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Kaufberatung Solid State Drives (SSD)


Hoch gelobt und dennoch unterschätzt: die SSD. Der flotte Festplattenersatz macht Notebook und PC Beine. Von einer SSD startet Windows spürbar schneller, Programme starten umgehend und Kopiervorgänge schalten den Turbo ein. Gönnen Sie Ihrem Rechner diese Vitaminspritze! Worauf Sie bei der Auswahl einer SSD achten sollten, steht in dieser Kaufberatung.


  1. Wachablösung
  2. Vorteile
  3. Nachteil
  4. Sonderfall 1: Hybridfestplatte (HHD)
  5. Sonderfall 2: SSD auf PCI-Karte
  6. Innere Werte
  7. Externe SSDs
  8. Tipps und Tricks

Wachablösung

Zu den SSDs Sie sind die großen Geschwister der USB-Sticks, lesen und schreiben Daten jedoch um ein Vielfaches schneller. Ja sie sind sogar mehrfach fixer als herkömmliche Festplatten und könnten das Ende der drehenden Scheiben einläuten. Gemeint sind Solid State Drives oder kurz: SSDs. Das sind Speichereinheiten, die Daten nicht auf rotierenden Magnetscheiben lagern, wie herkömmliche Festplatten, sondern in einem Flashspeicher.

Da SSDs als besonders robust und stromsparend gelten, halten sie vermehrt in Net- und Notebooks Einzug. Mittelfristig dürfte ihre Rolle aber auch im Desktopbereich größer werden, da sie auch dort eindeutige Vorteile bieten – in erster Linie spürbar mehr Geschwindigkeit.

Ausgereifte Speichertechnik

Die Technik gilt als ausgereift, der Produktionsprozess ist aber immer noch aufwendig. Der Festplattennachfolger ist dadurch noch um einiges teurer als eine Festplatte. Auch sein Fassungsvermögen ist begrenzter. Mittelfristig wird sich beides jedoch ändern: Die Kapazitäten klettern und der Preis purzelt. Die Produktionszahlen steigen weiter, was die Kosten zusätzlich drückt.

Wer auf die neue Speichertechnik umsteigen möchte, muss aber nicht abwarten. Das verfügbare Angebot an SSD-Speicher ist bereits sehr groß und die Preise sind moderat. Jedoch bestehen zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den Speichereinheiten, besonders was deren Leistungsfähigkeit betrifft. Ein genauer Blick kann vor dem Kauf also nicht schaden. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln dieser Kaufberatung. (pr)

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
USB-Speicherstiften
Festplatten


Vorteile

Zu den SSDs Die Art und Weise wie SSDs arbeiten verschafft ihnen eindeutige Vorteile. Sie gelten etwa als besonders robust. Grund: Die Datenspeicher kommen ohne bewegliche Teile aus. Während in herkömmlichen Festplatten zahlreiche Speicherscheiben mit hoher Geschwindigkeit rotieren und von beweglichen Schreib-/Leseköpfen mit Daten beschrieben werden, legen SSDs Daten in kleinen Speicherbereichen, so genannten Flashzellen, ab. Dort hinein und auch wieder heraus gelangen sie mittels elektronischem Impuls. Das schützt sie effektiv gegen Datenverlust durch Stöße und Erschütterungen.

Kein Motor nötig

Zudem benötigen die Speicher keinen empfindlichen Motor, der Speicherscheiben antreibt. Auch das macht SSDs robuster und führt zugleich dazu, dass diese deutlich weniger Strom im Betrieb benötigen – ein großer Vorteil, von dem besonders Notebooks profitieren. Aber Achtung! Das gilt zwar im Allgemeinen, jedoch nicht gleichermaßen für alle Laufwerke. Während manche SSDs wahre Stromsparer sind, genehmigen andere sich zuweilen nahezu genauso viel Energie wie Festplatten. Die Verbrauchsspanne reicht etwa von 0,2 Watt bis zu knapp 3 Watt. Kaufberatungstipp: Wenn Stromsparen für Sie ein wichtiger Aspekt ist, kontrollieren Sie die Verbrauchswerte genau.

