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In unseren Kaufberatungen finden Sie Informationen zu über 100 Produktgruppen. Erklärung der Grundbegriffe und Kategorien, Erläuterungen der verschiedenen Techniken - hier finden Sie alles Wissenswerte. |
In vielen Haushalten stehen häufig zwei oder mehr Computer. Neben dem Desktop-PC gibt es oftmals noch ein Note- oder Netbook und auch der Nachwuchs hat nicht selten eigene Rechner. Soll jeder der PCs drucken können, wäre es eine teure Angelegenheit, jedem einen eigenen Drucker zu spendieren. Die würden zudem viel Platz beanspruchen. Praktischer und auch günstiger wäre es, wenn alle sich einen Ducker teilten, so wie man es auch in Kleinbetrieben und großen Unternehmen macht.
Voraussetzung dafür ist ein Netzwerk, in das alle Computer eingebunden sind. In der Regel besteht das bereits, damit alle sich einen Internetanschluss teilen können. Fehlt also nur der passende Drucker. Hat das vorhandene Gerät einen Netzwerkanschluss, ist man fein raus. Bei Druckern für den Hausgebrauch fehlt dieser jedoch in der Regel. Denn er würde das Gerät um etwa 50 bis 100 Euro verteuern – zu viel für den Preiskampf in diesem Segment. Dennoch kann man diesen Druckern eine Brücke bauen, mit der sie die Verbindung zum Netzwerk aufnehmen können; mit einem Druck-, respektive Printserver.
Ein Druckserver ist quasi ein winziger PC mit Netzwerkschnittstelle, der darauf reduziert ist, die Druckdaten aus dem Netzwerk zu verwalten und an den Drucker weiterzugeben. Die Geräte gibt es in verschiedenen Ausführungen, mit unterschiedlichen Anschlüssen und mit teilweise großen Preisunterschieden. Die passende Druckerverbindung für die eigenen Ansprüche zu finden, ist daher für viele nicht ganz leicht. In dieser Kaufberatung zeigen wir Ihnen deshalb, wo die Unterschiede bei den Druckservern liegen und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten. (pr)
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, einen Drucker allen Netzwerkteilnehmern zugänglich zu machen. Gemeinsames Ziel von allen: Sie müssen den USB-Port in eine Netzwerkschnittstelle verwandeln. Das geschieht mit der Hilfe eines Vermittlers. Einfach und auf den ersten Blick kostengünstig, ist der Einsatz eines ausrangierten Computers. Ihn verbindet man mit dem Netzwerk und dem Drucker. Anschließend erfolgt die Druckerfreigabe für alle Netzwerk-PCs über das Betriebssystem.
Vorteil PC
Vorteile dieser Lösung: Es ist keine zusätzliche Anschaffung nötig. Auch alte Computer sind dieser Aufgabe gewachsen. Dank Festplatte und eigenem Arbeitsspeicher kann der PC mehrere Druckaufträge gleichzeitig entgegennehmen und nacheinander abarbeiten. Ist der Computer relativ flott, erledigt er das Drucken gar in kurzer Zeit.
Nachteile PC
Entscheidende Nachteile: Damit alle zu jeder Zeit drucken können, muss der PC ununterbrochen in Betrieb sein. Das verursacht hohe Stromkosten, die das zuvor gesparte Geld schnell aufbrauchen und diese Lösung mittelfristig in eine Kostenfalle verwandeln. Hinzu kommen eine hohe Lärmentwicklung durch Lüfter und surrende Festplatten.
Arbeitet jemand mit diesem Rechner, kann es für ihn sowie auch für die Druckaufträge zu Wartezeiten kommen. Grund: Der Drucker muss die Druckaufträge verarbeiten, was Rechenzeit kostet. Somit muss er zwei Aktionen gleichzeitig ausführen, die sich in der Regel gegenseitig ausbremsen. Das umso mehr, wenn mehr als ein Druckauftrag an den PC geschickt wird und es sich um aufwendige Berechnungen für Layouts oder auch große Bilder handelt. Außerdem muss der Drucker in der Nähe des PCs stehen. Das kann Lärm und Störungen durch Kollegen verursachen, die ihre Ausdrucke abholen.
Drucker teilen
Eine weitere Möglichkeit gibt es, wenn sich nur zwei PCs einen Drucker teilen sollen; und zwar dann, wenn dieser zwei Anschlüsse besitzt, etwa eine USB-Schnittstelle und einen Parallel-Port. Hier nimmt ein PC Verbindung zu dem einem Anschluss auf und der Zweite zu dem anderen. Nachteil: Die PCs können nicht sehr weit auseinanderstehen. Keines der Kabel sollte länger als fünf Meter sein, um Probleme bei der Datenübertragung zu vermeiden. Zudem können die PCs nicht gleichzeitig, sondern nur nacheinander drucken.
