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1. Nie mehr Diskette
2. Speicherkapazität
3. Schnittstelle
4. Gehäuse
5. Verlängerungskabel
6. Datenschutz
7. Voraussetzungen
8. U3-kompatible USB-Sticks
Direkt zu
den USB-Sticks
Nie mehr Diskette
Hand aufs Herz, wann haben Sie das letzte Mal Ihr Diskettenlaufwerk benutzt?
Heute? Letzte Woche? Letzten Monat? Oder wissen Sie schon gar nicht, wann Sie
eine Floppy ins Laufwerk gesteckt haben? Vielleicht hat ja Ihr PC auch schon
gar kein Laufwerk mehr. Vermutlich geht es Ihnen wie immer mehr PC-Anwendern,
Sie verwenden den einstmals so praktischen Speicher kaum noch. Er ist zwar robust,
doch auch sehr langsam und bietet nur Platz für wenige kleine Dateien.
Den Todesstoß haben Disketten längst erhalten: von den USB-Sticks. Gerade mal
so groß wie ein Feuerzeug, speichern sie ein Vielfaches einer Diskette, sind
fix mit Daten gefüllt und lassen sich an jedem PC mit USB-Schnittstelle verwenden.
Selbst Zip und Co. sind durch diese geniale Speichertechnologie ihrer Existenzberechtigung
beraubt. Kein Wunder, denn so leicht war Speichern noch nie, echtes Plug-and-Play
eben.
Wenn Sie auch mit dem Gedanken spielen, sich diesen pfiffigen kompakten Speicher
zuzulegen, sollten Sie unsere Kaufberatung genau studieren, denn es gibt bei
der Auswahl einiges zu beachten. (pr)
Speicherkapazität
USB-Sticks gibt es mittlerweile in vielen unterschiedlichen Speichergrößen.
Angefangen bei wenigen Megabyte bis zu mehreren Gigabyte. Die anfangs erhältlichen
Varianten mit nur einer Hand voll Megabyte Kapazität findet man heute nicht
mehr. Genauso werden in Zukunft die Versionen an der unteren Speichergrenze
mehr und mehr verschwinden. Grund: Stifte mit größerer Speicherkapazität werden
zunehmend günstiger und lassen somit kleinere Versionen unattraktiv erscheinen.
Kleine Varianten mit nur wenigen hundert Megabyte Platz sind ideal geeignet,
um sich Arbeit von der Firma mit nach Hause oder Präsentationen mit zum Kunden
zu nehmen. Auch einige Musik-CDs kann man in MP3-Form dort zwischenspeichern.
Mit Startpreisen von unter zehn Euro reißen die Stifte auch keine großen Löcher
in die Kasse.
Viel Speicher fürs Geld
Mehr Speicherplatz kostet aber auch nicht viel mehr. Für nur wenige Euros Aufpreis
erhält man schon Speichersticks, die ein Gigabyte Platz bieten. Das ist für
die meisten sehr viel und für den schnellen Datentransport von Office-Dokumenten
eigentlich auch überdimensioniert. Solche Stifte machen Sinn, wenn schnell ein
Backup wichtiger Daten fällig ist oder man eine kleine aber sehr portable externe
Festplatte möchte.
Größere Stifte, mit mehreren Gigabyte Fassungsvermögen, können bereits portable
Festplatten ersetzen. Ihre Größe gestattet es, Daten dauerhaft darauf zu lagern
und zusätzlich noch Platz für den Transport weiterer Daten zur Verfügung zu
haben. Die Preise für diesen Kapazitätsrahmen bewegen sich in der Regel unter
hundert Euro. Nur wer zu den größten verfügbaren Stiften greift, überschreitet
diese Schwelle. Ganz neue und besonders große Speicherriesen kratzen mitunter
auch an der 200- oder gar 300-Euro-Marke.
Einsatzzweck entscheidend
Statt auf einen teueren Stick mit viel Platz zu setzen, kann es für manche eventuell
lohnender sein mehrere kleine Sticks zu benutzen, solange die zu transportierenden
Daten eine Aufteilung gestatten. Über die richtige Größe sollte also der Einsatzzweck
entscheiden. Auch wenn viel nach viel klingt, wozu Geld aus dem Fenster schmeißen,
wenn auch zwei oder drei kleinere Sticks langen?
