Kaufberatung Tintenstrahldrucker


  1. Verlockend günstig
  2. Größe
  3. Randlosdruck und Druckmedien
  4. Anzahl der Tintentanks
  5. Auflösung
  6. Anschlüsse
  7. Extras
  8. Haltbarkeit der Ausdrucke
  9. Druckertypen
  10. Die Folgekosten

Verlockend günstig

Zu den Tintenstrahldruckern Ein Drucker gehört zu jedem PC wie Monitor, Tastatur und Maus. Man braucht ihn, um einen Brief an die Stadtwerke, Einladungen zur Party oder die letzten Urlaubsfotos auszudrucken. Welchen Drucker man einsetzen soll, ist jedoch nicht sofort klar. Reicht ein günstiges Einstiegsgerät, das man schon für ein Taschengeld kaufen kann oder muss es ein teures Modell mit vielen Extras sein? Wo liegen die Unterschiede?

Im Prinzip ist jeder Drucker für solche Aufgaben geeignet. Doch macht nicht jeder seinen Job gleich gut, gleich schnell und vor allem, zum gleichen Preis. Zudem gibt es Unterschiede in der Ausstattung. So benötigen günstige Einstiegsmodelle in der Regel stets einen PC, um drucken zu können, während höherwertige Drucker beispielsweise Fotos ohne Hilfe des Computers drucken können.

Kostenfalle

Gewichtiges Argument bei der Auswahl ist für viele der Preis. Doch bereits dort lauert die erste Falle. Einstiegsgeräte sind oft so günstig, dass man ohne groß nachzudenken zugreift. Mitunter kosten sie kaum mehr als ein neuer Satz Tintenpatronen, sodass man sich die Frage stellt: Neue Tinte oder neuer Drucker?

Während einige mit diesen Geräten gut fahren, folgt für andere schnell die Ernüchterung. Etwa wenn das Gerät die Anforderungen nicht erfüllt oder die Druckkosten das vermeintliche Schnäppchen in eine Kostenschleuder verwandeln. Gerade wer viel drucken möchte, sollte die Leistungsdaten und Verbrauchskosten der Geräte eingehend studieren, damit er beim Kauf nicht am falschen Ende spart.

Welches Gerät sich für welche Zwecke am besten eignet und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie in den folgenden Kapiteln. (pr)

Größe

Zu den Tintenstrahldruckern Zu Beginn der Suche steht zunächst die Frage, welche Papiergröße man bedrucken möchte. Standard ist das DIN A4-Format. In diesem Segment findet man das größte Angebot und die günstigsten Geräte. Sie genügen für jeglichen Schriftverkehr und den Druck von Fotos. Wer es größer möchte, kann auch zu einem DIN A3-Drucker greifen. Damit lassen sich nicht nur Fotos sehr groß ausgeben, vor allem Grafiken und Konstruktionszeichnungen profitieren davon. Die Auswahl entsprechender Geräte ist jedoch etwas geringer und der Preis ein wenig höher. Auf DIN A4 müssen Sie damit aber nicht verzichten. Dieses Format beherrschen die Drucker ebenfalls.

Noch größere Formate, DIN A2 bis DIN A0, sind ebenso erhältlich, hauptsächlich jedoch für professionelle Anwender interessant. Dabei findet bei DIN A2-Geräten ein Übergang von Tisch- zu Standgeräten statt. Einige Drucker gibt es als Tischversion, so wie auch die kleineren Modelle, während andere mit eigenem Standfuß ausgerüstet sind. DIN A1- und DIN A0-Versionen kommen fast ausschließlich mit Standfuß. Man spricht dann auch eher von Plotter als von Drucker. Diese Geräte drucken im Gegensatz zu den kleineren Modellen meistens auf Endlospapier. Die Ausdrucke können somit variabel in der Länge sein, während die Breite fest vorgegeben ist.

