Ein Diktiergerät ist nicht nur praktisch für Manager, die Geschäftsbriefe von einem Sekretariat schreiben lassen. Ein Diktiergerät hilft auch, ein Meeting zu dokumentieren oder bei einer Uni-Vorlesung nichts Wichtiges zu verpassen. Jeder Einsatzzweck fordert jedoch andere Stärken eines Diktiergeräts. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, erfahren Sie in dieser Kaufberatung.
- Gedankenstütze
- Diktiergerät oder Sprachrekorder
- Analog oder digital
- Stereo oder mono
- Anschlüsse und Tonausgabe
- Bedienung
- Stromversorgung
- Software
- Mehrwert
- PC-Diktat
Gedankenstütze

Niemand kann sich alles merken. Notizen sind daher ein praktischer Helfer, um sich später an Gesagtes zu erinnern. Wenn es allerdings gilt, sehr viele Informationen schnell zu speichern, sind Papier oder Schreiber schnell überfordert. Dann ist es praktisch, Worte und Gedanken einfach speichern zu können.
Zahlreiche Einsatzzwecke Genau das macht ein Diktiergerät. Es bewahrt alles, was der Sprecher ihm sagt. Ebenso hält es fest, was Konferenzteilnehmer, Uni-Professoren, Interview-Partner oder Vortragsredner erzählen. Das Gerät speichert das Gesagte und macht es jederzeit wieder zugänglich. Gleichzeitig lässt es dem Betrachter dadurch mehr Zeit, sich auf die Umgebung zu konzentrieren und die Situation besser zu erfassen.
Auch zum Testen eigener Ansprachen ist es bestens geeignet. Denn erst, wenn man die eigenen Worte hört, kann man beurteilen, ob eine Rede wirkt oder nicht. Das gilt auch für Podcaster. Sie können mit einem Diktiergerät nicht nur ihre eigenen Worte überprüfen. Ein Diktiergerät gibt ihnen die Freiheit, ihre Aufzeichnungen überall zu machen, nicht nur vor dem PC.
Für Geschäftsbriefe Wer beruflich mit Sprache und Wort arbeitet, wie etwa Radiojournalisten, kommt kaum um ein Diktiergerät herum. Damit lassen sich nicht nur Interviews führen, sondern komplette Radiobeiträge erstellen. Auch die klassische Anwendung, das Diktat, ist weiterhin ein sehr großer Anwendungsbereich für Diktiergeräte. Mit ihm lässt sich die Geschäftskorrespondenz schnell und einfach erledigen. Ist der Text im Kasten, bringt man es später selbst oder die Kollegen zu Papier.
Genauso so zahlreich wie die Einsatzgebiete sind auch die Unterschiede und Ausstattungsdetails der auf dem Markt verfügbaren Geräte. Nicht alle eignen sich für jeden der genannten Einsatzzwecke gleich gut. Daher sind vor dem Kauf einige Überlegungen nötig, um zielsicher genau das Gerät herauszupicken, das den Ansprüchen am besten gerecht wird. Die folgenden Kapitel dieser Kaufberatung helfen Ihnen dabei. (pr)
Diktiergerät oder Sprachrekorder

Alles, was Sprache aufzeichnen kann, ist nicht automatisch ein Diktiergerät. Man unterscheidet zwischen Diktiergerät und Sprachrekorder. Doch wo liegen die Unterschiede? Ganz einfach: Ein Diktiergerät ist in der Lage, die Aufzeichnung zurückzuspulen und bestimmte Teile mit einer neuen Aufnahme zu überspielen oder neuen Text einzufügen, ohne die vorherigen Aufnahmen zu zerstören.
Sprachrekorder Ein Sprachrekorder zeichnet demgegenüber nur linear auf. Spult man zurück und startet die Aufnahme erneut, geht bisher Gespeichertes unwiderruflich verloren. Er eignet sich damit nicht zum Diktat von Geschäftskorrespondenz, sondern eher zum Mitschneiden von Interviews, Vorlesungen oder Konferenzen.
Das Fehlen des nachträglichen Einfügens von neuen Anmerkungen ist nicht unbedingt ein Nachteil, solange man nicht zwingend darauf angewiesen ist. Denn es verringert zugleich die Gefahr der Fehlbedienung, da es versehentliches Überspielen einer Aufzeichnung verhindert. Wer bei einem (digitalen) Sprachrekorder eine Aufnahme stoppt und anschließend erneut die Aufnahmetaste drückt, erzeugt eine weitere Tondatei.
