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Kaufberatung PC-Kühlung


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In unseren Kaufberatungen finden Sie Informationen zu über 100 Produktgruppen. Erklärung der Grundbegriffe und Kategorien, Erläuterungen der verschiedenen Techniken - hier finden Sie alles Wissenswerte.

Wir halten ständig nach den neusten Techniken ausschau und aktualisieren unsere Kaufberatungen dahingehend. Somit können wir stets eine große Auswahl an aktuellen Kaufberatungen anbieten, die selbst die neusten Technologien beinhalten.


Warme Computer sind laute Computer, in ihnen müssen Lüfter hörbar Höchstleistungen verrichten, um diese zu kühlen. Manchmal sind aber auch kühle Computer laut. In beiden Fällen lässt sich der Lärm effektiv reduzieren. Viel Engagement und Geld ist dazu oft gar nicht nötig, zahlreiche Kühlmethoden sind sogar gratis. Wie Sie Ihren Computer oder ihr Notebook effektiv abkühlen, erfahren Sie in dieser Kaufberatung.

  1. Kühle PCs sind leise PCs
  2. Die Hauptstörenfriede
  3. Mehr Krachmacher
  4. Ruhe durch Wasser
  5. Gehäuse dämmen
  6. Ruhe per Software
  7. Erste Hilfe
  8. Notebook kühlen
  9. Wie laut ist laut?

Kühle PCs sind leise PCs

Zu den PC-Kühlprodukten PCs sind in den letzten Jahren nicht nur kontinuierlich schneller und leistungsfähiger geworden, sondern auch lauter. Immer aufwendigere Technik verlangt nach Kühlung, da die ungemeine Verarbeitungsgeschwindigkeit beim Rechnerbetrieb die Betriebstemperatur schnell in die Höhe treibt. So wird der Prozessor bei voller Auslastung schon mal bis zu über hundert Grad warm. Die Folge können Abstürze, ruckelnde Bilder trotz potenter Hardware und Ähnliches sein. Hält dieser Zustand zu lange an, stirbt der Computer den Hitzetod. Um dem vorzubeugen, gibt es heute mehr Lüfter in einem PC als noch vor einigen Jahren.

Doch nicht nur Lüfter machen Lärm. Schneller rotierende Festplatten und DVD-Laufwerke übertönen sogar zeitweise noch die Lüfter. Wenn ein DVD-Laufwerk auf ein Medium zugreift, um Software zu installieren oder einen Film abzuspielen, kann schon das Gefühl aufkommen, dass der Staubsauger läuft.

Kurz gesagt: Entspanntes Arbeiten wird mit modernen Computern zusehends schwieriger. Lärm geht nicht nur an die Nerven, er schmälert auch die Konzentration und verursacht Stress. Auf Dauer kann es dadurch sogar zu gesundheitlichen Schäden kommen. Wer viel und lange vor dem Computer sitzt und sich von dessen Geräuschen gestört fühlt, sollte sich daher Gedanken um eine Lärmreduzierung machen. Das ist gar nicht so schwer und kostet nicht die Welt. In dieser Kaufberatung stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten vor. (pr)

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Spielkonsolen
Videoschnitt
Wohnzimmer-PCs


Die Hauptstörenfriede

Zu den PC-Kühlprodukten Gegen den Lärm am Büro-PC kann man nicht allzu viel machen, außer vor der nächsten Neuanschaffung auf den Chef einzureden. Zuhause hat man demgegenüber deutlich mehr Möglichkeiten. Dazu sollte man wissen, dass die Computer in der Regel umso lauter werden, je mehr Leistung sie erbringen müssen. Besonders anstrengend für die Hardware sind PC-Spiele, Videobearbeitung oder auch der Einsatz als AV-Zentrale.

Den meisten Krach, der sich effektiv reduzieren lässt, verursachen der Prozessorkühler, Gehäuselüfter, der Lüfter des Netzteils und die Festplatte. Ihnen gilt die Hauptaufmerksamkeit. Wurden Prozessoren früher noch durch den Einsatz von aufgeklebten Kühlkörpern passiv gekühlt, rückt man ihnen heute in der Regel mit Ventilatoren zu Leibe, welche die abgestrahlte Wärme aus dem Gehäuse treiben sollen. Leider greift man hier nicht selten zu den kostengünstigsten Modellen und nimmt wenig Rücksicht auf deren Geräuschentwicklung. Manche Hersteller greifen gar zu Ventilatoren, die immer mit voller Kraft pusten, auch wenn die Temperatur im Gehäuse relativ niedrig ist.

