Bestellung & Service

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Kaufberatung Speicherkarten


  1. Chronisch knapp
  2. Flashspeicher
  3. Mit und ohne Controller
  4. CompactFlash (CF)
  5. Multimedia Card (MMC)
  6. Reduced Size Multimedia-Karten (RS-MMC)
  7. Multimedia Card Micro
  8. Secure Digital Card (SD)
  9. SDHC
  10. SDXC
  11. Mini-SD und MiniSDHC
  12. Transflash/MicroSD/MicroSDHC
  13. Memory Stick
  14. Smart Media
  15. Extreme Digital Card (xD)
  16. Microdrive
  17. Geschwindigkeit
  18. Tipps und Tricks
  19. Fazit
Zu den Speicherkarten Speicher und Batteriestrom haben eins gemeinsam: Beides ist ständig knapp. Selbst eine noch so große Speicherkarte ist meist schneller gefüllt als einem lieb ist. Das gilt besonders, wenn man den Speicher in einer digitalen Videokamera einsetzt. Aber auch MP3-Player und Digitalkameras sind wahre Nimmersatts. Sie verlangen stets nach mehr Raum für Musik und Bilder.

Video als Großverbraucher

Zwar wachsen die Speicherkapazitäten der Chips ständig, doch mit ihnen auch die Bedürfnisse. Etwa beim Videofilmen. In diesem Bereich ist eine Speicherkarte schnell gefüllt, wenn man in voller HD-Auflösung aufzeichnet und die Daten nicht allzu kräftig komprimieren möchte.

Auch für den MP3-Player wachsen die Ansprüche. Viele wollen stets ihre gesamte Musiksammlung dabei haben. Das lässt trotz effektiver MP3-Komprimierung, den Bedarf schnell in die Höhe schießen. Sollen auch Videos mit in die Hosentasche, steigt der Bedarf für den entsprechenden Multimediaplayer sprunghaft an.

Digitalfotografie

Ähnlich sieht es bei der Digitalfotografie aus. Immer höhere Bildauflösungen verlangen nach mehr Speicher. Reichte bei einer Zwei-Megapixel-Kamera ein 256 Megabyte großer Speicherchip noch für etwa 200 Fotos in guter Qualität, passen auf denselben Chip in einer Kamera der Acht-Megapixel-Klasse nicht einmal mehr 30 Fotos. Bei noch höherer Auflösung schrumpft die Zahl schnell unter zehn. Inakzeptabel! Wer hemmungslos Schnappschüsse machen möchte, hat bei modernen Kameras schnell einen immensen Speicherbedarf.

Kleiner, größer, schneller

Eine zunehmende Miniaturisierung der Geräte sowie das wachsende Interesse an Multimediahandys erfordern zudem neue Speicherkonzepte. Kleine Geräte brauchen noch kleinere Speicherkarten, auf denen möglichst genauso viele Bits und Bytes lagern können wie in den größeren Geschwistern. Obendrein sollen die Winzlinge auch noch fixer Daten schaufeln können.

Die Folge dieser Entwicklung: Immer neue Speicherkartenformate drängen auf den Markt und kämpfen um Marktanteile. Das bereitet den Anwendern zunehmend Probleme. Denn es wirft die Frage auf: Mit welcher Technologie fährt man am besten? Um hier der richtigen Antwort näher zu kommen, ist es nötig die unterschiedlichen Typen zu kennen und um ihre Vor- und Nachteile zu wissen. Daher klären wir in den folgenden Kapiteln auf, so dass die Wahl der Geräte mit entsprechender Speichertechnologie künftig leichter fällt. (pr)

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Digitalkameras
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Zu den Speicherkarten Bei Speicherkarten kommt die sogenannte Flash-Technik zum Einsatz. Das ist ein nichtflüchtiger Wechselspeicher, der auch ohne Stromzufuhr die Daten behält. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus ROM- (Read Only Memory) und RAM-Speicher (Random Access Memory). ROM kommt beispielsweise bei der Firmware von technischen Geräten zum Einsatz, also dort, wo die elementaren Abläufe gespeichert werden. Darin befindet sich unter anderem die Information über die Identität wie auch die Steuersoftware des Gerätes. RAM ist vor allem als Arbeitsspeicher von PCs bekannt. Er ist eigentlich flüchtig, verliert also alle Daten, wenn kein Strom mehr fließt. Auf Falschspeicher setzt man übrigens auch bei USB-Sticks und SSD-Festplatten.

