Computer & Technik günstig kaufen | computeruniverse Online Shop

Kaufberatung Netzwerkkabel

 > >
Netzwerkkabel / Patchkabel



Ein kabelgebundenes PC-Netzwerk braucht gute Netzwerkkabel, damit die Daten schnell von einem Computer zum nächsten gelangen. Die Leitungen müssen hohe Datenübertragungsraten gewährleisten, zuverlässig arbeiten und unempfindlich gegenüber Störungen sein. Wie Sie genau solche Verbindungen erhalten und worauf Sie beim Kauf achten sollten, erfahren Sie in dieser Kaufberatung.


Kaufberatung Netzwerkkabel


Zu den Netzwerkkabeln

  1. Gute Verbindungen
  2. Heimnetzwerk oder Bürovernetzung
  3. Der Netzwerkstandard
  4. Kabellänge
  5. Abschirmung
  6. Unterschiedliche Kategorien
  7. Welcher Kabeltyp fürs Netzwerk?
  8. Stecker und Kontakte
  9. Netzwerkkabel selbst konfigurieren
  10. Optische Netzwerkkabel
  11. Netzwerkkabel planvoll einsetzen
  12. Fazit

Gute Verbindungen

FastCat5e, UTP, S/UTP oder S/STP plus RJ45, booted oder snagless molded? Sie verstehen nur Bahnhof? Macht nichts! Das geht vielen so, die einfach nur Netzwerkkabel suchen. Die Vielzahl von Fachausdrücken und Abkürzungen überfordert fast jeden, der nicht schon beruflich mit Netzwerktechnik zu tun hat.

Wenn Sie allerdings ein Netzwerk mit Kabeln und nicht per WiFi-Funkstandard aufbauen möchten oder müssen, stellt sich schnell die Frage, was sich hinter diesem Fachchinesisch verbirgt. Weiterhin fragen Sie sich vermutlich, ob Sie alle Fachbegriffe kennen und deren Bedeutung verstehen müssen, nur weil Sie beispielsweise eine Netzwerkfestplatte im Nebenzimmer verstecken möchten.

Private Netzwerkverbindungen
Nein, vieles müssen Sie für solch eine einfache Aufgabe nicht wissen. Hilfreich ist es jedoch, sich ein wenig mit der Materie auseinanderzusetzen. Denn ein passendes aber minderwertiges Kabel führt im genannten Beispiel schnell zu Unzufriedenheit, etwa weil die Daten nur langsam durch das Netzwerkkabel fließen. Wissen Sie jedoch, was für hohe Datenströme, feste Verbindungen und optimale Verlegung wichtig ist, finden Sie schnell ein Kabel, das genau Ihren Ansprüchen entspricht.

Berufliche Netzwerkverbindungen
Ähnliches gilt, wenn Sie mehr vorhaben, etwa ein kleines oder gar großes Büro verkabeln wollen. In der Regel überträgt auch hier das schnell ausgewählte Kabel Daten. Wenn dieses jedoch die bürotypischen Anforderungen nicht erfüllt, kommt nicht nur Frustration auf, es leidet eventuell die Arbeit darunter. Im schlimmsten Fall droht durch Arbeitsausfall sogar ein finanzieller Verlust.

Für gute Netzwerkverbindungen lohnt es sich schnell, sich vor dem Kauf etwas zu informieren. Die Fachbegriffe zu entschlüsseln, ist nicht kompliziert. Was mit den Bezeichnungen gemeint ist, leuchtet schnell ein und worauf Sie achten müssen, wird umgehend klar. Um es Ihnen einfach zu machen, erklären wir in den folgenden Kapiteln dieser Kaufberatung, worauf Sie bei der Auswahl eines Netzwerkkabels achten sollten. Unser Produktfilter hilft Ihnen anschließend dabei, genau das richtige Netzwerkkabel zu finden. (pr)

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Netzwerkspeicher
Funknetzwerken

Zu
Netzwerkkabel-Topsellern
Netzwerkkabel-Neuheiten des letzten Monats

Heimnetzwerk oder Bürovernetzung

Kauftipp: Bevor Sie sich auf die Suche nach Kabeln begeben, sollten Sie stets genau analysieren, was Sie erreichen möchten. So ist es ein Unterschied, ob Sie lediglich einen Computer mit einem ADSL-Modem, eine handvoll Heim-PCs oder viele Bürorechner miteinander verbinden möchten. Weiterhin spielt es eine Rolle, wie lang die Abstände zwischen den Geräten sind, die Sie vernetzen wollen und auch, welchen Weg die Netzwerkkabel durch das Haus nehmen sollen.

