Bestellung & Service

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Kaufberatung Scanner


Papier in den PC. Zum Digitalisieren von Texten und Fotos braucht ein Computer einen Scanner. Doch welcher ist der Richtige? Nicht alle Scanner eignen sich gleich gut zum Einlesen von Bildern und Dokumenten. In unserer Kaufberatung für Scanner erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten und wie Sie leicht und unkompliziert den passenden Scanner für genau Ihre Bedürfnisse finden.

  1. Lesehilfe für den PC
  2. Flachbett oder Einzug
  3. Diascanner
  4. Die Auflösung
  5. Die Farbtiefe
  6. Technik
  7. Handhabung
  8. Der Anschluss
  9. Scansoftware
  10. Multifunktionsgeräte
  11. Spezialscanner
  12. Tipps und Tricks

Lesehilfe für den PC

Zu den Scannern Informationen verbreiten sich zunehmend digital. Dennoch gibt es zuhause und in den Büros immer noch zuhauf analoge Informationen, also Texte und Bilder auf Papier. Das dürfte wohl auch noch lange so bleiben. Damit beide Welten jedoch nebeneinander bestehen können, müssen Dokumente aus der digitalen in die analoge Welt überführt werden und umgekehrt. Für Ersteres gibt es Drucker, für Letzteres Scanner.

Per Scanner kann man Briefe, Fotos, Zeitungs- oder Buchausschnitte digitalisieren, also in den PC übertragen, um die Dokumente dort in Datenform weiternutzen zu können. So lassen sich beispielsweise alte Fotoberge auf die Festplatte überführen und zusammen mit den Schnappschüssen der Digitalkamera verwalten.

Scanner als Kopierer

Moderne Geräte machen PC und Drucker auch gleich zum Kopierer, die auf Knopfdruck gewünschte Vorlagen duplizieren. Sie erleichtern die Bürokommunikation, da sich gescannte Vorlagen bequem vom PC faxen oder per Mail versenden lassen. Obendrein nehmen sie auch noch lästige Tipparbeit ab, da gescannte Textdokumente schnell in veränderbaren Text umgewandelt werden können. Und das Beste: Gute Geräte kosten kein Vermögen. Man bekommt Sie bereits für deutlich unter 100 Euro. Damit Sie beim Kauf keine Schlappe erleben, geben wir Ihnen im Folgenden wichtige Tipps. (pr)


Flachbett oder Einzug

Zu den Scannern Scanner gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, angepasst an die jeweiligen Bedürfnisse. Neben Spezialscannern für Büros, Druckereien und den reisenden Geschäftsmann, stößt man hauptsächlich auf zwei unterschiedliche Systeme: den Flachbettscanner sowie den Einzugsscanner. Ein Flachbettscanner erinnert mit Deckel und Glasauflage an einen Kopierer. Allerdings ist er deutlich kleiner und flacher. Der Einzugsscanner sieht aus, wie ein mobiler Drucker. Form und Größe entsprechen etwa einer kleineren Wasserwaage.

Unterschiede

Der größte Unterschied beider Systeme zeigt sich in der Größe. Ein Flachbettscanner ist – selbst in kleinster Ausführung – größer und breiter als ein DIN-A4-Papier und mindestens so dick wie ein normales Buch. Er verfügt über einen aufklappbaren Deckel, wie man ihn vom Kopierer kennt. Ein Einzugsscanner ist etwa so groß wie eine aufgerollte Illustrierte oder wie ein mobiler Tintenstrahldrucker. An einer Seite steckt man die zu scannende Vorlage in einen Schlitz und auf der anderen Seite wird diese durch einen weiteren Schlitz wieder hinausgeführt.

Ein Flachbettscanner ist zwar deutlich größer und benötigt somit auch recht viel Platz auf dem Schreibtisch, hat aber gegenüber Einzugsscannern einige Vorteile. Auf seine Scan-Fläche kann man nicht nur einzelne Blätter, sondern auch dickere Zeitschriften oder Bücher legen. Auch kleine Vorlagen wie beispielsweise Passfotos nimmt er problemlos auf.

Nachteil Einzug

Die Vorteile des Flachbettscanners sind die Nachteile des Einzugsscanners. Er nimmt nur einzelne Seiten auf, idealerweise im DIN-A4-Format. Bücher oder Zeitschriften lassen sich damit nicht scannen. Man müsste die jeweilige Seite herausschneiden, um sie einlesen zu können. Mit kleinen Vorlagen, wie zum Beispiel der Personalausweis, Visitenkarten oder auch Zeitungsausschnitten haben viele dieses Typs Schwierigkeiten. Ihr Papiertransportsystem ist auf große Dokumente spezialisiert und führt kleine Vorlagen nicht korrekt an der Leseeinheit vorbei. Folge: Die Vorlagen verrutschen oder werden schief und unscharf eingelesen. Das trifft allerdings nicht auf alle Einzugsscanner zu. Zahlreiche Modelle haben ein optimiertes Transportsystem und bewegen auch kleine Vorlagen korrekt durch den Scanner. Halten Sie nach entsprechenden Geräten Ausschau, wenn Ihnen diese Fähigkeit wichtig ist.

