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1. Günstig und gut
2. Gute Gründe für Analogtechnik
3. VHS oder S-VHS?
4. Automatische Installation
5. Aufnahmekomfort
6. Wiedergabekomfort
7. Videoarchiv
8. Anschlüsse
Zu den Videorekordern
Günstig
und gut
"Fernsehgucken
wann ich es will!", kein Problem dank Videorekorder. Er zeichnet alles
auf, ganz gleich ob man zu Hause ist oder auf Mallorca am Strand liegt. Ansehen
kann man das Aufgezeichnete wann man will. Besonders praktisch: wer nicht "live"
guckt, kann einfach die lästigen Werbeblöcke überspringen. (pr)
Daher ist es auch
kein Wunder, dass in fast jedem Haushalt neben dem Fernseher auch ein Videorekorder
steht. Begünstigt durch niedrige Preise und gute Qualität haben sich
die Geräte schnell verbreiten können. Das sind auch die Hauptgründe,
neben der gewonnenen Unabhängigkeit, die auch heute immer noch für
den Kauf analoger Videorekorder sprechen.
Selbst für wenig
Geld bekommt man überzeugende Rekorder. Wer bereit ist, mehr zu investieren,
wird mit sehr guter Bild- und Tonqualität sowie mit allem denkbaren Komfort
belohnt. Bei der Suche nach einem neuen Videorekorder wird man allerdings mit
einer Vielzahl von Fachbegriffen konfrontiert. Um einen Fehlkauf zu vermeiden,
sollte man sich vorher ein wenig informieren.
Daher entzaubern wir
in dieser Kaufberatung das Fachchinesisch, damit Sie mit gutem Gefühl das
richtige Gerät für sich finden.
Gute
Gründe für Analogtechnik
Warum heute noch einen analogen Videorekorder kaufen, wo digitale Aufzeichner mit
unerreichten Möglichkeiten und fantastischer Bildqualität in den Regalen stehen? Da ist
zum einen der Preis. Wer nicht den Großteil seines Monatsgehalts investieren möchte,
fährt mit einem analogen Rekorder immer noch sehr gut und kann guten Gewissens noch
abwarten. Wenn in einigen Jahren das Preisniveau an das der heutigen Analogpreise angeglichen
ist, kann man immer noch umsteigen.
Weiteres Argument für ein analoges Gerät ist das archivierte Filmmaterial. Manch einer hat
mehrere hundert Kassetten, selbst aufgezeichnet oder gekauft, im Wohnzimmer stehen. Sich
davon auf einen Schlag zu trennen wäre ein Jammer.
Günstige Videobänder sind ebenfalls ein Grund an der analogen Technik festzuhalten. Für nur
eine handvoll Euro bekommt man vielerorts Mehrfachpacks guter Bänder. Selbst an der
Tankstelle, dem Kiosk oder im Supermarkt kann man kurz vor Aufzeichnungsbeginn oft noch
Bänder kaufen.
Nicht zuletzt spielt für viele auch die Videothek eine große Rolle. Wer keinen DVD-Player
besitzt, aber trotzdem Filme ausleihen möchte, braucht einen Videorekorder. Selbst mit DVD-Player
kommt es vor, dass ein gewünschter Film nicht auf DVD erschienen oder bereits ausgeliehen ist.
Kurz: noch können digitale Videorekorder Ihre analogen Ahnen nicht aufs Altenteil schicken.
VHS
oder S-VHS?
Wer einen neuen Videorekorder
kaufen möchte, muss nicht nur zwischen analoger und digitaler Technologie
wählen. Hat man sich für ein analoges Gerät entschieden, gilt
es zu entscheiden, ob man einen VHS-Rekorder (VHS > Video Home System) oder
einen mit S-VHS-Technik, sogenanntem Super-VHS wählt.