Diktiergerät fürs Diktat Kaufberatungstipp: Wer beides will, diktieren und mitschneiden, sollte jedoch stets ein richtiges Diktiergerät wählen, da ohne Zurückspulen kein korrektes Diktieren möglich ist. Mitschneiden geht aber auch damit.
Neben diesen beiden Gattungen gibt es noch MP3-Player und andere Geräte, die über eine Aufzeichnungsmöglichkeit verfügen. Sie sind jedoch nur bedingt geeignet, da sie für das Mitschneiden nur wenig Komfort bieten. Für den gelegentlichen Einsatz sind sie akzeptabel, für regelmäßige Diktate aber kaum zu gebrauchen.
Smartphone Eine mögliche Alternative kann ein Smartphone sein. Dafür gibt es inzwischen professionelle Diktier-Apps, die über einfaches Aufzeichnen hinausgehen. Mit solchen Apps ist es beispielsweise ebenfalls möglich, neue Aufzeichnungen an beliebiger Stelle einzufügen. Professionellen Ansprüchen genügt solch ein Programm jedoch erst, wenn die Weiterverarbeitung der Daten am Computer möglich ist. (Siehe Kapitel „Software“).
Smartpen Eine besondere Stellung kommt dem Smartpen von Lightscribe zu. Dieses Diktiergerät hat die Form eines dicken Kugelschreibers. Seine Steuerung erfolgt mithilfe speziellen Papiers. Alles, was Sie mit dem Smartpen schreiben, zeichnet eine Kamera auf. Gleichzeitig schneidet ein Mikrofon alles Gesprochene mit. Besonders schön: Der Smartpen weist den Aufzeichnungen auf Papier den entsprechenden Audiomitschnitt zu. So reicht es, sich nur Stichpunkte zu machen. Beim späteren Abhören genügt ein Klick mit dem Stift auf einen Stichpunkt und der Stift spielt automatisch die Aufzeichnung ab, die mit diesem in Verbindung steht. Kaufberatungstipp: Ein Smartpen ist somit ein idealer Begleiter für Vorlesungen und Konferenzen.
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Smartpens
Analog oder digital

Wer glaubt, die Kassette sei längst tot, wird bei Diktiergeräten eines Bessren belehrt. In diesem Segment ist das analoge Speichermedium immer noch am Leben. Ein Grund: Das Speichermedium ist günstig. Allerdings ist dieser Vorteil bei den niedrigen Preisen für digitalen Speicher längst dahin geschmolzen. Ein anderer Grund: Viele haben noch zahlreiche Kassetten im Schrank, die sie gerne weiterverwenden möchten. Somit haben analoge Rekorder für die Hersteller immer noch einen Markt.
Es handelt sich dabei meist um so genannte Mini- oder Mikrokassetten, wie sie auch in analogen Anrufbeantwortern zum Einsatz kommen, respektive kamen. Manche Geräte verwenden aber auch Musikkassetten. Diese Taschenrekorder ähneln daher äußerlich den Walkman aus den 80er-Jahren.
Nachteil Analogtechnik Die analoge Technik ist mit vielen Nachteilen behaftet. So haben die Bänder ein vergleichsweise geringes Fassungsvermögen. Wer längere Vorträge mitschneiden möchte, muss häufig mehrere Bänder im Gepäck haben und regelmäßig die Kassetten wechseln. Kann das Gerät nicht den Tonkopf wenden (Autoreverse), um in umgekehrter Richtung die zweite Seite bespielen zu können, ist zudem nach halber Spielzeit ein Seitenwechsel nötig.
Reduzierte Tonqualität Um die Aufzeichnungszeit zu verlängern, lassen sich die Bänder häufig mit verlangsamter Geschwindigkeit nutzen. Darunter leidet allerdings die Tonqualität. Folge: Die Geräte sind nur für Sprache und nicht für Musikaufzeichnungen geeignet. Zu Klangeinbußen kommt es auch bei häufiger Verwendung der Kassetten. Durch Abrieb an Tonköpfen und Andruckrollen leidet das Band. Durch Kassettenwechsel gelangt zudem leicht Schmutz in das Diktiergerät, der ebenfalls an den Bändern nagt. Darüber hinaus leidet die Tonaufzeichnung bei langer Lagerung.