Stapeleinzug

Weiterer Vorteil eines Flachbettscanners: Für viele Modelle gibt es Stapeleinzüge. Ist solch einer montiert, liest das Gerät alle eingelegten Blätter automatisch nacheinander ein. Dies ist besonders für Büros sehr praktisch, die Dokumente elektronisch archivieren wollen. Und wer regelmäßig sehr große Dokumente scannen möchte, kann zu einem Flachbettscanner mit DIN-A3-Format greifen. Mit ihm kann man auch bequem zwei DIN-A4-Seiten zur selben Zeit einlesen und somit einen Arbeitsgang sparen.

Zu A4-Flachbettscannern
Zu A3-Flachbettscannern


Diascanner

Zu den Scannern Für alle, die Regale voller alter Dias haben oder noch nicht den Umstieg von der analogen zur digitalen Fotografie vollzogen haben, sind spezielle Diascanner eine Möglichkeit, ihre Schätze in hoher Qualität in den PC zu übertragen. Die Geräte sind oft nicht sehr groß und finden auf dem Schreibtisch Platz.

Einzeln oder am Stück

Je nach Scanner-Ausführung lassen sich gerahmte Dias einzeln oder als komplette Filmstreifen am Stück einlesen. Damit erspart man sich das Rahmen und muss nicht Bild für Bild einlegen. Manche Geräte können zudem komplette Diamagazine aufnehmen und Dia für Dia vollautomatisch abarbeiten. Manchmal ist dazu eine Erweiterung für den Scanner nötig. Sollte diese nicht zum Lieferumfang gehören, kontrollieren Sie, ob es solch eine für das Wunschgerät gibt, und berücksichtigen Sie die dadurch anfallenden Zusatzkosten.

Reinigung

In alten Diamagazinen lagert sich gerne Staub ab. Damit dieser nicht als Störung auf dem eingelesenen Bild landet, ist eine automatische Reinigungsvorrichtung im Diascanner sehr hilfreich. Andernfalls müsste man den Schmutz später mühsam wegretuschieren. Einige Hersteller lösen das Problem per Software, die während des Einlesens Schmutz erkennen und wegretuschieren soll. Diese Lösung ist jedoch nur ein Kompromiss. Denn zum einen verändert diese bereits das Bild, zum anderen muss sie beim Erkennen von Unreinheiten raten. So kann es vorkommen, dass die Software wichtige Bilddetails für Dreck hält und einfach löscht.

Praktisch: Ein Diascanner kann auch Negative einlesen. Diese wandelt der Computer automatisch in Positive um. Auf diesem Wege kann man auch seine Papierabzüge mit einem Diascanner einlesen. Vorteilhaft kann auch ein Display oder Betrachtungsfenster sein, auf dem sich das gerade einzulesende Bild identifizieren lässt.

Papierfotos

Manche Diascanner gehen jedoch noch einen Schritt weiter und können Papierfotos einscannen, ohne dass man die Negative suchen muss. Sie haben einen speziellen Schacht, in den sich die Fotos einführen lassen. Einige Geräte verlangen dafür, das Bild zuvor eine einer Schiene einzuspannen, andere akzeptieren das Foto ohne Hilfsmittel. Letztere Version ist selbstredend komfortabler. Kann man gleich mehrere Fotos einlegen, die der Scanner automatisch nacheinander bearbeitet, muss man nicht die ganze Zeit vor dem Computer sitzen bleiben.

Alternative

Eine weitere Möglichkeit, Papiervorlagen und Dias mit nur einem Gerät digitalisieren zu können, bieten Flachbettscanner, die eine so genannte Durchlichteinheit im Lieferumfang haben und solche, für die es eine Durchlichteinheit als Extra gibt. Eine Durchlichteinheit enthält eine kräftige Lampe, um das Dia von oben zu durchleuchten. Besonders hohe Scan-Ergebnisse versprechen Einheiten, die mit zwei Lampen arbeiten. Sie bieten auch bei kritisch beleuchteten Diavorlagen immer ausreichend Licht und sorgen für hohen Kontrast und kräftige Farben.

Vollautomatischer Einzug

Auch bei dieser Lösung kann man automatische Einzüge finden, in die sich ganze Filmsteifen einlegen lassen. Diese befinden sich zumeist oben im Deckel und benötigen idealerweise keine Hilfsschiene, in die man die Streifen zuvor einspannen müsste. Diamagazine lassen sich hier nicht automatisch einführen. Vorteilhaft wäre, wenn auch hier eine automatische Reinigungsfunktion integriert wäre, um Staub und Schmutz vor dem Einlesen zu entfernen. Manche Scanner beherrschen es gar, die Filmstreifen so einzuführen, dass sie während des Transports keinen Kontakt mit der Auflagefläche oder dem Deckel bekommen, so dass die Bilder keine kleinen Kratzer bekommen können.

Ein Flachbettscanner mit Durchlichteinheit eignet sich aber nur für das gelegentliche Einlesen von Dias. Für das Digitalisieren großer Bildbestände, besonders wenn sie gerahmt in Magazinen lagern, ist die Handhabung zu umständlich.

Mehr Informationen zu
Digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR)
Digitalen Bilderrahmen

Zu Flachbettscannern mit integrierter Durchlichteinheit
Zu Dia- und Filmscannern
Zum Zubehör für Diascanner


Die Auflösung

Zu den Scannern Bei der Auflösung eines Scanners wird gerne geprotzt. Denn je höher die Auflösung ist, desto mehr Details sind auf dem fertigen Scan erkennbar. Mit steigender Auflösung steigt die Anzahl der Bildpunkte, aus denen der fertige Scan besteht. Man kann das etwa mit der Auflösung einer Digitalkamera vergleichen.