Robust

Flashspeicher ist äußerst robust, Schwingungen oder Stöße machen ihm nichts aus und führen nicht zu Datenverlust. Zusätzlicher Vorteil: Dieser Speichertyp kommt mit sehr wenig Strom aus, was den wertvollen Akkustrom schont. Dadurch hat er deutliche Vorteile gegenüber Mini-Festplatten. Diese sind zum einen anfällig gegen Erschütterungen und brauchen deutlich mehr Energie.

Lange Lebensdauer

Kein wirklicher Nachteil ist die begrenzte Lebensdauer von Flashspeicher. Denn die 100.000 garantierten Löschzyklen sollten auch für regelmäßigen intensiven Einsatz reichen. Falls man diese Grenze jedoch erreichen sollte, begönne der Speicher unzuverlässiger zu werden, was sich in zunehmenden Datenverlusten äußerte.

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Zu den Speicherkarten Innerhalb der Kategorie Flashspeicher unterscheidet man zwei unterschiedliche Arten. Eine besitzt einen integrierten Controller, also eine Steuereinheit, die der anderen fehlt. Bei letzterer übernimmt das entsprechende Gerät die Ansteuerung des Speichermoduls.

Es spricht einiges für den Einsatz von Speicherkarten mit integriertem Controller. So ist er beispielsweise mitverantwortlich für die Übertragungsgeschwindigkeit der Daten. Dementsprechend kann man ein Modul mit optimierter Steuereinheit schneller Daten ablegen und abrufen, als es ein normaler Chip es im gleichen Gerät könnte. Säße die Steuereinheit stattdessen im Gerät, hätte die Wahl des Speicherchips nur wenig Einfluss auf die Transfergeschwindigkeit.

Mit eigenem Controller arbeiten die folgenden Karten: CompactFlash Card (CF), Multimedia Card (MMC), Secure Digital Card (SD), SDHC, SDXC, Reduced Size Multimedia Card (RS-MMC), MiniSD, MikroSD, miniSDHC, MicroSDHC, Microdrive sowie sämtlich Versionen des Memory Stick/Pro/Duo.

Ohne eigenen Controller arbeiten die Smart Media Card (SM) und die extreme Digital Card (xD), welche als Weiterentwicklung der SM-Card gilt. Zur Smart Media Card kann man heute nicht mehr guten Gewissens raten. Denn hier gibt es häufig Probleme, wenn man eine Speicherkarte einsetzen möchte, die der Gerätecontroller nicht kennt. So kann es passieren, dass dieser eine neue Karte schlichtweg ignoriert. Möglich ist auch, dass er bei einer Karte, die mehr Speicherkapazität hat, als ihm bekannt ist, einfach nur so viel Speicher anzeigt und damit nutzbar macht, wie seine interne Grenze vorgibt. Im Klartext: Aus 256 Megabyte macht er womöglich nur 128 Megabyte. Ist das der Fall, muss man die Firmware des entsprechenden Gerätes eventuell kostenpflichtig aktualisieren lassen, falls solch ein Service überhaupt angeboten wird.

Solche Probleme sollen bei der xD-Card nicht mehr auftreten. Allerdings bleibt auch hier die Begrenzung der Leistungsfähigkeit durch den fehlenden Gerätecontroller.

Hier nun eine Übersicht über die am Markt erhältlichen Speicherkarten:


Zu den Speicherkarten Die CompactFlash-Karte ist eine der ältesten Flash-Speicherkarten. Sie erlebte ihren Boom mit wachsender Popularität der Digitalkameras. Kein Wunder, denn sie ist günstig, robust, bietet große Speicherkapazität und sehr schnelle Datenübertragungsraten. Die Karte gibt es in zwei unterschiedlichen Ausführungen, als CompactFlash I und CompactFlash II.

Die äußeren Abmessungen sind nahezu identisch. Lediglich die Dicke der Karten ist verschieden. Typ I ist mit 3,4 Millimetern gegenüber dem 5 Millimeter dicken Typ II etwas dünner. Trotzdem lässt sie sich auch im Steckplatz der dickeren Karte betreiben. Ein Vorteil, der wohl auch zu größeren Verbreitung dieses Typs beigetragen hat.

Für Mini-Kameras zu groß

Inzwischen sind Digitalkameras aber immer mehr geschrumpft, so dass die relativ großen CompactFlash-Karten kleineren Speicherchips Platz machen mussten. Auch ihr verhältnismäßig hoher Strombedarf macht sie gegenüber Strom sparenderen Alternativen unattraktiver.

