Kino im Wohnzimmer – das schafft nur ein Projektor. Er wirft das TV-Bild, einen Film von DVD oder Blu-ray und auch das Topgame vom Computer riesengroß an die Wand. Die besten Ergebnisse gibt es aber nur, wenn der Projektor optimal auf das Hauptanwendungsgebiet zugeschnitten ist, andernfalls müssen Sie mit Kompromissen leben. Diese Kaufberatung hilft Ihnen, Stolperfallen zu vermeiden und den besten Projektor für Ihre Wünsche zu finden.
- Entfesselte Bilder
- Einsatzzweck
- Die Technik
- Anschlüsse
- Einsatzort
- Die richtige Auflösung
- 3D-Projektoren
- Leuchtstärke und Kontrast
- Keine Krachmacher
- Die Ersatzlampe
- Blauer Engel
- An die Leinwand denken
- Checkliste
- Allgemein
Entfesselte Bilder

Auf einmal ist es wie im Kino. Popkorn in der Hand, den Lieblingsfilm quadratmetergroß an die Wand geworfen und toller Sound von allen Seiten. Möglich macht das ein Projektor, auch Beamer genannt. Ihn schließt man an den Fernseher, DVD- oder Blu-ray-Player an und schon kann es losgehen. Richtig schön wird es natürlich erst mit Surround-Sound aus rundum aufgestellten Lautsprechern, doch auch ohne sie kommt bereits richtiges Kinogefühl auf.
Man kann sogar noch mehr zuhause mit einem Beamer machen. So bekommt zum Beispiel Computerspielen eine ganz neue Dimension. Stellen Sie sich einfach mal Ihre Action-Helden in Lebensgröße in Ihrem Wohnzimmer vor, oder wie Sie beim Spielen durch richtig große, dunkle Verließe wandern. Auch kein Problem, denn ein Projektor findet einfach an einem PC oder Notebook Anschluss. Dieser verwendet den Projektor wie einen externen Monitor.
Für Zuhause und Büro Oder warum nicht mal wieder einen Diaabend einlegen? Mit Projektor klappt das voll digital. Mit einem Beamer lassen sich die Schnappschüsse der Digicam viel bequemer an die Wand werfen als altmodische Dias. Wer möchte, kann einen Projektor auch einfach nur zum Arbeiten benutzen und seinen Kollegen die Geschäftszahlen des letzten Quartals mit schicker Präsentation an der Wand präsentieren.
Bevor man allerdings zum nächstbesten Gerät greift, sollte man sich einige Gedanken machen. Es sind nämlich nicht alle Projektoren für jeden Einsatz geeignet. Wir haben daher eine Kaufberatung zusammengestellt, mit deren Hilfe Sie leicht einen passenden Beamer für Ihre Bedürfnisse finden. (pr)
Einsatzzweck

Um zu entscheiden, welche Leistungsmerkmale ein Beamer haben muss, ist es wichtig zu wissen, wofür er überwiegend eingesetzt werden soll. So stellt der Büroeinsatz in großen Konferenzräumen eine andere Herausforderung dar als der Einsatz im kleineren Wohnzimmer. Nicht nur, dass ein Konferenzraum in der Regel größer ist als ein Wohnzimmer, zumeist finden auch Besprechungen am Tage statt, wenn es hell ist. Zuhause nutzt man einen Projektor demgegenüber überwiegend am Abend, wenn es dämmert oder dunkel ist. Zwar kann man auch einen Konferenzraum abdunkeln, doch nur in begrenztem Umfang, da die Zuhörer in der Lage sein müssen, sich Notizen zu machen.
Auch die dargestellten Daten unterschieden sich im Büro und zuhause. Handelt es sich im Büro zumeist um starre Präsentationen, müssen Projektoren im Wohnzimmer oft Spielfilme wiedergeben, was andere Ansprüche an die Hardware stellt.
Wichtig für Hobbyfotografen, die gerne eine Diashow ohne PC durchführen wollen, ist etwa die Möglichkeit, die Speicherkarte einer Digicam direkt oder mit Hilfe eines PC-Card-Adapters in den Projektor stecken zu können. So kann man nicht nur zuhause auf den lauten PC-Lüfter verzichten, sondern muss auch nur ein Gerät mit sich herumtragen, wenn man seine Bilder bei Freunden und Bekannten mit dem Beamer vorführen möchte.
Zu
•
PC-Card-Adaptern
Die Technik

Zu unterscheiden gibt es mittlerweile vier Klassen von Projektoren: LCD-, DLP-, LCoS und LED-Projektoren. Alle haben Vor- und Nachteile und unterscheiden sich nicht nur im Preis.
LCD In LCD-Projektoren (LCD: Liquid Crystal Display) arbeiten kleine TFT-Displays, deren Bild eine Lampe durch unterschiedliche Filter lenkt, bis es das Gehäuse verlässt und an die Wand geworfen wird. Die Technik ist relativ kostengünstig, was zu niedrigen Einstiegspreisen führt. Zudem ist die Bedienung der Geräte sehr einfach: Anschließen, einschalten, loslegen. LCD-Projektoren sind gut für Filmabende im Wohnzimmer geeignet. Sie bieten eine hohe Farb- und Bildqualität und beherrschen das 16:9-Breitbildformat in der Regel nativ, also ohne bildverschlechternde Skalierung.
Nachteil der LCD-Technik: Die Leuchtstärke ist begrenzt, sodass sie sich am besten für das (abgedunkelte) Heimkino und weniger für den Einsatz im hellen Büro eignen. Obendrein haben LCD-Projektoren Schwierigkeiten, ein tiefes sattes Schwarz darzustellen, was bei einem Videofilm durchaus störend wirken kann. Zudem sollte die Leinwand nicht zu nahe an der Sitzposition aufgebaut sein, da bei genauem Hinsehen die Gitterstruktur des TFT-Displays sichtbar werden kann.
DLP DLP-Projektoren (DLP: Digital Light Processing) erzeugen die Bilder mit Hilfe eines oder dreier Halbleiterchips. Bei einfacheren Modellen ist ein Chip für alle drei Grundfarben Rot, Grün und Blau zuständig. Höherwertige Projektoren verwenden für jeden Farbkanal einen eigenen Chip und erzielen damit ein klareres und besseres Bild. Auf den Chips sitzen mikroskopisch kleine Spiegel, mittels derer die Bildinformation projiziert wird. Das geschieht zusammen mit einem rotierenden Farbrad, das die Farben erzeugt.