Beliebtester Trick die vermeintlichen Künste eines Gerätes zu erhöhen, ist das Angeben so genannter interpolierter Auflösung. Leider erzielt aber nicht der Scanner diese Auflösung, sondern die Software. Sie errechnet die Differenz zwischen der technisch erreichbaren und der gewünschten interpolierten Auflösung. Die Qualität wird dabei nicht verbessert. So würde die Software beispielsweise zwischen einem weißen und einem roten Pixel einen rosafarbenen einfügen.

Bedürfnisse ausschlaggebend

Bei der Auswahl der richtigen Auflösung und damit der erforderlichen Leistung des Scanners sollte man sein gewöhnliches Druckverhalten zu Grunde legen. Wer Bilder und Fotos immer mit einer Auflösung von 600 dpi („dots per inch“ -> Punkte pro Zoll) druckt, braucht keinen Scanner, der 2.400 dpi Auflösung bietet und kann guten Gewissens ein Gerät mit geringerer wählen. Nur wer auch in so hohen Auflösungen druckt, sollte darauf achten, dass der Scanner eine entsprechende Auflösung ohne Hilfsmittel erreicht.

Als Richtwerte gelten für das Einlesen von Fotos 600 dpi, allerdings nur für Papierfotos. Dias benötigen die doppelte Menge, also 1.200 dpi. Möchte man diese jedoch ganzseitig ausdrucken und nicht nur mit 10 mal 15 Zentimetern Kantenlänge, sind sogar 2.400 dpi erforderlich. Auch Konstruktionszeichnungen verlangen mehr. Für sie benötigt man 1.200 dpi. Textseiten sind demgegenüber bescheiden. Sie benötigen in der Regel nicht mehr als 300 dpi. Ausnahme: Handelt es sich um sehr kleine Buchstaben, kann auch eine etwas höhere Auflösung bis 600 dpi nötig sein.

Trick für bessere Bildqualität

Interessant für alle, die einen Fotoscanner suchen: Manche Hersteller setzen gar zwei optische Einheiten ein, die zeitgleich eine Vorlage abtasten. Damit erhöhen sie zwar nicht die Auflösung, aber die Bildqualität. Denn beide Scan-Ergebnisse kombinieren die Geräte zu einer fertigen Datei. Dadurch steigern sie die Bildschärfe, den Detailreichtum, die Leuchtkraft und auch das Kontrastverhältnis.

Tipp: Scannen Sie immer nur mit der Auflösung, die Sie wirklich benötigen. Denn wer nach dem Motto vorgeht, erst einmal in hoher Qualität scannen und dann im PC die Auflösung wieder reduzieren, sollte bedenken, dass ein Scan-Vorgang und die anschließende Bearbeitung umso länger dauert je höher die Auflösung gewählt ist. Obendrein benötigt die daraus resultierende Datei mehr Speicherplatz.

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Die Farbtiefe

Zu den Scannern Die Farbtiefe gibt an, wie viele unterschiedliche Farbübergänge und -schattierungen der Scanner erkennen und einlesen kann. Für den Alltagsgebrauch reichen 24 Bit vollkommen aus. Mit dieser Leistung kann das Gerät 16,7 Millionen unterschiedliche Farben erkennen. Mehr Farben kann das menschliche Auge kaum wahrnehmen. Eine höhere Farbtiefe von 36 oder 48 Bit macht daher nur für professionelle Anwender Sinn, die Vorlagen für den Einsatz in Hochglanz-Broschüren scannen möchten. Um Texte einzulesen, sind nicht einmal 24 Bit nötig.

Professionelle Bedürfnisse

Einige Scanner erreichen gar eine Auflösung von 96 Bit. Sie sind nur für professionelle Anwender interessant; doch auch in diesem Bereich nicht unbedingt nötig. Problem: Nicht jedes Bildbearbeitungsprogramm kann die Bilder verarbeiten. Besitzt man keine entsprechende Software, muss man entweder eine zusätzlich erwerben oder mit der dem Scanner beiliegenden Software vorliebnehmen.

Neben der Auflösung unterscheidet man auch die maximale Dichte. Sie wird mit dem Wert Dmax angegeben. Dieser belegt, wie viele Schattierungen das Gerät zwischen dem hellsten und dunkelsten Bereich wahrnehmen kann. Je höher der Wert, desto besser. Maximalwert für tiefstes Schwarz bei herkömmlichen Scannern ist 4. Nur Trommelscanner können sogar den Wert 5 überschreiten (siehe Kapitel Spezialscanner).

Zu Bildbearbeitungsprogrammen


Technik

Zu den Scannern Der überwiegende Teil der Scanner benutzt für die Bilderfassung CCD-Bildsensoren (Charge Coupled Device). Sie garantieren eine sehr hohe Bildqualität, benötigen jedoch eine aufwendige Optik, bestehend aus Linsen und Spiegeln und als Lichtquelle eine Kaltlichtlampe. Dadurch ist stets eine Mindestgehäusegröße vorgegeben, was viele Geräte auf den ersten Blick klobig erscheinen lässt.

Günstige Alternative

Um auch kleinere und auch günstigere Scanner anbieten zu können, setzen die Hersteller zunehmend auch auf alternative Sensoren. Häufig trifft man auf CIS-Bildsensoren (Contact Image Sensor). Diese sind einfacher aufgebaut und kommen ohne aufwendige Optik aus. Sie benötigen idealerweise direkten Kontakt zur Vorlage und arbeiten demzufolge direkt unter der Auflagescheibe.