In digitalen Spiegelreflexkameras hat sie heute aber immer noch ihren festen Platz, denn hier sind Geschwindigkeit und hoher Speicherbedarf äußerst wichtig. In diesem Bereich kommen auch besonders fixe High-Speed-Karten zum Einsatz, die Daten bis zu 20-mal schneller als herkömmliche CompactFlash-Karten verarbeiten können. Aktuelle Topgeschwindigkeiten liegen etwa bei 100 Megabyte pro Sekunde (MB/s). In Zukunft sollen bis zu 300 MB/s möglich sein.

Zu den CompactFlash-Speicherkarten


Zu den Speicherkarten Auch die Multimedia Card ist schon länger am Markt und weit verbreitet. Sie ist etwa halb so groß wie die CompactFlash-Karte und daher gut geeignet für kleinere Geräte wie Digicams, MP3-Player und auch Multimediaplayer. Die Karte ist günstig und schnell, reicht aber nicht an die Speicherkapazität der CF-Card heran.

Die Maße entsprechen in etwa denen des Nachfolgers: der SD-Card. Jedoch ist die Multimedia-Karte etwas dünner. Trotzdem lässt sie sich auch im SD-Kartenschacht betreiben. Obwohl sie als Vorgänger der SD-Karte gilt und das ältere Speicherdesign besitzt, wird die Multimedia-Karte auch heute noch weiterentwickelt. Inzwischen sind sogar spezielle Hochgeschwindigkeitsversionen verfügbar, die man am Namen MMC-Plus erkennt. Diese hat die gleichen Maße aber doppelt so viele Kontakte, weshalb man sie nicht in einem älteren Steckplatz verwenden kann.

Zu den Multimedia Speicherkarten


Zu den Speicherkarten Für besonders kleine Geräte hat man die Reduced-Size-Multimedia-Karte entwickelt. Sie ist genauso breit und dick wie die Multimedia-Karte, jedoch über 40 Prozent kürzer. Ihre Leistungswerte sind in etwa identisch, jedoch bietet der Winzling deutlich weniger Speicherplatz. Haupteinsatzort der RS-MMC sind kleine Handys. Per Adapter lassen sich die Karten auch im Steckplatz der Multimedia- und SD-Karte betreiben.

Vorsicht! Die kleinen Speicherchips sind mit zwei unterschiedlichen Spannungen verfügbar (3,3 und 1,8 Volt) und benötigen jeweils einen entsprechenden Steckplatz. Prüfen Sie daher vor dem Kauf unbedingt die Anforderung Ihres Gerätes, um Schäden vorzubeugen und Störungen zu vermeiden.

MMC Mobile

Noch stärker auf die Bedürfnisse des Mobiltelefoneinsatzes zugeschnitten ist die Mobilversion der RS-MMC, die MMC Mobile. Sie hat die gleiche Größe, bietet jedoch mehr Kontakte für schnelleren und optimierten Datenaustausch. Sie kann mit unterschiedlichen Betriebsspannungen arbeiten und hilft, betrieben mit niedriger Spannung, den Stromverbrauch zu senken und dadurch die Akkulaufzeit des Handys zu verlängern. Trotz unterschiedlicher Anzahl der Kontakte ist die MMC mobile auch in älteren Steckplätzen für die RS-MMC nutzbar. Auch sie lässt sich per Adapter im SD-Karten-Steckplatz verwenden.

Zu den RS-Multimedia-Speicherkarten


Zu den Speicherkarten Noch kleiner als die beiden zuvor genannten Typen ist die Multimedia Card Micro. Sie ist kaum größer als ein Fingernagel und zirka zwei Drittel kleiner als die MMC Mobile. Damit ist sie speziell angepasst an kleinste Geräte wie etwa sehr kompakte Mobiltelefone. Ihre Fähigkeit, ebenfalls mit unterschiedlichen Betriebsspannungen arbeiten zu können, hilft ebenfalls beim Strom sparen. Gleichzeitig sorgt eine höhere Anzahl an Kontakten als bei den zuvor genannten Karten für hohe Schreib-Lesegeschwindigkeit. Auch sie ist per Adapter in SD-Karten-Steckplätzen nutzbar, dort wegen eingeschränkter Anzahl der Kontaktstellen häufig aber nur mit Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit.


Zu den Speicherkarten Die Secure Digital Card ist die Weiterentwicklung der Multimedia-Karte. Sie ist minimal dicker, bietet darüber hinaus aber die gleichen Abmessungen, wie das ältere Geschwister. In puncto Geschwindigkeit liegt sie nur knapp vorne. Ihre Stärke liegt vielmehr in der Sicherung der Daten. So verfügt sie über einen mechanischen Schreibschutz. Das ist ein kleiner Schieberegler an der Seite, der versehentliches Löschen und Beschreiben unterbinden kann, ganz so wie bei einer PC-Diskette.