Vorteile Besondere Vorteile von DLP-Projektoren sind die kleinen Gehäusemaße, die Geräte in einer Größe ermöglichen, die man komfortabel mit der Aktentasche transportieren kann. Hinzu kommt eine deutlich höhere Leuchtkraft, die den Einsatz auch in hellen Büros ermöglicht sowie satte Farben. Störende Gitter oder Pixel wie beim LCD-Pendant sind auch bei näherem Betrachten der Projektion nicht zu erkennen.
Nachteile Auch DLP-Projektoren haben Nachteile. So führt die starke Leuchtkraft bisweilen zu blassen Farben und auch zu einem matschigen Schwarz. Gleichzeitig hat dieser Typ Probleme ein reines Grau darzustellen. Beim Erzeugen von Grautönen kommt es bei einigen Geräten zu erhöhtem Bildrauschen, wodurch das Bild grobkörnig wirkt; im Extremfall werden gar falsche Konturen dargestellt.
Geräte mit nur einem Chip neigen zudem bei harten Kontrasten zu Farbverfälschungen. Der Grund ist der harte, schnelle Wechsel der Farben, der die Technik schon mal aus dem Tritt bringen kann. Der Projektor zeigt dann einen Moment einen unangenehmen Farbmix, der kurz aufflackert. Man spricht hier vom so genannten Regenbogeneffekt.
LCoS Die jüngste Technologie ist LCoS (Liquid-Crystal-on-Silicon), die man auch unter dem Kürzel D-ILA (Direct Drive Image Light Amplifier) findet, das JVC verwendet. Basis für die Bilderzeugung ist hier eine Siliziumfolie, die mit Flüssigkristallen beschichtet ist. Diese richten sich nach dem Licht der Projektorlampe aus und erzeugen dadurch das Bild. Das geschieht auf drei Chips, wobei jeder Chip für eine der Grundfarben Rot, Grün und Blau zuständig ist.
Vorteile LCoS-Projektoren bieten eine ausgezeichnete Bildqualität, die die von LCD- und DLP-Geräten im Heimkino übertrifft. Besonderheit sind die ausgesprochen guten Kontrastwerte, die für klare und scharfe Bilder sorgen. Zudem ermöglicht diese Technologie sehr hohe Auflösungen bis zu FullHD (1.920 x 1.080 Punkte). Die Projektoren sind dabei leiser und neigen weder zu einem Regenbogeneffekt, noch sind Gitterlinien im Bild sichtbar. Hinzu kommt eine sehr kompakte Bauweise, die kleinere Gehäusemaße ermöglicht, als bei DLP-Projektoren.
Nachteile Nachteile gibt es bei dieser Technik kaum, denn die LCoS-Technik kann im Heimkinobereich voll überzeugen. Einzig niedrige Leuchtkraftwerte können den guten Eindruck trüben. Im dunklen Wohnzimmer spielt das keine Rolle, doch fürs Büro sind die Werte in der Regel zu gering. Dafür sind sie aber auch gar nicht gebaut. Das ist vielmehr die Domäne der DLP-Projektoren.
LED Projektoren mit LED-Technik (Light Emitting Diode) könnten in Zukunft solche mit normalen Lampen ablösen. Denn sie haben einige Vorteile, die diese Technik viel versprechend erscheinen lassen.
Vorteile So benötigen sie keine teure Projektorlampe, da sie mit günstigen Leuchtdioden arbeiten. Diese haben zudem eine höhere Lebenserwartung als Lampen. Mindestens vier- bis fünfmal länger sollen sie halten, bis man sie austauschen muss. Manche Hersteller verdoppeln gar noch diese Zeitintervalle und versprechen eine bis zu zehnmal längere Lebensdauer.
Da LEDs sehr genügsam sind, brauchen die Projektoren deutlich weniger Strom und können sogar kabellos per Akku Bilder an Wände werfen. Damit sind sie ideal für den mobilen Einsatz, was die sehr kompakte Bauweise obendrein begünstigt. Kleinste Versionen sind etwa so groß wie ein Mobiltelefon und lassen sich mit Akku betreiben. Da die LEDs keine Aufwärmphase benötigen, sind die Projektoren mit dem Einschalten einsatzbereit. Ein Mythos ist allerdings, dass die Geräte ohne Kühlung auskämen. Das ist zumeist nicht der Fall. Die Wärmeentwicklung ist jedoch relativ gering, sodass LED-Beamer in der Regel leiser arbeiten als herkömmliche Projektoren.
Die Bildqualität ist hoch und die Farbdarstellung satt und klar. Da diese Technik ähnlich arbeitet wie DLP-Geräte gibt es hier auch hohe Kontrastwerte. Den typischen DLP-Nachteil des Regenbogeneffekts kennen LED-Projektoren aber nicht, da sie ohne Farbrad arbeiten.
Nachteile Allerdings befindet sich die Technik noch in den Kinderschuhen und hat dementsprechend mit entscheidenden Einschränkungen zu kämpfen. An erster Stelle steht die geringe Leuchtkraft, gemessen in ANSI-Lumen. Über 100 ANSI-Lumen kommen viele Geräte nicht hinaus. Immerhin: Topmodelle erreichen mittlerweile auch 1.000 ANSI-Lumen. Manche Hersteller versprechen noch höherer Werte. In der Regel kombinieren sie die LED-Technik dann aber mit einer anderen Leuchtquelle, etwa einem Laser.
Mobile Versionen, die mit einem Akku arbeiten, leuchten besonders schwach. Ihre Leuchtkraft liegt nicht selten unter 50 ANSI-Lumen, teilweise sogar deutlich darunter. Bisher erreichen die Geräte auch nur geringe Auflösungen von 800 x 600 Punkten (SVGA) und eignen sich damit nicht für hochauflösendes Fernsehen nach HDTV-Standard. Die möglichen Bilddiagonalen entsprechen etwa denen moderner Fernseher und reichen zurzeit maximal bis etwa 1,5 Meter.