Da man auf reflektierende Spiegel und Linsen verzichtet, sind die Geräte etwas robuster und lassen sich auch hochkant betreiben, was allerdings recht fummelig sein kann. Immerhin, bei Nichtgebrauch kann man sie bedenkenlos auf der Seite stehend lagern und somit Platz auf dem Schreibtisch sparen. Nachteilig ist jedoch die deutlich geringere Tiefenschärfe. Liegt eine Vorlage nicht vollkommen plan auf der Glasscheibe, kommt es zu hässlichen Unschärfen.

LED statt Kaltlicht

Statt auf Kaltlicht setzt man bei einigen Geräten auch auf Leuchtdioden (LEDs), was wiederum eine Ersparnis ist. So ist der Stromverbrauch deutlich geringer und auch die Aufwärmwärmzeit entfällt komplett, da die Geräte umgehend einsatzbereit sind. Allerdings ist die Leuchtqualität gegenüber den Kaltlichtlampen etwas geringer. Vorteil: Da LEDs nur sehr wenig Strom benötigen, ist kein externes Netzteil nötig. Der geringere Strombedarf gestattet eine Versorgung über den USB-Anschluss. Dadurch und aufgrund der geringen Größe eignen sie sich auch für den mobilen Einsatz. Kaum größer als ein Notebook finden sie mit diesem gemeinsam in einer Tasche Platz. Weiterer Vorteil der LED-Technik: Die Leuchteinheit hat eine höhere Lebenserwartung als Kaltlichtlampen.

Scanner auf CIS-Basis und mit LED-Leuchtquelle haben also viele Vorteile. Bedenken muss man jedoch, dass man bei der Bildqualität mitunter Einbußen hinnehmen muss. Für den Hausgebrauch sind diese in der Regel zu vernachlässigen. Professionellen Ansprüchen kann diese Technik aber noch nicht gerecht werden.


Handhabung

Zu den Scannern Für Einsteiger und Profis ist der unkomplizierte Umgang mit dem Scanner gleichermaßen wichtig. Wer will schon lange herumprobieren, bis das gewünschte Dokument endlich eingelesen ist? Das wissen auch die Hersteller und bieten zunehmend Geräte an, die über fest oder auch frei konfigurierbare Schalter verfügen, deren Druck immer wiederkehrende Standardaufgaben auslösen.

Unkomplizierte Bedienung

So gestatten einige Geräte den Scan direkt per Knopfdruck. Das vorherige Aufrufen der Software am PC entfällt. Die gescannte Vorlage erscheint direkt am Monitor. Eine andere Taste löst automatisch den Kopiervorgang aus. Dabei geschieht nichts anderes, als dass die Vorlage eingelesen und danach an den Drucker geschickt wird, der hierfür folglich angeschlossen und angeschaltet sein muss. Weitere Schalter fügen die Vorlage dem E-Mail-Programm als Anhang bei (automatisch in niedriger Auflösung), oder öffnen das Faxprogramm im Rechner.

Komfort unterm Deckel

Doch auch wenn man den Deckel öffnet, darf der Komfort nicht verlorengehen. Damit etwa Vorlagen nicht verrutschen und im richtigen Winkel eingelesen werden, sind spezielle Halterungen hilfreich. Sie gibt es beispielsweise für Fotos und Dias. Liegen diese nicht parallel zu den jeweiligen Kanten, muss man den Scan anschließend mit einem Bildbearbeitungsprogramm geraderücken; unnötiger Aufwand, den die Halterungen vermeiden helfen. Alternative: Manche Scanner erkennen selbst, dass die Vorlage schief eingelegt ist und rücken diese automatisch zurecht.

Dokumenteneinzug

Möchte man regelmäßig mehre Vorlagen einscannen, kann ein Dokumenteneinzug einen Teil der Arbeit übernehmen. Dieser funktioniert wie bei einem Fotokopierer. Das Gerät zieht Vorlage für Vorlage in das Gerät und arbeitet alle nacheinander automatisch ab. Die Einzüge gibt es nicht nur für DIN-A4-Dokumente. Manche Geräte besitzen auch einen speziell für Fotos ausgelegten Einzugsschacht. Sehr praktisch, wenn man alte Papier-Bilderberge digitalisieren möchte. In diesem Zusammenhang ist es sehr schön, wenn der Scanner die Vorlagen während des Transports gegen Kratzer schützen kann, etwa durch Einsatz von Vakuumtechnik. Dann muss man sich nicht um seine alten Schätze sorgen.

Automatische Reinigung

Verschmutze Fotos muss man für höchstmögliche Qualität vor dem Scannen reinigen. Praktisch, wenn dies der Scanner übernehmen kann. Das spart Zeit, besonders wenn viele verschmutzte Bilder eingescannt werden sollen. Lässt sich der Schmutz nicht entfernen oder sind gar Kratzer auf einem Foto, ist es hilfreich, wenn der Scanner über eine automatische Bildkorrektur verfügt. Diese kann die Problembereiche aufspüren und während des Einlesens korrigieren. Meist besitzen die Geräte dazu eine Infrarot-Einheit oder UV-Licht. Achten Sie darauf, dass diese Funktion ausschaltbar ist. Denn sie arbeitet nicht immer fehlerfrei. So kann es sein, dass sie kleine Bilddetails für Schmutz hält und aus dem Bild entfernt.

