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Was ist ein NAS? – Kaufberatung NAS Systeme bei computeruniverse


Egal ob fürs Backup, als zentrale Sammelstelle für Daten oder als private Cloud fürs Internet – ein Netzwerkspeicher (auch NAS – Network Attached Storage genannt) kann viele Funktionen erfüllen und stellt eine sinnvolle Ergänzung für ein Heimnetzwerk dar. Spaß machen diese Netzwerkspeicher vor allem, wenn sie leicht zu bedienen sind und flott zu Werke gehen. In dieser Kaufberatung erfahren Sie, worauf bei einem NAS geachtet werden sollte und wie Sie den richtigen Netzwerkspeicher für sich auswählen.

  1. Zentrale Abspeicherung von Daten
  2. Einrichtung, Verwendung und Features
  3. Welche Festplatte gehört in einen Netzwerkspeicher?
  4. Wie schnell ist ein Nas und wie kann es schneller werden?
  5. Abschließende Tipps

Zentrale Abspeicherung von Daten

NAS bei computeruniverseNotebook, Netbook, Ultrabook, PC, Tablet, Smartphone und Konsolen – sie alle sind hungrig auf Daten. Sie sollen Bilder, Videos, Musik, Dokumente und anderes anzeigen. Das Problem: Nicht alle haben genügend Platz für sämtliche Dateien. Zudem wäre ein Datenabgleich für zwei, drei oder mehr Geräte aufwendig und zeitraubend. Die Lösung: ein Zentralspeicher, auf dem sämtliche Daten liegen und auf den alle Geräte Zugriff haben. Ein Heimserver wäre eine Möglichkeit, doch müssten Sie hier einen kompletten PC bereitstellen der ununterbrochen läuft – eine sehr aufwendige und teure Lösung also.
Ein Abspeichern in der Cloud – also einem Datenspeicher im Internet – wäre zwar auch möglich, bringt aber starke Einschränkungen mit sich, da Ihnen meist nur wenige Gigabyte an Speicher zu einem stolzen Preis zur Verfügung stehen und Sie im Falle einer Internetstörung nicht auf Ihre Daten zugreifen können.

Hier ist ein NAS oftmals die bessere und günstigere Alternative. Klein, kompakt und günstig bietet es Ihnen auf Wunsch Datensicherheit und eine zentrale Ablage – das alles in Ihren eigenen vier Wänden.

Was ist ein NAS?

Ein NAS ist eine zentrale Netzwerkfestplatte oder ein potenter Netzwerkspeicher mit PC-ähnlichen Funktionen. NAS ist die Kurzform vom englischen „Network Attached Storage“ – Netzwerkverbundener Speicher. NAS werden auch „Netzwerkspeicher“, „NAS Server“ oder „NAS Laufwerk“ genannt, aber alle Begriffe bezeichnen dasselbe Gerät.
Ein NAS bietet Zugriff auf Daten, die auf der verbauten Festplatte (HDD) abgelegt sind - ohne dass ein weiterer Computer im Netzwerk angeschaltet sein muss. Einige Modelle können sogar Musik und Video streamen und diese Daten etwa auch an einen Fernseher senden. So müssen die Dateien nicht mehr auf dem Abspielgerät gespeichert werden, sondern werden direkt aus dem Netzwerk bezogen – so sparen Sie Speicherplatz und Geld.

Drucken für alle – dank Druckerserver

Oft kann ein Netzwerkspeicher auch Kontakt zu weiteren Geräten aufnehmen. So haben viele eine USB-Schnittstelle und einen integrierten Druckerserver. Ein angeschlossener Drucker steht allen Geräten im Netzwerk zur Verfügung, ohne dass dieser eine eigene Netzwerkschnittstelle benötigt. So können auch Tablets oder Notebooks bequem auf einen Drucker zugreifen, ohne dass eine Kabelverbindung nötig ist.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu Druckservern
Alle NAS mit Druckerserver anzeigen

Schnelle Datenübertragung durch Direktanschluss

An die USB-Schnittstelle eines NAS kann nicht nur ein Drucker angeschlossen werden, sondern oftmals auch ein PC oder Notebook. So verfügt das direkt angeschlossene Gerät über die höchste Transferleistung, ohne das Netzwerk auszubremsen – ideal, wenn Sie mit einem PC Ihr NAS mit Videos beliefern, um diese später auf Fernseher oder Tablet anzusehen.

