Inhaltsbereich ausdrucken!
  

Kaufberatung CD-Rohlinge 


1. Ist Rohling nicht gleich Rohling?

2. Kapazität

3. Wiederbeschreibbar oder einmal beschreibbar?

4. Verpackung

5. Farbe des Rohlings

6. Billig-Rohlinge

7. Anbieter und Hersteller

8. Brenner auf neuestem Stand

9. Tipps und Tricks

Zu den Rohlingen

Ist Rohling nicht gleich Rohling?

Muss man beim Kauf seiner CD-Rohlinge auf etwas achten? Kann man nicht einfach alle Medien problemlos verwenden und einfach die Scheiben kaufen, die gerade besonders günstig sind? Viele Anwender sind der Meinung, man bräuchte sich keine Gedanken zu machen, doch leider stimmt das nicht. Denn immer wieder kommt es beim Brennen zu Problemen.

So bricht beispielsweise der Brenner den Schreibvorgang einfach ab oder behauptet, es läge kein Medium im Laufwerk, obwohl das nicht stimmt. Auch Datenlücken auf den fertigen CDs, die der Brenner nicht moniert hat, kommen leider immer wieder vor. Das muss nicht sein, denn wenn Brenner und Rohling harmonieren sind Datenverlust und Fehlversuche beim Brennen eine absolute Seltenheit.

Wer sich vor dem Rohlingkauf ein wenig informiert und auch bereit ist, hin- und wieder ein wenig mehr auszugeben, spart auf Sicht Zeit und Geld. Denn wer ständig einige Billigrohlinge wegen Fehlern wegwerfen muss, zahlt letztlich einen höheren Preis und sitzt länger vor dem PC, weil er mehr Brennversuche bis zum fertigen Ergebnis braucht.

Lesen Sie in den folgenden Kapiteln, worauf es beim Rohlingkauf ankommt. (pr)

Kapazität

Eine entscheidende Frage kommt der Kapazität, also dem Fassungsvermögen der Rohlinge zu. Waren noch vor einigen Jahren 650 Megabyte große Rohlinge mit Platz für bis zu 74 Minuten Musik Standard, ist es heute die größere 700-Megabyte-Version, auf die bis zu 80 Minuten Musik passen. Erhältlich sind auch Rohlinge, die 900 Megabyte, also etwa 100 Minuten Musik aufnehmen können, allerdings kommt nicht jede Hardware damit klar. Viele Brenner und einige Brenntools gestatten es obendrein, die Maximallänge von Standardrohlingen durch so genanntes Überbrennen auszuweiten.

Beides hat aber seine Tücken. Denn überlange CDs, ob nun von Haus aus oder durch Überbrennen erzeugt, machen häufig Probleme in Drittgeräten. Oft reagieren Hifi-Anlage und der CD-Player im Auto bockig und spielen diese CDs gar nicht oder nur mit Fehlern ab. Das können Aussetzer, Sprünge oder zwitschernde Nebengeräusche sein. Grund: ihre Fehlertoleranz ist nicht so hoch wie die von PC-Laufwerken.

Hinzu kommt, dass aufgrund der hohen Datendichte auch beim Schreiben häufiger Fehler auftreten als bei Standard-Rohlingen. Um dem entgegenzuwirken, muss man die Schreibgeschwindigkeit reduzieren, manchmal sogar bis auf einfache Umdrehungsgeschwindigkeit. Das raubt nicht nur Nerven und bei einigen Fehlversuchen Geld für wertlos gewordene Rohlinge, es kostet auch richtig Zeit. Denn bei einfacher Brenngeschwindigkeit, braucht es für eine hundert Minuten lange CD exakt so lange, plus die Zeit fürs Schreiben des Lead-in und Lead-out, also das Inhaltsverzeichnis und den Abschluss des Brennvorgangs. Schnelles und sicheres Brennen klappt am besten, wenn man nicht von der Standardgröße abweicht.

Es gibt auch besonders kleine Rohlinge mit einem Fassungsvermögen von etwa 30 bis über 200 Megabyte. Sie sind auch äußerlich deutlich kleiner und nicht immer rund. Man benutzt Sie häufig für interaktive Visitenkarten und als elektronische Bewerbungsmappe. Um mit seinen Daten beim Empfänger aufzufallen, sind auch nicht alle Medien rund, sondern kommen häufig auch als Sonderform daher. Oft liegen dann sogar bedruckbare Label mit gleicher Form bei.