Wichtig für das Einlesen sperriger Vorlagen, wie etwa dicker Bücher, ist ein flexibles Scharnier am Deckel. Damit ist der Deckel in der Höhe anpassbar und dunkelt den Bereich neben der Vorlage besser ab, als wenn er bei einem starren Scharnier schräg in die Luft stünde.

Kalibrierung

Um höchsten Ansprüchen an die Bildqualität gerecht zu werden, sollte sich ein Scanner kalibrieren lassen. Dabei passt man das Scan-Ergebnis an eine mitgelieferte Vorlage an, bis die Ergebnisse identisch sind. Somit stellt man sicher, dass man die Farben im PC stets genauso sieht, wie sie auf der jeweiligen Vorlage sind. Traut man seinem eigenen Auge nicht oder will sich die Mühe ersparen, wählt man einen Scanner, der diesen Job selbstständig übernehmen kann. Entsprechende Geräte erkennt man an der Unterstützung der so genannten IT8-Kalibrierung. Zum Lieferumfang gehört bei diesen eine Vorlage mit Standardfarbfeldern, die man einscannen muss. Danach vergleicht der Scanner das Ergebnis mit gespeicherten Sollwerten, korrigiert etwaige Abweichungen und speichert diese in einem Farbprofil.

Schnell soll´s gehen

Ebenfalls wichtig ist die Scangeschwindigkeit. Moderne Scanner sollten eine Vorlage in einem Durchgang abarbeiten können. Man erkennt diese Funktion am Ausdruck Single-Pass. Mehrere Durchgänge (Multi-Pass) würde eine Verdreifachung der Wartezeit zur Folge haben. Die Scangeschwindigkeit ist immer dann wichtig, wenn man Vorlagen einzeln einlesen möchte. Geschieht das automatisch, spielt die Zeit eine untergeordnete Rolle. Ausnahme: Man muss sehr viele Vorlagen in kurzer Zeit einlesen. Berücksichtigen Sie auch die Aufwärmphase. Sie kommt immer dann ins Spiel, wenn man nur gelegentlich eine Seite einlesen möchte.

Ebenfalls zu einer guten Handhabung zählt der unkomplizierte Anschluss des Scanners an den PC. Dazu mehr im nächsten Kapitel.


Der Anschluss

Zu den Scannern Günstige Scanner, die besonders für Einsteiger interessant sind, besitzen häufig einen USB-Anschluss. Das ist gut so, da USB echtes Plug-and-play, also Anschließen und Loslegen, ermöglicht. Eine aufwendige Konfiguration entfällt. Nachteil allerdings: USB 1.1 überträgt nur langsam größere Datenmengen und wird dadurch schnell zum Flaschenhals, wenn häufig größere Bilder eingescannt werden sollen. Briefe und andere Textdokumente überträgt die USB-1.1-Schnittstelle aber recht flott, da bei Textdokumenten deutlich weniger Informationen als bei Bildern abgespeichert werden müssen. Folge: Die Dateien sind kleiner.

Schneller Anschluss

Wer meist großformatige Bilder scannen will, hat stets mit großen Datenmengen zu tun. Er sollte deshalb zu einem Gerät mit schnellem USB-2.0-Anschluss, SCSI- oder Firewire-Schnittstelle greifen. Diese drei Varianten übertragen Daten etwa 50 bis 300 Mal schneller als das USB-1.1-Pendant. Die schnellste USB-Lösung ist USB 3.0. Es verarbeitet Daten etwa zehnmal schneller als die Version 2.0.


Ein SCSI-Scanner setzt einen entsprechenden Anschluss am PC voraus, über den die Mehrzahl der PCs standardmäßig jedoch nicht verfügt. Wer nicht bereits eine SCSI-Erweiterungskarte (Controller) installiert hat, muss extra eine für den Scanner installieren. Oft liegt dem Gerät eine einfache Karte bei, sodass keine Extrakosten anfallen. Doch das Öffnen des PC, Installieren der Karte und anschließendes Konfigurieren bleibt einem nicht erspart.

Firewire

Genauso komfortabel wie USB 1.1, 2.0 und 3.0 und annähernd so schnell wie einfaches SCSI ist Firewire. Man unterscheidet hier die Versionen 400 und 800. Firewire 400 verarbeitet Daten geringfügig schneller als die USB-2.0-Schnittstelle. Firewire 800 arbeitet doppelt so schnell. Der Anschluss des Scanners per Firewire ist einfach: anstecken und loslegen, wie auch beim USB-Anschluss. Selbst große Datenmengen flutschen schnell über die Schnittstelle. Leider verfügen aber nicht alle PCs standardmäßig über solch einen Anschluss, sodass Besitzer ohne Firewire-Schnittstelle zusätzlich eine Erweiterungskarte kaufen und installieren müssen. Weiterer Nachteil: Firewire-Geräte sind teurer als solche mit USB-Anschluss.

Für ganz Eiliges

Wenn es richtig schnell gehen soll, etwa weil man eine große Zahl Dias in hoher Auflösung automatisch einlesen möchte, kann es Sinn machen, auf die sehr schnelle SCSI-Variante Ultra 320 zu setzen. Über diesen Bus lassen sich bis zu 320 Megabyte Daten in der Sekunde schaufeln. Zum Vergleich: Firewire 400 schafft knapp 50 Megabyte, die schnellere Version Firewire 800 bis zu 100 Megabyte und USB 2.0 nur bis zu 60 Megabyte in derselben Zeit. Dem schnellen SCSI-Anschluss kann lediglich die USB-3.0-Schnittstelle Paroli bieten. Sie erreicht eine theoretische Datenübertragungsrate von bis zu 350 Megabyte pro Sekunde.