Höherer Platzbedarf

Große Ausdrucke sind schön. Doch sollte man bedenken, dass sie höhere Kosten verursachen: einerseits beim Anschaffungspreis des Druckers, dann durch einen höheren Papierpreis und nicht zuletzt auch durch höheren Tintenverbrauch - ganz einfach, weil die bedruckbare Fläche größer ist.

Ebenfalls gilt es die Aufstellfläche zu bedenken, sie wächst mit der Größe des Druckers. Dabei darf man nicht nur auf die Gehäusemaße achten, sondern muss auch an Platz vor und hinter dem Gerät denken. Denn oft benötigen die Geräte mehr Platz als die Grundfläche in Anspruch nimmt - immer dann, wenn zum Drucken Fächer geöffnet werden müssen, etwa für unbedrucktes Papier und auch die fertigen Ausdrucke. Besonders wichtig ist ausreichend Platz für die Ausdrucke. Kann der Drucker diese nicht ungehindert transportieren, kommt es schnell zu verknickten Papieren oder gar zum Papierstau.

Randlosdruck und Druckmedien

Zu den Tintenstrahldruckern Die Papiergröße ist die eine Begrenzung, eine andere ist die bedruckbare Fläche. Denn nicht jedes Gerät schafft es, die Bögen komplett bis an alle Ränder zu bedrucken. Zwar beherrschen mehr und mehr Drucker den Randlosdruck, doch längst nicht alle. Entscheidend ist diese Funktion für Fotos. Für den Textdruck kann man sie vernachlässigen.

Wichtig auch die Frage: Worauf will man drucken? Nur auf Papier, oder auch auf Briefumschläge, Overheadfolien, Spezialpappen, Aufkleber, Kaffeetassen und anderes? Normales Papier bedruckt selbstredend jedes Gerät. Problematisch kann es jedoch werden, wenn dieses dicker und schwerer wird. Nicht alle Drucker können es mit allen Materialien aufnehmen, die man im Zubehörhandel findet. Erste Hürde ist hier bereits Fotopapier, das es in verschiedenen Ausführungen gibt. Besonders hochwertig sind dicke, schwere Papiere. Doch die können nicht alle Drucker verarbeiten.

Spezialpapiere

Welche Papiere und Pappen ein Gerät verdauen kann, erkennt man an der Gewichtsangabe, angegeben in Gramm. In den technischen Daten kann man ablesen, bis zu welchem Gewicht ein Drucker Papiere verarbeiten kann. Ein Blick auf die Gewichtsangaben der Papiere, die man bedrucken möchte, klärt dann ob beide zusammen harmonieren. Neben Fotopapier sind auch Spezialpapiere für den Druck von Visitenkarten, Aufklebern oder Folien zum Verschönern von Kaffeetassen relativ schwer. Praktisch ist, wenn ein Drucker das verwendete Papier automatisch erkennt und den Ausdruck dafür optimiert.

Papierkassetten

Normale Briefumschläge bedrucken die meisten Geräte problemlos. Praktisch wäre, wenn es ein entsprechendes Fach gäbe oder eine markierte Schiene, die den Papiereinzug schnell an das jeweilige Format anpasst. Ebenfalls vorteilhaft: mehr als eine Papierzufuhr am Gerät. Hier könnte man entweder einen zweiten Papiertyp oder, bei größeren Druckern, ein anderes Format einlegen. Das erspart einen Gang für den Papierwechsel. Besonders schön ist es, wenn die Papierkassetten geschlossen sind. Denn dann können weder Staub noch Gegenstände wie Büroklammern oder ähnliches in das Gerät fallen und die Mechanik beschädigen. Bei offenen Versionen besteht zudem die Gefahr, dass stehendes Papier darin verknickt oder unschön wird, wenn es länger dort steht.