Deutlich fixer

Weiterer Vorteil: SSD-Speicher ist rasend schnell. Die Zugriffszeiten unterbieten die von Festplatten um das Hundertfache. Bei der Datenübertragung schlagen sie herkömmliche Laufwerke um den Faktor drei; Spitzenmodelle schaufeln bis zu 500 Megabyte pro Sekunde (MB/s) über den Bus. Eine Festplatte schafft höchstens 160 MB/s.

Wenn eine fixe SSD im Computer steckt, merken Sie das sofort. Die Zeit für einen Systemstart halbiert sich mitunter, Programme starten spürbar schneller und Kopiervorgänge werden rasend schnell. Auch Spieler profitieren vom schnellen Medium: durch stark verkürzte Ladezeiten beim Start und auch beim Wechsel in einen anderen Level.

Klein und leicht

SSD-Speicher ist obendrein leichter und kleiner. Besonders praktisch: Anders als bei Festplatten leidet die Geschwindigkeit nicht bei kleinerer Gehäusegröße. Auf eine Kühlung kann man ebenfalls größtenteils verzichten, was zu mehr Ruhe beim Arbeiten führt. Auch verkraftet eine SSD höhere Temperaturen, bevor Ausfälle drohen. Ihr Einsatzbereich reicht bis zu 70 Grad Celsius. Eine Festplatte verträgt demgegenüber nur bis zu 55 Grad.

Geringeres Ausfallrisiko

Insgesamt sind SSDs nach Angaben der Hersteller auch haltbarer. Im Vergleich zu herkömmlichen Notebookfestplatten (2,5 Zoll) muss man erst nach dreimal längerer Betriebszeit einen Ausfall befürchten - nach etwa nach ein bis zwei Millionen Betriebsstunden. Allerdings fehlen für die junge Technik noch aussagekräftige Langzeittests, die diese Aussagen bestätigen.

Lautlos

Dadurch, dass man bei SSDs auf bewegliche Teile verzichtet, arbeiten diese vollkommen geräuschlos. Das macht beispielsweise die Arbeit am Computer oder Notebook entspannter. Kaufberatungstipp: Praktisch ist dieser Vorteil auch dann, wenn Sie eine SSD in einem Wohnzimmer-PC einsetzen möchten. Denn dort sind Betriebsgeräusche bei leisen Filmpassagen oder ruhiger Musik besonders störend.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Wohnzimmer-PCs
PC-Kühlung


Nachteil

Zu den SSDs Trotz viel Licht gibt es auch Schatten, soll heißen: Nachteile. So liegt die erhältliche Kapazität noch immer unter der von Festplatten. Zwar können modernste Versionen schon fast mit Festplatten mithalten, doch muss das Gros des Angebots sich auf geringeres Fassungsvermögen beschränken.

Aufpreis

Der Aufpreis gegenüber Festplatten ist teilweise sehr deutlich, besonders wenn man sehr schnellen Speicher sucht, der ähnliche Speicherkapazitäten wie große Festplatten bietet. Dies dürfte sich jedoch mittelfristig ändern, wie oben bereits angesprochen.

Nicht alle sind fix

Auch sind nicht alle SSD schneller als Festplatten, da sich die verwendete Technik sowie die Ausstattung teilweise sehr unterscheidet (Mehr dazu im Kapitel „Innere Werte“). Auch ermöglichen für den Privatgebrauch produzierte Medien weniger Schreibzyklen als eine Festplatte. Während Letztere unbegrenzt gelöscht und neu beschrieben werden kann, ist das bei einer SSD in der Regel „nur“ 100.000-mal möglich. Einfachere Versionen machen schon nach 10.000 Zyklen schlapp. Profispeicher verdaut bis zu fünf Millionen Schreibdurchgänge, ist im Privatbereich aber kaum zu finden.

