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Kaufberatung Leinwände


Wir möchten Sie bei Ihrer Auswahl unterstützen!

In unseren Kaufberatungen finden Sie Informationen zu über 100 Produktgruppen. Erklärung der Grundbegriffe und Kategorien, Erläuterungen der verschiedenen Techniken - hier finden Sie alles Wissenswerte.

Wir halten ständig nach den neusten Techniken ausschau und aktualisieren unsere Kaufberatungen dahingehend. Somit können wir stets eine große Auswahl an aktuellen Kaufberatungen anbieten, die selbst die neusten Technologien beinhalten.


Eine Leinwand ist der ideale Spielpartner für einen Projektor. Nur sie zeigt, welche Höchstleitungen ein Beamer vollbringen kann. Da aber für jeden Einsatzzweck und Einsatzort andere Voraussetzungen wichtig sind, gilt es bei der Wahl einer Leinwand auf die wichtigen Unterschiede zu achten. Welche das sind und wie Sie die passende Leinwand finden, erfahren Sie in dieser Kaufberatung.


Kaufberatung Leinwände


Zu den Leinwänden


  1. Großes Kino
  2. Größe und Format
  3. Fest oder rollbar
  4. Gain-Faktor
  5. Die Oberfläche
  6. Rückprojektionsleinwand
  7. Aufstelltipps
  8. Fazit

Großes Kino

Zu den Leinwänden Filme wie im Kino gibt es zuhause nur, wenn die Ausrüstung stimmt. Ein Projektor, der Bilder auf eine nackte Wand oder eine Raufasertapete wirft, reicht dafür nicht aus. Diese Lösung verschenkt einen großen Teil der erreichbaren Bildqualität. Denn die Wand reflektiert nur schwach und streut das Licht in alle Richtungen. Eine Leinwand bündelt demgegenüber das Licht und wirft es gezielter zum Auge des Betrachters zurück.

Diese Bündelung sorgt zusammen mit einer speziellen Beschichtung für leuchtendere Farben, höheren Kontrast und mehr Schärfe. Das Bild wirkt plastischer und lebendiger. Auch dunkle Bildbereiche profitieren stark davon. In ihnen lassen sich Details besser erkennen. Die insgesamt größere Leuchtkraft verbessert das Bild auch in hellen Räumen.

Leinwand zum Projektortuning

Die unterschiedliche Beschaffenheit von Leinwänden macht es zudem möglich, mit der Wahl des passenden Modells einen leuchtschwachen Projektor zu mehr Leuchtkraft zu verhelfen, den Einsatz in hellen Umgebungen zu optimieren oder gar lebendige Werbetafeln zu gestalten.

Alles, was Sie für die Auswahl der richtigen Leinwand machen müssen, ist Einsatzort und-zweck zu bestimmen und diese Kaufberatung lesen. Darin erfahren Sie alles, was für die Auswahl wirklich wichtig ist. (pr)



Größe und Format

Zu den Leinwänden Bei der Wahl einer Leinwand sollte nicht das Motto „Je größer, desto besser“ die Kaufentscheidung beeinflussen. Vielmehr ist es wichtig, dass die Projektionsfläche in einem guten Verhältnis zum Raum und vor allem zum Betrachtungsabstand steht. Bei einer zu groß gewählten Leinwand muss der Projektor das Bild stark aufblähen. Folge: Es wirkt leicht unscharf. Bei sehr kleiner Projektionsfläche wäre das Bild demgegenüber knackscharf, doch käme dann kein richtiges Kinogefühl auf.

Kaufberatungstipp: Eine Faustregel besagt, dass die Breite der Leinwand etwa die Hälfte der Entfernung zwischen Leinwand und Sitzplatz beträgt. Sitzen Sie beispielsweise vier Meter von der Leinwand entfernt, sollte diese zirka zwei Meter breit sein.

Breitbild für Filme

Daneben stellt sich die Frage nach dem Format. Für Filme von DVD, Blu-ray und auch TV-Sendungen ist das 16:9-Format Standard. Ideal an das Kinoformat ist eine Leinwand mit 21:9-Verhältnis angepasst. Das 4:3-Format hat demgegenüber Vorteile, wenn Sie Daten von einem Computer auf die Leinwand projizieren möchten; sei es eine Präsentation oder eine Bildershow. Möchten Sie ausschließlich oder überwiegend Filme betrachten, wählen Sie eine Leinwand mit 16:9-Darstellung. So vermeiden Sie einen störenden weißen Rand um das Bild. Diesen sehen Sie nur dann, wenn Sie ein anderes Bildformat wählen. Möchten Sie in Konferenzräumen auch einen Tageslichtprojektor verwenden, sind Leinwände mit einer quadratischen Anzeigefläche im 1:1-Verhältnis praktisch. Fürs Heimkino sollten Sie dieses Seitenverhältnis jedoch nicht wählen.