Schnittstelle
Stick ist nicht gleich Stick. Neben der Speichergröße spielt vor allem die Schnittstelle
eine große Rolle. Zwar werden alle Sticks über den USB-Port mit dem PC verbunden,
doch ermöglichen zwei verschiedene USB-Standards unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten.
Der ältere USB-1.1-Standard lässt maximal einen Datendurchsatz von einem Megabyte
pro Sekunde zu. Der neuere USB-2.0-Standard ermöglicht - zumindest theoretisch
- bis zu 60 Megabyte in der Sekunde. Man nennt ihn daher mitunter auch Hi-Speed-USB.
Nicht alle sind fix
Ganz so schnell sind die Sticks jedoch nicht. Aber immerhin: Spitzenmodelle
schaffen eine Übertragungsrate von bis zu 30 Megabyte in der Sekunde. Bei günstigen
Stiften muss man sich aber mit langsameren Transferraten zufrieden geben. Oft
liegen diese unter zehn Megabyte pro Sekunde. Je fixer ein Stift Daten lesen
und schreiben kann, desto geringer ist die Wartezeit bis ein Kopiervorgang beendet
ist. Zu bedenken gibt es hierbei jedoch, dass die Sticks hohe Übertragungswerte
meist nur bei großen Dateien erreichen. Gilt es viele kleine Daten zu übertragen,
sinkt die Transferrate mitunter dramatisch ab.
Günstig aufrüsten
Um die schnelle Übertragung nutzen zu können, muss der PC über eine USB-2.0-Schnittstelle
verfügen, die bei aktuellen PCs längst Standard ist. Anschließen und benutzen
lassen sich die Stifte zwar auch an der älteren Schnittstelle, doch schalten
sie dann auf die langsamere Übertragungsgeschwindigkeit herunter. Wer auf fixen
Transfer nicht verzichten möchte, aber keinen entsprechenden Anschluss am PC
hat, kann diesen schon für unter zehn Euro nachrüsten.
Zu den USB-Controllern
Gehäuse
USB-Sticks sind klein und handlich, sie lassen sich in der kleinsten Tasche,
am Schlüsselbund oder um den Hals hängend transportieren. Das macht diesen Speicher
so attraktiv, bedeutet aber, dass er, wenn er überall mit hingenommen wird,
auch harten Belastungen ausgesetzt werden kann. Am Schlüsselbund muss er dem
Druck der metallenen Türoffner standhalten, besonders dann, wenn der Schlüsselbund
in der Hosentasche steckt oder wild am Gürtel baumelt. In der Handtasche drückt
zuweilen der gesamte Inhalt auf den Stick und am Hals kann er Schweiß oder Regen
ausgesetzt sein. Kurz: Der USB-Stick muss hart im Nehmen sein. Achten Sie also
auf ein robustes Gehäuse.
Kräftige Kontakte
Nicht nur das Gehäuse sollte stabil sein, auch der Steckkontakt sollte einiges
aushalten können und möglichst über eine Verstärkung am Übergang zum Gehäuse
verfügen. Denn der vom PC abstehende Stift kann leicht mal etwas Druck ausgesetzt
sein, sei es beim An- oder Abstöpseln oder bei anderen Gelegenheiten, wie einem
versehentlichen Stoß.
Heftiges Schütteln in der Tasche oder am Schlüsselbund macht dem Speicher im
Gehäuse dagegen nichts aus, da er nicht aus beweglichen Teilen besteht wie beispielsweise
eine Festplatte oder ein Zip-Laufwerk. Es handelt sich vielmehr um Flash-Speicher,
wie er auch in Speicherkarten für Digitalkameras Verwendung findet. Man kann
also guten Gewissens mit einem Stick in der Tasche joggen.