Prozessorlüfter

Hier ist der erste Ansatzpunkt, wenn man den PC-Krach loswerden möchte. So kann durch Austausch des Lüfters gegen ein temperaturgeregeltes und leises Modell der Lärmpegel des PC schon merklich sinken. Das geschieht auf zweifache Weise: Zunächst gibt es weniger Lärm, da ein Austauschlüfter bei vollem Einsatz deutlich leiser sein sollte als der Standardlüfter. Eine weitere Reduzierung des Geräuschpegels kommt dadurch zustande, dass ein temperaturgeregeltes Modell immer nur so stark arbeitet wie gerade nötig. Ist der Prozessor nur mäßig warm, dreht der Lüfter auch nur langsam und sehr leise. Wird’s etwas wärmer, dreht er schneller, aber nur geringfügig lauter. Mit voller Kraft arbeitet er idealerweise nur, wenn der Prozessor richtig heiß läuft. Kaufberatungstipp: Besonders effektiv und lautlos arbeiten Kühlsysteme auf Wasserbasis (mehr dazu weiter unten).

Gehäuselüfter

Einen weiteren Ansatzpunkt bieten Gehäuselüfter, die für kontinuierlichen Luftstrom durch das Gehäuse sorgen sollen. Ist solch einer vorhanden, stellt sich auch hier die Frage: Arbeitet er stets mit voller Kraft oder passt er sich der Temperatur an? Und zweitens: Ist er leise? Schon ein „Nein“ reicht hier, um den Austausch zu rechtfertigen.

Kaufberatungstipp: Wählen Sie, wenn genügend Platz im Gehäuse ist, einen Lüfter mit besonders großem Durchmesser. Gut sind 120 oder auch 140 Millimeter. Es sind auch noch größere Versionen erhältlich. Grund: Lüfter mit großem Durchmesser müssen langsamer drehen als kleinere Versionen, um die gleiche Menge Luft zu bewegen. Dadurch arbeiten sie leiser.

Zweiter Lüfter

Es kann vorteilhaft sein, gleich zwei große Gehäuselüfter einzusetzen. So findet einer an der Lufteinlass- und der andere an der Luftauslassöffnung Platz. Diese teilen sich die Arbeit und müssen somit langsamer rotieren, als es ein Lüfter müsste. Da zudem der zweite Lüfter den ersten dabei unterstützt, die optimale Richtung für den Luftstrom vorzugeben, kommt es zu weniger Verwirbelungen. Ergebnis: Die Kühlung ist effektiver und die Lüfter können langsamer rotieren. Ob der Einsatz eines zweiten Lüfters möglich ist, sollte im Handbuch stehen.

Kaufberatungstipp: Zusätzliche Ruhe gibt es durch das Entkoppeln der Lüfter vom Gehäuse. Das reduziert zwar nicht direkt die Geräuschkulisse der Lüfter, verhindert aber, dass sich Vibrationen aufs Gehäuse übertragen und dieses zum hörbaren Mitschwingen anregen. Das Entkoppeln geschieht per Gummischrauben/-stecker. Sie ersetzen die Befestigungsschrauben und kosten nur wenige Cents.

Netzteillüfter

Für diesen Lüfter trifft im Prinzip dieselbe Aussage zu wie für den Prozessorlüfter. Mit einem Modell, das nicht ständig mit voller Umdrehungszahl arbeitet, sondern sich der Temperatur anpasst, reduziert man die Geräuschentwicklung bereits erheblich. Wenn er dann auch unter Volllast deutlich leiser arbeitet als der Standardlüfter, was in der Regel der Fall ist, erspart das weiteren Lärm.

Problem jedoch: Befindet sich der Lüfter im Netzteilgehäuse, was meistens der Fall ist, lässt sich dieser nicht austauschen. Denn vom Öffnen des Netzteils ist dringend abzuraten. Grund: Selbst bei gezogenem Stecker gibt es im Netzteil weiterhin eine lebensgefährliche Hochspannung. Nur wenn der Lüfter außen am Gehäuse sitzt, sollte man diesen selbst austauschen. Alternativ lässt man einen Fachmann den Lüfter tauschen oder tauscht das Netzteil gegen eines mit leisem Lüfter. Kaufberatungstipp: Verwenden Sie ein Netzteil mit Passivkühlung. Solch eines kommt ohne Lüfter aus.