Zu den Papieren

Anzahl der Tintentanks

Zu den Tintenstrahldruckern Farbe drucken alle Tintenstrahldrucker. Die Frage ist jedoch: wie und womit? In der Regel besitzen Durchschnittsgeräte eine Schwarz- und drei Farbpatronen, Cyan, Magenta und Gelb. Bei Einstiegsdruckern und Luxusversionen sieht das jedoch oft anders aus. So fehlt bei den einfachen Versionen zuweilen die schwarze Patrone. Dann muss der Drucker Schwarz durch Mischen der drei Farben erzeugen, was ein fauler Kompromiss ist, denn der Unterschied ist deutlich erkennbar.

Gerne spart man auch bei den Farbpatronen und setzt eine Kombipatrone, die alle drei Farben enthält, anstelle von drei getrennten Tanks ein. Der Nachteil: Ist eine Farbe aufgebraucht, wandern auch die nicht aufgebrauchten Farben in den Müll, da sich die Tanks nicht einzeln auswechseln lassen. Das treibt die Druckkosten in die Höhe. Man sollte folglich stets auf getrennte Farbpatronen achten, auch bei günstigen Geräten. Selbst ein höherer Anschaffungspreis macht sich schnell bezahlt, oft schon nach dem ersten Tintenwechsel.

Hochwertige Drucker besitzen immer getrennte Tanks, meistens sogar mehr als die genannten vier. Um Farbübergänge und kritische Hauttöne ideal wiedergeben zu können, setzen die Hersteller oft auf sechs oder mehr Farben. Dadurch hat der Drucker mehr Auswahl beim Mischen und erzielt eine höhere Bildqualität.

Auflösung

Zu den Tintenstrahldruckern Entscheidenden Einfluss auf die Bildqualität nimmt auch die Auflösung. Damit ist gemeint, aus wie vielen kleinen Minipunkten Bilder und Texte aufgebaut sind. Idealerweise sind das so viele, dass man sie nicht mehr erkennen kann. Aus je mehr Punkten ein Buchstabe zusammengesetzt ist, desto schärfer wirkt er. Bei einem Bild steigen mit der Auflösung ebenfalls die Schärfe und auch der Detailreichtum.

Gemessen wird die Auflösung in dpi (engl. dots per inch - Punkte pro Zoll). Man gibt jeweils einen Wert für die vertikale und die horizontale Auflösung an. Beide sind idealerweise gleich hoch. Für reinen Textausdruck kann man sich mit weniger dpi zufrieden geben als für die Fotos. Texte wirken bereits mit 600 mal 600 dpi gestochen scharf. Für Bilder darf es gern doppelt so hoch sein. Eine noch höhere Auflösung macht nur auf besonders hochwertigem Papier Sinn, da nur hier sichtbar das Bild verbessert wird. Bedenken sollte man aber, dass die Druckzeit ansteigt, je höher die Auflösung ist.

Geschwindigkeit

Natürlich soll der Drucker möglichst schnell sein, ganz gleich was und in welcher Auflösung er druckt. Wer wartet schon gerne? Deshalb überbieten sich die Hersteller auch gerne mit Angaben bei den maximalen Ausgabeseiten pro Minute. Hier ist allerdings Vorsicht geboten, denn unter realistischen Bedingungen erreicht man solche Werte kaum.

Schnelles Kopieren

Die in den technischen Details angegebenen Druckwerte gelten nämlich nicht für verschiedene Seiten, sondern für ein und dieselbe. Es handelt sich somit um den Druck einer Seite plus zahlreicher Kopien. Ein gleichlanges Dokument mit verschiedenen Seiten würde der Drucker nicht in der angegeben Zeit schaffen. Auch deshalb nicht, da man als Anwender mit einer höheren Auflösung drucken würde. Die Hersteller verwenden den Entwurfsmodus mit sehr niedriger Auflösung, um eine hohe Seitenzahl pro Minute zu erreichen.

Bessere Vergleichbarkeit

Das mag nach Trickserei klingen, ist es aber nicht. Denn um Geräte miteinander vergleichen zu können, braucht man einen Modus, den alle Drucker beherrschen. Auch wenn man nie im Entwurfsmodus kopieren möchte, geben die Werte immerhin einen Anhalt, der anzeigt, ob ein Drucker schneller ist als ein anderer oder nicht. Realitätsnahe Vergleichswerte findet man für viele Geräte in Hardwaretests einschlägiger Computer-Magazine.