Wiederbeschreibbar oder einmal beschreibbar?

Entscheidenden Einfluss auf den Preis hat das Feature der Wiederbeschreibbarkeit. Denn mehrfach lösch- und beschreibbare Rohlinge kosten einiges mehr, als nur einfach beschreibbare Medien. Ob ihre Verwendung Sinn macht, hängt vom geplanten Einsatz ab. So ist es zum Beispiel für ein regelmäßiges Backup günstiger und Müll sparend, wenn man stets den gleichen Rohling, also einen wieder beschreibbaren verwenden kann. Bis zu tausendmal kann man die Medien löschen und beschreiben. Das reicht für mehrere Jahre.

Für Musiksammlungen, Videofilme, digitale Fotos oder auch Sicherungskopien von Software-CDs reichen einmal beschreibbare CDs allemal. Denn hier werden Daten nicht regelmäßig verändert, sondern es kommen höchstens neue Daten hinzu, die dann auf einem weiteren Rohling Platz finden.

Verpackung

Die Verpackung der Rohlinge ist immer dann besonders wichtig, wenn es gilt, wichtige Daten zu archivieren oder zu transportieren. Ohne Schutz oder in einer einfachen Papierhülle, läuft man leicht Gefahr, dass das Medium Schaden nimmt. Hier sollte man immer zu einzeln in Kunststoffgehäuse verpackten Medien greifen. Für Musikkopien fürs Auto oder zum Bildertransport für den Diaabend bei Freunden mögen dem ein oder anderen auch die Papierhülle reichen. Dafür lassen sich die CDs aber auch in praktischen Etuis transportieren.

An häufigsten trifft man auf der Suche nach Rohlingen auf folgende Verpackungen:

Jewelcase

Eines der robustesten Gehäuse, bekannt von Audio-CDs. Die CDs sind gut gegen Stöße und andere mechanische Einflüsse sowie vor Staub geschützt. Im zweiteiligen Gehäuse befindet sich ein weiterer Kunststoffeinsatz, auf dem der Rohling arretiert wird. Ideal für das dauerhafte Archivieren wichtiger Daten. Nachteil: wer viele CDs verwalten möchte braucht relativ viel Platz.

Slimcase

Ebenfalls ein robustes Gehäuse, allerdings nicht ganz so strapazierfähig wie das Jewelcase. Der Kunststoffeinsatz vom Jewelcase fehlt, der Rohling wird direkt auf der Innenseite des Gehäuses arretiert. Vorteil: das Slimcase ist nur etwa halb so dick wie das Jewelcase und verbraucht somit weniger Platz im Regal. Ebenfalls zum Datenarchivieren geeignet.

Softpack

Hierunter versteht man eine Kunststoff- oder Papierhülle, in welcher der Rohling steckt wie in einem Briefumschlag. Das Softpack bietet nahezu keinen Schutz gegen mechanische Einflüsse. Lediglich leichte Kratzer durch Kontakt zu andern Gegenständen auf dem Schreibtisch oder der Tasche mag es verhindern. Rohlinge im Softpack sollte man deshalb immer in einer speziellen Verwahrungsbox oder in einem Etui aufbewahren und transportieren. Ohne diesen Extraschutz sind Rohlinge im Softpack nicht guten Gewissens für wichtige Daten sowie Backups zu empfehlen.

Spindel

Bei dieser Variante sind die CDs nicht einzeln verpackt, sondern liegen direkt an einem Stab aufgereiht übereinander. Das Gesamtpaket aller Rohlinge befindet sich in einer gemeinsamen Verpackung. Die Rohlinge sind vollkommen ungeschützt. Sichere dauerhafte Lagerung ist nicht möglich. Die Rohlinge müssen in einem extra zu erwerbendem Etui oder Aufbewahrungsbox gelagert werden. Da dort die Datenfläche beständig mechanischer Reibung ausgesetzt ist, sollte man auf diesen CDs nur unsensible Daten lagern.

