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Kaufberatung Spielekonsolen 


1. Der Reiz ist ungebrochen

2. Die neue Generation

3. Sony Playstation 3

4. Xbox 360

5. Nintendo Wii

6. Die alte Generation

7. Nachteile der "Alten"

8. Sony Playstation 2

9. Xbox

10. GameCube

11. Spielen unterwegs

12. Portable Playstation PSP

13. Nintendo DS

14. Welche denn nun?

Zu den Konsolen

Der Reiz ist ungebrochen
Zu den Konsolen Spielen macht Spaß, am PC und auch im Wohnzimmer am Fernseher. Denn dort bietet der größere Bildschirm mehr Actionvergnügen als der kleine Computerschirm. Zudem lässt sich eine Spielkonsole viel leichter in Betrieb nehmen als ein Computer. Man braucht keine PC-Kenntnisse und hat keine Treiberprobleme - einfach einschalten und los geht's.

Die Auswahl der richtigen Konsole ist eigentlich recht einfach. Nur drei Anbieter tummeln sich am Markt: Nintendo, Microsoft und Sony. Beschränkt man sich bei der Auswahl auf die neueste Generation, muss man sich nur zwischen drei Geräten entscheiden, schielt man noch auf die günstigen Geräte der älteren Generation, stehen insgesamt auch nur sechs Spielcenter zur Auswahl.

Da sollte man meinen, dass die Auswahl der richtigen Box nicht so schwer ist. Richtig! Doch Fehler kann man trotzdem machen. Gerade wer Konsolenbesitzer im Freundeskreis hat oder das Gerät intensiv als DVD-Player für private Kinoabende einsetzen möchte, sollte sich vor dem Kauf genau informieren. In den folgenden Kapiteln durchleuchten wir deshalb Vor- und Nachteile der am Markt befindlichen Spielkonsolen. (pr)


Die neue Generation
Zu den Konsolen Microsoft ist mit der Xbox 360 am längsten auf dem Konsolenmarkt der nächsten Generation vertreten. Etwas später folgte Nintendo, das den GameCube mit der Wii ablöste und als letztes schickte Sony die Playstation 3 ins Rennen. Alle drei Konsolen unterscheiden sich recht stark in der Ausstattung und auch im Preis.

Wenn nur der Kontostand entscheidet, ist die Entscheidung schnell gefallen, doch sind dann die drei Vorgängerversionen ebenfalls einen Blick wert. Eine weitere Vorentscheidung treffen möglicherweise die verfügbaren Spiele. Denn nicht alle Spiele sind für alle Konsolen zu haben. Auch der Mehrwert, etwa die Konsole als Mediacenter benutzen zu können, grenzt die Auswahl ein.


Sony Playstation 3
Zu den Konsolen Das neueste, potenteste und zugleich teuerste Pferd im Stall ist Sonys Playstation 3, kurz PS3. Da sie als letztes auf den Markt gekommen ist, hat sie auch die neueste Technik spendiert bekommen. Dazu zählt etwa der Prozessor, der mit acht Kernen vor Kraft nur so strotzt. Zur Erinnerung: Moderne PCs rechnen "nur" mit zwei Kernen. Keiner der Mitbewerber hat so viel Leistung unter der Haube.

Tolle Grafik auf HDTV

Hinzu kommt eine sehr gute Grafik, die auf dem Papier zwar weniger Eindruck schindet, aber mit für die PS3 optimierten Spielen zu Höchstform aufläuft. Das gilt besonders dann, wenn man die Konsole an einen HDTV-Fernseher mit großer Bildauflösung anschließt. An ein Standard-Fernsehgerät mit PAL-Auflösung angeschlossen, verschenkt man den Großteil der optischen Leistungsfähigkeit.
Weiterhin stehen auf der Habenseite Netzwerkanbindung, kabellos per WLAN oder mit Kabel nach Ethernetstandard. Auch Bluetooth ist mit an Bord, das man beispielsweise für den Kontakt zu dem mitgelieferten kabellosem Kontroller nutzt. Kartenleser für verschiedene Speicherkartenformate sowie USB-Anschlüsse sind ebenfalls vorhanden.