Datensicherheit durch BackUp-Software

Ein NAS ist nicht mehr nur etwas für kleine und große Unternehmen, sondern auch eine sinnvolle Ergänzung für ein privates Netzwerk. Hochwertige Modelle können auch Programme ausführen. Kombinieren Sie diese Fähigkeit mit einer kompatiblen BackUp-Software, haben Sie so ohne großen Aufwand einen zentralen Datenspeicher, der die Daten aller PCs nach festem Zeitschema oder auf Knopfdruck sichert. Praktisch!

Zu unserem Angebot an Backup-Software

Integrierte Serverfunktionen – Webseiten und FTP

Netzwerkspeicher bieten teilweise auch einen Web-, FTP- oder E-Mail-Server. Damit kann man den Zugriff auf das Internet ausweiten. Per FTP-Server können Nutzer Daten kopieren. So lässt sich leicht und unkompliziert eine private Datencloud einrichten, auf die man von überall über das Internet auf die eigenen Daten zugreifen kann. Ein Plus ist in diesem Zusammenhang, wenn der Netzwerkspeicher auch Musik und Videos über das Internet auf iPhone, iPad, Androidgeräte und Co. streamen kann.

Kaufberatungstipp: Wer darauf Wert legt, sollte zu einem NAS greifen, das eine entsprechende App im Lieferumfang hat. Das erleichtert die Konfiguration und den Zugriff auf die Daten. Entsprechende Geräte funktionieren auch als lokaler Medienserver und können Musik und Videos durchs ganze Haus schicken. Eine dazu nötige Software sollte zum Lieferumfang gehören.

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Daten und Torrents automatisch downloaden

Ein wahrer Leckerbissen für alle, die gerne und viel Daten aus dem Internet laden, ist eine integrierte und vollautomatisch ablaufende Downloadmöglichkeit. Einige Netzwerkspeicher haben dazu einen Bit-Torrent-Client integriert. Andere können auch via HTTP oder FTP eigenständig kopieren. Auch hierzu muss kein PC in Betrieb sein. Die zu kopierenden Daten trägt man in einer Liste ein, die der Server nacheinander abarbeitet. Die Daten legt er auf der HDD ab.
Praktisch ist die optionale Timerfunktion, um die Download- und Kopiervorgänge dann starten zu können, wenn man die Netzwerkkapazität nicht für anderes benötigt. In der Regel ist es auch möglich, ein Downloadlimit zu setzen oder den Download komplett zu pausieren – besonders nützlich ist dies, wenn sie z.B. schnell eine Datei down- oder uploaden möchten, aber auch beim Online-Spielen – eine ausgelastete Internetleitung führt zu einem höheren Ping und behindert den Spielfluss.

Alle Netzwerkspeicher mit TorrentClient ansehen

Einrichtung, Verwendung und Features

NAS bei computeruniverseÄußerlich unterscheiden sich viele Netzwerkspeicher kaum von einer externen Festplatte. Meistens sind sie größer - mehr Festplatten benötigen Platz, und auch die Technik für den Netzwerkbetrieb benötigt etwas Raum.
Der größte Unterschied ist eine oder mehrere Ethernet bzw. RJ45-Schnittstelle für die Netzwerkanbindung. Sie können Ihr NAS direkt an einen Computer, aber auch an Hubs, Switches, Router oder Powerline-Adapter anschließen, um eine Netzwerkverbindung herzustellen. Außerdem besitzen viele NAS leicht zugängige Wartungstüren - so können Sie schnell und unkompliziert an die verbauten Festplatten gelangen - etwa um sie auszutauschen oder weitere HDDs ins NAS einzubauen.
NAS gibt es in vielen Formen und Farben – ob sie schlicht in einem Büro oder stilvoll im Wohnzimmer aufgestellt werden sollen, Auswahl gibt es genug.