Kabel fürs ADSL-Modem
Für die Verbindung zwischen Computer und DSL-Modem reicht ein einfaches Ethernet-Kabel (Netzwerkkabel), das dem Modem meist schon beiliegt. Sind Modem und PC im selben Raum und haben nur einen kurzen Abstand voneinander, kann mit dem Kabel wenig schiefgehen. Anders sieht die Sache aus, wenn das Modem beim Telekomanschluss im Keller steht, der Computer allerdings einige Räume oder gar Stockwerke davon entfernt aufgestellt ist.

Kauftipp: Wer hier nicht die drahtlose WLAN-Technik zur komfortablen Überbrückung der Distanz einsetzen möchte, sondern die schnellere und sicherere Kabellösung bevorzugt, sollte nicht blind zum nächstbesten Netzwerkkabel greifen. Suchen Sie besser die individuell geeignetste Lösung, die in diesem Fall der Bürovernetzung sehr ähnlich ist. Damit vermeiden Sie späteren Frust.

Netzwerkkabel fürs Heimnetz
Bei einem Heimnetzwerk geht es meist darum, mehrere Computer, die in einem Raum oder benachbarten Räumen stehen, zu vernetzen, um gemeinsam im Internet zu surfen, Multiplayergames zu spielen und Daten auszutauschen. Das Netzwerk wird nicht mehrere Stunden täglich intensiv genutzt. Die Kabel liegen meist locker hinter den Schreibtischen. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl lassen sich Fehler schnell eingrenzen. Zudem ist es verschmerzbar, wenn das Netz mal einige Tage nicht funktioniert. Kurz: Die Netzwerkkabel im kleinen Heimnetz müssen normalen Ansprüchen genügen.

Etwas anders sieht es aus, wenn Sie Ihr ganzes Haus komplett per Kabel vernetzen möchten, um bei Bedarf schnell und unkompliziert in jedem Raum auf das Netzwerk zugreifen zu können. Solche Überlegungen kommen beispielsweise beim Umbau oder auch Neubau eines Hauses auf. Besonders elegant ist da, die Leitungen unter Putz durch Wände, Decken und Fußboden zu führen und in jedem Raum eine oder mehrere Steckdosen für Netzwerkkabel zu installieren. Soll ein Computer ins Netz, genügt dann ein kurzes Kabel zur nächsten Netzwerksteckdose. Die Ansprüche an die Kabel sind hoch und in etwa identisch mit denen einer professionellen Bürolösung.

Stromnetz für Datenübertragung
Kauftipp: Statt zahlreiche Kabel hinter Schränken oder gar unter Putz zu verlegen, können Sie auch ein Stromnetzwerk aufbauen. Dieses verwendet die im Haus befindlichen Stromleitungen, die bereits unter Putz liegen, für die Übertragung der Daten. Damit das klappt, benötigen Sie an einer Steckdose, die Sie für Datenübertragung verwenden möchten, einen entsprechenden Adapter. In diesen stecken Sie das Netzwerkkabel. Es gibt auch Adapter, die ohne Kabel per WLAN arbeiten. Andere nehmen auch Kontakt zu Audio- und Videokabeln auf.

Netzwerkkabel zur Bürovernetzung
Im Büro hat die Stabilität des Netzwerkes den höchsten Stellenwert. Ein Ausfall aufgrund schlechten Materials oder nachlässiger Kabelverlegung muss von Anfang an ausgeschlossen sein. Denn steht das Netz, ruht meist auch der Betrieb und produktive Arbeit ist nicht oder zumindest nur stark eingeschränkt möglich. Das kostet unnötig Geld.
Kauftipp: Folglich sollten Sie auf hohe Qualität genauso wie auf zukunftsorientierte Lösungen setzen. Schließlich möchten Sie nicht nach wenigen Jahren wegen Aufrüstung der Hardware auch gleich sämtliche Kabelstränge austauschen, gleichwohl aber die neue schnellere Hardware nutzen können.

Schon lose herumliegende Kabel gelten im Büro als Fehlerquelle. Angestellte können versehentlich durch Stolpern oder Hängenbleiben die Hardware beschädigen. Auch Staubsauger und -wedel von Putzkolonnen sind eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle.

In Büros kommen somit stets Netzwerkkabel zum Einsatz, die durch Wände oder Kanäle in Fußböden zu einem zentralen Vermittlungsraum laufen. Die Leitungen müssen stabil und wartungsfrei sein und immun gegen Störeinflüsse.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
DSL
Funknetzwerken
Stromnetzwerken

Zu
Kabelkanälen für die Aufputzbefestigung
Kabelbindern und Klettverschlüssen gegen Kabelsalat
Schnellen, modernen Netzwerkkarten
Switches

Der Netzwerkstandard

Ist der Anwendungsbereich klar umrissen, stehen die technischen Anforderungen an die Kabel im Vordergrund. Der Fokus liegt hier zunächst auf dem Netzwerkstandard, den Sie aktuell verwenden oder verwenden möchten. Die vorherrschenden Standards sind 10BaseT, 100BaseT und 1000BaseT. Die ersten beiden sind schon relativ alt und werden bei Neuinstallationen nicht mehr verwendet. Da sie aber in installierten Netzen noch zu finden sind, seien sie der Vollständigkeit halber erwähnt.