Blu-ray-Laufwerk inklusive

Besonderes Augenmerk sollten zudem eine austauschbare interne Festplatte und vor allem das Blu-ray-Disc-Laufwerk bekommen. Blu-ray ist einer der zwei Nachfolger der DVD. Der andere ist das konkurrierende HD-DVD (High Density-DVD) auf das Microsoft mit der Xbox 360 setzt. Auf Blu-ray-Discs lassen sich komplette Spielfilme in höchster Fernsehauflösung nach HDTV-Standard und digitaler Raumklang speichern. Letzteren bietet die PS3 ebenfalls. Zur Übertragung von Bild und Ton gibt es einen HDMI-Anschluss (High Definition Multimedia Interface), der die Daten digital überträgt und auch mit Kopierschutz umgehen kann. Damit ist die Playstation 3 die einzige der hier vorgestellten Konsolen, die sich als vollwertiger digitaler HDTV-Player eignet.

Potenter Mediaplayer

Daneben ist die PS3 auch ein vollwertiger Mediaplayer. Sie spielt neben Blu-ray-Discs auch DVDs, Audio-CDs und sogar die in HiFi-Kreisen beliebte Super Audio CD (SACD) ab. Füttern kann man sie auch mit Videos, Fotos oder Musik, die man auf CD oder einer Speicherkarte gesammelt hat. Die PS3 kennt alle gängigen Formate. Möchte man die Konsole häufig als AV-Anlage einsetzen, ist der Kauf einer optional erhältlichen Fernbedienung ratsam, da hierfür die Bedienung per Kontroller etwas umständlich ist.

Als PC nutzbar

Die Playstation 3 ist technisch ein kompletter PC und als solcher lässt sie sich ebenfalls betreiben, allerdings mit einigen Einschränkungen. So kann man beispielsweise ein Linux-Betriebssystem installieren, das Sony offiziell unterstützt. Jedoch ist die Installation nicht unbedingt Einsteigern zu empfehlen, da man zuvor die Festplatte formatieren muss. Windows lässt sich leider nicht nutzen. Zudem verweigert Sony dem Gastsystem direkten Zugriff auf die schnelle Hardware, so dass man im Prinzip nur einen PC erhält, der für Büroarbeiten und Websurfen taugt. Fürs Websurfen müsste man auch kein Betriebssystem installieren, das beherrscht die PS3 bereits von Haus aus.

Eine weitere Finesse bietet etwa ein in den Kontroller integrierter Bewegungssensor: Dank ihm ist es beispielsweise möglich ein Auto zu lenken, indem man den Kontroller in die entsprechende Richtung neigt. Umsteiger von einer älteren Playstation müssen sich nicht nur deswegen an die neue Steuereinheit gewöhnen, denn diese ist im Vergleich zu älteren Modellen neu designt und deutlich leichter.

Alte Spiele weiternutzen

Positiv für Umsteiger: Die meisten alten PS2-Spiele lassen sich auch mit der PS3 nutzen, manche davon sogar mit besserer Grafik als beim Vorgänger. Welche Spiele sich nutzen lassen, veröffentlicht Sony in dieser Liste, die man regelmäßig aktualisiert und um weitere Titel ergänzt. Ebenfalls schön: Ist die aktuellste Firmware installiert, lassen sich sogar Spiele der ersten Playstation PS1 nutzen. Diese muss man allerdings online kaufen und auf die Playstation laden.

Online-Zugang

Im Vergleich zum Vorgänger hat die PS3 den Online-Zugang gleich mit an Bord. Alles, was man braucht, ist ein fixer Zugang und idealerweise einen Router für kabellosen Zugriff. Dann kann man stets die neueste Firmware laden, Software kaufen, Filme und Trailer downloaden und - für manche am wichtigsten - gegen andere Gegner auf der ganzen Welt spielen.

Datenaustausch mit PSP

Besitzer einer Portable Playstation PSP können gar drahtlos mit der PS3 Daten austauschen und etwa Filme auf die PSP kopieren. Besonderer Clou: Hält man sich unterwegs mit der tragbaren Playstation innerhalb eines Hotspots auf, also einer drahtlosen Zugriffszone fürs Internet, kann man von dort einen Filmdownload auf die PS3 veranlassen. Zuhause schaut man den Film am TV oder überträgt ihn auf die PSP. In Zukunft soll das sogar alles über das Internet funktionieren. Dann kann man sich Filme von der PS3 auf die portable Playstation über das Internet übertragen lassen. Vorraussetzung dafür allerdings: Die PS3 muss zuhause ununterbrochen in Betrieb sein, was recht hohe Stromkosten verursachen kann.