Mit DRM-Technik

Ihren Namen als sichere (Secure) Karte hat sie aber eigentlich wegen der integrierten DRM-Technik. DRM steht für Digital Rights Management und bedeutet, dass der Controller einen in digitale Daten eingearbeiteten Schutz auslesen und befolgen kann. Beispiel: Sieht eine Schutzanweisung vor, dass eine Datei nicht öfter als dreimal kopiert werden darf, unterbindet die Karte ab dem vierten Versuch alle Kopierversuche. Um das DRM-Verfahren nutzen zu können, sind jedoch entsprechende Geräte nötig, welche die Technik ebenfalls unterstützen. Doch damit ist der Markt dünn gesät.

Die SD-Karte ist weit verbreitet, wegen der geringen Größe und hoher Geschwindigkeit. Daher ist sie relativ günstig zu bekommen. Inzwischen hat sie bei der Speicherkapazität auch mit der CF-Karte gleichgezogen. Von der SD-Karte sind „Extreme“-Versionen verfügbar. Sie sind besonders leistungsfähig, bieten eine mehrfach höhere Übertragungsgeschwindigkeit als Standardversionen und sind mechanisch viel robuster. Die Karten arbeiten auch unter extremen Temperaturbedingungen.

Zu den SD-Speicherkarten


Zu den Speicherkarten Besonders großes Fassungsvermögen und schnelle Datenübertragung verspricht die weiterentwickelte Version SD 2.0, SDHC genannt. Das Kürzel steht für Secure Digital High Capacity und bedeutet: SD-Karte mir hoher Speicherkapazität. Sie ist genauso groß wie eine herkömmliche SD-Karte und passt auch in die gleichen Steckplätze, lässt sich dort aber nicht ohne weiteres nutzen. Das jeweilige Gerät muss die Kartentechnologie unterstützen, andernfalls bleibt die Karte unerkannt.

SDHC-Speicherkarten können ein Vielfaches dessen speichern, was eine normale SD-Karte vermag. Ihr maximales Fassungsvermögen ist mit kleinen Festplatten vergleichbar. Man unterscheidet bei dem Standard vier verschiedene Klassen, denen Karten mit unterschiedlicher Übertragungsgeschwindigkeit zugeordnet werden. Die Klassen lauten 2, 4, 6 und 10, wobei die Ziffern für die jeweils maximale Schreibgeschwindigkeit stehen. Demnach lassen sich die Karten jeweils mit maximal zwei, vier, sechs oder zehn Megabyte pro Sekunde beschreiben. Bei Topversionen kann die Angabe der Klassen trügen, denn aktuelle SDHC-Speicherkarten können Daten deutlich schneller als nur mit bis zu zehn Megabyte pro Sekunde übertragen.

Zu den SDHC-Speicherkarten


Zu den Speicherkarten Den nächsten Schritt in der Entwicklung der SD-Speicherkarten stellt die SDXC (SD eXtended Capacity) dar. Ihr großes Plus: die Erweiterung des maximalen Fassungsvermögens; technisch möglich sind bis zu zwei Terabyte Speicherplatz. Das entspricht 2.048 Gigabyte. Zunächst sind diese Größen aber nur Theorie, das Fassungsvermögen liegt zurzeit noch sehr deutlich darunter.

Auch die Verarbeitungsgeschwindigkeit steigt mit der neuen SD-Generation 3.0. So sind aktuell Datenübertragungsraten von etwa 100 MB/s erreichbar. Künftig sollen bis zu 300 MB/s erreichbar sein. Auch bei diesem Kartentyp erfolgt die Einteilung in den von der SDHC-Version bekannten Geschwindigkeitsklassen.

Spezielles Dateisystem

SDXC-Speicherkarten arbeiten in der Regel mit dem exFAT-Dateisystem. Dieses ist nicht mit jedem Betriebssystem ohne weiteres nutzbar. Für Windows XP ist beispielsweise ein spezieller Patch nötig, den Sie hier herunterladen können. Windows Vista beherrscht exFAT erst ab dem Service Pack 1. Mit Windows 7 gibt es keine Probleme. Linux und Apples Mac OS X kommen noch nicht von Haus aus mit dem Dateisystem zurecht. Immerhin, die Karten lassen sich umformatieren und somit auch andere Dateisysteme nutzen.