Festplatte

Geräusche der Festplatte resultieren von den sich schnell drehenden Platten sowie den Bewegungen und Zugriffen der Schreib-/Leseköpfe. Eine Platte, die 7.200-mal in der Minute dreht, erzeugt in der Regel mehr Laufgeräusche als ein Modell, das nur mit 5.400 Umdrehungen arbeitet. Gleichzeitig produziert es mehr Wärme, was wiederum zu höherer Gehäusetemperatur und somit zu stärkerer Laufleistung des entsprechenden Lüfters beiträgt.

Anstatt aber eine schnelle Festplatte gegen eine langsamere einzutauschen, kann man auch einen Geräusch dämmenden Festplattenrahmen verwenden. In diesen wird die Festplatte eingesetzt und dann beides zusammen im PC-Gehäuse montiert. Die Rahmen gibt es in verschiedenen Ausführungen, beispielsweise mit Gellager zum Absorbieren der Schwingungen.

Warme Festplatte

Eine solch eingeschlossene Festplatte kann allerdings sehr warm werden und eine zusätzliche Kühlung benötigen. Entsprechende Festplattenrahmen haben daher oft auch einen Lüfter. Es gibt aber auch mit Wasser gekühlte Versionen (mehr zur Wasserkühlung weiter unten). Wer möchte, kann seiner Platte auch mit Software zu Leibe rücken, mehr dazu im Kapitel „Ruhe per Software“. Einige Hersteller haben auch schnelle und trotzdem sehr leise Festplatten im Programm, so dass der Austausch gegen ein solches Modell ebenfalls mehr Ruhe bringt.

SSD statt Festplatte

Ganz ohne bewegliche Teile kommt eine SSD (Solide State Drive) aus. Sie basiert auf Flashspeicher, wie er auch bei USB-Sticks zum Einsatz kommt. Das macht diesen Typ nicht nur deutlich schneller, sondern auch mucksmäuschenstill. Möglicher Nachteil: Das Fassungsvermögen von SSDs ist im Vergleich zur Festplatte immer noch begrenzt. Zudem sind besonders Versionen mit viel Speicherplatz teurer als vergleichbare Festplatten.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Prozessoren
Netzteilen
Festplatten
SSDs

Zu
Kühlkörpern für Prozessoren
Wärmeleitpasten
Netzteilen mit Passivkühlung
Zubehör für Festplatten und optische Laufwerke
Produkten zur Entkopplung und Kühlung von Festplatten


Mehr Krachmacher

Zu den PC-Kühlprodukten Ebenfalls Anteil am Lärmpegel des Computers haben das DVD/Blu-ray-Laufwerk, die Grafikkarte sowie ein Mainboardlüfter, der allerdings nicht in jedem PC zu finden ist.

DVD/Blu-ray-Laufwerk

Das DVD/Blu-ray-Laufwerk hört man die meiste Zeit gar nicht. Denn solange kein Medium eingelegt ist, oder eine eingelegte Scheibe nicht rotiert, dämmert es vor sich hin. Doch ändert sich das schnell, wenn der Computer auf das Medium zugreift. Dabei gilt leider, je schneller ein Laufwerk arbeitet, desto lauter ist es. Denn der Motor muss Höchstleistungen vollbringen, um DVD und Co. schnell rotieren zu lassen und hohe Datenraten ermöglichen zu können. Beim optischen Laufwerk hilft leider wenig, um dessen Lärm abzusenken. Man kann einerseits ein langsameres Gerät einsetzen, was aber mit Extrakosten verbunden ist, sowie das Laufwerk per Software bremsen oder sogar zeitweise ersetzen (siehe entsprechendes Kapitel weiter unten). Auch möglich: das gesamte PC-Gehäuse mit Dämmmatten verkleben und somit auch das Laufwerk etwas ruhiger stellen.

Grafikkarte

Moderne Grafikkarten arbeiten so extrem schnell, dass ihre Prozessoren genau wie auch PC-Prozessoren aufwendig gekühlt werden müssen, damit sie nicht den Hitzetod sterben. Zwar kommen ältere oder langsamer getaktete Grafikchips zuweilen mit passiver Kühlung durch aufgeklebte Kühlkörper aus, doch werden moderne Grafikprozessoren in der Regel so heiß, dass sie ein oder zwei Lüfter benötigen. Hier gibt es prinzipiell die gleichen Möglichkeiten, den Chip zu kühlen wie auch für den PC-Prozessor, also der Einsatz temperaturgeregelter, leiser Lüfter oder eines Wasserkühlsystems.