Anschließen und einrichten – Schnell und einfach

Das Anschließen eines NAS ist nicht schwieriger als das Einstecken einer externen HDD am Notebook – Netzwerkstecker und Stromstecker anschließen und fertig.
Die abschließende Konfiguration ist ebenfalls komfortabel – wie bei einem Router wird über Ihren Browser eine Webseite aufgerufen, auf der alle möglichen Optionen übersichtlich aufgelistet werden. Wenn Sie schon einmal ein Netzwerk aufgebaut oder einen Router eingerichtet haben, werden Sie mit dem NAS spielend fertig. Eine Treiberinstallation auf anderen Geräten ist nicht nötig, PCs und Speicher kommunizieren über das Netzwerkprotokoll TCP/IP, das auch im Internet verwendet wird. Da sich der Datenserver wie ein Netzwerk-PC verhält, können auch Geräte mit Linux-Betriebssystemen (wie z.B. Ubuntu) oder Apple iMacs und MacBooks mit Mac OS X Daten austauschen; dies ist nicht nur Windows-Rechnern vorbehalten.

Leicht zu bedienen

Über das Konfigurationsmenü kann man die Zugriffsrechte für alle beteiligten Anwender begrenzen. Bei einfachen Systemen klappt das etwa durch die Vergabe von Passworten für bestimmte Verzeichnisse oder Bereiche auf dem Netzlaufwerk. Bei ausgefeilteren Systemen kann man das Verhalten für jeden Nutzer einzeln festlegen. Statt mit Passwörtern zu arbeiten, kann man dann etwa die gesperrten Verzeichnisse einfach ausblenden. Dann merkt der jeweilige Anwender nicht, dass ihm der Zugriff auf bestimmte Bereiche verwehrt ist. Außerdem können erweiterte Diagnose- und Benachrichtigungsfunktionen genutzt werden – so kann beispielsweise bei einem Fehler oder vollen Festplatten eine E-Mail an Sie geschickt werden. Einige professionelle Modelle bieten zudem Unterstützung für Active Directory – so können bestehende IT-Rechte direkt übernommen werden.

Welche Festplatte gehört in einen Netzwerkspeicher?

Festplatten für NAS bei computeruniverseNicht alle Netzwerkspeicher werden mit Festplatte ausgeliefert. Ein Teil der Geräte besteht nur aus dem Gehäuse und der nötigen Technik. Hier hat man selbst die Chance oder die Pflicht, ein oder mehr Laufwerke einzubauen. Das lässt dem Anwender die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, welche HDD er verwenden möchte. So können Sie zum Beispiel brandneue Festplatten kaufen, aber ebenso gut können Sie bereits vorhandene HDDs - etwa aus einem alten Computer - weiterhin verwenden.

Tipp: Viele Hersteller führen Kompatibilitätslisten mit im System getesteten Platten, die auf jeden Fall laufen werden. So ist man auf der sicheren Seite bei der Festplattenwahl.

Alle NAS ohne HDD
Zu den Festplatten

Baugröße

Standardgeräte arbeiten mit 3,5-Zoll-Festplatten, wie man sie auch in Desktop-PCs findet. Sie sind schnell und bieten sehr hohe Speicherkapazität. Obendrein sind sie relativ kostengünstig. 3,5-Zoll-Festplatten sind allerdings nicht sehr klein, sodass das Gehäuse des Netzwerkspeichers relativ groß sein muss – vor allem, wenn mehr als 2 HDDs verbaut werden.
2,5-Zoll-Festplatten sind deutlich kleiner. Sie arbeiten in Note- und Netbooks. Entsprechende Gehäuse benötigen somit weniger Platz und sind, verglichen mit den größeren Ausführungen, deutlich energiesparender. Festplatten mit 2,5 Zoll Baugröße erreichen nicht die gleiche Geschwindigkeit wie die größeren Versionen. Das gilt auch, wenn sie genauso schnell drehen. Denn bei den größeren HDDs befinden sich mehr Daten auf einer Spur. Aufgrund der geringen Baugröße ist der maximale Speicherplatz zudem geringer und die Festplatten sind etwas teurer. Der Geschwindigkeitsunterschied macht sich allerdings nur bei direktem Anschluss an einen Computer bemerkbar und hat keinen wesentlichen Einfluss bei reinem Netzwerkbetrieb.