Eigener Einfluss

Ist der Drucker gekauft, kann man selbst in gewissem Rahmen Einfluss auf die Druckgeschwindigkeit nehmen. Druckt man in Schwarz-Weiß statt in Farbe, beispielsweise bei Internetseiten, die farbige Weblinks enthalten, kommt das Papier etwas flotter aus dem Schacht. Die Änderung nimmt man im Druckdialog vor. Dort lässt sich auch die Auflösung vermindern, was immer dann sinnvoll ist, wenn man nur einen Probeausdruck macht. Höchste Auflösungswerte sollte man zudem immer nur dann verwenden, wenn man sie wirklich braucht. Denn damit dauern Ausdrucke am längsten.

Anschlüsse

Zu den Tintenstrahldruckern Auch der Anschluss, mit dem Drucker und PC verbunden sind, hat Einfluss auf die Druckzeit. Die Dauer des Druckvorgangs bleibt zwar von der Art des Anschlusses unberührt, doch die gesamte Wartezeit verlängert oder verkürzt sich durch einen langsamen, respektive schnellen Anschluss. Grund: Der Anwender erwartet nach Abschicken des Druckbefehls den Ausdruck, somit sollte man die Zeit der Datenübertragung zum Drucker mit einkalkulieren.

Vorteil USB 2.0

Fix und stark verbreitet ist die USB-2.0-Schnittstelle. Sie ist schnell genug, um auch große Datenmengen, verursacht durch lange Dokumente oder große Bilder, in kurzer Zeit zum Drucker übertragen zu können. Der ältere USB-1.1-Port ist zu langsam. Auch auf parallele Anschlüsse sollte man nicht mehr setzen. Sie gehören zur Druckersteinzeit und sind ausgesprochen langsam. Zudem benötigen sie sehr große Stecker und dicke Kabel, die sich schlechter verbergen lassen. Ganz gleich, auf welchen Anschluss man setzen möchte, ein entsprechendes Kabel sollte zum Lieferumfang des Gerätes hören. Manche Hersteller setzen hier den Rotstift an, um im Preiskampf bestehen zu können.

Kabellos per Bluetooth

Wer gerne ohne Kabel drucken möchte, sollte auf einen integrierten Bluetooth-Adapter achten. Damit lassen sich kurze Strecken bis zu zehn Meter kabellos überbrücken. Besonderer Vorteil: Per Bluetooth kann man direkt von einer entsprechend ausgerüsteten Digitalkamera oder einem Mobiltelefon drucken, ohne den PC einschalten zu müssen. Nachteil von Bluetooth: Die Übertragung ist deutlich langsamer als mit USB 2.0.

... oder per WLAN

Eine fixere Möglichkeit, Daten ohne Kabel zum Drucker zu schicken, bietet WLAN, also ein drahtloser Netzwerkanschluss. Auch dieser erreicht nicht die fixen Übertragungsraten, bietet aber den Vorteil, dass mehrere Anwender sich einen Drucker teilen können. Zudem darf die maximale Distanz zwischen Drucker und PC bis zu 300 Meter betragen. Auch wenn diese Entfernung in der Praxis kaum erreicht wird, reicht die Leistung in der Regel, um in einem Einfamilienhaus aus jedem Raum Daten zum Drucker senden zu können.

Wenn gemeinsame Nutzung und hohe Geschwindigkeit im Vordergrund stehen, ist ein kabelgebundener Anschluss nach Ethernet nötig. Hierüber lässt sich eine ähnlich hohe Geschwindigkeit wie per USB-Kabel erreichen. Nachteil allerdings: Man muss Kabel durchs Haus legen.

