Jedes tragbare Gerät braucht Strom. Unterwegs bekommt es diesen von Akkus oder Batterien. Akkus sind auf Dauer günstiger und schonen auch die Umwelt. Sie sollten stets erste Wahl sein. Doch zu welchem Typ kann man greifen? Gibt es bessere und schlechtere Stromspeicher? Worauf muss man beim Kauf achten und was gibt es beim Benutzen zu bedenken? Antworten auf diese Fragen und mehr Informationen gibt diese Kaufberatung.
- Strom für die Westentasche
- Unterschiedliche Einsatzbereiche
- Akku-Technologien
- Nickel-Cadmium (NiCd) Akkus
- Nickel-Metall-Hydrid (NiMH) Akkus
- Eneloop Akkus
- Rechargeable Alkaline Manganese (RAM)
- Lithium-Ionen und Lithium-Polymer Akkus
- Pflegetipps
Strom für die Westentasche

Klein, länglich, rund, manchmal auch eckig und ständig unter Strom, zumindest solange bis der Speicher leer ist. Die Rede ist von Batterien und auch Akkus, die eigentlich Akkumulatoren heißen und sich im Gegensatz zu Batterien bis zu 1.000-mal wieder aufladen lassen.
Ganz gleich, wie potent und langlebig eine Batterie auch sein mag, ein Akku schafft mehr - vielleicht nicht am Stück, aber durch das immer wieder mögliche Nachladen. So bietet er eine fast unerschöpfliche Energiequelle, fast wie Strom aus der Steckdose.
Auf Dauer günstig Die Möglichkeit, den Speicher stets wieder aufladen zu können, macht ihn zu einer billigen, transportablen Stromquelle, trotz höherer Anschaffungskosten. Denn Akkus sind nur auf den ersten Blick teuer. Bedenkt man, dass man bei jedem Ladevorgang den Kauf eines Satzes Batterien spart, machen sich die Mehrkosten schnell bezahlt. Auch die nötigen Zusatzkosten für ein Ladegerät sind schnell eingespart.
Nun sind aber nicht alle Akkus gleich gut und auch nicht gleich leistungsfähig. Zudem gibt es Einsatzbereiche, da machen nur wenige Akkutypen Sinn, so dass man sich bei der Auswahl der Speicher einige Gedanken machen und vor allem deren technischen Unterschiede kennen sollte. Denn richtiges Sparen bei gleichzeitig hohem Komfort garantieren nur die jeder Situation angemessenen Akkus. Lesen Sie daher in dieser Kaufberatung, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten. (pr)
Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
•
Akkuladegeräten Zu
•
Batterien
Unterschiedliche Einsatzbereiche

Moderne Elektronik braucht ständig Strom, sonst streikt sie. Somit muss man sich stets um die Versorgung von Digitalkamera, MP3-Player und Co. Gedanken machen, um nicht unterwegs auf einmal ohne Energie dazustehen. Sind die genannten Geräte mit speziellem Akku und Ladegerät ausgeliefert, gibt es nicht viel zu überlegen. Haben diese jedoch die Möglichkeit mit Standardbatterien zu arbeiten, kann man auch normale Akkus einsetzen.
Kurzfristig hohe Leistung Hier gilt es dann zu unterscheiden, in welchen Geräten die Akkus ihren Dienst tun sollen. Eine Digitalkamera hat beispielsweise ganz andere Ansprüche als die Küchenuhr. Eine Kamera ist aufgrund der aufwendigen Elektronik und eines stromfressenden Bildschirms auf viel Energie angewiesen. Dadurch benötigt sie kräftige Akkus mit hoher Kapazität. Das Durchhaltevermögen bei Nichtgebrauch ist eher zweitrangig, denn vor dem erneuten Dauereinsatz sollte man stets den Stromspeicher volltanken.
Ausdauer Anders ist es bei der Küchenuhr oder auch einer Fernbedienung für den Fernseher. Solche Geräte benötigen keine kräftigen Speicher. Ihre Elektronik ist genügsam. Hier ist es allerdings wichtig, dass die Akkus lange durchhalten und nicht schnell entladen, damit man nicht monatlich wieder nachladen muss.