Die beste Lösung
Die flexibelste und eleganteste Möglichkeit, den Drucker allen zugänglich zu machen, stellt ein Druckserver dar. Über ihn ist der Printer stets für alle erreichbar, ohne dass dafür ein PC in Betrieb sein muss. Die Stromkosten sind zudem deutlich geringer, da der Printserver weniger Energie als ein Computer benötigt. Die PCs können beliebig weit auseinander stehen und der Drucker findet dort Platz, wo er am wenigsten stört, alle ihn aber gut erreichen können.
Einfache Druckserver nehmen stets nur einen Druckauftrag entgegen, arbeiten diesen ab und sind danach bereit für weitere. Um mehrere Aufträge annehmen zu können, benötigen sie einen Zwischenspeicher, den nur avancierte Geräte mitbringen. Die Größe der Puffer schwankt von Gerät zu Gerät und reicht von wenigen Megabyte großem Flashspeicher bis hin zu mehreren Gigabyte fassenden Festplatten.
Handbuch konsultieren
Achtung! Nicht alle Drucker mögen es, über einen Printserver zu drucken. Normalerweise sind keine Probleme zu erwarten. Vor dem Kauf sollten Sie aber sicherheitshalber einen Blick ins Handbuch Ihres Druckes werfen, um nachzusehen, ob der Hersteller vor dem Einsatz warnt. Probleme treten zuweilen mit GDI-Druckern auf.
Zu USB-und Adapterkabeln
Zu den Netzwerkkabeln
Zu den Druckern
Druckserver gibt es als interne Erweiterung für vorhandene Printer und als externe Geräte. Einbauschächte findet man in der Regel nur bei hochwertigen Druckern, seltener im Heimbereich. Der Einbau hat einige Vorteile. Dazu zählt etwa, dass man kein zusätzliches Gerät aufstellen und mit Strom versorgen muss. Der Printserver bekommt die nötige Energie direkt vom Drucker. Auch die Verkabelung zum Drucker entfällt. Demgegenüber steht jedoch, dass es sich um eine Spezialanfertigung für nur einen oder wenige Druckermodelle handelt, was zu höheren Anschaffungskosten führen kann. Zudem ist die Einbauversion mit nur einem oder wenigen Druckern verwendbar. Steht der Kauf eines neuen Printers an, muss man wiederum an die Netzwerkverbindung denken und diese erneut mitbezahlen.
Schnittstellen
Die externe Lösung bedeutet ein Zusatzgerät, das Platz braucht und verkabelt werden muss. Für den Anschluss an den Drucker sollte dieses mindestens eine USB-Schnittstelle besitzen, da USB den Anschlussstandard darstellt. Damit auch große Druckaufträge schnell darüber fließen können, arbeitet der Port am besten nach dem 2.0-Standard. Für den Anschluss älterer Drucker sind eine serielle oder auch parallele Schnittstelle wichtig.
Darüber hinaus hat der Druckserver stets einen Netzwerkanschluss; entweder in Form einer Antenne für ein kabelloses WLAN-Netz oder als Steckplatz für Ethernetkabel. Über sie nimmt er Verbindung zu einem Router oder einem Switch auf. Ein Switch ist ein Verteiler, ähnlich einer Mehrfachsteckdose, der mehreren Geräten gleichzeitig den Anschluss an ein Netzwerk ermöglicht. Zuweilen haben Printserver selbst auch einen Switch integriert und können als Brücke für andere Geräte dienen.
Router als Druckserver
Es geht auch umgekehrt. Zahlreiche moderne Router, die allen Netzwerk-PCs den Anschluss ans Internet ermöglichen, haben auch einen Druckserver integriert. Praktisch! Spart das doch ein zusätzliches Gerät ein. Solch eine Lösung setzt allerdings voraus, dass der Drucker in der Nähe des Routers stehen muss. Alternativ ließe sich ein langes Kabel zu einem entfernten Aufstellungsort verlegen; Ethernetkabel dürfen bis zu 100 Meter lang sein.
IP-Nummer nötig
Ganz gleich, welche Lösung zum Einsatz kommt, der Printserver benötigt immer eine eigene IP-Adresse. Diese bekommt er vom Router. Haben Sie dort den Nummernbereich auf die angeschlossenen Geräte beschränkt, müssen Sie eine weitere IP-Adresse freigeben. Wählt der Router selbst aus einem großen Pool, müssen Sie sich nicht darum kümmern. Eine feste Adresse benötigt der Druckserver nicht. Er ist auch zufrieden, wenn er diese automatisch vom DHCP-Server des Routers bekommt.