Nicht zuletzt benötigen die verwendeten Kassetten Platz in Tasche, Regal oder Schublade. Übersicht zu behalten ist nicht immer leicht. So können die Bänder leicht verlorengehen oder durch unsachgemäße Lagerung, etwa in der Nähe von Wärmequellen, Daten verlieren. Datenverlust droht auch durch magnetische Strahlung, wie sie etwa von Lautsprechern ausgeht.
Digitale Aufzeichnung Die Digitaltechnik hat im Vergleich zur analogen Aufzeichnung nur einen entscheidenden Nachteil: Alte Bänder lassen sich nicht weiternutzen. Die Preise bei Einstiegsgeräten unterscheiden sich kaum. Digitale Versionen sind im unteren Preissegment sogar günstiger zu bekommen. Somit gibt es nahezu nur Vorteile.
Vorteile So sind digitale Diktiergeräte deutlich robuster, da sie auf empfindliches Magnetband verzichten. Sie speichern die Daten im internen Flashspeicher, wie man ihn auch in USB-Sticks findet oder auf Speicherkarten. Manche verwenden, an den PC angeschlossen, auch die Festplatte des Computers als Speichermedium. Die Aufzeichnungen unterliegen keinem Alterungsprozess und sind somit haltbarer. Auf CD oder DVD archiviert benötigen die Aufnahmen wenig Platz und sind dauerhaft bei gleichbleibender Qualität nutzbar.
Die Speicherkapazität liegt in der Regel um ein Vielfaches höher als bei Kassetten und ist durch den Einsatz von Speicherkarten häufig noch erweiterbar. Daneben lässt sich durch einen frei wählbaren Kompressionsgrad der zur Verfügung stehende Platz weiter erhöhen. Somit sind auch sehr lange Aufzeichnungen kein Problem.
In den PC übertragen Die Diktate sind beliebig oft ohne Qualitätsverlust kopierbar, lassen sich in den PC übertragen und umgehend in die ganze Welt per E-Mail versenden. Zudem ermöglicht die digitale Aufzeichnung eine deutliche höhere Tonqualität, so dass auch hochwertige Musikaufzeichnungen möglich sind.
Großer Vorteil gegenüber den analogen Bändern: Digitalgeräte Diktiergeräte können an jeder Textstelle Anmerkungen einfügen oder Textpassagen löschen, ohne dass lange Gesprächspausen entstehen. Insgesamt bieten sie somit einen deutlichen Komfortgewinn.
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Kartenlesegeräten
Stereo oder mono

Nicht unerheblich ist die Frage nach der Aufzeichnungsart. Soll das Diktiergerät auf zwei Kanälen, also stereo, aufzeichnen oder genügt die einkanalige Monoeinspielung? Letztere ist für die reine Diktierfunktion vollkommen ausreichend. Diese Methode hat auch den Vorteil, dass digitale Dateien weniger Platz beanspruchen, da weniger Informationen anfallen. Somit verlängert sich die Aufnahmezeit des Speichers.
Hören Sie allerdings die Aufzeichnungen eines Monogerätes mit einem Stereokopfhörer ab, bleibt eine Seite still, so dass der Ton nur aus einer Muschel kommt. Kaufberatungstipp: Wer den Ton auf beiden Seiten hören aber kein Stereogerät einsetzen möchte, benötigt einen Monokopfhörer.
Stereo Für Interviews, Konferenzmitschnitte und andere Situationen, bei denen mehrere Gesprächspartner anwesend sind, sind Stereomikrofone besser geeignet. Grund: Sie zeichnen den Ton so auf, dass sich später feststellen lässt, wo der Sprecher gesessen hat. So lassen sich die Aussagen leichter den Personen zuordnen. Das ist besonders wichtig, wenn man die Teilnehmer nicht aufgrund der Stimme eindeutig identifizieren kann. Schön ist es, wenn sich das oder die Mikrofone im Gehäuse drehen und spreizen lassen. Dann können Sie die Aufnahme besser an die jeweilige Situation anpassen und sicherstellen, dass die Stimmen aller Gesprächspartner im Diktiergerät landen.
Für Musik Für Mitschnitte von Musikveranstaltungen ist Stereo ein unbedingtes Muss. Auch hier sollen sich die Instrumente eindeutig lokalisieren lassen. Kaufberatungstipp: Möchten Sie Musik mitschneiden, sollten Sie darauf achten, dass das Diktiergerät auch unkomprimiert aufzeichnen kann, um eine hohe Tonqualität zu gewährleisten. Falls das nicht möglich ist, sollte ein schwacher Kompressionswert einstellbar sein, der die Tonqualität kaum herabsetzt.
