- Der eigene Radiosender
- Funkübertragung
- Funktionsumfang
- Anschlüsse
- Stromversorgung
- Alternativen
Der eigene Radiosender

Wer Musik vom MP3-Player im Auto hören möchte, hat es nicht immer ganz einfach. Die Kopfhörer sind für den Fahrer tabu, weil gesetzlich verboten. Der logische Weg wäre über die Lautsprecher des Autoradios. Für diesen Weg ist es jedoch nötig, eine Brücke zu schlagen, über die die Musikdaten wandern können.
Der Weg über ein Kabel, das man in den Line-In-Eingang oder einen USB-Anschluss steckt, ist nur bei modernen Autoradios möglich. Bei älteren Versionen und zahlreichen von den Autoherstellern eingebauten Entertainment-Lösungen fehlen solche Anschlüsse jedoch häufig oder sind nur am Rückteil des Autoradios verfügbar. Den Zugriff darauf trauen sich viele nicht zu.
Mini-UKW-Sender Eine einfache und praktische Lösung bieten in solchen Fällen FM-Transmitter. Das sind quasi Miniradiosender, welche die Musiksignale vom MP3-Player, einem Multimedia-Handy oder auch einem tragbaren CD-Player an eine freie UKW-Frequenz des Autoradios senden. Dieses behandelt die Signale wie jeden anderen Radiosender und spielt die Töne ohne zu murren ab.
Eine Alternative, um Musik von externen Zuspielern über die Lautsprecher des Autoradios wiederzugeben, waren lange Zeit Kassetten-Adapter. Da modernen Autoradios jedoch zunehmend ein Kassettenfach fehlt, ist dieser Weg inzwischen immer seltener möglich.
Die richtige Wahl So praktisch die Verwendung eines FM-Transmitters auch ist, sie ist nicht immer problemfrei möglich. Nur wer dem Gerät optimale Arbeitsbedingungen bietet, wird mit ungetrübtem Musikgenuss belohnt. Worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln. (pr)
Funkübertragung

Die Übertragung per Radiowellen an einen freien Frequenzplatz im Autoradio ist erst seit 2006 erlaubt. Der Gesetzgeber hat zudem strenge Richtlinien für die Nutzung der Funkfrequenzen erlassen. Um sicherzustellen, dass die Hersteller diese einhalten, darf man in Deutschland nur FM-Transmitter verwenden, die das CE-Prüfzeichen tragen. Zudem muss die jeweilige Geräteserie explizit für den Betrieb freigegeben sein, was eine entsprechende Beschriftung am Gehäuse attestiert. Bei computeruniverse.net verkaufte FM-Transmitter tragen immer dieses Zeichen und sind zum Betrieb zugelassen, so dass Sie guten Gewissens bestellen können.
Maximalreichweite Die Reichweite der Geräte darf außerhalb eines Autos maximal zehn Meter betragen. Innerhalb eines Wagens bleiben in der Praxis davon kaum mehr als drei Meter über. Mehr gibt die erlaubte Sendeleistung von 50 Nanowatt (nW) nicht her.
Trotz dieser Minimalleistung ist es jedoch theoretisch möglich, dass auch andere das gesendete Signal empfangen, etwa an der Ampel. Tatsächlich geschieht dies jedoch eher selten, weil wohl nur sehr wenige Menschen eine Frequenz im Radio einstellen, bei der sie nichts hören und somit unbeabsichtigt die gesendeten Signale empfangen. Da zudem die maximale Reichweite ein theoretischer Wert ist und im genannten Beispiel zwei Metallkarossen überwunden werden müssten, ist die Gefahr sehr gering, dass es zu Störungen kommt.
Breites Frequenzspektrum Für ungestörte Arbeit benötigt der FM-Transmitter eine freie UKW-Frequenz, auf der kein anderer Sender liegt. In dicht besiedelten Gebieten mit vielen Radiostationen ist der benötigte Freiraum allerdings oft stark begrenzt. Daher ist es wichtig, dass der zur Verfügung stehende Frequenzbereich besonders breit ist. Damit steigt die Chance, stets einen freien Platz zu finden. Idealerweise beherrscht das Gerät das gesamte zur Verfügung stehende Spektrum zwischen 88,1 bis 107,9 Megahertz.