Leistung plus Ausdauer Manche Geräte fordern aber beides: hohe Leistung und langen Atem. Dazu zählen in der Regel alle Geräte, die per Funk arbeiten und ständig im Einsatz sind. Beispiele dafür sind kabellose Mäuse oder auch Türklingeln, die per Funk arbeiten. Je größer dabei die Distanz zwischen Sender und Empfänger ist, desto mehr Strom brauchen die Geräte um den Kontakt aufrechtzuerhalten.
Temperaturschwankungen Neben den Anforderungen der jeweiligen Geräte ist auch der Einsatzort wichtig. Denn mancher Speicher reagiert empfindlicher auf Temperaturschwankungen als anderer. Einige verweigern bei Minustemperaturen gar komplett den Dienst und sind somit ungeeignet für den Winterurlaub. Ähnliches gilt bei manchen Akkus für hohe Temperaturen.
Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
•
Digitalkameras •
MP3-Playern •
Radios und Radioweckern •
Mäusen •
Funkgeräten
Akku-Technologien

Entscheidend für den Einsatzzweck ist der Speicherstoff, der in den Akkus eingesetzt wird. Seine Eigenschaften geben sehr stark den Ausschlag, in welchen Geräten und an welchen Orten man die besten Ergebnisse erzielt.
Ein Unterschied zu herkömmlichen Batterien ist allen gemein: die unterschiedliche Spannung. Arbeiten normale Alkali-Batterien mit 1,5 Volt, so bringen es vergleichbare Akkus nur auf 1,2 Volt. Für viele Geräte stellt das kein Problem dar. Einige reagieren aber zuweilen empfindlich und machen Probleme. Meist lassen sich diese dann gar nicht erst anschalten oder geben schon nach kurzer Zeit vor, dass der Speicher leer sein würde, ohne dass das der Fall ist.
Probieren geht über studieren Kaufberatungstipp: Probieren Sie unterschiedliche Akkus aus. Solche, die nicht ideal mit kritischen Verbrauchern zusammenarbeiten, laufen in der Regel in vielen anderen Geräten problemlos. Sie werfen also kein Geld aus dem Fenster. Relativ unkritisch und einen Blick wert sind so genannte Eneloop-Akkus. Mehr Informationen zu diesem Typ finden Sie weiter unten in dieser Kaufberatung.
Meist sind es besonders stromhungrige Geräte, die pingelig auf die niedrigere Spannung reagieren. Kaufberatungstipp: Achten Sie von vornherein auf eine hohe Kapazität. Diese wird in Milliamperestunden (mAh) gemessen. Je höher der Wert ist, desto mehr Strom kann die Kraftstation abgeben, aber umso teurer ist sie auch.
Zu
•
Eneloop-Akkus
Nickel-Cadmium (NiCd) Akkus

Die etwas ältere Nickel-Cadmium-Technik findet man immer seltener in Standardakkus, da das enthaltene Cadmium als Umweltgift gilt und somit bei der Entsorgung Probleme macht, aber auch weil dieser Batterietyp den gefürchteten Memory-Effekt aufweist. Dahinter verbirgt sich das Problem des Kapazitätsverlustes. Lädt man die Akkus regelmäßig, noch bevor sie ganz entladen sind, verlieren sie an Kapazität. Das geschieht dadurch, weil sich im Inneren Kristalle im ungenutzten Bereich bilden, die ein erneutes Aufladen verhindern. Folge: Die Akkus stellen dann nur noch so viel Strom zur Verfügung, wie regelmäßig nachgeladen wird.
Kaufberatungstipp: Entladen Sie Nickel-Cadmium-Akkus stets komplett oder verwenden Sie ein Ladegerät, das diesen Typ vor dem Laden stets komplett entlädt. Das sorgt für ein langes Leben des Akkus.
Vorteile Allerdings hat dieser Akkutyp auch deutliche Vorteile. Die verwendete Technik ist relativ einfach und somit günstig. Diese Akkus sind deshalb meist die günstigsten. Weiterhin können sie kurzfristig sehr hohe Ströme liefern, weshalb man diesen Typ auch immer noch häufig etwa in akkubetriebenen Bohrmaschinen findet. Weiterer Vorteil: Nickel-Cadmium-Akkus sind sehr robust. Sie arbeiten auch bei Minustemperaturen noch zuverlässig, solange es sich nicht um arktische Verhältnisse handelt. Auch mit Wärme haben sie weniger Problem als andere.