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Kaufberatung HDTV


Xbox 360
Zu den Konsolen Die Xbox 360 zieht im technischen Vergleich zur Playstation 3 den Kürzeren. Doch bedeutet das keinesfalls, dass die Konsole schlecht oder minderwertig ist. Im Gegenteil, die Grafik ist beeindruckend, ähnlich gut wie bei der PS3 und um Längen besser als bei Nintendos Wii. Wie für die Playstation gilt aber auch für die Xbox 360: Beste Bildqualität bekommt man erst mit Spielen, die für die Konsole entwickelt und optimiert sind und in höchster HDTV-Auflösung laufen, welche auch die Xbox 360 unterstützt.

Unterstützt HDTV

Im Unterschied zur PS3 hat die Xbox 360 aber keinen digitalen HDMI-Ausgang. Bei künftigen Generationen der Spielkonsole kann sich das möglicherweise ändern, noch muss man aber mit Beschränkungen leben, wie geringfügig schlechtere Bildqualität und der Unfähigkeit kopiergeschütze Daten verarbeiten zu können. Kauft man ein optional erhältliches externes HD-DVD-Laufwerk, kann man hochaufgelöste Filme nach HDTV-Standard genießen, vorausgesetzt man hat einen entsprechenden Fernseher. Das Laufwerk spielt auch DVDs und CDs ab und kann somit den DVD-Player ersetzen.

Unterschiedliche Versionen

Der Prozessor verfügt über drei Kerne und kann damit eine sehr hohe Rechenleistung bereitstellen. Die weitere Ausstattung der Xbox 360 ist abhängig von der Version. Man hat zwei Varianten zur Auswahl: Eine günstige Core-Version und eine voll ausgestattete Premium-Version. Für etwa hundert Euro Aufpreis erhält man in der Premium-Version einen kabellosen Kontroller, eine Festplatte und drahtlosen Webzugang per WLAN.

Online-Zugang

Somit ist es auch mit der Xbox 360 möglich kabellos ins Web zu gelangen und Online-Gegner zum Spielen zu finden. Zudem lassen sich bei Microsoft Spiele kaufen. Einige sind sogar kostenlos, für die meisten wird jedoch eine Gebühr fällig. Wer möchte, kann mit anderen Spielern online chatten. Ist eine als Extra erhältliche Webcam installiert, sind sogar Videochats möglich. Neben Spielen kann man im Web auch Filme und Spieledemos, Filmtrailer und Bilder herunterladen. Musik für den MP3-Player Zune kann man ebenfalls online kaufen und anschließend drahtlos auf diesen übertragen.

Zusammenspiel mit Windows Vista

Wer keinen kabellosen Internetanschluss unterhält, kann die Xbox 360 auch per Kabel an ein Ethernet-Netzwerk anschließen. Ebenfalls vorhanden: USB-Anschlüsse. Darüber lässt sich die Konsole etwa mit Musik, Videos und Fotos füttern und somit als vollwertiger Multimediaplayer verwenden. Besonders schön: Die Xbox 360 lässt sich als Streamingbox für den PC nutzen, um von dort Filme, Fotos und Musik zum Fernseher ins Wohnzimmer zu übertragen. Das klappt im Zusammenspiel mit Windows Vista (Home-Premium oder Ultimate), da die Konsole vom Betriebssystem als so genannte Extender-Erweiterung erkannt wird. Dadurch ist es beispielsweise möglich, den Datenaustausch zu optimieren und nervige Ruckler zu vermeiden.

Spiele der Vorgängerversion kann man auch mit der neuen Xbox spielen, wenn auch nicht alle. Eine Liste aller kompatiblen Spiele finden Sie hier.

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Nintendo Wii
Zu den Konsolen Nintendo macht die Hardwareschlacht nicht mit. Weder setzt man auf einen besonders fixen Prozessor noch auf Hochleistungs-Grafikchips. Im Prinzip bekommt man hier technisch die gleiche Kost wie beim Vorgänger GameCube. Ist die Wii-Konsole damit uninteressant? Ganz und gar nicht!

Nichts für Couchpotatoes

Mit Wii, das sich vom englischen "we" ableitet und "wir" bedeutet, geht Nintendo einen gänzlich anderen, eigenen Weg: Wii revolutioniert die Spielsteuerung. Bei der Wii sitzt man beim Spielen nicht auf dem Sofa, man steht vor dem Fernseher und macht selbst mit beim Spiel. Bei einem Tennismatch muss mit man dem Arm nach dem Ball schlagen. Wer mit dem Gegner kämpft, vollführt eine Art Schattenboxen. Alle nötigen Bewegungen der virtuellen Spielfigur muss der Spieler selbst vormachen.