Zu den
•
LCD-Projektoren •
DLP-Projektoren •
LCoS-Projektoren
Anschlüsse

Damit ein Projektor universal einsetzbar ist, sind so viele verschiedene Anschlüsse wie möglich nötig. In erster Linie zählt aber die Anbindung an vorhandene Zuspieler, wie DVD-Rekorder, TV-Empfänger, AV-Receiver, PC/Notebook und andere. Daher sollte man zunächst an der eigenen Ausrüstung kontrollieren, welche Anschlüsse vorhanden sind und einen neuen Beamer daraufhin untersuchen. Daneben gilt es aber auch, an die Zukunft zu denken. Moderne Zuspieler brauchen moderne Schnittstellen, damit sie ihre ganze Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen können.
Für die Kontaktaufnahme zu älteren Geräten sind analoge Anschlüsse immer noch sinnvoll. Gerade wenn man das Gerät mit sich nimmt und an fremde Zuspieler anschließen muss, bieten analoge Ports oft den kleinsten gemeinsamen Nenner. Für beste Bildqualität sind aber digitale Schnittstellen absolut nötig.
Analog Fehlen vorhandenen Geräten digitale Buchsen, eignet sich als analoge Variante die so genannte YUV-Verbindung am besten. Sie verspricht gute analoge Bilder. Man erkennt Anschlüsse und Cinch-Stecker an den Farben Rot, Grün und Blau. Den qualitativ zweiten Platz bei den Analogen besitzt die S-VHS-Schnittstelle. Dieser Kontakt ist mehrpolig, schwarz oder grau und kann nur in einer bestimmten Stellung angekoppelt werden. Die schlechteste Qualität erhält man bei Anschluss über FBAS, zu erkennen am gelben Cinch-Stecker. Um einen PC oder ein Notebook analog anzukoppeln, benötigt der Projektor eine VGA-Schnittstelle.
Digital Wenn möglich, sollte man stets zu digitalen Anschlüssen greifen. Für moderne AV-Receiver, DVD-Rekorder, Blu-ray- oder HD-DVD-Player ist dafür eine HDMI-Schnittstelle (High Definition Multimedia Interface) Voraussetzung. Sie gilt als Nachfolger der betagten Scart-Kupplung und kann neben dem Bild auch den Ton übertragen. Zudem kommt HDMI mit dem Kopierschutzverfahren HDCP (High-Bandwidth Digital Content Protection) zurecht, das manchmal nötig ist, um mit Kopierschutz geschützte Filme abspielen zu können. Eine mögliche Alternative hierzu wäre ein DVI-Port, der den Kopierschutz ebenfalls beherrscht. Um PC oder Notebook ohne HDMI-Ausgang digital ankoppeln zu können, ist DVI praktisch.
WLAN Wer Daten ohne Kabelsalat oder umständliches Verlegen langer Leitungen übertragen möchte, sollte auf eine WLAN-Schnittstelle achten. Entweder hat der Projektor eine kabellose Netzwerkkarte samt Antenne im Gehäuse fest integriert oder er lässt sich mittels PC-Card oder USB-Stick entsprechend erweitern. Besonders großen Nutzen von solch einer Funktion hat man, wenn man den Beamer mobil in Kombination mit einem Notebook einsetzt, mehr als ein Stromkabel ist dann nicht nötig. Zudem können auch Freunde oder Geschäftspartner Daten an den Projektor schicken.
Für die Kontaktaufnahme ist jedoch in der Regel eine spezielle Software auf dem antreibenden Computer nötig. Diese bereitet die zu sendenden Daten für den kabellosen Versand auf. Das bedeutet gleichzeitig: Nicht jeder Netzwerk-PC kann ungehindert auf den Beamer zugreifen.
Eine wichtige Rolle spielt die mögliche Netzwerkgeschwindigkeit. Wer Fotos oder Präsentationen vorführen möchte, ist bereits mit dem relativ langsamen b-Standard zufrieden. Mit dem schnelleren g-Standard geht es zwar flotter, doch spürt man dies bei statischen Daten kaum. Wer allerdings Videos übertragen möchte, braucht den schnellen n-Standard, den nicht alle Projektoren beherrschen. Bei den langsameren Varianten muss man mitunter Ruckelbilder in Kauf nehmen.
Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
•
DVD-Playern •
Blu-ray •
Heimkinosystemen •
TV- und HiFi-Kabeln •
Funknetzwerken
Einsatzort

Ob Wohnzimmer oder Konferenzraum, entscheidend für eine gute Darstellung sind die Größe des Raumes und der zu erwartende Abstand zur Leinwand. Wird der Projektor fest installiert, gibt es einen festen Abstand, nach dem man sich richten kann. Die Suche nach einem ausreichend lichtstarken Projektor, der die ermittelte Distanz zur Leinwand überbrücken kann, grenzt somit die Auswahl ein.
Etwas schwieriger wird´s aber, wenn der Projektor nicht ständig an einem Ort betrieben wird. Möchte man ihn in Räumen verwenden, deren Größen stark voneinander abweichen, ist die Auswahl der Geräte etwas schwieriger, da nicht jeder Projektor in kleinen Räumen ein ausreichend großes Bild projizieren kann. Genauso ist nicht jedes Gerät in der Lage, in großen Räumen eine mehrere Meter große Distanz zur Leinwand zu überwinden und dennoch ein scharfes und nicht zu großes Bild zu liefern.
Wechselobjektive Wer häufig mit unterschiedlichen Raumgrößen zu kämpfen hat, sollte einen Projektor wählen, der Wechselobjektive aufnehmen kann. So lässt sich mit einem Weitwinkelobjektiv auch in relativ kleinen Räumen ein ausreichend großes Bild produzieren oder mit einem Teleobjektiv das Bild über längere Distanzen in guter Qualität auf die Wand projizieren. In letzterem Fall ist aber ein sehr leuchtstarker Projektor erforderlich. Ein Objektiv ist auch für diejenigen interessant, die gar nicht die Räume wechseln wollen, sondern für das Aufstellen nur einen sehr kleinen oder großen Raum zur Verfügung haben.