Dieser Typ ist zudem schnellladefähig und ist bei Einsatz entsprechender Ladegräte schon nach 15 bis 30 Minuten Ladezeit wieder voll einsatzbereit. Noch ein Vorteil: Nickel-Cadmium-Akkus lassen sich sehr oft wieder aufladen, vorausgesetzt man behandelt sie optimal.
Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
•
Akkuladegeräten Zu
•
Nickel-Cadmium-Akkus und -Ladegeräten
Nickel-Metall-Hydrid (NiMH) Akkus

Am weitesten verbreitet sind Nickel-Metall-Hybrid-Akkus. Ihr mechanischer Aufbau ist mit herkömmlichen Batterien vergleichbar. Ähnlich wie diese können die Akkus hohe Ströme liefern. Einige sind besonders potent und gut für den Einsatz in Großverbrauchern, wie etwa einer Digitalkamera, geeignet. Für solch eine Aufgabe sollten sie aber mindestens 2.000 Milliamperestunden (mAh) Strom zur Verfügung stellen können, besser mehr.
Vorteile Großer Vorteil dieser Gattung: Es tritt im Prinzip kein Memory-Effekt auf. Auch nur teilweise entladene Akkus verlieren ihre Kapazität nicht, wenn sie stets geladen werden, bevor ihr Energievorrat aufgebraucht ist. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man sie etwa alle sechs Monate einmal komplett leerlaufen lässt. Andernfalls ist es doch möglich, dass der gefürchtete Effekt auftritt.
Kaufberatungstipp: Wenn möglich, sollte man die Akkus in der Zwischenzeit niemals komplett entleeren. Denn dadurch nehmen sie Schaden. Dieser macht sich zwar nicht umgehend bemerkbar, resultiert aber in verminderter Anzahl der möglichen Ladevorgänge und abnehmender Kapazität. Wie NiCd-Akkus sind auch NiMH-Speicher schnellladefähig und fix wieder einsatzbereit.
Schnell entladen Nachteilig bei dieser Gattung ist, dass sie relativ schnell ihre Ladung verlieren. Sie verlieren bis zu zehn Prozent ihrer Leistung pro Woche. Ältere und auch schwächere Versionen sind mitunter schon nach einem Monat so kräftig entladen, dass sie wieder an die Energietankstelle müssen. Damit eignen sie sich weniger gut für Fernbedienungen, Uhren und andere Geräte, bei denen man nicht öfter als einmal pro Jahr den Akku wechseln möchte.
Auch für den Kälteeinsatz ist dieser Akkutyp weniger gut geeignet. Bis an den Gefrierpunkt darf die Temperatur etwa fallen. Darunter verweigern die meisten Speicher allerdings ihren Dienst. Kaufberatungstipp: Wer diesen Speicher im Winterurlaub in seinen Geräten einsetzt, sollte diese in einer Innentasche der Jacke, nicht aber im Rucksack transportieren.
Zu
•
Nicken-Metall-Hybrid-Akkus
Eneloop Akkus

Eneloop-Akkus sind eine Weiterentwicklung von Nickel-Metall-Hybrid-Speichern. Eneloop ist dabei gar nicht die korrekte Bezeichnung, sondern ein Markenname von Sanyo, der für die gesamte Gruppe steht. Der Grund, warum das so ist, liegt darin, dass Sanyo mit diesem Typ lange vor Mitbewerbern auf dem Markt war. Andere Hersteller sind inzwischen nachgezogen und bieten gleichwertige Produkte unter anderem Markennamen an. Man findet sie etwa unter den Bezeichnungen Ready2Use, maxE, EnergyOn, Infinium, Hybrio, AccuLoop, Enduro oder ReCyko+.
Vorteile Der große Vorteil von Eneloop: Dieser Typ soll kaum Selbstentladung aufweisen. Laut Herstellerangaben verflüchtigen sich zehn bis 20 Prozent der Leistung im Laufe eines Jahres, wenn die Temperatur etwa auf Niveau der Zimmertemperatur liegt. Da es diesen Akkutyp aber erst seit Sommer 2006 gibt, sind noch keine Langzeitstudien veröffentlicht, die das sicher bestätigen können.