Kaufberatungstipp: Möchten Sie künftig den Speicher erweitern können, achten Sie auf weitere freie Schächte im Gehäuse, in die Sie eine oder mehrere zusätzliche Festplatten einsetzen könnten.

Maximalkapazität

Bei der Auswahl der Festplatten sollte man auch auf die maximale Kapazität achten, die der Server verwalten kann. Überschreitet man diese Grenze durch Einsatz einer zu großen Festplatte, verschenkt man Speicherplatz und Geld, denn der überschüssige Bereich liegt ungenutzt brach.

Cache

Ebenfalls wichtig für schnelles Arbeiten ist der Zwischenspeicher oder Cache. Je größer dieser ist, desto mehr Daten kann er zwischenlagern und diese umso schneller bei einer erneuten Anfrage wieder zur Verfügung stellen. Kopiert man aber überwiegend große Datenblöcke und arbeitet wenig auf der HDD, etwa indem man dort viele Daten dekomprimiert oder dupliziert, hat ein großer Cache nur geringe Vorteile.
Mehr Informationen in der Kaufberatung zu Festplatten
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Mehr Sicherheit, mehr Geschwindigkeit – oder lieber beides?

In viele NAS lassen sich zwei oder mehr Festplatten einsetzen. In diesem Falle stehen Ihnen meist ein oder mehrere RAID-Modi zur Verfügung. RAID stammt aus der englischen Bezeichnung „Redundant Array of Independent Disks“, also Redundante Anordnung unabhängiger Festplatten. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich nichts weiter als eine effektive Organisation mehrerer HDDs mit den Zielen, die Datensicherheit und/oder Geschwindigkeit zu erhöhen.
Es existiert eine Vielzahl an RAID-Modi, jedoch sind die meisten für spezialisierte Anwendungen vorgesehen und für die meisten Anwender irrelevant.
Am wichtigsten sind die 5 folgenden Varianten:

1. JBOD – volle Kapazität ohne Ausfallsicherheit
JBOD steht für „Just a Bunch Of Disks” – nur ein Haufen Festplatten. Wenn Sie ihrem NAS keinen RAID-Modi zuweisen wird dieses Verfahren verwendet. Alle verwendeten Festplatten erscheinen auf Ihrem PC als ein Laufwerk. Besitzt Ihr NAS also beispielsweise 2 Festplatten mit je 2 TB, würde Ihr Computer ein Netzwerklaufwerk mit 4 TB anzeigen. Jedoch haben Sie in diesem Betriebsmodus weder Ausfallsicherheit noch eine Geschwindigkeitssteigerung – ein JBOD sollte also höchstens zur zentralen Ablage dienen.

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2. RAID 0 – „Striping“, erhöhte Geschwindigkeit
In diesem Modus teilen sich die Festplatten die Arbeit auf. Dadurch wird die Verarbeitungsgeschwindigkeit erhöht. Somit eignet sich dieser Modus gut, um große Datenmengen schnell zu verteilen – HD-Videos wären ein Beispiel. Allerdings bietet RAID 0 keine Ausfallsicherheit – erleidet eine der Festplatten einen Defekt, verschwindet ein Großteil Ihrer Dateien.

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3. RAID 1 – Mirroring – Ausfallsicherheit, halbierter Speicherplatz
Dieser RAID-Modus erreicht eine gute Ausfallsicherheit durch das Spiegeln, also Kopieren, von Dateien. In diesem Falle steht Ihnen auch nur die Hälfte der Gesamtkapazität aller Festplatten zur Verfügung. Dafür ist der Ausfall einer HDD nicht besonders schlimm – Ihre Daten sind weiterhin verfügbar. Sobald die defekte Platte getauscht wurde, erstellt das NAS automatisch ein neues Spiegelbild. Dabei kann es vorrübergehend zu einer geringeren Leistung kommen.