Arbeitstakt

Wer eine neue Grafikkarte kauft, sollte auch einen Blick auf die Kühlmethode werfen und nachsehen, wie hoch der zu erwartende Geräuschpegel ist. Kaufberatungstipp: Wählen Sie ein Modell, dessen Leistung Sie per Software regeln können. Das erlaubt, den Arbeitstakt und damit die Wärmeentwicklung zu senken und hat somit Einfluss auf die Umdrehungsgeschwindigkeit der Lüfter. So können Sie den Pegel immer dann senken, wenn Sie keine Höchstleistung vom Computer benötigen.

Doppelte Grafik

Ebenfalls Ruhe fördernd ist der Einsatz einer zweiten Grafiklösung. Bei Notebooks findet man immer häufiger solch eine Arbeitsteilung. Bei Desktop-PCs ist sie vergleichsweise selten zu finden. Entsprechende Systeme verwenden in der Regel eine vollwertige Grafikkarte und einen einfacheren Grafikchip. Dieser ist auf der Hauptplatine integriert oder steckt bereits im Prozessor. Ein entsprechendes System verwendet bei Standardaufgaben den Grafikchip. Dieser benötigt wenig Energie und entwickelt nur wenig Wärme. Erst bei Bedarf schaltet der Computer, manchmal auch der Anwender, auf die leistungsfähigere Grafikkarte um. Ein Beispiel für solch eine Lösung ist die Nvidia-Optimus-Technologie.

Mainboard

Auf dem Mainboard, der Hauptplatine des PC, kann es mitunter auch sehr heiß werden. Um den Gehäuselüfter zu entlasten, kann es sinnvoll sein, die Chips dort mit einem leisen Lüfter oder passiv per Kühlrippen zum Aufkleben mit Wärmeleitpaste zu kühlen. Zwar tragen die Chips auf dem Mainboard nicht direkt zum Krach bei, doch wärmen sie das PC-Gehäuse mit auf und regen somit die übrigen Kühlkomponenten zu erhöhter Arbeit und dadurch zu mehr Lärmentwicklung an.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
DVD-Brennern
Blu-ray
Grafikkarten
Mainboards

Zu
Produkten zur Mainboardkühlung
Produkten zur Grafikkartenkühlung


Ruhe durch Wasser

Zu den PC-Kühlprodukten Als Alternative zum Lüfter bietet sich die Wasserkühlung an. Sie ist nahezu geräuschlos und kühlt deutlich effektiver als die pustenden Kollegen. Kein Ventilator erreicht den Wirkungsgrad einer Wasserkühlung. Allerdings, mit Wasser kühlen ist nicht nur etwas teurer, es fordert auch besonderes Fingerspitzengefühl und die doppelte Aufmerksamkeit bei der Installation. Denn wenn auch nur ein Tropfen Wasser den Kreislauf verlässt, kann es das Ende des PCs bedeuten, da Wasser in der Elektronik mit großer Wahrscheinlichkeit einen Kurzschluss zur Folge hätte.

Kaufberatungstipp: Wer davor nicht zurückschreckt, kann seinen Computer zum sehr gut gekühlten Flüster-PC verwandeln. Denn mit Wasser kann man gleich mehrere Komponenten auf einmal kühlen und so einige Lüfter aus dem Gehäuse werfen. Hauptangriffspunkt für die Wasserkühlung ist der Prozessor. Sein Originalkühlkörper tauscht dabei den Platz mit einem wassergefüllten, der einen Zu- und einen Abfluss besitzt. Auf die gleiche Weise kann man den Kühlkörper der Grafikkarte und weitere Chips auf dem Mainboard in den Wasserkreislauf einbeziehen und schließlich gibt es auch spezielle Festplattengehäuse, die mit vorbeiströmendem Wasser die Festplattentemperatur niedrig halten. Sind die entscheidenden Wärmequellen so gekühlt, sind Gehäuselüfter überflüssig.

Leises Summen

Ganz ohne Geräusche kommt aber auch die Wasserkühlung nicht aus. Da nämlich das Wasser nur ausreichend kühlen kann, wenn es in Bewegung ist, braucht man eine Wasserpumpe, die den Kreislauf in Gang hält. Hinzu kommt ein Wärmetauscher, der das warme Wasser abkühlt, bevor es wieder eine erneute Runde durch den PC macht. Beide Geräte erzeugen mindestens ein leises Summen. Bei Bedarf kann man sie aber guten Gewissens ins Nebenzimmer verbannen, vorausgesetzt man installiert ausreichend lange Schläuche.