Super-VHS ist die
Weiterentwicklung von VHS. Das Bild wird aus mehr Zeilen aufgebaut (aus 400
statt 240 bei VHS) und wirkt somit nicht nur schärfer, sondern auch detailreicher
und klarer. Gleichzeitig werden Schwarzweiß- und Farbanteile der Bilder
getrennt verarbeitet. Ihren Vorteil spielen die Geräte bereits mit normalen
Videokassetten aus. Doch zu richtiger Hochform laufen sie auf, wenn man sie
mit speziellen S-VHS-Kassetten füttert. Dann übertrifft die Bildqualität
die eines VHS-Gerätes etwa um den Faktor zwei; ein enormer Vorteil nicht
nur beim Betrachten, sondern ebenfalls beim Kopieren von Kassetten. Nach dem
Kopieren, bei dem immer die Bildqualität leidet, bekommt man als Resultat
ein Bild, das immer noch mit dem normalen VHS-Band konkurrieren kann, dieses
sogar mitunter noch übertrifft. Besonders gute Ergebnisse erzielt ein S-VHS-Rekorder
beim Kopieren von DVD-Filmen. Hier ist das Resultat oft so gut, dass es mit
dem Fernsehbild konkurrieren kann. Voraussetzung für eine DVD-Kopie ist
aber, dass auf der DVD kein Kopierschutz aktiv ist.
Wenn man den Kauf
teurerer S-VHS-Kassetten scheut, trotzdem aber ein Top-Bild bekommen möchte,
sollte man darauf achten, dass der S-VHS-Rekorder die so genannte S-VHS-ET-Technik
unterstützt. Mit ihrer Hilfe erreichen die Rekorder auch mit Normalkassetten
ausgezeichnete Bild- und Tonqualität.
Vor dem Kauf eines
S-VHS-Rekorders sollte man aber darüber nachdenken, ob und mit wem man
eventuell Kassetten austauschen möchte, denn S-VHS-Bänder kann man
auf den meisten VHS-Rekordern nicht abspielen. Um sicher zu stellen, dass ein
VHS-Gerät auch S-VHS-Kassetten abspielen kann, sollte man auf das Feature
"S-VHS Quasi-Playback" achten. Anders herum braucht man sich keine
Gedanken zu machen, alle S-VHS-Rekorder spielen VHS-Aufnahmen ohne zu murren
ab.
Automatische
Installation
Kaum einer möchte
nach dem ersten Auspacken und Anschließen seines neuen Videorekorders
stundenlang die Bedienungsanleitung studieren und anschließend mühsam
die Grundeinstellungen vornehmen. So ist es sinnvoll auf ein Gerät zu setzen,
dass einem möglichst viel Arbeit abnimmt und viele Einstellungen automatisch
vornehmen kann.
Eine Selbstverständlichkeit
sollte die automatische Installation sein, die sämtliche verfügbare
TV-Programme erkennt und vorsortiert. Auch Datum und Uhrzeit sollte das Gerät
selbst einstellen können. Diese Informationen kann es aus dem Videotext
bekommen. Einen Schritt weiter geht die so genannte "Link-Funktion".
Unterstützen Fernseher und Videorekorder diese Technik, gleichen beide
Geräte Ihre Senderlisten ab, so dass die Sender bei beiden auf derselben
Position zu finden sind.
Erleichterung bieten
automatische Einstellungen nicht nur bei der Erstinstallation, sondern auch
nach einem Stromausfall oder dem Ziehen des Netzsteckers. Wer will schon jedes
Mal Datum und Uhrzeit neu einstellen? Daher ist es auch praktisch, wenn der
Rekorder selbst zwischen Sommer- und Winterzeit umschalten kann.
Eine weitere Arbeitserleichterung
ist es, wenn der Rekorder automatisch seine Video- und Tonköpfe reinigt.
Das spart nicht nur den Kauf teuren Reinigungsmaterials, sondern garantiert
eine stetig gleichbleibende Videoqualität.
Aufnahmekomfort
Zu Beginn des Videozeitalters
galten Videorekorder als kompliziert. Die Programmierung des Timers für
eine Aufnahme in der Zukunft war ohne Handbuch oft nicht möglich. Auch
heute scheuen immer noch viele vor der Programmierung zurück, dabei geht
es inzwischen wirklich kinderleicht, zumindest wenn man auf die richtige Technik
setzt.
Die einfachste Möglichkeit
den Videorekorder zu programmieren bietet Showview, eine Technik, die mittlerweile
fast jeder Rekorder unterstützt. Zur Programmierung drückt man die
Showviewtaste am Rekorder oder an der Fernbedienung, tippt eine Ziffernkombination
ein, bestätigt und fertig ist die gesamte Programmierung. Die Ziffer, die
den Rekorder richtig einstellt, findet man in der TV-Zeitschrift direkt bei
der gewünschten Sendung.