Ebenfalls wichtig für Musik: Das Diktiergerät sollte mit 44,1 Kilohertz Samplingrate und 16 Bit Auflösung aufnehmen können. Das entspricht CD-Qualität. Weiterer Mehrwert ist die Möglichkeit, den Aufnahmepegel manuell aussteuern zu können, am besten für jeden Kanal getrennt. Ein Begrenzer, auch Limiter genannt, sollte vor Übersteuerung schützen. Ohne Limiter würden die Töne bei Übersteuerung an lauten Stellen verzerren.
Für hohe Tonqualität Stereo ist auch Pflicht für Podcasts, Radiobeiträge oder Hörbücher, denn hier steht hohe Tonqualität ebenso an erster Stelle. Die Diktiergeräte müssen genauso rauschfrei arbeiten, wie es für Musikaufnahmen nötig ist und ebenfalls eine gute räumliche Abbildung liefern. Praktisch ist auch eine rote Leuchtdiode, die anzeigt, ob das Diktiergerät aufzeichnet.
Vorteilhaft: Um das Gesprochene besser verstehen zu können, bieten manche Diktiergeräte eine Unterdrückung für Rauschen und Störgeräusche. Diese trägt beispielsweise die Bezeichnung „Noise Cut“ und filtert das Gesprochene aus allen Geräuschen heraus. Ebenfalls gut für Sprachaufzeichnung: ein so genannter Low-Cut-Filter. Dieser unterdrückt tiefe Frequenzen und verbessert ebenfalls die Verständlichkeit von Sprache.
Wichtig: Für jede Aufnahmesituation sollte es Voreinstellungen geben, die das Diktiergerät ideal an die entsprechende Situation anpassen. Andernfalls müssten Sie sämtliche Einstellungen stets von Hand vornehmen. Das wäre nicht nur zeitraubend, sondern auch lästig.
Anschlüsse und Tonausgabe

Die verfügbaren Anschlüsse und Möglichkeiten sind sowohl für digitale als auch für analoge Diktiergeräte wichtig. Besondere Bedeutung haben die Anschlüsse jedoch für Digitalgeräte, da diese die größte Vielfalt für die Weiterverarbeitung bieten. Diese steht und fällt mit dem PC-Anschluss. Ohne ihn lassen sich die Daten nicht übertragen, per E-Mail versenden oder auf einem Massenspeicher archivieren.
PC-Anschluss Eng gefasst versteht man unter einem PC-Anschluss den Ansteckport für ein Kabel, in der Regel über eine USB-Schnittstelle. Diese sollte möglichst nach dem flotten USB-2.0-Standard arbeiten, damit auch lange Mitschnitte zügig auf die PC-Festplatte gelangen. Weiter gefasst kann man auch in der Möglichkeit, eine Speicherkarte einstecken zu können, einen PC-Anschluss sehen. So lässt sich diese über einen an den PC angeschlossenen Kartenleser unkompliziert auslesen. Ein Kartensteckplatz hat zudem den Vorteil, die Speicherkapazität unbegrenzt erweitern zu können. Denn interner Speicher ist irgendwann voll.
Lautsprecher Wichtig für digitale und analoge Aufzeichnungsgeräte: Ist ein Lautsprecher integriert? Dieser ermöglicht komfortables Abhören für eine und mehrere Personen in ruhiger Umgebung. Für laute Umgebungen sollte man einen Kopfhörer anschließen können, um andere nicht zu belästigen und selbst das Gespeicherte gut verfolgen zu können. Darüber kann allerdings nur eine Person den Ton hören.
Kopfhörer Ein Kopfhöreranschluss bietet zudem die Möglichkeit, eine Aufzeichnung während des Einspielens kontrollieren zu können. So erlangt man Gewissheit darüber, dass die Aussteuerung in Ordnung ist und das Gerät den Ton verständlich aufnimmt. Nachteil allerdings: Man muss stets einen Kopfhörer mit sich herumtragen. Ideal ist, wenn Lautsprecher und Kopfhörerausgang vorhanden sind. Das lässt die größte Wahlfreiheit und gestattet das Abhören in jeder Situation.