Kontroller mit Bewegungssensoren

Möglich machen das Bewegungssensoren, die in die Kontroller integriert sind. Per Bluetooth und zusätzlichen Infrarotsignalen übertragen sie Position, Neigung, Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit an die Spielkonsole. Diese wertet die Daten aus und lässt die Spielfigur entsprechend reagieren. Um den Spielspaß weiter zu erhöhen, sind Lautsprecher in die Kontroller integriert, welche die Geräusche von Sportgeräten oder Waffen noch vor dem Fernsehlautsprecher wiedergeben. Daneben findet man auch herkömmliche Bedienelemente wie ein Steuerkreuz und Druckknöpfe

Um den Kontroller gut in der Hand halten zu können, sieht dieser eher wie eine Fernbedienung aus. Eine Schlaufe soll, um das Handgelenk gelegt, verhindern, dass dieser durchs Wohnzimmer fliegt. Als Extra lässt sich eine analoge Steuereinheit anschließen, die mehr Aktionsmöglichkeiten bei verschiedenen Spielen erlaubt und Vorraussetzung für die Nutzung älterer Spiele ist.

Drahtlos ins Internet

Auch die Wii lässt sich kabellos per WLAN, oder optional per Ethernetkabel, mit dem Internet verbinden. Somit ist es auch mit ihr möglich, gegen Spieler aus anderen Teilen der Welt anzutreten. Allerdings gibt es bisher nur wenig Spiele, die das ermöglichen. Dafür kann man online neue Spiele kaufen, im Web surfen, E-Mails senden und empfangen sowie Nachrichten und Wetter in jeweils einem eigenen Online-Kanal ansehen. Auch Firmwareupdates gelangen so in die Wii. Ist man bereit, den Stromverbrauch für Standby-Betrieb zu akzeptieren und schaltet die Konsole nicht vollkommen aus, kann man während dieser Zeit E-Mails empfangen oder bei Verfügbarkeit, Updates automatisch installieren lassen.

Alte Spiele neu entdecken

In Nintendos Onlineshop kann man zudem Spiele alter Konsolen, von NES bis N64, kaufen und dann auf der Wii spielen. Die Spiele des GameCube lassen sich direkt nutzen. Besonders pfiffig: Der Gameboy-Nachfolger Nintendo DS kann per WLAN Kontakt zur Wii aufnehmen und dort als Kontroller fungieren, künftig sollen sich auch Spielfiguren zwischen den Konsolen austauschen lassen.

Weiterhin steht auf der Habenseite der Wii, die leichte und intuitive Bedienung, die auch ausgesprochene Technikmuffel sofort verstehen sowie ein sehr günstiger Preis. Von der Technik selbst darf man aber keine Höchstleistungen erwarten. Auch wenn die Bildqualität gut ist, fällt sie doch stark hinter den Möglichkeiten von PS3 und Xbox 360 zurück. Auch kann man die Wii nicht als potenten Multimediaplayer betrachten. Zwar kann sie Videos, Bilder und Musik wiedergeben, aber das jeweils nur in einem Format. Weiterhin spielt das Laufwerk keine DVDs oder Musik-CDs ab und auch auf HDTV-Auflösung muss man verzichten. Dafür bietet die Wii einen Spielspaß, den man bei den anderen beiden so nicht findet.

Mehr Bewegung

Als positiv mag man zudem die Bewegung ansehen, die die Spieler aufbringen müssen. Statt faul auf dem Sofa zu sitzen, ist hier körperlicher Einsatz gefragt, der schnell schweißtreibend werden kann. Hier gilt aber zu bedenken, dass gerade bei untrainierten Personen die Gefahr besteht, den Körper übermäßig zu belasten. Wer keinen Sport treibt, aber mit der Wii zwei Stunden Tennis spielt, sollte mindestens mit Muskelkater rechnen. Daneben sollte man vor dem Kauf kontrollieren, ob vor dem TV-Gerät ausreichend Platz zur Verfügung steht, damit zwei Personen sich ungehindert bewegen können.