Ebenso schwer zu finden sind die Angaben über die Lebensdauer der Zellen. Steht der Wert nicht unter den technischen Angaben, hilft nur die Suche auf der Webseite des Herstellers oder in einschlägigen Fachmagazinen. Dieser Wert gilt für eine Flashzelle, also die kleinste Einheit im SSD-Speicher mit im Durchschnitt zwei Bit Speicherkapazität. Da nicht bei jedem Schreibvorgang jede Zelle angesprochen wird, dürfte diese Einschränkung beim privaten Einsatz eher ein theoretischer als ein echter Nachteil sein.

Wear-Levelling

Zum Erhöhen der Lebensdauer verwenden die Hersteller oft eine Technik (Wear-Levelling), die die Daten gleichmäßig auf alle Zellen verteilt, so dass kein Bereich intensiver als ein anderer genutzt wird. Kommt sie zum Einsatz, kann man sich auch das Defragmentieren schenken. Es würde auf den Schreibvorgang keinen Einfluss haben. Die beschriebene Einschränkung durch die begrenzten Nutzungszyklen bezieht sich allerdings nur auf das Schreiben der Daten. Das Auslesen ist demgegenüber unbegrenzt möglich.

Geschwindigkeitsverlust beim Schreiben

Ein weiterer Schwachpunkt ist Geschwindigkeitsverlust beim Schreiben von Daten. Grund: Eine SSD kann zwar vier Kilobyte (KB) große Blöcke beschreiben, jedoch nur 512 KB große löschen. Ganz gleich, wie viele Daten die SSD schreiben möchte, muss sie zuvor stets 512 KB große Blöcke löschen. Danach schreibt sie die Daten hinein. Muss sie einen Block nicht komplett nutzen, trägt die SSD auch das ein. Das hält auf. Eine Abkürzung und somit eine Beschleunigung dieses Verfahrens ist mittels des so genannten TRIM-Befehls möglich. Diesen beherrscht Windows ab Version 7, ältere Windows-Versionen aber nicht. Aktuelle Linux-Versionen sowie ein aktuelles Mac OS X können den TRIM-Befehl ebenfalls anwenden.

Gehäusegröße

Kein wirklicher Nachteil aber etwas, das Sie bedenken müssen, wenn Sie eine SSD in Ihren Schreibtisch-Computer einbauen möchten: SSDs haben in der Regel eine Bauhöhe von 2,5 Zoll. Das ist Standard für Notebooks und Netbooks. Laufwerke für Desktop-PCs haben allerdings eine Standardgröße von 3,5 Zoll. Folge: Sie benötigen für das größere Laufwerksfach einen Rahmen, der die SSD im Gehäuse fixiert. Die Preise dafür beginnen unter fünf Euro.

Zu
Einbaurahmen für Festplatten und SSDs


Sonderfall 1: Hybridfestplatte (HHD)

Zu den SSDs Das Beste aus beiden Welten sollen Hybrid-Festplatten bieten: die Schnelligkeit einer SSD bei großem Speicherplatz zum günstigen Preis einer Festplatte. Die Hauptaufgabe der SSD ist bei diesem Doppel, den Part des Puffers zu übernehmen. Sie speichert ständig benutzte Teile des Betriebssystems und von Programmen, um diese bei Bedarf blitzschnell zur Verfügung stellen zu können. Das soll die Zugriffszeiten verkürzen und besonders Notebookspeicher flott machen. Denn dort verbaute Festplatten sind aufgrund der geringen Bauweise stets langsamer als vergleichbare Desktop-Versionen.

Vorteile aus zwei Welten

Das Zusammenspiel erhöht auch die Lebensdauer gegenüber einer reinen Festplatte und sorgt für längere Akkulaufzeiten, besonders wenn im Idealfall nur die SSD arbeitet und die Festplatte ruhen kann. In diesem Fall ist eine Hybrid-Festplatte schnell, leise und robust. Wirklich fix ist solch eine Lösung aber nur, wenn der Festplatte noch zusätzlich ein Zwischenspeicher (Cache) zur Seite steht. Denn dieser basiert anders als eine SSD auf DRAM-Technologie, also derselben Technik wie der Arbeitsspeicher eines Computers und kann Daten um ein Vielfaches schneller lesen und schreiben als eine SSD.