Mikrofon Einen großen Vorteil hat ein Mikrofoneingang. Er ist immer dann wichtig, wenn man eine hochwertige Tonaufzeichnung wünscht oder sehr weit von der Tonquelle entfernt ist. Ein Richtmikrofon ließe sich auf die Tonquelle richten und der Ton so in guter Qualität aufzeichnen. Achten Sie darauf, dass der Eingang die gleiche hohe Qualität oder eine höhere bietet als das integrierte Mikrofon. Bei einigen Geräten neigen die Mikrofoneingänge zum Rauschen, was sehr ärgerlich ist.
Für die Aufzeichnung über ein externes Mikrofon ist der angesprochene Kopfhörereingang besonders wichtig, da hier die Kontrolle der Tonqualität einen sehr hohen Stellenwert hat. Auch für die korrekte Ausrichtung eines Richtmikrofons kann man nicht auf einen Kopfhörer verzichten.
Mikrofonempfindlichkeit Externe Mikrofone haben auch bei Konferenzen mit vielen Gesprächsteilnehmern Vorteile. Integrierte Versionen sind häufig nicht empfindlich genug und zeichnen nur Teilnehmer in unmittelbarer Nähe auf, meist zwei bis vier Stück. Manche Diktiergeräte besitzen jedoch unterschiedliche Empfindlichkeitseinstellungen für das interne Mikrofon. Damit lässt sich der Empfangsbereich vergrößern, so dass man bis zu einem gewissen Grad auf ein externes Mikrofon verzichten kann.
Gibt es einen Line-In-Anschluss, lässt sich auch Musik vom Kassettenrekorder oder Schallplattenspieler digitalisieren. Letzterer muss allerdings einen geeigneten Verstärker integriert haben, oder man müsste ein entsprechendes Gerät, einen Phono-Vorverstärker, dazwischenschalten.
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Bedienung

Wichtig für das reine Diktieren ist ein Schieberegler am Gehäuse. Darüber lässt sich das Diktiergerät einfach und intuitiv bedienen. Mit dem Daumen erfolgt die komplette Gerätesteuerung. Aufnahme starten, stoppen, vor- und zurückspulen. Bei Druckknöpfen müsste man schon genau hinsehen oder sogar die zweite Hand zur Hilfe nehmen. Befinden sich die Knöpfe zudem nicht an der Seite, sondern vorne am Gerät oder - schlimmer noch - vorne und an der Seite, ist die Bedienung relativ kompliziert und stört beim Diktat den Gedankenfluss. Lassen sich die Tasten programmieren, besteht immerhin die Möglichkeit, die Bedienung nach Belieben zu optimieren. Manche Hersteller bieten Diktiergeräte in zwei verschiedenen Versionen an: mit Schieberegler und alternativ mit Druckknöpfen. Dann kann die persönliche Vorliebe entscheiden. Kaufberatungstipp: Linkshänder sollten darauf achten, dass auch sie mit der Position der Schalter zurechtkommen.
Fernbedienung Für Gesprächsmitschnitte, bei denen das Diktiergerät weit entfernt, etwa in der Mitte eines großen Konferenztisches steht, ist eine Fernbedienung vorteilhaft. Beim Abtippen liefert ein Fußschalter eine große Hilfe. So kann man die Aufzeichnung starten, stoppen und spulen, ohne die Hände von der Tastatur nehmen zu müssen. Praktisch kann solch ein Schalter auch für die Aufnahme sein. Nämlich dann, wenn man keine Hand zur Bedienung frei hat.
Sprachgesteuerte Aufnahme Eine Alternative zur Steuerung ohne Hand: sprachgesteuerte Aufnahme (Voice Controled Recording). Diese Technik startet eine Aufnahme automatisch, wenn jemand spricht und stoppt automatisch bei einer längeren Pause. Kaufberatungstipp: In Verbindung mit einem externen Mikrofon lässt sich so auch unter sehr ungünstigen Bedingungen diktieren - beispielsweise im Versuchslabor, wenn das Gerät nicht in unmittelbarer Nähe stehen kann, weil es dort nass oder schmutzig würde. So ließe sich das Diktiergerät in der Innentasche tragen und ein Klemmmikrofon am Hemdkragen befestigen.
Möchten Sie sehr lange Aufzeichnungen speichern, ist es hilfreich, wenn das Diktiergerät eine Indexfunktion bietet, mit dessen Hilfe sich wichtige Textstellen markieren lassen. So können Sie direkt dorthin springen und die gewünschten Stellen somit unkompliziert wiederfinden.