In allen drei genannten Netzen wird sogenanntes Twisted-Pair-Kabel eingesetzt, was das „T“ im Namen andeuten soll. Dieser Kabeltyp besteht aus acht Kupferadern, die jeweils paarweise miteinander verdrillt sind. Durch jeweils eine Ader in einem Paar fließen die Daten. Zwei dieser Leitungspaare übertragen die Sendesignale, zwei andere die Empfangssignale. Die Kabel sind für Duplex-Betrieb ausgelegt. Das bedeutet, sie können gleichzeitig die gesamte Bandbreite für den Sende- und Empfangsmodus nutzen.

Hauptunterschied der genannten Standards ist die Geschwindigkeit, mit der sie Daten passieren lassen. Ein 10BaseT-Netzwerk überträgt maximal 10 Megabit pro Sekunde. Ein 100BaseT-Netz kommt auf 100 Megabit. Man nennt diesen Standard auch Fast-Ethernet. Ein 1000BaseT-Netz bringt es folglich auf 1.000 Megabit, weshalb man es auch als Gigabitnetz bezeichnet.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Netzwerkkarten

Zu
Netzwerkprodukten, die den Fast-Ethernet-Standard unterstützen
Netzwerkprodukten, die den Gigabit-Netzwerkstandard unterstützen

Kabellänge

Bei allen drei Standards ist die maximale Kabellänge pro Teilstück auf hundert Meter begrenzt. Dies ist allerdings ein theoretischer Wert, der in der Praxis kaum zu erreichen ist, da unterschiedliche Faktoren Einfluss auf die Kabel nehmen.

Zunächst spielt die Dämpfung des Kabels, eine Art innerer Widerstand, eine große Rolle. Ist der Wert hoch, verkürzt das die maximale Kabellänge. Nachteilig sind auch Stromkabel, die neben einem Netzwerkkabel liegen. So bremst auch das elektromagnetische Feld einer Stromleitung den Datenverkehr. Weiteren Einfluss hat zudem die Signalstärke der Netzwerkkarten.
Kauftipp: Nur bei hohem Signalpegel und geringer Dämpfung gelangen die Informationen einwandfrei und mit hoher Geschwindigkeit über lange Strecken.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
Netzwerkkarten

Zu
Netzwerkkabeln ohne Stecker (Verlegekabel)

Abschirmung

Um die Störeinflüsse von außen möglichst gering zu halten, gibt es unterschiedliche Formen der Abschirmung, die sich hinter einigen Eingangs bereits erwähnten Kürzeln verbergen.

Ungeschirmte Netzwerkkabel
Standardkabel ohne Abschirmung finden Sie hinter der Bezeichnung U/UTP (Unscreened Unshielded Twisted Pair). Die verdrillten und mittels Kunststoff isolierten Adernpaare sind von einem Kunststoffmantel umgeben. Das Kabel ist biegsam und lässt sich gut verlegen.
Kauftipp: Aufgrund der fehlenden Abschirmung sollte es möglichst nicht direkt neben Stromkabeln liegen und auch nicht länger als zehn Meter sein.

Einfach abgeschirmte Kabel
Gut abgeschirmt sind Kabel mit der Bezeichnung S/UTP (Screened Unshielded Twisted Pair). Hier befindet sich zwischen den verdrillten Kabelpaaren und dem äußeren Kunststoffmantel ein schützendes Kupfergeflecht oder eine Aluminiumfolie. Dadurch ist das Kabel etwas steifer und weniger biegsam als die ungeschirmte Variante. Ähnlich gut geschützt sind FTP-Kabel (Foiled Twisted Pair). Im Gegensatz zu S/UTP gibt es keine äußere Gesamtabschirmung des Kabels, dafür sind die jeweiligen Adernpaare geschirmt.
Kauftipp: S/UTP- und FTP-Kabel eignen sich besonders für kurze, wie für mittlere Kabellängen. Möchten Sie mehr als zehn Meter überbrücken, oder besseren Schutz gegen Störeinflüsse, sollten Sie zu dieser Kabelvariante greifen.