Hat man keine Fernsehzeitung
zur Hand und muss den Rekorder per Hand einstellen, sollte dieser das Menü
am TV-Gerät anzeigen können. Das ist in der Regel um ein Vielfaches
übersichtlicher als die kleine Anzeige am Gerät. Meist kann man dort
Sender, Wochentag und Uhrzeit in einer leicht ablesbaren Liste wählen.
Um wiederkehrende Sendungen, wie beispielsweise die Daily Soap regelmäßig
aufzunehmen, ist es hilfreich, bei der Programmierung "täglich"
oder "wöchentlich" auswählen zu können. So erspart
man sich das ständige Programmieren. Um ausreichend langes Bandmaterial
muss sich natürlich selbst kümmern.
Immer wieder kommt
es vor, dass Sendungen sich verschieben und nicht zur geplanten Zeit beginnen
und enden. Damit der Videorekorder das mitbekommt, strahlen die Sender vor Beginn
einer Sendung und nach deren Ende ein Signal aus, das so genannte VPS-Signal
(Video Programm System). Unterstützt das Gerät diese Technik, zeichnet
es immer die gesamte Sendung von Anfang bis Ende auf, auch wenn sich deren Sendebeginn
verschieben sollte.
Soll der Rekorder
oft aufnehmen und vor allem über längere Zeiträume, beispielsweise
während des Urlaubs oder einer Geschäftsreise, ist es wichtig, dass
er mehrere unterschiedliche Programmierungen speichern kann und dass für
mehrere Wochen unter Umständen sogar Monate im Voraus. Damit in dieser
Zeit das Band ausreicht, ist es hilfreich, wenn der Rekorder die Bandlänge
strecken kann. Er erreicht das durch langsameres Abspulen des Bandes, so genanntes
Longplay. Dabei verliert das Bild zwar etwas von seiner Qualität, aber
die Kassette wird praktisch doppelt so lang. Anders ausgedrückt: aus vier
Stunden Aufnahme werden acht.
Besonders pfiffig
ist das Feature "Auto Longplay". Es erlaubt dem Rekorder zunächst
mit normaler Geschwindigkeit und hoher Qualität aufzunehmen und lässt
ihn automatisch die Geschwindigkeit reduzieren, wenn er erkennt, dass das verfügbare
Band nicht für den Rest der Sendung reichen wird. Möchte man selbst
vor der Aufnahme schon sehen wie viel Platz auf einem Videoband noch frei ist,
muss der Rekorder das Feature "Restbandanzeige" unterstützen.
Ist nach der Aufnahme das Ende des Bandes erreicht, ist es schön, wenn
der Rekorder es automatisch zurückspult. Das spart nicht nur den Knopfdruck,
sondern vor allem Zeit.
Für alle, die
gerne Filme im Originalton sehen, ist es wichtig, dass der Rekorder bei ausgestrahltem
Zwei-Kanal-Ton diesen erkennen und getrennt mit aufzeichnen kann. Normalerweise
ist das nicht der Fall, so dass die Originalsprache verloren geht. Auch das
eigenständige Aufzeichnen von Untertiteln ist nicht selbstverständlich.
Gute Geräte zeichnen diese getrennt auf, so dass man sie bei der Wiedergabe
ein- oder ausblenden kann.
Bessere Bildqualität
verspricht der Time Base Corrector, kurz TBC. Er gleicht das minimale Bremsen
des Videobandes aus, das entsteht, wenn das Band die Ton- und Videoköpfe
berührt. Ohne TBC kann es zu schiefen vertikalen Linien kommen, meist deutlich
sichtbar an hohen Gebäuden. Mit einem TBC sind alle Linien kerzengerade
und das Bild wirkt schärfer.
Für besonders
ambitionierte Videoenthusiasten sind Schnitt- und Aussteuerungsfunktionen wichtig.
Für optimale Tonaufzeichnung wollen sie den Ton genau wie beim Tapedeck
in der Hifi-Anlage per Hand aussteuern können. Sehr wichtig ist dieses
Feature, wenn man mit dem Rekorder nur Ton oder Konzerte aufzeichnen möchte.
Schnittfunktionen
sind wichtig, wenn man die Videokamera anschließen und das aufgezeichnete
Filmmaterial neu arrangieren möchte. Man unterscheidet dabei zwei unterschiedliche
Schnittmethoden. Der Assemblerschnitt erlaubt das Verändern der Reihenfolge
aufgenommener Szenen, der Insertschnitt gestattet es sauber in eine vorhandene
Szene hineinzuschneiden.