Netzwerk

Einige Scanner besitzen neben einem der genannten Anschlüsse auch einen Ethernet-Steckplatz. Über diesen können sie Verbindung zu einem kabelgebundenen Netzwerk aufnehmen. Somit ist es möglich, von einem entfernt stehenden Computer einen Scan-Vorgang auszulösen und die Daten über das Netzwerk auf dessen Festplatte zu übertragen. Damit das fix klappt, sollte die Schnittstelle mindestens den Fast-Ethernet-Standard beherrschen. Ideal wäre ein Gigabit-Anschluss.

Einsatzzweck entscheidend

Letztendlich sollten stets der Einsatzzweck und die verfügbaren Schnittstellen am PC den Ausschlag geben. Es ist aber ratsam, den alten Parallel-Anschluss in jedem Fall zu meiden. Darüber kriechen die Daten nur sehr langsam. Zudem sind die Stecker und Kabel sehr klobig. Denken Sie auch an ein ausreichend langes Stromkabel, wenn Sie ein Gerät wählen, das seine Energie nicht über den USB-Steckplatz bekommt (siehe Kapitel Technik), damit Sie den Scanner komfortabel und ohne Einschränkungen aufstellen können.

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Scansoftware

Zu den Scannern Wer einen Scanner kauft, erhält gleichzeitig auch eine Software, die alle nötigen Funktionen bietet und einfach zu bedienen sein sollte. Sie gestattet nicht nur einen so genannten Prescan, also eine Vorschau, um den einzulesenden Bereich exakt mit der Maus eingrenzen zu können, sondern auch einige Bildbearbeitungsfunktionen. Meist kann man Kontrast, Schärfe und Farbsättigung schon vor dem Scan optimal einstellen und auch eine schiefe Vorlage gerade ausrichten, sodass später bei normalen Ansprüchen kaum noch nachträgliche Arbeit nötig ist.

Massenabfertigung

Vorteilhaft ist auch, wenn die Scan-Software mehrere Bilder auf einmal einlesen kann. Sie erkennt dann die Vorlagen und speichert die Bilder jeweils in einer eigenen Datei ab. Alternativ kann man viele Bilder auf einen Rutsch in einer Datei speichern, muss dann aber mit einem sehr großen Dokument leben. Das führt zu einer längeren Verarbeitungszeit beim Scannen und beim Zerschneiden mit dem Bildbearbeitungsprogramm.

Bildbearbeitung

Ob wirklich Software im Lieferumfang enthalten ist, sollte man aber stets überprüfen. Setzt man bereits eine Bildbearbeitungssoftware ein, kann man alternativ kontrollieren, ob dieses mit dem gewünschten Scannermodell kompatibel ist. Dann könnte man direkt in dem Programm die Scan-Funktion auslösen und muss nicht zu einer zweiten Software wechseln. Ist der Scanner korrekt angeschlossen, findet die Software diesen automatisch, eine Konfiguration ist überflüssig. Setzt man noch keine Bildbearbeitungssoftware ein, wäre es schön, wenn ein entsprechendes Programm dem Scanner beiläge.

Potente Scan-Software

Wer mehr Funktionen für die Bildbearbeitung wünscht und gerne möchte, dass die Scan-Software eventuelle Schwächen eines Scanners bestmöglich ausgleicht, muss oft extra in die Tasche greifen und eine leistungsfähigere Scan-Software erwerben. Ein entsprechendes Programm bügelt nicht nur die Schwächen eines Gerätes aus, es kann auch die maximale Leistung aus der Hardware herauskitzeln. Je mehr Bearbeitungsschritte die Software übernehmen kann, desto weniger Nacharbeit ist nötig. Ein gutes Scan-Programm kann auch ambitionierteren Anwendern viel Zeit sparen und ist nicht immer nur ein lästiger Zwischenschritt auf dem Weg zum Bearbeitungsprogramm. Im Idealfall ist später auch bei höchsten Ansprüchen kaum noch Nachbearbeitung nötig.

Texte umwandeln

Möchte man regelmäßig Texte scannen, sollte man darauf achten, dass dem Scanner eine OCR-Software beiliegt. OCR steht für „Optical Character Recognition“ und bedeutet optische Zeichenerkennung. OCR-Software wandelt die Vorlage in veränderbaren Text um und erspart mühsames Abtippen langer Textpassagen. Allerdings: Texterkennung ist Schwerstarbeit für Software. Sie kann nicht so leicht zwischen Satzzeichen und Staubflecken unterscheiden. Auch Sonderzeichen und Umlaute machen teilweise erhebliche Probleme. Gratisprogramme liefern hier leider oft schlechte Arbeit ab.

Potente OCR-Software ist wichtig

Wer auf OCR angewiesen ist, sollte auf gute Software im Lieferumfang achten oder ein geeignetes Programm zusätzlich erwerben. Die Mehrkosten sind durch die zu erwartende Zeitersparnis schnell eingespart. Denn miese Software kann so viel Nacharbeitung erfordern, dass Abtippen nicht länger dauern würde. Achten Sie auch auf eine integrierte Rechtschreibprüfung. Sie deckt falsch interpretierte Textstellen schnell auf. Alternativ kann man den erkannten Text durch die Rechtschreibprüfung eines Textverarbeitungsprogramms kontrollieren lassen. Das garantiert zwar kein fehlerfreies Ergebnis, hilft jedoch bei der Fehlersuche.