Zu den Routern
Zu den Switches
Wer keine Kabel verlegen möchte, kann zu einem Printserver mit WLAN-Anschluss greifen. Darüber empfängt dieser die Druckdateien kabellos. Das Aufstellen von Server und Drucker ist damit einfach und unkompliziert. Voraussetzung ist selbstredend ein vorhandenes kabelloses Netzwerk. Dieses entscheidet auch über die maximale Übertragungsgeschwindigkeit. Um auch große Dateien flott an den Druckserver schicken zu können, ist die Übertragung nach g-Standard (IEEE 802.11g) wichtig. Dieser stellt eine theoretische Übertragungsrate von bis zu 54 Megabit in der Sekunde (Mbit/s) bereit. Besser wäre der schnellere n-Standard. Entsprechende Geräte können damit theoretisch bis zu 300 Mbit/s durch die Luft schicken. Um die jeweilige Geschwindigkeit nutzen zu können, müssen alle Netzwerkteilnehmer den gleichen Standard unterstützen. Andernfalls einigen sich alle auf den kleinsten Nenner, meistens Schneckentempo.
Optimaler Empfang wichtig
Die jeweilige Maximalgeschwindigkeit erreichen die Geräte aber nur, wenn sie optimalen Empfang haben. Nimmt der Abstand zum WLAN-Router (Sender) zu, sinkt in der Regel die Datenrate. Am äußersten Punkt, bevor die Verbindung abreißt, steht nur noch eine sehr geringe Bandbreite zur Verfügung.
Reichweite erhöhen
Manche kabellose Druckserver haben zusätzlich einen Accesspoint installiert. Dieser empfängt, verstärkt und sendet das Netzwerksignal wieder aus. Damit sind sie in der Lage, den Empfangsradius des Netzwerkes zu vergrößern und eigene Empfangsprobleme am Rand zu eliminieren. Eine andere Alternative, den Empfang zu verbessern und gleichzeitig das WLAN zu erweitern, ist der Einsatz eines externen Accesspoints. Dieser kann die Daten kabellos oder per Netzwerkkabel an einen Druckserver durchreichen.
Kabellösung
Ist der Weg zwischen Router, Switch und Drucker kurz, bietet sich die kabelgebundene Variante an. Aufgrund der maximal möglichen Kabellänge von 100 Metern ist diese Lösung aber auch über längere Distanzen möglich. Dem Nachteil des Verlegens und der eventuellen Kosten für das Kabel stehen einige Vorteile gegenüber: Über Netzwerkkabel ist die praktisch erzielbare Übertragungsrate immer noch deutlich höher als über ein WLAN. Die Distanz spielt dabei kaum eine Rolle. Selbst bei 50 oder mehr Meter Abstand flutschen die Daten schnell durch die Leitungen. Die Daten sind zudem sicherer (Siehe Kapitel „Sicherheit“ weiter unten).
Manche Druckserver bieten beide Möglichkeiten, können also Daten per Antenne oder über Ethernetkabel entgegennehmen. Sie bieten damit mehr Freiheit und lassen Raum dafür, sich später anders zu entscheiden. Einige setzen dafür jedoch mitunter die Installation einer drahtlosen Netzwerkkarte voraus, die man als Extra zusätzlich erwerben muss.
Übers Internet drucken
Geräte, die mit einem Netzwerk mit Internetanschluss verbunden sind, können alle den Kontakt nach außen aufnehmen. Da machen Druckserver keine Ausnahme - zumindest theoretisch. Avancierte Geräte lassen sich somit häufig über das Internet ansprechen. Sind Router, Printserver und Drucker bei Abwesenheit in Betrieb, gestatten diese Lösungen, dass man von jedem Internetanschluss Druckbefehle dorthin schicken kann. Bei einfachen Druckservern besteht diese Möglichkeit aber häufig nicht, denn er setzt eine bestimmte Software voraus, die die Hersteller für dieses Segment nicht bereithalten.