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4. RAID 5 – Datensicherheit und Leistung bei 2/3 des Speicherplatzes
RAID 5 bietet das Beste der „kleinen“ RAID-Modi – Ihre Daten sind sicher, und die Arbeitsgeschwindigkeit wird erhöht. Dafür benötigt Ihr NAS jedoch mindestens 3 Festplatten. Zur freien Verfügung stehen dabei 2/3 der Gesamtkapazität – bei 6 TB (3 Platten mit je 2 TB) würden also 4 TB bereit stehen. Gegen den Ausfall einer HDD sind Sie mit RAID 5 auch gewappnet.

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5. RAID 10 – höchste Sicherheit und hohe Leistung bei ½ Kapazität
Wenn ein NAS mindestens 4 Festplatten besitzt und Sie eine gerade Anzahl an HDDs einsetzen (4, 6, 8 oder 10 etc.) kann oftmals RAID 10 verwendet werden. Eine Hälfte der Festplatten sorgt für Geschwindigkeit (Untergruppe A), die andere sichert die Daten (Untergruppe B).Insgesamt steht Ihnen so die Hälfte des Gesamtspeichers zur Verfügung. RAID 10 bietet eine hohe Geschwindigkeit und verkraftet ohne Probleme den Ausfall von 2 Festplatten ohne Datenverlust – solange nicht eine komplette Untergruppe ausfällt. Zur Ablage großer Mengen besonders wichtiger Daten ist dieser Modus sehr gut geeignet.

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Kaufberatungstipp: Überträgt ein PC fehlerhafte Daten oder gar einen Virus, schützt auch das RAID nicht. Ein NAS sollte also ebenfalls auf Viren überprüft werden. Außerdem sollten alle angeschlossenen PCs und Notebooks über einen Virenscanner bzw. Antiviren Software verfügen!

Zu der Antiviren Software

Wie schnell ist ein Nas und wie kann es schneller werden?

Aktuell verwenden die meisten NAS Gigabit-Ethernet zur Netzwerkanbindung. So lassen sich theoretisch bis zu 125 MB pro Sekunde über ein Netzwerk schicken. Da sich aber alle Anwender diese Leistung teilen müssen, fällt sie im Betrieb jedoch geringer aus. Dadurch kann ein NAS langsamer sein als eine per USB2.0 angeschlossene Festplatte. Weiterhin muss man bei beiden mit Geschwindigkeitseinbußen rechnen, wenn man Prozesse auslöst, die normalerweise nur auf einem PC stattfinden. Damit ist etwa das Defragmentieren der Netzwerkfestplatte gemeint. Solch ein Vorgang würde den gesamten Datenverkehr im Netz stark ausbremsen. Um diese Engpässe zu vermindern, gibt es mehrere Möglichkeiten.

1. Verwenden sie schnelle Festplatten
Eine der günstigsten Möglichkeiten, die Transferrate zu erhöhen, ist die Verwendung schneller Festplatten. Verwenden Sie eine Festplatte mit 7200 Umdrehungen pro Minute, wird die Leistung spürbar gesteigert, allerdings erhöht sich die Betriebslautstärke. Wenn NAS und HDD noch SATA3 nutzen, kann dies ebenfalls von Vorteil sein.

2. Kaufen Sie ein leistungsfähigeres NAS
Wie bereits erwähnt, bietet ein NAS Möglichkeiten, die einem PC ähneln – und wie ein PC verwendet es einen Prozessor und Arbeitsspeicher, um Leistung zu erzielen. Je schneller der Prozessor und je größer der RAM, umso schneller erfolgt der Datentransfer. Für das Bereitstellen kleiner Dateien oder Videos reicht bereits ein Single Core Prozessor mit 128 MB RAM aus. Möchten jedoch mehrere Nutzer gleichzeitig Zugriff haben oder werden viele Daten abgerufen, sollte das NAS schon einen schnellen Dual Core Prozessor und mindestens 1 GB RAM aufweisen.