Zu den SDXC-Speicherkarten


Zu den Speicherkarten Hierbei handelt es sich um eine kleine Version der SD- und der SDHC-Karte. Sie ist etwa halb so groß, aber trotz Ähnlichkeit nicht identisch zur kleinen Multimedia-Karte RS-MMC. Wie bei dieser ist aber auch bei der MiniSD-Karte der Speicher sehr begrenzt. Sie ist schnell und wird ebenfalls hauptsächlich in Mobiltelefonen verwendet. Per Adapter kann man sie im größeren Schacht der SD-Karte benutzen.

Zu den MiniSD-Speicherkarten
Zu den MiniSDHC-Speicherkarten


Zu den Speicherkarten Transflash oder auch MicroSD genannte Speicherkarten gehören zu den kleinsten Speicherchips am Markt. Im gleichen Format existiert auch eine SDHC-Version, die MicroSDHC. Diese Karten sind etwa 75 Prozent kleiner als eine SD-Karte und können trotzdem einige Gigabytes Daten speichern. Die Chips basieren technisch auf der MiniSD-Karte und sollen hauptsächlich in kleinen Mobiltelefonen verwendet werden, um Daten direkt zwischen zwei oder mehreren Telefonen austauschen zu können. Per Adapter lassen sich die Micro-Karten auch im SD-Steckplatz auslesen und beschreiben.

Zu den MicroSD-Speicherkarten
Zu den MicroSDHC-Speicherkarten


Zu den Speicherkarten Der Memory Stick ist eine Eigenentwicklung von Sony, die hauptsächlich nur in Sonys Geräten Verwendung findet. Zwar haben inzwischen auch andere Hersteller vereinzelt diese Speichertechnik lizenziert, doch trifft man sie weiterhin fast nur in Sony-Geräten an.

Mittlerweile gibt es unterschiedliche Arten, von denen jeweils verschiedene Typen existieren. Den Anfang machte der Standard-Stick, der etwa Form und Größe eines Streifen Kaugummis besitzt. Seine Speicherkapazität ist sehr begrenzt, zudem ist er nicht sonderlich fix beim Übertragen von Daten.

Standard

Den Stick gibt es in drei Versionen, die sich äußerlich nur in der Farbe unterscheiden. Eine blaue Version wird für Daten und Bilder verwendet. Daneben existiert ein weißer Stick, der den DRM-Schutz „Magic Gate“ bietet. Er ist bestimmt für Audio- und Videodaten. Dieser Stick ist etwas teurer, da der Kaufpreis auch Gebühren für die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) beinhaltet und weil in ihm ein aufwendigerer Controller arbeitet. Etwas seltener trifft man auf einen pinkfarbenen Memory Stick. Er ist für den Roboter-Hund „Aibo“ bestimmt, den Sony jedoch schon länger nicht mehr produziert.

Eine Weiterentwicklung ist die so genannte Select-Version. Hier bekommt man die doppelte Speicherkapazität. Technisch möglich ist das allerdings nur, weil im Stick quasi zwei getrennte Sticks arbeiten. Das hat zur Folge, dass man per Schieberegler am Stick zwischen den unterschiedlichen Speicherbänken umschalten muss. Sehr umständlich!

Memory Stick Duo

Da der Memory-Stick sehr groß ist und sich nicht in sehr kleinen Geräten einsetzen lässt, entwickelte man die deutlich kleinere Duo-Variante. Sie ist etwa so groß wie eine Multimedia-Karte und gedacht für Telefone. Auch sie ist relativ langsam und speichert nur wenige Daten. Per Adapter lässt sie sich im Steckplatz des größeren Bruders betreiben.

Memory Stick Pro

Um die Schwächen des ersten Sticks auszubügeln, hat Sony eine Pro-Variante entwickelt. Dieser Stick bietet ein Vielfaches an Speicherkapazität und eine sehr viel höhere Übertragungsgeschwindigkeit als der Standard-Stick. Das große Gehäuse blieb ihm allerdings erhalten. Somit passen beide Sticks in den jeweiligen anderen Steckplatz. Jedoch lässt sich nur der Standard-Stick im Pro-Slot lesen und beschreiben. Anders herum wird der Pro-Stick nicht erkannt.

Der Memory-Stick Pro arbeitet grundsätzlich mit dem DRM-Schutzverfahren Magic Gate. Obendrein bieten die Sticks einen mechanischen Schiebeschalter zum Aktivieren eines Schreibschutzes.

Memory Stick Pro Duo

Wie beim Standard-Stick hat man auch von der Pro-Version einen kleinen Ableger entwickelt. Dieser ist in Leistung und Ausstattung mit dem großen Bruder identisch, besitzt jedoch ein deutlich kleineres Gehäuse. Auch er passt mittels Adapter in den Steckplatz der größeren Brüder.