Farbe des Rohlings

Die Farbe eines Rohlings sagt nichts über dessen Qualität aus. Unterschiedliche Farben entstehen durch unterschiedliche Materialien, welche die Hersteller in der Daten- und der Reflexionsschicht einsetzten. Zwar hält sich beständig die Aussage, dass dunkelblaue und auch hellgrüne Rohlinge am haltbarsten sind und sogar bis zu hundert Jahre überstehen können, doch fehlt mangels Nachprüfbarkeit der Beweis.

Entscheidend ist letztendlich nur, ob der Brenner mit Rohlingen einer bestimmten Farbe Probleme hat. Hier lässt sich aber leider keine generelle Aussage treffen. Um das herauszufinden, hilft nur probieren.

Eine mögliche Wirkung könnten schwarze Rohlinge haben. Ihnen wird nachgesagt, dass ältere Audio-CD-Player, die hin und wieder Probleme mit selbst gebrannten Scheiben haben, mit schwarzen Rohlingen besser zu Recht kämen. Aber auch das lässt sich nicht generell bestätigen. Auch hier gilt: Versuch macht klug.

Billig-Rohlinge

Besonders günstige Rohlinge tragen oft keinen Namen, weshalb man sie auch No-Name-Rohlinge nennt. Oft handelt es sich dabei um zweite Wahl, die günstig unters Volk gebracht wird anstatt sie zu vernichten. Daher hat der Hersteller auch kein Interesse seinen Namen zu nennen und so möglicherweise in der Kritik zu landen.

Wer solche Ware kauft, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es häufiger zu Ausfällen kommen kann. Diese können unterschiedlicher Art sein. Beispielsweise gibt es beim Brennen Probleme, die Rohlinge besitzen eine Unwucht und lärmen im Laufwerk oder am schlimmsten, Daten- und oder Trägerschicht lösen sich.

Daher sollte man No-Name-Rohlinge nur für absolut unsensible Daten einsetzen, zum Beispiel fürs Auto oder den CD-Walkman oder den kurzen Transport vom Büro bis nach Hause. Wichtige Daten gehören dagegen auf zuverlässige Rohlinge.

Anbieter und Hersteller

Es ist nicht immer drin, was draufsteht. Diese Erfahrung gilt im Besonderen für CD-Rohlinge. Denn einer sehr großen Schar von Anbietern, steht eine bedeutend kleinere Gruppe Hersteller gegenüber. So findet man ein und denselben Rohling in vielen unterschiedlichen Verpackungen und glaubt stets ein anderes Medium vor sich zu haben. Das macht die Suche nach dem passenden Rohling schwer, da auf der Verpackung selten der Hersteller genannt ist.

Wer niemals Probleme mit irgendeinem Rohling hatte und auch nicht Marken bewusst ist, dem kann das ziemlich egal sein. Doch wer mitunter Probleme beim Brennen hat und gerne herausfinden möchte, mit wessen Rohling es am besten geklappt hat, damit er künftig Medien desselben Herstellers erwischt, muss sich vor dem Kauf einige Gedanken machen. Dabei helfen zwei Dinge: einmal das Brenntool "Feurio" und zum anderen die Webseite der CDR-Forums.

Feurio ist in der Lage, den so genannten ATIP-Code (Absolute Time In Pre-groove) des Rohlings auszulesen. In dem Code werden zum einen Informationen über den Rohling gespeichert, die dem Brenner helfen sollen, den Rohling optimal zu beschreiben, zum anderen steht dort aber auch der Hersteller des Rohlings. Sollte dieser dort nicht erkennbar sein, kann man mit Hilfe des auf jeden Fall aufgeführten ATIP-Codes innerhalb der Marktübersicht aller Rohlinge auf der Webseite des CDR-Forums suchen. Dort findet man auch gleich sämtliche Anbieter desselben Rohlings, so dass es ein Leichtes ist, diesen im Shop zu finden.

Brenner auf neuestem Stand

Die Brenner lesen ebenfalls den zuvor genannten ATIP-Code auf den Rohlingen aus, um sich optimal auf den jeweiligen Rohling einzustellen. Damit das Gerät auch immer mit den optimalen Einstellungen arbeiten kann, sprich auch die neuesten Rohlinge erkennt, sollte man regelmäßig auf der Webseite des Brennerherstellers überprüfen, ob es ein Firmwareupdate für den Brenner gibt. Die Firmware ist eine Software, die im Brenner gespeichert ist und alle Funktionen steuert. Dort ist auch der ATIP-Code gespeichert und mit neuester Firmware automatisch auf dem neuesten Stand.