Eine freie Frequenz ist jedoch keine Garantie für optimalen Empfang. Wichtig ist nicht selten, wo sich im Auto der FM-Transmitter befindet. Der Abstand zur Autoantenne sollte idealerweise immer so gering wie möglich sein. Befindet sich die Antenne im vorderen Bereich des Wagens, kann es Empfangsprobleme geben, wenn der FM-Transmitter von der Rückbank sendet. Ideale Voraussetzungen gibt es in diesem Beispiel nur zwischen den Vordersitzen. Befindet sich die Antenne hinten auf dem Dach oder am Kofferraum, kann es ebenfalls Probleme geben.
Klangqualität Das macht zugleich deutlich, dass man bei der Klangqualität keine Wunder erwarten darf. Die Übertragung erfolgt analog. Die Qualität entspricht also etwa der eines herkömmlichen Radiosenders. Bei Übertragungsproblemen ist deutliches Rauschen hörbar. Bessere Klangqualität gäbe es bei digitalen Übertragungen, etwa per Bluetooth. Diese Technik kommt bei FM-Transmittern allerdings fast nicht zum Einsatz. Voraussetzung dafür wäre, dass das Autoradio Signale per Bluetooth empfangen kann. Bluetooth hätte aufgrund der höheren Klangqualität auch Vorteile für den Einsatz im Wohnzimmer.
Alternative: Ist der MP3-Player in der Lage, Daten per Bluetooth zu senden, dem Autoradio fehlt jedoch die Empfangsmöglichkeit, sollte man nachsehen, ob es für das verwendete Autoradio einen Nachrüstsatz gibt. Dieser lässt sich entweder in das Gerät einsetzen ober per Kabel extern anschließen.
Vorteil Bluetooth Ist eine Verbindung per Bluetooth möglich, sollte man stets diese wählen. Voraussetzung selbstredend: Um Musikdaten in Stereoqualität übertragen zu können, müssen Sender und Empfänger das Profil A2DP beherrschen. Das steht für Advanced Audio Distribution Profile und ist unbedingt für hochwertigen Stereoklang nötig.
Zu den Bluetooth-Erweiterungen Zu den Bluetooth-Adaptern und weiterem Zubehör
Funktionsumfang

Es kann passieren, dass die eingestellte, freie Frequenz in einem anderen Gebiet, in das man fährt, von einem lokalen Radiosender verwendet wird. Dann muss man erneut eine freie Frequenz suchen. Manchmal gibt es aber auch nur kurzzeitige Störungen durch Frequenzüberlagerungen. Beides kann beim Autoradio den automatischen Suchlauf auslösen, falls diese Funktion aktiviert ist. Es kann daher hilfreich sein, diese bei Benutzung eines FM-Transmitters auszuschalten.
Senderspeicher Wichtig: Der gewählte Sender sollte sich speichern lassen, sonst musst man die Einstellung stets von neuem durchführen und kann mit nur einem Tastendruck eine freie Frequenz einstellen. Speichern Sie auch im Autoradio die gewünschte Station ab, genügen zwei Tastendrücke, um den Empfang zu gewährleisten.
Speicherplätze sind umso wichtiger, wenn man stets die gleiche Strecke fährt und dabei wiederholt die Frequenz wechseln muss. Dann genügen bei jedem Wechsel zwei Tastendrücke, einer am FM-Transmitter und einer am Autoradio. Das ist nicht nur komfortabel, sondern erhöht auch die Fahrsicherheit, da man kaum abgelenkt wird.
Noch sicherer und bequemer ist die automatische Suche des FM-Transmitters nach einer freien Frequenz und das auch beim Frequenzwechsel während der Fahrt, so dass man sich fast um gar nichts kümmern muss.
Geräuschfilter Gut für den Klang ist eine integrierte Störgeräuschminimierung, die versucht, Knackgeräusche und andere unerwünschte Töne auszublenden. Tipp: Wenn die Tonqualität mal wirklich schlecht ist, ließe sich dieser verbessern, wenn der FM-Transmitter in der Lage ist, in den Monobetrieb zu wechseln. Das reduziert die Störgeräusche oder entfernt diese gar komplett. Folge: Der Ton klingt besser und sauberer.
Mono-Betrieb ist jedoch nur eine Notlösung, da der Sound im Vergleich zur Stereosendung deutlich schlechter ist. Bei Sprache fällt dieser Nachteil glücklicherweise weniger stark ins Gewicht als bei Musik. Die Übertragung von Hörbuchsignalen leidet daher nur wenig von der Mono-Einstellung.