Schwarzer Rand

Wichtig ist ein schwarzer Rand um die jeweilige Projektionsfläche. Dieser erhöht subjektiv den Bildkontrast. Den weißen Bereich darin sollte das projizierte Bild komplett ausfüllen. Auch wichtig: Ist die Leinwand von hinten ebenfalls schwarz beschichtet, kann von dort kein reflektierendes Licht oder das Licht eines Fensters hindurchscheinen und die Bildqualität schmälern. Bei besonders aufwändigen Varianten befindet sich an der Rückseite ein zweites, schwarz gefärbtes Tuch. Das macht die Leinwand gleichzeitig etwas steifer.

Kaufberatungstipp: Leuchtdioden oder andere Lichtquellen können die dunklen Rückseiten jedoch nicht verbergen. Lassen sich diese hinter einer Leinwand nicht vermeiden, sollten Sie diese abkleben. Der helle Bereich einer Leinwand ist nicht immer Weiß. Es gibt auch Leinwände, die dort hellgrau sind. Diese verbessern die Darstellung von Schwarz, benötigen dafür aber einen lichtstarken Projektor, damit die Darstellung nicht zu dunkel wird.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Projektoren

Zu
Leinwänden im 1:1-Format
Leinwänden im 4:3-Format
Leinwänden im 16:9-Format


Fest oder rollbar

Zu den Leinwänden Eine Leinwand können Sie dauerhaft an eine Wand hängen, so wie man es auch im Kino macht, nach Bedarf ausfahren oder aufstellen. Die fest installierten Versionen nennt man auch Rahmenleinwände. Sie sind immer an der Wand sichtbar und sehen aus wie leere Bilderrahmen, wenn nichts darauf projiziert wird. Sie eignen sich deshalb weniger gut für ein Wohnzimmer, sondern besser für einen separaten Heimkinoraum oder ein Konferenzzimmer.

Rahmenleinwand

Rahmenleinwände sind sehr stabil. Ihr Tuch ist gespannt und wirft keine Wellen. Auch Luftzüge von Heizkörpern oder vorbeilaufenden Personen setzen die glatte Oberfläche nicht in Bewegung. Kaufberatungstipp: Sie können eine Rahmenleinwand hinter einem zweiteiligen Vorhang verstecken, den Sie bei Bedarf aufziehen. Das ergibt einen Effekt, wie im Kino. Dies gibt Ihnen zudem die Möglichkeit, das Format der Leinwand in der Breite zu verändern. Entsprechend weit geöffnet verwandeln Sie so eine Leinwand vom 16:9 ins 21:9-Format. Für diese Nutzung eignet sich als Vorhangstoff schwarzer Samt. Dieser deckt den jeweiligen weißen Leinwandhintergrund sehr gut ab.

Rollleinwände

Leinwände zum Abrollen verschwinden nach der Nutzung aus dem Blickfeld. Sie sind somit besser für ein Wohnzimmer geeignet. Auch für Konferenzräume sind sie eine gute Wahl. Abrollbare Leinwände existieren in unterschiedlichen Versionen. So gibt es die sogenannte Rolloleinwand, die dauerhaft an der Zimmerdecke oder einer Wand angebracht wird, die Stativleinwand, zum temporären Aufhängen an ein Stativ und die Bodenleinwand, die eingerollt auf dem Fußboden liegt.

Rolloleinwand

Die Rolloleinwand hat ihren Namen von einem Fensterrollo, da sie genauso funktioniert. Ist sie eingefahren, verbirgt sich die Rolloleinwand in einem Kasten, der sie schützt. Ist sie ausgefahren, spannt häufig eine Metallkonstruktion hinter der Leinwand das Tuch. Noch effektiver spannt ein Seilsystem die Leinwand. Die Gefahr unerwünschter Wellen sinkt damit deutlich. Gleichzeitig steigt jedoch der Preis.