Tipp: Oft gibt es auf den Seiten der OCR-Hersteller Testversionen, mithilfe derer Sie die Programme ausprobieren und miteinander vergleichen können. So können sie eine beigelegte Software besser beurteilen oder gezielt eine Zusatzsoftware finden.

Zur Scannersoftware
Zur Bildbearbeitungssoftware
Zur Texterkennungssoftware
Zu Office-Programmen
Zu Rechtschreibkorrektur-Software


Multifunktionsgeräte

Zu den Scannern Passend für alle, die Platz sparen wollen und die neben einem Scanner auch einen neuen Drucker suchen, können Multifunktionsgeräte sein. Sie drucken, scannen und kopieren. Oft können sie sogar auch noch faxen. Damit verschaffen die Multis nicht nur mehr Platz auf oder neben dem Schreibtisch, sondern auch in der Steckdose. So benötigt man nur noch ein Stromkabel. Auch die Zahl der Anschlusskabel am PC helfen sie zu reduzieren.

Flachbett oder Einzug

Multifunktionsgeräte gibt es, wie auch reine Scanner, als Flachbett- und als Einzugsversion. Aus den oben genannten Gründen ist es ratsam, auf ein Flachbett zu setzen. Auch für diese Modelle findet man Durchlichteinheiten zum Scannen von Dias. Genauso gehören bei einigen Versionen Halterungen für Fotos oder Dias zum Lieferumfang oder lassen sich zumindest nachträglich einkaufen.

Tinte oder Toner

Multifunktionsgeräte arbeiten beim Druckwerk mit Tintenstrahl- oder Lasertechnik. Somit muss man keine Kompromisse eingehen, und kann neben der Scan-Einheit auch eine geeignete Druckfunktion wählen. Zu bedenken gibt es jedoch, dass bei besonders günstigen Modellen nicht alle verbauten Komponenten gleich hochwertig sind. Bei der Preisüberlegung darf man nicht vergessen, dass man drei bis vier Bestandteile erhält. Für hohe Qualitätsansprüche sollte man pro Komponente knapp den Preis einkalkulieren, den man bereit wäre, für das jeweilige Einzelgerät auszugeben.

Stromhunger

Besondere Aufmerksamkeit sollte dem Stromverbrauch gelten. Denn dieser liegt bei Multifunktionsgeräten zuweilen recht hoch und treibt die Stromrechnung in die Höhe. Ein Vergleich der technischen Angaben kann daher lohnend sein. Bedenken sollte man jedoch, dass stets mehrere Komponenten mit Strom versorgt werden müssen, sodass der Verbrauch in der Regel über dem eines einfachen Scanners oder Druckers liegt. Ebenfalls wichtig: Hat ein Teil Probleme, sodass das Multitalent zum Service muss, verzichtet man zwangsläufig auch auf alle anderen Komponenten.

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Laserdruckern


Spezialscanner

Zu den Scannern Neben den weit verbreiteten Flachbettscannern, den Einzugs- und Diascannern, gibt es noch einige Spezialversionen, die für einzelne Aufgaben optimiert und nicht für jeden gleich interessant sind.

Visitenkartenscanner

Hierbei handelt es sich um kleine Geräte, die etwa so groß wie eine Schachtel Zigaretten sind und deren einziger Zweck es ist, Visitenkarten einzulesen. Damit ersparen sie dem Anwender das lästige Eintippen zahlreicher Adressen. Zur Zielgruppe zählen hauptsächlich Geschäftsreisende und Messebesucher. Aufgrund der kompakten Gehäusemaße lassen sie sich leicht transportieren und mit einem Notebook verwenden.

Handscanner

Ebenfalls gut unterwegs einsetzbar sind Handscanner. Bei dieser Lösung bewegt sich keine Leseeinheit an der Vorlage vorbei, sondern der Anwender bewegt den gesamten Scanner selbst über das einzulesende Dokument. Diesen Typ gibt es in Stiftform oder - heute seltener - mit breitem, flachem Kopf, der ein wenig wie ein sehr kleiner Staubsaugerkopf aussieht. Achtung: Bezeichnung und Aussehen teilt sich diese Gattung mit Geräten, die Strichcodes von Produktverpackungen einlesen sollen, um sie in Kassensysteme zu übertragen. Hier besteht die Gefahr der Verwechslung.

Die Stiftvariante ist gut für unterwegs geeignet, um schnell kleine Vorlagen, wie Visitenkarten, Merkzettel, Bilder oder Ähnliches einlesen zu können. Oft hat dieser Typ eigenen Speicher und ist ohne PC nutzbar. Die zweite Variante benötigt den Computer und ist ebenfalls nur für kleine Vorlagen geeignet. Beide Versionen erfordern ein wenig Übung, bis man Vorlagen beim ersten Versuch fehlerfrei einscannen kann.