Kaufberatungstipp: Wer unbedingt auf Wasserkühlung setzen möchte, sich die Installation aber selbst nicht zutraut oder einfach keine Lust dazu hat, kann auch fertig konfigurierte Lösungen kaufen. So gibt es beispielsweise Komplett-PCs, die mit einer Wasserkühlung ausgeliefert werden und auch PC-Gehäuse mit entsprechender Ausrüstung. Bei der Gehäuselösung muss man allerdings auch Hand anlegen und entweder neue Komponenten oder jene aus dem alten PC dort einsetzen. Immerhin: Das Anschließen von Wasserschläuchen ist hier nicht mehr nötig.

Zu
Produkten zur Wasserkühlung


Gehäuse dämmen

Zu den PC-Kühlprodukten Eine gute Möglichkeit, die gesamte Geräuschkulisse des PC weiter abzusenken, bieten spezielle Dämmmatten, die man an die Innenseite des PC-Gehäuses klebt. Sie schlucken einen Teil der Geräusche. Man sollte sie aber nur dort verwenden, wo ausreichend Platz vorhanden ist. Denn die Luft muss weiterhin im Gehäuse zirkulieren können. Kann sie das nicht mehr, wird selbst ein sehr gut gekühltes PC-Gehäuse mit der Zeit sehr warm und es besteht die Gefahr, dass die Elektronik Schaden nimmt. Im Zweifelsfall lieber eine Dämmmatte weniger anbringen.

Das Dämmen des Gehäuses sollte jedoch der letzte Schritt sein, falls die übrigen in dieser Kaufberatung angesprochenen Lösungsverschläge nicht zum Ziel führen. Denn die Dämmmatten erhöhen gleichzeitig die Gefahr eines Hitzestaus, auch wenn sie den Luftstrom nicht blockieren. Grund: Ein Metallgehäuse nimmt ebenfalls Wärme auf und leitet dies nach außen weiter. Klebt eine Dämmmatte darauf, funktioniert das kaum noch.

Zu
Dämmmaterial zur Gehäusekühlung


Ruhe per Software

Zu den PC-Kühlprodukten Das Austauschen von Lüftern und Installieren anderer Kühlsysteme ist aber nicht der einzige Weg, den Lärm zu reduzieren. Einige Geräusche lassen sich auch per Software in den Griff bekommen. Davon profitiert besonders das DVD-Laufwerk, dem mit Lüftern oder ähnlichem nicht beizukommen ist. So kann man mit der Shareware CD-Bremse die Umdrehungsgeschwindigkeit des Laufwerks verringern. Zwar wird der Datenzugriff dadurch etwas gebremst, doch ist der Unterschied häufig gar nicht spürbar. Dafür wird es deutlich leiser, wenn die DVD rotiert.

DVD-Laufwerk stilllegen

Man kann das DVD-Laufwerk sogar komplett stilllegen, wenn man mit Hilfe der Software Virtual-CD, die wichtigsten CDs und DVDs auf die Festplatte kopiert und dort verwendet als wären sie tatsächlich eingelegt. Das Einzige, das man dann noch hört, ist der Zugriff auf die Festplatte, auf der die Daten stattdessen liegen.

Festplatte bändigen

Auch der Festplatte kann man per Software etwas Ruhe beibringen. Mit Hilfe des Feature Tool von Hitachi (IBM) kann man Hitachi-Festplatten, aber auch viele Festplatten anderer Hersteller leiser machen. Das Tool sorgt für eine gedämpfte Kopfbewegung beim Zugriff auf die Platte. Das vermindert die typischen Hackgeräusche spürbar. Allerdings leidet darunter die Geschwindigkeit ein wenig. So ist es möglich, dass die mittlere Zugriffszeit um bis zu 50 Prozent langsamer wird.

Prozessor stilllegen

Wer noch nicht mit Windows 7 arbeitet und stattdessen Windows Vista, XP, 2000, 98, 95 oder Me benutzt, kann mit der Shareware CpuIdle den Prozessor entlasten. CpuIdle versetzt den Prozessor in kurzzeitige Ruhezustände, wenn dieser nichts zu tun hat. So muss er nicht unnötig unter Volllast laufen. Damit produziert er weniger Wärme und muss entsprechend weniger gekühlt werden. Die Folge: Das System arbeitet leiser. Windows 2000 und XP beherrschen zwar auch, genau wie Vista und Windows 7, die Beruhigung des Prozessors, jedoch nur dann, wenn sie die verwendete Hardware auf dem Motherboard eindeutig identifizieren können. Vertun sie sich dabei, können sie den Prozessor nicht ruhigstellen. Einen Test ist CpuIdle somit also allemal wert.