Kleine Leinwände lassen sich gut per Hand bedienen. Bei großen Breiten, etwa ab 2,5 Meter, sollten Sie einen Motor verwenden. Das gilt nicht, weil das Herausziehen zu schwer würde, sondern vielmehr, weil motorgetriebene Leinwände in der Regel besser gespannt sind und Rolloleinwände ab dieser Größe stark zum Wellen neigen. Bei einer Motorversion geschieht zudem das Ein- und Ausfahren komfortabel per Fernbedienung vom Sitzplatz aus.

Kaufberatungstipp: Bedenken Sie bei einer motorgetriebenen Lösung, dass Sie dazu einen Stromanschluss in der Nähe benötigen und das Kabel elegant verlegen müssen, damit es nicht stört. Kaufberatungstipp: Achten Sie auch auf beiliegende Befestigungen sowie Schrauben und Dübel. Dann benötigen Sie zum Aufhängen lediglich noch Werkzeug.

Stativleinwand

Soll die Leinwand ganz verschwinden, wenn der Projektor ausgeschaltet ist, bietet sich eine Stativleinwand an. Diese hängen Sie, wie schon vor Jahren bei Diaabenden üblich, an einem Stativ auf. Sie ist preiswert und lässt sich mit zu Freunden und Bekannten nehmen. Zudem passen Sie eine Stativleinwand leicht in der Höhe an. Oft können Sie ein Stativ auch etwas neigen. Das ist ein Vorteil, wenn der Projektor an der Decke hängt. Da dieser das Bild schräg nach unten projiziert, entsteht dadurch die sogenannte Trapezverzerrung, die eine geneigte Leinwand gut ausgleichen kann.

Nachteil dieser Lösung ist die Anfälligkeit der Stativleinwand gegen Luftbewegungen. Stellen Sie die Leinwand weit von einer Wand ab, erhöht das die Gefahr, das jemand über die Beine des Stativs stolpert und dieses umwirft. Das kann auch einem Hund oder einer Katze passieren. Zudem ist das Tuch nicht ganz so straff gespannt wie bei einer Rolloleinwand, so dass leichter Wellen auftreten können.

Bodenleinwand

Ein guter Kompromiss für alle, die keinen Kasten an Wand oder Decke hängen haben wollen und denen eine Stativleinwand nicht behagt, ist eine Bodenleinwand. Diese steckt in einem ähnlichen Kasten wie eine Rolloleinwand, der jedoch auf dem Fußboden liegt. Das Tuch ziehen Sie nach oben aus dem Kasten heraus. Eine Metallkonstruktion hält die Leinwand aufrecht und strafft sie. Eine Bodenleinwand ist nahezu so mobil wie eine Stativleinwand und lässt sich hinter einem flachen Regal oder Schrank verstecken. Sie bietet sich damit für ein Wohnzimmer an. In einem Konferenzzimmer ließe sie sich auch auf flachen Schränken aufstellen.

Es gibt auch spezielle Versionen der Bodenleinwand, die nicht gerollt sondern gefaltet werden. Solch eine passt in einen Koffer und lässt sich transportieren. Mit im Koffer ist ein Gestell, an dem die Leinwand mit Hilfe von Druckknöpfen befestigt und unter Spannung gehalten wird. Die Oberfläche ist dadurch sehr eben. Deshalb erreicht solch eine Spezialversion relativ hohe Bildqualität, ähnlich wie eine Rahmenleinwand. Sehr praktisch, doch dafür auch nicht ganz billig. Rollbare Leinwände, wie auch die gefaltete Bodenleinwand, benötigen nicht zwangsweise eine Wand. Sie können diese auch vor einem Fenster aufbauen.

Blackdrop

Kaufberatungstipp: Achten Sie bei Rolleinwänden auf genügend Vor- und Nachlauf, auch mit dem englischen Wort „Blackdrop“ bezeichnet. Das ist ein schwarzer Bereich ober-, respektive unterhalb der hellen Anzeigefläche. Er ermöglicht, die Leinwand soweit runter- oder hochzuziehen, dass die Bildmitte auf Augenhöhe ist. Doch Vorsicht! Lassen Sie sich von einem großen Blackdrop nicht verleiten, die Leinwand besonders hoch aufzuhängen und zum Betrachten sehr weit abzurollen. Denn wenn die Länge der ausgerollten Leinwand die Breite überschreitet, droht starke Wellenbildung, die auch ein vorhandener Spannmechanismus nur schwer ausgleichen kann.