Mindestvoraussetzung: Windows Vista

Mindestvoraussetzung für den Einsatz einer Hybridfestplatte ist Windows Vista. Das ältere Windows XP kann keinen Vorteil aus SSD-Bausteinen ziehen, es ignoriert sie schlichtweg. In Windows Vista und Windows 7 stecken dazu die Techniken ReadyDrive, ReadyBoost und ReadyBoot. Letztere beschleunigt den Systemstart, indem sie wichtige Teile des Betriebssystems in der SSD ablegt. Ähnlich arbeitet ReadyDrive, das ebenfalls zu einem schnellen Systemstart und auch zu fixem Aufwachen aus dem Ruhezustand führen soll. ReadyBoost arbeitet wie ein Zwischenpuffer und soll den Datenzugriff weiter beschleunigen.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Festplatten


Sonderfall 2: SSD auf PCI-Karte

Zu den SSDs Interessant für professionelle Anwender sind SSDs, die nicht in einem Festplattengehäuse stecken, sondern auf einer PCI-Karte. Sie finden überwiegend in Gehäusen von Desktop-PCs Platz und benötigen einen modernen und schnellen PCI-Express-Steckplatz. Ausnahme: Für eine handvoll Notebooks gibt es auch Versionen für den miniPCI-Express-Steckplatz. Auf die das Folgende jedoch nicht zutrifft. miniPCI-Express-SSDs verwenden Hersteller in der Regel, um Platz zu sparen. Ihre Leistung ist nicht mit den großen Versionen für Desktop-PCs vergleichbar.

Bei PCI-Express-SSDs für Desktop-PCs ist der Speicher direkt auf der Karte aufgelötet. Dieser Typ erlaubt sehr viel höhere Transferraten als Versionen, die in einem Festplattengehäuse stecken. Sie erreichen theoretisch bis zu 1.500 MB/s und können somit mehrfach schneller arbeiten. Ein Grund für die höheren Transferraten ist der schnelle Steckplatz, ein anderer die Arbeit im Verbund. So setzen die Hersteller häufig auf die RAID-Technik. Das bedeutet, sie integrieren mehrere voneinander getrennte SSD-Einheiten auf der Karte, die jeweils ein Laufwerk darstellen. Diese Laufwerke können sich den Datenstrom teilen und somit mehr Daten in gleicher Zeit abarbeiten. Gleichzeitig bieten sie durch den Verbund mehrerer SSDs hohe Speicherkapazitäten.

Kaufberatungstipp: Nicht alle Modelle für den PCI-Steckplatz sind startfähig, so dass Sie Windows oder ein anderes Betriebssystem nicht darauf installieren und vom schnellen Systemstart profitieren können. Ist Ihnen der Systemstart von SSD wichtig, lesen Sie die technischen Daten daher sehr genau. Alternative: Verwenden Sie ein normales SSD-Medium zum Systemstart und eine PCI-Express-SSD für die anfallenden Arbeiten.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Desktop-PCs
Mainboards


Innere Werte

Zu den SSDs SSD-Speicher arbeiten nicht alle gleich. Fast immer kommt so genannter NAND-Speicher zum Einsatz. Diesen Typ gibt es jedoch in zwei Ausführungen, die sich hinter den Kürzeln SLC (Single Level Cell) und MLC (Multi Level Cell) verbergen. Die SLC-Variante speichert ein Bit pro Flashzelle, während MLC bis zu vier Bit darin ablegt. SLC gilt als haltbarer, schneller und ermöglicht eine kleinere Bauweise als MLC. Dafür sind diese Versionen jedoch etwas teurer.

Ältere MLC-Versionen können zudem sogar langsamer arbeiten als Festplatten, meist dann, wenn sie kontinuierlich große Daten schreiben sollen. Beim Lesen oder auch gleichzeitigem Lesen und Schreiben übertreffen aber moderne MLC-Versionen Festplatten in der Regel sehr deutlich.