Netzwerk ohne Anschluss

Auch wenn ein Netzwerkanschluss am Drucker fehlt, lässt sich dieser dennoch in ein Netz integrieren. Eine Möglichkeit bietet Windows, das einen an den PC angeschlossenen Drucker anderen Netzwerkteilnehmern zugänglich machen kann. Allerdings müsste der entsprechende PC dafür stets angeschaltet sein, was hohe Stromkosten und unnötigen Lärm verursacht.

Eleganter schließt man einen Drucker ohne eigenen Anschluss per Printserver ans Netzwerk an. Das sind kleine Geräte, etwa so groß wie ein Modem, die den Kontakt mit dem Netzwerk herstellen und den gesamten Datenverkehr abwickeln. Ein Drucker lässt sich damit genauso einfach im Netzwerk verwenden, als wenn er einen eigenen Anschluss hätte. Printserver gibt als kabelgebundene und als WLAN-Variante. Größte Freiheit lassen Geräte, die über beide Möglichkeiten verfügen. Allerdings: Mitunter lassen sich nicht alle Funktionen des Druckers nutzen. Auch Informationen, etwa über den Füllstand der Patronen, sind darüber oft nicht einsehbar. Luxusversionen können mehr als einen Drucker steuern.

Integrierte Printserver

Neben reinen Printservern gibt es auch andere Geräte, die dessen Funktion integriert haben. Dazu zählen Router, die mehreren PCs den Internetanschluss ermöglichen oder auch Festplatten, die sich zentral im Netzwerk nutzen lassen. Möchte man nicht nur einen Drucker netzwerkfähig machen, sondern ist auch auf der Suche nach einem der genannten Geräte, kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Nachteil dieser Lösungen: Oft stehen noch weniger Steuerungsfunktionen für den Drucker zur Verfügung als bei reinen Printservern.

Stromverbrauch

Ein ans Netzwerk angeschlossener Drucker muss ständig angeschaltet sein, um ihn komfortabel nutzen zu können. Daher sollte man bei diesen Geräten ein besonderes Augenmerk auf den Stromverbrauch haben. Ist solch ein Gerät 24 Stunden am Tag in Betrieb, kommen über ein Jahr schnell etliche Euros zusammen. Das gleiche gilt selbstredend auch für einen Printserver.

Zu den Printservern
Zu den Routern
Zu den WLAN-Routern
Zu den Netzwerkfestplatten

Extras

Zu den Tintenstrahldruckern Nützliche Zusatzfunktionen können den Drucker vielseitiger und die Bedienung komfortabler machen. Besonders schön für alle, die gerne CDs und DVDs kopieren oder einfach ihre Medien verschönern wollen, ist die Fähigkeit eines Druckes, Rohlinge direkt bedrucken zu können. Sie besitzen dazu meist eine runde Aussparung für speziell beschichtete Rohlinge, so dass diese optimal an den Druckköpfen vorbeigeführt werden können.

Ebenfalls praktisch sind Duplex-Einheiten. Sie gestatten ein Papier beidseitig zu bedrucken. Sehr hilfreich für Prospekte, lange Dokumente oder einfach zum Papier sparen.

Ohne PC drucken

Wer gerne Fotos druckt und das auch machen möchte, wenn der Computer nicht eingeschaltet ist, hat besondere Ansprüche an die Ausstattung. Hier führen neben der bereits genannten Übertragung von der Kamera oder dem Handy per Bluetooth, noch weitere Wege zum Ziel: Beispielsweise der Ausdruck von einer Digitalkamera per USB-Verbindung oder direkt von einer Speicherkarte.

Pictbridge

Damit Drucker und Kamera sich verstehen, müssen beide die Pictbridge-Technik beherrschen. Ist das der Fall, gehen beide Geräte nach der Verbindungsaufnahme automatisch in den Druckmodus. An der Kamera wählt man eines oder mehrere Bilder aus und schickt diese mit nur einem Knopfdruck zum Drucker. Dieser gibt daraufhin die Fotos ganz ohne Hilfe des Computers aus.