Doppelt abgeschirmte Netzwerkkabel
Den besten Schutz gegen Störungen bieten doppelt abgeschirmte Netzwerkkabel mit der Bezeichnung S/STP (Screened Shielded Twisted Pair) oder S/FTP (Screened Foiled Twisted Pair). In S/STP–Kabeln sind jeweils alle Adern einzeln per Kupfergeflecht oder Aluminiumfolien geschützt, während in S/FTP-Strängen die Adernpaare entsprechend abgeschirmt sind. Zusätzlich befindet sich bei beiden eine weitere Metallschutzschicht zwischen den Aderpaaren und dem äußeren Schutzmantel.

Kauftipp: Damit eignen sich doppelt abgeschirmte Netzwerkkabel sehr gut zum Einsatz in kritischen Bereichen, wo viele Störungen zu befürchten sind aber auch zum Überbrücken sehr langer Distanzen ab etwa 25 Metern. Aufgrund der doppelten Abschirmung sind die Kabel aber noch etwas steifer als die einfach geschützte Variante. Möchten Sie Netzwerkkabel dauerhaft und schwer zugänglich verlegen, sollten Sie auf diesen Typ setzen.

Zu
Netzwerk-Verlegekabeln

Unterschiedliche Kategorien

Eine weitere Unterscheidung der Kabel erfolgt nach dem möglichen Übertragungsvolumen, respektive der Übertragungsgeschwindigkeit. Die Einteilung erfolgt dabei nach Kategorien, abgekürzt „Cat“ nach dem englischen Category. Die Übertragungsgeschwindigkeit wird in Megahertz (MHz) angegeben. Zu Beginn der 10BaseT-Ära war die dritte Kategorie „Cat3“ aktuell und wird in einigen Netzen auch heute noch eingesetzt. Durch diese Kabel lassen sich maximal 10 Megabit in der Sekunde bei 16 Megahertz übertragen.

Cat5-Netzwerkkabel
Für 10- und 100-Megabitnetze sind Cat5-Versionen geeignet, die Übertragungsfrequenz kann hier bis zu 100 Megahertz betragen. Cat3- und Cat5-Kabel verwenden allerdings nur zwei der vier Adernpaare. Anders die getunte Version Cat5e („e“ steht für enhanced und bedeutet: erweitert). Sie nutzt alle vier Adernpaare und kann damit bis zu 1.000 Megabit (ein Gigabit) in der Sekunde transferieren, ebenfalls bei 100 Megahertz.

FastCat5e-Netzwerkkabel
Deutlich mehr Datenvolumen lässt sich über FastCat5e-Kabel übertragen. Ihre Maximalleistung liegt zwar ebenfalls bei einem Gigabit pro Sekunde, doch aufgrund ihrer 350 Megahertz Übertragungsfrequenz ist der effektive Durchsatz höher als bei normalen Cat5e-Kabeln. Der hohe Takt hat hier aber den Nachteil, dass das Kabel empfindlicher auf Störeinflüsse reagiert und die Dämpfung zunimmt.
Kauftipp: FastCat5e-Netzwerkkabel eignet es sich für kurze Distanzen bis maximal zehn Meter. Für längere Wege ist es ratsam, abgeschirmte Kabel einzusetzen.

Cat6-Netzwerkkabel
Einen guten Kompromiss bilden Cat6-Verbindungen. Sie sind weniger empfindlich als FastCat5e-Netzwerkkabel, bieten aber höheres Transfervolumen dank 250 Megahertz Takt. Mehr als ein Gigabit pro Sekunde übertragen aber auch sie nicht. Die Weiterentwicklung Cat6a erreicht demgegenüber eine Übertragungsfrequenz von 500 Megahertz und reagiert unempfindlicher auf Störungen. Zudem lassen sich bis zu zehn Gigabit Daten pro Sekunde durch die Leitungen schicken.

Cat7-Netzwerkkabel
Top-Kabel arbeiten nach Cat7-Standard. Sie vertragen laut Spezifikation 600 Megahertz Takt und Übertragungsvolumina bis zu zehn Gigabit in der Sekunde. Man findet auch Kabel mit höheren Taktraten, diese bewegen sich jedoch außerhalb der Spezifikation.
Kauftipp: Mit herkömmlichen Netzwerkanschlüssen lässt sich der theoretische Geschwindigkeitsvorteil aber nicht nutzen. Die Stecker passen zwar, doch schaltet der Takt bei diesen Verbindungen auf 500 Megahertz runter. Nur wenn eine Dose explizit Cat7 unterstützt, können Sie die Kabel voll ausreizen.

Die Weiterentwicklung Cat7a taktet mit 1.000 Megahertz und kann bis zu 100 Gigabit Daten pro Sekunde übertragen. Cat7a-Kabel können nicht mehr die gängigen RJ-45-Stecker verwenden, da sie etwas größeren Abstand zwischen den Steckkontakten benötigen. Hier kommt der sogenannte GG45-Stecker zum Einsatz. Verwenden Sie einen RJ-45-Stecker mit einem Cat7a-Kabel, kann dieses seine volle Leistungsfähigkeit nicht ausspielen und mutiert de facto zu einem Cat6-Kabel.