Um die gewünschten
Szenen Bild-genau ansteuern zu können, sollte der Rekorder ein Jog-Dial
besitzen. Das ist ein flache Drehfläche, ähnlich einer Telefonwählscheibe,
die das Bewegen des Bandes steuert. Je schneller man das Jog-Dial dreht, desto
schneller spult das Band. Bei langsamer Bewegung kann man Bild für Bild
betrachten. Zu guter Letzt sollte es möglich sein, das zusammen geschnittene
Material nachvertonen zu können. Spätestens hier trifft man auch auf
die Frage, ob man einen Rekorder wählt, der Stereo- oder nur Monoton bietet.
Zu Zeiten von Homecinema
mit vollem Raumklang, sollte man heute eigentlich immer einen Stereo-Rekorder
wählen, der die aufwendigen Soundeffekte moderner Filme und auch Musiksendungen
in adäquatem Ergebnis aufzeichnen kann. Wer allerdings noch einen Fernseher
mit Monoton einsetzt und diesen in absehbarer Zeit auch nicht gegen ein Stereogerät
austauschen möchte, kann natürlich auch zu einem Mono-Rekorder greifen.
Wiedergabekomfort
Ein Videorekorder
soll Videokassetten nicht einfach nur abspielen, sondern auch das komfortable
Springen von Szene zu Szene oder das Verwalten der eigenen Videothek übernehmen.
Gerade das Aufsuchen
einer bestimmten Szene oder der Anfang einer weiteren Aufnahme auf dem Videoband
ist sehr mühsam, wenn einem der Rekorder dabei nicht unter die Arme greift.
So ist es sehr hilfreich, wenn der Rekorder beim Spulen das Bild anzeigt, so
dass man leicht erkennt, wo man sich befindet. Allerdings sollte man auch ohne
Bildanzeige spulen können, das geht nämlich noch schneller und schont
die Videoköpfe.
Gut wenn der Videorekorder
mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten spulen kann, damit das Überbrücken
langer Passagen nicht zur Geduldsprobe wird. Besonders praktisch ist der so
genannte automatische Video-Index-Suchlauf. Ist er aktiviert, steuert der Rekorder
automatisch alle unterschiedlichen Aufnahmen an. Er gestattet auch die manuelle
Markierung einzelner Bandstellen, die der Rekorder dann selbstständig aufsucht.
Wer beispielsweise eine Werbeeinblendung markiert, kann diese anschließend
komfortabel mit nur einem Knopfdruck überspringen.
Um einzelne Szenen,
beispielsweise eine umstrittene Abseitsentscheidung beim Fußball, genau
studieren zu können, sind drei Komfortdetails besonders praktisch. Zunächst
ist es wichtig das Bild einfrieren zu können, also ein Standbild anzuzeigen.
Hat man die gewünschte Stelle dabei nicht genau getroffen, hilft die Zeitlupenfunktion.
Mit Ihr kann man die Szene langsam abspielen oder gar Einzelbildweise vor und
zurückspulen. Wer sich gar nicht satt sehen kann oder einen Bildablauf
wieder und wieder betrachten möchte, um ein Detail auszumachen, sollte
auf eine Szenenendloswiederholung achten. So kann man sich eine Flanke in den
Strafraum oder einen Herz zerreißenden Kuss so lange ansehen, bis man
keine Lust mehr hat.
Wer hin und wieder
oder auch regelmäßig Videos aus den USA bekommt, braucht einen Rekorder,
der Kassetten im dort üblichen NTSC-Format abspielen kann. Europäische
Fernsehsender strahlen demgegenüber im PAL-Format aus.
Videoarchiv
Wenn man irgendwann
zu viele Kassetten angesammelt hat, verliert man den Überblick. Leicht
kann es dann passieren, dass man einen Mitschnitt sucht, den man hinter irgendeine
Sendung gequetscht hat, ihn aber einfach nicht wieder finden kann.
Für solch einen
Fall bieten viele Rekorder ein Archiv-System. Ist es aktiviert, speichert das
Videogerät bei jeder Aufnahme Informationen wie Titel, Aufnahmedatum und
Genre über die jeweilige Sendung ab, meist auf der Kassette und ebenfalls
im Rekorder. Dabei vergibt der Rekorder eine Nummer für jede Kassette,
die man auf dieser notieren sollte. Mehrere hundert Kassetten kann solch ein
System verwalten.