3. Nutzen Sie ein NAS mit mehreren Netzwerkanschlüssen oder WLAN
Hochwertige NAS bieten mehrere Netzwerkanschlüsse oder Wireless LAN – somit kann die Überlastung eines einzelnen Anschlusses besser vermieden werden. Beispielsweise können PCs über das Netzwerkkabel verbunden werden und Notebooks, Smartphones und Tablets über WLAN. So wird die Auslastung besser verteilt.

4. Hauptverbraucher direkt anschließen
Der direkte Anschluss ist perfekt dazu geeignet, einen Hauptverbaucher direkt an das NAS zu schließen. Oftmals findet man an einem NAS Anschlüsse, um einen PC direkt zu verbinden. USB2.0 und USB3.0 sind am weitesten verbreitet, doch auch eSATA wird noch verbaut. Im Falle von USB3.0 und eSATA funktioniert der Datentransfer auch deutlich schneller als über das Netzwerk. So könnten Sie beispielsweise einen PC zum Videoschnitt anschließen und arbeiten, haben aber dennoch genügend Netzwerkleistung, um noch ein Video auf ein Tablet oder Notebook zu streamen.

Abschließende Tipps

NAS sparen Strom – GreenIT daheim

Wer viele der genutzten Extrafunktionen nutzt oder bisher stets einen zweiten PC laufen lässt, damit er Zugriff auf wichtige Daten hat, kann mit einem Netzwerkspeicher einiges sparen. An erster Stelle steht dabei Strom. So benötigt ein Zentralspeicher deutlich weniger Strom als ein PC. Bis zu 90 Prozent Energie lässt sich im Vergleich sparen. Die Anschaffungskosten für den Server hat man also schnell wieder erwirtschaftet. Obendrein ist ein Heimserver in der Regel deutlich leiser als ein PC, was Ohren und Nerven dankend quittieren. Zwischen den Geräten gibt es aber ebenfalls Unterschiede. So lässt sich zusätzlich sparen, wenn man einen Netzwerkspeicher mit niedrigem Stromverbrauch wählt.
Um bei allen Typen möglichst Strom sparen zu können, sollten diese einen Ruhezustand besitzen, in den sie bei längerer Pause hineinfallen. Ebenfalls wichtig ist ein An/Ausschalter, um den Netzwerkspeicher nachts und bei Abwesenheit ganz vom Netz trennen zu können. Eine mögliche Alternative dazu wäre eine Steckerleiste mit An/Ausschalter.

Weitere Informationen in der Kaufberatung zu Steckerleisten
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Kaufberatungstipp: Möchten Sie selbst entscheiden, welchen Festplatten ins Gehäuse kommen, achten Sie bei den Laufwerken auf Energiesparmodelle. Diese erkennen Sie beispielsweise an Namenszusätzen wie GP (Green Power), LP (Low Power) oder auch EC (EcoGreen). Allerdings: Entsprechende Versionen sind oft nicht ganz so leistungsfähig wie gewöhnliche HDDs.

Platz und Kabel sparen

Wer ein echtes Multitalent kauft, das einen Druckerserver, das Backup-Laufwerk, den Mediaserver und vielleicht noch andere Geräte ersetzt, spart viel Platz unterm Schreibtisch - ganz zu schweigen vom reduzierten Kabelsalat und endlich wieder freien Steckdosen. Zudem muss man sich nicht um die Konfiguration all dieser Geräte kümmern, sondern kann alle Funktionen in nur einem einzigen Menü durchführen. Sehr praktisch! Multitalente benötigen jedoch mehr Strom als eine einfachere Netzwerkfestplatte.

Ruhe bitte!