Zur Veranschaulichung hier och einmal die Kabelkategorien im Überblick

Kategorie Max. Übertragungs-
geschwindigkeit
Max. Frequenz Max. Kabellänge
Cat3 10 MBit/s 16 MHz 100 m
Cat5 100 MBit/s 100 MHz 100 m
Cat5e 1 GBit/s 100 MHz 100 m
FastCat5e 1 GBit/s 350 MHz 100 m
Cat6 1 GBit/s 250 MHz 100 m
Cat6a 10 GBit/s 500 MHz 100 m
Cat7 10 GBit/s 600 MHz 100 m
Cat7a 100 GBit/s 1.000 MHz 100 m

Zu Netzwerkkabel des Typs
Cat5
Cat5e
Cat6
Cat6a
Cat7

Welcher Kabeltyp fürs Netzwerk?

Neben den grundsätzlichen Unterscheidungsmerkmalen finden Sie verschiedene Ausführungen der einzelnen Kabel. Dazu zählen Patchkabel, Straight-Through-Kabel, Crossover-, beziehungsweise Cross-Wired-Kabel und Verlegekabel.

Standard Netzwerkkabel
Patch- und Straight-Through-Kabel sind identisch, es handelt sich nur um unterschiedliche Bezeichnungen. Gemeint ist die normale Standardausführung eines Netzwerkkabels, die nötig ist, um einen Computer mit einem Hub oder Switch (Netzwerkverteiler) zu verbinden. Die Adernpaare laufen unter dem Mantel parallel nebeneinander. Die Dicke jeder Ader beträgt etwa 0,4 bis 0,5 Millimeter.

Crossover-Netzwerkkabel
Beim Crossover-, respektive Cross-Wired-Kabel, sind demgegenüber zwei Adernpaare gekreuzt. Diesen Kabeltyp benötigen Sie, wenn Sie zwei Computer direkt miteinander vernetzten möchten, ohne einen Router oder Switch als Vermittler dazwischen einzusetzen. Alternativ ließen sich auch zwei Standardkabel verwenden, zwischen denen Sie eine Crossover-Kupplung verwenden. Die Dicke der Adern ist identisch zum Standardkabel.

Für Gigabit-Netze sind in der Regel keine Crossover-Kabel mehr nötig, da die Netzwerkgeräte (Netzwerkkarte, Switch etc,) bei einem Verbindungstest (Auto-Negotiation) gegebenenfalls Sender und Empfänger umschalten. Allerdings können Sie sich nicht darauf verlassen, da nicht alle Hersteller die automatische Anpassung in ihre Netzwerkprodukte integrieren.
Kauftipp: Möchten Sie in einem Gigabitnetzwerk ein Crossover-Netzwerkkabel einsetzen, benötigen Sie eine spezielle, entsprechend gekennzeichnete Version, bei der alle vier Adernpaare gekreuzt sind. Andere Crossover-Kabel funktionieren nicht.

Verlegekabel fürs Netzwerk
Verlegekabel sind normale Netzwerkkabel, die optimiert sind für das dauerhafte Verlegen unter Putz oder durch Kabelkanäle. Ihre Adern sind mit 0,5 bis 0,7 Millimetern deutlich dicker als beim Standardkabel und auch die Kunststoffisolation ist massiver. Hinzu kommt eine niedrige Dämpfung, sodass Sie mit Verlegekabeln auch längere Abschnitte ohne große Qualitätseinbußen bei der Signalqualität überbrücken können.
Kauftipp: Der massivere Aufbau führt dazu, dass Verlegekabel etwas unflexibler sind und Sie dieses deshalb mit Bedacht verlegen sollten.

Netzwerk aufsplitten mit Y-Kabel
Eine Sonderform ist das sogenannte Y-Kabel. Dabei handelt es sich eigentlich um einen Adapter, mit dessen Hilfe Sie ein Netzwerkkabel in zwei Teile aufsplitten können, sodass zwei PCs sich ein Kabel teilen. Somit ersparen Sie sich das Verlegen zweier Kabel, büßen aber gleichzeitig ein wenig Übertragungsgeschwindigkeit ein, zumindest wenn beide Computer gleichzeitig aktiv sind. Damit der Hub/Switch beide PCs erkennt, muss an beiden Enden des Netzwerkkabels ein Y-Adapter angeschlossen sein.