Weiterer Vorteil: Eneloops benötigen weniger Ladezeit als einfache Nickel-Metall-Hybrid-Akkus. Man kann sie mit normalen Ladegeräten betanken und muss kein neues erwerben. Beste Ergebnisse und eine höhere Lebensdauer verspricht aber eines, das für diesen Typ optimiert ist. Kaufberatungstipp: Dieser Typ reagiert empfindlich auf die Schnellladefunktion. Längeres Leben, sprich mehr Ladezyklen, garantiert schonendes, also langsames Aufladen.
Nachteile Nachteilig ist demgegenüber, dass Eneloops nur mit eingeschränkter Kapazität erhältlich sind. Oft gibt es sie nur mit niedrigerer Spannung als herkömmliche NiMH-Akkus. Für Großverbraucher scheinen sie sich daher weniger zu eignen. Das stimmt allerdings nicht zwangsläufig. Denn Eneloop-Akkus liefern eine stabilere Spannung als normale NiMH-Akkus, weshalb gerade kritische Verbraucher gutmütiger reagieren und diesen Akkutyp häufig akzeptieren, ja damit sogar besser zusammenarbeiten als mit anderen Akkus.
Sie glänzen fast immer dort, wo herkömmliche NiMH-Versionen Probleme haben: nämlich in Uhren, Fernbedienungen und vergleichbaren Geräten. Besonders schön: Eneloop-Akkus arbeiten auch bei Minustemperaturen.
Zu
•
Eneloop-Akkus
Rechargeable Alkaline Manganese (RAM)

Relativ selten trifft man auf RAM-Zellen. Das sind Spezialversionen normaler Alkali-Batterien, die sich jedoch anders als andere Standardbatterien wieder aufladen lassen. Dieser Typ ist relativ günstig, schnellladefähig und verliert nur langsam seine Spannung. Dadurch ist auch er gut geeignet für Fernbedienung, Uhr und Co. Hierfür ist er prädestiniert, denn seine eingeschränkte Kapazität spricht gegen den Einsatz in Großverbrauchern wie etwa einer Digitalkamera. Großer Vorteil: RAM-Zellen unterliegen keinem Memory-Effekt.
Nachteilig ist allerdings, dass RAM-Zellen sich nicht so oft wieder aufladen lassen, wie andere Akkus. In der Regel verkraften sie zwischen 20 und 30 Ladevorgänge. Zudem nehmen sie es sehr übel, wenn man sie komplett leerlaufen lässt. Dann werden sie beschädigt und verlieren einen Großteil der ohnehin begrenzten Ladezyklen. Weiteres Problem: Nicht jedes Ladegerät kommt mit diesem Akkutyp zurecht. Obendrein oder vielmehr auch wegen der Nachteile ist die Verbreitung vom RAM-Zellen relativ gering, was ebenfalls gegen sie spricht. Kaufberatungstipp: Verwenden Sie lieber NiMH- oder Eneloop-Akkus.
Lithium-Ionen und Lithium-Polymer Akkus

Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion) findet man nur selten in batterieähnlicher Akkubauweise. Der Vollständigkeit halber sei dieser Typ aber auch in dieser Kaufberatung erwähnt. Denn er wird auch häufig in Spezialbauform in Handys, Notebooks und anderen Geräten verwendet. Dieser Typ hat viele Vorteile. So bietet er ein sehr hohes Speichervermögen bei gleichzeitig geringem Gewicht. Er unterliegt keinem Memory-Effekt, kann also stets auch in halbvollem Zustand geladen werden. Das ist sogar vorteilhaft, denn ganz entladen nimmt dieser Akku Schaden und verliert einen Teil seiner Kapazität. Normale Ladegeräte kommen mit Li-Ion nicht zurecht, denn die Ladegeräte müssen speziell an jeden einzelnen Akku angepasst sein.