Memory Stick Pro HG Duo

Diese Version basiert ebenfalls auf der Pro-Version, hat also dieselben Abmessungen. Somit passen sie auch in die älteren Steckplätze. Allerdings kann der Memory Stick Pro HG Duo Daten sehr viel schneller verarbeiten. Die maximale Datenrate beträgt theoretisch bis zu 30 Megabyte pro Sekunde. Diese steht jedoch nur in geeigneten Kartenschächten zur Verfügung. In älteren Versionen ist nur deren maximale Datenrate nutzbar.

Memory Stick Micro (M2)

Auch Sony folgt dem Trend der Miniaturisierung und entwickelte mit dem Memory Stick Micro, auch M2 genannt, einen Winzling, der etwa der Größe der MikroSD-Karte entspricht. Die Speicherkarte ist technisch identisch mit dem Memory Stick Pro und für den Einsatz in Mobiltelefonen gedacht.

Zu den Memory-Sticks


Zu den Speicherkarten Smart-Media-Karten waren sehr früh auf dem Markt und werden inzwischen nicht mehr hergestellt. In ihren Abmessungen ist solch ein Speicher mit der CompactFlash-Karte vergleichbar, jedoch ist die Karte sehr viel dünner. Die Smart-Media-Karte muss ohne Controller auskommen, was deutliche Nachteile hat (siehe oben). Zudem bietet sie geringe Speicherkapazität und nur mäßige Übertragungsgeschwindigkeit. Ihr dünnes und biegsames Format ist bruchanfällig. Ebenfalls anfällig für Schäden sind die offen liegenden Kontakte. Immerhin, die Smart-Media-Karte war sehr günstig. Zu finden ist sie nur noch in älteren Geräten und in Restbeständen einiger Händler.

Es existieren zwei unterschiedliche Versionen. Eine ältere und eine jüngere. Die ältere Version arbeitet mit 5 Volt Betriebsspannung und ist an der abgeschrägten Ecke oben links zu erkennen. Die jüngere 3,3-Volt-Version ist demgegenüber an der oberen rechten Ecke abgeschrägt.


Zu den Speicherkarten Die xD-Karte, auch Picture Card genannt, ist eine sehr kleine Speicherkarte, die etwas größer als die MiniSD-Karte ist. Sie gilt als Nachfolger der Smart-Media-Karte. Auch sie muss ohne eigenen Controller auskommen. Dank Weiterentwicklung sollen die damit verbundenen Probleme aber deutlich reduziert sein (siehe oben). Sie arbeitet relativ schnell, reicht aber bei der Speicherkapazität nicht an SD-Karte oder CompactFlash-Karte heran. Die xD-Karte kommt hauptsächlich in kleinen kompakten Digitalkameras von Olympus und Fujifilm zum Einsatz. Diese beiden Firmen haben die xD-Karte entwickelt.

Unterschiedliche Versionen

Man unterscheidet drei Versionen: Am ältesten ist die klassische, die schnell arbeitet aber keine riesigen Speichermengen aufnehmen kann. Daneben existiert eine Multi-Level-Version (Typ M). Sie kann sehr viele Daten speichern, verarbeitet diese aber deutlich langsamer. Spürbar schneller, wenn auch nicht ganz so fix wie die Standardversion, arbeitet der Highspeed-Typ (Typ H). Er stellt einen guten Kompromiss dar, denn er bietet viel Speicherkapazität bei gleichzeitig hoher Schreib-/Lesegeschwindigkeit.

Typ M und Typ H lassen sich aber nicht mit jedem xD-Karten kompatiblem Gerät verwenden, weshalb man die Bedienungsanleitung oder die Webseite des Herstellers dahingehend untersuchen sollte. Möglicherweise findet man dort ein entsprechendes Update für die Firmware der Kamera, um die neueren Kartentypen nutzen zu können.

Zu den xD-Speicherkarten


Zu den Speicherkarten Das Microdrive ist eigentlich gar keine Speicherkarte, sondern eine winzige Festplatte. Da es im Gehäuse einer CompactFlash-Karte Platz findet und sich somit auch in deren Steckplätzen betreiben lässt, stellt es eine mögliche Alternative zu den Flash-Speicher-Chips dar. Das Microdrive entspricht in den Maßen einer CompactFlash-Karte Typ 1, ist also 5 Millimeter dick. Es bietet sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeiten und üppige Speicherkapazität. Negativ sind allerdings der recht hohe Strombedarf und die für Festplatten typische Stoßempfindlichkeit.