Zu
Crossover-Netzwerkkabeln
Verlegekabeln

Stecker und Kontakte

Genauso wichtig wie die Kabel sind die Stecker, die den Kontakt zu Netzwerkkarten, Switch oder Router herstellen. Sie müssen vernünftig verarbeitet sein und fest den Kontakt halten. Für Ethernetkabel setzt man dabei auf sogenannte RJ45-Stecker. Das sind kleine eckige Stecker, ähnlich wie Westernstecker an vielen Telefonkabeln, allerdings etwas größer. Sie besitzen einen Widerhaken, mit dem sie sich fest in der Buchse festhalten. Versehentliches Rausgleiten ist nicht möglich, da Sie zum Lösen des Steckers einen Pin herunterdrücken müssen.

Die Verarbeitung des Steckers sowie die fachgerechte Montage haben entscheidenden Einfluss auf die Netzwerkstabilität und die Haltbarkeit. Kaufen Sie ein Kabel fertig konfiguriert, also inklusive Stecker, haben Sie meistens die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Verarbeitungsqualitäten: assembled, booted und snagless molded.

Einfache Verarbeitung von Netzwerkkabeln
Mit „assembled“ ist die einfachste und günstigste Verarbeitungsform gemeint. Ein einfacher RJ45-Stecker wird am Kabelende angebracht. Da sich der Stecker in die Adern und den Kunststoffmantel bohrt, besteht ein gewisser Schutz gegen Zug.
Kauftipp: Starkes Biegen des Kabels direkt hinter dem Stecker sollten Sie allerdings vermeiden, da Kabel und Stecker dadurch auf Dauer Schaden nehmen können. Für kurze Netzwerkwege, bei denen die Kabel versteckt aber trotzdem leicht zugänglich verlegt sind, können Sie diese Lösung guten Gewissens einsetzen.

Netzwerkkabel mit Knickschutz
Einen zusätzlichen Knickschutz umschreibt das Wort „booted“. Hier bildet der Stecker eine Einheit mit einer Hartgummilasche, die etwa den ersten halben Zentimeter des Kabels gegen Verknicken schützt und gleichzeitig eine zusätzliche Zugentlastung schafft.
Kauftipp: Wenn Sie auf Netzwerkstabilität mit guten Verbindungen setzen, sollten Sie mindestens diese Verarbeitungsart wählen, da das Kabel an der empfindlichsten Stelle deutlich besser geschützt wird, als bei einem einfachen Stecker.

Optimale Netzwerkverbindungen
Den besten Schutz für Kabel und Stecker bekommen Sie bei der Verarbeitungsart „snagless molded“. Hier bilden Stecker und Kabel eine Einheit. Der Stecker ist nahtlos in Kunststoff gepresst, hat keine scharfen Ecken, mit denen er sich verhaken könnte und deckt zudem den Pin, der den Stecker arretiert, komplett mit ab. Somit können Sie diesen nicht abbrechen oder versehentlich drücken.
Kauftipp: Haben Sie besonders hohe Ansprüche an Ihre Hardware und möchten lang anhaltenden störungsfreien Betrieb, sollten Sie auch bei den Steckern nicht sparen und diese Variante bevorzugen.

Zu
Netzwerksteckern und weiterem Zubehör für Netzwerkkabel
Assistent für Netzwerkkabel

Netzwerkkabel selbst konfigurieren

Sie haben auch die Möglichkeit, Netzwerkkabel selbst zu konfigurieren, also Stecker an den selbst zugeschnittenen Netzwerkkabeln anzubringen. Allerdings ist dies nur für denjenigen interessant, der das regelmäßig machen möchte. Grund: Zum Anbringen der Stecker ist Spezialwerkzeug nötig, eine sogenannte Crimpzange.
Kauftipp: Da diese einige Euro kostet, ist es nicht lohnenswert solch eine anzuschaffen, um einmalig ein kleines Netzwerk zu verkabeln. Hinzu kommt, dass gewisse Vorkenntnisse vorhanden sein müssen, da Sie beim „crimpen“ einiges falsch machen können.

Die Zange quetscht den Stecker förmlich auf das Kabel, dessen Adern Sie vorher in einer bestimmten Reihenfolge angelegen müssen. Der Kontakt wird dabei durch die nicht abisolierten Adern direkt in die Leiterbahnen gequetscht, gleichzeitig drückt die Crimpzange den hinteren Teil des Steckers zur Zugentlastung tief in den Kunststoffmantel.

In Netzwerkdosen, die Sie bei einer dauerhaften Verlegung wie Steckdosen an der Wand befestigen können, verbinden Sie die Kabel hingegen auf eine andere Art mit den Kontakten. Es kommt meist das LSA-Anlegeverfahren (LSA: löt-, schraub-, abisolierfrei) zum Einsatz, bei dem Sie die Kabel in fester Reihenfolge in die Kontaktleisten einklemmen. Sie finden dieses Verfahren auch unter dem Namen „Schneidklemm-Technik“. Sie benötigen dazu ein sogenanntes Auflegewerkzeug.