Lithium-Polymer Eine Weiterentwicklung des Lithium-Ionen-Akkus ist der Lithium-Polymer-Typ, der alle oben genannten Vorteile besitzt. Er kann noch mehr Energie speichern bei kleineren Maßen. Dieser Typ lässt sich sogar in ungewöhnlichen, runden Bauformen produzieren, so dass er auch in sehr kleinen Geräten mit spezieller Bauform einsetzbar ist. Mit dieser Technik arbeitet kein Standardakku.
Zu
•
Lithium-Ionen-Akkus
Pflegetipps

Laut Herstellerangaben sollen sich Akkus in der Regel bis zu 1000-mal wieder aufladen lassen. Das stimmt aber oft nur in der Theorie unter Laborbedingungen und bei sehr guter Behandlung. Im Alltagsgebrauch liegt dieser Wert nicht selten weitaus niedriger. Im Idealfall überstehen gerade Nickel-Cadmium- und Nickel-Metall-Hybrid-Akkus nicht mehr als 500 bis 600 Ladezyklen. Dann sind sie verbraucht. Und auch diese Werte erreichen sie nur, wenn man schonend mit ihnen umgeht.
Kaufberatungstipp: Die höchste Lebenserwartung haben Nickel-Metall-Hybrid-Akkus, besonders aber Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Versionen, wenn ihr Ladezustand stets zwischen 40 und 95 Prozent pendelt. Dann sind teilweise sogar mehr Ladezyklen möglich, als vom Hersteller angegeben.
Rechtzeitig aufladen Um möglichst großen Nutzen von Akkus zu haben und damit Geld zu sparen, also einen Nachkauf weiter in die Zukunft verlegen zu können, ist es ratsam, einige Regeln zu berücksichtigen. Kaufberatungstipp: Zunächst ist es wichtig, darauf zu achten, Akkus möglichst nie komplett zu entladen oder zu überladen. Beides schadet dem Speicher und verringert die Lebenszyklen wie auch die Kapazität. Am besten gewöhnt man sich an, den Akku immer dann aufzuladen, wenn man ein Nachlassen der Leistung bemerkt.
Ausnahme: Nickel-Cadmium-Akkus. Sie sollten komplett, oder besser: nahezu komplett, entladen sein, um den Memory-Effekt zu verhindern. Kaufberatungstipp: Um aber auch hier einen Schaden zu vermeiden, sollte man die Akkus sofort aus dem Gerät entnehmen, wenn sie den Anschein der totalen Ermüdung machen. Versucht man stattdessen, den Akku bis aufs Äußerste zu entladen, schadet man ihm.
Passendes Ladegerät wählen Kaufberatungstipp: Um ein Überladen zu verhindern, ist ein Ladegerät nötig, das prozessorgesteuert arbeitet und Rücksicht auf die jeweiligen Bedürfnisse der eingelegten Akkus nimmt. Einfache Geräte tun das nicht. Sie pumpen ununterbrochen Strom in die Speicher, bemerken nicht, wenn dieser voll ist und unterbrechen die Stromzufuhr folglich nicht. Sehr schön: Lässt sich das Ladegerät so einstellen, dass es die Akkus (NiMH und Li-Ion) nur bis zu 95 Prozent auflädt, erhöht das deren Lebensdauer. Grund: Bei 100 Prozent erhöht sich die Spannung in den Speicherzellen. Das beschleunigt den Alterungsprozess.
Kaufberatungstipp: Neue Akkus sollte man nie direkt in ein Gerät einsetzen, sondern zunächst vollständig aufladen. Grund: Sie sind durch die Lagerung vermutlich entladen und würden sogleich Schaden nehmen, wenn ein Gerät versucht ihnen in diesem Zustand Strom zu entnehmen. Ausnahme: Eneloop-Akkus. Sie sind die einzigen Akkus, die Sie guten Gewissens direkt aus der Verpackung ins Gerät stecken können.
Neue Akkus Sollten neue Akkus schon nach relativ kurzer Zeit wieder schlappmachen, ist das nicht schlimm. Denn die Kraftpakete erreichen erst nach mehreren Ladezyklen ihre volle Leistungsfähigkeit. Kaufberatungstipp: Grundsätzlich sollte man stets Akkus mit gleicher Leistung und gleichem Ladezustand in einem Gerät verwenden. Andernfalls würde der schwächere, respektive der stärker entladene Akku übermäßig strapaziert und beschädigt werden.