Dokumentenscanner

Buchhaltungen, die anstreben papierlos zu arbeiten, also alle Dokumente digital zu speichern, finden eine große Hilfe in Dokumentenscannern. Diese Geräte sind für das automatische Einlesen zahlreicher Dokumente optimiert. Dabei handelt es sich etwa um Lieferbescheinigungen, Abrechnungen und Ähnliches, die meist als lose Blätter vorliegen. Man trifft in diesem Segment überwiegend auf Einzugsscanner. Es gibt aber auch Kombigeräte, die mit Einzug und Flachbett arbeiten und so auch sperrige Vorlagen verarbeiten können.

Dokumentenscanner können meist zahlreiche Vorlagen in einer Ablage aufnehmen und automatisch nacheinander einlesen. Manche Geräte besitzen eine zweite Leseeinheit. So können sie Vorder- und Rückseite gleichzeitig abtasten. Das spart Zeit. Die Auflösung dieser Geräte liegt meist zwischen 150 bis 600 dpi, was für Dokumentenscans vollkommen auseichend ist.

Dokumentenserver

Sinnvoll kann im Büro die Kombination von Scanner und Dokumentenserver sein. Dieser wird an den Scanner angeschlossen und speichert alle eingelesenen Vorlagen. Per Netzwerkanschluss überträgt er diese anschließend automatisch an voreingestellte Empfänger oder lagert sie, sodass alle Netzwerkteilnehmer darauf zugreifen können. Bei entsprechender Freigabe durch den Netzwerkadministrator lässt sich auch über das Internet auf einen Dokumentenserver zugreifen.

Trommelscanner

Im professionellen Umfeld, dort wo man eingescannte Bilder in höchster Qualität braucht, weil man sie etwa als Druckvorlagen verwenden muss, trifft man häufig auf Trommelscanner. Den Namen tragen die Geräte wegen ihres Aussehens und der Funktionsweise. Äußerlich gleicht so ein Scanner einem dicken Rohr. Im Inneren befindet sich eine Trommel, in die die Vorlage eingespannt wird. Zum Einlesen rotiert die Trommel mit hoher Geschwindigkeit, während eine Leseeinheit die Vorlage Zeile für Zeile abtastet.

Trommelscanner arbeiten mit sehr hohen Auflösungen und erreichen auch eine höhere Dichte als alle übrigen Scanner. Dadurch lassen sich selbst bei sehr dunklen oder sehr hellen Bereichen noch Farbunterschiede erkennen. Die Genauigkeit und Qualität von Trommelscannern ist überragend. Nachteilig ist jedoch neben dem hohen Preis und großen Platzbedarf, dass man jede Vorlage einzeln einspannen muss. Bücher oder Zeitschriften lassen sich nicht einspannen, nur einzelne Papiere.

Großformatscanner

Scanner, die auf dem Schreibtisch stehen, können in der Regel Vorlagen bis zu DIN A4 oder auch bis zu DIN A3 verarbeiten. Wer es noch größer braucht, muss zu einem Großformatscanner greifen. Diese sind häufig in einen Großformatdrucker integriert. Manche dieser Geräte können aber erst scannen, nachdem man sie mit einer entsprechenden Leseeinheit erweitert hat.

Großformatscanner können Vorlagen häufig bis zu DIN-A2-, DIN-A1- oder DIN-A0-Größe einlesen. Manche Versionen verarbeiten noch größere Vorlagen. Man sollte sich bewusst sein, dass beim Einlesen riesiger Vorlagen extrem große Dateien entstehen. Die Verarbeitung dieser Daten erfordert einen sehr leistungsfähigen Computer, dem sehr viel Arbeitsspeicher zur Verfügung steht.

3D-Scanner

Wer möchte, kann auch komplette Gegenstände scannen, um diese dann in einem 3D-Modellierprogramm weiter zu verarbeiten. Der Kaffeebecher, die Barbie der Tochter oder das Handy ist so im Handumdrehen in den PC übertragen. Da aber selbst die günstigsten Geräte noch sehr teuer sind, muss man schon ausgeprägtes Interesse für 3D-Programme haben, oder sein Geld damit verdienen. So dürfte für Architekten oder Spielentwickler ein 3D-Scanner eine deutliche Arbeitserleichterung sein, erspart er ihnen doch stundenlanges Konstruieren am PC.

Mehr Informationen zu Großformatscannern

Zu Dokumentenscannern und -servern
Zu Visitenkartenscannern
Zu Stift-Scannern


Tipps und Tricks

Zu den Scannern Viel gibt es nicht zu beachten beim Aufstellen eines Scanners. Die Geräte funktionieren fast überall problemlos und die Bedienung ist leicht verständlich. Dennoch kann es kleinere Probleme im Betrieb geben. So ist es beispielsweise ungünstig, einen Scanner direkt mit kräftigen Strahlern zu beleuchten. Dadurch erhöht sich die Gefahr, dass Streulicht ins Gehäuse gelangt und das Ergebnis negativ beeinträchtigt. Dies umso mehr, wenn sperrige Vorlagen eingelesen werden sollen und der Deckel sich nicht komplett schließen lässt.

Die Bildqualität kann auch eine schmutzige oder verkratze Glasscheibe eines Flachbettscanners beeinträchtigen. Damit sollte man stets sorgsam umgehen. Fingerabdrücke und Staubkörner am besten nur mit einem Mikrofasertuch entfernen. Bei hartnäckigen Flecken kann man meistens auch Glasreiniger verwenden. Zuvor ist es jedoch ratsam im Handbuch nachzusehen, welche Reinigungsmethoden der Hersteller empfiehlt und welche er für ungeeignet hält.

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