Short-Throw-Projektoren Manche Projektoren sind von Haus aus auf spezielle Raumsituationen vorbereitet. So gibt es beispielsweise zahlreiche Modelle, die mit nur einem Meter Abstand zur Wand Bilddiagonalen von über einem Meter erreichen. Entsprechende Geräte nennt man auch Short-Throw-Projektoren (Short-Throw- engl. für kurze Projektionsdistanz). Sie sind praktisch für kleine Räume. Trotz geringem Abstand zur Leinwand können solche Modelle oft das Bild sehr weit nach oben oder unten verschieben. Sie können somit etwa unter dem Couchtisch stehen oder dicht unter der Zimmerdecke hängen. Allerdings sind sie häufig nicht in der Lage, auch bei großem Abstand ein überzeugendes Bild zu produzieren.
Short-Throw-Projektoren sind auch gut für Vorträge geeignet, da die Referenten nicht zwischen Projektor und Leinwand stehen müssen. So werden diese nicht geblendet und werfen gleichzeitig keine Schatten aufs Bild.
Deckenmontage In einem kleinen Raum kann es manchmal hilfreich sein, den Beamer an der Decke zu montieren, damit er nicht unnötig Platz wegnimmt. Wer das tut, sollte aber unbedingt darauf achten, dass dem Projektor eine Fernbedienung beiliegt, damit er nicht ständig auf den Stuhl steigen muss. Diese sollte beleuchtet sein, zumindest wenn man den Projektor im abgedunkelten Heimkino verwendet. Andernfalls müsste man stets ein Licht einschalten, um die Tasten erkennen zu können. Damit aber nach erfolgter Steuerung die leuchtenden Tasten den Abend nicht stören und unnötig am Akku nagen, sollte sich diese nach kurzer zeit automatisch wieder ausschalten.
Ebenfalls wichtig bei Deckenmontage: Das Gerät muss das Bild richtig drehen und wenden können, damit es nicht auf dem Kopf steht. Man spricht auch von horizontaler und vertikaler Bildumkehr.
Wer regelmäßig die Präsentationsräume wechselt und das Gerät auch mit zum Kunden oder zu Freunden und Bekannten mitnehmen möchte, sollte nach einem kleinen und leichten Beamer Ausschau halten. Es gibt bereits Fliegengewichte, die unter einem Kilogramm wiegen. Ausgewachsene Boliden bringen hingegen auch schon mal 20 Kilogramm auf die Waage.
Bildverzerrungen Oft lässt sich ein Projektor nicht mittig vor der Projektionsfläche aufstellen, weil er dann den Anwesenden im Weg wäre, oder diese selbst Schatten werfen würden, falls sie zwischen Beamer und Leinwand säßen. Muss der Projektor das Bild aufwärts oder von der Decke nach unten projizieren, kommt es zwangsläufig zu unschönen Verzerrungen. Diesem wirken die Hersteller mit dem so genannten Lensshift oder Trapezkorrektur entgegen. Dabei lässt sich das Objektiv so weit verstellen, bis - trotz schräger Projektion - keine Verzerrungen mehr auftreten. Dies ist sowohl horizontal wie auch vertikal möglich, allerdings nicht unendlich, sondern innerhalb gewisser Grenzen. Wie schräg der Winkel maximal sein darf, kann man in den technischen Daten des jeweiligen Beamers ablesen.
Einige Projektoren können ein schiefes Bild nur digital ausgleichen, ohne die Linse verschieben zu müssen. Sie erreichen dieses auf elektronischem Wege. Das ist praktisch, hat aber auch einen Nachteil: Um die Schieflage effektiv ausgleichen zu können, müssen sie die Bildauflösung verringern.
Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
•
Objektiven •
Universalfernbedienungen Zu den
•
Deckenmontagesets •
Projektorobjektiven
Die richtige Auflösung

Bei der Auflösung ist es bei den Projektoren wie bei den TFT-Displays: Sie können nur bei einer Einstellung ein wirklich klares und scharfes Bild anzeigen. Andere Auflösungen können sie zwar interpolieren, doch wirken die Bilder dann leicht unscharf und matschig. Daher sollte man sich genau im Klaren darüber sein, welche Auflösung man benötigt.
Im Büro Präsentationen legt man meist in der Größe an, die der Bildschirm bietet, an dem man sitzt. Nicht selten bedeutet das 1.024 x 768 Punkte beziehungsweise XGA. Da ist es nur logisch auch einen Projektor zu wählen, der diese Auflösung darstellen kann. Verwendet man dagegen einen Beamer mit geringerer Auflösung, muss man beim Erstellen der Präsentation dieses stets berücksichtigen, eine Fehlerquelle, in die so mancher stolpern wird.
Günstiges Heimkino Für das Heimkino gelten andere Regeln. Das Fernsehbild stellen solche Projektoren am besten dar, deren Auflösung nahe an der PAL-Norm liegt (768 x 576 Punkte). Hier bieten sich Geräte mit 800 x 600 Punkten (SVGA) Auflösung an. Achten Sie aber darauf, dass die Projektoren zwischen dem normalen 4:3-Fernsehformat und dem 16:9-Breitbildformat wechseln können. Für die volle Unterstützung des 16:9-Formats sollte das Gerät eine Auflösung von 1.024 x 576 Bildpunkten nativ darstellen können. Auch wenn viele Sender ihr Fernsehprogramm noch teilweise im Standardformat senden, werden sehr viele Sendungen und auch DVD-Filme meist im Breitbildformat produziert. Selbst die Tagesschau sendet heute im Breitbildformat.
Fürs Fernsehen Möchte man über den Projektor häufig fernsehen, ist es gut, wenn dieser Breit- und Normalbild mit nativer Auflösung darstellen kann. Das klappt beispielsweise mit einem Trick, mittels dessen das Gerät je nach Format nicht benötigte Bildteile einfach abdeckt. Solch ein Gerät löst daher am besten mit 1.024 x 768 Punkten auf.
HDTV Soll der Projektor aber auch hochauflösende Fernseh- und DVD-Signale nach HDTV-Standard nativ wiedergeben können, sind mindestens 1.280 x 720 Punkte (720p) nötig. Die optimale Auflösung für beste Detaildarstellung und schärfste Bilder läge gar bei 1.920 x 1.080 Punkten (1.080i/p/FullHD). Für hochauflösende Bilder ist es besonders wichtig, dass die Bilder nicht hochgerechnet werden, sondern dass der Beamer diese nativ darstellen kann. Andernfalls ginge durch das Umrechnen der Auflösung der ganze Vorteil der HD-Technik wieder verloren.