Nicht mischen Kaufberatungstipp: Laden Sie niemals zwei oder mehr Akkus, die mit unterschiedlicher Technik arbeiten, gleichzeitig, auch wenn das Ladegerät mit beiden Typen umgehen kann. Es besteht die Gefahr, dass die Ladeströme für beide Typen nicht ideal sind und die Stromspeicher Schaden nehmen oder einen Teil ihre Lebenserwartung, respektive Kapazität einbüßen. Die gleiche Gefahr besteht beim Mischen unterschiedlich hoher Kapazität. Zudem ist es ratsam, stets nur mehrere Akkus eines Herstellers gleichzeitig zu laden. Denn der Akku-Aufbau kann sich unterscheiden und zu unterschiedlichem Ladeverhalten führen.
Achtung! Im Extremfall kann es beim Mischen unterschiedlicher Akkus zu einer Tiefentladung oder gar zum Auslaufen eines Akkus kommen. Dann droht ein Brand. Dieser droht auch, wenn Sie die Pole verwechseln und die Akkus falsch herum einsetzen. Ein gutes Ladegerät sollte Letzteres erkennen können und auf den Fehler hinweisen und/oder den Ladevorgang gar nicht erst versuchen.
Richtig lagern Wenn sie Akkus längere Zeit nicht benötigten und lagern müssen, können sie beschädigt werden, da diese dann komplett entladen können. Kaufberatungstipp: Um dem vorzubeugen, sollte man sie zunächst aufladen und danach kühl lagern. Ein guter Aufbewahrungsort ist etwa der Kühlschrank, denn bei solch niedrigen Temperaturen wird der Entladevorgang deutlich verlangsamt. Umgekehrt ist der Entladevorgang stark beschleunigt, wenn der Akku in einer warmen Umgebung liegt. So ist beispielsweise das Handschuhfach des Autos im Hochsommer ein denkbar ungünstiger Ort.
Kaufberatungstipp: Wärme macht dem Akku auch beim Verwenden der Elektronik zu schaffen und verstärkt dessen Entladung. Achten Sie darauf, dass das verwendete Gerät nicht zu warm wird, also etwa nicht unnötig in der Sonne liegt. Falls Sie es in der Jacke tragen, achten Sie darauf, dass das Batteriefach auf der vom Körper abgewandten Seite liegt. Arbeitet das Gerät mit einer Lüftung, sorgen Sie dafür, dass diese optimal arbeiten kann und dass die Lüftungsschlitze nicht blockiert sind. Je kühler die Akkus bleiben, desto länger halten sie durch.
Gut für die Umwelt Akkus sind nicht nur eine kostensparende Alternative zur Batterie, sie sind auch besser für die Umwelt. Ganz einfach deswegen, weil im Vergleich zur nötigen Batteriezahl, die sie ersetzen, weniger Müll anfällt. Sind sie jedoch irgendwann unbrauchbar geworden, sollte man sie keinesfalls in den Hausmüll werfen, sondern in den Sondermüll geben. Das gilt gleichermaßen für Batterien. Denn beide Gattungen enthalten schädliche Stoffe, die nicht ins Grundwasser gelangen dürfen.
Strom sparen Kaufberatungstipp: Längeres Leben für die Akkus, vor allem aber längere Einsatzzeiten der jeweiligen Geräte erreichen Sie, wenn Sie versuchen, Strom zu sparen. Schalten Sie beispielsweise Displays ab, wenn Sie diese nicht benötigen, und verwenden Sie bei einer Digitalkamera stattdessen einen optischen Sucher, falls vorhanden. Reduzieren Sie die Leuchtkraft eines Displays. Auch das schont die Akkus. Deaktivieren Sie Tastentöne und andere Bedienhilfen, die Sie nicht wirklich benötigen. Schalten Sie das Gerät nur dann an, wenn Sie es benötigen und wieder ab, wenn Sie es nicht mehr brauchen.
Weitere Informationen in der Kaufberatung zu
•
Akkuladegeräten Zu
•
Akkuboxen •
Zubehörassistent für Akkus •
Akkus für Digitalkameras
Weitere Kaufberatungen aufrufen