Stromversorgung

Eine integrierte Stromversorgung ist Pflicht für alle Diktiergeräte, die man mit sich herumtragen und außer Haus verwenden möchte. Nur stationäre Diktiergeräte können darauf verzichten (siehe Kapitel „PC-Diktat“). Idealerweise kommt ein Akku zum Einsatz, der sehr leistungsfähig ist und damit lange Einsatzzeiten ermöglicht. Die Speicher vieler Diktiergeräte halten etwa einen Arbeitstag bei ununterbrochenem Einsatz. Manche schaffen aber gerade einmal die Hälfte. Kaufberatungstipp: Ist Ihnen langer Atem wichtig, sollten Sie unbedingt die technischen Daten genau studieren.
Unterschiedliche Akkutechnik Ein Lithium-Ionen-Akku (Li-Ion) sollten Sie einem Nickel-Metall-Hybrid-Akku (NiMH) vorziehen. Grund: Ersterer ist bei gleicher Größe leistungsfähiger und ein wenig leichter. Beide unterliegen nicht einem Memory-Effekt. Damit dieser nicht auftritt, müssen NiMH-Akkus jedoch alle sechs Monate einmal komplett leer laufen. Was ihnen gut tut, schadet Li-Ion-Tanks. Sie sollten möglichst niemals komplett entladen werden, sondern nach jedem mobilen Einsatz wieder an die Steckdose.
Netzbetrieb Praktisch sind Akkus in Batterieform. Diese lassen sich leicht gegen kostengünstige Ersatzakkus oder auch herkömmliche Batterien austauschen, wenn der Strom mal knapp wird. Wichtig für den stationären Betrieb: ein externer Stromanschluss. Er ermöglicht lange Aufzeichnungen, bei denen eine Unterbrechung einer Aufzeichnung wegen Akkuwechsels einen Verlust an Information bedeuten würde. Mit Steckdosenkontakt lässt sich beliebig lange aufzeichnen. Kaufberatungstipp: Praktisch ist, wenn es eine Ladeschale gibt, in der das Gerät zum Aufladen steht, gleichzeitig aber auf dem Schreibtisch weiter verwendbar ist.
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Akkus •
Akkuladegeräte
Software

Wichtig für digitale Diktiergeräte sind mitgelieferte Software und auch die interne Gerätesoftware. Sie ist nicht nur zuständig für die einfache Bedienung, sondern sollte auch in der Lage sein, die Aufzeichnungen übersichtlich zu verwalten. So ist es bei intensivem Einsatz hilfreich, wenn sich verschiedene Verzeichnisse im Diktiergerät anlegen und nach Themen sortieren lassen.
Im Lieferumfang Daneben spielt vor allem die mitgelieferte Software für die Weiterverarbeitung an einem Computer eine Rolle. Gibt es eine solche und falls ja, was leistet diese? Zeichnet das Diktiergerät in einem herstellereigenen Format auf, darf in keinem Fall ein Programm fehlen, das dieses erkennt und nutzbar machen kann. Kommen Standardformate zum Einsatz, tut es auch eine normale Abspielsoftware wie etwa der Windows Media Player.
In der Regel hat aber auch für diesen Fall eine mitgelieferte Software Vorteile. Sie ist ideal auf die Bedienung für das Abtippen der Texte optimiert. Zudem übernimmt sie in der Regel auch die Verwaltung und Katalogisierung gespeicherter Mitschnitte. Oft gestattet sie sogar Diktatdateien direkt mit den entsprechenden Textdokumenten zu verknüpfen und kann beides Computern zur Verfügung stellen, die an ein Netzwerk angeschlossen sind. Häufig ist sie auch in der Lage, Daten über das Internet zu empfangen und zu verschicken – wichtig für die Zusammenarbeit mit einem Schreibpool oder Textbüro. Besonders praktisch: Manche Programme gestatten es, störende Nebengeräusche herauszufiltern und auszublenden.
Vorteil DSS Professionellen Geräten liegt meist auch eine professionelle Software bei, die neben den genannten Ausstattungsfinessen auch mit einem sehr leistungsfähigen Kompressionsalgorithmus arbeiten, wie ihn moderne Diktiergeräte verwenden. Als Standard für die digitale Sprachaufzeichnung gelten DSS (Digital Speech Standard) und DSS Pro, das Olympus, Philips und Grundig gemeinsam entwickelt haben. Aufgrund hoher Lizenzabgaben sind die Formate aber meist der technischen Oberklasse vorbehalten.