Controller und Cache

Einfluss auf die Geschwindigkeit hat auch der verbaute Controller. Je mehr Kanäle dieser für die Datenübertragung zur Schnittstelle, etwa S-ATA, nutzen kann, desto fixer fließen die Daten. Wichtig für schnelle Datenverarbeitung: ein zusätzlicher Zwischenspeicher. Fehlt dieser, kann die Verarbeitungsgeschwindigkeit, besonders beim Schreiben, stark absinken und unter der von Festplatten liegen. Nur mit Cache sind SSDs zwei- bis dreimal schneller als Festplatten. Kaufberatungstipp deshalb: Kaufen Sie eine SSD ausschließlich mit Cache! Dieser darf auch nicht zu klein bemessen sein. Er sollte im Megabyte- und nicht im Kilobyte-Bereich liegen. Kaufberatungstipp: Bei den Controllern sollten Sie Versionen von Indilinx- und Sandforce bevorzugen. Diese gelten als besonders schnell und zuverlässig. Ebenfalls empfehlenswert sind Controller von Intel, Samsung und Marvell.

IOPS

Neben der den theoretischen Übertragungswerten, lässt sich die Leistungsfähigkeit einer SSD mit einem weiteren Wert messen: IOPS. Das Kürzel steht für „Input/Output Operations Per Second“ und gibt an, wie viele Ein- und Ausgabebefehle eine SSD, beziehungsweise deren Controller, pro Sekunde verarbeiten kann. Je höher der IOPS-Wert ist, desto schneller arbeitet die SSD.

Schnelle Schnittstelle

Um die großen Datenmengen intern verarbeiten zu können, benötigen Desktop-PC und Notebook eine schnelle S-ATA-Schnittstelle. Kaufberatungstipp: Dieser unterstützt idealerweise den Standard S-ATA 6 für eine maximale Datenübertragungsrate von bis zu 600 MB/s. Ebenfalls möglich: S-ATA 3. Dieser Standard erreicht bis zu 300 MB/s, kann somit aber sonders fixe SSDs bereits leicht ausbremsen.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Controllern


Externe SSDs

Zu den SSDs Ihre größten Vorteile spielt eine SSD als interne Version - eingebaut in Notebook oder PC - aus. Doch aufgrund ihrer Robustheit und geringen Größe machen sie auch als externe Version eine gute Figur. Die Geschwindigkeitsvorteile gegenüber einer Festplatte schmelzen jedoch dahin, wenn Sie auf den falschen Anschluss setzen.

ExpressCard-Steckplatz

Eine gute Lösung für den mobilen Einsatz ist eine SSD für den ExpressCard-Steckplatz, den viele Notebooks besitzen. Das ist ein kleiner Schacht, in den Sie verschiedene Erweiterungen einführen können. Diese verschwinden größtenteils oder gar komplett im Gehäuse und stören die Mobilität nahezu nicht. Die Geschwindigkeit der verwendeten Schnittstelle erreicht zwei Gigabit pro Sekunde (Gbit/s). Das entspricht etwa 250 MB/s und ist für fixe SSD-Medien ausreichend. Kaufberatungstipp: Achten Sie darauf, dass Treiber beiliegen, die dem Betriebssystem die Auslagerung von Daten ermöglichen, damit dieses mithilfe der Steckkarte fixer arbeiten kann.

USB 2.0

Auch für die weit verbreitete USB-2.0-Schnittstelle gibt es externe SSD-Lösungen. Externe Laufwerke lassen sich schnell und unkompliziert anschließen und verwenden. Allerdings sollten Sie hier keine Geschwindigkeitszuwächse gegenüber einer Festplatte erwarten. Der Grund liegt in der Beschränkung der Datenrate auf 480 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Das reicht zwar immerhin für bis zu 60 MB/s, ist aber für SSDs zu langsam.