Upscaling Rechnen sollte so ein Projektor aber dennoch können. Und zwar dann, wenn man auch PAL-Bilder in HD-Auflösung betrachten können möchte. Könnte er das nicht, bliebe ein breiter weißer Balken um das deutlich verkleinerte Bild auf der Leinwand sichtbar. Sehr unschön! Nahezu alle Geräte sind jedoch in der Lage, mittels so genannter Upscaling-Funktion, die Bilder aufzublähen. Da sie die fehlenden Pixel jedoch hinzurechnen müssen, ist die Bildqualität in diesem Modus nicht so hoch wie bei nativer FullHD-Auflösung.
Diashows Wer seinen Diaprojektor einmotten und gegen einen Beamer eintauschen möchte, braucht eine möglichst hohe Auflösung, die nahe an die Auflösung der Digicam herankommt. Bei zu geringer Auflösung würden zahlreiche Details untergehen und die Freude am Projektor wäre schnell verflogen. Allerdings sind Geräte mit hohem Auflösungsvermögen nicht gerade günstig. Machen Sie am besten einen kleinen Test am PC-Monitor. Wenn Sie dort beispielsweise mit 1.024 x 768 Punkten ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen, werden Sie vermutlich auch mit dieser Auflösung am Projektor glücklich werden.
Einige Hersteller geben statt der Auflösungspunkte gerne die entsprechenden Abkürzungen an, was jedoch sehr verwirrend sein kann. Für eine bessere Orientierung übersetzen wir die gängigsten in der folgenden Tabelle. Da es aber pro Kürzel teilweise noch andere, ähnliche Auflösungen gibt, bleibt es einem manchmal nicht erspart, die technischen Spezifikationen dennoch genau zu studieren.
Auflösungsübersicht
Abkürzung – Auflösung
SVGA ◊ 800 x 600
WVGA ◊ 864 x 480
WSVGA ◊ 1.024 x 600
XGA ◊ 1.024 x 768
WXGA ◊ 1.280 x 768
SXGA+ ◊ 1.400 x 1.050
WUXGA ◊ 1.920 x 1.440
Bilder umzurechnen ist nicht immer von Nachteil. Mitunter kann es gar die Bildqualität erhöhen. Nämlich genau dann, wenn aus Halbbildern Vollbilder werden. Das macht die Progressive-Scan-Technik, die viele gute DVD-Player beherrschen. Damit man den Vorteil auch am Beamer sehen kann, sollte dieser die Technik ebenfalls unterstützen, andernfalls würde man Bildqualität verschenken.
Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
•
HDTV •
Monitoren
3D-Projektoren

Wie auch TV-Geräte sind zahlreiche Projektoren in der Lage, Bilder dreidimensional darzustellen. Voraussetzung dafür ist FullHD-Darstellung. Denn 3D-Filme gibt es fast nur auf Blu-ray-Discs und diese bieten Filme in höchster Auflösung. Zurzeit gibt es zwei unterschiedliche Methoden, mit denen Projektoren dreidimensionale Bilder darstellen. Die eine Methode funktioniert wie beim 3D-Fernsehen: Die Geräte projizieren abwechselnd ein Bild für das rechte und das linke Auge. Damit jedes Auge auch nur das Bild sieht, das für diese bestimmt ist, müssen Zuschauer eine so genannte Shutterbrille tragen.
Aktive Shutterbrille Um das Bild genauso flüssig wie bei 2D-Darstellung anzeigen zu können, ist es nötig, die Bildwiederholfrequenz entsprechend zu erhöhen. Für die korrekte Anzeige ist es weiterhin wichtig, dass Brille und Projektor absolut synchron arbeiten. Dieses erreicht man durch das Aussenden eines Infrarotsignals an die Brille. Meistens ist dazu ein kleines Zusatzgerät nötig, das man so aufstellt, dass zwischen ihm und den Brillen freie Sicht herrscht. Befindet sich etwas dazwischen, arbeiten die Geräte nicht synchron und der 3D-Effekt ist weg. Es sollte also niemand davorlaufen. Zudem muss man ein Kabel vom Projektor zum Infrarotsender legen. Durch das ständige Öffnen und Schließen der Gläser besteht zudem die Gefahr, dass das Gehirn störende Geisterbilder erzeugt. Die Brillen benötigen zum Arbeiten Strom, müssen also Batterien oder einen Akku mit genügend Reserve haben.
Wie im Kino Die zweite Methode funktioniert genauso wie in vielen 3D-Kinos. Hier verwendet man passive Brillen mit sogenannten Polarisationsfiltern. Das macht die Brille leichter und angenehmer zu tragen. Zudem ist die Gefahr von Geisterbildern verringert. Die Darstellung wirkt sehr viel ruhiger. Nachteil: Die Technik ist aufwendiger und teurer. Damit der 3D-Effekt wirkt, sind eigentlich zwei Projektoren nötig. Entsprechende Geräte haben somit die Technik zweier Beamer in nur einem Gehäuse, inklusive zweiter Lampe. Folge: Die Anschaffungs- und Unterhaltskosten sind deutlich höher. Allerdings: Beide Lampen müssen sich eine Linse teilen, die mit Hilfe eines Polarisationsfilters das dreidimensionale Bild erzeugt. Die Linse kann das 3D-Bild jedoch nur produzieren, wenn sie Unterstützung von einer bestimmten Leinwand bekommt. Diese muss mit Silber beschichtet sein, um den 3D-Effekt sichtbar machen zu können. Standardleinwände versagen hier.
Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
•
Blu-ray •
3D-Fernsehern Zu
•
3D-Brillen und weiterem Projektorzubehör •
Blu-ray-Videos
Leuchtstärke und Kontrast

Tageslicht ist des Projektors größter Feind. Ständig muss er dagegen ankämpfen, um trotz dessen ein leuchtstarkes und klares Bild zu liefern. Viele Geräte scheitern an dieser Aufgabe und zwingen dazu, den Raum abzudunkeln. Zugegeben, richtig erstklassige Bilder liefern alle Projektoren nur in dunklen und stark abgedunkelten Räumen. Doch mit einer ausreichend starken Lampe schaffen es gute Projektoren, sich erfolgreich gegen das Tageslicht zu behaupten.