Vorteil von DSS gegenüber MP3 und Co: Text lässt sich nachträglich an beliebigen Stellen einfügen. So kann man Texte nicht nur verändern, sondern auch Anmerkungen nachtragen. Ebenfalls sinnvoll: DSS-Daten lassen sich mit verschiedenen Geschwindigkeiten abspielen, ohne dass sich der Tonfall des Sprechers ändert. Somit entgeht man schwer verständlichem Gepiepse bei hoher Geschwindigkeit genauso wie dumpfem Dröhnen bei langsamen Abspielen.
DSS Pro DSS verkleinert die Daten etwa um den Faktor zwölf und ist damit ähnlich leistungsfähig wie MP3. Wie bei Letzterem behalten die DSS-Daten eine hohe Tonqualität. Noch effektiver ist das DSS-Pro-Format. Damit steigt der Kompressionsfaktor auf den Faktor 16. Dennoch bietet es eine höhere Tonqualität. Es kann zudem die Daten während der Aufnahme verschlüsseln, was vorteilhaft für sensible Daten ist.
Ein weiteres Plus des DSS-Pro-Formats: eine Schnittstelle zu Spracherkennungssoftware. Darüber lässt sich eine Aufzeichnung direkt an ein kompatibles Spracherkennungsprogramm übergeben. Mühsames Abtippen entfällt damit. Ein wenig Nacharbeit ist jedoch in aller Regel nötig, da entsprechende Programme nicht immer alle Worte korrekt interpretieren. Kaufberatungstipp: Besonders schön ist, wenn ein entsprechendes Diktiergerät mit einem Spracherkennungsprogramm ausgeliefert wird.
Kaufberatungstipp: Für den privaten Gebrauch, wie auch den nur gelegentlichen Einsatz, sind solche potenten Allrounder sicherlich nicht nötig. In sie zu investieren lohnt meist nur für Anwender, die regelmäßig und oft zu einem Diktiergerät greifen und die nützlichen Extras auch ausnützen. Alle anderen können guten Gewissens eine normale Abspielsoftware einsetzen.
Zu
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Spracherkennungssoftware
Mehrwert

Bei Geräten mit vergleichbarer Ausstattung und ähnlichem Preis sind es oft praktische Kleinigkeiten, die den Ausschlag für ein bestimmtes Gerät geben. Einen echten Mehrwert für harte Einsätze bieten etwa robuste Gehäuse, die aus Leichtmetallen wie Aluminium oder Magnesium gefertigt sind. Sie nehmen ein versehentliches Fallenlassen weniger übel und halten auch dem Druck zwischen Büchern im Aktenkoffer oder Rucksack besser stand.
Diese Materialien haben noch einen weiteren Mehrwert: Sie sind nicht so anfällig gegen Körperschall wie Kunststoffe. Somit gibt es weniger Störgeräusche bei den Aufnahmen, wenn Finger über die Oberfläche reiben.
Datenschutz Um versehentliches Löschen oder Überspielen wichtiger Daten zu vermeiden, ist ein Schreibschutz hilfreich. Dieser sollte sich nicht nur auf den gesamten Speicher erstrecken, sondern sich idealerweise auf bestimmte Daten beschränken lassen. Dem Datenschutz dient auch eine Verschlüsselung. Einige Geräte, die nicht bei Aufnahme verschlüsseln, können das noch im Nachhinein erledigen.
Fingerabdruckleser Kaufberatungstipp: Wenn Datensicherheit für Sie ein wichtiges Thema ist, können Sie neben der Verschlüsselung der Aufzeichnungen auch ein Diktiergerät mit Zugangsschutz wählen. Praktisch sind Versionen, die mit einem Fingerabdruckscanner arbeiten. Dieses gibt die Funktionen erst frei, wenn es den richtigen Finger erkannt hat.
Wichtig für Diktiergeräte, die auf Speicherkarten sichern: Alle gemachten Einstellungen sollte das Gerät in einem internen Speicher ablegen. Das machen leider nicht alle. Lagert das Diktiergerät die Informationen auf der Speicherkarte, ist das Gerät beim Einlegen einer neuen Karte wieder im Auslieferungszustand. Alle gemachten Änderungen muss man dann erneut einstellen.
Beleuchtetes Display Möchten Sie das Diktiergerät auch bei Dunkelheit oder schummrigem Licht einsetzen, achten Sie darauf, dass das Display eine Hintergrundbeleuchtung besitzt. Diese erhöht allerdings den Stromverbrauch, weshalb sie sich abschalten lassen sollte. Daneben sollte das Display alle für die Aufnahme wichtigen Informationen anzeigen können und darf somit nicht zu klein sein. Für Außenaufnahmen ist ein integrierter oder zumindest lieferbarer Windschutz für das Mikrofon wichtig. Er hilft, durch Wind verursachte Störgeräusche zu reduzieren.