Equalizer Einfluss auf den Klang kann auch ein eingebauter Equalizer nehmen. Er verbessert die Musikqualität oder passt sie an die eigenen Wünsche an. Meist kann man diese Einstellungen auch am Radio oder MP3-Player vornehmen. Wenn für den Klang über den FM-Transmitter aber besondere Einstellungen nötig sein sollten, muss man nicht lieb gewonnene Eistellungen an den übrigen Geräten verändern.
RDS Um stets den Überblick über die gespielten Titel, deren Spiellänge und eventuell auch gesamte Titellisten zu behalten, benötigt ein FM-Transmitter eine Anzeige, die auch dieses, zusätzlich zur Sendefrequenz, anzeigen kann. Einen Schritt weiter gehen Geräte, die diese Informationen per RDS (Radio Data System) ans Autoradio schicken, so dass sich die Informationen in dessen Display ablesen lassen.
Fernbedienung Befindet sich die Radioantenne im hinteren Teil Ihres Wagens und die Funkübertragung klappt nur, wenn auch der FM-Transmitter hinten platziert wird, gibt es Probleme bei der Bedienung. Abhilfe kann hier eine Fernbedienung für den Transmitter schaffen. Bei einigen Geräten gehört solch eine zum Lieferumfang. Eine Fernbedienung hilft jedoch nur beim Einstellen der UKW-Frequenz und nicht bei der Bedienung des MP3-Players. Das Verbindungskabel sollte daher entsprechend lang sein, damit es bis zum Fahrersitz reicht oder der Player sollte ebenfalls fernbedienbar sein.
FM-Transmitter mit MP3-Player Ein Vorteil und gleichzeitig auch eine Lösung für das beschriebene Problem (wenn eine Fernbedienung zum Lieferumfang zählt), bieten FM-Transmitter, die selbst über MP3-Fähigkeiten verfügen und den Anschluss eines MP3-Players überflüssig machen. Die Musik bekommen solche Geräte in der Regel über eine Speicherkarte. Mittels Bedienknöpfen und Display wählt man Titel oder Abspiellisten, die der FM-Transmitter dann eigenständig abspielt und an das Autoradio sendet. Möglicher Nachteil: Wenn man aus dem Wagen aussteigt und zum MP3-Player greift, hat man womöglich nicht die identische Titelauswahl, falls man nicht ständig Player und Speicherkarte abgleicht.
Platzsparend ist ein FM-Transmitter, der direkt an den MP3-Player andocken kann, ohne dass dazu ein Kabel nötig wäre. Das macht den Eindruck, dass es sich im eine Erweiterung und nicht um ein zusätzliches Gerät handelt. Praktisch: Solch eine Kombination ließe sich leichter und mit weniger Kabelsalat ablegen.
Anschlüsse

Je mehr Anschlüsse ein FM-Transmitter mitbringt, desto mehr Geräte können darüber Kontakt zum Autoradio nehmen. Standard ist ein Miniklinken-Anschluss, über den der Kontakt zum MP3-Player erfolgt. Manche Geräte möchten ihre Daten allerdings nur per USB-Port übergeben, so dass ein entsprechender Anschluss vorhanden sein sollte.
USB-Anschluss Nicht selten lassen sich USB-Anschlüsse auch verwenden, um den Akku des MP3-Players oder eines weiteren Gerätes aufzuladen. Um MP3-Player und ein zusätzliches Gerät mit Strom versorgen zu können, muss der FM-Transmitter die erforderliche Leistung abgeben können. Kontrollieren Sie daher die technischen Daten des FM-Transmitters und der Geräte, die Sie anschließen möchten.
Wichtig zum Schutz des FM-Transmitters und des MP3-Players: eine Sicherung, die bei Spanungsschwankungen reagiert und die Hardware schützt.
iPod only Spezielle Modelle für Apples iPod verzichten häufig auf die Miniklinke und den USB-Port als Anschluss. Sie nehmen Kontakt über einen so genannten Docking-Anschluss auf, der die Musikspieler gleichzeitig lädt. Entsprechende Geräte sind somit nur mit iPods von Apple verwendbar und nicht mit MP3-Spielern anderer Hersteller.