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Die alte Generation
Zu den Konsolen Technisch überholt heißt nicht gleich unbrauchbar. Noch immer garantieren die drei Vorgänger der genannten Spielkonsolen Playstation 2, Xbox und GameCube eine Menge Spielspaß. Die grafische Darstellung ist nach wie vor gut und die Rechenleistung weiterhin vollkommen ausreichend.

Besonders beim Preis-Leistungs-Verhältnis punkten die drei "Alten". Mit Einführung der Nachfolger sind ihre Preise auf ein sehr tiefes Niveau gesunken. Problem: Xbox und GameCube sind immer seltener zu finden. Microsoft und Nintendo setzen voll auf die Vermarktung der beiden Nachfolgemodelle. Einzig Sonys PS2 steht weiterhin in ausreichender Stückzahl in den Lagern.

Neben dem günstigen Preis spricht auch die große Auswahl an verfügbaren Spielen für die älteren Modelle. Somit sind die Konsolen mindestens als Zweitgerät fürs Wochenendhaus oder den Campingplatz attraktiv. Auch Eltern, die mehrere Kinderzimmer bestücken wollen, können hiermit einige Euros sparen. Zudem erscheinen auch weiterhin neue Spiele für die älteren Konsolen.


Nachteile der "Alten"
Zu den Konsolen Die Ausstattung der Veteranen unterscheidet sich von den Geräten der neuen Generation teilweise erheblich. So beherrscht keine der drei hochauflösende Bildausgabe nach HDTV-Standard. Auch die Multimediafähigkeiten sind deutlich geringer. Die beste Ausstattung besitzt die Xbox, die als letzte der drei Vorgänger auf den Markt kam.

Online-Spiele sind auch mit den alten Spielkonsolen möglich, jedoch erst nach dem Kauf zusätzlicher Hardware. Von Haus aus bringt keine dieses Feature mit. Die Möglichkeit zum Websurfen oder E-Mails schreiben sucht man bei allen dreien vergebens. Allerdings: Wer nur richtig gut spielen möchte, braucht auch solch eine Extraausstattung gar nicht.


Sony Playstation 2
Zu den Konsolen Die Sony Playstation 2, kurz PS2, ist die älteste der hier beschriebenen Konsolen und war lange Marktführer. Die Konsole hat kurz nach ihrer Einführung den eigenen Vorgänger und auch Segas Dreamcast vom Markt verdrängt. Aufgrund der langen Zeit am Markt und der hohen Verbreitung gibt's es für die Playstation das umfangreichste Spielangebot. Das aktuelle Modell kommt zudem im schicken, schlanken Gehäuse daher und fällt neben dem Fernseher weniger auf als die PS3.

Gutes Bild auf PAL

Aktuelle Games sind zumeist so gut an die Hardware der PS2 angepasst, dass die Bildqualität immer noch sehr gut ist. Die beste Bildqualität liefert die PS2 an TV-Geräten mit PAL-Auflösung. Bei Fernsehern mit HD-Auflösung muss man Abstriche in Kauf nehmen, besonders wenn man diese mit den hochaufgelösten Bildern des Nachfolgemodells vergleicht.

Spielt DVDs ab

Auch für einen Kinoabend kann man die PS2 guten Gewissens verwenden, denn auch DVDs kann sie problemlos wiedergeben, genauso wie Audio-CDs. Um komfortabel Filme betrachten und Musik hören zu können, benötigt man allerdings eine Fernbedienung, die man zusätzlich erwerben muss. Andernfalls gilt: krabbeln zum Gerät oder umständlich am Kontroller fummeln. Die aktuelle Version beherrscht im Gegensatz zur deutlichen größeren Urversion digitalen Surround-Sound. Die Kinderkrankheiten der ersten Generation, wie lange Ladezeiten und laute Laufwerksgeräusche, gehören inzwischen der Vergangenheit an.

Mehrwert durch EyeToy und Co.

Besonderen Anreiz zum Kauf einer PS2 versucht Sony durch EyeToy und SingStar zu erzeugen. Bei EyeToy handelt sich dabei um eine kleine Kamera, die auf dem Fernseher platziert die Bewegungen des Spielers registriert und diese in Steuerbefehle auf dem Bildschirm umsetzt. SingStar ist ein Karaoke-Modul. Zur Ausrüstung gehören zwei Mikrofone, die den Gesang der Mitspieler aufnehmen und eine Software, die die Qualität mit den vorgegebenen Tonfolgen vergleicht und auswertet.