Um eine bestimmte
Aufnahme zu finden, kann man den Index im Rekorder über den Fernsehschirm
durchsuchen, ohne überhaupt eine Kassette einlegen zu müssen. Hat
man dort die gewünschte Aufnahme gefunden, braucht man nur noch das Band
mit der angegebenen Nummer einlegen.
Ebenfalls hilfreich
bei der Suche nach einer Sendung ist die Möglichkeit, ein so genanntes
Still-Album anzulegen. Dieses besteht aus Standbildern sämtlicher Aufnahmen,
die sich auf einem Band befinden und die man von dort direkt aufrufen, beziehungsweise
ansteuern kann.
Anschlüsse
Komfortable Bedienung
und gute Ausstattung sind wichtig, doch darf man nicht die Anschlüsse am
Rekorder außer Acht lassen, besonders, wenn man Sendungen nicht nur via
Kabel oder Antenne, sondern auch über Satellit empfängt.
Jeder Rekorder besitzt
einen TV-Tuner, an den das Kabel der Antenne oder des Kabelfernsehens angeschlossen
wird. Der integrierte Tuner gestattet es, Sendungen automatisch aufzunehmen
oder während einer Aufnahme gleichzeitig ein anderes Programm anzusehen.
Diesen Komfort sehen
wir als selbstverständlich an. Doch wird er stark eingeschränkt, wenn
als Empfangsquelle ein Satellitenreceiver dient. Grund: der Rekorder selbst
hat keinen integrierten Satellitentuner und ist auf das externe Gerät angewiesen.
In der Regel kann er dieses aber nicht steuern, so dass die Programmierung einer
Aufnahme nur schwer möglich ist. Obendrein kann man nicht ein Satellitenprogramm
aufnehmen während man ein anderes betrachtet. Man kann maximal ein Satellitenprogramm
aufnehmen und zur selben Zeit ein über Antenne oder Kabel ausgestrahltes
Programm ansehen. Ausnahme: mit einem zweiten Satellitenempfänger könnte
man gleichzeitig ein weiteres Programm ansehen. Doch so viel Luxus gibt es in
den meisten Haushalten vermutlich nicht.
Um die Aufnahme über
Satellit etwas komfortabler zu machen, sollte man einen Videorekorder wählen,
der über so genanntes "External Link" verfügt und darüber
die Steuerung des Satellitenreceivers übernehmen kann. Allerdings kann
er den Receiver nicht zur vorgesehen Zeit an- oder ausschalten, so dass dieser
entweder einen eingebauten Timer besitzen oder ununterbrochen in Betrieb sein
muss.
Wer eine Videokamera
besitzt und von dieser regelmäßig seine Aufnahmen auf den Videorekorder
kopiert, braucht unbedingt entsprechende AV-Anschlüsse an der Front des
Rekorders. Andernfalls müsste er jedes Mal mühsam versuchen, die Stecker
an der Rückseite richtig anzustöpseln.
Ein Videorekorder
kann auch als Zuspieler für den Videoschnitt am PC dienen. Damit das aber
zufrieden stellend funktioniert, ist es sehr vorteilhaft, wenn der Rekorder
dem PC die Steuerung überlassen kann. So ist der PC in der Lage jede Szene
Bildgenau anzusteuern; unnötiges und zeitaufwendiges Schneiden im PC entfällt.
Häufiges Problem
beim Überspielen von Videos in den PC ist das Bildrauschen, welches das
Bild grobkörnig mitunter sogar verrauscht wirken lässt. Auf PC-Seite
bieten fast alle Videoschnittprogramme Filter an, die dieses Rauschen entfernen
sollen. Auch teure Filterprogramme, die sich nur um die Rauschentfernung kümmern,
sind auf dem Markt erhältlich. Doch leider ist das Ergebnis fast immer
wenig befriedigend. Obendrein dauert die Filteranwendung meist sehr lange, da
ein PC dafür viel rechnen muss.
Komfortabler ist daher,
wenn der Rekorder bereits eine Rauschunterdrückung während des Überspielens
bietet. Das hat zwei große Vorteile: zum einen ist das Ergebnis oft besser,
als das einer Filtersoftware und zum anderen geschieht die Unterdrückung
in Echtzeit. Langes Warten auf die Bildoptimierung entfällt.
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