 Gigabyte Daten austauschen. Das gibt einen reellen Schub bei der Arbeit.

Moderne Speicherbausteine beherrschen nahezu ausnahmslos den doppelten Durchsatz, ob er zum Einsatz kommen kann, hängt aber vom Chipsatz auf dem Mainboard ab. Ob Ihr Chipsatz dazu in der Lage ist, erfahren Sie im Handbuch oder auf der Webseite des Platinenherstellers.

Was bedeutet CL?
Zur Speicherauswahl Diese Abkürzung steht für CAS Latency, respektive "Column Access Strob Latency". Es handelt sich dabei um eine Zeitangabe. Der Wert gibt an, nach wie vielen Taktzyklen der Arbeitsspeicher Daten an den Prozessor übertragen kann. CL 2 bedeutet beispielsweise, dass der Prozessor bei jedem zweiten Takt Daten schreiben und auslesen kann. Bei CL 3 klappt das nur bei jedem dritten Takt und bedeutet folglich, dass im gleichen Zeitraum weniger Daten übertragen werden und der PC somit langsamer arbeitet.

Schnelle Speicherriegel können diesen Vorteil aber nur ausspielen, wenn das Mainboard das zulässt. Auch hier gilt: ein Blick ins Handbuch respektive auf die Webseite des Herstellers gibt Auskunft. Man liegt auf jeden Fall nicht falsch, wenn man zu schnellem Speicher greift, denn dieser arbeitet auch auf langsameren Motherboards, dort aber ohne Geschwindigkeitsvorteil; er passt sich dem Board an.

Wofür steht ECC?
ECC steht für "Error Checking and Correction". Dieser Ausdruck beschreibt einen Kontrollmechanismus für den Datentransfer von und zum Arbeitsspeicher und soll Datenverluste verhindern helfen. Haupteinsatzgebiet solcher Speicher sind Server, die so stabil und sicher wie möglich arbeiten sollen. Für den privaten Einsatz kann man diesen Schutz guten Gewissens vernachlässigen, zumal diese Technik den Speicher verteuert.

Wer auf ECC setzen möchte, sollte aber vor dem Kauf einen Blick in das Handbuch seiner Hauptplatine werfen, denn nicht alle Chipsätze unterstützen den Kontrollmechanismus.

DIMM und RIMM
Beide Bezeichnungen meinen nicht den Arbeitsspeicher, sondern beschreiben das grüne Plastik, also die Platine des Speicherriegels. DIMM steht für Dual Inline Memory Module und bezeichnet die Platine von SDR- und DDR-RAM. RIMM steht für Rambus Inline Memory Module und wird im Zusammenhang mit Rambus-Speicher gebraucht.

Der Einbau
Zur Speicherauswahl Wie zu Beginn schon angesprochen, der Einbau von Arbeitspeicher ist nicht schwer und wohl die leichteste Möglichkeit, den PC mit neuer Hardware auszurüsten. Wer seinen PC noch nie geöffnet hat, findet mit dem Einsatz von RAM einen idealen Einstieg ins Hardwaretuning. Alles, was Sie hierfür brauchen, ist ein geeignetes RAM-Modul sowie einen Schraubenzieher zum Öffnen des Gehäuses.

Wichtig vor der Berührung des Speicherbausteins und auch der Hauptplatine im PC ist, dass Sie sich geerdet haben, damit nicht statische Aufladung die Hardware beschädigen kann. Hierzu kann man entweder zu einem Erdungsarmband greifen, das man für etwa zehn Euro im Elektronikfachmarkt bekommt, oder man fasst schlicht und einfach direkt vor dem Kontakt zu den Platinen die Heizung an.

Ist das Gehäuse geöffnet, müssen Sie die Speichersteckplätze lokalisieren. Das sollte nicht schwer sein, da vermutlich bereits mindestens ein Baustein installiert ist. Halten Sie Ausschau nach einem RAM-Riegel, der dem neuen Modul ähnelt. Hilfreich ist auch, wenn Sie die Kontaktleiste des neuen Modul nahe an die verfügbaren Steckplätze halten, so sehen Sie schnell, ob es passen könnte oder nicht.

Falsches Einsetzen brauchen Sie nicht zu befürchten, da der Riegel zum einen nur in einen RAM-Slot passt und zum anderen auch dort nur in einer Position eingesetzt werden kann. Einkerbungen in der Kontaktleiste verhindern falsches Einsetzen. Den Speicher sollten Sie möglichst nur am Rand anfassen, vermeiden Sie die Berührung der Kontakte, damit weder Schweiß noch Fett den Datenaustausch stören können.

Haben Sie den Steckplatz lokalisiert, drücken Sie den Speicher beherzt aber nicht mit Gewallt tief in den Slot, solange bis die Arretierklemmen an den Rändern den Speicher berühren. Nun noch den Speicher damit befestigen und Sie können den PC wieder zusammenbauen. Fertig!

Mehr Informationen zum Thema PC aufrüsten finden Sie in unserer Bücherecke
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 Hallo,

so wie die Sache sich anhört, soll der Stick in einem PC, der in einem Netzwerk läuft sein...


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Mittwoch, 14. Mai 2008 00:23:29 GMT+1  
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