Zu
Crimpzangen
Auflegewerkzeugen
Netzwerkdosen

Optische Netzwerkkabel

Eine Sonderstellung unter den Netzwerkkabeln nehmen optische Kabel ein. Dieser Typ ist nicht zu Kupferkabeln sowie gängigen Netzwerkkarten, Routern und anderer Standardnetzwerkhardware kompatibel. Man verwendet diesen Typ teilweise als Erweiterung klassischer Netzwerke, mit dem Ziel große Entfernungen zu überbrücken. Ein Nischendasein bilden bisher optische Netzwerklösungen für den privaten Gebrauch.

Vorteile optischer Netzwerkkabel
Bei optischen Verbindungen kommen sogenannte Lichtwellenleiter, kurz: LWL zum Einsatz. Diese bestehen entweder aus Glas oder aus Kunststoff. Beide Versionen haben gegenüber Kupferkabeln einige Vorteile. Sie sind unanfällig gegenüber Störeinflüssen und können zusammen mit Starkstromleitungen in einem Kabelkanal liegen. Sie nehmen bei Stromschwankungen keinen Schaden, auch nicht bei einem Blitzeinschlag. Optische Kabel gelten als schwerer abzuhören und generieren eine sehr geringe Fehlerquote bei der Datenübertragung. Darüber hinaus sind die Kabel dünn, flexibel und robust.

Netzwerkkabel mit Glasfaser und Kunststofffasern
Kunststofffasern sind günstiger als Glasfaser. Manchmal tragen Kunststofffaser auch die Bezeichnung „POF“. Das steht für optische Polymerfasern, meint aber denselben Typ. Optische Netzwerkkabel aus Kunststofffasern haben jedoch eine etwas geringere Qualität als Glasfaserkabel. Ihre Dämpfung ist höher und die erzielbaren Kabellängen damit kürzer. Der Dämpfungsverlust optischer Kabel unterscheidet sich prinzipiell vom Dämpfungsverlust elektrischer Kabel. Hier verursacht keine Strahlung die Störung. Bei optischen Kabeln dämpfen Kontakte, Anschlüsse und auch Beschädigungen das Signal.

Daneben existieren Kabel, die aus Kunststoff- und Glasfasern gefertigt sind. Ihnen sagt man ein besonders gutes Preis/Leistungsverhältnis nach. Sie überrücken größere Distanzen und sind relativ günstig herzustellen.

Nachteile optischer Netzwerkkabel
Da Lichtwellenleiter nicht kompatibel zu Standard-Netzwerkhardware sind, benötigen Sie entweder spezielle Netzwerkkarten oder Konverter, respektive Switches, die zwischen Kupferkabeln und optischen Leitungen vermitteln. Diese sind sowohl auf Empfänger- als auch auf Absenderseite nötig. Auch wenn die Kabel robust sind, dürfen Sie diese nicht extrem biegen oder knicken. Das beschädigt sie oder verschlechtert zumindest den Datentransport. Nicht möglich ist, Netzwerkgeräte über optische Kabel mit Strom zu versorgen (Power over Ethernet). Das klappt nur per Kupferleitungen. Bei einfachen Lösungen für zuhause ist darüber hinaus die maximale Datentransferleistung auf 100 Mbit/s (100BaseFX) begrenzt. Professionelle Lösungen erreichen demgegenüber Gigabit-Übertragungsraten.

Stecker für optische Netzwerkkabel
Auch die Stecker unterscheiden sich. Es gibt verschiedene Versionen, wobei die gängigsten die Kürzel „ST“, „SC“ und „LC“ tragen. ST-Stecker (engl. straight tip) ist der älteste Typ. Auf ihn treffen Sie vor allem bei älteren, vorhandenen Installationen. Sein Leiterkontakt ist dicker als bei den beiden anderen. SC-Stecker (engl. subscriber connector) sind die Nachfolger und heute üblich bei optischen Netzwerkkabeln. Der jüngste Kontakt, der LC-Stecker (engl. local connector), ist der Nachfolger der SC-Variante. Er ist dünner und schmaler und etwa nur halb so groß.

Unterschiedliche optische Leiterbahnen
Bei optischen Netzwerkkabeln treffen Sie auf unterschiedliche Versionen. Die einen verwenden nur eine Faser zum Übertragen des Lichts. Sie erkennen diese Version an der Bezeichnung monomode oder singlemode. Die Kabel sind sehr dünn, besitzen sehr geringen Dämpfungsverlust, erlauben hohe Datenübertragungsraten und eignen sich zum Überbrücken großer Distanzen. Der zweite Typ sind sogenannte Multimode-Kabel. Diese sind aus vielen dünnen Fasern aufgebaut uns etwas dicker. Sie eignen sich vor allem für kürzere und mittlere Distanzen.