Stromversorgung

Um die Batterie zu schonen, beziehungsweise den FM-Transmitter im Auto weiter benutzen zu können, wenn der Stromspeicher erschöpft ist, sollte er einen Anschluss für den 12-Volt-Anschluss im Auto haben. Einige Minisender können den nötigen Strom auch direkt über den MP3-Player beziehen. Sehr praktisch! Das führt allerdings dazu, dass dessen Batterie schneller erschöpft ist. Vorteil: Solch ein FM-Transmitter ist nicht nur im Auto einsetzbar.
12-Volt-Stecker Eine Alternative sind FM-Transmitter, bei denen der 12-Volt-Anschluss Teil des Gehäuses ist. Sie steckt man direkt in den Zigarettenanzünder. Dort in der Nähe sollte jedoch eine Ablagemöglichkeit für den MP3-Player sein, die man per mitgeliefertem Verbindungskabel vom Transmitter erreichen kann. Verzichtet solch ein Gerät auf den Batteriebetrieb, lässt es sich ausschließlich im Auto benutzen und nicht mit dem Küchenradio oder an anderen Orten.
Nachteil dieser Lösung: Das Gerät lässt sich bei Empfangsproblemen nicht näher an die Autoantenne heranbewegen. Sitzt die Autoantenne im hinteren Teil des Wagens, drohen bei solch einer Version mehr Probleme, falls sich nicht auch im hinteren Teil des Wagens ein Zigarettenanzünder befindet. Dort wäre er dann allerdings nicht mehr vom Fahrer bedienbar.
All-in-one Ebenfalls nur für das Auto geeignet sind Versionen, die im Zigarettenanzünder stecken und gleichzeitig als Halter für den MP3-Player dienen. Besonders praktisch ist, wenn dieser dabei geladen werden kann. Entsprechende Versionen verursachen keinen Kabelsalat und halten gleichzeitig den Player fest, so dass dieser in Kurven, beim Bremsen oder Beschleunigen nicht auf den Boden fallen kann.
Strom sparen Praktisch: Automatisches Ausschalten bei Nichtbenutzung spart wertvollen Batteriestrom. Bei Betrieb über den 12-Volt-Adapter schont diese Funktion die Batterie, respektive reduziert den Benzinverbrauch, da die Batterie weniger arbeiten muss. Vorteilhaft ist auch das automatische Anschalten, wenn der MP3-Player angeschlossen wird.
Alternativen

Eine mögliche Alternative zu tragbaren FM-Transmittern sind Versionen für den Festeinbau. Entsprechende Geräte werden zwischen dem Antenneneingang und der Autoantenne angeschlossen. Das garantiert optimalen Empfang. Die Stromversorgung erfolgt über die Autobatterie. Kabelsalat tritt nicht auf. Man benötigt jedoch am Armaturenbrett eine Stelle, an der sich die Bedieneinheit fest montieren lässt. Der Einbau erfordert ein wenig technisches Geschick oder den Gang zur Fachwerkstatt, was Zusatzkosten verursacht.
Fürs Handy FM-Transmitter gibt es von manchen Handy-Herstellern auch als Zubehör für dessen Mobiltelefone. Sie steckt man beispielsweise direkt an das Telefon und umgeht somit lästigen Kabelsalat. Entsprechende Erweiterungen besitzen eine eigene Stromversorgung oder bekommen die Energie vom Handyakku.
In der Freisprecheinrichtung Auch in manch einer portablen Freisprecheinrichtung, die man fürs Telefonieren im Auto benötigt, ist ein FM-Transmitter integriert. Dieser kann nicht nur die Musik vom Handy oder MP3-Player an das Autoradio senden, sondern oft auch den Gesprächston. Dieser ist somit deutlicher wahrnehmbar und gleichzeitig können Beifahrer ein Gespräch verfolgen, falls das gewünscht ist. Immer häufiger findet man die Minisender auch in Navigationsgeräten. Diese können zusätzlich darüber die Sprachansagen an das Autoradio senden.
Kassetten-Adapter Eine altmodische Alternative ist der gute alte Kassetten-Adapter; allerdings nur, falls das Autoradio noch einen Schacht für Audio-Kassetten haben sollte. Bei dieser Lösung entspricht die Klangqualität in etwa der eines FM-Transmitters, da die Datenübertragung ebenfalls analog funktioniert. Dafür entfällt die Suche einer freien UKW-Frequenz.
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