Mit diesen Extras hat man in der Vergangenheit erfolgreich Kunden gewonnen, die normalerweise keine Spielkonsole gekauft hätten. Kein Wunder, denn mit EyeToy und SingStar kann man schnell langweilige Partys aufpeppen und Miesepeter aus dem Sessel locken. Alternative: Nintendo Wii. Sie bietet sogar noch mehr Möglichkeiten aktiv am Spiel teilzunehmen, allerdings ohne Karaoke-Möglichkeit.

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Xbox
Zu den Konsolen Die Xbox von Microsoft hat auch schon einige Jahre auf dem Buckel, wenn auch nicht so viele wie die PS2. Sie war Microsofts erster Versuch, die Spieleindustrie kräftig aufzumischen und, wie schon im Markt für Betriebssysteme, Marktführer werden. Die Voraussetzungen dafür waren gut, denn die Xbox ist schnell und leistungsfähig, aber auch leider nicht perfekt.

Gute Ausstattung

In dem relativ großen Gehäuse steckt ein Pentium-III-Celeron-PC mit acht Gigabyte großer Festplatte, modifizierter GeForce-3-Grafik sowie einem DVD-Laufwerk. Spielstände lassen sich komfortabel auf der Festplatte speichern, so dass keine zusätzlichen Speicherkarten nötig sind. Wer allerdings Spielstände mit anderen Xbox-Besitzern austauschen möchte, muss eine Speicherkarte erwerben. Dank der schnellen Festplatte sind die Ladezeiten gering. Weiterer Vorteil der Festplatte: Die Xbox kann Musik von Audio-CDs darauf speichern. Sie konvertiert diese Platz sparend ins Windows-Media-Format (WMF), MP3 unterstützt sie leider nicht.

Die Bildqualität der Xbox ist sehr gut, oft sogar besser als bei der Playstation 2 und dem GameCube. Allerdings erzielt man auch mit der Xbox beste Grafikergebnisse nur auf PAL-Fernsehern. Bei HDTV-kompatiblen TV-Geräten muss man mit kleinen Einschränkungen leben. Sehr gut gefallen die besonders langen Kabel für die Kontroller. Man muss bei der Xbox nicht in unmittelbarer Nähe des Fernsehers sitzen, sondern kann bequem im entfernteren Sofa verweilen.

Digitaler Raumklang

Die Xbox besitzt unterstütz Dolby Digital Sound (5.1) und ermöglicht damit die räumliche Wiedergabe des Tons im Zusammenspiel mit einer Surround-Musikanlage. Kleiner Wermutstropfen: Leider fehlt ein digitaler Ausgang. Um in den Genuss von 3D-Sound zu gelangen, muss man zunächst ein separates Kit, das RGB-AV-Pack, kaufen.

Zusätzlich erwerben muss man leider auch das Playback-Kit, welches das komfortable Abspielen von Video-DVDs erst möglich macht. Aber auch damit kann die Xbox keine VCDs und SVCDs abspielen. Überhaupt eignet sich die Xbox mit ihrer sehr guten Grafik vor allem zum Spielen, denn dabei bemerkt man die beiden Gehäuselüfter sowie die Festplattengeräusche kaum. Bei leisen Filmpassagen sind die Geräusche mitunter störend.

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GameCube
Zu den Konsolen Nintendo war nach der erfolgreichen Einführung der Xbox nur noch das dritte Pferd im Stall, dabei hat der knubbelige GameCube einiges zu bieten. Sein kompaktes Gehäuse findet auch auf dem kleinsten Regal Platz. Das externe Netzteil verschwindet dabei hinter dem TV-Gerät.

Klein und leise

Das kleine Gehäuse braucht auch nur einen kleinen und leisen Lüfter, sehr schön. Leider kann man diesen Vorteil nicht für lange DVD-Abende nutzen, denn der GameCube spielt trotz DVD-Laufwerk keine Video-DVDs, vielmehr akzeptiert er nur kleine für den GameCube produzierte Mini-DVDs.

Beim Spielen geht der Cube dafür ratzfatz zu Werk. Er lädt Games deutlich schneller als die Playstation, wenn auch nicht so fix wie das die Xbox mit ihrer Festplatte schafft. Die Grafik ist gut bis sehr gut, etwa gleichauf mit den Konkurrenten.