Zu
Rahmenleinwänden
Rolloleinwänden
Stativleinwänden
Motorgetriebenen Leinwänden


Gain-Faktor

Zu den Leinwänden Eine Größe, mit der Sie die reflektierte Projektion beeinflussen können, ist der so genannte Gain-Faktor. Er zeigt an, wie intensiv die Leinwand das einfallende Licht bündelt und reflektiert, so dass Farben und Kontraste möglichst viel Kraft und Dynamik haben. Ein niedriger Wert bedeutet, dass die Reflexion relativ gering ist und die Leinwand einen Teil des Lichts, das der Projektor darauf wirft, schluckt. Ein hoher Wert deutet darauf hin, dass mehr Licht zum Betrachter zurückstrahlt. Eine Leinwand mit hohem Gain-Faktor kann somit einem Projektor mit schwacher Leuchtkraft zu einem helleren Bild verhelfen. Auch bei Tageslicht in einem kleinen Konferenzraum kann eine Leinwand mit starker Reflexion Vorteile haben. Wer etwa auch tagsüber das Fernsehprogramm über einen Projektor betrachten möchte, benötigt ebenfalls eine Leinwand mit hohem Gain-Faktor.

In der Regel variiert der angegebene Wert zwischen 1 und 2. Gain-Faktor 1 deutet dabei auf schwächere und Gain-Faktor 2 auf stärkere Reflexion. Ein hoher Gain-Faktor hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Der Betrachtungswinkel schrumpft. So verdunkelt sich das Bild im Randbereich der Sitzposition und der Kontrast nimmt ab. Dort wirkt das Bild nicht mehr gleichmäßig hell ausgeleuchtet und Farben leuchten ungleichmäßig. Somit ist ein hoher Wert nur guten Gewissens zu empfehlen, wenn nur wenige Personen vor der Leinwand sitzen sollen.

In einem verdunkelten Raum reflektiert auch eine Leinwand mit niedrigem Gain-Faktor das Licht ausreichend, solange der Projektor nicht sehr leuchtschwach ist. Hierfür ist ein Gain-Faktor zwischen 1 und 1,2 vollkommen ausreichend. Leuchtet der Projektor nur schwach, bieten sich Leinwände mit Werten zwischen 1,3 und 1,5 an.



Die Oberfläche

Zu den Leinwänden Eine Leinwand besteht schon länger nicht mehr als Leinen, von dem sich der Name ableitet. Man unterscheidet stattdessen aus Glasfaser gewebte Tücher und Folienleinwände. Gewebetücher sind dicker als Folien und somit auch etwas stabiler, was die Gefahr von Wellen und ungewollten Bewegungen reduziert. Zudem besitzen sie eine Beschichtung, die gleichfalls die Steifigkeit erhöht und dafür sorgt, dass die Oberfläche auch nach jahrelanger Nutzung noch glatt ist. Gewebetücher sind typisch für rollbare Leinwände.

Folienleinwand

Eine aus Kunststofffolie gefertigte Leinwand ist dünner und leichter. Sie kommt schneller aus der Ruhe und wirft eher Wellen, wenn sie nicht besonders gut gespannt ist, etwa durch ein Seilsystem oder mit Hilfe von Druckknöpfen. Fürs Spannen eignet sich dieses Material besonders gut. Es kommt daher häufig bei Rahmenleinwänden zum Einsatz, wo die Folien eine sehr ebene Projektionsfläche bilden. Das dünnere Material der Folienleinwand vereinfacht die Lagerung. Viele lassen sich sogar falten, ohne dass sichtbare Knicke entstehen und zurückbleiben. Somit kommt sie auch bei einer faltbaren Bodenleinwand zum Einsatz.

Spezialbeschichtung

Viele Leinwände haben eine Spezialbeschichtung, die das Reflexionsverhalten steuern soll, so dass mehr Licht beim Auge des Betrachters ankommt. Dazu fixieren die Hersteller winzige Glas- oder Kunststoffkugeln auf der Leinwand. Entsprechende Versionen tragen beispielseise das Wort „retroreflexiv“ im Namen oder in der Beschreibung. Man erkennt sie auch an der Bezeichnung „Perl-Leinwand“.

Ton

Kaufberatungstipp: Ist die Leinwand so groß, dass für die Frontlautsprecher kein Platz mehr ist, können diese auch hinter der Leinwand Platz finden, genauso wie im Kino. Das hat auch den Vorteil, dass der Ton aus exakt derselben Richtung kommt wie das Bild. Dafür ist jedoch wichtig, dass das verwendete Tuch, den Ton möglichst ungehindert passieren lässt.