Am heftigsten tobt der Kampf gegen die Sonne im Büro. Dort arbeitet man meist über Tag und die Räume dürfen nicht zu sehr abgedunkelt sein, damit man sich während einer Präsentation Notizen machen und auch in die Augen sehen kann. Für diesen harten Einsatz sollte ein Projektor sehr starke Leuchtkraft mitbringen. Als Untergrenze sollte hier ein Wert von 2.000 ANSI-Lumen gelten. Mehr ist besser, aber entsprechende Geräte sind auch teurer.
Weniger fürs Wohnzimmer Im Wohnzimmer sitzt man zumeist nach Feierabend, wenn es dämmert oder bereits dunkel ist. Daher ist hier keine so große Leuchtkraft erforderlich. Aber 1.000 ANSI-Lumen sollten es auf jeden Fall sein. So ist sichergestellt, dass man die Beleuchtung angeschaltet haben und auch tagsüber - dann aber etwas abgedunkelt - ins Heimkino gehen kann. Wer aber auch an hellen Tagen Filme genießen möchte, braucht für zuhause die gleiche Leuchtkraft wie fürs Büro.
Raumgröße entscheidend Neben dem Einsatzort spielt auch die Größe des Raumes eine entscheidende Rolle für die Leuchtkraft. So ist für kleine Räume eine geringere Leuchtkraft meist ausreichend, da der Abstand zwischen Projektor und Leinwand geringer ist. Gleichzeitig gibt es weniger Streulicht. Mit größerer Raumfläche muss somit auch die Leuchtkraft steigen. Beispiel: Reichen für ein kleines 18-Quadratmeter Wohnzimmer möglicherweise schon 700 bis 800 ANSI-Lumen, verlangt ein 40-Quadratmeter Raum schon nach etwa der doppelten Leistung, also zirka 1.500 ANSI-Lumen.
In der Regel gilt: je stärker die Leuchtkraft, desto besser das Bild. Allerdings hat diese Regel auch eine Kehrseite. Denn große Leuchtkraft bedeutet eine hellere Lampe und somit höheren Stromverbrauch. Außerdem entwickelt eine hellere Lampe mehr Wärme und muss dementsprechend stärker gekühlt werden, was meist ein höheres Betriebsgeräusch mit sich führt, zumindest wenn der Hersteller beim Lüfter gespart hat.
Kontrast Neben der Leuchtkraft ist auch das Kontrastverhältnis wichtig. Vereinfacht ausgedrückt ist damit der Helligkeitsunterschied zwischen weißen und schwarzen Farbbereichen gemeint. Je größer der Unterschied, also je höher das Kontrastverhältnis, desto dynamischer und klarer wirkt das Bild. Für Filmabende ist ein hohes Kontrastverhältnis besonders wichtig. Entsprechende Projektoren sollten mindestens ein Verhältnis von 2.000:1 aufweisen. Für den Büroeinsatz kann man den Wert jedoch immer dann vernachlässigen, wenn es nur darum geht, Präsentationen vorzuführen.
Einige Hersteller sprechen auch vom so genannten dynamischen Kontrast. Dieser unterscheidet sich vom herkömmlichen Kontrast, der auf einem starren Bild basiert und die größten Helligkeitsunterschiede zwischen weißen und schwarzen Pixeln angibt. Der dynamische Kontrast basiert demgegenüber auf einem sich bewegenden Bild. So verwenden die Hersteller eine dynamische Blende, die während der Projektionen blitzschnell den Lichtdurchlass verändert und somit bei einigen Bildern besonders viel Licht, bei anderen besonders wenig durchlässt. Das kann, muss aber nicht zu einem besseren Bild führen. Einen realistischen Vergleich zwischen unterschiedlichen Projektoren bietet nur der einfache Kontrastwert.
Zu
•
Ersatzlampen für Projektoren
Keine Krachmacher

Sie kennen es vielleicht schon vom Diaprojektor, die verwendeten Lampen leuchten so stark, dass sie sehr heiß werden und ständig von einem Lüfter gekühlt werden müssen. Genauso ist es auch beim Beamer. Da jeder Lüfter Geräusche macht, hört man also auch den Projektor ständig.
Lauter im Büro Im Konferenzraum nimmt man das Geräusch weniger wahr, da meist mehrere Leute im Raum sind und somit von vornherein ein erhöhter Lärmpegel vorhanden ist. Zuhause beim Spielfilm ist das anders. Da möchte man nicht während einer ruhigen und spannenden Passage das Gefühl haben, dass der Staubsauger noch läuft. Daher gilt: Bereits vor dem Kauf auf den Lärmpegel achten. Dieser wird in Dezibel (dB/A) gemessen und sollte bei jedem Projektor mit angegeben sein.
Besonders leise Projektoren erzeugen kaum mehr als 20 Dezibel, einige sogar knapp darunter. Laute Vertreter erreichen manchmal sogar knapp 50 Dezibel, was man zuhause und auf Dauer auch im Büro als sehr störend empfindet.
Achtung Sparmodus Beim Durchforsten der technischen Details sollte man aber nicht nur auf den Dezibelwert achten, sondern auch darauf, wann er gemessen wurde. Denn pfiffige Marketingstrategen geben den Wert gerne im so genannten Economy-Betrieb an. In dem arbeitet der Projektor allerdings mit deutlich verminderter Leuchtkraft, was dazu führt, dass der Lüfter sich nicht voll ins Zeug legen muss und somit auch leiser ist. Entscheidend ist die Lautstärke bei voller Leistung, da der Projektor nur dann die angegeben technischen Werte erreicht.
Kleine Gehäuse Eine böse Überraschung kann auch erleben, wer ein besonders kleines Gerät verwendet, das wenig Platz verbrauchen oder transportabel sein soll. Die kompakte Bauweise lässt den Bauteilen wenig Platz im Gehäuse und macht es der Luft schwerer an diesen vorbeizuströmen. Zudem heizt die warme Lampe den engen Raum schneller auf. Folge: Der Lüfter muss schneller rotieren und verursacht einen höheren Geräuschpegel.
Stolperfalle Deckenmontage In Bezug auf die Lüfterlautstärke kann sich eine Deckenmontage schnell als Eigentor entpuppen. Zum einen, weil der Luftaustritt und damit auch die Schallrichtung direkt nach unten zum Zuschauer geht. Zum anderen aber vor allem, weil der natürliche Weg für die Abluft blockiert ist. Die Wärme kann nicht nach oben entweichen, will aber steigen. Somit wird das Gerät wärmer, beziehungsweise muss stärker gekühlt werden, als beim herkömmlichen Aufstellen. Der stärker rotierende Lüfter macht folglich mehr Lärm. Eventuell ist es dadurch auch nicht möglich, den leiseren Economy-Modus nutzen zu können.