Printserver und Firewall
Wie gelangen die Druckdaten aus dem Internet zum Drucker? Häufig überträgt eine auf dem PC installierte Drucksoftware die Dateien im Anhang einer E-Mail. Diese verbleibt auf dem E-Mailserver, den der Druckserver automatisch und regelmäßig über neue Aufträge abfragt. Findet er einen Druckauftrag, lädt er diesen herunter und druckt die Seiten aus. Damit das möglich ist, benötigt er bestimmte Kanäle, so genannte Ports, über die er mit der Außenwelt kommuniziert und die eine Firewall freischalten muss. Manche Firewalls verweigern jedoch zuweilen die Freigabe genau dieser Ports. Möchten Sie den Druckserver über das Internet ansprechen können, kontrollieren sie zuvor sicherheitshalber das Handbuch Ihrer Firewall.
Mehr Informationen zu WLAN finden Sie in dieser Kaufberatung.
Mehr Fakten über Firewalls
Ein Druckserver lässt sich schnell und einfach einrichten. Einstiegslösungen für den privaten Einsatz und Kleinbüros liegt meist eine Software bei, über die man die Konfiguration vornimmt. Ist das geschehen, richtet man bei den jeweiligen PCs den Drucker mittels Assistenten ein. Anders als sonst üblich wählt man nun jedoch einen Netzwerkdrucker aus.
Per Webinterface
Bei avancierten Printservern für den Einsatz in Unternehmen erfolgt die Konfiguration häufig über ein Webinterface. Dazu ruft man die IP-Adresse des Druckservers im Webbrowser auf, ähnlich wie bei der Einrichtung eines Routers. Das ist möglich, weil diese Geräte einen Webserver integriert haben, der sich sogar aus der Ferne über das Internet steuern ließe, wenn man dieses lokal gestattet. Damit die angeschlossenen PCs über das Netzwerk drucken können, benötigen sie in aller Regel eine Client-Software. Diese fängt die Druckaufträge ab und kommuniziert mit dem Printserver.
Bi-direktionale Kommunikation
Wichtig: Nicht alle Printserver erlauben den Zugriff auf sämtliche Druckerfunktionen. Der eigentliche Zweck, das Weiterleiten der Druckdaten an den Drucker, beherrschen alle. Nicht selbstverständlich ist jedoch der volle Zugriff auf Farbmanagement, Drucklayout (etwa mehr Blätter auf einer Seite drucken) oder auch die Kontrolle des Tinten- oder Tonerstandes. Gerade bei günstigen Lösungen muss man mit solchen Kompromissen rechnen. Um vom Drucker Rückmeldungen erhalten und diesen komplett über das Netzwerk steuern zu können, muss er bi-direktional arbeiten können. Kann er das nicht, muss man ihn zur Konfiguration stets direkt an einen Computer anschließen.
Bei günstigeren Lösungen für den Privatgebrauch versprechen Druckserver desselben Herstellers wie der Drucker die höchste Kompatibilität, also auch die besten Konfigurationsmöglichkeiten über das Netzwerk.
Weiterer Stolperstein
Nicht immer unterstützen die Druckserver alle Betriebssysteme. Wer nicht Windows, sondern das Mac OS X oder Linux einsetzt, sollte besonders auf die Kompatibilität achten. Probleme kann es auch beim Einsatz von Windows Vista geben. Nicht allen Geräten liegen passende Treiber bei.
Besonders leistungsfähige Druckserver findet man unter der Bezeichnung Printserver-Appliance. Sie sind für große Büros und Unternehmen gedacht und weniger für Privathaushalte und kleine Büros. Eine solche Appliance soll Engpässe bei vielen gleichzeitig abgeschickten Druckaufträgen vermeiden. Sie können deshalb beispielsweise die Druckaufträge zwischenspeichern. Diese Fähigkeit versteckt sich hinter dem englischen Ausdruck „spoolen“ oder „Spooling“.
Prozessor, Festplatte und Arbeitsspeicher
Als Zwischenlager kommt in der Regel eine Festplatte zum Einsatz. Für das Aufbereiten und Abarbeiten benötigt die Appliance einen eigenen Prozessor und auch Arbeitsspeicher. Im Prinzip handelt es sich also um einen kleinen PC. Diese technische Ausrüstung stellt sicher, dass kein Mitarbeiter nach abschicken eines Druckbefehls unnötig warten muss. Da die Berechnung der Daten zudem nicht auf dem PC stattfinden muss, wird dieser dadurch entlastet. Unterstützt die Printserver-Appliance mehrere Drucker, kann sie die Aufträge entsprechend der Auslastung an alle verteilen. Diese Fähigkeit verbirgt sich hinter dem Fachbegriff „Load-Balancing“.