USB 3.0

Besser geeignet ist eine USB-3.0-Schnittstelle. Darüber lässt sich eine theoretische Übertragungsrate von bis zu 4,8 Gbit/s erzielen. Sie ist damit zehnmal schneller als USB 2.0. Die theoretische Höchstmarke von 614 Megabyte pro Sekunde erreicht die Schnittstelle jedoch nicht. In der Praxis liegt der Maximalwert etwa bei 350 MB/s.

eSATA und mSATA

Fast ohne Leistungsbremse lassen sich SSDs auch am eSATA-Anschluss verwenden. Dieser Anschluss kann bisher aber nur bis zu 300 Megabyte Daten in der Sekunde über den Bus schaufeln. SSDs mit entsprechendem Anschluss sehen zuweilen wie breite USB-Sticks aus. Daneben existiert eine Version mit kleineren Steckern unter der Bezeichnung mini-SATA oder kurz: mSATA. Auch hier beträgt die maximal erzielbare Übertragungsrate 300 MB/s.

Firewire

Die Firewire-Schnittstelle ist weniger stark verbreitet, aber doch an zahlreichen Computern zu finden. Der Anschluss und die Inbetriebnahme von Laufwerken sind darüber genauso unkompliziert möglich wie über USB. Den Firewire-Anschluss gibt es in zwei Varianten, als Firewire 400 und als Firewire 800. Die Zahlen geben die maximale Transfergeschwindigkeit in Megabit pro Sekunde an. Folglich überträgt Firewire 400 bis zu 400 Mbit/s, etwa 50 MB/s und Firewire 800 bis zu 800 Mbit/s, was 100 MB/s entspricht. Beide sind für Top-SSDs zu langsam. Aufgrund der doppelten Datenrate sollten Sie möglichst zur schnelleren Version greifen.

Kaufberatungstipp: Haben Sie nur die Wahl zwischen USB 2.0 und Firewire 400, können Sie guten Gewissens zu Firewire greifen. Denn diese Schnittstelle arbeitet effektiver als USB, so dass trotz niedriger Maximalrate effektiv mehr Daten pro Sekunde durch den Anschluss flitzen. Zudem bleibt der vielfach verwendete USB-Anschluss für andere Geräte frei.

Kleiner Wermutstropfen externer Lösungen: Bisher ist die erhältliche Speichergröße meist deutlich geringer als bei internen Laufwerken. Auch dieses dürfte bald der Vergangenheit angehören.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Notebooks
USB


Tipps und Tricks

Zu den SSDs Kontrollieren Sie vor der Installation der SSD, dass im BIOS für den S-ATA-Controller AHCI (Advanced Host Controller Interface) aktiviert ist. Diesen Standard benötigt der S-ATA-Controller zur Kommunikation mit Software und um die SSD mit voller Kraft nutzen zu können. AHCI sortiert sämtliche Steuerbefehle neu, so dass die SSD optimal angesprochen wird. AHCI ist zudem Voraussetzung für die Nutzung des TRIM-Befehls.

Teilen Sie die SSD nicht in unterschiedliche Partitionen auf. Das schadet der Performanz. Eine SSD spielt ihre Vorteile im Alltag besonders beim Verarbeiten sehr vieler kleiner Dateien aus. Kaufberatungstipp: Es macht daher Sinn, eine SSD in einem Desktop-PC als Startlaufwerk zu verwenden und darauf das Betriebssystem zu installieren. Große Dateien können weiterhin auf einer großen Festplatte verbleiben. Denn der komplette Umstieg auf SSD ist weiterhin sehr kostspielig.

Für ein Notebook können Sie diesen Weg seltener wählen. Denn die allermeisten Notebooks haben nur Platz für ein Laufwerk. Hierfür ist der Kaufberatungstipp: Tauschen Sie das Laufwerk gegen eine mittelgroße SSD ein, auf der alle verwendeten Programme Platz finden und setzen Sie als zentralen Speicher zuhause eine große externe Festplatte ein. Alternative: Sie können auf das optische Laufwerk verzichten. Es gibt spezielle Einbaurahmen, die eine SSD im Schacht eines DVD-Laufwerks fixieren und mit dem S-ATA-Anschluss verbinden.

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