Raumklang über Umweg

Da dem GameCube ein Raumklangdecoder samt Digitalausgang fehlt, muss man im Standardfall mit Stereo vorlieb nehmen. Ausnahme: Es existieren für den Cube Spiele, die mit Dolby Pro Logic II arbeiten und zusammen mit einem Receiver und entsprechenden Lautsprechern, trotzdem für dreidimensionalen Klanggenuss sorgen.

Zusammenspiel mit Gameboy Advance

Ein Linkkabel ermöglicht den Anschluss eines Gameboy Advance (GBA). Vorteil: Austausch von Spieldaten, Zugang zu neuen Levels sowie die Verwendung des GBA als zusätzlicher Bildschirm und Eingabegerät. Die Möglichkeiten hängen vom jeweiligen Spiel ab. Klasse ist die Fähigkeit, am GameCube begonnene Spiele unterwegs in der Bahn fortsetzen zu können. Der GameBoy Advance bekommt die gespeicherten Spielstände des Cube per Kabel. Mit dem passenden Spiel kann man diese laden und das Spiel genau dort fortsetzen, wo man es am Fernseher unterbrochen hat. Später überträgt man die neuen Spielstände wieder in den GameCube und spielt dort weiter. Klasse! Mit entsprechendem Adapter lassen sich sogar GBA-Spiele mit dem Cube spielen.

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Spielen unterwegs

Wie in den vorherigen Kapiteln schon angeklungen ist, kann man auch unterwegs ausführlich spielen; etwa im Bus, in der Bahn oder auf dem Schulhof. Der GameBoy hat aber inzwischen kräftig Konkurrenz bekommen, nicht nur aus eigenem Hause. So versucht Sony mit der portablen Playstation Nintendo die Marktführerschaft streitig zu machen. Dort kontert man mit dem DS, der zwar technisch unterlegen ist aber dafür zwei Bildschirme bietet und günstiger zu haben ist.


Playstation Portable PSP
Zu den Konsolen Sonys PSP ist nicht nur eine tragbare Spielkonsole, sondern vielmehr ein ausgewachsenes tragbares Multimediagerät, mit dem man nicht nur gut spielen, sondern auch komplette Spielfilme betrachten kann. Daneben spielt die PSP Musik ab und zeigt Fotos an. Per WLAN kabellos ins Internet eingeklinkt kann man gar im Web surfen. Wie im Kapitel zur PS3 bereits beschrieben, kann die PSP kabellos Daten mit der Spielkonsole im Wohnzimmer austauschen.

Gutes Display

Das Display ist sehr groß und breit. Die Bildqualität bei Spielen ist etwa mit der Playstation 2 vergleichbar. Das Spieleangebot ist sehr groß. Dank Internetfähigkeit kann man auch gegen andere Gegner über das Netz spielen.

Spezieller Speicher

Spiele und Spielfilme sind auf einer speziellen Speicherscheibe abgelegt. Diese hört auf den Namen Universal Media Disc, kurz UMD und ist im Prinzip eine kleine DVD, die aber nur Sony herstellt. Über die UMD gelangen auch Spielfilme in die portable Playstation. Um eigene Bilder, Videos oder Musik anzuzeigen, respektive abzuspielen, benötigt man einen Memorystick Duo. Eigene Videos lassen sich nur mit kostenpflichtiger Software von Sony konvertieren und für die PSP abspielbar machen. Diese können jedoch lediglich etwa 60 Prozent der vorhandenen Auflösung nutzen. Die volle Auflösung bleibt gekauften Filmen vorbehalten.

Erweiterbarer Funktionsumfang

Den Funktionsumfang der PSP erweitert Sony regelmäßig durch Firmwareupdates. Gleichzeitig versucht man dadurch aber auch Hacker abzuhalten, kopierte oder selbst programmierte Spiele illegal auf der PSP abspielen zu können. Erweitern lässt sich die PSP auch per Hardware, etwa mit Kamera oder Mikrofon. Die Kamera ist aber zurzeit nur in Japan erhältlich. Auch einen GPS-Empfänger, der die PSP in ein Navigationssystem verwandelt, gibt es bisher nur für den asiatischen Markt.

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Nintendo DS
Zu den Konsolen Der Nintendo DS ist der inoffizielle Nachfolger des Gameboy Advance. Denn Nintendo wollte eigentlich das Angebot der Handspielgeräte mit dem DS erweitern. Doch waren die meisten Käufer so begeistert, dass sie sich vom GBA abwendeten und lieber zum DS griffen und das auch nach wie vor machen.