Tipps und Tricks

Wer hin und wieder Probleme mit Rohlingen hat und das Austesten verschiedener Medien leid ist, sollte im Handbuch seines Brenners oder auf der Webseite des Herstellers nachsehen, welchen Rohling man dort empfiehlt. In der Regel sind die wenigsten Probleme mit den dort beschriebenen Rohlingen zu erwarten. Man kann sich auch an die Rohlinge halten, die beim Kauf des Brenners mit im Karton lagen. Denn dort hinein legen die Hersteller meist nur Medien, mit denen ihre Geräte einwandfrei zusammen arbeiten.

Um die Qualität des Rohlings selbst nicht zu beeinflussen und ihm keinen Schaden zuzufügen, sollte man einiges beherzigen:

- Den Rohling immer nur am Rand anfassen

- Bei Nichtgebrauch immer in der Schutzhülle aufbewahren

- Nicht großen Temperaturschwankungen aussetzen

- Direkte Sonnebestrahlung vermeiden

- Die Verpackung immer erst direkt vor dem Brennen öffnen

- Den fertigen Datenträger regelmäßig auf Schäden untersuchen und im Schadensfall sofort kopieren

- Verschmutzte CDs mit feinem Baumwolltuch reinigen

- Nicht mit Kugelschreiber beschriften. Statt dessen Stifte ohne Lösungsmittel verwenden, da nur eine dünne Schicht zwischen Beschriftungsfläche und den Daten liegt, die leicht zerstört oder angegriffen werden kann

Wer seine Rohlinge gut behandelt, gezielt Erfolg versprechende Medien auswählt aber trotz Probleme beim Brennen hat, sollte die Brenngeschwindigkeit reduzieren. Häufig lassen sich so die Fehler ausmerzen. Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass der Rohling auch für Ihre bevorzugte Brenngeschwindigkeit vorgesehen ist. Denn wenn man diese überschreitet, sind Fehler nahezu vorprogrammiert.


Verfügbare Kaufberatungen:
- Akkuladegeräte

- AV-Receiver

- Arbeitsspeicher

- Backup-Laufwerke

- Barebones

- CD-Brenner

- CD-Rohlinge

- Controller

- Desktop-PCs

- Digitalkameras

- Digitale Bilderrahmen

- Digitale Spiegelreflexkameras

- Digitale TV-Receiver

- Digitale Videokameras

- Drucker

- DVD-Brenner

- DVD-Laufwerke

- DVD-Player

- DVD-Rekorder

- DVD-Rohlinge

- Faxgeräte

- Fernseher

- Festplatten

- Firewalls

- Fotodrucker

- Funkgeräte

- Funknetzwerke

- Grafikkarten

- Grafiktabletts

- Headsets

- HDTV (High Definition TV)

- IDE, ATA , ATAPI & Co.

- Internettelefonie (VoIP)

- Joysticks

- Kartenleser

- Kassensysteme

- Kopierer

- Kopfhörer

- Laserdrucker

- Lautsprecher (HiFi)

- Lautsprecher (PC)

- Mauspads

- Mäuse und Trackballs

- Mediastreaming

- Mikrofone

- Mobiltelefone

- Monitore

- Motherboards

- MP3-Player

- Multifunktionsgeräte

- Multimediaplayer

- Netzwerkspeicher (NAS)

- Netzteile

- Netzwerkkabel

- Notebooks

- Objektive

- Papier

- PC-Kühlung

- PC-Sicherheit

- PC-Tastaturen

- PDA und Organizer

- Projektoren

- Prozessoren

- Reinigungsartikel

- Router

- Satelliten-Navigation (GPS)

- Scanner

- Schnurlostelefone

- Soundkarten

- Speicherkarten

- Spielekonsolen

- Stromnetzwerke (HomePlug)

- Tintenstrahldrucker

- TV-Tuner Karten

- Umschaltboxen

- Universalfernbedienungen

- USB-Speicherstifte

- USV

- Videorekorder, analog

- Videorekorder, digital

- Videoschnitt

- Webcams

- Wohnzimmer-PCs