Wenn absolute Ruhe wichtig ist, kann man auf besonders leise Festplatten setzen. Diese gibt es auch mit 5.400 - 7.200 Umdrehungen pro Minute. Entsprechende Versionen tragen häufig eines der Worte „silent“ oder „quiet“ (englisch für leise bzw. ruhig) im Namen. In der Regel steckt im Gehäuse des NAS aber noch ein Lüfter, der ebenfalls Lärm verursachen kann. Um dessen Aktivität gering zu halten, ist es wichtig, den Netzwerkspeicher so aufzustellen, dass er genügend Luft bekommen kann. Eine kühle Umgebung verhindert unnötigen Lüfterlärm und schützt gleichzeitig die Daten. Denn wenn es zu warm wird, droht der Hitzetod.

Kaufberatungstipp: Für einen kühlen Ort eignen sich auch Heimserver, die ohne Lüfter arbeiten. Hier ist das Angebot allerdings begrenzt.

Eine geräuschlose Alternative bieten Solid State Drives (SSDs). Der Flash-basierte Speicher hat keine beweglichen Teile und ist daher mucksmäuschenstill. Zudem arbeitet er schneller als eine herkömmliche HDD. Dieser Vorteil ist über ein Netzwerk nicht nutzbar, nur bei Direktanschluss an einen Computer sinnvoll. SSDs sind teurer als herkömmliche Festplatten und bieten nur begrenzten Speicherplatz. In vorkonfigurierten Heimservern stecken daher in der Regel herkömmliche Festplatten.

Mehr Informationen in der Kaufberatung zu SSDs
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Mehr Sicherheit im Dauerbetrieb

Die meisten NAS lassen sich manuell ausschalten oder bieten eine Automatik, die sie nur aktiviert, wenn ein Datenzugriff stattfindet. So sparen Sie Strom, schonen die HDD und reduzieren die Lautstärke des Gerätes (sinnvoll, wenn es sich in einem Wohnbereich befindet).
Wenn Sie Ihr NAS gewerblich nutzen oder jederzeit, ohne Unterbrechungen abrufbereit haben möchten, sollten Sie Festplatten verwenden, die für den Dauerbetrieb vorgesehen sind. So vermeiden Sie den schnellen Verschleiß der Platten sowie unnötigen Ärger und Kosten.

Weitere Informationen zur Ausfallsicherheit in der Kaufberatung Festplatten
Festplatten für 24/7-Betrieb

Dateisystem - NTFS statt FAT32

Ganz gleich, ob man ein NAS mit oder ohne HDD gekauft hat, sollte man vor Inbetriebnahme überprüfen, welches Dateisystem auf der eingesetzten Festplatte verwendet wird. Das ist ganz einfach herauszufinden: Machen Sie einen Doppelklick auf das Arbeitsplatzsymbol, wählen Sie im sich öffnenden Fenster das entsprechende Festplattensymbol mit der rechten Maustaste aus und klicken Sie im aufklappenden Kontextmenü auf „Eigenschaften“. Nun öffnet sich ein Fenster, in dem Sie das Dateisystem der Festplatte ablesen können.
Unter „Dateisystem“ sollte NTFS stehen. Gelegentlich kann es vorkommen, dass Festplatten noch mit FAT32-System ausgeliefert werden – in diesem Falle sollten Sie die Festplatte vor dem Kopieren von Dateien auf NTFS umformatieren.
NTFS ist ein modernes Dateisystem und wird seit Windows XP verbreitet eingesetzt. Und das ist auch gut so. Denn dieses System kennt die Begrenzungen des älteren FAT32 nicht. Letzteres ließe es nicht oder nur mit Problemen zu, dass zwei oder mehr Anwender gleichzeitig auf die Festplatte zugreifen könnten. NTFS arbeitet demgegenüber in jeder Situation effizienter. Es kann Fehler automatisch erkennen und beheben, besitzt eine umfassendere Rechteverteilung und gestattet eine höhere Maximalgröße einer Festplatte, beziehungsweise Partition. So gestattet FAT32 nur Partitionsgrößen bis zu 32 Gigabyte, zumindest wenn man die in Windows integrierte Formatierfunktion verwendet. Gleichzeitig begrenzt FAT32 die maximale Größe einer Datei auf vier Gigabyte. Ein großes HD-Video kann diese Grenze leicht sprengen und ließe sich auf einer FAT32-Platte nicht abspeichern.

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