Schmal ist gut
Die Gehäuseform spielt auch eine wichtige Rolle. So kann man einen schmalen
Stift auch dann noch am PC anschließen, wenn die Buchsen dicht gedrängt liegen
und sich dort bereits andere Stecker und Kabel tummeln. Ein zu breiter Stift
ließe sich in solch einem Fall nicht anschließen, ohne dass andere Stecker zunächst
entfernt werden müssten. Wer will schon ständig Drucker, Scanner oder andere
Geräte abkoppeln, bevor er den Stick anschließen kann?
Verlängerungskabel
Einigen Stiften liegt ein Verlängerungskabel bei und das ist gut so. Denn mit
solch einem Kabel kann man sich vieles leichter machen. So muss man nicht ständig
unter den Schreibtisch turnen oder sich verbiegen, um an die Rückseite des PC
zu gelangen, wenn man den Stift anschließen möchte. Wessen PC schwer zugängliche
Schnittstellen hat, sollte also unbedingt auf ein Verlängerungskabel Wert legen.
Praktische Verlängerung
Ebenfalls vorteilhaft ist solch ein Kabel, wenn das Gehäuse des USB-Sticks zu
breit ist und man den Stick nicht ohne andere Geräte abkoppeln zu müssen, anschließen
kann. Das schmale Kabel kann einfach in der Buchse verbleiben, während das andere
Ende auf dem Schreibtisch liegt und Kontakt zum Speicher aufnehmen kann. Achtung:
Einige Hersteller legen den Sticks zwar Kabel bei, doch sind diese mitunter
so kurz, dass sie nicht bis auf den Schreibtisch reichen. Achten Sie daher darauf,
dass die Kabel mindestens einen Meter lang sind.
Mit Dockingstation
Das Kabel hat noch weitere Vorteile: Besonders wichtig ist die Sicherheit, denn
ist der Stift über ein Kabel mit dem Computer verbunden, steht er nicht gefährlich
weit ab und kann versehentlich abbrechen. Stattdessen liegt er sicher auf dem
Schreibtisch. Obendrein haben viele Sticks eine LED (Leuchtdiode) am Gehäuse,
die leuchtet wenn Daten bewegt werden. An ein Kabel angeschlossen hat man den
Stick immer in Sichtweite und kann somit die LED kontrollieren. Die Luxusversion
eines Verlängerungskabels stellt eine Dockingstation dar. In ihr steht der Stick
sicher auf dem Tisch und sieht dabei auch noch schick aus.
Günstige Kabel
Liegt dem Wunsch-Stift kein Kabel bei, muss das nicht unbedingt ein K.o.-Kriterium
sein, denn Verlängerungskabel kann man auch einzeln erwerben. Nicht einmal zwei
Euro muss man für günstige Ausführungen investieren. Gleichzeitig hat das den
Vorteil, dass man genau die Länge wählen kann, die man für den eigenen Schreibtisch
benötigt.
Eine weitere Möglichkeit, das Turnen unter den Schreibtisch zu vermeiden, bietet
eine USB-Tastatur, die zusätzliche Anschlüsse zur Verfügung stellt. Besitzt
man solch eine Tastatur ist man fein raus. Denn der Stift ist schnell dort angedockt
und man hat auch die LED stets im Blick. Allerdings kann man die Daten in der
Regel nur langsam übertragen, da Tastaturen zumeist nach dem USB-1.1-Standard
arbeiten.
Kabel getrennt kaufen
Zu den Tastaturen
Datenschutz
Genau wie auch die gute alte Diskette über einen Schreib- und Löschschutz verfügt,
sollte auch ein USB-Stick eine solche Schutzvorrichtung besitzen. Mindestens
mitgelieferte Software sollte diese Funktion übernehmen. Deutlich einfacher
und komfortabler ist solch ein Mechanismus aber, wenn sich am Gehäuse ein Schalter
befindet, der mechanisch einen Schutz auslöst. Denn ohne Schreib- und Löschschutz
lebt man stets mit der Gefahr, Daten versehentlich zu überschreiben oder zu
löschen.
Ideal ist eine Kombination aus mechanischem Schutz und Softwareschloss. Die
Mechanik kann dann vor versehentlichem Löschen bewahren während die Software
den Zugriff auf die Daten von einer Passwortfrage abhängig machen kann. Somit
sind die Dokumente auch vor den neugierigen Augen Dritter geschützt, falls die
einmal den Speicher in die Hände bekämen.