Alternativen Um dieser Stolperfalle aus dem Weg zu gehen, wählt man für die Deckenmontage am besten ein Gerät, das die Abluft an den Seiten abgibt. Alternative: Man montiert den Beamer nicht über Kopf hängend, sondern stehend auf einer Unterlage und befestigt diese mit einem oder mehreren Armen an der Decke. Das sieht möglicherweise nicht ganz so elegant aus, hat aber zwei Vorteile: Die Luft strömt ungehindert nach oben und zusätzlich schirmt die Standplatte das Lüftergeräusch ab, so dass es noch ein wenig stiller wird.
Ideal ist es, wenn der Projektor auch unten große Lüftungsschlitze hat. Dann kann die Luft bei Überkopfmontage zur Decke entweichen. Zufriedenstellend klappt das aber nur, wenn der Lüfter in diesem Fall die Luft nur durch diese Ausgänge drängt.
Zu
•
Deckenmontagesets
Die Ersatzlampe

Nicht zu vernachlässigen sind die Kosten für den Ersatz der Lampe. Früher oder später muss man sie austauschen, wie jede andere Birne auch. Mit Preisen von etwa 100 bis zu 1.000 Euro sind die Lampen aber nicht gerade günstig. Daher empfiehlt es sich, bereits vor dem Kauf des Projektors einen Blick auf den Preis einer Ersatzlampe, sowie die zu erwartende Lebensdauer zu werfen.
Lebensdauer entscheidend Einige Lampen bringen es nur auf wenige hundert Stunden, wo hingegen Spitzenlampen bis zu 6.000 Stunden leuchten können, also etwa bis zu zehn Mal länger. Für die Differenz, also den Preis von neun neuen Lampen, kann man locker einen zweiten Projektor kaufen. Aufgrund des hohen Lampenpreises ist es sehr wichtig, auf die Garantie zu achten. Einige Hersteller gewähren eine mehrjährige Garantie und andere nur einen sehr kurzen Zeitraum.
Wer seinen Projektor viel benutzen möchte, greift also besser zu einem, dessen Lampe eine lange Lebensdauer verspricht, um die Folgekosten im Rahmen zu halten. So hält eine Lampe mit einer Lebenserwartung von 2.000 Stunden bei täglichem Einsatz von drei Stunden nur etwa zwei Jahre. Für den gelegentlichen Einsatz kann man guten Gewissens zu einem Gerät greifen, dessen Lampe keinen extrem langen Atem hat, denn 1.000 Stunden entsprechen immerhin etwa 1.000 Konferenzen oder 500 Spielfilmen.
Leben verlängern Glücklicherweise lässt sich der Lampentod ein wenig hinauszögern. Am einfachsten geht das, wenn man auf ein wenig Leistung verzichtet und hauptsächlich den Eco-Modus verwendet. Der damit verbundene Leuchtkraftverlust macht sich zumindest im dunklen Wohnzimmer nur gering bemerkbar. Ausprobieren lohnt in jedem Fall. Denn gleichzeitig entwickelt die Lampe weniger Wärme, sodass der Projektor weniger gekühlt werden muss und dadurch leiser arbeitet. Die höhere Lebenserwartung im Eco-Modus führt übrigens oft dazu, dass die Hersteller die Lampen mit jenen höheren Werten bewerben. Wer jedoch immer volle Leistungsfähigkeit seines Beamers erwartet, sollte bei den Angaben zweimal hinsehen.
Weiter hilfreich: Den Projektor und damit die Lampe stets in Ruhe abkühlen lassen, bevor man ihn endgültig vom Stromnetz trennt. Auch Temperaturschwankungen mögen die Birnen gar nicht. Für sie ist es reinster Stress, wenn man den Projektor unmittelbar nach dem Betrieb ins kalte Auto legt. Ist das Gerät kühl, sollte man den Projektor abdecken oder verpacken, damit möglichst wenig Staub auf die Lampe gelangt. Dieser verkürzt das Lampenleben genauso wie unnötiges Ein- und Ausschalten.
Den Lampentausch komplett vernachlässigen kann nur, wer auf LED-Beamer setzt. Bei einem angenommenen täglichen Betrieb von zwei Stunden, beträgt die Haltbarkeit der LEDs bei vorausgesetzten 10.000 Betriebsstunden weit über 13 Jahre.
Zu
•
Ersatzlampen •
Transporttaschen
Blauer Engel

Wer sich nicht so gerne mit technischen Daten rumschlagen möchte, kann nach einem Projektor Ausschau halten, der das Umwelt- und Verbraucherschutzzeichen „Blauer Engel“ trägt. So hat die Umwelt-Jury, die das Siegel verleiht und die Richtlinien erlässt, relativ strenge Vorgaben für Projektoren gemacht.
Um das Siegel zu erhalten, dürfen Projektoren bis zu einer maximalen Leuchtkraft von 1.750 Lumen maximal 33 Dezibel Lärm erzeugen. Geräten mit höherer Leuchtkraft sind maximal 35 Dezibel gestattet. Gleichzeitig müssen die Hersteller eine Lampenlebensdauer von mindestens 2.000 Stunden garantieren.
Als Obergrenze für den Stromverbrauch hat die Jury 0,15 Watt pro Lumen festgelegt. Obendrein sind die Hersteller gezwungen, die verwendeten Projektormaterialien anzugeben und Hinweise darauf geben, wie diese und auch verbrauchte Lampen fachgerecht entsorgt werden können.
An die Leinwand denken

Mit dem Projektor alleine ist es noch nicht getan. Denn dessen Geld wäre fast aus dem Fenster geworfen, wollte man das Bild nur auf die Raufasertapete oder den blanken Putz werfen. Auf solch einem Untergrund wird jedes Bild unscharf und matschig wirken. Damit die Farben leuchten können und das Bild scharf genug ist, braucht man eine Leinwand.