Lüfter bremsen

Besonders hohen Nutzen verspricht die Software SpeedFan. Sie erlaubt es, die Drehzahl der Gehäuselüfter zu regulieren. Arbeiten diese nicht temperaturabhängig, sondern ständig unter Volllast, greift SpeedFan ein und regelt die Umdrehungsgeschwindigkeit herunter auf das Niveau, das die aktuelle Temperatur verlangt.

Hardwaresteuerung

Alternativ lässt sich auch eine Hardwaresteuerung für die Lüfter verwenden. Diese benötigt einen freien Laufwerkseinschub mit 3,5 oder 5,25 Zoll Baugröße. Ein Display zeigt die Umdrehungsgeschwindigkeit und Temperatur aller angeschlossenen Lüfter an. Deren Regulierung erfolgt per Drehregler, Wipptasten oder vollautomatisch. Die Bedienelemente arbeiten idealerweise mit Sensoren zusammen, die die Gehäusetemperatur ermitteln und die Regler gezielt steuern. Diese Version ist am PC-Gehäuse schön anzusehen, erfordert jedoch das Öffnen des Computers und den Anschluss der Lüfter.

Grafikkarte beruhigen

Selbst laute Grafikkartenlüfter lassen sich per Software beruhigen. So kann man mit dem ATITool die Umdrehungsgeschwindigkeit des Grafikkartenlüfters verringern. Das klappt mit ATI-Chips genauso wie mit Nvidia-Grafikchips, solange der Hersteller die Lüfterregelung nicht blockiert hat. Die Software hat den Vorteil, dass sie die Lüfter immer nur so schnell arbeiten lässt, wie es die Temperatur gerade erfordert. Um eine Überhitzung zu vermeiden, sollte man die Lüfter jedoch nicht komplett ausschalten, sondern zur Sicherheit mit 30 bis 40 Prozent der Leistung rotieren lassen.

Die in der Kaufberatung angesprochenen Programme finde Sie hier:
CD-Bremse
CpuIdle
Hitachi-Feature-Tool
SpeedFan
ATITool

Zu
Virtual-CD
Hilfsprogrammen für Computer und Notebook
Betriebssystemen


Erste Hilfe

Zu den PC-Kühlprodukten Kaufberatungstipp: Bevor man sich daran macht, neue Hardware zu kaufen oder aufwendige Kühlsysteme zu installieren, sollte man einige Tipps beherzigen. Denn schon mit geringem Aufwand kann man meist einen Teil des Lärms in den Griff bekommen und etwas Ruhe schaffen. Wichtig: Man muss der Kühlung ideale Voraussetzungen schaffen, damit die Komponenten leise und effektiv arbeiten können.

Staub entfernen

Ein großes Hindernis für effektive Kühlung ist beispielsweise Staub. Dieser wird durch die Arbeit der Lüfter in die Gehäuse gesaugt und bleibt gerne an den Komponenten und auch den Lüftern selbst hängen. Diese arbeiten dadurch weniger effektiv und der Staub behindert den Luftstrom. Folge: Die Lüfter müssen mehr arbeiten und rotieren daher schneller und lauter. Kaufberatungstipp: Reinigen Sie deshalb regelmäßig das Gehäuse von innen. Beachten Sie auch die Lüftungsschlitze für den Luftein- und -austritt am Gehäuse.

Sie können zum Reinigen den normalen Bodenstaubsauger verwenden, wenn sich diesem einen dünne Saugdüse aufsetzen lässt und die Saugkraft regelbar ist. Beginnen Sie auf niedrigster Stufe, um den PC nicht zu beschädigen. Hartnäckigen Schmutz sollten Sie nicht mit der Hand abkratzen. Dabei könnten einerseits die Bauteile Schaden nehmen. Andererseits gelangt über die Finger Fett auf die Platine, was diese vorzeitig altern lassen kann. Zudem haftet Staub besser an fettigen Stellen. Verwenden Sie besser ein Druckluftspray. Eventuell kann auch ein Wattestäbchen helfen.