Kartenlesegerät

Unterstützt die Kamera kein Pictbridge, der Drucker verfügt aber über ein Kartenlesegerät, ist ebenfalls Druck ohne PC möglich. Einfach Speicherkarte in den Drucker einführen, ein oder mehrere Bilder auswählen und drucken. Damit das klappt, benötigt der Drucker ein Farbdisplay. Andernfalls würde man nicht erkennen, welches Bild man druckt und ob dessen Qualität ausreichend ist. Je größer das Display ist, desto besser lässt sich die Qualität der Bilder beurteilen. Ohne ein Display am Gehäuse wäre der Druck zwar nicht unmöglich, doch müsste man genau wissen, welches Foto man ausdrucken möchte oder einen Index mit allen gespeicherten Fotos drucken. Das würde jedoch zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen und Extrakosten verursachen.

Bildoptimierung

Ohne PC zu drucken ist eine schöne Sache. Neben der guten Vorschau am großen Monitor verzichtet man aber auch auf die ausgefeilten Bildbearbeitungsmöglichkeiten, die der Computer bietet. Teilweise findet man diese in der Digitalkamera oder am Drucker. Einige Druckermodelle verfügen über einen besonderen Komfort: einen Bildoptimierungsbutton. Drückt man den Knopf, stellt das Gerät alle nötigen Werte für Farbe, Kontrast und Schärfe optimal ein. Selbst rote Augen, die beim Blitzen entstehen können, eliminieren viele Geräte. Sehr praktisch!

Haltbarkeit der Ausdrucke

Zu den Tintenstrahldruckern Die Zeit spielt auch beim Thema Haltbarkeit eine Rolle. Denn die Ausdrucke halten nicht für die Ewigkeit. Eine relativ kurze Lebenserwartung haben Ausdrucke, die auf einfachem Papier mit normaler Tinte gedruckt werden. Sie sind anfällig gegen Feuchtigkeit. Es reicht normaler Handschweiß, um Farben zu verwischen. Ärgerlich auch wenn Regentropfen einen bedruckten Briefumschlag unansehnlich werden lassen.

Weiterer Feind der Ausdrucke: Licht. Besonders schnell verblassen die Farben unter direkter Sonnenbestrahlung. Doch auch bei normalem Tageslicht verlieren Farben oft binnen Monaten ihre Leuchtkraft. Daneben greift auch die Luft, genauer gesagt Ozon, die Ausdrucke an. Kurz: Ein Ausdruck auf normalem Papier ist nicht so beständig wie ein Bildabzug aus dem Fotolabor.

Haltbarkeit erhöhen

Ist man sich den Gefahren bewusst, kann man gezielt entgegenwirken. Denn mit der richtigen Ausrüstung garantieren auch Tintenstrahlausdrucke jahrelange Freude. So bieten fast alle Hersteller Spezialtinten an, die immun sind gegen Umwelteinflüsse. Sie sind allerdings meist ein wenig teurer als die einfachen Versionen, verbessern aber bereits auf Standardpapier die Haltbarkeit. Für beste Ergebnisse benötigen sie jedoch spezielles, quellendes Papier, das durch seine Eigenschaft den Farbschutz verstärkt.

Tipp: Um auch Ausdrucke mit nicht wischfester Tinte auf einfachem Papier resistenter gegen Umwelteinflüsse zu machen, kann man diese mit Fixierspray besprühen. Es macht die Papiere Wasser abweisend und erhöht die UV-Beständigkeit.

Zum Fixierspray
Mehr Informationen zum Thema Papier finden Sie in dieser Kaufberatung.

Druckertypen

Zu den Tintenstrahldruckern Welchen Drucker soll man denn nun kaufen? Wer wenig drucken möchte, nur gelegentlich mal einen Brief oder eine einfache Grafik zu Papier bringen will, kann sich guten Gewissens bei den günstigsten Tintenstrahldruckern umsehen. Schon ab etwa 40 Euro bringen diese Drucker ordentliche Ergebnisse zu Papier, die für den Briefwechsel mit den Stadtwerken oder dem Finanzamt vollkommen ausreichen.