Arbeiten Sie in einem Computernetzwerk und möchten die Aufzeichnungen allen angeschlossenen PCs zur Verfügung stellen, kann eine Ladeschale mit Ethernetanschluss, eine so genannte Dockingstation, hilfreich sein. Entsprechende Geräte benötigen in der Regel keinen Computer zur Veröffentlichung der Daten; das Verbinden mittels Netzwerkkabel genügt.
Barcodescanner Müssen Sie Daten stets Produkten, Personen oder Vorgängen zuordnen, die für die Katalogisierung einen Strichcode (Barcode) verwenden, leistet ein aufsteckbarer Barcodescanner wertvolle Dienste. Mit dessen Hilfe lassen sich Gesprächsnotizen mit nur einem Knopfdruck passend zuordnen.
Telefongespräche mitschneiden Zum Mitschneiden von Telefongesprächen gibt es passende Adapter, mit deren Hilfe man ein Diktiergerät zwischen Telefon und Hörer anstecken kann. Möchten Sie Telefonate aufzeichnen, sollten Sie die technischen Daten des Diktiergerätes und die Ausstattungsdetails daraufhin untersuchen. Allerdings funktioniert solch ein Adapter nur bei Tischgeräten mit RJ11-Steckanschluss. Telefonate über kabellose DECT-Telefone lassen sich darüber nicht mitschneiden.
Stativ Sinnvoll für die Aufzeichnung von Gesprächsrunden ist ein klapp- oder faltbares Ministativ, mit dessen Hilfe sich das Diktiergerät stabil aufstellen lässt. Es entkoppelt zudem von der Tischoberfläche, so dass Kaffeetassen, Stöße und fallende Kugelschreiber keine lauten Störgeräusche verursachen.
Zahlreiche moderne Diktiergeräte können auch den MP3-Player ersetzen. Sie lassen sich mit Musik, Podcasts oder Hörbüchern füttern. So kann man nach der Arbeit entspannen oder sich weiterbilden.
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Zubehör für Diktiergeräte
PC-Diktat

Neben den mobilen Diktiergeräten gibt es auch stationäre Versionen, so genannte Diktiermikrofone. Sie nutzen die PC-Festplatte als Speicher. Man verbindet sie meist über einen freien USB-Anschluss mit einem Computer. Das eigentliche Gerät unterscheidet sich äußerlich nur wenig von einem mobilen Diktiergerät. Es besitzt neben dem Mikrofon alle notwendigen Steuerungsknöpfe. Auf ein Display müssen Sie allerdings verzichten. Die Anzeige übernimmt der PC-Monitor, Aufzeichnung und Verwaltung eine PC-Software. Wer die Hände frei haben möchte, braucht einen Ständer oder ein System zum Umhängen des Mikrofons. Praktisch: Manche PC-Diktiergeräte haben einen kleinen Trackball integriert, mit dessen Hilfe geübte Finger die nötige Steuerung der PC-Software übernehmen. Der Griff zur Maus ist damit überflüssig.
Sicherheit und Kosten Vorteil eines Diktiermikrofons: Das Gerät lässt sich mit Kollegen austauschen, ohne dass man Angst haben muss, dass diese gespeicherte Diktate abhören können, wie es bei einem Mobilgerät der Fall wäre. Oft ist solch eine Lösung zudem günstiger als ein Mobilgerät mit vergleichbarer Leistung und Ausstattung.
Auch mit Mobilgeräten Beide Vorteile, erhöhte Sicherheit und Mobilität, bieten tragbare Diktiergeräte, die mittels Kabel oder Ladeschale die Verbindung zum Computer aufnehmen und Gesprächsdaten direkt auf dessen Festplatte aufzeichnen können. Die Vermittlung übernimmt eine zum Lieferumfang gehörende Software. Für einige Diktiergeräte ist dies auch mit dem Mac OS möglich. Praktisch ist solch eine Lösung auch für alle, die das Gerät meist stationär nutzen. Denn somit können sie die Daten umgehend weiterverarbeiten, ohne diese zuvor übertragen zu müssen. Geht es dann außer Haus, kappt man die Verbindung und hat ein vollwertiges Diktiergerät in der Tasche.
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