Da das Fassungsvermögen früher Speicherkarten sehr begrenzt war, entwickelte man das Microdrive, um mehr Daten speichern zu können. Die Festplattentechnik machte die Verarbeitung zudem sehr schnell. Moderne Speicherchips bieten inzwischen jedoch ausreichend Platz und können die Daten mit sehr hoher Geschwindigkeit verarbeiten. Sie sind einem Microdrive überlegen und haben dieses somit fast komplett vom Markt verdrängt.


Zu den Speicherkarten Fixe Speicherkarten machen sich übrigens nicht nur in der Digitalkameras, MP3-Playern und Co. bemerkbar, wo sie den Datenzugriff und das Speichern beschleunigen. Auch beim Übertragen der Daten auf den PC spürt man das höhere Tempo deutlich. Allerdings nur dann, wenn der Computer und das Mobilgerät eine schnelle Schnittstelle besitzen.

In der Regel steuert der USB-Controller die Datenübertragung in den Computer. Galt hier lange Zeit der alte USB-Standard 1.1 als Bremse und der Nachfolger USB 2.0 aus Öffner für den Flaschenhals, haben sich die Dinge nun geändert. Besonders leistungsfähige Speicherkarten können die Daten schneller verarbeiten, als der USB-2.0-Standard dazu in der Lage ist. Dieser bremst somit nun zuweilen die Übertragung ebenfalls aus.

Flaschenhals

Noch ist dieser Effekt nicht allzu dramatisch. Mit steigender Leistung der Speicherkarten wird die Bremse aber immer stärker spürbar werden. Wer sehr schnelle Speicherkarten einsetzen möchte, braucht einen Anschluss am Computer, der mit der großen Datenmenge zurechtkommen kann. Auf der sicheren Seite ist, wessen PC über einen USB-3.0.Controller verfügt. Ebenfalls schnell genug ist die SATA-Schnittstelle. Um diese nutzen zu können, muss der interne oder externe Speicherkartenleser mit diesem in Verbindung stehen.

Problemfall Kartenleser

Eine zusätzliche Bremse kann das verwendete Kartenlesegerät darstellen. Auch dieses muss die hohen Datenmengen verarbeiten können. Nicht selten lauert hier ein Problem. Kontrollieren Sie also bei der Anschaffung einer schnellen Speicherkarte auch die Leistung und die Kompatibilität Ihres Kartenlesers.

Verwirrende Bezeichnungen

Übrigens, nicht immer geben die Hersteller die erreichbare Geschwindigkeit in MB/s an, manchmal findet man Hinweise wie „60x“ oder „150“. Diese Ziffern geben an, wie viel schneller die Datenübertragung im Verhältnis zur einfachen Übertragungsrate eines CD-ROM-Laufwerks ist. Jene liegt bei 150 Kilobyte pro Sekunde (KB/s). So muss man die angegeben Ziffern mit diesem Wert multiplizieren. „60x“ entspricht umgerechnet also einer Datenübertragungsrate von knapp neun MB/s (60 x 150 KB/s = 9.000 KB/s; diesen Wert mit 1.024 teilen, ergibt: 8,79). „150“ bedeutet entsprechend knapp 22 MB/s (150 x 150 KB/s = 22.500; geteilt durch 1.024 macht: 21,97).

Schnelle Speicherkarten sind jedoch teurer als Standardversionen. Es lohnt sich deshalb nur darauf zu setzen, wenn das mobile Gerät die höhere Geschwindigkeit auch ausnutzen kann. Andernfalls verschenkt man bares Geld.

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Kartenlesegeräten


Zu den Speicherkarten Oft entscheidet man sich durch den Kauf eines Gerätes automatisch - manchmal gar unbewusst - für einen Speichertyp. In bestimmten Fällen macht es aber Sinn, sich vor dem Kauf einer Hardware den verwendeten Speicher näher anzusehen und zu schauen, ob es Alternativen gibt. Gerade fürs Videofilmen und die Digitalfotografie sind schnelle Speicherchips und hohes Fassungsvermögen wichtig.

Vorteil Highspeed

Eine Digicam mit hoher Auflösung erzeugt viel Speicherbedarf pro Bild. Damit man nach dem Drücken des Auslösers schnell das nächste Foto schießen kann, ist es wichtig, dass die Daten fix abgespeichert werden. Noch größere Bedeutung bekommt schnellem Speicher bei der Serienbildfunktion zu. Möchte man viele Bilder in einem Rutsch schießen, muss der Speicher die Daten blitzschnell aufnehmen können. Wessen Ambitionen also in diesem Bereich liegen, der sollte den verwendeten Speicher genau prüfen und nachsehen, ob es für die entsprechende Kamera Highspeed-Chip-Alternativen gibt.