Vorsicht walten lassen

Wichtig: Bevor Sie das PC-Gehäuse öffnen, ziehen Sie in jedem Fall den Netzstecker aus dem PC. Öffnen Sie in keinem Fall das Netzteil und stecken Sie auch keinen Schraubenzieher dort hinein. Denn trotz abgekoppeltem Netzstecker steht dieses unter Hochspannung. Vermeiden Sie zudem statische Aufladung. Diese könnte auf die Hardware überspringen und sie beschädigen. Ideal sind dafür spezielle Antistatik-Armbänder oder auch -Handschuhe. Kaufberatungstipp: Haben Sie beides nicht zur Hand, berühren Sie vor dem Öffnen des Gehäuses einen Heizkörper, damit eventuell vorhandene Aufladung abfließen kann. Bedenken Sie jedoch: Das bietet nur einen gewissen Grundschutz, statische Aufladung kann dennoch entstehen.

Luftstrom optimieren

Damit die Luft optimal durch das Gehäuse strömen kann, ist es wichtig, dass die Kabel ordentlich verlegt sind und nicht wild im Gehäuse herumhängen. Andernfalls quälen sich die Lüfter unnötig und erzeugen vermeidbaren Lärm. Besorgen Sie sich Kabelbinder und binden Sie damit lose und herumhängende Kabel zusammen. Ist der dabei entstehende Strang lang genug, führen Sie ihn aus dem Luftstrom an den Rand des Gehäuses. Aber Vorsicht: Vermeiden Sie Zug an den Kabeln, damit diese nicht beschädigt werden oder sich aus der Kontaktbuchse lösen können.

S-ATA statt IDE

Kaufberatungstipp: Wenn Sie noch alte IDE-Laufwerke einsetzen und bereits über deren Austausch gegen schnelle Serial-ATA-Versionen nachgedacht haben, sollten Sie nicht länger warten. Denn die Schnittstelle beschleunigt nicht nur die Arbeit, sie hilft auch, den Computer kühler zu halten. Warum? Die Kabel sind sehr viel dünner und die Stecker kleiner. Beide behindern den Luftstrom deutlich weniger.

Verschließen Sie das Gehäuse nach dem Aufräumen wieder komplett, denn bei geöffnetem Gehäuse ist die Kühlung nicht besser, sondern schlechter, da die Luft nicht optimal an den Komponenten vorbeiströmen kann. Ebenso sollten Sie den PC nicht ohne Gehäuse betreiben. Die Kühlung ist dann schlechter als mit Lüfter. Grund: Im geschlossenen Gehäuse strömt die Luft gezielt an den Komponenten vorbei. Bei geöffnetem Gehäuse ist das nicht möglich und es gelangt weniger kühle Luft an Prozessor und Co. Ein geöffnetes Gehäuse verstärkt zudem die Verschmutzung und birgt die Gefahr, dass Gegenstände auf die empfindliche Hardware fallen.

Hitzestau vermeiden

Nicht nur im Gehäuse muss die Luft frei strömen können, auch außen sollte die Luft ungestört in den Computer und wieder hinausgelangen können. Deshalb sollte man den PC nicht einbauen; in einem Schrank steht er denkbar ungünstig. Wenn man dann noch den Schrank schließt, um den Lärm zu reduzieren, droht der Hitzetod des gesamten Computers. Dieser steht besser frei unter oder auf dem Tisch, am besten jedoch neben dem Tisch, mit ausreichend Platz um das Gehäuse herum. Ungünstig ist auch ein Standort in unmittelbarer Nähe einer Heizung oder in direktem Sonnenlicht. Bei sommerlicher Hitze kann es helfen, einen Ventilator auf den Computer zu richten.

Stellen Sie keine weiteren Geräte wie externe Festplatten, Router, ADSL-Modem und andere auf das Gehäuse oder direkt daneben. Die Geräte heizen sich gegenseitig auf. Auch Kartons oder Papier auf dem Gehäuse fördern den Hitzestau. Gibt es unten am Gehäuse Luftansaugschlitze, sollte der Computer nicht auf einem dicken Teppich stehen, der dies ganz oder teilweise verschließt. Das behindert nicht nur die Belüftung, sondern erleichtert es Staub, in das Gehäuse zu einzudringen. Folge: Das Gehäuse verschmutzt schneller und der PC wird wärmer und lauter. Stellen Sie den Computer am besten auf eine harte, fusselfreie Unterlage.