Gain-Faktor Wie gut eine Leinwand die Projektion erstrahlen lässt, ist abhängig davon, wie gut sie das Licht zum Zuschauer reflektieren kann. Dies gibt der sogenannte Gain-Faktor an. Ist dieser niedrig, schluckt die Leinwand das Licht oder verteilt einen Teil davon diffus im Raum. Je höher der Gain-Faktor ist, desto mehr Licht erreicht die Augen der Betrachter und umso höher erscheint die Leuchtkraft. Gain-Faktor 2 beschreibt bereits eine sehr hohe Leuchtkraft. Wer einen etwas lichtschwachen Projektor verwendet, kann mit einer entsprechenden Leinwand das Ergebnis verbessern. Für lichtstarke Projektoren ist meist schon eine Leinwand mit Gain-Faktor von 1 bis 1,2 ausreichend.
Gibt es zuhause bereits eine Leinwand für Dias, kann man es zunächst damit versuchen. Sie sollte aber ruhig stehen, sodass es nicht zu unschönen Verzerrungen beim Betrachten kommt. Im Konferenzraum gibt es häufig so genannte Whiteboards. Das sind weiße Kunststofftafeln, auf die mit speziellen abwaschbaren Filzstiften wie auf eine Schultafel geschrieben werden kann. Diese Boards sind nicht ideal für Projektoren, geben das Bild aber immerhin zufriedenstellend wieder. Sind sie aber zu klein, muss eine Extra-Leinwand her.
Formatfrage Beim Neukauf ist es wichtig, auf den Einsatzzweck zu achten. Im Konferenzraum reicht in der Regel eine ausreichend große Leinwandfläche im herkömmlichen 4:3-Format, fest installiert oder portabel, je nach Budget und Einsatzzweck.
Im Wohnzimmer sollte man aber berücksichtigen, welches Format man überwiegend fürs Betrachten verwendet, da sich ein breiter, weißer Rahmen um das Bild auf Dauer als sehr störend erweist. Idealerweise sollte die Leinwand gut mit dem Projektor harmonieren, sodass bei vollem Projektionsbild nahezu kein Rand, oder nur ein wenige Zentimeter breiter Rand bleibt. Weniger störend wirkt dieser Rand, wenn er in Schwarz gehalten ist, da dieser nicht unnötig stark mitleuchtet.
Checkliste

Um die Auswahl leichter zu machen, haben wir hier noch einmal die wichtigsten Kriterien gebündelt nach Einsatzzweck aufgelistet.
Einsatz im Büro
• Starke Leuchtkraft
• Gängige PC-Auflösung (1.024 x 768/XGA)
• Große Projektionsfläche
• Fernbedienung
• Gehäusegröße zweitrangig
• Geräuschentwicklung zweitrangig
• eventuell fest montierte Leinwand
• für Einsatz in sehr großen Räumen: Möglichkeit ein Teleobjektiv zu verwenden
Zuhause (abends)
• geringere Leuchtkraft ausreichend
• leiser Lüfter
• geringe Stellfläche, eventuell an der Decke montierbar
• Fernbedienung
• lange Ausdauer der Lampe (lange Garantie)
Für Fernsehen im PAL-Format:
• 800 x 600 Punkte Auflösung (SVGA)
• 1.024 x 768 Punkte für 16:9-Format
• umschaltbar zwischen 4:3- und 16:9-Format
Für Video:
• 1.024 x 768 Punkte Auflösung (XGA)
• 16:9-Format
• für HDTV höhere Auflösungen: 1.280 x 720 oder besser: 1.920 x 1.080 (FullHD)
• HDMI-Anschluss oder DVI, der HDCP verarbeiten kann
Für Diashow und Gaming:
• höhere Auflösung: z.B. 1.024 x 768 Punkte
• Speicherkartensteckplatz für Digitalfotos
• Große Projektionsfläche zweitrangig
• Leinwand, die zur Leistung des Projektors passt und sich gut ins Wohnzimmer integrieren lässt
• für Einsatz in sehr kleinen Räumen: Möglichkeit ein Weitwinkelobjektiv zu verwenden
Unterwegs
• je nach Haupteinsatzart die oben genannten Punkte
• geringes Gewicht
• Transporttasche/-koffer im Lieferumfang
• eventuell portable Leinwand
Zu
•
Projektorzubehör •
Zubehörassistent
Allgemein

Wer sich heute auf die Suche nach einem Projektor macht und seinen Fernseher einmotten möchte, sollte sich das gründlich überlegen. Denn die Bildqualität eines Beamers ist - besonders bei Tageslicht - immer noch schlechter als bei modernen TV-Geräten. Auch würde täglicher, langer Einsatz als TV-Ersatz zu hohen Austauschintervallen bei der Ersatzlampe führen. Ein Projektor sollte daher eine Heimkinoanlage am besten ergänzen.
Nicht vergessen sollte man neben den Anschaffungskosten für den Projektor auch mögliche Folgekosten. In der Regel liegen zwar alle Kabel im Paket, sodass man Heimkino oder Präsentation sofort starten kann, doch möchte man das Gerät dauerhaft an einem festen Ort aufstellen oder installieren, fehlen schnell die richtigen Verbindungen. Zu nennen ist hier in jedem Fall ein langes Kabel, da es möglichst unsichtbar vom Zuspieler aus den Weg zum Projektor finden soll.
Raumklang Damit das Kinogefühl komplett wird, braucht man möglichst auch noch den raumfüllenden Klang einer Surround-Anlage, um den Ton auch dort orten zu können, wo er im Film entsteht. Wer noch keinen AV-Receiver hat, der den Ton entsprechend an die Lautsprecher verteilt, benötigt auch diesen noch. Ausnahme: Der Projektor oder auch der DVD-Player hat den dafür nötigen Surround-Dekoder bereits mit an Bord. In diesem Fall ließen sich die Lautsprecher direkt dort anschließen.
Auch ohne Surround-Anlage ist es vorteilhaft, den Ton über externe Lautsprecher auszugeben. Auch wenn der Projektor interne Lautsprecher besitzen sollte, kann man von diesen nur mäßigen oder gar unbefriedigende Klangqualität erwarten.
Weitere Informationen in den Kaufberatungen zu
•
AV-Receivern •
Heimkinosystemen •
Fernsehern •
DVD-Playern •
TV- und HiFi-Kabeln •
Lautsprechern
Weitere Kaufberatungen aufrufen