Wer hingegen gerne Bilder von der eigenen Digitalkamera ausdrucken möchte, sollte von diesen Druckern die Finger lassen. Ihre Ausdrucke können nicht mit den Farbabzügen eines Fotolabors konkurrieren. Weiterer Nachteil: Die Folgekosten sind bei Billigdruckern in der Regel recht hoch. Ebenfalls Abstriche muss man in punkto Geschwindigkeit machen. Möchte man eine Seite mit aufwendiger Grafik drucken, gibt das schon mal Zeit für eine ausgedehnte Kaffeepause. Fehlender Speicher in Geräten dieser Klasse führt überdies dazu, dass der Computer den Druckauftrag nicht an den Drucker abgeben kann. Der PC ist somit für die gesamte Druckzeit stark beansprucht und mitunter nicht in der Lage, zeitgleich andere Arbeiten auszuführen.

Für Zwischendurch - die Mittelklasse

Auf der Suche nach einem Arbeitspferd, das gute Druckqualität zu einem fairen Preis bietet, wird man in der Mittelklassen bei Geräten etwa zwischen 100 und 250 Euro fündig. Fast alle Hersteller haben sogar mehrere Modelle in diesem Preissegment, was die Auswahl doppelt schwer macht.

Konzentrieren wir uns hier auf die Allrounder und lassen die Spezialdrucker für den Fotodruck außen vor, können wir die Gruppe schon etwas einschränken. Weiter eingrenzen lässt sich das Feld durch die Tatsache, dass Drucker eines Herstellers, die der gleichen Typenreihe angehören, häufig nahezu identische Druckqualität aber unterschiedliches Drucktempo bieten. Wer ein wenig mehr Zeit mitbringt, kann leicht einige Euro sparen, ohne auf Qualität verzichten zu müssen.

Die Drucker dieser Preisklasse unterscheiden sich nur wenig bei der Druckqualität. Der Hauptunterschied liegt in der Druckgeschwindigkeit und den Kosten der Verbrauchsmaterialien.

Für Hobbyfotografen - Spitzen-Tintenstrahler

Wer häufig Fotos drucken möchte, jedoch auch hervorragende Textdruckqualitäten sucht, braucht ein Spitzenmodell. Von reinen Fotodruckern sollte man bei diesen Vorraussetzungen die Finger lassen, denn sie überzeugen nur bei Fotos, selten jedoch beim Textdruck. Die Preise variieren etwa zwischen 250 und 600 Euro.

Innerhalb dieser Gruppe gibt es nur marginale Unterschiede in der Druckqualität. Sehr stark unterscheiden sich aber mitunter die Druckgeschwindigkeit, der Tintenverbrauch und die Zusatzausstattung der Geräte. So verfügen die teuersten Vertreter nicht selten über üppigen Speicher und bis zu drei unterschiedliche Schnittstellen für den Kontakt mit dem PC.

Zu den Thermotransfer- und Fotodruckern
Zur Kaufberatung Fotodrucker

Die Folgekosten

Zu den Tintenstrahldruckern An den Folgekosten haben sich schon so manche graue Haare geärgert. Gerade wenn man einen günstigen Drucker gekauft hat, übersteigen die Kosten für einen Satz Nachfülltinte häufig den Wert des Druckers um ein Vielfaches und man stellt sich die Frage: Nachfülltinte oder neuen Drucker kaufen? Doch ein neues Gerät zu kaufen hilft nicht weiter, da auch dort die Tinte schnell versiegt. Denn die Hersteller sind dazu übergegangen, neuen Druckern nur noch "Economy-Patronen", also nur halb gefüllte oder besonders kleine Versionen, beizulegen. Sie reichen häufig nur für wenige Ausdrucke und gestatten den Herstellern die Drucker noch ein wenig günstiger anzubieten.