Günstige Position wählen

Kontrollieren Sie auch im Gehäuse, wo sämtliche Laufwerke eingesetzt sind. Gibt es freie Schächte? Dann schaffen Sie Luft zwischen den Geräten. Entfernen Sie Festplatten und DVD-Laufwerke so weit wie möglich voneinander. Denn ein freier Schacht zwischen den Komponenten verhindert, dass diese sich gegenseitig aufwärmen. Das Gleiche gilt für Erweiterungskarten. Kaufberatungstipp: Wenn möglich, sollten sämtliche PCI-Karten so weit es geht auseinander sein. Eine Karte, die besonders viel Wärme entwickelt, sollte dabei nicht zwischen anderen Karten, sondern am Rand stecken.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zum
Umstieg von IDE auf SATA

Zu
Reinigungsmitteln
Kabelbindern
Produkten gegen statische Aufladung


Notebook kühlen

Zu den PC-Kühlprodukten Ein Notebook bietet weniger Möglichkeiten als ein Desktop-PC, intern in das Gehäuse einzugreifen, Hardware zu tauschen sowie den Lüfter zu reinigen. Dennoch ist auch hier die zusätzliche Kühlung möglich. So gibt es beispielsweise besondere Notebookunterlagen, die das Gehäuse von unten abkühlen. Ein Notebook liegt darauf wie auf einem Tablett. Von diesen gibt es passive Versionen, die einfach dafür sorgen, dass unter dem Gehäuse Luft zirkulieren kann und dieses nicht direkt auf der Tischplatte liegt und auch aktive Versionen. In Letzteren arbeiten oft ein oder mehrere Lüfter.

Kühltablett

Die dort verbauten Lüfter können theoretisch eine Quelle für weiteren Lärm sein. Jedoch arbeiten sie in der Regel deutlich leiser als integrierte Notebooklüfter. Somit verhindern sie, dass dieser anspringen muss. Kleiner Nachteil: Die Unterlagen benötigen Strom, den sie häufig über ein USB-Kabel beziehen. Somit belasten sie den Akku, falls sie auch unterwegs zum Einsatz kommen. Passive Versionen sind weniger effektiv, benötigen dafür keinen eigenen Strom. Beide Versionen haben zudem einen weiteren Vorteil: Sie winkeln das Notebook häufig leicht an und erlauben somit ergonomischeres Tippen.

Notebookständer

Eine Alternative für den Einsatz auf dem Schreibtisch ist ein Notebookständer, der das Notebook anhebt oder wie ein kleines Regal trägt. So kann von unten Luft ans Gehäuse kommen. Für die Bedienung sind bei dieser Lösung aber in der Regel eine externe Tastatur und eine Maus nötig. Kaufberatungstipp: Benutzen Sie das Notebook nicht bei direkter Sonneneinstrahlung, sondern in kühler Umgebung und im Schatten. Hohe Temperaturen setzten nebenbei auch dem Akku zu und lassen ihn schneller erschöpfen.

Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
Notebooks
Tastaturen
Mäusen
Akkus

Zu
Notebookzubehör


Wie laut ist laut?

Zu den PC-Kühlprodukten Die Lautstärke, die PCs, Menschen, Geräte und andere Dinge abgeben ist messbar. Üblicherweise misst man sie in Dezibel, angekürzt dB(A), häufig trifft man aber auch auf den Wert Sone. Der Wert Dezibel gibt eigentlich den Schall an und gibt nur indirekt Auskunft darüber, wie das menschliche Ohr die Lautstärke empfindet.

Näher am menschlichen Empfinden und daher besser als Maßstab geeignet ist der Sone-Wert. Zur Verdeutlichung: Verdoppelt sich eine gegebene Lautstärke, verdoppelt sich auch der gemessene Sone-Wert, nicht aber der in dB(A) gemessene Wert, der deutlich schwächer ansteigt. Zur Veranschaulichung haben wir Alltagsgeräusche in einer Tabelle zusammengeführt und den jeweiligen dB(A)- und Sone-Wert angegeben.

Art des Geräusches Messung in dB(A) Angabe in Sone
Atmen in 30 cm Entfernung 10 < 0,01
Rauschende Blätter 20 0,1
Flüstern, Entfernung 5 Meter 30 0,3
Der eigene Atem 35 0,5
Ruhige Wohnstraße 40 1
Unterhaltung 50 2
Klappernde Tastatur 60 4
Schreibmaschine 70 8
Laute Unterhaltung, ein Meter Distanz 80 16

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