Kabeltakt und Kabellänge
Das Licht lässt sich durch Multimode-Fasern mit einem Impuls von 100 Megahertz oder einem Gigahertz übertragen, während Singlemodekabel mit bis zu 10 Gigahertz arbeiten können. Die Takt-Angaben beziehen sich jeweils auf einen Kilometer Kabellänge. Verdoppelt sich die Entfernung, halbiert sich der Takt usw. Andersherum ist eine Verdopplung des Taktes bei nur 500 Meter Kabellänge möglich.

Unterschiedliche Lichtquellen
Bei optischen Netzwerken unterscheidet man weiterhin die Lichtquelle. Entweder kommen LEDs oder Laserdioden zum Einsatz. LEDs geben Licht in alle Richtungen ab. Folge: Das Licht gelangt ungerichtet in die Fasern und reflektiert häufig an deren Kanten. Dadurch verlängert sich der Weg insgesamt. Folglich sind die verschiedenen Lichtstrahlen unterschiedlich lange unterwegs, was zu einer leichten Verzerrung des Signals führt. Diesen Vorgang nennt man Dispersion.
Kauftipp: LED-Beleuchtung eignet sich deshalb vor allem für kürzere Strecken und niedrigere Übertragungsgeschwindigkeit.

Laserdioden strahlen das Licht gebündelt. Somit entstehen weniger Reflexionen und Verzögerungen. Damit sind längere Leitungen, sogar über mehrere Kilometer Länge, möglich. Auch die Übertragungsgeschwindigkeit kann höher sein.

Zu
Optischen Netzwerkkabeln
Konvertermodulen
100BaseFX-Netzwerkhardware

Netzwerkkabel planvoll einsetzen

Haben Sie sich für Kabelart, -länge und Verarbeitungsqualität der Steckkontakte entschieden, können Sie noch eine Farbe für die Kabel aussuchen. Dabei geht es nicht um einen Modegag, sondern um echte Hilfe. Wenn Sie für unterschiedliche Teilnetze jeweils eine eigene Farbe wählen, finden Sie sich im Kabelsalat, der zwangsläufig entsteht, besser zurecht. Bei besonders großen Netzen können Sie darüber hinaus einzelne Bereiche durch verschiedenfarbige Stecker kennzeichnen.

Hierbei gilt zu beachten, dass der Farbe Orange eine besondere Stellung zukommt. Sie ist für besonders geschützte Leitungen reserviert. Diese sind zusätzlich gegen Feuer geschützt, meist durch Teflon, sodass sie im Brandfall und unter großer Wärme länger funktionstüchtig bleiben. Die Kabel müssen besonders gekennzeichnet sein. Das gilt übrigens auch für andere Elektrokabel, nicht nur beim Netzwerk. Leider ignorieren einige Hersteller diese Konvention und setzen Orange auch für ganz normale Kabel ein. Schauen Sie also auf die Details.

Kauftipp: Für unsichtbar verlegte Netzwerkkabel, die Sie durch Wände oder Fußböden verlegen, ist es ratsam, auf Kabelkanäle zu setzen und die Kabel nicht fest zu verputzen. Ein Kabelkanal hat den Vorteil, dass Sie später ein defektes oder veraltetes Kabel herausziehen und ein neues hindurchziehen können. Dabei sollten sich die Netzwerkkabel die Kanäle aber nicht mit Stromkabeln teilen, da deren elektromagnetische Felder die Übertragungsqualität negativ beeinflussen.

Zu
Kabelkanälen
Kabelbindern und Klettverschlüssen gegen Kabelsalat

Fazit

Bevor Sie viele Meter Netzwerkkabel verlegen, gilt es also sich einige Gedanken zu machen. Handelt es sich nur um wenige Kabel, zudem leicht zugänglich, muss die Planung sicher nicht allzu sorgsam sein. Denn auch günstige Netzwerkkabel mit einfachen Steckern arbeiten in der Regel viele Jahre fehlerfrei.

Handelt es sich aber um viele Netzwerkverbindungen, die obendrein schwer zugänglich zu verlegen sind, ist gute Planung oberstes Gebot. So gilt es, über Jahre reibungslosen Netzbetrieb sicherzustellen und dabei auf Technik zu setzen, die auch zukünftigen Ansprüchen noch gerecht werden kann. Denn wer will schon nach zwei Jahren wegen Aufrüstung der Netzwerkkarten sämtliche Netzwerkkabel gleich mit austauschen wollen?

Zu
Netzwerkkabel-Topsellern
Netzwerkkabel-Neuheiten des letzten Monats

Weitere Kaufberatungen aufrufen



15 Jahre Computeruniverse