Voraussetzungen
Die Voraussetzungen für den Einsatz eines USB-Sticks sind erstaunlich gering,
was mit ein Grund für den Boom dieses Speichertyps ist. Man kann ihn ohne Treiberinstallation
während des Betriebs an jeden PC anschließen, auf dem Windows ME, 2000 oder
XP installiert ist. Die Computer erkennen die Stifte automatisch und mounten
sie als Wechselplattenlaufwerk. Danach kann man einfach Daten per Drag-and-Drop
darauf kopieren oder herunterladen.
Ebenfalls an Apple Macintosh-Computern und Linux-PCs sind die Sticks ohne weiteres
verwendbar. Allerdings sollte sich dort ebenfalls eine aktuelle Version des
jeweiligen Systems befinden. Für den Mac heißt das, es sollte mindestens OS
9 oder gar OS X installiert sein und auf dem Linux-PC sollte es mindestens die
Kernel-Version 2.4 sein.
Wer mit Windows 98 arbeitet, sollte die Second Edition (Zweite Ausgabe) benutzen.
Dann kann man die Stifte mit extra zu installierendem Treiber verwenden. Ältere
Betriebssysteme wie Windows 98 (erste Ausgabe), Windows 95, NT oder auch CE
werden dagegen leider nicht unterstützt.
U3-kompatible USB-Sticks
Einen besonderen Vorteil bieten U3-kompatible USB-Speicherstifte. Auf ihnen
kann man nicht nur Daten ablegen, sondern auch Programme installieren und ein
Abbild seines Desktops speichern. Die Programme lassen sich auf jedem PC starten,
an man den Stick anschließt. Eine Installation ist dort nicht nötig. Hat man
seine Schreibtischoberfläche gespeichert, baut eine integrierte Software vom
U3-Stick diese auf dem Fremd-PC auf, so dass man das Gefühl hat, am eigenen
PC zu Hause oder im Büro zu sitzen. Auch dies geschieht ohne Installation automatisch
nach dem Einstecken des Sticks.
Besondere Software
Allerdings lässt sich nicht jede Software darauf installieren, sondern nur solche,
die auf U3 spezialisiert ist und keine Informationen im Betriebssystem des PCs
speichert. Die Liste der verfügbaren Software ist recht lang und reicht von
kostenlosen Hilfsprogrammen bis zu mächtigen Office-Paketen. So findet man etwa
E-Mail-Programme, die kostenlose Open-Office-Suite, inklusive Textverarbeitung,
Tabellenkalkulation, Präsentation und Datenbank-Programm sowie andere. Selbst
Virenschutzprogramme zum Untersuchen des Gast-PC gibt es. Eine vollständige
Liste können Sie auf
dieser Internetseite einsehen.
Hohe Sicherheit
Wer mit seinen Daten an einem Fremd-PC arbeitet, braucht keine Angst zu haben,
dass diese oder Informationen darüber am Gast-Computer zurückbleiben. Denn beim
Entfern des U3-Sticks verschwinden gleichzeitig alle Daten vom PC. Der Zugriff
auf die Daten des Sticks lässt sich zudem von einer Kennworteingabe abhängig
machen. Gleichzeitig erlaubt die mitgelieferte U3-Software den Speicherstift
als Kennworttresor zu verwenden. So lassen sich Zugangsdaten zu geschützten
Webseiten, wie etwa dem Online-Bankkonto, darauf abspeichern. Besucht man die
entsprechende Webseite, trägt das Programm die Zugangsdaten automatisch ein.
Ein USB-Stick muss die U3-Technik von Haus aus unterstützen, gewöhnliche Speicherstifte
lassen sich nicht nachrüsten. Wer sich jedoch gut mit Windows auskennt und umständlichen
Umgang nicht scheut, kann im Internet Programme finden, die sich ebenfalls auf
einem Speicherstift installieren und nutzen lassen.
Buchtipps
Weitere Informationen zum Thema USB finden Sie in
diesen Fachbüchern.
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