Noch wichtiger ist eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit immer dann, wenn Videos mit im Spiel sind. Besonders beim Aufzeichnen darf es nicht zum Stocken des Datenflusses kommen. Störend ist aber auch, wenn die in der Regel großen Dateien bei der Übertragung in den PC zu langen Wartezeiten führen.

Exoten vermeiden

Wichtig ist ebenfalls: Setzen Sie nicht auf Speicherexoten, die sich nur in einem Gerät verwenden lassen. Solch ein Speicher ist nicht nur schwer nachzukaufen und dadurch relativ teuer, er lässt sich meist auch nicht mit anderen Geräten teilen. Speicherkarten, die demgegenüber in die Digicam, den MP3-Player und andere Geräte passen, lassen sich flexibel einsetzen. Ist der Speichertyp zudem weit im Markt verbreitet, kann man leicht und meistens günstig weitere Chips beschaffen.

Praktische Adapter

Viele Karten lassen sich per Adapter auch in anderen Steckplätzen verwenden und sind somit vielseitig einsetzbar. Es lohnt sich, diese Möglichkeit vor dem Kauf zu kontrollieren. Wichtig kann diese Fähigkeit auch werden, wenn man die Daten per Lesegerät in den PC oder ein Notebook übertragen möchte. Falls man bereits ein Lesegerät besitzt, das aber den Speichertyp des Wunschgerätes nicht aufnehmen kann, wäre ein passender Adapter die rettende Brücke.

Um für die Zukunft vorzubeugen, kann es zudem sinnvoll sein, kleine Chips zu kaufen und diese per Adapter im größeren Steckplatz zu betreiben. Wenn man künftig das verwendete Gerät wechselt und dieses nur kleine Speicherkarten akzeptiert, kann man somit auch die dann alten Karten weiter benutzen.

Kartenlesegerät

Ein Lesegerät ist in jedem Fall praktisch, da es das ständige Verkabeln von Digicam und Co. mit dem PC vermeiden hilft. Stattdessen entnimmt man einfach den Speicherchip, führt ihn in den Kartenleser ein und kann per Drag-and-drop die Daten am PC übertragen. Für Notebook mit entsprechendem Schacht bieten sich als Alternative PC-Cards oder ExpressCards an, die Leseschächte für Speicherkarten besitzen.

Tipp: Auch wenn es große Speicherriesen für relativ wenig Geld gibt, macht es Sinn, lieber mehrere kleinere Speicherkarten zu verwenden, besonders wenn man im Urlaub ist. Grund: Gibt es Probleme mit einem Speicherbaustein, sind nicht gleich alle Daten verloren, da sich ein Teil auf den übrigen Karten befindet.

Zu den Lesegeräten und Adaptern
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Zu den Speicherkarten Bei der Kaufentscheidung für eine Hardware sollte man immer auch einen Blick auf den verwendeten Speichertyp setzen. Denn dieser entscheidet nicht nur über flexiblen Einsatz und Transferraten, er hat auch Einfluss auf den Stromverbrauch. Gerade hier haben die älteren Speichergiganten CompactFlash und Microdrive ihre Achillesferse.

Eine gute Figur in allen Bereichen macht die SD-Karte, inklusive der neuen und kleinen Versionen sowie auch die Multimedia-Karte. Beide Typen bieten großen Speicherplatz, sind fix beim Übertragen, zudem klein und benötigen wenig Strom. Konkurrenz bekommen sie beim Stromverbrauch auch von der xD-Karte. Die erreicht die niedrigen Werte jedoch nur durch den Verzicht auf einen Controller.

Die xD-Karte wie auch sämtliche Versionen des Memorysticks sind unabhängig von Stromverbrauch und Leistung jedoch etwas problematisch: Sie stellen eine Insellösung dar, weil sie nur mit Geräten eines oder sehr weniger Hersteller einsetzbar sind. Memorysticks funktionieren bis auf wenige Ausnahmen nur in Geräten von Sony. Die xD-Karte trifft man nur bei Olympus und Fujifilm an. Den Einsatz beider Speichertypen sollte man sich zweimal überlegen. Denn tauscht man die Hardware gegen ein Modell, das mit einem gängigeren Kartentyp arbeitet, sind die alten Speicherkarten wertlos. Technisch gesehen sind beide Versionen allerdings ebenso gut verwendbar.


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