Drucken ohne Drucker
Weiter Vorteil: Printserver-Appliances können Druckdaten speichern. Der Drucker muss nicht angeschaltet sein, um einen Ausdruck von einem PC abschicken zu können. Das ist sehr praktisch, wenn der Drucker nicht angeschaltet oder verfügbar ist, weil etwa Tinte oder Toner gewechselt wird oder verbraucht ist.
Wer seine Korrespondenz nicht direkt neben sich aus dem Drucker nimmt, geht das Risiko ein, dass fremde Augen darauf blicken können. Was manche nicht bedenken: Diese Gefahr besteht beim Drucken im Netzwerk auch dann, wenn man sicherstellen kann, stets als Erster beim Drucker zu sein. Grund: Über das Netzwerk verschickte Daten kann jeder abfangen.
In einem kabelgebundenen Netzwerk ist diese Gefahr geringer. Dort haben nur Personen mit physisch angeschlossenem PC, die Möglichkeit, Daten abzufangen. Das kann jedoch nicht versehentlich geschehen. Die betreffende Person müsste schon einige kriminelle Energie aufwenden. Bei kleinem Personenkreis sind die Daten somit relativ sicher.
WLAN-Verschlüsselung
Deutlich unsicherer sind Daten in einem kabellosen Netzwerk. Denn dort ist der Fremdzugriff von außen möglich und zwar jedem, der mit einem Notebook im Empfangsbereich des WLAN ist. Auch diese Person muss kriminelle Energie aufwenden und kann nicht zufällig an die Daten gelangen. Die Gefahr ist dennoch deutlich größer. Mindestvoraussetzung zum Schutz der Daten ist für WLAN-Netze deshalb die Verschlüsselung. Der aktuelle und als sicher geltende Standard heißt WPA2. Diesen sollten alle Netzwerkteilnehmer und ein per WLAN eingebundener Druckserver unterstützen. Die einfachste Verschlüsselung nach WEP-Standard gilt als nicht mehr zeitgemäß. Grund: Die Verschlüsselung lässt sich für Geübte in wenigen Minuten knacken.
LAN-Verschlüsselung
Auch für kabelgebundene Kommunikation ist Verschlüsselung eine Möglichkeit, die Daten vor kriminellen Datenspionen zu schützen. Hier kommt das SSL-Protokoll (Secure Sockets Layer) zum Einsatz, dem man auch bei der Übertragung verschlüsselter Webseiten im Internet vertraut. Es gilt als sehr sicher und ist guten Gewissens verwendbar. Voraussetzung: Der Printserver kann damit umgehen und auf dem druckenden PC arbeitet eine Client-Software, welche die Daten verschlüsseln kann.
Aufwendige Druckserver sind zuweilen in der Lage, auch weitere Geräte zu unterstützen. Praktisch dürfte für manche der Anschluss eines Scanners sein, den alle Netzwerkteilnehmer gemeinsam nutzen können. Eine solche Funktion muss jedoch extra ausgewiesen sein, das Vorhandensein eines zusätzlichen USB-Anschlusses alleine genügt nicht. Gleiches gilt auch für den Anschluss von externen Festplatten. Unterstützt ein Printserver die Speichermedien, kann man darüber einen zentralen Speicher für das gesamte Netzwerk schaffen. Einige Printserver sind echte Multitalente und gestatten sogar den Anschluss und zentralen Zugriff auf Digitalkamera und MP3-Player, sowie weitere per USB anschließbare Geräte.
Manche Druckserver können nebenbei als Empfänger für Musik- oder Videostreams fungieren. Entsprechende Versionen arbeiten oft per WLAN. Der Nutzen ist aber möglicherweise begrenzt, denn wer möchte schon seine Musik- oder AV-Anlage neben einem Drucker aufbauen?
Firmwareupdate und Netzschalter
Nicht unwichtig ist die Möglichkeit, die Firmware, also die Steuersoftware des Druckservers, aktualisieren zu können. So lässt sich an künftigen Verbesserungen, Erweiterungen oder Fehlerbereinigungen des Gerätes teilhaben.
Für längere Abwesenheit wie Urlaub oder Wochenendausflug ist ein Ein-/Ausschalter wichtig. Den hat nicht jedes Gerät. Bei manchen muss man zur Unterbrechung des Stroms den Netzstecker oder das Ethernetkabel ziehen. Letzteres ist nur bedingt ein Nachteil. Nämlich dann, wenn es gar kein Stromkabel gibt. Das bedeutet, der Druckserver bekommt den nötigen Strom über das Netzwerkkabel (Power over Ethernet – PoE). Dieses muss man zur Unterbrechung zwar ziehen. Dafür spart man aber das Stromkabel und benötigt keine Steckdose in der Nähe.