Zwei Bildschirme

DS steht für Double Screen (engl. - doppelter Bildschirm) und macht gleich deutlich, dass der Taschenspieler nicht wie üblich mit einem, sondern mit zwei Bildschirmen ausgestattet ist. Zum Spielen klappt man den DS auf. In der unteren Hälfte befindet sich ein berührungsempfindliches Display, das man per Stift bedient. Auf beiden Seiten daneben gibt es Tasten zur Steuerung. Das zweite Display nebst Lautsprechern findet in der oberen Hälfte Platz.

Für den DS existiert ein großes Spieleangebot. Darüber hinaus lassen sich auch Gameboy Advance-Spiele nutzen. Deren Speicherkarten verschwinden aber nicht wie die DS-Pendants komplett im Gehäuse, sondern ragen ein wenig heraus. Daneben können diese Spiele nur einen Bildschirm nutzen und sind nur im Einzelspielermodus spielbar. DS-kompatible Spiele sind demgegenüber auch im Mehrspielermodus spielbar; dank WLAN sogar kabellos gegen Gegner im Internet oder Spieler, die sich im selben Raum aufhalten. Per Browser kann man zudem im Web surfen. Ein Chat-Programm erlaubt das Plaudern übers Netzwerk.

Sprachsteuerung

Besonders pfiffig: Per integriertem Mikrofon kann man Spiele per Sprache steuern. Ebenfalls schön: Mit entsprechender Software lassen sich kleine Filmchen und Bilder betrachten, sowie MP3-Musik hören. Ton kann der DS per Virtual Surround wiedergeben. Wunder sollte man von den kleinen Lautsprechern aber nicht erwarten.

Inzwischen bietet Nintendo den NS in neuem Gehäuse als Lite-Version an. Von dem Zusatz darf man sich aber nicht täuschen lassen. Denn es steht nicht wie sonst üblich für eine abgespeckte Version, sondern vielmehr für ein kleineres und leichteres Gehäuse. Das Gehäuse ist etwa ein Drittel kleiner, beinhaltet aber dennoch die gleiche Technik. Bemerkenswert: Der Akku hält in der kleineren Lite-Version um ein Vielfaches länger.

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Welche denn nun?
Zu den Konsolen Die Entscheidung für die richtige Spielkonsole ist nicht ganz leicht, zumindest für alle, die zum ersten Mal ein solches Gerät kaufen möchten. Denn wer bereits eine ältere Konsole hat, möchte meist die alten Spiele weiternutzen können und ist somit schon auf den entsprechenden Nachfolger festgelegt.

Erstkäufer

Wer aber Erstkäufer ist, sollte sich genau überlegen, was er möchte. Für höchste Bildqualität und Ersatz des DVD-Players bieten sich die Playstation 3 und die Xbox 360 an. Erstere bietet höchste technische Finessen, hat dafür auch ihren Preis. Die Xbox 360 kann demgegenüber auch als Streamingbox für PC-Inhalte dienen.

Spielspaß

Revolutionäre Spielsteuerung und viel Spaß verspricht Nintendos Wii, zudem zu einem fairen Preis. Dafür verzichtet man auf allerhöchste Bildqualität und den Einsatz als DVD-Player. Ebenfalls günstig und einen Blick wert sind immer noch die Vorgängermodelle. Hier sticht besonders die Playstation 2 hervor, die nicht nur ein schickes flaches Gehäuse hat und zugleich als DVD-Player dient. Für sie gibt es auch ein sehr großes Spieleangebot.

Tragbar

Tragbare Konsolen sind demgegenüber mehr eine Ergänzung für unterwegs, die den Spielspaß am Fernseher nicht ganz ersetzen können. Da sie aber mit entsprechenden Konsolen Daten austauschen können, sollte man darauf achten passende Geräte zu kaufen.

Freundeskreis

Ebenfalls Ausschlag gebend ist der Freundeskreis. Wer gerne ein Spiel mit zu Freunden nimmt oder diese auch zu Hause bewirtet, fährt am besten mit einer Konsole, die auch die Freunde verwenden. Denn ansonsten sind gemeinsame Spielabende mit mitgebrachten Games nicht möglich.

Zum Schummeln: Spielelösungen
Mehr Informationen zu Spielen finden Sie in unserer Bücherecke.


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