Damit das klappt, ist der Einsatz einer gewebten oder mikroperforierten Folienleinwand mit zahlreichen winzigen Löchern nötig. Durch die Löcher dringt der Ton zum Sitzplatz. Allerdings gelangt auch, je nach Leinwand, bis zu zehn Prozent Licht des Projektors durch die Löcher. Dadurch sinkt die Leuchtkraft entsprechend, so dass bei Einsatz einer perforierten Leinwand ein lichtstarker Projektor wichtig ist. Andernfalls würde sich das Bild durch den Leuchtkraftverlust zu stark verdunkeln. Kaufberatungstipp: Die Flächen hinter einer perforierten Leinwand sollten möglichst dunkel sein. Andernfalls würde das durchscheinende Licht reflektieren und das Bild verschlechtern. Im Extremfall ließen sich die Lautsprecher oder die Wand durch die Leinwand erkennen.

Abstand von der Wand

Leinwand und Lautsprecher benötigen jedoch einen gewissen Mindestabstand voneinander. Viele Hersteller und auch der Raumklangspezialist THX empfehlen, 25 Zentimeter nicht zu unterschreiten. Andernfalls unterdrückt die Leinwand den Ton zu kräftig. Besonders die Höhen leiden darunter. Auch für tiefe Töne kann das problematisch sein. Kaufberatungstipp: Zusammen mit der Gehäusetiefe der Lautsprecher kann der Abstand der Leinwand von der Zimmerwand sehr groß werden und störend wirken. Das umso mehr, wenn die Lautsprecher direkt an der Wand platziert nicht klingen sollten. Sie erfordern in der Regel einen Mindestabstand von zehn Zentimetern, damit es nicht dröhnt. Dies können Sie entschärfen, wenn Sie stattdessen Wandlautsprecher direkt in die Zimmerwand einsetzen.

Kaufberatungstipp: Stellen Sie Tonprobleme fest, kann ein Equalizer das Problem lösen oder zumindest deutlich entschärfen. Ein Equalizer erlaubt, einzelne Tonbereiche gezielt zu verstärken oder abzuschwächen. Ob diese Maßnahme das Problem lösen kann, können Sie teilweise herausfinden, indem Sie vor dem Kauf mit den Klangreglern am AV-Receiver experimentieren. Tonproblemen können Sie hinter einer dauerhaft aufgehängten Rahmenleinwand auch mit zusätzlicher Dämmung begegnen. Diese sonst optisch störende Maßnahme fällt hinter der Leinwand nicht auf.

In der Regel setzt man diesen Typ bei Rahmenleinwänden ein. Denn perforierte Folien sind nicht besonders steif und schlagen bei gerollten Leinwänden schnell Wellen. Es gibt entsprechende Leinwände auch zum Rollen. Diese müssen jedoch aufwendig gespannt werden.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
AV-Receivern
Lautsprechern

Zu
Wandlautsprechern


Rückprojektionsleinwand

Zu den Leinwänden Eine Sonderform ist eine Rückprojektionsleinwand. Sie wird von hinten angeleuchtet und zeigt das Bild den davor sitzenden Betrachtern. Für das Wohnzimmer ist diese Version kaum geeignet, da sie einen großen Raum mit viel Platz hinter der Leinwand benötigt. Sie kommt eher im gewerblichen Bereich zum Einsatz. Eine Rückprojektionsleinwand ist ideal für Orte, an denen es nicht möglich wäre, einen Projektor davor aufzustellen. Das kann beispielsweise in einem Schaufenster oder auch an einem Messestand sein.

Für Rückprojektionsleinwände setzt man auf transparente Folienleinwände. Es gibt aber auch weiße Kombinationslösungen, die sich von vorne und hinten bestrahlen lassen. Diese sind sehr dünn und nur ein Kompromiss. Die Bildqualität ist schlechter als bei einer reinen Rückprojektionsleinwand.



Aufstelltipps

Zu den Leinwänden Für ein gutes, kontrastreiches Bild ohne Verzerrungen muss das Bild ideal auf die Leinwand treffen und den reflektierenden Bereich innerhalb des schwarzen Randes treffen. Das ist manchmal leichter gesagt als getan. Wenn Sie diese Tipps beherzigen, klappt es auch bei Ihnen.