Sparmaßnahmen

Wer nicht in die Kostenfalle tappen möchte, sollte schon vor dem Kauf eines Druckers den Verbrauch, sowie Preis und Füllmenge von Ersatzpatronen berücksichtigen. Auf Dauer kann ein teures Gerät mit niedrigen Verbrauchskosten der bessere Kauf sein.

Kopie statt Original

Geld sparen kann man auch, wenn man statt der Originaltinte, kompatible oder wiederbefüllte Originalpatronen von Drittanbietern kauft. Allerdings erreichen diese Tinten beim Druck nicht immer die Qualität neuer Originalpatronen. Das gleiche gilt für Sets zum Wiederbefüllen der Patronen. Wer diesen Weg wählt, kann allerdings für einen Bruchteil der Kosten weiterdrucken, riskiert aber auch, sich die Hände und den Schreibtisch schmutzig zu machen.

Papier

Auch die Kosten für das Papier können Schwindel erregende Höhen erreichen. Zwar kann man schon für etwa 5 Euro ein Paket mit 500 Blatt Normalpapier bekommen, doch lassen sich darauf nur Texte in guter Qualität drucken. Wer Bilder drucken möchte, muss zu teurem Glossy (Hochglanz)-Papier greifen, was die Kasse mit etwa 50 Cent pro Blatt belastet. Bei dieser Sorte Papier gibt es zwar auch große Preisunterschiede, doch zeigen die Drucker ihr ganzes Können in der Regel nur auf teurem Papier desselben Herstellers.

Im Alltag sparen

Selbst beim genügsamsten Drucker kann man die Sparmaßnahmen noch verstärken, wenn man seine Gewohnheiten ein wenig optimiert. Tinte und Zeit lassen sich einsparen, wählt man für Probeausdrucke den Entwurfsmodus. Druckt man dann noch mehrere Blätter auf ein Blatt, reduziert man den Verbrauch noch weiter. Auch der Verzicht auf Farbe hilft einige Cent zu sparen.

Webseiten drucken

Beim Ausdruck von Internetseiten lässt sich besonders leicht sparen. Statt den Druckbefehl des Programms auszulösen, sollte man auf der Webseite Ausschau nach einem kleinen Druckersymbol halten. Aktiviert man dieses, wird der Seiteninhalt für den Ausdruck optimiert. Das bedeutet, Werbebanner und Navigationsleisten verschwinden und die Papierbreite wird besser ausgenutzt. Übrigens, diesen Service bietet auch computeruniverse.net. Sie finden das Drucksymbol oben rechts neben der Hilfefunktion.

Reinigungsfalle

An den Druckköpfen sammelt sich leicht Schmutz, weshalb diese regelmäßig gereinigt werden sollten. Die Reinigung übernehmen die Drucker selbst, was jedoch Tinte verbraucht. Wer selten druckt kann im Extremfall den Tintenvorrat allein durch Reinigung leeren. Manche Patronen verkraften nicht mehr als 30 bis 50 Putzaktionen. Das ist vor allem dann problematisch, wenn Drucker die Angewohnheit haben, bei jedem Anschalten den Putzlappen zu schwingen. Schaltet man den Drucker täglich ein, ist das unnötig. In diesem Fall kann es Sinn machen, den Drucker gar nicht auszuschalten. Die Kosten für den Ruhestrom sind oft niedriger als der Reinigungsvorgang teurer Originaltinten.

Standby-Betrieb

Gerade wenn der Drucker stets unter Strom stehen soll, ist es lohnend auch einen Blick auf dessen Verbrauchswerte zu werfen. Denn hier lauern große Unterschiede, die sich über ein Jahr zu nicht unerheblichen Beträgen summieren können. Möchte man das Gerät niemals ausschalten, wäre eine Schlummerfunktion hilfreich, in der das Gerät den Verbrauch minimiert, aus dem es aber automatisch aufwacht, wenn es einen Druckbefehl erhält. Anders herum: Wer über Nacht Stillstand beim Stromzähler möchte, sollte kontrollieren, dass sich der Drucker komplett ausschalten und nicht nur in den Ruhezustand versetzen lässt.

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