Ausrichten

Hängen Sie die Leinwand möglichst gerade auf. Verwenden Sie dazu eine Wasserwaage. Die Bildunterkante sollte sich dabei etwa auf Augenhöhe der Betrachter befinden. Stellen Sie den Projektor mit komplett in das Gehäuse geschraubten Füßen waagerecht und mittig davor und schalten Sie ihn an. Korrigieren Sie die Schärfe. Bringen Sie danach die Linsenverstellung, engl. „Lensshift“, in mittlere Position. Anschließend rufen Sie die Einstellungen des Projektors auf und wählen die Trapezkorrektur. Manche Hersteller verstecken diese auch hinter der Bezeichnung „Keystone“. Wählen Sie die Neutralstellung.

Hat Ihr Projektor ein Zoomobjektiv, stellen Sie dieses so ein, dass das Bild exakt die helle Fläche ausfüllt. Ohne Zoomobjektiv müssen Sie den Projektor entsprechend bewegen. Kaufberatungstipp: Für einige Projektoren ohne Zoom-Objektiv gibt es Vorsatzlinsen, die den Geräten das Zoomen beibringen.

Idealposition finden

Nun haben Sie die ideale Position ermittelt. Möglicherweise ist der Projektor aber in Ihrem Blickfeld. Sie können seine Position soweit zur Seite oder nach oben sowie unten verändern, wie es die Linsenkorrektur zulässt. Denn diese bewirkt eine entsprechende Verschiebung des Bildes, ohne dass es an Qualität verliert. Jetzt trifft das Bild jedoch nicht mehr im rechten Winkel auf die Leinwand. Das hat störende Verzerrungen zur Folge. Diese können Sie, wie weiter oben angesprochen, durch Neigen der Leinwand ausgleichen, wenn dieses das zulässt. Das Bild behält dann die gleiche Qualität.

Lässt sich die Leinwand nicht neigen, können Sie die Trapezkorrektur des Projektors verwenden. Sie gleicht die entstandenen Bildfehler elektronisch aus. Hat das Bild rechtwinklige Ecken, ist der Fehler ausgeglichen. Vermutlich ist das Bild dabei etwas geschrumpft und zur Seite gerückt, so dass Sie dieses per Zoom oder verstellen des Projektors sowie mit Hilfe der Linsenkorrektur wieder ausgleichen müssen. Da die Trapezkorrektur elektronisch arbeitet, verliert das Bild ein wenig an Schärfe und bekommt einen grauen Rand an den Bildseiten.

Geruch

In den ersten Tagen kann es vorkommen, dass eine neue Leinwand unangenehm riecht. Der Geruch verschwindet bei einer rollbaren Leinwand am schnellsten, wenn Sie diese einige Tage ausgerollt stehen lassen und den Raum regelmäßig lüften. Das Hängenlassen hat zudem den Vorteil, dass sich eventuell vorhandene Wellen aushängen.

Reinigung

Kaufberatungstipp: Benutzen Sie zum Reinigen einer Leinwand keinen Staubsauger. Durch zu große Saugwirkung besteht die Gefahr, dass Knicke entstehen. Besser geeignet ist ein Staubwedel oder ein Staubtuch. Verwenden Sie für hartnäckigen Schmutz ein feuchtes Tuch und gegebenenfalls leicht seifiges Wasser.

Zu
Vorsatzlinsen


Fazit

Zu den Leinwänden Die richtige Leinwand zu finden ist nicht schwer. Entscheidende Kriterien bei der Auswahl sind der Einsatzort, der Abstand zum Sitzplatz, die gewöhnliche Anzahl der Zuschauer sowie die Leuchtkraft des eingesetzten Projektors.

Die besten Ergebnisse lassen sich mit einer Rahmenleinwand erzielen. Diese muss jedoch ständig an der Wand hängen und stört deshalb im Wohnzimmer. Eine gute Alternative sind Rollleinwände, die entweder festmontiert an der Decke hängen, in einem Kasten auf dem Fußboden liegen oder mit einem Stativ ausgerüstet sind.

Ebenfalls sehr hohe Bildqualität bei gleichzeitig hoher Mobilität verspricht eine faltbare Bodenleinwand. Ihr Auf- und Abbau erfordert mehr Handgriffe als bei den rollbaren Versionen, dafür übertrifft sie diese bei der Bildqualität aber leider auch beim Preis.

Ganz gleich, zu welchem Modell Sie greifen. Die Qualität wird immer besser sein, als wenn Sie statt Leinwand die nackte Wand oder eine weiße Tapete verwenden.

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